Der Bäcker, die DDR und das frische/altbackene Brot

Wie entwickelte sich die Wirtschaft der DDR, wie die der Bundesrepublik während der Teilung Deutschlands. Welche Anzeichen gab es für die Entwicklung? Was waren die Ursachen?
Hier der Bereich für alle wirtschaftlichen Themen.

Re: Der Bäcker, die DDR und das frische/altbackene Brot

Beitragvon Spartacus » 22. Juni 2014, 13:42

Interessierter hat geschrieben:Die Planwirtschaft ist einfach viel zu wenig flexibel, um rechtzeitig auf Veränderungen des Marktes reagieren zu können und es fehlen die befruchtenden Impulse des Wettbewerbs mit konkurrierender Qualität und Preisen.

" Der Interessierte "


Das stimmt, ansonsten aber war es im Sozialismus genau wie in Kapitalismus, was die Wirtschaft betraf.
Falls es keiner weiß, aber auch die VEB´s nahmen Kredite für ihre Produktion etc. auf und zwar immer über
die Staatsbank der DDR, die genau dafür ja auch da war. Aber auch Sparkasse und genossenschaftliche Banken
in der DDR waren verpflichtet solche Kredite auszureichen. Kapital + Zinsen mussten natürlich auch wieder
getilgt werden, genau wie im Kapitalismus, eben. Zu DDR Zeiten war das auch kein Problem, aber kurz nach
der Wende, fielen genau diese Kredite den VEB´s auf die Füße. Denn obwohl sie volle Auftragsbücher hatten,
fast immer Immobilien besaßen und sogar geldwerte Guthaben besaßen, waren sie mit Einführung der DM
praktisch über Nacht bankrott. Warum?
Nun die Produktionskosten vervierfachten sich, die Löhne ebenfalls, aber die Erträge für Produkte in den
Westen blieben die gleichen, denn die wurden ja auch schon vorher in DM gezahlt. Die Schulden dieser VEB`s
- die eigentlich ja kerngesund waren - vervierfachten sich nun aber ebenfalls, da hier der größte Fehler bei der
Vereinigung zum tragen kam, denn es wurde für die DDR kein Schuldenschnitt vereinbart.

Den Rest erledigten dann die westdeutschen Banken, die die DDR Banken für einen Apel und ein Ei aufkauften,
damit aber auch die enormen Schuldverschreibungen einkassierten, für die, man höre und staune, mal wieder
die BRD laut Einigungsvertrag einstand, also mal wieder der Bürger als Steuerzahler.

Wenn mal einer ein Beispiel dafür haben will, dann suche ich das mal raus.

LG

Sparta

P.S. wäre vielleicht ein eigenes Thema wert, denn da zu habe ich lange recherchiert.
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Re: Der Bäcker, die DDR und das frische/altbackene Brot

Beitragvon pentium » 22. Juni 2014, 14:00

Ja mach ein eigenes Thema auf, sparta. Vielleicht haben wir zu dem Thema auch schon einen Thread? Treuhand, Altschulden, einfach mal die Suche beanspruchen.
Übrigens habe ich gerade ein Rezept für leckeren Kirchkuchen, falls jemand Bedarf hat...passt ja zum Thema!

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Re: Der Bäcker, die DDR und das frische/altbackene Brot

Beitragvon karnak » 22. Juni 2014, 14:12

Interessierter hat geschrieben:
Die Planwirtschaft ist einfach viel zu wenig flexibel, um rechtzeitig auf Veränderungen des Marktes reagieren zu können

Und das hätte ich schon gerne mal einleuchtend erklärt, warum das so sein soll, sozusagen gottgewollt und unvermeidlich.
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Re: Der Bäcker, die DDR und das frische/altbackene Brot

Beitragvon Spartacus » 22. Juni 2014, 14:17

karnak hat geschrieben:
Interessierter hat geschrieben:
Die Planwirtschaft ist einfach viel zu wenig flexibel, um rechtzeitig auf Veränderungen des Marktes reagieren zu können

Und das hätte ich schon gerne mal einleuchtend erklärt, warum das so sein soll, sozusagen gottgewollt und unvermeidlich.


Auf deine Art hast Du natürlich Recht Kristian, kann ich nachvollziehen, aber da sind wir halt im falschen Wirtschaftssystem,
wobei wir wieder bei der Ausgangslage angelangt wären. [shocked]

Wie hies das nochmal: Wir haben jede Menge Butter, aber kein Papier um sie einzuwickeln. [flash]

LG

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Re: Der Bäcker, die DDR und das frische/altbackene Brot

Beitragvon pentium » 22. Juni 2014, 14:27

Ja und dort wo man Papier hatte fehlte dann die Butter!

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Re: Der Bäcker, die DDR und das frische/altbackene Brot

Beitragvon Volker Zottmann » 22. Juni 2014, 14:32

Aber Eier gab es immer, außer wenn sie mal alle waren... [laugh]
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Re: Der Bäcker, die DDR und das frische/altbackene Brot

Beitragvon Spartacus » 22. Juni 2014, 14:35

Genau hier war das Problem, denn es war eigentlich alles ausreichend vorhanden, aber eben nicht überall gleich
verfügbar. Halt ein massives Logistikproblem, das die DDR nie in den Griff bekam.

Hätten die das hinbekommen, wäre es allen deutlich besser gegangen und wer weiß.....

LG

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Re: Der Bäcker, die DDR und das frische/altbackene Brot

Beitragvon Edelknabe » 22. Juni 2014, 16:28

Deswegen schrieb ich(nicht nur einmal) von den" Jäger und Sammlern" in dieser damaligen DDR. Du warst also immer auf Jagd, die Nase sinngemäß auf der Fährte,den Suchscheinwerfer vom P 601 in die vom Kohledunst satt geschwängerten Häuserschluchten gerichtet. Da, da huschte ein Schatten vorbei ( das war das Auslieferungsfahrzeug W50 lange Pritsche vom VEB Gemüsehandel Leipzig) und du sofort rein ins Auto und hinterher und der Scheinwerfer hielt Kontakt, du verlorst das Wild, die Hirschkuh einfach nicht aus den Augen.

Dein Puls schlug jenseits von Gut und Böse, nicht nur Der in der Hose stand, die Dinge des täglichen Bedarfes-Jagd ließen dich nicht eine Sekunde müde werden, Schlafen war gestern, erst wenn die Jagd erfolgreich war fiel man ins Bett nicht ohne vorher nochmal im Sammellager, der Garage im EW65, im Keller bei den Konserven oder was weiß ich denn nochmal die eroberten Objekte der Begierde zu betrachten, ihr goldenen Schimmer in der 200Watt Glühbirne von Narva glänzen zu sehen.

Heute ...langweilig, die einst so durchtrainierten Jäger und Sammler sind teilweise fett geworden,richtig bequem und träge, der Bauch schwabbert und schlabbert, hängt ihnen über den Hosenbund, das schmierige Haar glänzt von irgendwelchem Dreckszeug von Haargeel was Ihnen die Alterungs- und und Ihren Enkeln die Zeugungsgene versaut weil es über die Haut richtig tief einzieht.Vor maßlosem Überfluss und verlorener Entschlusskraft popeln Sie in der Nase, stützen sich auf den Einkaufswagen und blicken im Discounter umher als gäb es da irgendwo die alten spannenden Zeiten zu finden während die eigene Frau unten tief im Regal kramt, um eventuell noch ein Schnäppchen zu ergattern.

Sie beobachten amüsiert wie Ihr Dreieck vom Stringtanga zwischen den fülligen Arschbacken fast verschwindet....ne ne ich mach mal besser Schluss nicht das sich hier noch Einer selber erkennt?

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Re: Der Bäcker, die DDR und das frische/altbackene Brot

Beitragvon Spartacus » 22. Juni 2014, 16:40

Rainer, wenn meine Mutter Deinen Text hier lesen würde, dann würde sie dir eine langen, von wegen
Jäger und Sammler.

Früh um fünfe raus, Kinder fertig machen und dann in die Spur zum KIKA schicken. Mit dem Bus zur Arbeit, dann
16 Uhr schluß und los ging es, mit der verzweifelten Suche irgendwo was zu ergattern. Dann 18 Uhr total erschöpft
zu Hause und ran an den Herd, denn Vatern und die Kinder hatten Kohldampf. Nach dem Abwasch, dann endlich
um 20 Uhr schluß und sie fiel fix und fertig in den Sessel.

So sah es aus, das "erfüllte" Leben der modernen Frau im Sozialismus und da hatte es meine Mutter noch gut, denn
wir wohnten da ja in der Platte. Für die anderen Frauen kam dann noch der Ärger mit dem Heizen und waschen dazu.

LG

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Re: Der Bäcker, die DDR und das frische/altbackene Brot

Beitragvon Nostalgiker » 22. Juni 2014, 16:46

Und was machte der gleichberechtigte Vater so den ganzen langen Tag außer ein sich ein bisschen im Betrieb zu zeigen? War davon so erschöpft das er zu nichts mehr fähig war?

Übrigens war es ziemlich legitim zu sagen man gehe auf Nahrungssuche und nicht man gehe Einkaufen ......

Thoth
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Re: Der Bäcker, die DDR und das frische/altbackene Brot

Beitragvon Spartacus » 22. Juni 2014, 16:55

Thoth hat geschrieben:Und was machte der gleichberechtigte Vater so den ganzen langen Tag außer ein sich ein bisschen im Betrieb zu zeigen? War davon so erschöpft das er zu nichts mehr fähig war?

Thoth


Nee, der war dann beim pfuschen um die "Kriegskasse" aufzubessern und war auch nie vor 18 Uhr zu Hause.
Die Kriegskasse legte er in weiser Voraussicht an, da wir ja ein Haus bauen wollten.

Hatte halt jeder so seine Geschichte und meine Eltern waren ständig am malochen, wie alle die sich was
schaffen wollten. Dazu dann halt noch die "Annehmlichkeiten" des Sozialismus, so das gar keine Zeit mehr
übrig blieb. Als wir das Haus dann bauten, waren auch noch die Wochenenden im Arsch.

Tolle Zeit.

Sparta
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Re: Der Bäcker, die DDR und das frische/altbackene Brot

Beitragvon Edelknabe » 22. Juni 2014, 17:04

Es sind eben die sehr unterschiedlichen Erlebnisse ...von Frau,Ehefrau Werktätiger, Hausfrau und Mutter,dazu ihren Männern und zwar in dieser DDR. Willst du mich veralbern Spartacus" mit Wohnen in der Platte und dann total erschöpft usw.??????"

Entschuldigt, ich höre besser auf sonst artet der Fred aus, ich fasse es nicht,"Auserwählt für die Platte bei fließend warmen Wasser aus der Wand, eventuell noch mit Fahrstuhl?"

Rainer-Maria und Sohnemann dann noch mit den Staat aneinander geraten? Wie kam das denn bei dem Wohnluxus? Wenn dein Vater Abends die Beine(nach der Feierandarbeit) im Neubau lang machte dann ging der Rainer extra noch in den Keller Kohlen holen, Holz hacken, dazu noch paar hundert Meterschen um die Ecke für eine Ingenieurbude deren Büros auffüllen und zwar tagtäglich ,mit gut einen Dutzend Kohleneimerchen. Halt bloß die Luft an damals blutjunger Spartacus....
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Re: Der Bäcker, die DDR und das frische/altbackene Brot

Beitragvon Spartacus » 22. Juni 2014, 17:31

Rainer, vor der Platte hatten wir das selbe Vergnügen wie Du, also was regst du dich auf? [flash]

Kennst Du den Begriff " Lebenszeit"?

Denn die wurde dem gelernten DDR Bürger massenhaft gestohlen, da er irgend welchem Krempel,
der heute selbstverständlich ist, hinterher rannte.

Wenn Du das gut fandest, na bitte. [hallo]

LG

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Re: Der Bäcker, die DDR und das frische/altbackene Brot

Beitragvon icke46 » 22. Juni 2014, 17:49

Spartacus hat geschrieben:(...)
Früh um fünfe raus, Kinder fertig machen und dann in die Spur zum KIKA schicken.
(...)


Ist ja Wahnsinn - ihr seid damals wirklich schon zum KIKA geschickt worden [grins] ? Im Westen schickte man die Kinder da noch in den KIGA [laugh] .

Gruss

icke
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Re: Der Bäcker, die DDR und das frische/altbackene Brot

Beitragvon pentium » 22. Juni 2014, 17:51

Äh, gab es damals schon den Kinderkanal?
Langsam wundert mich in dem Thread überhaupt nicht's mehr!

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Re: Der Bäcker, die DDR und das frische/altbackene Brot

Beitragvon Spartacus » 22. Juni 2014, 18:00

icke46 hat geschrieben:
Spartacus hat geschrieben:(...)
Früh um fünfe raus, Kinder fertig machen und dann in die Spur zum KIKA schicken.
(...)


Ist ja Wahnsinn - ihr seid damals wirklich schon zum KIKA geschickt worden [grins] ? Im Westen schickte man die Kinder da noch in den KIGA [laugh] .

Gruss

icke


Du weist doch was ich meine Icke. Legste jetzt jeden Begriff auf die Goldwaage?

Und ja Pentium, die Threads entwickeln sich und im Gegensatz zu Dir finde ich das ganz normal, sprich
das macht mir nix aus.

Aber um aufs Thema zurück zu kommen, geht das nur mir so, das ich das gute DDR Brot so vermisse?

Also diesen Geschmack, diesen Duft, oder ist das typisch das "die gute alte Zeit" Denken?

LG

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Re: Der Bäcker, die DDR und das frische/altbackene Brot

Beitragvon icke46 » 22. Juni 2014, 18:11

Also, beim Brot kann ich nicht so mitreden als nur DDR-Besucher. Allerdings haben die Ost-Schrippen damals die West-Schrippen in Berlin geschmacklich um Längen übertroffen.

Keine Ahnung, ob man heute noch eine Chance hat, in Berlin sozusagen Ost-Schrippen zu bekommen - wenn die Rohlinge nun eh immer von Karnak geliefert werden [grins] . Nur bei Bockwürsten klappt das noch - eine Bockwurst auf dem Bahnhof Berlin-Lichtenberg schmeckt immer noch knackiger wie eine auf dem Bahnhof Zoologischer Garten.

OK, das letzte hatte nun nichts mit dem Bäcker zu tun, aber das musste mal raus [wink] .

Gruss

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Re: Der Bäcker, die DDR und das frische/altbackene Brot

Beitragvon Volker Zottmann » 22. Juni 2014, 18:23

Frisches einfaches Konsumbrot, das war ein Genuss!
Ziemlich nah ran kommt jetzt ein Brot von Netto. Dieses hält sich heute auch länger. Das hat uns ja Kristian schon erklärt, wieso.

Lustig war aus unserer damaligen Sicht, dass der württembergische Besuch immer mehrere Brote mitnahm und drüben dann einfror. Gerade dort, wo es doch unzählige Brotvarianten gab.... Heute kann ich das nachvollziehen.

Gruß Volker
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Re: Der Bäcker, die DDR und das frische/altbackene Brot

Beitragvon Sirius » 22. Juni 2014, 19:48

Das Problem mit den Kohleöfen, dem Kohleschleppen, dem Staub und der Asche gab es ja in den fünfziger und sechziger Jahren auch noch im Westen. Da waren die Öl-Zentralheizungen und durch Heizwerke versorgte Zentralheizungen in Mehrfamilienhäusern eben noch nicht vorhanden oder kaum vorhanden. Übrigens stammten in den siebziger und achtziger Jahren die Heizkörper der Zentralheizungen in Mehrfamilienhäusern im Westen oft aus DDR-Produktion. Die Haltbarkeit ließ zu wünschen übrig. Oft waren die schon nach 10 bis 15 Jahren durchgerostet und mußten ausgetauscht werden. Heute gibt es diese Fabrikate nicht mehr.

Was die Brote und Brötchen/Schrippen/Semmeln/Wecken betrifft, war doch der Unterschied zwischen West und Ost relativ gesehen nicht so groß gewesen. Ein größerer Unterschied war dagegen immer das Ausland, ob nun in Großbritannien oder Italien. Oder bei den Franzosen mit ihrem immer gleichen Baguette-Weißbrot... .
Ignoriertes Mitglied: Interessierter/AkkuGK1

Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.
George Santayana
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