AfD – Alternative für Deutschland

Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon pentium » 24. Oktober 2019, 16:20

(Quelle:Björn Höcke – Wikipedia)

Höcke wurde im westfälischen Lünen geboren. Kurz nach seiner Geburt zog die Familie nach Neuwied in Rheinland-Pfalz, später ins benachbarte Anhausen. Seine Großeltern waren Vertriebene aus Ostpreußen. Sein Vater war Sonderschullehrer an der Landesschule für Blinde und Sehbehinderte (Neuwied), die Mutter Kranken- und Altenpflegerin. Höcke besuchte zunächst die Braunsburg-Grundschule in Anhausen, dann das Rhein-Wied-Gymnasium Neuwied. Nach seinem Abitur im Jahr 1991 leistete er Grundwehrdienst bei der Bundeswehr. Ab 1992 studierte er zwei Semester Jura in Bonn.[1] Von 1993 bis 1998 studierte er an der Justus-Liebig-Universität Gießen und Philipps-Universität Marburg Sportwissenschaften und Geschichtswissenschaft für das Lehramt am Gymnasium. Nach seinem zweiten Staatsexamen (2001) absolvierte er von 2003 bis 2005 einen Masterstudiengang für Schulmanagement, den er mit dem Master of Arts abschloss. Bis September 2014 unterrichtete er an der Rhenanus-Schule in Bad Sooden-Allendorf Sport und Geschichte, zuletzt als Oberstudienrat.
...
Höcke wurde nach Eigenangaben stark von Erzählungen seiner Großeltern über Ostpreußen geprägt. 1986 als Vierzehnjähriger trat er in die Junge Union ein, weil er den damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl für seine geistig-moralische Wende bewundert habe.[5] Sein nationalkonservativ und antikommunistisch eingestellter Vater habe den Mauerfall von 1989 trotz der Freude darüber als Anfang vom „Ende des deutschen Volkes“ gesehen, weil der multikulturelle Westen nun auch die noch intakte Vertrauensgemeinschaft im Osten zerstören werde. Das habe ihn stark beeindruckt.[6] Sein Vater hatte die antisemitische Zeitschrift Die Bauernschaft des in Deutschland verurteilten Holocaustleugners Thies Christophersen abonniert und solidarisierte sich öffentlich mit Martin Hohmann, den die CDU wegen als antisemitisch wahrgenommener Aussagen ausgeschlossen hatte.[1]

...
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon Interessierter » 25. Oktober 2019, 09:53

„Arm des Rechtsterrorismus“ - AfD knickt gegen SPD-Mann ein

Der Abgeordnete Michael Roth darf die Rechtspopulisten weiterhin „Arm des Rechtsterrors“ nennen. Die AfD hat eine Mahnung gegen ihn zurückgezogen.

Die AfD wird nicht weiter juristisch gegen den SPD-Politiker Michael Roth vorgehen. Das sagte der Justiziar der AfD-Fraktion, Stephan Brandner, am Mittwoch im Bundestag. Es habe Morddrohungen gegen die Anwälte gegeben, die die AfD beauftragt hatte, sagte Brandner zur Begründung. Man habe eine Fürsorgepflicht gegenüber den Anwälten. „Wir weichen der Gewalt.“ Roth kann also weiter sagen, dass die AfD der „politische Arm des Rechtsterrorismus“ ist.

So hatte Roth, der Staatssekretär im Außenministerium ist und auch für den SPD-Vorsitz kandidiert, nach dem Anschlag in Halle in einem Interview mit der Welt die AfD zeichnet. Dies wollte die AfD ihm untersagen und ließ sich dabei von der Rechtsanwaltskanzlei Höcker in Köln vertreten. Ralf Höcker, selbst Mitglied der Werteunion, vertritt die AfD immer wieder. Seit kurzem ist auch der ehemalige Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen für die Kanzlei tätig.

https://taz.de/Arm-des-Rechtsterrorismus/!5636005/

Den letzten Satz habe ich extra noch einmal für diejenigen groß geschrieben, die sich hier mehrfach als Fans des " rechten " Maaßen geäußert haben. [denken]
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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon Interessierter » 26. Oktober 2019, 09:32

Der rechtsextreme Offizier

Maximilian T. ist Bundeswehrsoldat und er arbeitet für die AfD im Bundestag. Er hat mehr rechtsextreme Bezüge als bisher bekannt.


Der Bundeswehr-Offizier und AfD-Mitarbeiter im Bundestag Maximilian T. hat mehr rechtsextreme Bezüge als bisher bekannt. Wie Recherchen der taz am Wochenende ergeben, ist etwa sein Vater Thomas T. seit Langem in der rechtsextremen Szene unterwegs. Mitte der Nullerjahre war er als Reichsbürger aktiv, er trat unter anderem als „Inspekteur des Deutschen Reiches“ auf.

„Die politische Hygiene würde es erfordern, dass Maximilian T. nicht im Bundestag arbeitet“, kritisiert der Vorsitzende des Parlamentarischen Kontrollgremiums im Bundestag Armin Schuster (CDU). „Dass er hier ein- und ausgehen darf, ist geradezu entwürdigend für das Parlament“, sagte er der taz.

Gegen Maximilian T. hatte die Bundesanwaltschaft wegen der „Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat“ ermittelt, das Verfahren aber vor einem Jahr eingestellt. Er galt als Komplize des Bundeswehrsoldaten Franco A., dem vorgeworfen wird, dass er als syrischer Flüchtling getarnt ein Attentat geplant hat. Noch während der laufenden Ermittlungen wurde Maximilian T. Mitarbeiter des AfD-Verteidigungspolitikers Jan Nolte, bekam aber zunächst keinen Hausausweis für den Bundestag.

Nach einer internen Bewertung des Bundesamtes für Verfassungsschutz im Innenausschuss wird Maximilian T. als Rechtsextremist eingestuft, bei dem tatsächliche Anhaltspunkte für Bestrebungen gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung vorliegen. Wie taz-Recherchen nun zeigen, hat Maximilian T. Ermittlern ein Smartphone abgegeben, auf dem alle persönlichen Daten gelöscht waren.


Maximilian T., der seit mindestens Anfang 2017 AfD-Mitglied ist, hat im Landesverband Sachsen-Anhalt mittlerweile ein Parteiamt übernommen: Er leitet den Landesfachausschuss „Außen- und Sicherheitspolitik, Entwicklungshilfe und Außenwirtschaft“. Auch sein Vater bewegt sich in diesem AfD-Landesverband und plant darüber hinaus den Aufbau einer deutschen Siedlung im Kaliningrader Gebiet in Russland. Maximilians T. Schwester lebt mit Franco A. zusammen.

https://taz.de/taz-Recherche-zu-rechtem ... /!5636156/

Dieser Offizier hat sich zwar nicht der Armee einer Diktatur ( NVA ), dafür aber einer demokratiefeindlichen, in Teilen rechtsextremistischen und alternativlosen Partei angedient.
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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon zonenhasser » 26. Oktober 2019, 15:24

Die “Rote Fahne” schrieb noch “wir werden siegen”, da hatte ich mein Geld schon in der Schweiz.
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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon Danny_1000 » 26. Oktober 2019, 18:14

Passt irgendwie, trotz dass es schon etwas älter ist und sehr gut gemacht ist es ausserdem !
Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben
dafür einsetzen, dass du es sagen darfst !
(Evelyn Beatrice Hall 1868; † nach 1939)
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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon Interessierter » 27. Oktober 2019, 09:22

Spende an Weidel wohl illegal

Die Partei hätte Spenden an den Kreisverband Weidels nicht annehmen dürfen, so die Bundestagsverwaltung. Es droht eine Strafzahlung von 400.000 Euro.

Eine weitere Parteispende an die AfD ist wohl illegal. Zu diesem Ergebnis kommt die Bundestagsverwaltung, die den Vorfall monatelang geprüft hat. Sie hat der AfD nun eine Strafzahlung in Höhe von 396.000 Euro angekündigt. Das bestätigte die Behörde der taz am Freitag. Der Rechercheverbund von WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung hatte zuerst darüber berichtet. Die AfD muss jetzt eine Stellungnahme abgeben, danach wird endgültig entschieden.

Hintergrund ist ein lange bekannter Sachverhalt. Es geht um insgesamt 130.000 Euro, die im Bundestagswahlkampf gestückelt in mehreren Tranchen an den Kreisverband von Fraktionschefin Alice Weidel am Bodensee geflossen sind. Die Überweisungen kamen von der Züricher Pharmafirma PWS, als Verwendungszweck war „Wahlkampfspende Alice Weidel“ angegeben.

Doch das Geld stammt nicht von dem Unternehmen, der Firmenschef hatte es im Auftrag eines Bekannten gespendet, der annoym bleiben wollte. Parteispenden aus der Schweiz, wie insgesamt aus dem Nicht-EU-Ausland, sind verboten.

Die AfD zahlte das Geld zurück, allerdings erst Monate nach dem Eingang – aus Sicht der Bundetagsverwaltung viel zu spät. Die Partei räumte sogar ein, zwischendurch mit dem Geld gearbeitet zu haben. Später übermittelte sie der Bundestagsverwaltung die Namen von mehreren Spendern, die hinter den Zuwendungen stehen sollen.

Recherchen verschiedener Medien ergaben aber, dass sich es dabei in vielen Fällen wohl nur um Strohleute handelt. Die Spuren führten zu Henning Conle senior, einem Milliardär, der in der Schweiz und in Großbritannien lebt. Er könnte der eigentliche Spender sein.

https://taz.de/AfD-droht-Strafzahlung/!5636138/
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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon AkkuGK1 » 27. Oktober 2019, 09:32

ja, Geld annehmen von Ausländern?! Der Fühhhrerrerrr rotiert in der Hölle! Das geht gar nicht, meine Freunde...

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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon Interessierter » 27. Oktober 2019, 11:36

„Die AfD kapituliert vor der Komplexität der Probleme“

Die AfD ist in Teilen rechtsradikal und doch zieht sie vor allem im Osten eine große Wählerschaft an. Der Kasseler Politikwssenschaftler Wolfgang Schroeder, Mitautor des Buches „Smarte Spalter“, erklärt, warum die AfD so viele anspricht.


Herr Schroeder, warum ist die AfD smart?


Wolfgang Schroeder: Titel sollen ja zum Lesen und Nachdenken einladen. Vordergründig ist die AfD smart, weil sie sich von der tumben, rechtsradikalen Politik von NPD und DVU abzugrenzen versucht. Zugleich nutzt sie wie keine andere Partei das Internet nach innen und außen. Sie setzt dort auf eine Sprache des Wirs und des Volkes. Hinsichtlich ihrer Raffinesse, das Volk zu emotionalisieren und zu manipulieren, ist sie nicht zu unterschätzen.

Haben Sie ein Beispiel für die Raffinesse?

Die AfD hat stets Themen aufgesogen, wo die anderen Parteien Platz gelassen haben. Das fing an mit der euroskeptischen Position, ging weiter über die Flüchtlingskrise bis hin zur Auseinandersetzung mit dem Diesel. Die Partei begreift das Land und den Diesel als Einheit. Sie sagen: Die wollen euch eure Autos nehmen. Die Politik der Emotionalisierung betreibt gegenwärtig keine Partei so geschickt und dynamisch.

Zugleich spaltet die AfD.

Die Spaltung beruht darauf, dass sie die Axt an die Wurzeln der liberalen Demokratie zu legen versucht. In dieser systemsprengenden Perspektive ignoriert sie die Komplexität der Themen. Damit torpediert sie die rechtlichen und ethischen Grundlagen unserer Demokratie und belastet die Suche nach fairen gemeinsamen Lösungen. Die AfD tut so, als sei sie der Freund derjenigen, die am Rande der Gesellschaft stehen. In Wirklichkeit treibt sie das Geschäft einer Spaltung zulasten der schwächeren Gruppen voran.


Wäre es denkbar, die Spaltung zu verhindern, indem man die AfD mehr einbezieht?

Einzubinden bedeutet, dass man ihre Herausforderung ernstnimmt. Das geschieht bereits, indem sie Teil des parlamentarischen Systems ist. Die AfD hätte die Chance in den Ausschüssen, wo sie mit den anderen an Problemlösungen arbeiten, ihre Beiträge zu leisten. Das machen sie unseren Forschungen zufolge kaum. Die Partei will etwas anderes und kapituliert vor der Komplexität der Probleme.

Bei der Landtagswahl in Thüringen könnte die AfD zweitstärkste Partei werden. Warum kommt sie bei so vielen an?


Das hängt damit zusammen, dass das westdeutsche Parteiensystem in Ostdeutschland sehr schwach verankert ist. So haben neu auftretende Akteure, die vorgeben, die Interessen der Ostdeutschen gegenüber dem Zentralstaat lautstärker vertreten zu können, gute Startbedingungen. Die AfD hat die Linkspartei als ostdeutsche Protestpartei abgelöst. Nicht in der Kompetenz, sondern in Lautstärke und Erpressungspotential.

Welche Rolle spielt Björn Höcke?

Höcke inszeniert sich als Heilsbringer gegen die Verkommenheit der Welt, als Retro-Missionar, der die nationale Größe längst vergessener Zeiten reaktiviert. Er hat darin starke Anklänge an Goebbels. Als Politiker, der sich im Nahkampf argumentativ mit anderen auseinandersetzt, ist er eher schwach. Interessant ist übrigens, dass die Zustimmung der Wählerinnen zu Höcke weitaus schwächer ausfällt als zur AfD. Das sieht bei den meisten Parteien eher umgekehrt aus.

Thüringen steht gut da. Wogegen wird protestiert?

Was wir erleben, ist die Wiederkehr des Konflikts zwischen Peripherie und Zentrum. Die Menschen auf dem Land haben den Eindruck, verlassen worden zu sein. Das betrifft die Frage der Infrastruktur, die Erreichbarkeit durch den Breitbandkabelausbau und die Anbindung an die Nahverkehrsnetze. Sie werden immer wieder vertröstet. Dagegen sei für Flüchtlinge Geld da. Das alles verstärkt das Gefühl, dass zu wenig für sie getan wird.

https://www.schwaebische-post.de/politi ... e/1833800/
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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon Sperrbrecher » 27. Oktober 2019, 14:55

Interessierter hat geschrieben:Thüringen steht gut da. Wogegen wird protestiert?

Vielleicht wollen die Thüringen einfach, dass das auch so bleibt und sich nicht zum
Negativen verändert, wie es in vielen Gegenden der alten Bundesländer zu beobachten ist.
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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon Interessierter » 28. Oktober 2019, 11:18

Wie Jörg Meuthen bei SternTV auseinandergenommen wurde

Meuthens Taktik und wie er besiegt wurde

Jörg Meuthen verwendet immer dieselbe Taktik. Diese wird ihm von seinen Anhängern oft als “rhetorisches Talent” ausgelegt, aber eigentlich ist sie ganz primitiv: Er weicht Fragen einfach so lange aus, bis er entweder den Spieß umdrehen kann oder sich soweit vom Thema entfernt hat, dass es ungefährlich wird. Dieses Ausweichen zeigt sich gut, als SternTV folgende Aussage von Björn Höcke zitiert:

Das große Problem ist, dass man Hitler als das absolut Böse darstellt.”

Meuthen soll sich rechtfertigen, warum Höcke nach wie vor in der Partei ist und sogar Spitzenkandidat für die AfD Thüringen belegt. :

“Ich bin nicht hier, um in diesem Interview ne Höcke-Text-Exegese zu machen. Wenn sie also über Höcke-Zitate reden wollen, dann würde ich einfach vorschlagen, laden sie Björn Höcke ein.”


Nein, Meuthen zieht sich einfach wieder aus der Verantwortung. Doch er hat nicht mit Niklas Franks Hartnäckigkeit gerechnet:

“Sie sind Stellvertreter, sie sind Bundessprecher, sie sind das sogenannte bürgerliche Aushängeschild für ein […] immer größere Gruppe, die nämlich wirklich drauf und dran ist, sämtliche, auch im Grundgesetz festgehaltene demokratischen Grundsätze auszuhebeln!”

Darauf hat Meuthen keine Antwort.

Der Sieg über den Whataboutismus

Denn Meuthen versucht die Diskussion noch weiter in seine Richtung zu drängen. Es geht um Bernd Lucke, der ja angeblich unter dieser eingeschränkten Meinungsfreiheit leidet. Weil Studenten ihre Meinung kundtun, dass Lucke unerwünscht ist. Wie auch immer diese Logik zu verkaufen sein soll: Es ist ein Whataboutismus.

Es geht nur darum, was machen die anderen. Es geht nie darum, was kann die AfD selbst denn angeblich besser? Denn: Wenn man diese Frage mal ernsthaft diskutieren würde, dann würden die Populisten auffliegen.

Doch SternTV geht souverän mit diesem Whataboutismus um:

“Sie reden mit großer Leidenschaft über Vertreter anderer Parteien. Das mag ja sein, dass da viele Fehler geschehen, ich würde sie nur bitten, heute einmal für die Partei zu reden, für die Sie hier sitzen.”

Dafür gibt es gewaltigen Applaus aus dem Publikum. Und eine unbezahlbare, eingeschnappte Reaktion von Meuthen. Der steht jetzt “zu 100% hinter der Partei, in der es einzelne Personen gibt…”. Doch man merkt, Meuthen kommt ins Schwimmen.

Als nächstes wird dann ein Zitat von Alexander Gauland eingespielt. Es geht um seinen “berühmten” Satz, man solle Aydan Özuguz (SPD) in Anatolien entsorgen.

Meuthen: Was hat Frau Özoguz gesagt? Frau Özoguz hat allen Ernstes gesagt….

Moderator: Ne. Was hat Herr Gauland gesagt? […] Was bedeutet “entsorgen”?

Meuthen: Entsorgen ist ein Terminus, den sollte man nicht verwenden, hat übrigens Herr Gabriel auch gemacht.


Und gleich noch einer. Sigmar Gabriel wird auch noch mit ins Boot geholt.

Fazit

Meuthen versucht das noch unzählige Male in der Sendung. Doch er muss merken, dass er keinen Stich mehr sieht. Jeder Whataboutismus wird gnadenlos bestraft, jeder Ausweichversuch unterbunden.

SternTV überschreitet dabei auch gewisse Grenzen – Gut so! Man muss Rechtspopulisten nicht ausreden lassen. Man muss sie nicht “alles sagen dürfen” lassen. Wir wissen, was sie wollen und was ihre Ziele sind. Wenn sie sich nicht an die Regeln unserer Gesellschaft halten, dann müssen wir ihnen auch die Grenzen dieser Gesellschaft aufzeigen. Wir dürfen sie nicht die freie Gesellschaft mit ihren eigenen Mitteln schlagen lassen. Wie SternTV Meuthen entlarvte, ist nur ein Anfang. Da ist noch Luft nach oben. Doch es ist wichtig, dass wir endlich die Herangehensweise wechseln. Wenn wir die AfD einladen, dann müssen wir auch ihre inhaltlichen wie methodischen Unzulänglichkeiten aufzeigen. Konsequent Und das ist passiert.

Das beste Zitat habe ich mir bis zum Schluss aufgehoben. Denn es fasst ganz gut zusammen, wie Meuthen manipulieren möchte. Und auch, wie schlecht er diesmal damit durchkommt:

“Herr Meuthen, es war der Versuch, bei uns in der Sendung mal konzentriert über die AfD und die Aussagen der AfD zu reden, ich habe zur Kenntnis genommen, dass ihr Wunsch ist, vor allem auch über die SPD, über Gegner der AfD zu reden.”

Richtig. Denn den Mut zur Wahrheit, über das rechtsextreme Gesicht der AfD zu reden, hatte er nicht. Denn die Wahrheit möchte Meuthen nicht eingestehen: Dass die AfD eine demokratiegefährdende Partei ist, in denen Faschisten und Rechtsextreme nicht nur toleriert werden, sondern auch höchste Ämter besetzen dürfen.

Der vollständige Beitrag hier:
https://www.volksverpetzer.de/analyse/meuthen-sterntv/
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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon augenzeuge » 28. Oktober 2019, 19:36

Sperrbrecher hat geschrieben:
Interessierter hat geschrieben:Thüringen steht gut da. Wogegen wird protestiert?

Vielleicht wollen die Thüringen einfach, dass das auch so bleibt und sich nicht zum
Negativen verändert, wie es in vielen Gegenden der alten Bundesländer zu beobachten ist.


Man möchte sich also die Filets aussuchen? Das haben schon andere probiert. Entweder alles wie im Westen oder nichts. Aber es nützt doch eh nichts. Warum? Na wegen der Wurzeln. [laugh]

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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon Interessierter » 29. Oktober 2019, 14:17

Die linke Hand weiß nicht, was die rechte lügt

Die AfD macht keine konstruktive Politik, sondern versucht lediglich, jedes Thema auszuschlachten und zu instrumentalisieren, um an die Macht zu kommen. Nicht umsonst hat die AfD erklärt, lediglich deshalb die Realität des menschengemachten Klimawandels anzuzweifeln, einfach nur damit sie ein Alleinstellungsmerkmal hat (Quelle). Es geht ihr nicht um Sicherheit, um Wohlstand, sondern nur um die “Machtergreifung” (Gauland). Deshalb bestehen ihre politischen Argumente auch nicht auf ihrer politischen Haltung, sondern versuchen einfach immer nur zu kritisieren und zu hetzen. Dabei wird kontinuierlich gelogen, selbst wenn man sich selbst widerspricht.

Den besten Beweis hat die AfD letzte Woche selbst geliefert, als sie sich untereinander nicht abgesprochen hat, wie sie diesmal wieder lügen und hetzen wird. Es ging um die von AKK vorgeschlagenen Schutzzonen in Syrien (Mehr dazu). Um was es genau geht, spielt hier eigentlich gar keine Rolle. Weil es die AfD auch kein bisschen interessiert. Die AfD möchte lediglich weiterhin zwei Narrative pushen: Dass die Regierung unfähig ist und dass die AfD es besser weiß. Wie immer, denn die AfD hat in ihrer Eigenkommunikation ja immer Recht. Dazu hat sie verschiedene Möglichkeiten. Das sind zwei ihrer Strategien, die sie versehentlich gleichzeitig verwendet hat.

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Die zweite Strategie, wenn die Idee aus Sicht der AfD gut und richtig ist: So zu tun, als hätte man die ganze Zeit Recht gehabt und bekäme jetzt durch das Verhalten der Feinde Recht. Nicht nur das: Es wird behauptet, die Idee wäre geklaut worden und die Medien und die anderen Parteien würden das verschweigen. Damit kann man bequemerweise auch gleich die Verschwörungstheorie und die “Lügenpresse” bedienen. Und genau das hat die Bundestagsfraktion der AfD getwittert.

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Da scheint wohl in großen Teilen den AFD Mitgliedern - genau wie ihren Wählern - ein " Vernstudium " zu fehlen ... [bloed]
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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon HPA » 29. Oktober 2019, 22:05

Alice im Wunderland rastet aus.

https://www.t-online.de/tv/news/politik ... lOMDfjcb4c

Der Vermeintliche "Kopf ab Djihadist" war offenbar ein AfD Sympathisant, dem ein nicht genehmigter Hustenanfall ereilte. Anlass genug für die NS Domina den Trump zu markieren und den Störer als Volksfeind zu denunzieren.
Die Anhängerschaft geht voll mit, denn offenbar genügt ein Pferdeschwanz um als linksgrün versiffter Schädling klassifiziert zu werden.
Diese Gruppendynamik ist schon sehr bemerkenswert. Die Volksgemeinschaft definiert sich eben damals wie heute durch den Gemeinschaftsfremden bzw. das störende Element und wenn gerade keins vor Ort ist, dann muss eben auch mal ein AFD Otto herhalten.
Es würde mich aber nicht wundern, wenn der Bloßgestellte nichts aus dem Vorfall gelernt hat und bei der nächsten Veranstaltung wieder treudoof in der ersten Reihe sitzt.
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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon augenzeuge » 29. Oktober 2019, 22:47

HPA hat geschrieben:Der Vermeintliche "Kopf ab Djihadist" war offenbar ein AfD Sympathisant, dem ein nicht genehmigter Hustenanfall ereilte. Anlass genug für die NS Domina den Trump zu markieren und den Störer als Volksfeind zu denunzieren.


Das ist ja irre. Video unbedingt ansehen. Die Dame ist ja absolut politikunfähig. [angst]
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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon Volker Zottmann » 29. Oktober 2019, 22:58

augenzeuge hat geschrieben:
HPA hat geschrieben:Der Vermeintliche "Kopf ab Djihadist" war offenbar ein AfD Sympathisant, dem ein nicht genehmigter Hustenanfall ereilte. Anlass genug für die NS Domina den Trump zu markieren und den Störer als Volksfeind zu denunzieren.


Das ist ja irre. Video unbedingt ansehen. Die Dame ist ja absolut politikunfähig. [angst]
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Da hat die Karline ja einen gucken lassen! Und nun? Funkstille! [laugh]

Gruß Volker
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Die Weite Deines Horizonts ist Frage Deiner Sicht.
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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon Interessierter » 30. Oktober 2019, 07:11

Wie ich schon öfter schrieb: Man muss diese Rechten einfach nur reden bzw. schreiben lassen. Diese angeblich besonders intelligenten Menschen demaskieren sich ganz alleine. [laugh]
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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon HPA » 30. Oktober 2019, 12:51

[grins]
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon Interessierter » 30. Oktober 2019, 12:59

Die AfD zeigt, wie rechtsextrem sie geworden ist

Je länger man über die AfD berichtet, desto stärker merkt man, dass einem irgendwann die Worte ausgehen, sie zu beschreiben. Anfangs tat es noch ein einfaches “rechtspopulistisch”, es entwickelte sich über “rechtsradikal” bis “rechtsextrem”. Immer, wenn die AfD einen weiteren Ruck nach Rechts durchführt, glaubt man, jetzt sind sie endlich am rechten Ende des Spektrums angekommen. Und immer wieder finden sie einen Weg, noch weiter nach rechts zu rücken.

Jetzt gibt es jedoch eine “schöne” Aussage, die sehr gut beschreibt, wie weit rechts die AfD tatsächlich ist. Und die deren Ende bedeuten könnte. Denn sie stammt vom Bundessprecher der Partei, Alexander Gauland.

Die Selbstoffenbarungen durch Gauland


Der Hintergrund ist die Landtagswahl in Thüringen am Sonntag. Die AfD holte zwar nicht ganz so viele Stimmen, wie sie sich erhofft hatte. Doch die Partei sah sich trotzdem als Sieger der Wahl. In diesem Zusammenhang fiel also von Gauland der Satz:

Also, Herr Höcke rückt die Partei nicht nach rechts. Herr Höcke ist die Mitte der Partei.

Warum diese Aussage die AfD stürzen kann

Der Unterschied wird erst klar, wenn man die Hintergründe kennt.

Björn Höcke ist nicht nur ein egozentrischer Selbstdarsteller. Er ist nicht nur ein rechtsnationaler Träumer. Björn Höcke ist Faschist. Die Argumente, die dafür sprechen, sind so überwältigend, dass selbst die Justiz mittlerweile entschieden hat, dass man Höcke offiziell so nennen darf. Wir berichteten.

Für die, die es schon wieder vergessen haben, hier nochmal die Argumentation zusammengefasst, die Höcke zum Faschisten macht:

Höcke veröffentlichte unter dem Pseudonym “Landolf Ladig” rechtsextreme Texte. Diese sind nicht nur kruder Blödsinn von Verschwörungstheoretikern, sondern sie streben offen die Abschaffung des Grundgesetzes an. Er hetzt und wettert nicht nur gegen die Regierung. Er verpönt die freiheitlich-demokratische Grundordnung.


Höcke fordert auch in seinem Buch ein “großangelegtes Remigrationsprojekt” bei welchem sich “sich menschliche Härten und unschöne Szenen nicht immer vermeiden lassen werden”. Also auf gut deutsch: “Ausländer raus”. Notfalls mit Gewalt

Die AfD akzeptiert also einen solchen Faschisten in der Partei. Ob sie damit am rechten Rand nach Stimmen fischen wollte oder ihn einfach nur nicht mehr los wird, das sei mal dahingestellt. Aber allein das sollte diese Partei für eine*n demokratischen Wähler*in unwählbar machen.

Und jetzt hat Gauland dem Ganzen noch die Krone aufgesetzt. Höcke, ein Faschist, ist “die Mitte der Partei”. Gauland hat also geschafft, was keiner für möglich hielt: Ihm ist es gelungen, den enormen Rechtsextremismus in der AfD in Worte zu fassen.

Der Faschismus ist die “Mitte” der AfD. “Links” der Mitte befinden sich dann vermutlich die “normalen” Rechtsextremen und Populisten. Und rechts von Höcke, der “Mitte der Partei”? Man kann sich nur ausmalen, was dort stehen soll. Nimmt man Gauland beim Wort, machen die auch einen erheblichen Teil der Partei aus.


Fazit


Doch auch alle AfD-Wähler müssen jetzt endlich erkennen, was es bedeutet, die AfD zu wählen. Es heißt nicht mehr nur, die Helfershelfer der Rechten in die Parlamente zu schicken. Die AfD hat sich vielmehr als gesamtheitlich außerhalb der freiheitlich-demokratischen Grundordnung stehende Partei gezeigt.

Jeder, der also jetzt immer noch die AfD wählt, stimmt damit auch gegen unsere Verfassung, gegen die Freiheit und Selbstbestimmung des Volks und vor allem gegen Deutschland. Kann man schon machen. Ist dann aber weder patriotisch, noch demokratisch. Und schon gar nicht klug. Es gibt genug Protestparteien, die unser Land nicht gleich zerstören wollen, wenn sie an die Macht kommen.

https://www.volksverpetzer.de/analyse/g ... cke-mitte/
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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon Volker Zottmann » 31. Oktober 2019, 11:30

Westdeutsche begreifen allmählich, was mit "Antifaschistischer Schutzwall" gemeint war ...

Montag, 28. Oktober 2019
Westdeutsche begreifen allmählich, was mit "Antifaschistischer Schutzwall" gemeint war
München, Hamburg, Berlin (dpo) - Nach der letzten in einer ganzen Reihe von Landtagswahlen in den ostdeutschen Bundesländern wird allmählich immer mehr Menschen in Westdeutschland bewusst, warum die Berliner Mauer und das DDR-Grenzregime von der SED-Führung offiziell als "Antifaschistischer Schutzwall" bezeichnet wurden.
"Ach so herum war das gemeint!", sagt etwa Timo Mateschitz (32) aus Bamberg. "Ich dachte ja immer, dass das als so eine Art Beleidigung gegen den Westen gedacht war. Dass wir hier im kapitalistischen Westen die Faschisten wären. Dabei wollten die klugen DDR-Politiker uns Wessis in Wahrheit nur vor dem Faschismus der Ossis schützen."
Dies würden die jüngsten Wahlergebnisse der AfD in Thüringen (23,4%), Brandenburg (23,5%), Sachsen (27,5%), Sachsen-Anhalt (24,2%) und Mecklenburg-Vorpommern (20,8%) eindrucksvoll belegen. Sogar in Ostberlin (17%) schneidet die Alternative für Deutschland erheblich besser ab als in Westberlin (12,1%).
"Danke, Ulbricht!", findet daher auch Katharina Berenicke (61) aus Kiel. "Danke, dass du uns immerhin 28 Jahre lang vor dem Faschismus geschützt hast, der jetzt leider eine immer größere Rolle in der Politik Deutschlands spielt."
Ein Wiederaufbau des Antifaschistischen Schutzwalls kommt derzeit dennoch nicht in Frage. Aus dem Bundeskanzleramt heißt es diesbezüglich unmissverständlich: "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten."

https://www.der-postillon.com/2019/10/a ... 9um8Jt4o9s
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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon zonenhasser » 31. Oktober 2019, 13:30

[super]
Die “Rote Fahne” schrieb noch “wir werden siegen”, da hatte ich mein Geld schon in der Schweiz.
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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon HPA » 31. Oktober 2019, 13:35

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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon karnak » 31. Oktober 2019, 13:40

Volker Zottmann hat geschrieben:Westdeutsche begreifen allmählich, was mit "Antifaschistischer Schutzwall" gemeint war ...

Montag, 28. Oktober 2019
Westdeutsche begreifen allmählich, was mit "Antifaschistischer Schutzwall" gemeint war
München, Hamburg, Berlin (dpo) - Nach der letzten in einer ganzen Reihe von Landtagswahlen in den ostdeutschen Bundesländern wird allmählich immer mehr Menschen in Westdeutschland bewusst, warum die Berliner Mauer und das DDR-Grenzregime von der SED-Führung offiziell als "Antifaschistischer Schutzwall" bezeichnet wurden.
"Ach so herum war das gemeint!", sagt etwa Timo Mateschitz (32) aus Bamberg. "Ich dachte ja immer, dass das als so eine Art Beleidigung gegen den Westen gedacht war. Dass wir hier im kapitalistischen Westen die Faschisten wären. Dabei wollten die klugen DDR-Politiker uns Wessis in Wahrheit nur vor dem Faschismus der Ossis schützen."
Dies würden die jüngsten Wahlergebnisse der AfD in Thüringen (23,4%), Brandenburg (23,5%), Sachsen (27,5%), Sachsen-Anhalt (24,2%) und Mecklenburg-Vorpommern (20,8%) eindrucksvoll belegen. Sogar in Ostberlin (17%) schneidet die Alternative für Deutschland erheblich besser ab als in Westberlin (12,1%).
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Dann sag ich doch einfach mal " Dann geh doch rüber" [grin] und solange das Ganze spaßig gemeint ist, ok., wenn nicht und wenn falsch verstanden ist es nur sehr bedingt ein Beitrag zur Vollendung der Einheit . Die Dinge sind nun mal etwas komplexer und komplizierter, und es ist bedenklich sie mit westlicher Süffisanz abzutun.
" Denn sie hassen am Andersdenkenden nicht nur die andere Meinung, zu der er sich bekennt,sondern auch die Vermessenheit, selbst urteilen zu wollen. Was sie ja doch selbst nie unternehmen und im Stillen sich dessen bewusst sind."
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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon AkkuGK1 » 31. Oktober 2019, 19:02

Volker Zottmann hat geschrieben:Westdeutsche begreifen allmählich, was mit "Antifaschistischer Schutzwall" gemeint war ...

Montag, 28. Oktober 2019
Westdeutsche begreifen allmählich, was mit "Antifaschistischer Schutzwall" gemeint war
München, Hamburg, Berlin (dpo) - Nach der letzten in einer ganzen Reihe von Landtagswahlen in den ostdeutschen Bundesländern wird allmählich immer mehr Menschen in Westdeutschland bewusst, warum die Berliner Mauer und das DDR-Grenzregime von der SED-Führung offiziell als "Antifaschistischer Schutzwall" bezeichnet wurden.
"Ach so herum war das gemeint!", sagt etwa Timo Mateschitz (32) aus Bamberg. "Ich dachte ja immer, dass das als so eine Art Beleidigung gegen den Westen gedacht war. Dass wir hier im kapitalistischen Westen die Faschisten wären. Dabei wollten die klugen DDR-Politiker uns Wessis in Wahrheit nur vor dem Faschismus der Ossis schützen."
Dies würden die jüngsten Wahlergebnisse der AfD in Thüringen (23,4%), Brandenburg (23,5%), Sachsen (27,5%), Sachsen-Anhalt (24,2%) und Mecklenburg-Vorpommern (20,8%) eindrucksvoll belegen. Sogar in Ostberlin (17%) schneidet die Alternative für Deutschland erheblich besser ab als in Westberlin (12,1%).
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Dies habe ich schon vor mehreren Monaten geschrieben.

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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon Volker Zottmann » 31. Oktober 2019, 19:46

Wenn Du es schon hattest Olaf, ist doch kein Problem, so stehts eben 2 mal im Forum.
Und schau, Karnak hat noch nicht verstanden, was Satire ist... [flash]

Gruß Volker
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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon karnak » 1. November 2019, 06:22

[grin] Man kann natürlich Satire auch dazu benutzen um die Anderen als ein bisschen blöd hinzustellen. Und in dem Bedürfnis ein Volk zu Einen kann das natürlich elend nach hinten losgehen.
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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon Volker Zottmann » 1. November 2019, 12:39

Klar eint das. Stell Dir doch mal 2 Whiskygläser vor, und wir beiden sitzen wieder fröhlich beieinander.
Beide würden wir über diesen Artikel lachen.
Ich verstehe nur manchmal nicht, warum Du Dich so aufbrausend erst mal dumm stellst.

Gruß Volker
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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon Interessierter » 1. November 2019, 13:11

“The new Hitler”: So berichtet das Ausland über Höcke

“Deutschlands neuer Hitler”

Im Ausland traut man sich zu schreiben, was bei uns in Deutschland politisch gerade eigentlich abgeht. Der Telegraph aus Großbritannien titelte „Germany’s ‘new Hitler’ poised to lead AfD to regional election gains“. “Deutschlands neuer Hitler” wird Höcke schonungslos genannt. Ich kann jedem nur das Lesen dieses Artikels empfehlen, der in seinen einzelnen Passagen schön dezidiert darlegt, warum der Vergleich zwischen Höcke und Hitler zutreffend ist. Nach dem lesen des Artikels und der Perspektive von außen auf die deutsche Politik ist mir eins schmerzlich klar geworden:

Hitlers Ideologie ist zurück

Die Nationalsozialistische Ideologie ist wieder zurück in Deutschland und sie hat politisches Gewicht. Niemand will es glauben, kaum jemand will es aussprechen. Da hilft der neutrale Blick aus dem Ausland. Faschist Höcke steigt die Leiter der politischen Macht langsam, aber kontinuierlich weiter auf. Den Status eines zu vernachlässigen Spinners hat er seit dieser Wahl verloren, denn sein Einfluss in der AfD wächst. Anscheinend denkt Höcke selbst, er würde es noch weit in der deutschen Politik schaffen. Erst kürzlich drohte er einem Journalisten nach einen abgebrochenem Interview mit den Worten: “Vielleicht werde ich auch mal eine interessante persönliche, politische Person in diesem Lande. Könnte doch sein.”

Hier geht es weiter:
https://www.volksverpetzer.de/der-aufkl ... nd-hoecke/
Presse - und Meinungsfreiheit sind ein hohes Gut in unserer Demokratie
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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon Kumpel » 1. November 2019, 13:57

Gestern lief auf Arte Peaky Blinders ,letzter Teil.
Entwicklung des Faschismus in GB nach dem ersten Weltkrieg.
Gruselige Ähnlichkeiten zu hiesigen Personen.
'' Es war von vorn bis hinten zum Kotzen, aber wir haben uns prächtig amüsiert.''
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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon zonenhasser » 2. November 2019, 11:58

Mit einem Tweet über die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an den Sänger Udo Lindenberg hat der AfD-Bundestagsabgeordnete Stephan Brandner Empörung ausgelöst. In einem Tweet nannte er die Auszeichnung „Judaslohn“, weil Lindenberg die AfD nach der Landtagswahl in Thüringen hart attackiert hatte.
Politiker von FDP und Grünen reagierten mit scharfer Kritik auf den Brandner-Tweet, aus dem Deutschen Anwaltverein (DAV) wurde der Ruf nach Konsequenzen laut. Die SPD brachte Brandners Abwahl als Vorsitzender des Bundestags-Rechtsausschusses ins Spiel.
...
„Wir wollen die Frage der Abwahl von Ausschussvorsitzenden im zuständigen Geschäftsordnungsausschuss thematisieren“, sagte der rechtspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Johannes Fechner, dem Handelsblatt.
„Klar, warum der gegen uns sabbert/ sabbern muß“, schrieb Brandner am Donnerstag auf Twitter. Dazu stellte der Abgeordnete ein Zitat aus einem „Welt“-Artikel („Der Musiker, der vor wenigen Tagen das Bundesverdienstkreuz von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erhalten hat...“) und fügte den Hashtag „#Judaslohn“ hinzu.https://www.handelsblatt.com/politik/de ... fdUUsp-ap3

Bild © Twitter
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Re: AfD – Alternative für Deutschland

Beitragvon AkkuGK1 » 2. November 2019, 12:42

die sind doch einfach nur widerlich.
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