Stalin - Er ist wieder da !!!!

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Stalin - Er ist wieder da !!!!

Beitragvon Bahndamm 68 » 24. Januar 2018, 11:34

Muss ich das verstehen: Stalin-Figur in Berlin eingetroffen.
https://www.rbb24.de/kultur/beitrag/2018/01/stalin-kult-statue-karl-marx-allee-ausstellung.html
Für ein Fotoshouting wurde er extra in der ehemaligen Stalinallee in Berlin für 2 Stunden aufgestellt. Nun liegt er in Hohenschönhausen auf dem Boden zur Ausstellung.

Kostenpunkt – keine Rede, spielt auch keine Rolle, es ist ja da.

Wann kommt eine Statue nun von Ulbricht und Honecker?
Schon zu DDR-Zeiten ist die Stalinallee umbenannt und jetzt kann der Diktator, der ca. 40.000 Menschen getötet hat, noch angeschaut werden. Noch liegt er irgendwo auf dem Hof in Hohenschönhausen. Besser wäre, damit man sein Gesicht nicht vergisst, wenn er stehend in einer Gefängniszelle mit einem Strick um Hals aufgestellen würde. Genauso absurd wäre nun noch, wenn Adolf in Auschwitz oder Buchenwald oder sonst wo aufgestellt würde.
Ja die lieben Historiker, sie haben wie immer Recht in ihren Argumentationen der Aufarbeitung der Geschichte.

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Re: Stalin - Er ist wieder da !!!!

Beitragvon Zicke » 24. Januar 2018, 11:38

na da sind die Leipziger nicht allein, mit solch Irrsinn

http://www.lvz.de/Leipzig/Lokales/Histo ... um-Leipzig
z

Doch wenn ich all jene, die mir nicht in den Kram passen, deren Ansichten vielleicht irgendwie rechts sind, weiterhin Nazis nenne, dann ist das nicht nur faktisch falsch. Ich schmälere damit letztendlich auch das Andenken an die Opfer des NS-Regimes.

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Re: Stalin - Er ist wieder da !!!!

Beitragvon AkkuGK1 » 24. Januar 2018, 11:58

nun es geht ja genau darum, Stalins Verbrechen aufzuzeigen - 40.000 ein bisserl wenig...
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Re: Stalin - Er ist wieder da !!!!

Beitragvon zoll » 24. Januar 2018, 12:32

Ich finde auch das die Zahl von 40.000 Toten zu niedrig angegeben ist.

Wiki schreibt u. a.: Die Kollektivierung und Repression gegen die „Kulaken“ waren zum Teil die Ursachen für den Holodomor, eine riesige Hungersnot, die besonders fürchterliche Ausmaße an der Wolga und in der Ukraine annahm. Sie kostete allein in der Ukraine rund 3,5 Millionen Menschen das Leben.

Das ist also nur die Zahl der in der Ukraine Gestorbenen die Stalin und seine Helfershelfer auf dem Gewissen hat. Man darf aber nicht vergessen, dass er und seine Helfershelfer vor, während und nach dem Krieg durch seine Politik noch wesentlich mehr Tote auf dem Gewissen hat.

Mir fällt nichts anderes ein als Stalin, Hitler, die Roten Khmer, Mao und noch diverse afrikanische Herscher als Mörder zu bezeichnen.
Vielleicht fallen einigen Lesern noch weiter Ungeheuer ein.

Wenn die Statue in Berlin lange genug stehen bleibt und Stalin aus der Hölle per Video zuschaut wie die Tauben sein Antlitz bescheißen, die Besoffenen seine Füße bepissen und die Vorübergehenden die Nase rümpfen und das Gesicht wegdrehen, dann weiß er was die Welt von ihm hält.

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Re: Stalin - Er ist wieder da !!!!

Beitragvon AkkuGK1 » 24. Januar 2018, 15:52

Da wurde eben ein Film zum Tode Stalins in der "Sowjetunion" verboten...

Allein die Ermordeten in der Mongolei sind mehr als 40 tsd. , man kann allein in der SU von über 50 Millionen Opfern allein von den Todeslisten ausgehen.
Zuletzt geändert von AkkuGK1 am 24. Januar 2018, 15:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Stalin - Er ist wieder da !!!!

Beitragvon Volker Zottmann » 24. Januar 2018, 15:55

Da liegt in Berlin auch noch andere Prominenz rum.
In der Spandauer Zitadelle fand ich voriges Jahr den Kopf von Herrn Uljanow. Lenins Denkmal wurde doch in der Wuhlheide verbuddelt, nach dem es geschleift wurde. Der Kopf ist jedenfall wieder aufgetaucht und dort zu sehen.

Oder nehmt die Walhalla nahe Regensburg, hoch über dem linken Donauufer. Die weißen "Geister" die dort ausgestellt sind, verehre ich auch nicht alle....

Gruß Volker

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Re: Stalin - Er ist wieder da !!!!

Beitragvon HPA » 24. Januar 2018, 16:50

Bei Russens ist man ja angesichts einer aktuellen Stalin Satire "not amused" . Also wurde der Film in Russland kurzerhand verboten.

Den Trailer find ich schon mal vielversprechend. [grins]

https://m.youtube.com/watch?time_contin ... 061dEtw1ds

http://www.spiegel.de/kultur/kino/the-d ... 89547.html
Bild

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Re: Stalin - Er ist wieder da !!!!

Beitragvon pentium » 24. Januar 2018, 16:54

Es ist nur eine Ausstellung in Berlin...was für eine Aufregung...

...
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Re: Stalin - Er ist wieder da !!!!

Beitragvon Bahndamm 68 » 26. Januar 2018, 16:25

pentium hat geschrieben:Es ist nur eine Ausstellung in Berlin...was für eine Aufregung...
...

Oh, oh, oh, welch eine Aufregung.
Wenn dies eine Ausstellung bedeutet und zur Aufarbeitung der Geschichte dient, dann bitte auch gleich Adolf dazu legen in Hohenschönhausen.
Damit keine Missverständnisse entstehen, ich bin kein Anhänger dieser Personer und deren Machenschaften.

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Re: Stalin - Er ist wieder da !!!!

Beitragvon pentium » 26. Januar 2018, 16:40

Bahndamm 68 hat geschrieben:
pentium hat geschrieben:Es ist nur eine Ausstellung in Berlin...was für eine Aufregung...
...

Oh, oh, oh, welch eine Aufregung.
Wenn dies eine Ausstellung bedeutet und zur Aufarbeitung der Geschichte dient, dann bitte auch gleich Adolf dazu legen in Hohenschönhausen.
Damit keine Missverständnisse entstehen, ich bin kein Anhänger dieser Personer und deren Machenschaften.

Gruß von einem Stalin- und Nazi-Gegner

were
Es ist eine Ausstellung über den Stalin-Kult. Da wäre der GröFaz etwas unpassend. Ansonsten wende dich doch mit deinen Anregungen und Beschwerden an die Veranstalter oder alternativ an den rbb, man hat da bestimmt ein offenes Ohr.
https://www.rbb24.de/kultur/beitrag/201 ... -gott.html

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Re: Stalin - Er ist wieder da !!!!

Beitragvon Nov65 » 26. Januar 2018, 17:06

Diese Beton-Schweine Stalin, Hitler und Consorten könnte man gut als Unterbau in der Absackung der Autobahn ... in MV gebrauchen. Weg sind sie und gut.
Andreas
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Re: Stalin - Er ist wieder da !!!!

Beitragvon AkkuGK1 » 26. Januar 2018, 17:47

einfach unter den Teppich kehren - nein, Erinnern was das für Monster waren und das dies eben nicht wie in der Türkei sich wiederholt.
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Re: Stalin - Er ist wieder da !!!!

Beitragvon Nov65 » 26. Januar 2018, 19:01

Nun gut, Akku, lassen wir den Kopf rausgucken und obendrauf eine Toilette errichten.
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Re: Stalin - Er ist wieder da !!!!

Beitragvon Volker Zottmann » 26. Januar 2018, 19:09

Nov65 hat geschrieben:Nun gut, Akku, lassen wir den Kopf rausgucken und obendrauf eine Toilette errichten.
Andreas

Deshalb schrieb ich auch das mit dem Leninkopf. Der war doch gut vergraben. Was sind das nur für Armleuchter, den wieder frei zu legen und nun in der Zitadelle Spandau unter echten Kunstwerken zu lagern? Man hätte ihn gleich zu Schotter brechen sollen.

Gruß Volker
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Re: Stalin - Er ist wieder da !!!!

Beitragvon Interessierter » 20. April 2018, 07:24

Wehe dem, der auf Stalin mit dem Luftgewehr schoss

Bild
Die Stasi ermittelte mit aller Kraft gegen DDR-Bürger, die Stalin-Porträts beschmierten oder mit Luftgewehren beschossen
Quelle: BStU

„Es lebe Josef Stalin, der Freund der Jugend!“: In der Anfangszeit der DDR war der sowjetische Diktator „Der Rote Gott“ des SED-Regimes. Wer mit dem „größten Feldherrn aller Zeiten“ Scherze trieb, riskierte viel.

https://www.welt.de/geschichte/article1 ... choss.html
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Re: Stalin - Er ist wieder da !!!!

Beitragvon Interessierter » 21. April 2018, 10:27

Stalin war sprachlos und lag in seinem Urin


Zwischen dem 1. und 5. März 1953 starb der sowjetische Diktator Josef Stalin nach einem Hirnschlag. Stundenlang taten die Mitglieder des Politbüros der KP nichts. Sie hatten ihre Gründe.

Nur wenige Menschen haben das 20. Jahrhundert derart geprägt wie Josef Wissarionowitsch Dschugaschwili, genannt Stalin. Als er in der Nacht vom 28. Februar auf den 1. März 1953 auf seiner Datscha Kunzewo rund 15 Kilometer von Moskau entfernt einen Schlaganfall erlitt, erfuhr die Welt lange nichts davon.

Erst am 4. März veröffentlichte die staatliche Nachrichtenagentur Tass eine Mitteilung der Regierung über die Erkrankung des Kreml-Chefs: „Das ZK der KPdSU und der Ministerrat der UdSSR machen Mitteilung von dem Unglück, das unsere Partei und unser Volk getroffen hat – von einer schweren Erkrankung des Genossen Stalin.“ Demnach habe Stalin in der Nacht vom 1. auf den 2. März in seiner Moskauer Wohnung eine Hirnblutung erlitten und leide unter Herz- und Atmungsstörungen. Daran stimmten weder Ort noch Zeit. Schließlich hieß es: „Zur Behandlung des Genossen Stalin wurden die besten Ärzte herangezogen.“ Auch das stimmte nicht. Die besten Ärzte des Landes saßen in den Folterkammern der Geheimdienste. Einen Tag später war Stalin tot.

Noch heute, 60 Jahre danach, sind nicht alle Fakten geklärt. Die Entschlüsselung jener entscheidenden Stunden, in denen dem allmächtigen Diktator die Macht entglitt, gestaltet sich schwierig, denn die Überlieferung ist in hohem Maße von unterschiedlichen Interessen geprägt und von der Propaganda der Nachfolger verzerrt worden. Wenige Wochen zuvor hatte Stalin mehreren hochrangigen Funktionären mit Absetzung und Liquidierung gedroht. War sein Tod gar Folge eines Giftanschlags oder – zumindest – unterlassener Hilfeleistung?

In seinem großen Buch „Stalin. Am Hof des Roten Zaren“ hat der britische Historiker Simon Sebag Montefiore Stalins Sterben rekonstruiert. Zusammen mit anderen Quellen entsteht daraus eine Chronik des Geschehens, das nicht nur die Sowjetunion erschütterte.

Die interessante und erschreckende Schilderung über seinen Tod, kann man hier lesen:
https://www.welt.de/geschichte/article1 ... -Urin.html
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Re: Stalin - Er ist wieder da !!!!

Beitragvon augenzeuge » 21. April 2018, 12:34

Spannend beschrieben.

Die Geheimdienst-Wachen, bemerken, dass Stalin entgegen seiner üblichen Gewohnheit gegen Mittag nicht aufsteht. „Keine Bewegung“, heißt es in einem Bericht. Die Wachen werden unruhig, wagen aber nicht, sich ohne Aufforderung von innen Stalins Gemächern zu nähern. Schon eine Störung kann Deportation in den Gulag oder Tod bedeuten.

Losgatschew und sein Vorgesetzter, Oberst Starostin, streiten, wer von ihnen nach dem Rechten schauen soll: „Sie sind der Vorgesetzte, also gehen Sie.“ – „Ich habe Angst.“ – „Was meinen Sie, was ich bin? Ein Held?“


Umgeben von seinen höhnenden (Beria) oder weinenden (fast alle anderen) Diadochen lebt der Mann, der 20 Millionen Menschen ermordet und 28 Millionen deportiert hat, noch bis zum Morgen – ein „Opfer seiner eigenen Tyrannei“, so der Historiker Manfred Hildermeier.

AZ
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Re: Stalin - Er ist wieder da !!!!

Beitragvon HPA » 21. April 2018, 14:17

"The Death of Stalin" einfach mal ansehen. Läuft in Programmkinos.

https://m.youtube.com/watch?v=zVvFE8-DTUQ

Berija als perverse kinderschändende Drecksau ( die er wirklich war) , fand ich genial gespielt. [grin]
Bild

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Re: Stalin - Er ist wieder da !!!!

Beitragvon Interessierter » 23. April 2018, 10:52

Stalin starb, weil er seine Ärzte ins Gefängnis warf

Im Januar 1953 „enthüllte“ die sowjetische Parteizeitung „Prawda“ eine angebliche Verschwörung jüdischer Ärzte gegen den Kreml. Hunderte Menschen wurden verhaftet und gefoltert – bis Stalin starb.

Die meisten Leser dürften überrascht gewesen sein, als sie am 13. Januar 1953 die „Prawda“ in die Hand nahmen. Denn auf der Titelseite des KPdSU-Zentralorgans und damit des wichtigsten Sprachrohrs der sowjetischen Führung stand an diesem Dienstag eine erschreckende Schlagzeile zu lesen: „Bösartige Spione und Mörder unter der Maske akademischer Ärzte.“

Im Artikel dazu hieß es, mindestens ein Dutzend Ärzte hätten „sich das Ziel gesetzt, durch schädliche Behandlungsmethoden das Leben führender Persönlichkeiten der Sowjetunion zu verkürzen“. Vor einiger Zeit habe, wie die sowjetische Nachrichtenagentur Tass mitteilte, das Ministerium für Staatssicherheit diese „terroristische Medizinergruppe entlarvt“. Neun Personen seien verhaftet worden, darunter ein gewisser Professor Wladimir N. Winogradow: Stalins Leibarzt.

Das war zwar verrückt, aber noch nicht besonders erstaunlich in einem Land, über das seit der Oktoberrevolution 1917 eine Terrorwelle nach der anderen geschwappt war, mit manchmal wenigen Dutzend, manchmal Millionen Opfern. Erstaunlich jedoch war ein weiterer Satz weiter unten in dem Artikel: „Die Mehrzahl der Mitglieder der Terroristengruppe stand mit ,Joint‘ in Verbindung.“

Und natürlich wurde erläutert, was diese ominöse Gruppe angeblich war: „eine internationale jüdische bürgerlich-nationalistische Organisation, die von der CIA angeblich zur materiellen Unterstützung von Juden in anderen Ländern geschaffen wurde, in Wirklichkeit jedoch unter Leitung amerikanischer Spione in verschiedenen Ländern, darunter der Sowjetunion, umfassend spionierte, terrorisierte sowie andere Zersetzungsarbeit leistete“.

Juden also. Knapp acht Jahre nach der Niederlage des Dritten Reiches machte Stalin auf einmal den Hitler, lancierte eine antisemitische Verschwörungstheorie und ließ prominente Juden festnehmen. Was steckte dahinter? Und vor allem: War an den Vorwürfen etwas dran? Waren die neun Mediziner und weit über hundert weitere, zum größten Teil jüdische Sowjetbürger Teil einer westlichen Geheimdienstattacke auf Stalin?

Weiter geht es hier:
https://www.welt.de/geschichte/article1 ... -warf.html

Einfach widerlich mit welcher Willkür man in kommunistischen Diktaturen vorging.
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Re: Stalin - Er ist wieder da !!!!

Beitragvon AkkuGK1 » 23. April 2018, 11:06

keine Willkür, einfach Schrecken zu erzeugen, um damit die Bevölkerung besser kontrollieren zu können. Ein Klima der Angst erschaffen, eine Art Stockholmsyndrom erzeugen, dies war das Ziel.
Ich bin zu schön, als das man auf mich wütend sein könnte!*

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Re: Stalin - Er ist wieder da !!!!

Beitragvon Interessierter » 28. April 2018, 14:37

Wie Stalins oberster Kommissar die Rote Armee ruinierte

Bild
Als die deutschen Panzer 1942 auf der Krim vorrückten, spielte Stalins Politgeneral Lew Mechlis (1889-1953) verrückt
Quelle: Wikipedia/Bundesarchiv/Bild-F016223-0024/CC BY-SA 3.0 de, Wikipedia/Public Domain


Hitlers Sommeroffensive 1942 begann mit einem Unternehmen auf der Krim. Als deutsche Panzer die Halbinsel Kertsch eroberten, offenbarte sich in der Roten Armee ein Albtraum aus Konfusion und Inkompetenz.

https://www.welt.de/geschichte/zweiter- ... ierte.html
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Re: Stalin - Er ist wieder da !!!!

Beitragvon Interessierter » 30. April 2018, 10:02

Stalin und der sadistische Macho-Kult des Tötens

Eine neue Studie über Stalins Gräueltaten untersucht, warum der Diktator in der Sowjetunion ein System des Terrors einrichtete: Aus Freude am Foltern und Morden, findet der Historiker Jörg Baberowski.

Als die Matrosen von Kronstadt im März 1921 Kritik an der Diktatur der Bolschewiki üben, geheime Wahlen zu den Sowjets und eine freie Presse für Arbeiter, Bauern und alle linken Parteien fordern, gibt Trotzki – zusammen mit Lenin – den Befehl, sie als "kleinbürgerliche Konterrevolutionäre" niederzukartätschen.

Nach dem Sturm der Festung lässt Parteichef Sinowjew in Petrograd mehr als 2000 Matrosen, die sich ergeben haben, ohne Gerichtsverfahren erschießen, und die wenigen Aufständischen, die das Massaker überlebten, müssen ihr Leben als Sklaven im Gulag fristen.

Schon Lenin, so Baberowski, sei ein "bösartiger Schreibtischtäter" gewesen, ein Glaubenskrieger, der erbarmungslos den Willen der Geschichte vollstrecken wollte und dem "menschliche Tragödien, Leid und Elend" nichts bedeutet hätten.

Die Gewaltherrschaft Stalins schöpft aus der Kultur des Krieges, ist ein "permanenter Bürgerkrieg mit anderen Mitteln" und erhebt in den Dreißigerjahren des 20. Jahrhunderts den Massenmord zum Grundsatz ihres Handelns.

Der Diktator war ein Psychopath

Nach Baberowski ähnelt Stalins Herrschaftsverständnis dem Ehrenkodex der Mafia: indem er seine engsten Gefolgsleute – Aufsteiger wie Gromyko, Chruschtschow oder Breschnjew , aber auch Orschonikidse und Molotow oder Mikojan – in Verbrechen verstrickt, zwingt er sie, sich ihm bedingungslos auszuliefern; er macht sie zu Komplizen, die schließlich "Gewalt für eine tägliche Ressource politischen Handelns" halten.

Baberowski attestiert Stalin alle Kriterien eines typischen Psychopathen "Wir müssen uns Stalin als einen glücklichen Menschen vorstellen, der sich an den Seelenqualen seiner Opfer erfreute."

Den vollständigen Beitrag findet man hier:
https://www.welt.de/kultur/history/arti ... etens.html
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Re: Stalin - Er ist wieder da !!!!

Beitragvon Interessierter » 12. Juni 2018, 12:25

Gesichter eines Despoten - Stalin in unveröffentlichten Fotografien

Kaum jemand hatte Stalin jemals gesehen. Und dennoch war er allgegenwärtig. Er wurde in Gedichten und Liedern besungen, sein Gesicht millionenfach auf Plakaten, Gemälden und Fotografien ausgestellt, in Stein gehauen, von Schauspielern in Filmen verkörpert. Aber der ausgestellte Stalin war nur eine symbolische Repräsentation des bolschewistischen Systems. Denn die Macht der Bolschewiki kam nicht aus den Wahlurnen, sondern aus den Gewehrläufen. Zwar beriefen auch sie sich auf den Willen des Volkes, um die Herrschaft der wenigen über die vielen zu legitimieren, aber in Wahrheit bedeutete er ihnen nichts. In einer multiethnischen Bauerngesellschaft, in der nur wenige Menschen lesen und schreiben, wenige Radio hören konnten, wäre ein Redner kaum wahrgenommen worden.

Stalins Autorität beruhte auf der Anerkennung jener kleinen Gefolgschaft, die ihn ins Amt gebracht hatte.[2] Im System der bolschewistischen Herrschaft jedoch war der Diktator nur als Abwesender von Nutzen, weil seine Anwesenheit alle übermenschlichen Eigenschaften in Frage gestellt hätte, mit denen der Diktator ausgestattet wurde. Stalin war Symbol und Repräsentant des Vielvölkerreiches und seines Staates; in ihm sollten alle Tugenden verkörpert sein, die das bolschewistische System auszeichneten. Deshalb war die Inszenierung des Stalin-Kultes vor allem eine Integrationsaufgabe, mit der sich der Diktator selbst befasste.

Kein Film, kein Foto, keine Büste konnte in das Licht der Öffentlichkeit gelangen, bevor Stalin seine Zustimmung gegeben hatte. Er war nicht nur der Produzent, sondern auch der Regisseur seines eigenen Kultes.[3] Deshalb verraten uns die offiziellen Bilder nicht nur, auf welche Weise die Sowjetunion dargestellt, sondern auch, wie der Diktator selbst gesehen werden wollte.

Bild
(RGASPI, Fond 558)

https://zeithistorische-forschungen.de/2-2015/id=5240

Ein längerer, interessanter Bericht mit sehr vielen Fotos.
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Re: Stalin - Er ist wieder da !!!!

Beitragvon Interessierter » 29. Juni 2018, 10:09

Stalin-Kult in der DDR - Verehrung bis in den letzten Winkel der Gesellschaft

Eine Ausstellung in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen zeigt die gottgleiche Verehrung des sowjetischen Diktators Josef Stalin in der DDR - und was mit denen passierte, die sich dem Kult widersetzten.

https://www.deutschlandfunk.de/stalin-k ... _id=409344
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Re: Stalin - Er ist wieder da !!!!

Beitragvon Interessierter » 30. Juni 2018, 10:52

Auszug - Stalins Geburtstag

Hans-Friedrich Bergmann, nach jahrelangem Rechtsstreit endlich anerkannter politisch Verfolgter, möchte seine bewegte Vergangenheit für die heutige Jugend dokumentieren. Er beschreibt in "Das Ossi" den Krieg, die schwere Nachkriegszeit, den Aufbau der DDR, die politische Verfolgung im SED-Staat, den Fall der Mauer und den Kampf um die Anerkennung seiner Verfolgung.

von Hans-Friedrich Bergmann

Dezember 1949 – ich bin Oberschüler der 9. Klasse, mein Freund Erhard, den ich vom Konfirmandenunterricht kannte, ist Lehrling in der Drogerie seines Vaters.

Die DDR war gegründet, die Sowjetunion und die Kommunisten- Staaten erkannten diese DDR an, Präsident Wilhelm Pieck wurde einmütig begrüßt und bejubelt, ein Kabinett wurde vorgestellt, und Johannes R. Becher hatte auch eine Hymne gedichtet:

Auferstanden aus Ruinen
Und der Zukunft zugewandt
Lass uns die zum Guten dienen
Deutschland einig Vaterland
Alte Not gilt es zu zwingen
Und wir zwingen sie vereint
Denn es muss uns doch gelingen,
dass die Sonne schön wie nie
Über Deutschland scheint!

Dem folgten noch zwei weitere Verse und ich saß wieder in der Wohnstube, allein am Klavier und spielte die "richtige" Hymne von Hoffmann v. Fallersleben mit der Melodie von Haydn. Diese neue Hymne konnte man fast nach der alten Melodie spielen, sollte das ein Zufall sein? Die neue Melodie zur Hymne war auch komponiert, aber der Text war nicht schlecht, oder?

Magisch zog es mich fort, immer wieder wollte ich dort sein, weg nur weg von allem und nichts hören und sehen. Immer häufiger ging ich fort, in den Wald ging ich, grübelte und fand keine Antworten. Heines Vers fiel mir ein:

Denk ich an Deutschland in der Nacht
Dann bin ich um den Schlaf gebracht.

Und ich dachte an Deutschland. Viele andere Bürger von Potsdam dachten auch an Deutschland – und verschwanden gen Westen. In der Tagespost stand unter der Überschrift "Leihmöbel" zu lesen, dass das Wohnungsamt unentgeltlich Leihmöbel für Flüchtlinge und Ausgebombte zur Verfügung stellt. Als Adresse war in der Dortustraße eine ehemalige Tanzgaststätte angegeben.

Mutter wollte dort hin, ich sollte mitkommen. Wir betraten einen halb verfallenen Tanzsaal. An den Wänden verschiedene Möbel, Betten mit benutztem Bettzeug überzogen, diverse Kleidungsstücke in ungeordneten Haufen übereinander, auf den Tischen Hausrat, so wie ihn seine Besitzer verlassen hatten, mit Resten von Kaffee-Ersatz in Kannen und Tassen, Besteck, Kochtöpfe und anderes Geschirr, fast alles nicht abgewaschen, dreckig, dazu schmutzige Handtücher und vieles mehr. Es roch dumpf und feucht. Viele Menschen drängelten sich an Tischen und begutachteten ihre Beute, schleppten weg, was sie nur schleppen konnten.

Jetzt sah ich auch das kleine Plakat an der Wand, auf dem nochmals darauf hingewiesen wurde, dass die Sachen "Eigentum der Bürger seien, die jetzt in den Westzonen wohnen." Es war deutlich, dass hier nur die Reste des Hausrates dieser Bürger ausgestellt wurden, wertvollere Einrichtungsgegenstände waren längst für andere Leute beiseite geschafft worden.

Ich zerrte Mutter fort. Wir nahmen nichts mit. Mutter meinte, das Kaffeegeschirr einer Bekannten gesehen zu haben.

So war es also: Das Wohnungsamt ließ die Wohnungen der Bürger räumen, die Potsdam verlassen hatten. Woche für Woche verließen Bürger das Land, über dem die Sonne schön wie nie scheinen sollte und zogen es vor, im Westen eine neue Existenz aufzubauen. Sie wollten mit der "neuen Republik" nichts zu tun haben, verließen ihre Heimat, ihr Zuhause ihr Eigentum, sie "hauten ab gen Westen", wie man das nannte.

Der vollständige Beitrag hier:
https://www.mdr.de/damals/archiv/artikel7750.html

So wie in Potsdam wurde es in den Nachkriegsjahren, wohl auch in anderen Städten gehandhabt.
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Re: Stalin - Er ist wieder da !!!!

Beitragvon zonenhasser » 31. August 2018, 13:53



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Die “Rote Fahne” schrieb noch “wir werden siegen”, da hatte ich mein Geld schon in der Schweiz.
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Re: Stalin - Er ist wieder da !!!!

Beitragvon Volker Zottmann » 31. August 2018, 17:47

Die DDR-Hymne wurde nach ihrem Wortlaut vollends nach 1990 verwirklicht. Nie früher. Ich schrieb das schon. ZUr Wiedervereinigung hätte eine neu Verfassung gehört und evtl. der Mix beider Hymnen. Der Text der DDR-Hymne ist der gefühlvollste und mir mehr zusagende. Heute könnte man wieder alle 3 sinnvollen Strophen singen, wegen mir zur Deutschlandliedmelodie. Das wäre ne Vereinigung gewesen!

1. Auferstanden aus Ruinen und der Zukunft zugewandt,
Lass uns dir zum Guten dienen, Deutschland, einig Vaterland.
Alte Not gilt es zu zwingen und wir zwingen sie vereint,
denn es muss uns doch gelingen,
dass die Sonne schön wie nie
|: Über Deutschland scheint. :|

2. Glück und Frieden sei beschieden
Deutschland, unserm Vaterland.
Alle Welt sehnt sich nach Frieden,
reicht den Völkern eure Hand.
Wenn wir brüderlich uns einen,
schlagen wird des Volkes Feind!
Lasst das Licht des Friedens scheinen,
dass nie eine Mutter mehr
|: Ihren Sohn beweint. :|

3. Lasst uns pflügen, lasst uns bauen,
Lernt und schafft wie nie zuvor und der eignen Kraft vertrauend, steigt ein frei Geschlecht empor.
Deutsche Jugend, bestes Streben unsres Volks in dir vereint,
wirst du Deutschland neues Leben,
Und die Sonne schön wie nie
|: Über Deutschland scheint. :|

Gruß Volker
http://baupionier.zottmann.org/
http://Mein-DDR-Leben.de/

Die Weite Deines Horizonts ist Frage Deiner Sicht.
Der Große sieht ihn breiter, der Kleine leider nicht.
(Volker Zottmann)
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