Historische Ereignisse

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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon pentium » 4. Mai 2015, 15:54

Puck hat geschrieben:04. Mai 1980: Der Präsident der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien, Josip Broz Tito, stirbt in Ljubljana. Seine Nachfolge übernimmt ein achtköpfiges Präsidium, das jedoch wegen des Mangels einer integrativen Persönlichkeit den zunehmenden Zerfall Jugoslawiens nicht aufhalten kann !

War dies schon der Beginn der Wende in den ehemaligen Staaten des Warschauer Vertrages ?

Puck


Würde ich nicht so sehen, @Puck. Wie Dille schon schrieb, Jugoslwien gehört nicht zum Warschauer Vertrag! Man könnte sogar sagen, es kam zu einem Bruch mit der Sowjetunion und dem Ostblock. Jugoslawien war eher ein blockfreier Staat.
Den Beginn der Wende in den Ostblockstaaten am Ableben Titos festzumachen, da kann ich nicht mitgehen. Eher den Beginn des Zerfalls der SFRJ!
Vorboten der Wende, sind für mich eher die Gründung von Solidarność in Polen, die Ernennung von Gorbatschow zum Generalsekretär, in der DDR der Beginn der Antragstellung auf ständige Ausreise, allgemeine Unzufriedenheit u.s.w., aber sicher nicht das Ableben Titos!
Der Zusammenbruch des Ostblockes beschleunigte dann den Zerfall der SFRJ. Aber dass ist schon ein anderes Thema.

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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon Sirius » 4. Mai 2015, 16:29

pentium hat geschrieben:
Puck hat geschrieben:04. Mai 1980: Der Präsident der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien, Josip Broz Tito, stirbt in Ljubljana. Seine Nachfolge übernimmt ein achtköpfiges Präsidium, das jedoch wegen des Mangels einer integrativen Persönlichkeit den zunehmenden Zerfall Jugoslawiens nicht aufhalten kann !

War dies schon der Beginn der Wende in den ehemaligen Staaten des Warschauer Vertrages ?

Puck


Würde ich nicht so sehen, @Puck. Wie Dille schon schrieb, Jugoslwien gehört nicht zum Warschauer Vertrag! Man könnte sogar sagen, es kam zu einem Bruch mit der Sowjetunion und dem Ostblock. Jugoslawien war eher ein blockfreier Staat.
Den Beginn der Wende in den Ostblockstaaten am Ableben Titos festzumachen, da kann ich nicht mitgehen. Eher den Beginn des Zerfalls der SFRJ!
Vorboten der Wende, sind für mich eher die Gründung von Solidarność in Polen, die Ernennung von Gorbatschow zum Generalsekretär, in der DDR der Beginn der Antragstellung auf ständige Ausreise, allgemeine Unzufriedenheit u.s.w., aber sicher nicht das Ableben Titos!
Der Zusammenbruch des Ostblockes beschleunigte dann den Zerfall der SFRJ. Aber dass ist schon ein anderes Thema.

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Ja, das eine hat eher das andere bedingt als umgekehrt. Hinzu kommt, dass der Zerfall Jugoslawiens nicht nur mit dem politischen System zu tun hatte, sondern auch mit der Tatsache, dass es ein Vielvölkerstaat war, mit zusätzlich verschiedenen Konfessionen. Nationalistische Spannungen gab es bereits seit der Gründung 1920. Mit Kriegsbeginn 1941 sind dann beispielsweise viele Kroaten, Slowenen und Muslime dem Einberufungsbefehl nicht nachgekommen.
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Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.
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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon pentium » 8. Juni 2015, 10:04

8. Juni 1815
Mit Unterzeichnung der Deutschen Bundesakte auf dem Wiener Kongress wird der Deutsche Bund gegründet.

Die Deutsche Bundesakte war ein völkerrechtlicher Vertrag und das erste Bundes-„Verfassungsgesetz“[1] über die Gründung des Deutschen Bundes. Sie wurde am 8. Juni 1815 während des Wiener Kongresses verabschiedet und schließlich am 10. Juni 1815 von den Bevollmächtigten von 39 Staaten unterzeichnet. Gemäß der Präambel der Bundesakte beschlossen „die souverainen Fürsten und freien Städte Deutschlands, […] von den Vorteilen überzeugt, welche aus ihrer festen und dauerhaften Verbindung für die Sicherheit und Unabhängigkeit Deutschlands, und die Ruhe und das Gleichgewicht Europas hervorgehen würden, […] sich zu einem beständigen Bunde zu vereinigen“. In den Artikeln 53 bis 63 war sie ein offizieller Bestandteil der Wiener Kongress-Akte. Erst mit der Auflösung des Deutschen Bundes 1866 ist die Deutsche Bundesakte außer Kraft getreten.

https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Bundesakte

Deutscher Bund

Der Deutsche Bund war ein Staatenbund[1] in Form eines „beständigen Bundes“, zu dem sich im Jahr 1815 die „souveränen Fürsten und freien Städte Deutschlands“ mit Einschluss des Kaisers von Österreich und der Könige von Preußen, von Dänemark und der Niederlande vereinigt hatten. Der Bund wurde am 8. Juni 1815 auf dem Wiener Kongress (1814–1815) ins Leben gerufen, um Bestandteil einer neuen europäischen Friedensordnung zu sein. Der Kaiser von Österreich und der König von Preußen traten für ihre „vormals zum Deutschen Reich gehörigen Besitzungen“ bei, weshalb vom preußischen Staat und vom Kaisertum Österreich nur die Teile zum Deutschen Bund gehörten, die bereits zuvor Teil des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation gewesen waren.[2] Ferner taten es der König von Dänemark für Holstein und der König der Niederlande für das Großherzogtum Luxemburg. Die Gründungsurkunde des Bundes, die Deutsche Bundesakte, war Teil der Wiener Kongress-Akte. Ihre Bedeutung war europäischer und nicht nur deutscher Natur. Sie restaurierte nach der Niederlage Napoleons die alten, monarchischen Herrschaftsverhältnisse.

Der Deutsche Bund bestand zwischen 1815 und 1866. Er scheiterte an den komplexen gesellschaftspolitischen Verhältnissen und den unterschiedlichen Interessen, denen der Bund ausgesetzt war. Dazu gehören der politische Machtkampf zwischen Preußen und Österreich, die Uneinigkeiten der Staaten über das Vorhaben, dem Bund eine gemeinsame Verfassung zu geben, sowie die Auswirkungen der Revolution von 1848/49.

Die Bundesakte wurde zunächst von 38 Bevollmächtigten der künftigen Mitgliedstaaten unterzeichnet, von 34 Fürstentümern und vier freien Städten; der 39. Staat, Hessen-Homburg, wurde erst 1817 aufgenommen.[3] Deren Anzahl sank, trotz der Aufnahme weiterer Mitglieder, durch Vereinigungen infolge von Kauf oder Erbgang bis 1863 auf 35 Staaten. Die Fläche des Deutschen Bundes umfasste im Jahr 1815 rund 630.100 Quadratkilometer mit einer Bevölkerungszahl von etwa 29,2 Millionen Einwohnern, die bis 1865 auf ungefähr 47,7 Millionen Einwohner anwuchs.[4]

Der Deutsche Bund wurde infolge des Deutschen Krieges (1866) im Prager Frieden aufgelöst. Ab November 1870[5] gab es mit dem Beitritt der drei süddeutschen Staaten zum Norddeutschen Bund kurzzeitig erneut einen Deutschen Bund,[6] ehe dieser im Zuge der Reichsgründung zum Deutschen Reich wurde.[7]

https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Bund

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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon pentium » 9. Juni 2015, 17:13

9. Juni 1815
Der Wiener Kongress, auf dem Europa politisch neu geordnet wurde, endet mit der Unterzeichnung der Kongressakte. Der Papst als Oberhaupt des Kirchenstaates und Spanien lehnen darin getroffene inhaltliche Festlegungen ab.

200 Jahre Wiener Kongress:

Um die Jahreswende wird schon wieder von Krieg gesprochen. Der Wiener Kongress hat sich festgefahren. Dabei hat er doch erst begonnen: im Herbst 1814.

Dieser Wiener Kongress war vor 200 Jahren der Versuch, Europa nach Revolution und Kriegen eine neu-alte Ordnung zu geben. Schon im Mai hatten Frankreich und die Staaten der antinapoleonischen Koalition den ersten Pariser Frieden geschlossen. Frankreich wurde auf die Grenzen von 1792 zurückverwiesen, doch ohne Verluste in seinem angestammten Gebiet. Entschädigungsansprüche wurden fallen gelassen. Anderes, vor allem im Verhältnis der verbündeten Mächte, war noch offen. Das sollte ein Kongress in Wien klären. Man nahm an, das sei in wenigen Wochen zu leisten. Hierin täuschten sich alle.

Um die Jahreswende 1814/15 also ist bereits von Krieg die Rede, diesmal zwischen den ehemals verbündeten Staaten. Es geht um Landgewinn. Preußen hat in den napoleonischen Jahren große Territorien verloren, nun beansprucht es Sachsen, um seinen Status als Großmacht zu behaupten. Der sächsische König war bis zur Völkerschlacht bei Leipzig 1813 Bundesgenosse Napoleons, er habe die deutsche und internationale Sache verraten, das sollte das moralische Argument abgeben.

Der französische Außenminister Talleyrand protestierte. Um die gewünschte Annexion gutzuheißen, müsse man für wahr halten, "dass über Könige gerichtet werden könne". Das war noch ganz traditionell gedacht. Es lag ja in der Absicht des Wiener Kongresses, Europa endlich wieder auf die altbewährten Grundsätze zu stellen. Aber Talleyrand fuhr fort: Um der preußischen Forderung zu entsprechen, müsse man für wahr halten, "dass die Völker keine Rechte haben, welche von denen ihrer Souveräne unterschieden sind und dem Viehbestand eines Bauernhofs vergleichbar sind." Es ist noch nicht gerade die Volkssouveränität, für die Talleyrand hier eintritt, aber die Argumentation steuert darauf zu. Und die öffentliche Meinung in England, Frankreich und Österreich empfand ganz ähnlich.

http://www.zeit.de/2015/01/wiener-kongress-buecher

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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon pentium » 26. Juni 2015, 16:10

26. Juni 1407
Das Ordenskapitel des Deutschen Ordens wählt nach dem Tod von Konrad von Jungingen seinen Bruder Ulrich zum Hochmeister.

Ulrich von Jungingen (* um 1360 vermutlich auf Burg Hohenfels, Kreis Konstanz ; † 15. Juli 1410 bei Tannenberg) entstammte dem schwäbischen Adel und war in den Jahren 1407 bis 1410 Hochmeister des Deutschen Ordens. Als Oberster Gebietiger des Deutschordensstaats erklärte er 1409 dem in Personalunion mit dem Großfürstentum Litauen verbundenen Königreich Polen den Krieg und führte das Ordensheer in der Folge zur Niederlage in der Schlacht bei Tannenberg.

Sein Tod auf dem Schlachtfeld und die schweren personellen Verluste des Ordens, in Verbindung mit eklatanten finanziellen Belastungen aufgrund des späteren Friedensschlusses, markieren einen entscheidenden Wendepunkt in der Geschichte des Ordensstaates. Ulrich von Jungingens taktische Fehler in der Schlacht prägen sein Bild bis in die Gegenwart.

quelle: Wiki

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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon pentium » 8. Juli 2015, 10:24

8. Juli 1948:

Auf dem Aussichtspunkt Rittersturz in Koblenz beginnt die Rittersturz-Konferenz der elf westdeutschen Ministerpräsidenten. Thema der bis zum 10. Juli dauernden Konferenz sind die Frankfurter Dokumente, die am 1. Juli 1948 von den Westmächten an die Westdeutschen überreicht worden sind und Bedingungen für eine westdeutsche Staatsgründung stellen.

Zitat:
Ergebnis der Rittersturz-Konferenz waren die Koblenzer Beschlüsse, eine der grundsätzlichen Entscheidungen für den Zusammenschluss der drei westlichen Besatzungszonen zur Bundesrepublik Deutschland und damit für die einstweilige Trennung von der Sowjetzone. Eine Vereinigung ganz Deutschlands unter den bestehenden Umständen wurde für als einstweilen nicht realisierbar angesehen. Anders als die Westmächte vorgeschlagen hatten, sollte jedoch keine verfassunggebende Versammlung, sondern ein von den Mitgliedern der Landtage und Bürgerschaften zu bestellender „Parlamentarischer Rat“ einberufen werden. Um die Kluft zwischen Ost und West nicht weiter zu vertiefen, lehnten sie den Begriff „Verfassung“ ab. Stattdessen sollte ein „Grundgesetz“ ausgearbeitet werden, welches von den Länderparlamenten zu ratifizieren war.
...
Nach der Verabschiedung des Grundgesetzes und den ersten Bundestagswahlen kamen die Ministerpräsidenten am 25. und 26. August 1949 noch einmal auf dem Rittersturz zusammen. Sie beschlossen die Einberufung von Bundestag und Bundesrat für den 7. September und die der Bundesversammlung für den 12. September 1949 in Bonn. Für den Bundesrat wurden Wahl und Stellung seines Präsidenten sowie Umfang und Aufgaben seines Sekretariats diskutiert und für die Bundesversammlung die Anzahl der von den einzelnen Ländern zu entsendenden Delegierten festgelegt. Damit trafen die Ministerpräsidenten die letzten im Zuge der Staatsgründung noch ausstehenden Entscheidungen.[1] Als ihr Sprecher verlas der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Altmeier eine Proklamation an das Deutsche Volk, in der betont wurde, dass diese Gründung nur ein Schritt auf dem schweren Weg zur Vereinigung ganz Deutschlands sein sollte.

quelle: Wiki

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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon pentium » 13. Juli 2015, 09:31

13.Juli 1870
Otto von Bismarck lässt die Emser Depesche veröffentlichen, die in der Folge zum Deutsch-Französischen Krieg führt.

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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon pentium » 14. Juli 2015, 08:10

14.7.1865: Matterhorn-Erstbesteigung

Am 14. Juli 1865 erreichte eine Gruppe um den britischen Bergsteiger Edward Whymper den Gipfel des Matterhorns von der Schweiz aus und entschied damit den Wettlauf gegen die von Italien aus gestarteten Alpinisten für sich. Die sieben Männer waren einen Tag zuvor aufgebrochen, hatten in der Ostwand die Nacht im Zelt verbracht und den Aufstieg am folgenden Tag abgeschlossen. Nach kurzem Aufenthalt auf dem Gipfel trat die Gruppe den Rückweg an. Knapp unterhalb der Spitze rutschte einer der Bergsteiger aus und zog drei seiner Kameraden mehr als 1000 Meter in die Tiefe. Von den sieben Gestarteten kehrten nur Whymper, der zuvor schon mehrmals erfolglos die Besteigung des 4478 Meter hohen Matterhorns versucht hatte, und Vater und Sohn Taugwalder ins Tal zurück.

http://www.deutschlandfunk.de/edward-wh ... _id=325278

Das Publikum nahm sich der Geschichte mit Leidenschaft an. Verständlich, schrieb der Autor Fergus Fleming. Denn die Geschichte „enthielt sämtliche Elemente einer guten viktorianischen Romanze: Rivalität, Verrat, Mühsal, eine Niederlage im Moment des Sieges und natürlich den Tod eines Adligen."

Der Seilbruch wurde von wilden Gerüchten begleitet: War das Seil manipuliert worden? Durchtrennt? Eher nicht. Selbst das intakte Seil hätte die Männer nicht halten können, es war wenig mehr als eine Wäscheleine.

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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon pentium » 14. Juli 2015, 12:19

Dazu noch eine Buchvorstellung

Reinhold Messner: "Absturz des Himmels"

Vor 150 Jahren, im Sommer 1865, gelang die erste Besteigung des Berges der Berge – des Matterhorns. Ein Triumph, dem bekanntermaßen eine Tragödie folgte: Vier der sieben Erstbesteiger stürzten beim Abstieg in den Tod. Kein Geringerer als Reinhold Messner widmet dieser oft erzählten, scheinbar altbekannten Alpingeschichte nun ein neues Buch - unser Sachbuch der Woche.

http://www.mdr.de/mdr-figaro/literatur/ ... er100.html

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Re: Die deutsche Nation

Beitragvon Werner Thal » 17. Juli 2015, 10:59

"POTSDAMER KONFERENZ VOR 70 JAHREN

Siegermächte entscheiden über Nachkriegsordnung / Von Bert-OliverManig

Am 17. Juli 1945 kamen in Potsdam die Siegermächte zusammen, um über die Zukunft
Deutschland zu entscheiden. Zwei Monate nach dem Kriegsende herrschte bereits großes
Misstrauen zwischen den drei West-Alliierten und der Sowjetunion. Der Kalte Krieg warf
seine Schatten voraus.

Am 16. Juli 1945, zwei Monate nach der deutschen Kapitulation, ließ sich der britische
Premier Winston Churchill durch die Ruinen Berlins fahren. Zu seiner Überraschung setzten
die Bewohner dieser Trümmerstadt ausgerechnet in ihn, den langjährigen Feind und Führer
einer Besatzungsmacht, große Hoffnungen:

>Da die Fahrt natürlich nicht angekündigt worden war, befanden sich auf den Straßen nur die
üblichen Passanten. Vor der Reichskanzlei stand eine größere Menschenmenge.
Als ich aus dem Auto stieg und mich unter sie mischte, ließen sie mich mit Ausnahme eines
alten Mannes, der missbilligend den Kopf schüttelte, hochleben.
Seit Deutschland den Kampf aufgegeben hatte, war mein Hass verflogen, und diese
Demonstration bewegte mich ebenso sehr wie die abgezehrten Züge und die abgetragene
Kleidung der Bevölkerung.<

`Stattdessen soll die Demokratie wieder aufgebaut werden´

Tags darauf kam Churchill in Potsdam mit Harry S. Truman und Josef Stalin, den Regierungschefs
der USA und der Sowjetunion, zusammen. Die Nationalsozialisten hatten ihnen ein in jeder
Hinsicht ruiniertes Land mit Millionen hungernder und obdachloser Menschen hinterlassen -
ein deutscher Staat, eine funktionierende Verwaltung existierten nicht mehr.
Die in Potsdam beschlossenen Grundprinzipien der Besatzungsherrschaft zielten nicht so sehr
auf die Lösung dieser akuten Probleme, sondern sie waren langfristig angelegt, wie
US-Präsident Trumann wenige Wochen später in einer Rundfunkansprache darlegte:

`Deutschland soll von Kräften befreit werden, die es so gefürchtet und verhasst gemacht
und die es nun ins Verderben geführt haben. Der Nazismus, die Armee, die Kriegsindustrie,
der Generalstab und seine militaristische Tradition werden ausgemerzt.
Stattdessen soll die Demokratie wieder aufgebaut werden durch die Kontrolle des
Erziehungssystems, durch die Reorganisation der lokalen Selbstverwaltung und der Justiz,
und durch die Ermutigung, Redefreiheit, Pressefreiheit, Religionsfreiheit und Streikrecht
wahrzunehmen. ...and the right of labor to organize.´

Das mächtige Handeln Stalins

Ein Streitpunkt in Potsdam war die deutsche Ostgrenze. Die Westverschiebung Polens war im
Grundsatz schon ein halbes Jahr zuvor auf der Kriegskonferenz in Jalta beschlossen,
die genaue Grenzziehung aber vertagt worden. In Potsdam mussten Churchill und Truman
erkennen, dass nichts mehr zu entscheiden war, denn längst schufen die Russen Fakten:
Sie ermunterten die Polen, auch die rein deutsch besiedelten Gebiete zwischen Oder und
Neiße in Besitz zu nehmen und die deutsche Bevölkerung zu vertreiben.
Die Eigenmächtigkeit Stalins vergrößerte die Probleme in Deutschland noch einmal
erheblich und war gleichzeitig geeignet, eine deutsch-polnische Aussöhnung für lange Zeit
zu verhindern und so den polnischen Staat dauerhaft an die Sowjetunion zu ketten.

Amerikaner und Briten erkannten die Grenzziehung völkerrechtlich nicht an, fanden sich aber
zähneknirschend mit der Situation ab - lediglich die kaum ernst zu nehmende Zusicherung,
dass die Vertreibung der sogenannten Volksdeutschen aus Ost- und Mitteleuropa
`in ordnungsgemäßer und humaner Weise´ zu erfolgen habe, konnten sie durchsetzen.
Dafür biss Stalin mit seiner Hauptforderung nach deutschen Reparationszahlungen bei
Truman auf Granit:

`Amerika wird nicht noch einmal den Fehler machen, den Deutschen exakt bezifferte
Reparationen aufzuerlegen und ihnen dann das Geld zu leihen, damit sie ihren Verpflichtungen
nachkommen können. Dieses Mal werden die Reparationen in Form von Sachvermögen
aus den Ressourcen zu bezahlen sein, welche Deutschland nicht zur Sicherung seiner
Selbstversorgung im Frieden benötigt.´

Stalin musste also seine Hoffnung begraben, dass die USA mit Krediten direkt den Wiederaufbau
der Sowjetunion finanzieren würden. Der Kalte Krieg warf seine Schatten voraus.
Sein erstes Opfer wurde noch in Potsdam gebracht, wie der Sekretär der britischen
Delegation William Hayter berichtet:

`Einmal kam Maisky, bis vor kurzem sowjetischer Botschafter in London, in den Konferenzsaal
und wurde herzlich, zu herzlich von Churchill und Außenminister Eden begrüßt.
Stalin warf ihm einen kalten, stechenden Blick zu und Maisky wurde nie wieder von westlichen
Augen gesehen. Erst viele Jahre später, nach Stalins Tod, erkannte ich ihn unter den Zuschauern
im Bolschoi-Theater in Moskau wieder, wo ich inzwischen Botschafter geworden war.´

Die Kaltstellung dieses Exponenten einer engen Zusammenarbeit der Sowjetunion mit den
westlichen Demokratien war kein gutes Omen. Die Spaltung Europas in zwei feindliche
Blöcke hatte begonnen."

Zitat aus DeutschlandRadio Kultur vom 17. Juli 2015.

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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon pentium » 20. Juli 2015, 09:48

20. Juli 1944
Operation Walküre: Claus Graf Schenk von Stauffenberg verübt ein Attentat auf Adolf Hitler.

Der Putschversuch scheiterte, Hitler überlebte. Die Attentäter um den Wehrmachtsoffizier Claus Schenk Graf von Stauffenberg wurden noch am selben Abend erschossen. Am Montag wird des Attentats vom 20. Juli 1944 wieder gedacht, mittlerweile zum 71. Mal. Doch die Botschaft der Verschwörer sei bis heute aktuell, sagt Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller vorab.

Mit einer Kranzniederlegung in der Berliner Gedenkstätte Plötzensee und einem Gelöbnis von Bundeswehr-Rekruten wird am Montag an die Frauen und Männer des Widerstandes gegen Adolf Hitler erinnert.

quelle: rbb

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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon Interessierter » 23. Juli 2015, 08:53

Das 20. Jahrhundert zum Durchklicken

Es ist ein historischer Schatz: Die Nachrichtenagentur AP macht gemeinsam mit einem britischen Wochenschauarchiv mehr als eine halbe Million Videoclips allgemein zugänglich. Wir zeigen die Highlights.

AP digitalisiert sein gesamtes Nachrichtenarchiv und die Filme von British Movietone. Das Material, darunter Wochenschauen und Berichte von 1895 bis in die Gegenwart, wurde auf der Videoplattform YouTube hochgeladen.


Die Kanäle British Movietone und AP Archive sollen interessierten Nutzern als Video-Enzyklopädie dienen. Das Angebot biete einen "einzigartige Perspektive auf die bedeutsamsten Momente der modernen Geschichte", heißt es in einem Erklärtext.

Die Videos sind thematisch geordnet: Beim Archiv von AP gibt es zum Beispiel Kategorien wie "Katastrophen", "Promi-Geschichten", "Verbrechen" und "beispielhafte Momente in der Geschichte". Bei British Movietone heißen die Kategorien "Desaster und Tragödien", "sportliche Höhepunkte" und "seltsam, aber wahr". Zusätzlich gibt es Playlists, die sich weiteren Themen widmen. Wer will, kann sich auch selbst mit Hilfe von Suchbegriffen auf Entdeckertour begeben.

Wer sich ein bisschen Zeit nimmt, kann mit den Videos eine Zeitreise durch viele wichtige Momente der letzten 120 Jahre unternehmen. Das große Erdbeben in San Francisco von 1906, der Zweite Weltkrieg, Auftritte von Marilyn Monroe - viele Ereignisse sind umfangreich dokumentiert. Die Sammlung soll durch aktuelle Clips laufend erweitert und auf dem neuesten Stand gehalten werden.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/yout ... 44859.html
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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon pentium » 23. August 2015, 15:21

23. August 1990

Die DDR-Volkskammer in Berlin (Ost) beschließt mit 294 zu 62 Stimmen (bei zwei Enthaltungen) den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland gemäß Artikel 23 des Grundgesetzes zum 3. Oktober. Das Parlament folgt in der dramatischen Nachtsitzung einem Antrag von CDU/DA, SPD, FDP und DSU.

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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon pentium » 31. August 2015, 11:09

31. August 1990
Auf dem Weg zur Deutschen Wiedervereinigung wird in Berlin der Einigungsvertrag unterzeichnet.

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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon pentium » 2. September 2015, 16:55

2. September 1870
Nach der Kapitulation in der Schlacht bei Sedan im Deutsch-Französischen Krieg begibt sich Frankreichs Kaiser Napoléon III. mitsamt seiner Armee in deutsche Kriegsgefangenschaft.

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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon pentium » 9. September 2015, 12:36

9. September 1409
In einer Bulle genehmigt Papst Alexander V. die Errichtung der Universität Leipzig.

Die Universität Leipzig – Alma Mater Lipsiensis (AML) – ist die größte Hochschule in Leipzig. Mit ihrem Gründungsjahr 1409 ist sie auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland die zweitälteste, seit ihrer Gründung ohne Unterbrechung arbeitende Universität nach der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (1386).

Gründung

Nachdem infolge von Streitigkeiten an der Karls-Universität Prag im Zusammenhang mit der Hussiten-Bewegung der böhmische König Wenzel IV. durch das sogenannte Kuttenberger Dekret die dortige böhmische Nation gegenüber den anderen Universitätsnationen bevorzugte, zogen 1409 etwa 1000 der dortigen deutschen Lehrkräfte und Studenten nach dem in der damaligen Markgrafschaft Meißen gelegenen Handelszentrum Leipzig, wo die Artistenfakultät den Lehrbetrieb aufnahm. Dieser wurde sofort von der Stadt ein Gebäude in der Petersstraße übereignet. Noch 1409 wurde das „Studium generale“ durch Papst Alexander V. bestätigt. Am 2. Dezember 1409 wurden Johannes Otto von Münsterberg zum Rektor gewählt und die Universitätssatzung verlesen....

https://de.wikipedia.org/wiki/Universit%C3%A4t_Leipzig

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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon pentium » 12. September 2015, 12:09

12.September 1683

In der Schlacht am Kahlenberg überrascht ein Entsatzheer unter dem polnischen König Johann III. Sobieski die Osmanen unter Kara Mustafa und besiegt sie entscheidend. Damit endet die Zweite Wiener Türkenbelagerung.

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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon pentium » 21. September 2015, 10:25

Dr. August Oetker lässt sich das Verfahren zur Herstellung von Backpulver patentieren.

Am 21. September 1903 ließ Oetker sein „Verfahren zu Herstellung von dauerhaftem Backpulver oder backfertigem Mehl“ patentieren.

Mit der Geschäftsidee, Backpulver in Kleinmengen zum Privatgebrauch zu vermarkten, legte August Oetker den Grundstein zu seinem späteren Erfolg. Doch seine Idee war nicht das Backpulver sondern die Anwendung.

quelle: wiki

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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon pentium » 29. Oktober 2015, 15:51

29. Oktober 1525
Martin Luther hält in Wittenberg die erste Messe in deutscher Sprache ab.

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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon pentium » 7. November 2015, 15:11

7. November 1775
Johann Wolfgang von Goethe trifft auf Einladung des Herzogs von Sachsen-Weimar-Eisenach, Carl August, in Weimar ein.

Im November 1775 erreichte Goethe Weimar. Die Hauptstadt des Herzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach zählte nur rund 6000 Einwohner (das Herzogtum rund 100.000), durch die Anstrengungen der Herzoginmutter Anna Amalia entwickelte es sich dennoch zu einem kulturellen Zentrum.[45] Zu der Zeit, als Goethe ohne Zweckbestimmung nach Weimar eingeladen wurde, war er bereits ein europaweit berühmter Autor.[46] Er gewann schnell das Vertrauen des acht Jahre jüngeren, im aufgeklärten Geist erzogenen Herzogs Karl August, der seinen Großonkel Friedrich II. wegen seiner Freundschaft mit Voltaire bewunderte. Wie dieser wollte er sich „einen großen Geist zur Seite stellen“.[47] Der Herzog tat alles, um Goethe in Weimar zu halten; er machte ihm großzügige Geschenke u. a. das Gartenhaus im Park an der Ilm. Als der Herzog ihm vorschlug, bei der Leitung des Staates mitzuwirken, nahm Goethe nach einigem Zögern an. Dabei bestimmte ihn das Bedürfnis nach praktisch-wirksamer Tätigkeit. Einer Freundin aus Frankfurt schrieb er: „Ich werd […] wohl dableiben […]. Wär’s auch nur auf ein paar Jahre, ist doch immer besser als das untätige Leben zu Hause wo ich mit der grössten Lust nichts thun kann. Hier hab ich doch ein paar Herzogthümer vor mir.“[48]

https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Wo ... ab_1775.29

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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon Volker Zottmann » 15. November 2015, 10:38

Die erste deutsche promovierte Ärztin wurde gerade mit Feierlichkeiten zu ihrem 300. Geburtstag geehrt. (13.11.2015)
Empfohlen sei das Forum Sagenhafte Harz bei Facebook

NACHTRÄGLICH ZUM 300. GEBURTSTAG:

EINE DILETTANTIN IST SIE, ABER ZUGEGEBEN EINE HÜBSCHE
Die Fenster des Hauses zur Kaplanei 10 stehen weit geöffnet an diesem schwülen Sonntag im Jahre 1742. Hinter den Gardinen geht eine Frau, der wir mit dem weltbekannten Namen Dorothea Christiane Erxleben unsere Verehrung schenken, ihrer Arbeit nah und versorgt einen Patienten, als auf der Straße zwei namhafte Quedlinburger Mediziner vorbeischlendern.
„Vermessen und unverantwortlich ist das Püppi Leporin!“, sagte der eine, worauf der andere erwiderte: „Mane Rede gnädiger Doktor, ane Dilettantin is‘se, zujegeben aber aane hübsche – an manen Herd würd‘sch sie schon lassen!“ – „In mane Bettstatt dürfte sie desglachen, aber an anem Krankenbett behandeln? Nimmer!“
Als Antwort schreibt Frau Leporin die Schrift „Gründliche Untersuchung der Ursachen, die das weibliche Geschlecht vom Studiren abhalten: … So führt der Ausschluss vieler von der Gelehrsamkeit zu ihrer Verachtung. Dieses Unrecht ist ebenso groß wie dasjenige, das den Frauen widerfährt, die dieses herrlichen und kostbaren Gegenstandes beraubt werden….“. Ihre Türe steht weiterhin allen Hilfesuchenden offen. Studieren will sie trotz Erlaubnis von höchster Instanz, dem Preußenkönig, nicht! Sie wolle doch nicht ihre Pflichten als Eheweib, Hausfrau und Mutter von neun Kindern versäumen.
Dann aber verstirbt eine ihrer alten Patientinnen und Dorothea sieht sich plötzlich mit einer Anklage konfrontiert. Alteingesessene Ärzte werfen ihr vorm Quedlinburger Stadthauptmann „medicinische Pfuscherey“ vor. Nun bleibt ihr während ihrer Arbeit als Mutter und Hausfrau nur eines übrig: Sie richtet erneut an den preußischen König ein Gesuch zur Zulassung der Promotion, der tatsächlich bewilligt wird – eine Sensation in jenen Jahren.
„Widerwärtich - glaubt man das? Ein studierendes Frauenzimmer!? Unsere Welt steht fürwahr am Abgrund!“, sprach der eine Medicus, während der andere entgegenete: „Jenau so sehe ich das auch, gnädiger Doktor, aber waßt‘e was? Sie hat nur dra Monate Za‘t um sich in Halle ihrer Doktorprüfung zu stellen. Das schafft kann Schwan!“
Doch Dorothea gelang das Unglaubliche: Ihre Dissertation "Academische Abhandlung von der gar zu geschwinden und angenehmen, aber deswegen öfters unsicheren Heilung der Krankheiten" ist ein Erfolg. Dorothea Christiane Erxleben ist die erste Frau in den deutschen Staaten die zum „Doktor der Arzeneygelahrtheit“ ernannt wird.
Die Einfalt ihrer männlichen Kollegen hat sie wohl trotz ihres Doktortitels nicht heilen können. Gegen manche Dummheit ist halt kein Kraut gewachsen. (aufgeschrieben von Carsten Kiehne)

Gruß Volker
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Die Weite Deines Horizonts ist Frage Deiner Sicht.
Der Große sieht ihn breiter, der Kleine leider nicht.
(Volker Zottmann)
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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon pentium » 13. Dezember 2015, 11:28

Am 13. Dezember 1250, stirbt Friedrich II., der letzte Stauferkaiser, der Stupor Mundi (das Staunen der Welt), und es beginnt das Interregnum, oder mit den Worten Schillers, "die kaiserlose, die schreckliche Zeit". Die kaiserlose Zeit dauert bis zum Jahr 1273.

Gruß pentium
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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon pentium » 15. Dezember 2015, 16:50

Todestag von Sitting Bull
Der letzte Häuptling der Sioux


Sitting Bull ist wahrscheinlich der berühmteste Indianer der Geschichte, eine Legende, deren Namen jeder kennt. Der Lakota-Häuptling wurde zum Symbol des indianischen Widerstands. Unbeugsam stemmte er sich gegen die Übermacht der Weißen. Heute vor 125 Jahren wurde er ermordet.

In der Nacht auf den 15. Dezember 1890 lag tiefer Schnee über der Prärie von South Dakota. Ein Trupp von vierundvierzig Reitern kämpfte sich auf vereisten Pfaden durch das Tal des Grand River. Es war das gesamte Aufgebot der Indianerpolizei im Sioux-Reservat Standing Rock. Um sie heulten die Kojoten.

"Sie wollen uns warnen! Hütet euch!", sagte einer von ihnen. Sie hatten Befehl, den alten Häuptling Sitting Bull festzunehmen, die letzte Bastion des Widerstands der Sioux gegen die weiße Regierung.

"Als wir Sitting Bulls Hütte erreichten, sprangen wir schnell ab und umstellten sie. Es war noch dunkel, alle schliefen. Leutnant Bullhead klopfte an die Tür. Sie wurde geöffnet und Bullhead sagte: ‚Du bist verhaftet'. Als Sitting Bull mitgehen wollte, stieß eine seiner Frauen einen lauten Schrei aus."

Männer liefen herbei, bereit, den Häuptling zu verteidigen. Schnell war das ganze Lager in Aufruhr. Frauen schrien, Kinder weinten. Sitting Bull sträubte sich nun.

"Die Offiziere legten Hand an ihn und zerrten ihn heraus. Bear that Catches zog ein Gewehr unter seiner Decke hervor und schoss auf Leutnant Bullhead. Ich rannte hin. Leutnant Bullhead schoss auf Sitting Bull, während er ihn noch festhielt, und Red Tomahawk gab auch einen Schuss ab, der den Häuptling tötete."

http://www.deutschlandfunk.de/todestag- ... _id=339683

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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon pentium » 16. Dezember 2015, 13:54

16. Dezember 1960

Mit Inkrafttreten des entsprechenden Gesetzes werden der Deutschlandfunk (als Nachfolger des Deutschen Langwellensenders) und die Deutsche Welle als eigenständige Rundfunkanstalten des Bundesrechts errichtet.


RADIO-PAUSENZEICHEN - "Deutschlandfunk" (DLF)
Dieses war das Pausenzeichen des "Deutschlandfunks" (DLF).
Entnommen wurde es aus der Volksweise "Ich hab' mich ergeben mit Herz und mit Hand". Das Pz entspricht der Liedzeile "...dir, Land voll Lieb' und Leben...".

http://50jahre.deutschlandfunk.de/

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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon pentium » 21. Dezember 2015, 16:42

21. Dezember 1192
Auf dem Rückweg vom Dritten Kreuzzug wird Richard I. Löwenherz vom österreichischen Herzog Leopold V. bei Wien gefangengenommen.


Richard zeigte während seines Kreuzzuges großes Selbstbewusstsein, aber bisweilen sehr wenig diplomatisches Geschick. So wies er bei der Eroberung von Akkon schroff die Machtansprüche Leopolds V. von Österreich zurück (dessen Standarte wurde im Streit um die Beuteverteilung von einem seiner Knappen in den Burggraben geworfen) und ließ auch keine Gelegenheit aus, Philipp II. von Frankreich spüren zu lassen, dass er der Mächtigere sei. Der durch seine Machtdemonstrationen provozierte Unmut seiner Rivalen sollte ihn später teuer zu stehen kommen.

England wurde während des Kreuzzuges von seinem Bruder Johann Ohneland verwaltet. Philipp II., mit dem sich Richard I. zerstritten hatte, kehrte nach der Eroberung von Akkon vorzeitig nach Frankreich zurück und schloss einen Vertrag mit Johann: Philipp erhielt einen Teil der englischen Besitzungen in Frankreich, Johann wurde im Gegenzug die Verwaltungshoheit über die restlichen Gebiete zugesichert. Begünstigt wurde dieser Pakt durch Intrigen im englischen Adel, die Richards Justiziar Wilhelm von Longchamp am effektiven Eingreifen zugunsten des Königs hinderten und ihn schließlich zur Aufgabe seines Amtes zwangen.

Richard hatte inzwischen mehrere glänzende Siege gegen Saladin errungen und die Mittelmeerküste von Akkon bis Askalon erobert. Allerdings machte er bei der Eroberung Jerusalems, des eigentlichen Ziels des Kreuzzugs, keine Fortschritte. Aufgrund der Nachrichten aus der Heimat schloss Richard 1192 einen Waffenstillstand mit Saladin, brach den Kreuzzug ab und machte sich im Oktober 1192 auf den Rückweg in die Heimat.

Am 30. Oktober 1192 brach Richard Löwenherz vom Heiligen Land auf. Für die Fahrt über das Mittelmeer galt dies angesichts zu erwartender Winterstürme als extrem spät. Auf der Fahrt südlich von Sizilien erfuhr er, dass Philipp II. die französischen Häfen hatte sperren lassen, und so fuhr Richard Löwenherz durch die Adria in Richtung Norden. Der Legende nach griffen Piraten das Schiff an; der Schiffskoch und der Piratenkapitän kannten sich jedoch, wodurch der Angriff zu einer Verbrüderung geworden sei. Richard stieg auf das Piratenschiff um und nahm angeblich nur einen Vertrauten mit. Das Piratenschiff setzte die beiden Reisenden als Kaufleute verkleidet auf der Halbinsel Istrien bei Aquileia am 15. November 1192 an Land ab.

Das nächste Mal tauchte Richard Löwenherz in Kärnten auf. In Friesach erkannte man ihn zum ersten Mal, aber er konnte entkommen. Leopold V. befahl, den König gefangenzusetzen. Am 6. Dezember 1192 war Richard in Bruck an der Mur; dort fiel er bereits durch sein höfisches Gehabe auf, das für Pilger, für die er sich samt Gefolge ausgegeben hatte, doch eher ungewöhnlich war. Er wollte mit seinen Begleitern zu seinem welfischen Schwager Heinrich dem Löwen nach Bayern. Die Entscheidung, entweder über die verschneiten Alpenpässe oder über den Semmering nach Wien und von dort nach Bayern zu gehen, fällte er zugunsten Wiens. Am 21. Dezember 1192 traf er in Erdberg, einem Vorort von Wien, ein. Er schickte einen Vertrauten in die Stadt, um Lebensmittel einzukaufen. Es fiel auf, dass ein einfacher Mann mit größeren Mengen morgenländischen Geldes zahlte. Man folgte ihm nach Erdberg in ein kleines Gasthaus (Eckhaus Erdbergstraße 41/Schwalbengasse 17). Dort fasste man Richard Löwenherz.

Richard Löwenherz wurde Leopold V. vorgeführt und zu Hadmar von Kuenring nach Dürnstein gebracht.[3] Es steht heute nicht mehr fest, ob Richard Löwenherz oben auf der Burg in der heutigen Ruine Dürnstein, im Tal oder auf einer Nebenburg, die heute nicht mehr existiert, gefangengehalten wurde. Für die nächsten Monate hielt Leopold V. ihn in diesem Gebiet fest und informierte noch am 27. Dezember 1192 Heinrich VI. von der Gefangennahme. Dieser wollte das politische Kapital nutzen, das sich aus dem Besitz der Person Richards ergab, aber auch das Lösegeld an sich bringen. Leopold V. dagegen hätte aus der Gefangennahme nur geringen Nutzen ziehen können, weil ihm Richard Löwenherz einerseits schon aus standesrechtlichen Gründen nicht hätte lehnspflichtig werden können. Andererseits wäre Leopold aber auch dem politischen Widerstand nicht gewachsen gewesen.

Wie es weiter geht, hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_L ... 6sterreich

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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon pentium » 27. Dezember 2015, 17:12

537: Die Hagia Sophia wird in Anwesenheit des Kaisers Justinian I. in Byzanz eingeweiht.

Die Hagia Sophia (aus dem griechischen Ἁγία Σοφία „heilige Weisheit“, türkisch Ayasofya) oder Sophienkirche ist eine ehemalige byzantinische Kirche, die später eine Moschee wurde und heute ein Museum (Ayasofya Camii Müzesi, „Hagia-Sophia-Moschee-Museum“) ist. Sie befindet sich in Eminönü, einem Stadtteil im europäischen Teil Istanbuls. Als Kuppelbasilika errichtet, setzte sie im 6. Jahrhundert n. Chr. neue architektonische Akzente, indem sie griechisch-römische und orientalische Elemente miteinander verband. Die Hagia Sophia, das letzte große Bauwerk der Spätantike, war die Hauptkirche des Byzantinischen Reiches und religiöser Mittelpunkt der Orthodoxie und ist heute ein Wahrzeichen Istanbuls.

Als Krönungskirche der byzantinischen Kaiser (seit 641), als Kathedrale des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel und Ort wichtiger historischer Geschehnisse ist die Hagia Sophia in besonderer Weise mit der byzantinischen Geschichte verbunden. Ihr Bau und ihre Symbolkraft waren von außerordentlich hoher Bedeutung für die orthodoxe Christenheit und das Reich. Daher gilt sie den meisten orthodoxen Christen noch heute als großes Heiligtum.

Nach der Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen im Jahr 1453 wurden christliche Insignien, Inneneinrichtung, Dekorationen und Glocken der Hagia Sophia entfernt oder durch Putz verdeckt. Nachdem die Hagia Sophia anschließend als Hauptmoschee der Osmanen adaptiert worden war, stellten sich die Sultane des 16. und 17. Jahrhunderts mit bedeutenden architektonischen Rezeptionen der Hagia Sophia in die byzantinische Tradition; die berühmteste Rezeption ist die Sultan-Ahmed- oder Blaue Moschee; in jüngster Zeit ist die neue Sabancı-Zentralmoschee von Adana zu nennen. Mithin geht die heute geläufigste Bauform der Moschee als Zentralkuppelbau letztlich auf die Hagia Sophia zurück, während in den ersten Jahrhunderten der islamischen Geschichte noch der Typus der Pfeilerhallenmoschee (wie z. B. die Umayyaden-Moschee) dominiert hatte.

quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Hagia_Sophia

Kaiser Justinian I.

Justinian I. ist der zehnte Kaiser des Byzantinischen Reiches. In seiner Regierungszeit erreicht das Byzantinische Reich seine größte Ausdehnung und auch die erste kulturelle Blüte. Justinian I. reformiert das Staatswesen im Byzantinischen Reich und regelt das Verhältnis des Staates zu den Provinzen und Städten im Reich. Seine Frau Kaiserin Theodora I. gilt wegen ihrer starken Rolle und ihrem Einfluss auf ihren Mann als Vorbild für weitere byzantinische Kaiserinnen.

http://www.byzanz-konstantinopel.de/per ... byzanz.php

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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon pentium » 6. Januar 2016, 13:40

Als die Lufthansa noch Luft Hansa hieß

Die Farben Gelb und Blau gehören zu ihr wie das Kranich-Symbol: Mit 106 Millionen Passagieren im Jahr 2014 ist die Lufthansa heute eine der größten Fluggesellschaften der Welt. Die Geschichte begann vor 90 Jahren.

Ohne Festakt wird in diesen Tagen der Gründung einer Vorgängerin der Deutschen Lufthansa AG gedacht. Vor 90 Jahren, am 6. Januar 1926, wurde im Berliner Hotel Kaiserhof die „Deutsche Luft Hansa AG“ gegründet, die ihrerseits aus den Vorgänger-Firmen Junkers Luftverkehr AG und Deutsche Aero Lloyd AG hervorgegangen ist. Beteiligt waren neben dem Deutschen Reich und den Ländern mehrere Privatunternehmen.

http://www.handelsblatt.com/unternehmen ... 86732.html

Die Lufthansa in sechs historischen Momenten

Heute vor 90 Jahren entstand die Lufthansa. Es ist eine Geschichte von Pioniergeist, Expansionsdrang, Visionen – aber auch von historischem Fehlverhalten. Ein Rückblick.

http://www.aerotelegraph.com/90-jahre-l ... enung-1926

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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon pentium » 15. Januar 2016, 09:29

Jungfernfahrt vor 100 Jahren
Mit dem Balkanzug von Berlin nach Konstantinopel


Wer vor 100 Jahren etwas auf sich hielt und wer es sich leisten konnte, der reiste mit der Eisenbahn. Der Orient-Express ist heute noch Legende, aber seinerzeit hatte er einen Konkurrenten: den Balkanzug. Um die Jungfernfahrt von Berlin nach Konstantinopel, dem heutigen Istanbul, zur Zeit des Ersten Weltkrieges wurde viel Aufsehen gemacht.

http://www.deutschlandfunk.de/jungfernf ... _id=342473

"Das ist wirklich ein Freudentag für uns alle! Der erste Balkanzug personifiziert den Triumph unserer Waffen und unserer Industrie. In dem Augenblicke, da wir von Berlin nach Konstantinopel fahren können, haben wir den Beweis dafür erbracht, dass der Sieg unser ist."

Der deutsche Schriftsteller und Frontberichterstatter im Ersten Weltkrieg Ludwig Ganghofer gehörte zu den zahlreichen Ehrengästen, die zur ersten Fahrt geladen waren. Mit Tannengirlanden geschmückt und von Jubelrufen der Schaulustigen begleitet, brach der Balkanzug am 15. Januar 1916 vom Berliner Anhalter Bahnhof nach Konstantinopel auf, via Dresden, Prag und Wien. Ein zweiter Zug startete am Bahnhof Friedrichstraße und nahm die Strecke über Breslau. In Ungarn wurden beide Teile vereinigt. Zwei Dutzend Journalisten sollten Bericht erstatten. In Dresden stieg sogar der sächsische König Friedrich
August III. zu.

Der Eisenbahnhistoriker Friedhelm Ernst:
"Man muss sehen, dass damals die erste Hälfte des Ersten Weltkriegs für Deutschland Erfolge gebracht hatte, militärische Erfolge. Demzufolge weitete man auch das Interessensgebiet und den Einflussbereich aus. Es war ein Streben nach Macht."

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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon pentium » 18. Januar 2016, 20:22

18. Januar 1871
Mit Proklamation des Königs von Preußen, Wilhelm I., zum Kaiser wird im Spiegel­saal von Versailles das Deutsche Kaiser­reich gegründet.

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Re: Historische Ereignisse

Beitragvon pentium » 23. Januar 2016, 17:28

23. Januar 1710
Ein Dekret Augusts des Starken verfügt die Errichtung der Königlich-Polnischen und Kurfürstlich-Sächsischen Porzellanmanufaktur in Meißen unter der Leitung von Johann Friedrich Böttger.


Am 23. Januar 1710[4] erfolgte per Dekret von August dem Starken die öffentliche Bekanntgabe einer Gründung der „Königlich-Polnischen und Kurfürstlich-Sächsischen Porzellan-Manufaktur“ in Dresden und am 6. Juni 1710 die Einrichtung ihrer Produktionsstätte in der Albrechtsburg in Meißen.[5][6] Die Manufaktur ging 1806 als „Königlich-Sächsische Porzellan-Manufaktur Meissen“ aus dem Besitz der Krone in das Eigentum des sächsischen Fiskus über. Im Zuge der verfassungsmäßigen Erneuerung des staatlichen Eigentums nannte sich das Unternehmen ab 1918 „Staatliche Porzellan-Manufaktur Meissen“. In der DDR war die Manufaktur ein Volkseigener Betrieb. Seit dem 26. Juni 1991 firmiert sie als „Staatliche Porzellan-Manufaktur Meissen GmbH“, deren Gesellschafter der Freistaat Sachsen ist. Die weltweit führende Porzellanmanufaktur gehört zu den international bekanntesten deutschen Luxusmarken.[7]

Zum Symbol für die Manufaktur sind die gekreuzten Schwerter geworden. Die Schwertermarke hatte sich ab 1731, als alle Porzellane aus Meißen mit einer Marke versehen sein mussten, gegen die AR-Marke („Augustus Rex“) und den Merkurstab durchgesetzt. Zur Kennzeichnung qualitativ nur bedingt brauchbarer Ware, aber auch zur Kennzeichnung sogenannter Weißware werden nach der Glasur an den Schwertermarken Schleifstriche angebracht. Die ersten Markierungen dieser Art sind auf Teilen aus der Zeit um 1764 zu finden...

quelle: Wiki

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