Stasi-IM als Netz-Spionin?

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Beitragvon Zicke » 13. Dezember 2016, 16:52

Anetta Kahane führt die Amadeu Antonio Stiftung. Sie soll für die Regierung "Hate Speech" im Internet bekämpfen. Aber sie hat eine belastete Vergangenheit.
Darf ein ehemaliger Stasi-Mitarbeiter für den Staat das Internet kontrollieren? Diese Frage stellen sich viele, seit Bundesjustizminister Heiko Maas die Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung, Anetta Kahane, an einer Taskforce beteiligte, die fremdenfeindliche und rassistische Äußerungen aufspüren soll.
Wie immer bei einer früheren Stasi-Tätigkeit geht es um Dreierlei: Wie gravierend war die Spitzeltätigkeit? Wie geht eine Person mit ihrer Vergangenheit um? Und wie sensibel ist die Position, die sie ausüben soll?
http://www.focus.de/politik/experten/an ... 83346.html
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Re: Stasi-IM als Netz-Spionin?

Beitragvon HPA » 13. Dezember 2016, 17:18

Wie jetzt, ich dachte immer, Hubertus Knabe ist pfui bähh?? [flash]
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Re: Stasi-IM als Netz-Spionin?

Beitragvon Zicke » 13. Dezember 2016, 17:19

HPA hat geschrieben:Wie jetzt, ich dachte immer, Hubertus Knabe ist pfui bähh??


und du sagst ,du hättest ABI [flash] [flash] [flash]
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Re: Stasi-IM als Netz-Spionin?

Beitragvon HPA » 13. Dezember 2016, 17:25

Nun , lies Dir doch einfach mal die Verlautbarungen zu Knabe hier im Forum durch. Was das mit meinem Abi zu tun haben soll, erschließt sich Dir offenbar nur selber.
Aber wenn es dem Zweck dient , heiligt offenbar alles die Mittel, gell?

Aber ich kann Dir was verraten. In diesem Fall gehe ich mit Knabe nicht konform. [wink]
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Re: Stasi-IM als Netz-Spionin?

Beitragvon augenzeuge » 13. Dezember 2016, 17:30

Anetta Kahane führt die Amadeu Antonio Stiftung. Sie soll für die Regierung "Hate Speech" im Internet bekämpfen.


Und das ist gut so. Erstens sollte man ihr das zutrauen, zweitens, sie entscheidet ja nichts allein, drittens würde ich gern detailliert wissen, welche ihrer früheren Tätigkeiten, und dies exakt, die heutige Tätigkeit nicht zulässt. Pauschale Urteile reichen mir nicht. Ich esse auch das Brot, was mir ein Ex Stasi Hauptmann gibt ohne Angst zu haben, dass ich daran Schaden erleide. [grins]
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Re: Stasi-IM als Netz-Spionin?

Beitragvon pentium » 13. Dezember 2016, 17:31

Anetta Kahane , von 1974 bis 1982 "IM Victoria" überwacht und meldet Facebook Beiträge...
Dieser Umstand taucht mehrfach hier im Forum auf und hat damals keinen groß interessiert!

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Re: Stasi-IM als Netz-Spionin?

Beitragvon Spartacus » 13. Dezember 2016, 19:23

Die Dame kämpft gegen gar niemanden, sonder kassiert in erster Linie ab, so wie sie es immer getan hat. [mundzu]


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Re: Stasi-IM als Netz-Spionin?

Beitragvon pentium » 13. Dezember 2016, 19:29

“Fast 800 Seiten umfasst die IM-Akte “Victoria”, von denen die Birthler-Behörde gut 400 Seiten freigegeben hat. Enthalten sind mehr als 70 Informationen, die ausweislich der Akte von der Stasi-Zuträgerin stammen. IM “Victoria” berichtete ihrem Führungsoffizier über Bekannte, die sie im privaten Rahmen aushorchte – während einer Faschingsfeier, einer Hochzeit, eines Konzerts oder eines Stadtbummels.
Mit ihren Angaben belastete Kahane Dutzende Personen aus ihrem unmittelbaren Umfeld, darunter viele Künstler. Sie berichtete über einen ZDF-Reporter, mehrere Studenten von West-Berliner Universitäten und vor allem über in der DDR lebende Ausländer. Kahane führte Aufträge aus und erhielt von der Stasi kleinere Geschenke und Geld. In einem von IM “Victoria” stammenden Bericht heißt es 1976 über einen Kreis von Schriftstellern und Schauspielern: “Zu den Feinden der DDR gehören in erster Linie Klaus Brasch und Thomas Brasch.”

https://sciencefiles.org/2016/04/27/ver ... ts-werden/

oder hier:
http://journalistenwatch.com/cms/vergan ... ts-werden/

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Re: Stasi-IM als Netz-Spionin?

Beitragvon Danny_1000 » 13. Dezember 2016, 21:00

Nun lassen ja der Focus- Artikel wie auch die von Pentium eingestellten Linkinformationen eine ganze Menge von entlastenden Fakten weg.

Frau Kahane geht mit ihrer Spitzeltätigkeit offen und ehrlich um. Auf der Seite der Stiftung wird man fündiger.

https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/wir-ueber-uns/gremien/

Und ein von Frau Kahane selbst in Auftrag gegebenes Gutachten kommt zu einem eindeutigen Ergebnis:
Die Zusammenarbeit war relativ kurz und das in sehr jungen Jahren. Nachteile sind anderen Menschen durch ihre Spitzelei wohl nicht entstanden.

https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/w/files/pdfs/gutachten-anetta-kahane.pdf

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Re: Stasi-IM als Netz-Spionin?

Beitragvon Spartacus » 14. Dezember 2016, 18:15

Gut Danny, und als was arbeitet die Frau heute?

Welchen Beruf übt sie aus?

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Re: Stasi-IM als Netz-Spionin?

Beitragvon zonenhasser » 25. Juli 2019, 11:19

Die Täter sind unter uns

24. Juli 2019

Eine ehemalige Stasi-Mitarbeiterin führt einen ausufernden Kampf gegen Rechts. Dabei erhält sie maßgebliche Unterstützung aus Politik und Medien. Der Fall Anetta Kahane zeigt, wie einstige Helfershelfer der SED-Diktatur heute in Deutschland wieder mitmischen. An diesem Donnerstag wird die Chefin der Amadeu Antonio Stiftung 65 Jahre alt.

Von Hubertus Knabe

https://hubertus-knabe.de/der-fall-kahane/
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Re: Stasi-IM als Netz-Spionin?

Beitragvon dein1945 » 25. Juli 2019, 11:43

Danny_1000 hat geschrieben:
Die Zusammenarbeit war relativ kurz und das in sehr jungen Jahren. Nachteile sind anderen Menschen durch ihre Spitzelei wohl nicht entstanden.

https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/w/files/pdfs/gutachten-anetta-kahane.pdf

Danny


Immerhin 8 Jahre, ich wiederhole ACHT Jahre, solange sind einige nicht in der Schule gewesen !

Gruß aus Berlin
Man(n) muß wissen wenn Schluß ist !
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Re: Stasi-IM als Netz-Spionin?

Beitragvon HPA » 25. Juli 2019, 12:06

Eben. Aus diesem Grund taugt sie absolut nicht als moralische Institution.
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Re: Stasi-IM als Netz-Spionin?

Beitragvon Beethoven » 26. Juli 2019, 06:38

Ich kenne die Dame nicht. Aber es sind nun fast 30 Jahre vergangen. Soll die Frau heute noch mit gesenktem Kopf in Armut leben?

30 Jahre nach der Naziherrschaft, saßen SS-Mörder allesamt wieder fest im Sattel und bekleideten teilweise höchste politische Ämter. Was will man da eine Frau vorwerfen?
Die Bevölkerung von halb Deutschland waren bis 1945 Denunzianten. Das blenden die "Gutmenschen in diesem Forum permanent aus und messen mit zwei unterschiedlichen Maßen.
Was ist denn das für ein Bockmist, sich da über eine einzige Frau, die mal IM war, aufzuregen?

Aber das ist so typisch für dieses Forum. Einmal IM (oder Mitarbeiter in einer staatlichen Organisation der DDR) sollte dieser vermeintliche "Makel" bis an Ende der Tage, auf die Stirn gebrannt sein.
Was für ein Blödsinn!

Freundlichst
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Re: Stasi-IM als Netz-Spionin?

Beitragvon zonenhasser » 26. Juli 2019, 12:40

Beethoven hat geschrieben:Ich kenne die Dame nicht. Aber es sind nun fast 30 Jahre vergangen. Soll die Frau heute noch mit gesenktem Kopf in Armut leben?


Davon kann keine Rede sein. Frau Kahane kann in der Privatwirtschaft jeden Job ausüben. Doch erhält die Amadeu Antonio Stiftung, der sie vorsteht, staatliche Gelder und die sollten nicht in die Hände eines früheren Spitzels gehören.

Im September 2018 veröffentlichte die Stiftung eine vom Bundesfamilienministerium (BFSFJ) mitfinanzierte Broschüre zum Umgang staatlicher Kindertagesstätten (Kitas) mit Kindern, deren Eltern rassistische Aussagen und Verhaltensweisen gezeigt haben. An Fallbeispielen beschrieb die Broschüre Möglichkeiten, diesem Verhalten mit einer antirassistischen demokratischen Kita-Erziehung entgegenzuwirken. https://de.wikipedia.org/wiki/Amadeu_An ... e_Stiftung
Diese Spitzeleien erinnern an Stasi-Methoden.


Beethoven hat geschrieben:30 Jahre nach der Naziherrschaft, saßen SS-Mörder allesamt wieder fest im Sattel und bekleideten teilweise höchste politische Ämter. Was will man da eine Frau vorwerfen?
Man sollte sich nicht an schlechten Beispielen orientieren.

Beethoven hat geschrieben:Die Bevölkerung von halb Deutschland waren bis 1945 Denunzianten. Das blenden die "Gutmenschen in diesem Forum permanent aus und messen mit zwei unterschiedlichen Maßen.

Während der NS-Herrschaft bedurfte es keineswegs "die Bevölkerung von halb Deutschland" als Denunzianten, weil der weit überwiegende Teil der Bevölkerung das Nazi-Regime unterstützte.

„Mit bitterer Enttäuschung nehmen wir zur Kenntnis, dass noch immer fast jeder vierte Deutsche, der kürzlich befragt wurde, den Widerstand gegen das Regime des Verbrechens als Landesverrat betrachtet hat“, das sagt Fritz Sänger fast 20 Jahre nach dem 20. Juli 1944.


Philipp Freiherr von Boeselager, ein Mitverschwörer Stauffenbergs:

Wenn das Attentat geglückt wäre, wären wir wahrscheinlich auch als Verräter in Verschiss gekommen und die Deutschen hätten uns nachher wahrscheinlich umgebracht. Denn die Ostpreußen und Schlesier hätten gesagt: Wenn der Hitler noch lebte, dann säßen wir heute noch in Ostpreußen und Schlesien. Die glaubten ja in der Masse der deutschen Soldaten an Hitler. Und dann wären wir von denen wahrscheinlich zur Rechenschaft gezogen worden.

Aber trotzdem, trotz dieses drohenden Schicksals, wenn die Nazis gewinnen, bringen die uns um, wenn wir gewinnen, bringen die anderen uns um. Trotz dieses drohenden Schicksals war uns klar, nachdem wir von den Verbrechen wussten, war uns klar: Es gibt nur eine Möglichkeit, die Verbrechen zu stoppen – den Hitler zu töten. Also müssen wir es machen.“
https://www.deutschlandfunkkultur.de/hi ... _id=454067
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Re: Stasi-IM als Netz-Spionin?

Beitragvon AkkuGK1 » 26. Juli 2019, 16:36

nein, die Frau hat nicht diese Position auszuüben. 8!!! Jahre IM Tätigkeit?!
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Re: Stasi-IM als Netz-Spionin?

Beitragvon Spartacus » 26. Juli 2019, 18:13

AkkuGK1 hat geschrieben:nein, die Frau hat nicht diese Position auszuüben. 8!!! Jahre IM Tätigkeit?!


Richtig, 8 Jahre sind viel zu viel. Diese Frau ist in so einer Position völlig untragbar. [hallo]

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Re: Stasi-IM als Netz-Spionin?

Beitragvon augenzeuge » 26. Juli 2019, 18:18

Spartacus hat geschrieben:
AkkuGK1 hat geschrieben:nein, die Frau hat nicht diese Position auszuüben. 8!!! Jahre IM Tätigkeit?!


Richtig, 8 Jahre sind viel zu viel. Diese Frau ist in so einer Position völlig untragbar. [hallo]

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Ich sehe es anders, wenn sie die Fehler erkannt hat, die sie gemacht hat, wenn ihre Position überprüfbar, sie fachlich geeignet und von großem Nutzen für die Allgemeinheit ist, soll sie es tun.
Wo ist das Risiko?
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Re: Stasi-IM als Netz-Spionin?

Beitragvon AkkuGK1 » 27. Juli 2019, 07:27

Es ist einfach unethisch. Ein Risiko sehe ich auch nicht, nur die Verhohnepipelung der Opfer der Stasi. Da könnte ja ein Ex Gestapo Mann auch Chef des BND werden...
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Re: Stasi-IM als Netz-Spionin?

Beitragvon augenzeuge » 27. Juli 2019, 07:40

Man muss natürlich unterscheiden, wer was getan hat. Sollte die Dame Leute jahrelang in den Knast gebracht haben, hätte ich auch deine Sichtweise.

Übrigens, wer war Heusinger, und welche Rolle spielte er später?
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Re: Stasi-IM als Netz-Spionin?

Beitragvon zonenhasser » 27. Juli 2019, 08:48

augenzeuge hat geschrieben:Ich sehe es anders, wenn sie die Fehler erkannt hat, die sie gemacht hat, wenn ihre Position überprüfbar, sie fachlich geeignet und von großem Nutzen für die Allgemeinheit ist, soll sie es tun.
Wo ist das Risiko?


Kein Risiko??? Dann schau' Dir mal die Broschüre der Amadeu-Stiftung an: https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/ ... t_2018.pdf

So werde in einem Fall etwa erklärt, wie „Kinder aus völkischen Elternhäusern“ erkannt werden könnten. In der Broschüre werden dazu Indizien beschrieben wie:

„In einer Kita fallen zwei Geschwister auf, die besonders zurückhaltend sind und wenig von zu Hause, z.B. vom Wochenende, erzählen. So verhalten sie sich im Morgenkreis zum Wochenbeginn schweigsam und passiv. Gleichzeitig gibt es keine sogenannten Disziplinprobleme, diese Kinder scheinen besonders ‚gut zu spuren‘. Außerdem sind traditionelle Geschlechterrollen in den Erziehungsstilen erkennbar: Das Mädchen trägt Kleider und Zöpfe, es wird zu Hause zu Haus- und Handarbeiten angeleitet, der Junge wird stark körperlich gefordert und gedrillt. Beide kommen häufig am Morgen in die Einrichtung, nachdem sie bereits einen 1,5-km-Lauf absolviert haben.“

Der Rat für diesen Fall lautet: „In der konkreten Situation ist es hilfreich, die Eltern zum persönlichen Gespräch in die Kita einzuladen.“


https://www.cicero.de/innenpolitik/kita ... ska-giffey

Der Jugendstadtrat von Berlin Neukölln riet von der Nutzung der Broschüre ab. Dagegen ging die Stiftung gerichtlich vor.

Das Verwaltungsgericht Berlin wies die Klage ab:

In der nach wie vor online verfügbaren Pressemitteilung vom 30. November 2018 hatte der Jugendstadtrat unter anderem erklärt, die Broschüre wolle „Vorurteile bekämpfen, vermittele sie aber selbst“
...
Die Empfehlung der Broschüre, bei einzelnen Eltern „genauer hinzuschauen“, dürfe negativ als „Bespitzelung“ bezeichnet werden. Die Wertung, dass es nicht Aufgabe von Erzieherinnen und Erziehern sei, die politische Gesinnung der Eltern zu überprüfen, knüpfe in sachlicher Form hieran an.

https://www.berlin.de/gerichte/verwaltu ... 803247.php


Das Gericht hat also ausdrücklich gebilligt, dass man das in der von Frau Kahane verantworteten Broschüre empfohlene Vorgehen als Bespitzelung bezeichnen darf.
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Re: Stasi-IM als Netz-Spionin?

Beitragvon karnak » 27. Juli 2019, 09:03

AkkuGK1 hat geschrieben:Es ist einfach unethisch. Ein Risiko sehe ich auch nicht, nur die Verhohnepipelung der Opfer der Stasi. Da könnte ja ein Ex Gestapo Mann auch Chef des BND werden...

[flash] Ob es denn bei Fremde Heere Ost Ganzheitlich immer " ethisch" zugegangen ist? Solch naive Vorstellungen von der Welt dürften zu jeder Zeit ungeeignet sein um sie funktionieren zu lassen. Mag ärgerlich sein, aber so ist es nun mal. Spinner die bei näherer Betrachtung auch noch Heuchler sind sollte man besser nicht mit solchen Aufgaben betrauen.
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Re: Stasi-IM als Netz-Spionin?

Beitragvon augenzeuge » 27. Juli 2019, 09:46

Wer heute etwas nachhaltig gegen Kriminalität oder Gewalt unternimmt, ist uneingeschränkt positiv zu bewerten. Da spielt es keine Rolle, was die Person in der Vergangenheit getan hat. Es zählt die positive Zukunftswirkung des Tuns zum Wohl des Volkes.

Es wäre dumm, Leuten dies zu verweigern und auf diese mögliche Wiedergutmachung zu verzichten. Da hat keiner etwas davon.

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Re: Stasi-IM als Netz-Spionin?

Beitragvon Merkur » 27. Juli 2019, 09:52

augenzeuge hat geschrieben:Wer heute etwas nachhaltig gegen Kriminalität oder Gewalt unternimmt, ist uneingeschränkt positiv zu bewerten. Da spielt es keine Rolle, was die Person in der Vergangenheit getan hat. Es zählt die positive Zukunftswirkung des Tuns zum Wohl des Volkes.
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Na das ist ja mal ne Einsicht. [freu]
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Re: Stasi-IM als Netz-Spionin?

Beitragvon AkkuGK1 » 27. Juli 2019, 11:17

ach ja und wer garantiert dir die neuere Einstellung der Dame? Würde sie nicht vielleicht doch wieder in ihre Anscheisserrolle zurückfallen bei passender Gelegenheit? Du bist manchmal eben auch zu gut für diese Welt! Und wenn mir ein Merkur Beifall klatschen würde, würde ich stark ins grübeln kommen, was ich falsch gemacht habe.
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Re: Stasi-IM als Netz-Spionin?

Beitragvon Nostalgiker » 27. Juli 2019, 11:27

Na klar, nur NS Größen und Mitläufer hatten nach 1945 das Zeug dazu vom Überzeugungstäter zum Demokraten zu mutieren.

Schön das mal wieder die Stasi "Sau" durch's Forendorf getrieben wird und zur heuchlerischen Empörung animiert.
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin
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Re: Stasi-IM als Netz-Spionin?

Beitragvon Merkur » 27. Juli 2019, 11:37

AkkuGK1 hat geschrieben:Und wenn mir ein Merkur Beifall klatschen würde, würde ich stark ins grübeln kommen, was ich falsch gemacht habe.


[freu] [freu]
Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger.
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Re: Stasi-IM als Netz-Spionin?

Beitragvon AkkuGK1 » 27. Juli 2019, 13:48

Also bitte, bitte nicht das Tierreich beleidigen! Und Gestapo war sicher falsch, aber wer war Chef der „Abteilung Fremde Heere Ost“?
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Re: Stasi-IM als Netz-Spionin?

Beitragvon augenzeuge » 27. Juli 2019, 14:24

AkkuGK1 hat geschrieben:ach ja und wer garantiert dir die neuere Einstellung der Dame? Würde sie nicht vielleicht doch wieder in ihre Anscheisserrolle zurückfallen bei passender Gelegenheit? Du bist manchmal eben auch zu gut für diese Welt! Und wenn mir ein Merkur Beifall klatschen würde, würde ich stark ins grübeln kommen, was ich falsch gemacht habe.


Mich interessiert gar nicht, wer Beifall klatscht. Da steh ich drüber. Und nein, ich bin nicht zu gut, ich muss noch besser werden. Umso schlechter die Welt wird. Du auch. [grins]

Akku, wer garantiert dir etwas? Niemand wirklich. Du musst alle irgendwie mehr oder weniger kontrollieren. Wäre es besser, wenn wir weniger auf die Kriminalität achten, weil wir dann besser keinen oder einen Unqualifizierteren nehmen als diese Dame? Das kann es ja nicht sein. Wenn wir durch sie nur einen Kriminellen mehr fassen, eine Gewalttat mehr verhindern, dann hat es sich gelohnt. Dich hat es auch nicht interessiert, wer dir im KH hilft. Oder hättest du den Arzt abgelehnt, wenn er gesagt hätte, ich war vor 25 Jahren IM im Kreiskrankenhaus, aber ich kann den Job, den ich hier mache sehr gut?

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Re: Stasi-IM als Netz-Spionin?

Beitragvon karnak » 27. Juli 2019, 14:32

AkkuGK1 hat geschrieben:ach ja und wer garantiert dir die neuere Einstellung der Dame? Würde sie nicht vielleicht doch wieder in ihre Anscheisserrolle zurückfallen bei passender Gelegenheit? Du bist manchmal eben auch zu gut für diese Welt! Und wenn mir ein Merkur Beifall klatschen würde, würde ich stark ins grübeln kommen, was ich falsch gemacht habe.

Und bei wem würdest Du denn irgendwelche Einstellungen für immer und ewig garantieren? Und wie kann man sich den anmaßen den Stab über jemanden für alle Ewigkeit zu brechen? Dem lieben Gott soll das zustehen und Anhänger von Diktaturen sowie idiologische Eifferer haben eine Affinität dahingehend.
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