Zwangsarbeit in DDR-Haftanstalten

Wie entwickelte sich die Wirtschaft der DDR, wie die der Bundesrepublik während der Teilung Deutschlands. Welche Anzeichen gab es für die Entwicklung? Was waren die Ursachen?
Hier der Bereich für alle wirtschaftlichen Themen.

Re: Tödliche Arbeitsbedingungen in Buna, Schkopau und Bitterfeld

Beitragvon karnak » 4. Juli 2015, 09:14

Volker Zottmann hat geschrieben:Umweltdreck Neukieritzsch.
Bei Westwind haben die nie was von Espenhain abbekommen. Logisch. Doch was lag westlich? Richtig! Der gesamte Tagebaudreck legte sich auf den Ort und zusätzlich Espenhains Dreckschleudern bei Ostwind und Inversionswetterlagen.

Gruß Volker

Nun hat es natürlich nichts damit zu tun aus welcher Richtung der Wind kam und wer den Dreck abbekam,ob ein Betrieb eine Dreckschleuder war oder nicht. [flash]
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Re: Tödliche Arbeitsbedingungen in Buna, Schkopau und Bitterfeld

Beitragvon Volker Zottmann » 4. Juli 2015, 09:19

karnak hat geschrieben:
Volker Zottmann hat geschrieben:Umweltdreck Neukieritzsch.
Bei Westwind haben die nie was von Espenhain abbekommen. Logisch. Doch was lag westlich? Richtig! Der gesamte Tagebaudreck legte sich auf den Ort und zusätzlich Espenhains Dreckschleudern bei Ostwind und Inversionswetterlagen.

Gruß Volker

Nun hat es natürlich nichts damit zu tun aus welcher Richtung der Wind kam und wer den Dreck abbekam,ob ein Betrieb eine Dreckschleuder war oder nicht. [flash]


Stimmt, aber nach Edelknabes Einlassung müsste ja Neukieritzsch Luftkurort gewesen sein. [flash]
Und ja, Mauer gab es in Ausbildung bis zum letzten Tag. In den WBKs nur noch Baufacharbeiter, doch die Denkmalpflege begriff selbst in der DDR, dass bald Fachkräftemangel bestehen würde und bildete wieder vermehrt Maurer aus.

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Re: Tödliche Arbeitsbedingungen in Buna, Schkopau und Bitterfeld

Beitragvon augenzeuge » 4. Juli 2015, 10:18

Ist schon irre, wie man heute selbst alten Einheimischen den früheren Dreck dieser Chemiewerke noch begründen muss. [denken]
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Re: Tödliche Arbeitsbedingungen in Buna, Schkopau und Bitterfeld

Beitragvon Nostalgiker » 4. Juli 2015, 10:32

Waren in um um Espenhain wirklich Chemiebetriebe oder doch mehr kohleverarbeitende Betriebe? Also Brikettfabriken, Kokereien, Kraftwerke ......?
Das hat ist nun nicht wirklich Chemieindustrie ......

Aber was interessieren Details wenn mal wieder so richtig unreflektiert über die DDR im allgemeinen und die "Doofis" an deren Spitze im besonderen herziehen kann.
Schön macht sich da auch dieses Schlagwort "Menschenverachtend". Gilt wohl nur für den damaligen Sozialismus, Umweltbelastungen oder Katastrophen in der "freien" Welt sind alles mögliche aber auf keinen Fall Ausdruck eines menschenverachtenden Systems .......

Diese hier vorgebrachte "Empörung" ist doch pure Heuchelei .....


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Re: Tödliche Arbeitsbedingungen in Buna, Schkopau und Bitterfeld

Beitragvon augenzeuge » 4. Juli 2015, 10:35

Schon gut, ist ja richtig. Ich meinte eher das gesamte Umfeld.

Bleibt die Frage, war der Sozialismus hier schon am Ende? Denn eine Wahl außer dichtmachen gabs ja nicht. Aber man entschied sich für den Untergang im Dreck.
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Re: Tödliche Arbeitsbedingungen in Buna, Schkopau und Bitterfeld

Beitragvon pentium » 4. Juli 2015, 10:40

Immer wieder Espenhain, es muss wie ein Zwang sein, die Foren Suche ergab 62 Treffer beim Suchbegriff "Espenhain", so findet man dann die Themen: Mölbis, früher und heute, Die ökologische Katastrophe in der DDR, Holzheizungen - Segen oder Fluch?, Kleingärten in der DDR, u.s.w.
und in all diesen Themen wurde die Umweltsituation von Espenhain angesprochen und diskutiert!

So haben wir erfahren, dass das Braunkohlenwerk im sächsischen Espenhain die schlimmste Dreckschleuder der Republik war.Wir erfuhren von phenolverseuchten Erdreich und von übel riechenden Teerseen. Man kann auch erfahren, dass damals die schwarz-gelblichen Rauchschwaden aus der Schwelerei selbst an schönen Sommertagen die Sonne nur bleiern scheinen liesen, wie durch einen Vorhang aus Zellophan.

Man kann auch nachlesen, dass Mölbis das schmutzigtse Dorf der DDR war. „Grau war das Kraftwerk. Braun war die Kohletrocknung. Schwarz war die Schwelerei“, erinnert sich Karl-Heinz Dallmann, der frühere Pfarrer von Mölbis. Heute sitzt Dallmann auf der Terrasse seines Hauses - und blickt auf ein verwandeltes Dorf.

Der Mauerfall vor 25 Jahren und der Untergang der DDR waren die Rettung für Mölbis. Kaum einen Kilometer Luftlinie lag der unglückliche Ort von den rauchenden Schloten entfernt. Südwestwind - und der wehte oft - brachte unvorstellbare Mengen Dreck nach Mölbis. „Wir hatten dann 300 Meter Sichtweite - und rundum war Sonnenschein.

Zitat vom Edelknaben:
Espenhain und dessen Brikettfabrik Volker....wo ging gleich nochmal dessen Winde hin, sagen wir zu 80%? Richtig, garantiert nicht nach Neukieritsch.Sondern nach Thräna rüber, das war die Grimmaer, Naunhofer Richtung quer übers Wäldchen Oberholz, war wohl auch der erste grüne Filter für deren Dreck...

Von welchem Thräna schreibst du eigentlich? Der Ort ist ein Ortsteil von Borna und liegt südwestlich von Espenhain und nicht in Richtung Grimma! Und ein Wäldchen als Filter für den Dreck? Soll das jetzt ein Witz sein, Rainer-Maria? Du kannst ja mal oben nachlesen, was so dein Dreck war und wo er niedergegangen ist! Mal von der verseuchten Erde und den Teerseen ganz zu schweigen!

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Re: Tödliche Arbeitsbedingungen in Buna, Schkopau und Bitterfeld

Beitragvon Nostalgiker » 4. Juli 2015, 10:49

Es ist nicht ursächlich "dem Sozialismus" anzulasten, das ist zu zwar im Trend der Zeit aber zu oberflächlich und etwas für Leute welche, wie einst Renft sang; ..." im Kopfe zu bequem sind!".

Falsche Wirtschaftspolitik und da speziell Investitionspolitik, in vielen Bereichen stand das Primat der Politik = Ideologie über der Ökonomie und damit wirtschaftlichen Notwendigkeiten.
Äußere und inner Zwänge; die Liste ließ sich beliebig erweitern.


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Re: Tödliche Arbeitsbedingungen in Buna, Schkopau und Bitterfeld

Beitragvon augenzeuge » 4. Juli 2015, 10:55

Thoth hat geschrieben:Es ist nicht ursächlich "dem Sozialismus" anzulasten....Falsche Wirtschaftspolitik und da speziell Investitionspolitik, in vielen Bereichen stand das Primat der Politik = Ideologie über der Ökonomie und damit wirtschaftlichen Notwendigkeiten.
Thoth


Natürlich ist dies der jahrelangen Praxis des real existierenden Sozialismus anzulasten!
Wann bitte hätte man man welche Summen hier investieren müssen? Diese Summen in der Größenordnung standen nie zur Verfügung!
AZ
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Re: Tödliche Arbeitsbedingungen in Buna, Schkopau und Bitterfeld

Beitragvon Volker Zottmann » 4. Juli 2015, 11:00

Tödlich waren die Lebensbedingungen im Harz keineswegs.
Doch hatten gerade wir Harzgeröder seit Ortsgründung bessere Tage erlebt, als seit Beginn der 1980er Jahre.
Die gesamte Pyrotechnik mit über 1200 Beschäftigten und der 3 km entfernte Ferienort Alexisbad wurden mit Heizöl über ein zentrales Heizwerk befeuert. Dieses war zuvor mal ein Kohleheizwerk. Aufgrund von einzusparenden Devisen entsann man sich, dass die Braunkohle ja auch warm macht. So wurde mit Millionenaufwand ein neues riesiges Rohbraunkohleheizwerk in Silberhütte gebaut, samt 120 m Schornstein. Dazu wurde die gesamte Kohle im Rollbockverkehr von Nordhausen über die Schmalspur der Selketalbahn kutschiert.
Der Rauch zog "bestens" ab. Silberhütte und Alexisbad im Tal blieben sauber. Ins 4km östliche Harzgerode aber, oberhalb des Tals, bliesen die Rußwolken seitdem tagtäglich, Sommer wie Winter. Alles war schwarz. Das wussten auch alle Verantwortlichen vorher. Und trotzdem war der Führung die Gesundheit der Bevölkerung völlig Schnuppe.
Das ist jetzt auch wieder kein Herziehen über die geliebte DDR, nein, das ist eine Bestandsaufnahme der letzten 10 Jahre DDR.

Das Erste was nach der Wende fiel, war der Schornstein. Es wurde renaturiert. Heute stehen dezentral kleine saubere Blockheizwerke.

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Re: Tödliche Arbeitsbedingungen in Buna, Schkopau und Bitterfeld

Beitragvon Nostalgiker » 4. Juli 2015, 11:06

augenzeuge hat geschrieben:
Thoth hat geschrieben:Es ist nicht ursächlich "dem Sozialismus" anzulasten....Falsche Wirtschaftspolitik und da speziell Investitionspolitik, in vielen Bereichen stand das Primat der Politik = Ideologie über der Ökonomie und damit wirtschaftlichen Notwendigkeiten.
Thoth


Natürlich ist dies der jahrelangen Praxis des real existierenden Sozialismus anzulasten!
Wann bitte hätte man man welche Summen hier investieren müssen? Diese Summen in der Größenordnung standen nie zur Verfügung!
AZ


Ach ja ich vergaß, du bist ja der spezielle Wirtschaftsexperte für die generelle Unfähigkeit des Sozialismus.
Wie hast du mal berichtet?
Deine tiefen Einsichten in die Wirtschaftspolitik bekamst du beim Fegen einer Werkhalle .......
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Re: Tödliche Arbeitsbedingungen in Buna, Schkopau und Bitterfeld

Beitragvon augenzeuge » 4. Juli 2015, 11:09

Thoth hat geschrieben:Deine tiefen Einsichten in die Wirtschaftspolitik bekamst du beim Fegen einer Werkhalle .......


Damit hast du dich selbst disqualifiziert. Bist und bleibst eben ein Dussel. [muede]
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Re: Tödliche Arbeitsbedingungen in Buna, Schkopau und Bitterfeld

Beitragvon karnak » 4. Juli 2015, 11:11

pentium hat geschrieben:Immer wieder Espenhain, es muss wie ein Zwang sein, die Foren Suche ergab 62 Treffer beim Suchbegriff "Espenhain",

Also bei mir ist es nur eine dunkle Erinnerung, wobei man dunkel durchaus wörtlich nehmen kann, und das weil ich regelmäßig durch diesen Ort gefahren bin und es einfach nur zum Fürchten fand.
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Re: Tödliche Arbeitsbedingungen in Buna, Schkopau und Bitterfeld

Beitragvon Nostalgiker » 4. Juli 2015, 11:14

augenzeuge hat geschrieben:
Thoth hat geschrieben:Deine tiefen Einsichten in die Wirtschaftspolitik bekamst du beim Fegen einer Werkhalle .......


Damit hast du dich selbst disqualifiziert. Bist und bleibst eben ein Dussel. [muede]
AZ


Werte ich dein an mich gerichtetes Dussel nun als fulminante Beleidigung oder möchtest du mir damit zu verstehen geben das dein Bericht über deine Einsichten und Erkenntnisse welche du über die DDR Wirtschaftspolitik beim kehren der Werkhalle angeblich eralangtest nur erstunken und erlogen ist und du in Wirklichkeit absolut keine Ahnung von Ökonomie so ganz im Allgemeinen und im speziellen von der 'Sozialistischen`hast?
Wie bedauerlich für dich.

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Re: Tödliche Arbeitsbedingungen in Buna, Schkopau und Bitterfeld

Beitragvon augenzeuge » 4. Juli 2015, 11:19

Thoth hat geschrieben: Werte ich dein an mich gerichtetes Dussel nun als fulminante Beleidigung.

Thoth


Nein, keine Beleidigung, eher mal die eindeutige Wahrheit!
Wenn du an einer sachlichen Diskussion auch nur ein geringes Interesse hättest, würdest du nicht nicht so einen Müll schreiben. Nun diskutiere nicht rum, sondern erkenne einfach deinen Fehler! [mad]

In die Region wurden 50 Milliarden Euro nach der Wende investiert, in Buna allein 7,5 Milliarden. Wann stand der DDR je diese Möglichkeit zur Verfügung?

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Re: Tödliche Arbeitsbedingungen in Buna, Schkopau und Bitterfeld

Beitragvon pentium » 4. Juli 2015, 11:37

Eigentlich müsste ja der Raubbau an der natürlichen Umwelt als typisches Merkmal des Kapitalismus gellten und nur der Imperialismus kennt die Umweltprobleme und natürlich gab es in der DDR bis 1989 offiziell keine gravierenden Umweltprobleme.
Für Wachstum und Dynamik, wurde die Umwelt ohne Skrubel zerstört.
Alleine durch den Rückgriff auf Braunkohle, die rund 70 Prozent der Primärenergie erzeugte, wurde die DDR zum größten Kohlendioxidverschmutzer in Europa.
Das galt auch für die Belastung mit Schwefeldioxid und Staub. Von der hohen Wasserverschmutzung in den industriellen Ballungsgebieten mit einer hohen Dichte an chemischen Betrieben konnte sich jeder damals selber überzeugen, man hatte in den Bezirken Leipzig, Karl-Marx-Stadt, Halle und Gera die höchsten Belastungsstufen leben.
Man hätte nach den von der UNO empfohlenen Grenzwerten einige Standorte – wie Bitterfeld und Espenhain – als nicht bewohnbar einstufen müssen.

Warum wohl erhielten Umweltdaten in der DDR die höchste Geheimhaltungsstufe...

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Re: Tödliche Arbeitsbedingungen in Buna, Schkopau und Bitterfeld

Beitragvon Nostalgiker » 4. Juli 2015, 12:19

Ich sag es doch keine Ahnung aber groß rumtröten.

Ansonsten nehme ich deine Begründung warum ich ein 'Dussel' bin; " eher mal die eindeutige Wahrheit!" dahingehend auf solch eine Feststellung ebenfalls zu treffen wenn User "...so einen Müll schreiben." Natürlich bei anderen Themen.
Ich gehe mal davon aus das die entsprechende Verwendung von 'Dussel' damit von dir freigegeben ist und gebilligt wird.
Danke für dieses Entgegenkommen von dir.

--------------------------------------------------

Ob es der Wirtschaft der DDR innerhalb von 25 Jahren gelungen wäre insgesamt 50 Milliarden für Sanierung und Renaturierung aufzubringen ist eine rein hypothetische Frage.

Es gibt das schöne allgemein gültige Sprichwort; wehret den Anfängen!
Bei einer vernünftigen, weitsichtigen Wirtschaftpolitik, schwerpunktmäßigen Investitionen, der Realisierung eines Umweltbewußtseins wie es sich seit Beginn der siebziger Jahre in einigen anderen Industrieländern entwickelte (davor haben sich auch diese Länder herzlich wenig um solche Lappalien wie Umwelt geschert) und der daraus abzuleitenden Konsequenzen wäre nicht verkehrt gewesen.
Da aber gerade Anfang der siebziger Jahre in der DDR ein politisch gewollter Kurswechsel in der Wirtschaftspolitik durchgesetzt wurde welche das Primat des Komsuns, egal für welchen Preis, favorisierte; siehe die propagierte sogenannte "Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik", welche letztendlich grundlegende ökonomische Prozesse für den "Sozialismus" als nicht relevant ansahen und meinte mit Optimismus und einer oder mehreren Kampagnen und/oder Wettbewerben sei das Problem irgendwann zu lösen irrte.
Ich bin der Auffassung das man die Industrieanlagen in dieser Region und da besonders die Braunkohle verarbeitende Industrie mit deutlich weniger finanziellen Aufwand im Ausgang der 60ger Jahre und zu Beginn der 70ger auf den damaligen neuesten Stand der Produktions- und Umwelttechnik hätte bringen können statt sie bewußt auf Verschleiß zu fahren mit der Idee im Hinterkopf, wenn sie Zusammengefallen sind bauen wir schicke neue Werke.
Nur wie das hätte finanziert werden sollen, wenn selbst laufende Instandhaltungsinvestitionen nicht genehmigt wurden.....

In der DDR sank die Akkumulationsrate, analog wäre es die Investitionsrate, auf einen prozentualen Anteil im Jahr den keine Wirtschaft auf dieser Welt über einen langen Zeitraum durchhält ohne das es gefährlich im Gebälk knirscht ......
Dafür stiegen Subventionen und die "Füllung" für die zweite Lohntüte wie sie genannt wurde weiter stetig an was zusätzlich zur Folge hatte das die Leistungsbereitschaft, sprich Arbeitsproduktivität, fast stagnierte.
Wozu Leistung wenn ich vieles auch für 'Nasses' bekomme .....

Insgesamt sind das letztendlich die Auswirkungen des starr übernommenen sowjetischen, zentralistisch geregelten Wirtschafts- und Planungsmodells stalinistischer Prägung in welchem eine sogenannte Tonnenideologie herrschte.
Hauptsache wir stellen die geplanten X Einheiten einer Sache her und der "Plan" ist erfüllt, ob das Produkt wirklich von der Industrie gebraucht oder vom Konsumenten erwartet wurde, wen interessiert es .....

Als allerdings Anfang bis Mitte der 80ger Jahre die Auswirkungen dieser verfehlten Wirtschaftspolitik sichtbar und sprichwörtlich ruchbar wurden fehlte wirklich das Geld für grundlegende Investitionen und es wurde weiterhin Flickschusterei betrieben, immer in der Hoffnung das Dreck und Rost alles zusammen hält.
Und wenn der finanziell und von den Wirtschaftskapazitäten so potente Westen bereits 25 Jahre braucht um das alles wieder auf Vordermann zu bringen, sollte nach deine Experten-Auffassung, Augenzeuge, etwa die DDR das Problem innerhalb von 5 Jahren stemmen?
Albern!

Und die Rekultivierung und Sanierung ist noch nicht abgeschlossen. Wobei es sich bei der Sanierung meist um Abriss handelte ohne adäquate Ersatzindustrie zu schaffen .....
Ohne oder ganz wenig Industrie erzeugt man auch blauen Himmel und frische Luft .....
Die noch dort lebenden haben als Arbeitslose und/oder Vorruheständler jetzt genug Zeit beides zu genießen. Zu wesentlich mehr reicht es auch nicht .....

Das mal anrißartig zum etwas weiteren Thema von dem das Dussel wie du meinst nicht die Bohne einer Ahnung hat.


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PS.: pentium, die DDR hat nicht aus Jux und Dollerei auf Braunkohle unter anderem als Energierträger zurückgreifen müssen. Das hat seine Ursache in einem ziemlich komplizierten ökonomischen Geflecht. Die DDR Wirtschaft war nie autark, wie keine ernsthafte Industrienation eine völlig autarke Wirtschaft haben kann.
Wenn es bereits Anfang der Siebziger die Windradtechnologie gegeben hätte, in den Achtzigern hätte jeder Pionier und FDJler in der DDR sein persönlich zu betreuendes Windrad gehabt ....... [crazy]
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Re: Tödliche Arbeitsbedingungen in Buna, Schkopau und Bitterfeld

Beitragvon pentium » 4. Juli 2015, 12:41

Thoth hat geschrieben:
PS.: pentium, die DDR hat nicht aus Jux und Dollerei auf Braunkohle unter anderem als Energierträger zurückgreifen müssen. Das hat seine Ursache in einem ziemlich komplizierten ökonomischen Geflecht. Die DDR Wirtschaft war nie autark, wie keine ernsthafte Industrienation eine völlig autarke Wirtschaft haben kann.
Wenn es bereits Anfang der Siebziger die Windradtechnologie gegeben hätte, in den Achtzigern hätte jeder Pionier und FDJler in der DDR sein persönlich zu betreuendes Windrad gehabt ....... [crazy]



Jux und Tollerei waren es sich nicht, Thoth. Eher ein geplatzte Traum. War es nicht so, dass die DDR ab Mitte der 1960er-Jahre mit einem unerschöpflichen Strom von Erdöl aus der Sowjetunion rechnete. In Erwartung dieses Erdöls zu Freundschaftspreisen wurde nicht nur die chemische Industrie umgestellt. Ölkraftwerke sollten die Energie liefern, und man legte Brikettfabriken still, die Maschinen wurden demontiert und verschrottet. Und nach dem Bau der "Drushba-Trasse", der Erdölleitung "Freundschaft", schien die Zeit der Braunkohle vorbei.
Doch dann kam die Ölkrise 1973 und die DDR musste das Öl beim "großen Bruder" plötzlich zum Weltmarktpreis kaufen. Dafür fehlte aber das Geld.
Ergo wurde wieder auf die auf heimische Rohbraunkohle umgestellt.

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Re: Tödliche Arbeitsbedingungen in Buna, Schkopau und Bitterfeld

Beitragvon Edelknabe » 4. Juli 2015, 12:58

Threna hieß das Nest,also ohne "ä" entschuldige aber sowas von auch liebster Pentium. Also nimm besser die Karte denn es liegt Luftlinie über Mölbis drüber Richtung Naunhof. Und da machten die Rauchschwaden von Espenhain meistens hin. Denn ich lasse mir kein H wie Hinterharz noch N wie Neukieritsch vor einem E wie Espenhain madig machen, schon gar nicht "von so einem Hinterharzer Hinterwäldler" wie unserem Volker.

War natürlich Humor Volker, "du mein spezieller Freund."

Und das N. ein Luftkurort war, davon hatte ich nix getextet, im Gegenteil, und ich kenne N. recht gut aus der DDR-Zeit.Kann zu dem Ort paar köstliche und auch ne ganz traurige Geschichte erzählen, werde das später mal machen.

Rainer-Maria außerdem bin ich Einheimischer siehe Leipzig und Umgebung, werde wohl die ganzen Ecken kennen, habe da mit der Nase buchstäblich im Dreck gelegen und gearbeitet, lebe aber trotzdem noch.
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Re: Tödliche Arbeitsbedingungen in Buna, Schkopau und Bitterfeld

Beitragvon Volker Zottmann » 4. Juli 2015, 13:03

Edelknabe, mach bloß nicht zuviel Humor! [flash]

Ich lag eben vor Lachen schon neben dem Computer...
dabei will ich doch zur Stippvisite heute Nacht gesund an die Ostsee gelangen. Berlin heute, habe ich der Hitze wegen schon ausfallen lassen.

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Re: Tödliche Arbeitsbedingungen in Buna, Schkopau und Bitterfeld

Beitragvon Edelknabe » 4. Juli 2015, 13:18

Wir sind zwar voll OT aber der geht: Schon das Grinsen auf deinem Gesicht Volker, das auf dem Avatar, da bekomme ich irgend wie immer recht zwiegespaltene Gedanken. Die eine Seite meint: "Nimm den Kerl nicht für voll, denn das ist nur ein Schauspieler wie in die Hochglanzmagazine. Weil, die grinsen auch immer so in die Paparazzilinse".

Jetzt kommt die andere Seite: "Ne Rainer, der Schauspieler hin und her, aber unterschätze ihn nicht, weil, den Fehler machst du nur einmal"

Rainer-Maria wieder weil...... schon der Thoth musste da Federn lassen so Potsdam beim Bier....oder besser dann danach.Aber wir Zwei Volker, darauf kannst du heute schon einen lassen, wir Zwei trinken irgendwann paar Bierchen......das bekomme ich hin, versprochen.
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Re: Tödliche Arbeitsbedingungen in Buna, Schkopau und Bitterfeld

Beitragvon Nostalgiker » 4. Juli 2015, 13:25

pentium, du irrst leicht.
Die "DDR" rechnete nicht wie du launig formulierst mit " einem unerschöpflichen Strom von Erdöl aus der Sowjetunion", sondern diese Mengen waren ganz normal ausgehandelt. also ein Geschäft Ware gegen Ware.

Richtig hingegen ist das die SU einseitig die bereits vertraglich vereinbarten Liefermengen kürzte und ihr Erdöl lieber auf dem freien Markt verkaufte.

Auch gab es keine "Freundschaftspreise", sondern die Preise für das Erdöl waren an den Weltmarktpreisen angelehnt, allerdings immer festgeschrieben für 3 oder 4 Jahre.
Als 1973 die sogenannte Erdölkrise auf dem internationalen Markt grassierte, kürzte die SU wie bereits erwähnt die vereinbarten Lieferungen um Größenordnungen ohne aber den Preis zu senken. Statt dessen wurde ein neuer Festpreis auf Grundlage des aktuellen Rohölpreises festgesetzt und das wiederum für mehrere Jahre. Nachdem der Rohölpreis kurz danach in den Keller ging zahlte die DDR für gut 20% weniger Rohöl im Jahr einen Preis an die SU, dafür hätten westliche Multis wohl freiwillig auch noch die Pipeline in die DDR gebaut, und aus dem "Vertrag" kam die DDR nicht heraus ......
Aber wie das so ist unter Brüdern .......

Außerdem nahm die SU der DDR es mächtig übel das sie die Prozesse der tiefen Spaltung des Rohöls beherrschte um aus den Zwischenergebnissen tolle chemische Produkte herstellten konnte welche sich auf dem Weltmarkt gut verkaufen ließen ....

Um aus dem herrschenden Debakel halbwegs herauszukommen, das lukrative Geschäft mit den Ölspaltprodukten nicht zu gefährden und das die Energieerzeugung nicht den Bach heruntergeht, reaktivierte man hektisch und im "bewährten" Gießkannenprinzip die Energieerzeugung aus Rohbraunkohle. Mit den bekannten aber damals nicht bedachten Folgen.
Der Bau der Kernkraftwerke dümpelte ebenfalls vor sich hin weil auch da die SU als Hauptlieferant der Technik eine gewaltige Paranoia an den Tag legte in der Form das sie meinte sie liefere ihre geheime Hochtechnologie direkt an den Klassenfeind .....

Es sind also nicht vorrangig hausgemachte Probleme gewesen, generelles Unvermögen oder so.
Das in diesem Zusammenhang zögerliche und falsche Entscheidungen getroffen wurden ist bekannt ober besser wurde "danach" bekannt als jeder der damals Verantwortlichen dem Anderen die Schuld in die Schuhe zu schieben.
Aber das muß ein spezielles Politiker-Gen sein, Heutzutage ist das nicht besser, eher schlimmer.


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Re: Tödliche Arbeitsbedingungen in Buna, Schkopau und Bitterfeld

Beitragvon pentium » 4. Juli 2015, 13:40

Siehe zum Thema Ölkrise auch den Thread: "Die Ölkrise hat das Ende der DDR beschleunigt", welcher seit 2013 kaum Beachtung findet.

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Re: Tödliche Arbeitsbedingungen in Buna, Schkopau und Bitterfeld

Beitragvon pentium » 4. Juli 2015, 14:04

Edelknabe hat geschrieben:
Rainer-Maria außerdem bin ich Einheimischer siehe Leipzig und Umgebung, werde wohl die ganzen Ecken kennen, habe da mit der Nase buchstäblich im Dreck gelegen und gearbeitet, lebe aber trotzdem noch.


Nun geht es aber eigentlich hier im Thema weniger um den Dreck in dem du mit der Nase gelegen hast, Rainer-Maria und eigentlich auch nicht um Espenhain. Sondern um richtige Chemiekombinate, eben Buna, Schkopau und Bitterfeld. Und da wärst du vielleicht nicht nur in den Dreck gefallen, mit deiner Nase, Rainer-Maria. Es hätte auch Salpetersäure oder Nitratsalz sein können oder eben jener Quecksilberdampf aus dem Anfang des Themas.
Vielleicht wäre dir auch dein Betrieb um die Ohren geflogen, so wie im Chemiekombinat Bitterfeld am 11. Juli 1968, als im PVC-Betrieb ein Autoklav explodierte. Austretendes Vinylchlorid entzündete sich und tötete 42 Menschen. 210 wurden verletzt.

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Re: Tödliche Arbeitsbedingungen in Buna, Schkopau und Bitterfeld

Beitragvon Volker Zottmann » 4. Juli 2015, 14:10

Edelknabe hat geschrieben:Wir sind zwar voll OT aber der geht: Schon das Grinsen auf deinem Gesicht Volker, das auf dem Avatar, da bekomme ich irgend wie immer recht zwiegespaltene Gedanken. Die eine Seite meint: "Nimm den Kerl nicht für voll, denn das ist nur ein Schauspieler wie in die Hochglanzmagazine. Weil, die grinsen auch immer so in die Paparazzilinse".

Jetzt kommt die andere Seite: "Ne Rainer, der Schauspieler hin und her, aber unterschätze ihn nicht, weil, den Fehler machst du nur einmal"

Rainer-Maria wieder weil...... schon der Thoth musste da Federn lassen so Potsdam beim Bier....oder besser dann danach.Aber wir Zwei Volker, darauf kannst du heute schon einen lassen, wir Zwei trinken irgendwann paar Bierchen......das bekomme ich hin, versprochen.



Wärst Du nicht so ein "elender Geheimniskrämer", dann hätte das schon geklappt, als ich von Dresden kam. Du erwartest doch aber nicht ernsthaft, dass ich das ganze Muldental nach Dir absuche. Adresse per PN genügt.
Dieser Tage treffe ich wieder einen netten User. Dieser hat auch keine Berührungsängste....

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Re: Tödliche Arbeitsbedingungen in Buna, Schkopau und Bitterfeld

Beitragvon Edelknabe » 4. Juli 2015, 14:16

Ja ja Pentium, Unfälle auch schwere mit tragischem Ausgang gab es auch im Westen in deren Chemieindustrie. Könnte auch sein, das deren Anlagen etwas sauberer waren, trotzdem hatte es mächtig geknallt....und die Zahl der Toten war wohl wesentlich höher....wars nicht in der BASF?

Wollte damit nur mal anmerken, das solche Unfälle von den jeweiligen gesellschaftlichen Verhältnissen völlig unabhängig sind.

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Re: Tödliche Arbeitsbedingungen in Buna, Schkopau und Bitterfeld

Beitragvon Volker Zottmann » 4. Juli 2015, 14:23

@pentium, was der Thoth da zum Erdöl antwortete, stimmt ja wohl.
Mir stellt sich nur die Frage, warum der Russe sich selbst den Ast absägte, auf dem er samt seiner Vasallen saß?
Warum musste beginnend nach der "Ölkrise" der Preis für den Ostblock hoch geschraubt werden? Um den Sozialismus weiter zu festigen, wäre es doch sinnvoller gewesen, alle die UdSSR umgebenden Satelliten mit billigstem Erdöl zu versorgen. Nur so hätte doch was erstarken können, was statt dessen seit 1970 am Absterben war. Der RGW hatte doch keine Preisbindung an den internationalen Märkten, die er weiterreichen musste!

Hat die DDR denn keine Ferngläser "Karl Zeiss Jena" exportiert? Die hätten der Weitsicht dienen können. [laugh]

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Re: Tödliche Arbeitsbedingungen in Buna, Schkopau und Bitterfeld

Beitragvon pentium » 4. Juli 2015, 14:34

Edelknabe hat geschrieben:Ja ja Pentium, Unfälle auch schwere mit tragischem Ausgang gab es auch im Westen in deren Chemieindustrie. Könnte auch sein, das deren Anlagen etwas sauberer waren, trotzdem hatte es mächtig geknallt....und die Zahl der Toten war wohl wesentlich höher....wars nicht in der BASF?

Wollte damit nur mal anmerken, das solche Unfälle von den jeweiligen gesellschaftlichen Verhältnissen völlig unabhängig sind.

Rainer-Maria


Hier mal der Unfall!

Der Chemieunfall in Bitterfeld war einer der folgenschwersten Industrieunfälle in der DDR, bei dem 42 Personen nach einer Vinylchlorid-Explosion im elektrochemischen Kombinat Bitterfeld am 11. Juli 1968 den Tod fanden und über 200 verletzt wurden.

Chronologie des Unfalls

Am Morgen des 11. Juli entdeckten Arbeiter des Chemiekombinats Bitterfeld an einem der zwölf Autoklaven für die PVC-Produktion undichte Stellen. Während der Frühschicht gelang es nicht, die leckgeschlagenen Stellen zu reparieren, weshalb der bereits mit 4 t befüllte Autoklav entleert wurde, um eine Dichtung am Manometer auszutauschen. Trotz der narkotisierenden Wirkung war es ein geläufiges Verfahren, in solchen Fällen gasförmiges Vinylchlorid abzulassen.

Um 14:02 Uhr kam es zu einer Explosion des Gases. Noch in Muldenstein, einer 6 km entfernten Gemeinde, gingen Fensterscheiben zu Bruch. Von den 57 Arbeitern in der PVC-Halle waren 42 sofort tot, über 200 andere Personen wurden verletzt, als die Detonationswelle große Teile des Kombinats beschädigte und zerstörte.

Unter Lebensgefahr konnte einer der Arbeiter im Trümmerfeld 17 Autoklaven an der Explosion hindern, was noch größere Schäden verhinderte.

Wegen des weiter auströmenden Vinylchlorids konnte drei Tage lang nicht mit Schneidbrennern gearbeitet werden; die Bergungsarbeiten der Rettungsmannschaften mussten mit bloßen Händen und einfachem Gerät durchgeführt werden.

Nach dem Unglück wurde das Werk nicht wieder aufgebaut, stattdessen wurde die Produktion vollständig nach Schkopau zum Buna-Kombinat verlagert.

Folgen

Nach dem Unglück wurden in der DDR die Regelungen zum Arbeitsschutz und Brandschutz deutlich verschärft, was in der Folge bis 1971 zu zehn neuen Verordnungen führte. Bitterfeld führte zu dem Umdenken, dass nicht einzig der Produktionsplan eingehalten werden muss, sondern neben dem Arbeits-, Gesundheits- und Brandschutz auch ökologische Belange wichtig sind. Aus dieser Erkenntnis ergab sich das 1970 beschlossene Landeskulturgesetz. Trotzdem gab es in den folgenden Jahren weiter Störfälle in hoher Zahl, häufig ausgelöst durch den Verschleiß von Produktionsanlagen. Die Untersuchungen der Staatsanwaltschaften ergaben dabei oft Fahrlässigkeit und Gleichgültigkeit als Ursache von Havarien.

quelle:
http://www.chemie.de/lexikon/Chemieunfa ... rfeld.html

Es wurde auf Verschleiß gefahren Rainer-Maria! Und der Arbeitsschutz wurde nicht eingehalten! Und komme nicht immer mit deinen Begründungen, dass es im Westen ja auch solche Unfälle gegeben hat! Ja hat es, aber bestimmt nicht weil man mit Anlagen aus der Zeit des Kaiserreichs gearbeitet hat und unter allen Umständen den Plan erfüllen musste oder wollte...!
Und wenn du schon zu Unfällen bei der BASF kommst, dann bitte eine genaue Angabe und nicht diese Orakelform....wars nicht in der BASF?

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Re: Tödliche Arbeitsbedingungen in Buna, Schkopau und Bitterfeld

Beitragvon augenzeuge » 4. Juli 2015, 16:33

Thoth hat geschrieben:von dem das Dussel wie du meinst nicht die Bohne einer Ahnung hat.


Fangen wir mal mit diesem Zitat an. Du bist kein Dussel, weil du keine Ahnung hast, das sehe ich auch so nicht und habe es nie gesagt, du bist für mich einer in diesem Fall, weil du zuvor etwas bewusst falsch unterstellst, von dem du selbst weißt, dass es Unsinn ist. Kein 19jähriger kann das im Detail.

Aber es ist korrekt, ich hatte in diesem Alter „etwas“ erkennen können, was mich zur Überzeugung führte, dort weg zu müssen, etwas was dir erst später verständlich bzw. bewusst wurde, das liegt immer an persönlichen Erlebnissen und ist keinesfalls abwertend gemeint.

Zu deinen Gründen:
Es ist nichts neues, Thoth, was du hier erzählst. Weder deine mittlerweile langweilenden Feststellungen, dass andere eh keine Ahnung von der Materie haben, noch deine angeblichen Fakten, mit welchen du das System Sozialismus versuchst als Ursache seines Scheiterns zu entlasten, treffen den Grund.

In dieser Sache denken wir beide absolut unterschiedlich. Du siehst die überwiegende Schuld an Fehlentscheidungen bestimmter Personen. Ich dagegen sehe die Schuld am System, welches nicht ermöglichte, flexibel und vorausschauend auf Krisen des Weltmarktes reagieren zu können, welches gleichzeitig den Freund und Bruder abküsste, von welchem man gleichzeitig wirtschaftlich erpresst und in den Hintern getreten wurde und sich dafür noch bedankte.

Und ich bin auch ganz sicher, da du meinst, eh die Weisheit der anderen zu übertreffen, du schreibst es indirekt selbst, ich nie. Hierin unterscheiden wir uns übrigens auch.

Dir ist sicher bekannt, dass man hier in D 1991 überrascht war, dass man überhaupt Investoren für die Chemiestandorte gefunden hatte, oder?
Die 50 Milliarden waren später für die Region notwendig, um überhaupt in den Standorten bestehen zu können. Schlaue Ex-DDR Experten meinten, ein kleiner Bruchteil hätte es auch getan….lachhaft. Geh mal nicht von aus, dass der Kapitalist auch gern Milliarden sparen würde.

Wenn man 20 Jahre früher in der DDR mit Investitionen angefangen hätte, wäre es billiger geworden. Aber auch eine Milliarde hatte man dafür nicht! Das ist das Dilemma des realen Sozialismus, er war selbst dann noch zu schwach, die richtigen Entscheidungen zu treffen, als er das Volk einsperrte und es ihm nicht mehr weglaufen konnte. Ja welche Bedingungen müssen denn noch erfüllt sein, damit er funktioniert?

So ahnungslos sind doch nicht einzelne Leute, dass sie nicht wissen, dass Anlagen wie in Buna/Leuna, deren Maschinen aus den 20er Jahren teilweise kamen, nicht mal 1960 verbessert werden mussten. Auch nicht 1980! Wieviel Leute sollen denn hier falsch entschieden haben??

Zur Ölkrise.
Die DDR hatte den riesigen Vorteil, da sie unmittelbar gar nicht von der Krise negativ betroffen war. Aufgrund der 5jährigen Ölpreisbindung konnte sie noch Jahre massiv Produkte aus Öl günstig herstellen und gegen Devisen veräußern. Zu gleichen Zeit musste man in der BRD das zig fache für Öl ausgeben! Die DDR hatte einen Vorteil, den sie nicht für Investitionen nutzte. Ja, man meinte noch, das geht so ewig weiter. Hier zeigte das System seinen größten Fehler. Es überschätzte sich selbst, vermutlich konnte jeder wirtschaftliche Irrsinn ideologisch wieder gradegebogen werden, so dass er bestehen konnte. Das war eindeutig systemursächlich. Trotz Ölkrise war ursprünglich für die 70er Jahre eine langfristige Modernisierung der DDR-Energieversorgung auf der Grundlage von Erdöl und Erdgas vorgesehen!! Man wollte sich vom Kapitalismus loskoppeln, ihn überholen, und was machte man- man machte die gleichen Fehler nochmals!

Erst Anfang der 80er Jahre, als man an die UdSSR den angepassten Preis bezahlen musste, jeder Realist hätte das schon früher erwartet (nach der ersten Ölkrise blieb der Preis billiger als der Weltmarktpreis), wachte man auf. Aber was tat man? Wichtiger als Investitionen war aus Prestigegründen ein eigener Microchip, den man noch zuvor aus Südkorea stehlen musste….und als man ihn verändert präsentierte, lag er um Jahre dem Stand der Technik zurück. Und wie teuer wurde dies für die DDR? Inklusive der Entwicklungen 50 Milliarden, die man in den Sand gesetzt hatte.

Man wirtschaftete ohne Kompromisse, einige wussten damals schon, dass man das System an die Wand fuhr. Mindestens 7 Jahre vor 89. Auch hier zeigte sich der reale Sozialismus, der sich so benahm, wie es der am Ende stehende Imperialismus in den Geschichtsbüchern der DDR eigentlich sollte.
So viel dazu als Begründung, warum die Entwicklung systembedingt war.
AZ
Freiheit ist ein Gut, das durch Gebrauch wächst und durch Nichtgebrauch dahinschwindet. Keiner darf für sich den Besitz der Wahrheit beanspruchen, sonst wäre er unfähig zu Kompromiß und überhaupt zu Zusammenleben.
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Re: Tödliche Arbeitsbedingungen in Buna, Schkopau und Bitterfeld

Beitragvon Nostalgiker » 4. Juli 2015, 17:25

Weißte was mich sehr stört?
Deine arrogante, selbstgefällige Art, gepaart mit der Selbstüberschätzung der absolute Durchblicker zu sein.

Wenn du schreibst;"Und ich bin auch ganz sicher, da du meinst, eh die Weisheit der anderen zu übertreffen, du schreibst es indirekt selbst, ich nie. Hierin unterscheiden wir uns übrigens auch." ist das nichts weiter als eine haltlose Unterstellung deinerseits und deine selbstverliebte Selbstwahrnehmung.

Deine Arroganz; ich schreib mal nicht noch 'Ahnungslos' dazu; verleitet dich auch zu folgender Feststellung; " sehe die Schuld am System, welches nicht ermöglichte, flexibel und vorausschauend auf Krisen des Weltmarktes reagieren zu können,".
Erstmal gingen ein Großteil der Polit/Ideologie - Theoretiker im Ostblock und da besonders in der SU von der These eines eigenständigen sozialistischen Weltmarktes aus der neben dem 'Kapitalistischen' existierte.
Diese denke war Primat und warum sollte ein eigenständiger Weltmarkt auf etwas reagieren was ihn nicht tangierte?
Das diese Überlegungen und der sich daraus abgeleitete Standpunkt sich als Irrtum erwies stellte sich spätestens in den Achtzigern heraus.

Ein System wird letztendlich von Menschen gemacht!
Und in der SU hatten die selbsternannten Gralshüter des Marxismus das sagen wobei der größte Witz an der Sache ist das Breshnew mal meinte Marx nie gelesen zu haben.
So gut wie die Menschen, ich meine fachlich und theoretisch, so gut kann auch ein System sein und dann kann es auch entsprechend reagieren.

Leider war es so, geschichtlich bedingte Entwicklung erst in der SU, dann in den übrigen Ostblock Ländern führten dazu dass das geistige und menschliche Mittelmaß durch Anpassung den sogenannten Aufstieg schaffte und demzufolge dankbar denen gegenüber war die ihnen dies ermöglicht hatten. Sie hätten es nie gewagt, und waren auch teilweise nicht dazu fähig, neue wirtschaftliche Ideen zu unterstützen wenn sie nicht im Sinne des Apparates gewesen wären.
Die Stagnation der Breschnew Zeit zeichnete sich doch vor allem dadurch aus das es schön war wie es war, jedenfalls für einen Teil der Funktionärskaste.
An diesem Zustand rütteln?
Gar durch das Primat der Ökonomie? Das hätte doch Heerscharen von Funktionären in die Bedeutungslosigkeit katapultiert.


Da du wie es scheinst den Grund kennst warum der Sozialismus oder besser das was uns als Sozialismus propagandistisch verkauft wurde scheiterte, nenne ihn doch einfach!
Denn bis jetzt lese ich von dir in dieser Beziehung nur mystisches Gebräu dunkler Ahnungen und okulter Vermutungen. Fakten mein Lieber, Fakten und zwar solche die nicht aus einer deiner Lieblingspropagandaschmieden stammen.

Thoth
Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich gerne hätten.

Eindeutigkeit der Absicht wurde bei ihm zur Zweideutigkeit des Handelns
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Re: Tödliche Arbeitsbedingungen in Buna, Schkopau und Bitterfeld

Beitragvon Kumpel » 4. Juli 2015, 17:45

Thoth hat geschrieben:
...................................
Der Bau der Kernkraftwerke dümpelte ebenfalls vor sich hin weil auch da die SU als Hauptlieferant der Technik eine gewaltige Paranoia an den Tag legte in der Form das sie meinte sie liefere ihre geheime Hochtechnologie direkt an den Klassenfeind .....
..........................

Thoth


Der Bau des Kernkraftwerkes in Niedergörne dümpelte aus verschiedenen Gründen dahin, allerdings nicht weil die Russen die Technik nicht liefern wollten.
Die Russen konnten teils aus technischen Gründen nicht liefern aber sie war teilweise auch schon gefertigt und wurde in der Sowjetunion bereits getestet.
Pfusch am Bau , Geld und Arbeitskräftemangel sorge für einen nur schleppenden Baufortschritt auf Seiten der DDR.
„Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.“
Francis Picabia
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