Festgenommene Randalierer sind zwischen 17 und 21 Jahre alt
Auf dem Frankfurter Opernplatz ist es in der Nacht zu Sonntag zu größeren Ausschreitungen gekommen. Wie die Polizei mitteilte, hatten am späten Abend zunächst rund 3000 Menschen gefeiert, als aus der Menge heraus plötzlich rund 20 Personen aneinandergerieten und sich eine größere Schlägerei entwickelte. Eine Gruppe Polizisten bahnten sich daraufhin den Weg durch die Menge, um einzugreifen, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums die Situation später beschrieb. Daraufhin seien die Beamten selbst angegriffen worden. Zahlreiche Besucher des Opernplatzes hätten sich mit den Personen, die an der Schlägerei beteiligt gewesen seien, solidarisiert. Die Beamten wurden mit Flaschen und Gläsern beworfen, mehrere von ihnen wurden verletzt.
Die Polizei ging schließlich mit einem Großaufgebot gegen die Randalierer vor. Dabei räumten sie schließlich auch den Platz. 39 Menschen wurden festgenommen, darunter befindet sich eine Frau. Acht von ihnen befanden sich am Sonntagmorgen noch in Gewahrsam. Die Festgenommenen sind alle zwischen 17 und 21 Jahre alt, neun kommen aus Frankfurt, die übrigen aus dem Umland (Offenbach, Hanau, Limburg). Zu den Festgenommenen sagte Polizeipräsident Gerhard Bereswill am Sonntagmittag: „Derzeit wird auch der jeweilige aufenthaltsrechtliche Status der Personen geprüft. Ein nicht geringerer Teil der Festgenommenen hat einen Migrationshintergrund.“
„Es gibt derzeit eine Kumulation von ungerechtfertigten Vorwürfen. Bestimmte Gruppen fühlen sich bestärkt, vor allem dann, wenn Alkohol ins Spiel kommt, Polizisten anzugreifen“, sagt der Polizeipräsident. Bereswill will sich nicht festlegen, ob eine Sperrung des Platzes im Angesicht der Vorfälle sinnvoll wäre. Diese habe möglicherweise nur eine Verdrängung zur Folge. „Man wird nun genau überlegen müssen, was man tut.“
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