Historische Ereignisse

Weltgeschichte, Geschichte Deutschlands und allgemeine geschichtliche Themen, sowie archäologische Beiträge u.s.w...

Re: Historische Ereignisse

Beitragvon pentium » 9. Oktober 2014, 13:58

9. Oktober 1850

In München wird die Bavaria feierlich enthüllt.

Zitat:
Ein Mittwoch 1850. Es ist Oktoberfest in München. Prunkwagen rollen auf die Theresienwiese. Schützen der Landwehr nehmen Aufstellung. Dann Böllerschüsse, eine 20 Meter hohe Bretterwand fällt krachend in sich zusammen und enthüllt: die Bavaria, ein neues Wahrzeichen der Landeshauptstadt.

Zum anhören:
http://www.ardmediathek.de/radio/Neun-v ... Id=6266386

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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon pentium » 13. Oktober 2014, 11:46

13. Oktober 1912
In Hoyerswerda wird die Domowina als Dachverband der Lausitzer Sorben gegründet.

Die Domowina – amtlich Zwězk Łužyskich Serbow z. t. (niedersorbisch), Zwjazk Łužiskich Serbow z. t. (obersorbisch), Bund Lausitzer Sorben e. V. – ist der Dachverband sorbischer Vereine und Vereinigungen mit Sitz in Bautzen. Bis zu ihrem Verbot 1937 nannte sie sich Bund Lausitzer Wenden.

Ziel der Domowina ist es, die politischen und kulturellen Interessen der etwa 60.000 Sorben bzw. Wenden, die zumeist in den Bundesländern Sachsen und Brandenburg leben, auf regionaler, Landes- und Bundesebene zu vertreten und die sorbisch/wendische Sprache und Kultur zu erhalten und zu fördern.

http://de.wikipedia.org/wiki/Domowina

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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon pentium » 14. Oktober 2014, 15:55

14. Oktober 1990
Im vereinten Deutschland tritt das von der Volkskammer der DDR am 22. Juli beschlossene Ländereinführungsgesetz in Kraft und es finden Wahlen zu den Landesparlamenten statt. Dabei wird im Landtag Mecklenburg-Vorpommerns, Sachsens, Sachsen-Anhalts und Thüringens die CDU stärkste Partei, im Brandenburger Landtag die SPD.

Landtagswahl in Sachsen 1990

Ergebnis
Bei einer Wahlbeteiligung von 72,8 % erreichte die CDU unter ihrem Spitzenkandidaten Kurt Biedenkopf die absolute Mehrheit der Abgeordneten im Sächsischen Landtag. Es gelang ihr alle 80 Direktmandate zu erringen.
Spitzenkandidatin der SPD war Anke Fuchs.

Von 160 Sitzen entfallen auf:

PDS: 17
SPD: 32
FORUM : 10
FDP: 9
CDU: 92

quelle: wiki

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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon pentium » 16. Oktober 2014, 10:08

16. Oktober 1906
Wilhelm Voigt, der Hauptmann von Köpenick, verhaftet den Köpenicker Bürgermeister Georg Langerhans und „beschlagnahmt“ die Stadtkasse.

Ein Geniestreich, ein falscher Hauptmann mit echten Soldaten besetzt ein Rathaus!

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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon pentium » 18. Oktober 2014, 14:31

1977: Deutscher Herbst:
18. Oktober
Operation Feuerzauber: Um 0:05 Uhr MEZ stürmt in Mogadischu die GSG 9-Einheit des Bundesgrenzschutzes das entführte Lufthansa-Flugzeug Landshut und befreit 86 Geiseln.

Todesnacht von Stammheim: Als die in der Justizvollzugsanstalt Stuttgart-Stammheim inhaftierten Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe davon aus dem Radio erfahren, begehen sie Selbstmord. Das Vollzugspersonal findet sie gegen 7:45 Uhr.

Schleyer-Entführung: Der am 5. September von der Rote-Armee-Fraktion entführte Hanns Martin Schleyer wird daraufhin noch am selben Tag nach 43 Tagen Geiselhaft von seinen Entführern erschossen.

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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon pentium » 20. Oktober 2014, 11:08

20. Oktober 1946

In der Sowjetischen Besatzungszone finden die letzten freien Landtagswahlen statt. In Berlin finden die bis 1990 letzten Wahlen für das gesamte Stadtgebiet statt.

Diese Wahlen blieben eine Einzelerscheinung, denn es traten mehrere Parteien gegeneinander an.
Bei den nächsten Landtagswahlen am 05.10.1950 in der DDR standen die Parteien nach der DDR-üblichen Methode nur noch zusammengefasst als Nationale Front zur Wahl.

Brandenburg Mecklenburg-Vorpom. Sachsen Sachsen-Anhalt Thüringen
SED 38,5% 42,2,% 42,5% 39,5% 41,2%
LDPD 18,0% 10,7% 21,4% 25,8% 23,8%
CDU 26,7,% 29,1% 20,2% 18,8% 15,8%

Dennoch entsprachen auch die Wahlergebnisse in der SBZ nicht ganz den Plänen der SED. Vor allem die CDU- und LDPD-Resultate waren höher als gewünscht.

quelle:
http://www.ddr-wissen.de/wiki/ddr.pl?La ... in_der_SBZ

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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon pentium » 24. Oktober 2014, 14:35

24. Oktober 1648

Der im Rathaus zu Münster und Osnabrück verhandelte Westfälische Friede zur Beendigung des Dreißigjährigen Krieges wird unterzeichnet!

Als Westfälischer Friede wird die Gesamtheit der zwischen dem 15. Mai und dem 24. Oktober 1648 in Münster und Osnabrück geschlossenen Friedensverträge bezeichnet, die den Dreißigjährigen Krieg in Deutschland und zugleich den Achtzigjährigen Unabhängigkeitskrieg der Niederlande beendeten.

Entsprechend den nach Verhandlungsparteien getrennten Tagungsorten des Friedenskongresses wurden zwei komplementäre Friedensverträge ausgehandelt. Für den Kaiser und Frankreich war dies der Münstersche Friedensvertrag (Instrumentum Pacis Monasteriensis, IPM) und für Kaiser und Reich einerseits und Schweden andererseits der Osnabrücker Friedensvertrag (Instrumentum Pacis Osnabrugensis, IPO).[1] Beide Verträge wurden schließlich am selben Tag in Münster im Namen von Kaiser Ferdinand III. und König Ludwig XIV. von Frankreich bzw. Königin Christina von Schweden unterzeichnet.

Schweden erhielt außer einer Kriegsentschädigung von 5 Millionen Taler ganz Vorpommern neben der Insel Rügen und den Odermündungen, dazu das rechte Oderufer; ferner die Stadt Wismar vom Herzogtum Mecklenburg und die Bistümer Bremen und Verden. Alle diese Länder sollten deutsche Reichslehen bleiben, und Schweden sollte sie als deutscher Reichsstand mit Sitz und Stimme auf den Reichs- und Kreistagen besitzen.

Der Kurfürst von Brandenburg bekam den Rest von Pommern und als Entschädigung für Vorpommern, auf welches sein Haus nach dem Erlöschen des pommerschen Herzogsgeschlechts (1657) ein Erbrecht hatte, die Bistümer Magdeburg, Halberstadt, Minden und Cammin; doch blieb Magdeburg bis 1680 im Besitz des damaligen Administrators, des sächsischen Prinzen August. Herzog Adolf Friedrich von Mecklenburg-Schwerin erhielt für die Abtretung von Wismar die Bistümer Schwerin und Ratzeburg. Dem Herzogtum Braunschweig-Lüneburg wurde die Herrschaftsfolge im Hochstift Osnabrück, abwechselnd mit einem katholischen, vom Domkapitel gewählten Bischof (alternative Succession), zugestanden sowie die Klöster Walkenried und Gröningen überlassen. Die Landgrafschaft Hessen-Kassel erhielt die gefürstete Abtei Hersfeld und einen Teil der ehemaligen Grafschaft Schaumburg. Bayern blieb im Besitz der Oberpfalz und der Kurwürde. Die Rheinpfalz mit der neu geschaffenen achten Kurwürde und dem Erzschatzmeisteramt wurde dem Sohn des geächteten Friedrich V., Karl Ludwig, zurückgegeben (Causa palatina).

Frankreich erhielt die Bistümer und Städte Metz, Toul und Verdun, die sogenannten Trois-Évêchés, welche es tatsächlich schon seit 1552 besaß. Ferner trat der Kaiser alle Rechte, die sowohl das Haus Österreich als auch das Reich bisher auf die Stadt Breisach, die Landgrafschaften Ober- und Unterelsass, den Sundgau und die Landvogtei der zehn vereinigten Reichsstädte im Elsass gehabt hatten, der Krone Frankreich auf ewig ab.

Die Eidgenossenschaft wurde als unabhängig vom Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation anerkannt. Im Frieden von Münster, einem Teil des Westfälischen Friedens, wurde die Unabhängigkeit der Niederlande vom Heiligen Römischen Reich anerkannt. Abgesehen von diesen Veränderungen, setzte der Friede eine unbeschränkte Amnestie für alles, was seit 1618 geschehen war, und eine Wiederherstellung (Restitution) des kirchlichen Besitzstandes von 1624 im sogenannten Normaljahr fest. Nur der Kaiser erreichte davon für seine Erblande eine Ausnahme, indem er für die Eigentums- und Besitzrestitution seiner Untertanen nur das Stichjahr 1630 anerkannte.

Quelle: Wiki
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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon pentium » 25. Oktober 2014, 15:20

Schlacht von Tours und Poitiers

Nachdem sie die Iberische Halbinsel erobert hatten, begannen muslimische Truppen mit Angriffen auf das Frankenreich. 732 stellte sich ihnen der Hausmeier Karl Martell bei Tours und Poitiers entgegen.

Man weiß bis heute weder zweifelsfrei den genauen Ort noch das exakte Datum der Schlacht von Tours und Poitiers. Was den Ort angeht, lässt sich aber immerhin die Gegend zwischen den Flüssen Clain und Vienne südlich von Châtellerault vermuten; hier lag auch Alt-Poitiers an der alten Römerstraße, die die Araber bei ihrem Vormarsch nehmen mussten, während die Franken zunächst Stellung am Übergang über die Vienne beim heutigen Cenon-sur-Vienne bezogen haben dürften. Das eigentliche Schlachtfeld wird dann irgendwo zwischen diesem Übergang und den drei Kilometer entfernten Orten Vouneuil und Moussais-la-Bataille zu suchen sein. Heute erinnert eine Panoramatafel bei Moussais an die Schlacht.

Als Datum der Schlacht gilt einer der Samstage im Oktober 732, wobei der 18. oder der 25. Oktober am wahrscheinlichsten sind.

Über den Verlauf der Schlacht ist nicht allzu viel bekannt. Doch ist überliefert, dass Karl mit seinen fränkischen Truppen die ersten sieben Tage der Schlacht damit verbrachte, auf Verbündete zu warten; es fand nur Geplänkel statt. Als dann sächsische und wenig später auch langobardische Truppen eintrafen, hatten die Araber ihre Beute bereits nach Süden gebracht.
Am achten Tag griffen zunächst wohl die Araber die Langobarden an. Diese schlossen sich jedoch wie die Franken zu einer Phalanx zusammen, und die Sachsen und Franken schlossen einen Großteil der arabischen berittenen Bogenschützen ein und vernichteten diese. Es folgte wohl ein Gegenangriff der Verbündeten in Richtung des arabischen Lagers. Die Araber stürmten ihnen entgegen, es entbrannte der Hauptakt der Schlacht. Nun fiel Abd ar-Rahman im Kampf gegen Franken oder Sachsen. Die Araber zogen sich ob ihres gefallenen Anführers und der hohen Verluste in ihr Lager zurück. Karls Truppen brachen die Schlacht ebenfalls ab, da es dämmerte und sie fürchteten, in unbekanntem Terrain in einen Hinterhalt zu geraten.
Am Tag darauf rückten die Verbündeten in das arabische Lager ein, doch die Araber hatten es schon geräumt und ihren gefallenen Anführer mitsamt einiger Fahnen zurückgelassen.

In der Forschung wird traditionell oft angenommen, bei der Schlacht sei erstmals schwer gepanzerte und zahlenmäßig überlegene fränkische Reiterei zum Einsatz gekommen und habe den Kampf entschieden. Demgegenüber haben neuerdings Forscher wie Hugh Kennedy betont, in den ältesten Berichten werde derlei nicht erwähnt; im Gegenteil, die zeitnahe Mozarabische Chronik (siehe unten) spricht davon, die Langobarden und Franken hätten als Phalanx gekämpft und „wie ein Gletscher“ gewirkt, was kaum auf berittene Kämpfer hinweisen dürfte, sondern auf gepanzerte Fußtruppen in geschlossener Formation. Auch die Araber kämpften im 7. und 8. Jahrhundert entgegen landläufiger Vorstellung zumeist zu Fuß; in den großen Feldschlachten stiegen ihre Reiter meist ab und kämpften als Infanterie. Ob dies auch 732 der Fall war, lässt sich aufgrund der Quellenlage nicht entscheiden. Festzuhalten bleibt aber, dass die Annahme, es habe sich um eine Schlacht zwischen berittenen Muslimen und schwerer fränkischer Kavallerie gehandelt, durch die ältesten vorhandenen Quellen nicht gestützt wird. Es könnte sich also durchaus auch um ein Infanteriegefecht unter Beteiligung von schwerer und leichter Reiterei gehandelt haben.

Aus arabischer Sicht unterteilen sich die Tagesetappen der Schlacht in den „Morgen des Hundegebells“, den „Tag der Hilfe“ und den „Abend der Erschütterung“. Der Rückzug der Muslime erfolgte nachts über den „Weg der Märtyrer“.

http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_v ... d_Poitiers

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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon pentium » 7. November 2014, 16:13

7. November 1917 (25. Oktober nach Julianischem Kalender)

In Petrograd beginnt mit einem Signalschuss des Kreuzers Aurora die Oktoberrevolution. Der Winterpalast, der Sitz der provisorischen Regierung, wird gestürmt, alle Regierungsmitglieder außer Ministerpräsident Alexander Fjodorowitsch Kerenski werden festgenommen.

Die Aurora war das dritte Schiff der Pallada-Klasse, die in Russland zur Verstärkung der Ostseeflotte konstruiert und gebaut wurde. Die Kreuzer sollten sowohl Aufgaben in der Ostsee erledigen, als auch weltweit, insbesondere im Fernen Osten, operieren können. Die Schiffe dieser Klasse werden als Geschützter Kreuzer oder Panzerdeckkreuzer bezeichnet. Sie waren kleiner und schwächer gepanzert als die Panzerkreuzer. Das Typschiff Pallada wurde 1895 auf Kiel gelegt und 1901 fertiggestellt. In dieser Zeit hatte die russische Marine Bauaufträge für leistungsfähigere Kreuzer ähnlicher Größe ins Ausland vergeben (Warjag, Askold, Bogatyr), die zwischen Januar 1901 und August 1902 ausgeliefert wurden.

In der Nacht auf den 25. Oktoberjul./ 7. November 1917greg. wurde die Aurora auf Befehl des Petrograder Militärrevolutionären Komitees in die Nähe der Nikolai-Brücke verholt, um die reibungslose Verlegung von Abteilungen der Roten Garde von der Wassiljew-Insel ins Stadtzentrum von Sankt-Petersburg zu gewährleisten. Am Abend des 25. Oktobers gab die Aurora mit einem Platzpatronenschuss aus der Bugkanone das Signal für den Sturm auf das Winterpalais, den Sitz der Provisorischen Regierung in Sankt Petersburg, durch die Bolschewiki. Der Sturm gilt als Beginn der russischen Oktoberrevolution...]

Quelle:Wiki


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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon HPA » 7. November 2014, 16:34

Nenn es doch einfach Oktoberputsch.Das kommt der Wahrheit viel näher.
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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon pentium » 7. November 2014, 17:00

HPA hat geschrieben:Nenn es doch einfach Oktoberputsch.Das kommt der Wahrheit viel näher.


Ich sehe mich nur als Chronist, HPA.

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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon pentium » 9. November 2014, 13:05

Der 9. November gilt als "Schicksalstag" in der deutschen Geschichte. Er markiert den Beginn der ersten deutschen Republik, den Pogrom gegen die jüdische Bevölkerung und den Fall der Berliner Mauer.

1918
Novemberrevolution: Reichskanzler Max von Baden verkündet eigenmächtig die Abdankung von Kaiser Wilhelm II. und betraut Friedrich Ebert mit den Amtsgeschäften. Der Sozialdemokrat Philipp Scheidemann ruft gegen 14 Uhr vom Reichstagsgebäude aus die „deutsche Republik“ aus. Zwei Stunden später verkündet der Spartakist Karl Liebknecht vom Berliner Stadtschloss aus die „deutsche Räterepublik“.

1938
Pogromnacht: Im Deutschen Reich kommt es reichsweit zu organisierten Übergriffen gegen Juden und jüdische Einrichtungen, bei denen unter anderem Synagogen in Brand gesteckt werden. Polizei und Feuerwehr haben Weisung, nur nichtjüdisches Eigentum zu schützen.

1989
Fall der Berliner Mauer: Nachdem SED-Politbüromitglied Schabowski auf einer im DDR-Fernsehen übertragenen Pressekonferenz die Gewährung von Reisefreiheit bekanntgegeben und die Nachfrage nach dem Beginn dieser Regelung um 18:57 Uhr mit „Das tritt nach meiner Kenntnis… ist das sofort, unverzüglich“ beantwortet hatte, strömen Tausende zu den Grenzübergangsstellen: Beginnend mit dem Übergang Bornholmer Straße öffnen sich für die DDR-Bürger damit die Berliner Mauer und die anderen innerdeutschen Grenzen.

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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon pentium » 16. November 2014, 16:47

16. November 1632

Schlacht bei Lützen

Die Schlacht bei Lützen war eine der Hauptschlachten des Dreißigjährigen Krieges . Sie fand am 16. November 1632 zwischen den Schweden unter Gustav Adolf und den kaiserlichen Truppen unter Wallenstein statt.

Vorgeschichte der Schlacht

Nach der Aufhebung des Lagers von Nürnberg hatte sich Wallenstein gegen Sachsen gewandt wohin ihm Gustav Adolf um den unzuverlässigen Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen nicht dem Kaiser in die Arme zu treiben durch Thüringen gefolgt war. Bei Naumburg hatte er ein verschanztes Lager aufgeschlagen um die Zusammenziehung seiner Truppen abzuwarten. Als er aber vernahm dass Wallenstein Gottfried Heinrich Graf zu Pappenheim nach Halle geschickt hatte und von Weißenfels nach Lützen zurückgewichen war rückte er ihm 15. November sofort nach. Auf die Kunde hiervon sammelte Wallenstein in der Nacht seine Truppen und ließ Pappenheim eiligst zurückrufen. Er nahm seine Stellung nördlich von der Straße nach Leipzig mit der Fronte nach Süden das Zentrum aus vier großen Vierecken gebildet die Reiterei auf den Flügeln von denen sich der rechte unter Heinrich von Holk an Lützen der linke unter Matthias Gallas an den Floßgraben lehnte. Die Schweden rückten am Morgen des 16. Novembers von der Rippach gegen die Kaiserlichen vor; die Schlachtordnung welche sie während des Marsches bildeten war in zwei Treffen geteilt jedes aus Fußvolk und Reiterei gemischt. Sie zählten etwa 14.000 Mann die Kaiserlichen ohne Pappenheim 12.000 Mann. Angesichts des Feindes ließ Gustav Adolf sein Heer links einschwenken so dass sein rechter Flügel an den Floßgraben stieß und ging dann unter heftigem Artilleriefeuer der Kaiserlichen über die Straße vor bis er gegen Mittag an den Feind kam und nun die eigentliche Schlacht begann.

Verlauf der Schlacht

Den Hauptstoß wollte Gustav Adolf mit seinem rechten Flügel dessen Befehl er deshalb selbst übernahm führen um den Gegner von Leipzig wegzudrängen; hier wogte daher der Kampf am hitzigsten. Die Kaiserlichen wichen allmählich zurück Pappenheim der mit seiner Reiterei eben eingetroffen sich den Schweden entgegenwarf wurde tödlich verwundet als Octavio Piccolomini mit zwei Regimentern herbeieilte. und den Angriff des blauen und des gelben Regiments zurückwies. Gustav Adolf führte ein neues Regiment vor; in dem von neuem hereinbrechenden Nebel entstand ein furchtbares Handgemenge in welchem der König selbst tödlich getroffen zu Boden sank. Über seiner Leiche tobte der Kampf weiter. Die Schweden durch die Kunde vom Tod ihres Königs zur Wut entflammt setzten unter der Führung des Herzogs Bernhard von Sachsen-Weimar und des Generals Dodo Frhr. Zu Imhausen und Knyphausen die Schlacht fort; mit größter Erbitterung und Entschlossenheit wurde auf beiden Seiten gekämpft bis die Nacht hereinbrach. Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar drängte endlich die Kaiserlichen zurück deren Reiterei sich in wilde Flucht warf während die Infanterie noch standhielt. Wallenstein selbst verwundet beschloss indes die Schlacht abzubrechen. Dem Pappenheimschen Fußvolk das noch am Abend eintraf befahl er seinen Rückzug nach Leipzig zu decken den er mit Hinterlassung mehrerer Geschütze antrat. Die Schweden lagerten die Nacht auf der Walstatt gingen aber am 17. November nach Weißenfels zurück.

Ein eigentlicher Sieg war auf keiner Seite erfochten worden. Der moralische Gewinn der Behauptung des Schlachtfeldes wurde durch den Verlust des Königs Gustav Adolf mehr als aufgewogen. Die Leiche desselben wurde unweit eines großen Feldsteins unter einer Vielzahl von Toten gefunden.

quelle:
Wiki

Gustav Adolf Gedenkstätte

Die Gedenkstätte gilt dem "Retter des Protestantismus", dem Schwedenkönig Gustav II. Adolf, der während der Schlacht bei Lützen fiel. Bereits im selben Jahr, 1632, wurde am Todesort ein großer Findling als erstes Denkmal aufgestellt. Im Jahr 1837 erfolgte die Einweihung des von Karl Friedrich Schinkel entworfenen, gusseisernen Baldachins, welcher über dem so genannten "Schwedenstein" errichtet wurde.

Weiter hinzu kam 1907 die vom schwedischen Konsul Oskar Ekman und seiner Frau Maria gestiftete Gustav-Adolf-Kapelle. Später wurde die Gedenkstätte durch zwei schwedische Holzhäuser vervollständigt. Das schwedische Königspaar hat die Gedenkstätte bereits mehrmals besucht.

http://www.jale-online.de/Bauwerke/?sub ... enkstaette

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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon pentium » 17. November 2014, 22:28

17. November 1881

Reichskanzler Bismarck verliest zur Eröffnung des 5. Reichstages eine Kaiserliche Botschaft, welche die deutsche Sozialgesetzgebung einleitet.
In den folgenden Sitzungsperioden verabschiedet der Reichstag mehrere Gesetze zur sozialen Sicherung.

http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte ... ember_1881

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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon pentium » 27. November 2014, 22:46

27. November 1870

Otto von Bismarck formuliert für Bayerns König Ludwig II. den Kaiserbrief, welcher Preußens König Wilhelm I. als deutschen Kaiser vorschlägt.

Als Kaiserbrief wird das vom norddeutschen Bundeskanzler Otto von Bismarck am 27. November 1870 aufgesetzte und durch den bayerischen König Ludwig II. (geb. 1845, reg. 1864–1886) am 30. November 1870 unterzeichnete Schreiben an die deutschen Bundesfürsten bezeichnet. Den Kaiserbrief übergab Ludwigs Onkel, Prinz Luitpold von Bayern, der spätere Prinzregent (1886–1912), dem preußischen König am 3. Dezember 1870 persönlich.

Ludwig II. gab mit diesem Schreiben, das dem preußischen König Wilhelm I. die Kaiserwürde des neu gegründeten Deutschen Reichs antrug, den Anstoß zur Kaiserproklamation Wilhelms I. im Spiegelsaal von Versailles, wo sich noch während der Belagerung von Paris im Deutsch-Französischen Krieg die deutschen Fürsten und Vertreter der freien Städte am 18. Januar 1871 zusammengefunden hatten.

Der Text des Kaiserbriefes (Auszug):

„Nach dem Beitritte Süddeutschlands zum deutschen Verfassungsbündnis werden Ew. Majestät übertragenen Präsidialrechte über alle deutschen Staaten sich erstrecken. Ich habe mich zu deren Vereinigung in einer Hand in der Überzeugung bereit erklärt, daß dadurch den Gesamtinteressen des deutschen Vaterlandes und seiner verbündeten Fürsten entsprochen werde, zugleich aber in dem Vertrauen, daß die dem Bundespräsidium nach der Verfassung zustehenden Rechte durch Wiederherstellung eines deutschen Reiches und der deutschen Kaiserwürde als Rechte bezeichnet werden, welche Ew. Majestät im Namen des gesamten deutschen Vaterlandes aufgrund der Einigung seiner Fürsten ausüben. Ich habe mich daher an die deutschen Fürsten mit dem Vorschlage gewendet, gemeinschaftlich mit mir bei Ew. Majestät in Anregung zu bringen, daß die Ausübung der Präsidialrechte des Bundes mit Führung des Titels eines deutschen Kaisers verbunden werde.“[1]

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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon pentium » 30. November 2014, 14:49

30.November 1919

In der ersten freien Volksabstimmung in Deutschland votieren über 88 % der Stimmberechtigten im Freistaat Coburg gegen den Zusammenschluss mit den thüringischen Staaten. Daraufhin kommt es 1920 zur Vereinigung mit dem Freistaat Bayern.

Der Freistaat Coburg entstand nach dem Ersten Weltkrieg aus dem Herzogtum Sachsen-Coburg. Er existierte vom November 1918 bis zu seiner Vereinigung mit dem Freistaat Bayern am 1. Juli 1920.
Da die politisch Verantwortlichen den neuen Freistaat als wirtschaftlich nicht überlebensfähig betrachteten, suchten sie den Anschluss an ein anderes Land. Man nahm daher im März und Mai 1919 an den Konferenzen mit den anderen Thüringischen Staaten zur Bildung des neuen Landes Thüringen teil, stimmte allerdings dem Gemeinschaftsvertrag vom Mai nicht zu. Parallel dazu wurden ab Mitte Juni offizielle Verhandlungen wegen des Anschlusses mit Bayern und einen Monat später mit Preußen aufgenommen. Preußen sagte allerdings schon im August ein Zusammengehen der Staaten ab. Bayern war gegenüber dem Anschluss aufgeschlossen und konnte im Gegensatz zu dem sich erst bildenden Land Thüringen viele Zugeständnisse machen, insbesondere bezüglich des Erhalts kultureller Einrichtungen Coburgs.

Am 30. November 1919 folgte schließlich die erste demokratische Volksabstimmung in Deutschland[6] über den Verbleib des Landes Coburg. Bei ungefähr 70 % Wahlbeteiligung stimmten über 88 % der Bevölkerung auf die Frage „Soll Coburg dem Gemeinschaftsvertrag der thüringischen Staaten beitreten?“ mit einem Nein auf dem Stimmzettel und damit für den Anschluss an Bayern.[7][8][9] Die Gründe für dieses eindeutige Ergebnis waren vielfältig: einerseits sah sich die Bevölkerung schon immer stärker mit Franken als mit Thüringen verbunden, andererseits beeinflusste die Tatsache, dass während des Ersten Weltkrieges Nahrungsmittel nach Thüringen abgeführt werden mussten, ebenso wie ein deutlich stärkeres Entgegenkommen Bayerns die Meinungen.

Mit einem Staatsvertrag wurde am 14. Februar 1920 die Vereinigung Coburgs mit Bayern geregelt. Darin erhielt Coburg Bestandsgarantien für die Landesstiftung, die land- und forstwirtschaftliche Berufsgenossenschaft, die Handelskammer, die aus der Handwerkskammerabteilung neu zu errichtende Handwerkskammer, das Landkrankenhaus und das Landestheater. Außerdem bekam Coburg als Ausgleich für den Wegfall des Staatsministeriums die Zusage für ein neues Landgericht. Der Freistaat Bayern verpflichtete sich damit, maximal 40 % des Defizits des Landestheaters und 75 % des Landkrankenhauses zu tragen.

Somit vereinigte sich am 1. Juli 1920 der Freistaat Coburg mit dem Freistaat Bayern, womit fast 600 Jahre staatliche Eigenständigkeit Coburgs endeten. Gemäß Staatsvertrag wurde der Freistaat Coburg dem Kreis (heute: Regierungsbezirk) Oberfranken angegliedert. Das Amt Königsberg mit der Stadt Königsberg sowie den Gemeinden Altershausen, Dörflis, Erlsdorf, Hellingen, Kottenbrunn und Nassach wurde dem Bezirk (heute: Landkreis) Hofheim im Kreis Unterfranken zugeordnet.

quelle: wiki

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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon pentium » 8. Dezember 2014, 13:16

Anfang Dezember 1989: Die DDR liegt auf dem Sterbebett, der deutsche Einheitszug setzt sich langsam in Bewegung. Die bislang allmächtige SED kämpft um ihre Existenz. Zum ersten Mal in ihrer Geschichte gibt es einen Sonderparteitag.

Zitat:
Die SED befindet sich in einer tiefen Krise, als die 2147 Delegierten am Abend des 8. Dezember 1989 - einem Freitag - in der schmucklosen Dynamo-Sporthalle in Berlin-Hohenschönhausen zusammenkommen. Sie ist zu diesem Zeitpunkt faktisch führungslos: Generalsekretär Egon Krenz ist zurückgetreten, das über Jahrzehnte allmächtige Politbüro hat sich - auch auf Druck der Parteibasis - aufgelöst. Die meisten seiner Mitglieder wurden am 3. Dezember aus der Partei ausgeschlossen. Die Rolle der SED als führende Partei ist bereits aus der DDR-Verfassung gestrichen worden. Hunderttausende Genossen geben zu Wendezeiten ihr Parteibuch zurück. Die Mitgliederzahl schrumpft von 2,3 Millionen auf 700.000. Zwei Jahre nach der Wiedervereinigung soll sie sogar in den fünfstelligen Bereich rutschen.
...
Vor dem Parteitag ist völlig unklar, ob die SED weiter bestehen wird. Entsprechend aufgeheizt ist die Atmosphäre zu Beginn. Ein Teil der Delegierten vertritt die Meinung, dass die SED aufgelöst werden müsse. Ein anderer Teil will die Partei erhalten. Eine weitere Gruppe der Delegierten zeigt sich in dieser Frage unentschlossen. Da entscheidet sich die Parteitagsregie für eine geschlossene Sitzung zu mitternächtlicher Stunde, auf der Ministerpräsident Hans Modrow für einen Erhalt der SED plädiert. "Ich muss hier in aller Verantwortung sagen: Wenn bei der Schärfe des Angriffs auf unser Land dieses Land nicht mehr regierungsfähig bleibt, weil mir, dem Ministerpräsidenten der Deutschen Demokratischen Republik, keine Partei zur Seite steht, dann tragen wir alle die Verantwortung dafür, wenn dieses Land untergeht", redet er den Genossen ins Gewissen.
...
Gregor Gysi wird später sagen, dass es Modrow war, der mit seiner Rede die Auflösung der SED verhindert habe.

Quelle und ganzer Beitrag
http://www.n-tv.de/politik/Wie-die-SED- ... 94001.html

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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon pentium » 15. Dezember 2014, 10:58

15. Dezember 1949

Die Bundesrepublik Deutschland tritt dem Marshallplan bei.

http://de.wikipedia.org/wiki/Marshallplan

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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon pentium » 16. Dezember 2014, 17:18

16.12. 1740

Der preußische König Friedrich der Große lässt das zu Österreich gehörende Schlesien besetzen. In der Folge beginnen die Schlesischen Kriege als Teil des Österreichischen Erbfolgekrieges.

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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon pentium » 28. Dezember 2014, 12:27

Ist zwar nun nicht unbedingt ein grosses historisches Ereigniss, sollte aber genannt werden.

28. Dezember 1924
Die Seilbahn auf den Fichtelberg im Erzgebirge nimmt ihren Betrieb auf. Die Fichtelberg-Schwebebahn ist die älteste Luftseilbahn in Deutschland.

Wiki schreibt dazu:
Die Seilbahn führt von Oberwiesenthal auf den Fichtelberg. Dabei wird auf einer Länge von 1175 Metern eine Höhe von 303 Metern überwunden.

Vorgeschichte und Bau

Mit dem Bau der Schmalspurbahn Cranzahl–Kurort Oberwiesenthal begann der Tourismus in der höchstgelegenen Stadt Deutschlands. Ziel der Gäste waren vor allem die Erhebungen Keilberg und Fichtelberg. So entstand kurz nach Inbetriebnahme der Bahnstrecke die Idee zum Bau einer Seilbahn auf den höchsten sächsischen Gipfel. So wollte die Helios-Electricitäts-Aktien-Gesellschaft aus Köln-Ehrenfeld eine Standseilbahn vom Roten Vorwerk auf den Gipfel über die „Himmelsleiter“ errichten. Dieses Vorhaben sowie ein weiteres mit einer günstigeren Lage zur Stadt wurde von den Dresdner Ministerien abgelehnt.

1912 unternahmen die beiden Annaberger Rechtsanwälte Fischer und Dr. Weigel einen neuen Versuch. Beim Leipziger Unternehmen Adolf Bleichert & Co. ließen sie das Projekt einer Seilschwebebahn entwerfen.[1] Die Route entsprach bereits der später ausgeführten. Auch dieses Projekt wurde von der sächsischen Regierung abgelehnt.

Nach dem Ersten Weltkrieg und der überstandenen Inflationszeit griffen Oberwiesenthaler Hoteliers die Idee wieder auf. Am 6. August gründeten sie die Sport- und Schwebebahn-Verkehrs-Aktiengesellschaft (SUSVAG). Neben dem schon vorhandenen Bleichert-Projekt erstellte die auch aus Leipzig stammende Allgemeine Transportanlagen-Gesellschaft mbH Maschinenfabrik (ATG) ein Angebot. Die Schwebebahn sollte bereits zur Wintersaison 1924 eröffnet werden. Die ATG erhielt den Zuschlag. Die Konstruktion war wesentlich primitiver gelöst als die des Konkurrenzprojekts. So waren nur 5 statt 6 Stützen projektiert, außerdem fehlten beim Angebot die elektrische Ausrüstung.

Am 1. September 1924 wurde mit dem Bau begonnen, obwohl die Amtshauptmannschaft Annaberg erst am 8. die Baugenehmigung erteilte. Der Auftrag für die Mastfundamente und die Stationsgebäude ging an das Plauener Unternehmen Gustav Richter AG, die elektrische Ausrüstung lieferten die Siemens-Schuckertwerke. Für das Vorhaben fehlte jedoch die erforderliche Genehmigung des sächsischen Innenministeriums. Dazu kam noch, dass die SUSVAG erst am 22. Oktober ins Handelsregister eingetragen wurde. Am 16. Dezember 1924 erhielt das Unternehmen schließlich die ministerielle Urkunde, die das Recht zum Bau und Betrieb der Bahn für 50 Jahre bestätigte.

Statt der veranschlagten 70.000 Reichsmark waren Ende 1924 schon 300.000 RM verbraucht. Die SUSVAG musste neben Kapitalerhöhungen zusätzlich Kredite aufnehmen.

Die geplante Inbetriebnahme am 21. Dezember 1924 fand nicht statt, da die Anlage noch nicht betriebsfähig war und deshalb die Genehmigung versagt wurde. Trotzdem fand eine Eröffnungsfeier statt, bei der eine der Kabinen 20 Meter aus der Talstation fuhr. Auch zum zweiten Abnahmetermin am 27. Dezember war die Bahn noch nicht fertig. So fehlten noch die Signalanlage, die Notbremse, in der Fördermaschine ein Lager und ein Zahnrad. Trotzdem wurde am 28. Dezember der Betrieb aufgenommen. Schließlich genehmigte der Regierungskommissar Weidner am 29. Dezember die Schwebebahn unter der Bedingung, dass alle Mängel beseitigt sind.

Insgesamt kostete der Bau 354.000 RM, dazu kamen noch 26.000 RM für eine Rodelbahn, die gleichzeitig errichtet wurde. Mit dieser Attraktion sollten Fahrgäste angelockt werden.

http://de.wikipedia.org/wiki/Fichtelberg-Schwebebahn

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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon pentium » 30. Dezember 2014, 17:27

30. Dezember 1812

Der preußische General Johann David Ludwig Graf Yorck von Wartenburg schließt auf eigene Initiative einen lokalen Waffenstillstand mit dem russischen General Hans Karl von Diebitsch-Sabalkanski. Die Konvention von Tauroggen ist die Initialzündung für die Befreiungskriege gegen Napoleon Bonaparte.

Die Katastrophe NAPOLEONS
NAPOLEONS Russlandfeldzug von 1812, an dem auch 100 000 Deutsche teilnehmen mussten, endete in der Katastrophe. Die Verluste waren ungeheuer: Von den 600 000 Mann kehrten im Winter nur 50 000 aus Russland halb erfroren zurück. Die von den Rheinbundstaaten gestellten deutschen Regimenter wurden fast zur Gänze aufgerieben. Die preußischen Hilfstruppen kamen glimpflicher davon. Die Österreicher hatten fast keine Verluste. Ihrem Kommandeur, Fürst SCHWARZENBERG, gelang es, sie weitgehend aus den Kämpfen herauszuhalten.
Erst nach dem Untergang der Grande Armée flammte in ganz Europa der nationale Widerstand gegen die französische Fremdherrschaft auf. Zuerst wechselte der preußische General YORCK VON WARTENBURG (Bild 1) die Fronten und zündete damit in Deutschland den patriotischen Funken des Widerstands:
YORCK war Kommandeur der auf Seiten Frankreichs kämpfenden preußischen Hilfstruppen. Ohne die Zustimmung des preußischen Königs schloss er mit dem russischen General DIEBITSCH beim litauischen Ort Tauroggen eine Übereinkunft. In dieser Konvention von Tauroggen verpflichtete sich YORCK zur Neutralität seiner Truppen gegenüber den angreifenden Russen. Diese Übereinkunft gegen NAPOLEON erlangte geschichtliche Bedeutung.

YORCK VON WARTENBURG
YORCK VON WARTENBURG (1759-1830) war Sohn des Hauptmanns einer preußischen Infanteriekompanie in Potsdam. Schon als 13-jähriger trat er als Rekrut in den preußischen Militärdienst und entwickelte sich hier zu einem ausgezeichneten Offizier und Heerführer.
Ihm wurde deshalb vom preußischen König FRIEDRICH WILHELM III. die Führung eines Hilfskorps übertragen. Dieses musste entsprechend der preußischen Bündnisverpflichtungen an der Seite der napoleonischen Truppen am Russlandfeldzug von 1812 teilnehmen.
Nach der Niederlage der Grande Armée in Russland befand sich YORCK in einer zwiespältigen Situation: Der konservative Preuße verachtete und hasste NAPOLEON und dessen brutale Unterdrückungsherrschaft. Dieser hatte mit den von ihm diktierten Bedingungen im Frieden von Tilsit Preußen tief gedemütigt, von der europäischen Großmacht zum bedeutungslosen Mittelstaat degradiert. Für YORCK schien deshalb der geeignete Zeitpunkt gekommen, das Joch der Fremdherrschaft abzuschütteln. Dazu bedurfte es aber des Befehls seines Königs, der jedoch nicht kam.
YORCK war nach den Moralregeln altpreußischer Junker aufgewachsen und erzogen worden. So bezeichnete er beispielsweise den preußischen Reformer FREIHERR VOM STEIN als "unsinnigen Kopf" und dessen Mitarbeiter als "Nattergeschmeiß". Die Offiziere, die nach Preußens Niederlage und dem Kriegspakt mit Frankreich ihren Dienst quittierten und auf die Seite Russlands wechselten, beschimpfte er als "Rebellen" und "Meuterer". Deshalb fühlte sich YORCK andererseits in unbedingter Gehorsamspflicht gegenüber seinem König. Das wiederum bedeutete in seinem Verständnis, ohne dessen Befehl als Kommandeur der preußischen Hilfstruppen auf Seiten NAPOLEONS ausharren zu müssen.

Das Ringen um die Konvention - YORCK und CLAUSEWITZ
In dieser Situation kamen im Dezember 1812 russische Unterhändler in das Stabsquartier YORCKS, der mit seinen Truppen an der Westgrenze des heutigen Lettland stand. Sie forderten den General auf, seine Truppen mit denen des Zaren zu vereinigen oder wenigstens eine neutrale Stellung auf dem Westufer des Njemen zu beziehen. YORCK reagierte auf die Anfragen und Aufforderungen ausweichend. Getreu seinem Fahneneid, verwies er auf seine königlichen Befehle.
Gleichzeitig hatte er jedoch Eilboten nach Berlin gesandt. In der Botschaft teilte er dem preußischen König sein Empfinden mit, dass die veränderte militärische Lage nach dem Untergang der französischen Truppen neue politische Entscheidungen möglich mache. Der kluge Militär hatte die Gefahr für sein Armeekorps erkannt, vernichtet zu werden, d. h. an der Seite von NAPOLEON unterzugehen. Außerdem bat er seinen König um rasche Antwort auf die Vorschläge des russischen Zaren.
Als das "Erlösungswort" seines Königs am 16. Dezember 1812 schließlich kam, enthielt es nicht den erwarteten Befehl, sich mit den russischen Truppen zu vereinen. Vielmehr erhielt er die Anweisung, mit den napoleonischen Truppen im guten Einvernehmen zu bleiben.
Zum gleichen Zeitpunkt gingen Meldungen ein, dass Kosakenschwärme an den Grenzen Ostpreußens streiften. Er stand aber immer noch mit seinem Korps in Lettland und war offensichtlich von den vorrückenden russischen Streitkräften umgangen worden. Auf Befehl des französischen Oberkommandierenden erfolgte daraufhin der getrennte Rückzug der Franzosen und Preußen bis zum litauischen Tauroggen am Njemen. Unter den harten Winterbedingungen war der Rückzug für die kriegsmüden Soldaten außerordentlich mühselig und schleppend.
Die Russen hatten während dieser Tage ständig Kontakte mit YORCK unterhalten. Ihr Ziel war nach wie vor, die Preußen als Bundesgenossen zu gewinnen. Die Bestrebungen der russischen Armeeführung, den preußischen General zu überzeugen, an der Seite Russlands gegen Napoleon zu kämpfen, wurden durch CARL VON CLAUSEWITZ unterstützt. CLAUSEWITZ, der spätere preußische General und Militärreformer an der Seite von SCHARNHORST und GNEISENAU, kämpfte als Freiwilliger in der Russisch-Deutschen Legion gegen die französische Fremdherrschaft.
Der Disput von YORCK und CLAUSEWITZ dauerte bis tief in die Nacht hinein. YORCK erwog militärische und formalrechtliche Rücksichten. CLAUSEWITZ appellierte an die patriotischen Pflichten zur Befreiung Preußens.
Am Morgen des 29. Dezember 1812 hatte sich YORCK schließlich durchgerungen und war zum Handeln entschlossen. Kaum hatte sich jedoch CLAUSEWITZ entfernt, um den russischen General DIEBITSCH über einen Waffenstillstand zu informieren, erhielt YORCK per Eilboten königliche Order. Sie verlangte von ihm, unbedingt am Bündnis mit Frankreich festzuhalten. YORCK kam wieder ins Schwanken. Ihm wurde erneut bewusst, dass er gegen die ausdrücklichen Befehle aus Berlin verstieß, wenn er eigenmächtig mit Russland verhandelte.

Der Durchbruch zur patriotischen Tat
Als CLAUSEWITZ am Abend erneut mit YORCK zusammentraf, wollte dieser seine Zusage an die russische Seite widerrufen. Es gelang CLAUSEWITZ jedoch, den preußischen General davon zu überzeugen, dass er als Patriot handeln und das Wagnis eingehen musste, ohne Einverständnis seines Monarchen ein Signal zum Befreiungskampf zu setzen. YORCKS alter Hass gegen den französischen Eroberer, das Erlebnis der Verbrüderung der preußischen und russischen Soldaten auf dem Rückzug aus Lettland, all das überzeugte ihn letztlich von der Richtigkeit seines Tuns. Mit den Worten "Ihr habt mich!" stimmte YORCK dem Waffenstillstandsvertrag schließlich zu. Seine hinzugerufenen Stabsoffiziere und Regimentskommandeure begrüßten seinen Entschluss, die Kampfhandlungen gegen die russischen Truppen einzustellen.
Am 30. Dezember 1812 unterzeichneten die Generäle YORCK und DIEBITSCH in der Poscherunschen Mühle nahe dem Dorf Tauroggen den Vertrag, der als Konvention von Tauroggen in die Geschichte einging.
Das preußische Korps trennte sich nach Vertragsabschluss von NAPOLEON und bezog einstweilen im Gebiet zwischen Memel, Tilsit und dem Kurischen Haff neutrale Positionen. YORCK hatte sich nicht ganz auf Russlands Seite gestellt. Dennoch verfügte FRIEDRICH WILHELM III., allerdings vergeblich, die Absetzung und Festnahme YORCKS sowie die Einberufung eines Kriegsgerichts. Im Volk und in der Armee wirkte YORCKS Tat jedoch als Weckruf für Preußens Erhebung gegen NAPOLEON.

quelle: brockhaus und wiki

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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon pentium » 1. Januar 2015, 15:50

1. Januar 1710
Auf Erlass König Friedrichs I. werden Berlin, Cölln, Friedrichswerder, Dorotheenstadt und Friedrichstadt zur Königlichen Haupt- und Residenzstadt Berlin vereinigt.

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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon pentium » 4. Januar 2015, 19:04

4. Januar 1248
In Spandau bei Berlin unterzeichnet Markgraf Johann I. von Brandenburg die Gründungsurkunde der Stadt Neubrandenburg.

http://de.wikipedia.org/wiki/Neubrandenburg

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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon pentium » 13. Januar 2015, 18:00

13. Januar 1935
In der Saarabstimmung entscheiden sich 90,7 Prozent der Teilnehmer für die Wiedereingliederung des Saargebiets in das Deutsche Reich.

Zitat:
Die Bevölkerung des Saarlandes stimmte am 13. Januar 1935 mit überwältigendem Mehr für die Rückgliederung ihrer Heimat an Deutschland und verhalf Hitler damit zu einem ersten aussenpolitischen Erfolg, den dieser entsprechend auskostete. Das heutige Saarland basiert auf dem Versailler Friedensvertrag von 1919. Damals wurde es erstmals als einheitliches Gebilde geschaffen und für 15 Jahre einer internationalen Regierungskommission des Völkerbundes unterstellt. Damit verbunden war die wirtschaftliche Angliederung an Frankreich; offizielle Währung war ab 1923 der französische Franc. Der Vertrag garantierte aber auch das Selbstbestimmungsrecht: Die Saarländer sollten entscheiden, ob sie nach Deutschland zurückkehren, weiterhin unter dem Völkerbund regiert werden (Status quo) oder sich Frankreich anschliessen wollen. Diese Zusage wurde mit der Abstimmung vom Januar 1935 eingelöst.

http://www.nzz.ch/international/deutsch ... 1.18459047

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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon pentium » 18. Januar 2015, 12:18

18. Januar 1871

Wilhelm I. von Preußen wird nach dem Triumph im Deutsch-Französischen Krieg im Spiegelsaal des Schlosses von Versailles zum deutschen Kaiser proklamiert. Damit wird das Deutsche Reich gegründet.

800px-Wernerprokla.jpg


Obwohl die dynastischen Grundlagen des deutschen Kaiserreichs bis Anfang Januar 1871 bereits vereinbart worden waren, scheiterte das Vorhaben in letzter Minute beinahe am Widerstand des designierten Kaisers,
König Wilhelm I. von Preußen (reg. 1861-1888). In den letzten Stunden vor der Zeremonie im Palast zu Versailles, wo er zum Deutschen Kaiser ausgerufen wurde, lehnte Wilhelm die Unterordnung des preußischen Königtums unter die Kaiserkrone ab. Als König von Preußen, so Wilhelms Ansicht, genoss er mehr Ansehen unter den europäischen Monarchen als ihm dies als deutscher Kaiser je möglich sein werde.
Zudem wollte Wilhelm kein Primus inter Pares unter den anderen deutschen Herrschern sein; er hielt beharrlich an dem Gedanken fest, er würde tatsächlich Kaiser „von“ Deutschland werden. Sein Widerstand wurde nicht durch Bismarcks spitzfindige Argumentation ausgeräumt, sondern durch ziemlich eigenmächtige Winkelzüge und im letzten Moment durch die geschickte vollständige Auslassung des Wortes „Deutschland“ durch den Großherzog von Baden. Wilhelm war von diesen Streitereien so überreizt, dass er kurz vor der Zeremonie in Tränen ausbrach und seinen treuen Minister bewusst ignorierte, als er nach der Krönung vom Podium stieg.
Diese Brüskierung schloss jedoch eine enge Zusammenarbeit der beiden Männer bis zu Wilhelms Tod 1888 nicht aus. Wie bei den dramatischen Ereignissen am 18. Januar 1871 wurde diese Kooperation fast immer von Bismarcks Vorgaben bestimmt.

http://germanhistorydocs.ghi-dc.org/pdf ... ok_153.pdf

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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon pentium » 22. Januar 2015, 20:57

22. Januar 1536
Auf dem Prinzipalmarkt in Münster werden die Anführer der Münsterschen Täufer, Jan van Leyden, Bernd Krechting und Bernd Knipperdolling, öffentlich gefoltert und hingerichtet.

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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon icke46 » 22. Januar 2015, 21:42

Zu dem obigen Text von Pentium ein Eintrag im Münster-wiki über die sogenannten "Wiedertäufer-Käfige":

http://wiki.muenster.org/index.php/%22W ... %A4fige%22

Irgendwie ist es schon erschreckend, welche ausbordende Fantasie unser Altvorderen hatten, wenn es darum ging, Menschen vom Leben zum Tode zu befördern [denken] .

Gruss

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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon Nov65 » 23. Januar 2015, 18:27

icke46 hat geschrieben:Zu dem obigen Text von Pentium ein Eintrag im Münster-wiki über die sogenannten "Wiedertäufer-Käfige":

http://wiki.muenster.org/index.php/%22W ... %A4fige%22

Irgendwie ist es schon erschreckend, welche ausbordende Fantasie unser Altvorderen hatten, wenn es darum ging, Menschen vom Leben zum Tode zu befördern [denken] .

Gruss

icke


Na, da ist doch wieder modern-oder eben immer noch. Unter den willkommen Geheissenen oder in Ruhe Gelassenen sind etliche Leute, die erst gar nicht foltern, sondern gleich köpfen.
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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon icke46 » 23. Januar 2015, 19:02

Nov65 hat geschrieben:
icke46 hat geschrieben:Zu dem obigen Text von Pentium ein Eintrag im Münster-wiki über die sogenannten "Wiedertäufer-Käfige":

http://wiki.muenster.org/index.php/%22W ... %A4fige%22

Irgendwie ist es schon erschreckend, welche ausbordende Fantasie unser Altvorderen hatten, wenn es darum ging, Menschen vom Leben zum Tode zu befördern [denken] .

Gruss

icke


Na, da ist doch wieder modern-oder eben immer noch. Unter den willkommen Geheissenen oder in Ruhe Gelassenen sind etliche Leute, die erst gar nicht foltern, sondern gleich köpfen.
Andreas


Wenn man das nun weiterdenkt, müssten die von Dir angesprochenen aber noch viel von der abendländischen Kultur lernen. Ich war am Mittwoch auf Besichtigungstour in der früheren Residenzstadt Celle, die auch Verbannungsort der Königin Caroline Mathilde von Norwegen und Dänemark, die dort 1775 im Alter von 24 Jahren an Scharlach starb.

Ihr Liebhaber Struensee, der Leibarzt des dänischen Königs, der durch diese Beziehung zum Regenten Dänemarks wurde und dort für die damalige Zeit erstaunliche Reformen (unter anderem Pressefreiheit) einführte, wurde 1772 von seinen Gegnern wegen Hochverrats angeklagt und 1772 in Kopenhagen hingerichtet, indem man ihn köpfte, vierteilte und aufs Rad flocht - ich weiss nur nicht, ob genau in dieser Reihenfolge. Die Einzelteile wurden in der Stadt in einem Käfig 2 Jahre zur Schau gestellt, bis die Überreste anfingen sich selbständig zu machen. Eben abendländische Hochkultur pur [wink] .

Gruss

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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon augenzeuge » 23. Januar 2015, 19:40

icke46 hat geschrieben: Ihr Liebhaber Struensee, der Leibarzt des dänischen Königs, der durch diese Beziehung zum Regenten Dänemarks [wink] .
icke


Jetzt musste ich doch gleich mal wiki korrespondieren....spannend! Der war der Zeit weit voraus. Naja, er kam ja auch aus Halle und nicht aus dem Muldental.... [flash]
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