Mangel an Wirtschaftsgütern und die Mangelwirtschaft in der DDR

Wie entwickelte sich die Wirtschaft der DDR, wie die der Bundesrepublik während der Teilung Deutschlands. Welche Anzeichen gab es für die Entwicklung? Was waren die Ursachen?
Hier der Bereich für alle wirtschaftlichen Themen.

Re: Mangel an Wirtschaftsgütern und die Mangelwirtschaft in der DDR

Beitragvon ratata » 27. Mai 2013, 21:01

In der DDR gab es mal einen Topp Scherenwagenheber , auch mein Bekannter hat sich auch so auf dieses Teil gefreut ,in der IFA- Vertriebsstätte konnte ich mal einen bekommen. ratata
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Re: Mangel an Wirtschaftsgütern und die Mangelwirtschaft in der DDR

Beitragvon augenzeuge » 27. Mai 2013, 21:06

ratata hat geschrieben:In der DDR gab es mal einen Topp Scherenwagenheber , auch mein Bekannter hat sich auch so auf dieses Teil gefreut ,in der IFA- Vertriebsstätte konnte ich mal einen bekommen. ratata


Genau, den hier.....

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Re: Mangel an Wirtschaftsgütern und die Mangelwirtschaft in der DDR

Beitragvon pentium » 28. Mai 2013, 07:17

Mal was aus der Trabi-Welt zum Thema "Wagenheber"

http://www.trabi-welt.de/html/body_wagenheber_.html

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Re: Mangel an Wirtschaftsgütern und die Mangelwirtschaft in der DDR

Beitragvon Volker Zottmann » 28. Mai 2013, 12:37

Mein Vater hatte damals eine Kippvorrichtung. Ähnlich der von Pentium gezeigten Böcke. Dann brauchte es 2 oder 3 kräftige Leute, und der ganze Karren wurde seitlich gekippt. Ohne Kurbelmechanik. Das gabs zu kaufen, wenn es das zu kaufen gab... [wink]

Gruß Volker
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Re: Mangel an Wirtschaftsgütern und die Mangelwirtschaft in der DDR

Beitragvon Edelknabe » 28. Mai 2013, 17:15

Nix mit zwei drei kräftige Leute Volker, das konnte mein Vater ganz alleine(und Tausende Andere ebenfalls) und der war schon nicht der Kräftigste. Zur Absicherung der Karre in der richtigen Schräge gabs noch dazu lange Böcke und somit konnte gefahrlos am Unterboden geschraubt und gepinselt oder gesprüht bzw. anderweitig gewerkelt werden. Im Übrigen war die DDR ein Land der "Selbermacher" siehe was den Trabant und andere Fahrzeugtypen betraf.

Hatten halt keine zwei linken Hände die vielen Leutchen.Gelernte DDR-Bürger eben.

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Danke Pentium, hast dem alten Theoretiker Interessierten mal bißchen gezeigt, was Phase war in der tollen Autoschrauberwelt der DDR.
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Re: Mangel an Wirtschaftsgütern und die Mangelwirtschaft in der DDR

Beitragvon Wosch » 28. Mai 2013, 17:39

Edelknabe hat geschrieben:Nix mit zwei drei kräftige Leute Volker, das konnte mein Vater ganz alleine(und Tausende Andere ebenfalls) und der war schon nicht der Kräftigste. Zur Absicherung der Karre in der richtigen Schräge gabs noch dazu lange Böcke und somit konnte gefahrlos am Unterboden geschraubt und gepinselt oder gesprüht bzw. anderweitig gewerkelt werden. Im Übrigen war die DDR ein Land der "Selbermacher" siehe was den Trabant und andere Fahrzeugtypen betraf.

Hatten halt keine zwei linken Hände die vielen Leutchen.Gelernte DDR-Bürger eben.

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Danke Pentium, hast dem alten Theoretiker Interessierten mal bißchen gezeigt, was Phase war in der tollen Autoschrauberwelt der DDR.



Mit den "Selbermachern" muß ich Dir recht geben, ich hatte es mir in der DDR auch immer selber gemacht!! [laugh] [zunge] [blush]
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Re: Mangel an Wirtschaftsgütern und die Mangelwirtschaft in der DDR

Beitragvon Wosch » 28. Mai 2013, 17:56

Das "Gute" an der Mangelwirtschaft war, daß man nie überlegen brauchte ob man kaufte oder nicht, man nahm einfach was man kriegen konnte, wenn es was gab und sicherheitshalber hatte man immer seinen "Dederonbeutel" dabei. Zur Not konnte man den immer noch zum Nachhauseschleppen des immer reichlich vorhandenen weißen und braunen "Fusels" gebrauchen, wenn man dann frustig über das Mangel-Angebot aus der Kaufhalle kam.
Nein, ich will die DDR nicht schlecht machen, was die Mangelwirtschaft betraf: sie war es einfach.
Schönen Gruß aus Kassel, der die DDR in frühen als auch in späten Zeiten erlebt hatte und der nicht alles glauben kann, was ihm so mancher Ehemaliger auf die Nase binden wollte. [hallo]
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Re: Mangel an Wirtschaftsgütern und die Mangelwirtschaft in der DDR

Beitragvon Edelknabe » 28. Mai 2013, 18:39

Siehe dein Textauszug Wolfgang:

"Schönen Gruß aus Kassel, der die DDR in frühen als auch in späten Zeiten erlebt hatte und der nicht alles glauben kann, was ihm so mancher Ehemaliger auf die Nase binden wollte."

Ich schrieb das schonmal Wolfgang. Das Ganze kam wahrscheinlich daher, weil du nach deiner wilden Flucht über die GÜST Horst nie in der BRD richtig Fuß gefasst hattest ( siehe ne eigene Familie und die Kinder)und dich zu damaliger Zeit als Junggeselle eben mehr im Osten, in der DDR bei deiner Familie herumgedrückt hast. Deswegen auch die Unterstützertour für deinen Bruder, der einfach nicht nach nem "Berufsverbot" wieder in die normale Arbeit fand siehe seinen Beruf. "Er war wohl einfach nicht in der Lage, was unter seiner Qualifikation auszuüben, um seinen normalen Lebensunterhalt zu bestreiten".

Aber da war ja der Bruder Wolfgang mit viel......viel Zeit.

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Re: Mangel an Wirtschaftsgütern und die Mangelwirtschaft in der DDR

Beitragvon Volker Zottmann » 28. Mai 2013, 19:14

@Edelknabe,
Als mein Vater mit seinem Schwager den Trabi kippten, war ich etwa 15. Habe selbst beim Kippen des Heiligtums nie mithelfen sollen. Daher meine Beobachtungen. Im übrigen hat mein Vater mit halber Lunge auch nur mehr angefasst als gehoben. Du magst da recht haben.
Dann kam ein Marmeladenglas gefüllt mit Altöl oder Graphit auf den Omega-Staubsauger samt Aufsatz und das Öl wurde unter den Wagen gesprüht. Danach ging es dann über staubigste Feldwege, damit eine knietschige Fettmasse am Auto klebte. Ach so, die Räder haben die vorher wieder dran geschraubt. [wink] (eh dumme Fragen kommen.)

Gruß Volker
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Re: Mangel an Wirtschaftsgütern und die Mangelwirtschaft in der DDR

Beitragvon Huf » 28. Mai 2013, 19:43

Möchte mich hier nicht aufdrängeln, aber die von Volker beschriebene Unterboden- Pflege kenne ich auch noch, es muss tatsächlich gewirkt haben... [laugh]

VG Huf [hallo]
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Re: Mangel an Wirtschaftsgütern und die Mangelwirtschaft in der DDR

Beitragvon Dille » 28. Mai 2013, 20:12

Edelknabe hat geschrieben: Wenn man es vielleicht so angehen könnte, das die kleine DDR ja uns Brüder und Schwestern West konsumistisch mit durchgeschleppt hatte mit dem vielen Export an hochwertigen Konsumgütern.....


Ach neee @Edelknabe, nicht schon wieder......

Kanns'te nicht mal akzeptieren, daß bestimmte Waren dort gekauft werden, wo 'se einfach am Billigsten sind ?? Und wenn die DDR nicht am Billigsten IKEA- Möbel hätte produzieren können, dann wäre IKEA eben weitergewandert, z.B. nach Rumänien (war'n 'se ja) oder nach Timbuktu.
Aber nee @Edelknabe, mir kommen bald die Tränen, "..uns durchgeschleppt...", das hat dann wohl selbst den FJS so in seiner bayerisch- antikommunistischen Seele gerührt, daß er noch 'n Kredit vermittelt hat, wo wir eh' schon nix hatten.... (und dann noch in wertlosen DM....)

Aber aus lauter Dankbarkeit für's Durchschleppen kanns'te Dich in Potsdam mit mir auf'n Bier zusammensetzen --- ich bin ja immer dankbar für die Vermittlung eines klaren Klassenstandpunkts !

Noch immer uneinsichtig, Dille
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Re: Mangel an Wirtschaftsgütern und die Mangelwirtschaft in der DDR

Beitragvon augenzeuge » 28. Mai 2013, 20:28

Dille hat geschrieben: Ach neee @Edelknabe, nicht schon wieder......


[flash] [laugh] Ich glaube, hier ist der Edelknabe härter als die Mauer..... Ist ja fast wie politisches Kabarett hier. [grins]
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Re: Mangel an Wirtschaftsgütern und die Mangelwirtschaft in der DDR

Beitragvon SkinnyTrucky » 28. Mai 2013, 20:50

Dille hat geschrieben:das hat dann wohl selbst den FJS so in seiner bayerisch- antikommunistischen Seele gerührt, daß er noch 'n Kredit vermittelt hat, wo wir eh' schon nix hatten....


Dille, wer weiss, es war möglich garkein Kredit oder eher andersrum, vielleicht hat der Frans Josef ja auch nur eine Tilgungsrate überwiesen und dann noch mal.... [laugh]

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Re: Mangel an Wirtschaftsgütern und die Mangelwirtschaft in der DDR

Beitragvon Edelknabe » 29. Mai 2013, 06:59

Sag mal Dille, kannst du nicht mal meine Texte in Ruhe reifen lassen statt sie immer nach ner Ewigkeit ans Forumslicht zu zerren und madig machen zu wollen. Das muss dir doch stets einen inneren Hochgenuss bereiten, zumal sich der Forumschor dann wie auf Signal mit reinhängt und den Rainer am nächsten Baum sinngemäß mit Textgejohle aufknüpft.

Wenn noch Einer hier Interesse hat, das ich als Sparringspartner mit Verzögerungsfaktor zur Verfügung stehen sollte bitte drei Monate nachher anmelden, damit wir dann paar alte Texte vom Rainer zerfetzen können.

Rainer-Maria und einen guten Regentag allen ins Forum
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Re: Mangel an Wirtschaftsgütern und die Mangelwirtschaft in der DDR

Beitragvon SkinnyTrucky » 29. Mai 2013, 08:34

Edelknabe hat geschrieben:Rainer-Maria und einen guten Regentag allen ins Forum


Ups, hier is wohl heut nacht jemand nass geworden.... [flash]

Schöne Grüsse aus dem sonnigen Süden....die ehemaligen Gastarbeiter sind fast alle wieder in talien Rainer Maria....es gibt in Westdeutschland keine spottbilligen hochwertigen Konsumgüter *Made In GDR* mehr....darum.... [laugh]

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Re: Mangel an Wirtschaftsgütern und die Mangelwirtschaft in der DDR

Beitragvon Wosch » 29. Mai 2013, 16:44

Edelknabe hat geschrieben:Siehe dein Textauszug Wolfgang:

"Schönen Gruß aus Kassel, der die DDR in frühen als auch in späten Zeiten erlebt hatte und der nicht alles glauben kann, was ihm so mancher Ehemaliger auf die Nase binden wollte."

Ich schrieb das schonmal Wolfgang. Das Ganze kam wahrscheinlich daher, weil du nach deiner wilden Flucht über die GÜST Horst nie in der BRD richtig Fuß gefasst hattest ( siehe ne eigene Familie und die Kinder)und dich zu damaliger Zeit als Junggeselle eben mehr im Osten, in der DDR bei deiner Familie herumgedrückt hast. Deswegen auch die Unterstützertour für deinen Bruder, der einfach nicht nach nem "Berufsverbot" wieder in die normale Arbeit fand siehe seinen Beruf. "Er war wohl einfach nicht in der Lage, was unter seiner Qualifikation auszuüben, um seinen normalen Lebensunterhalt zu bestreiten".

Aber da war ja der Bruder Wolfgang mit viel......viel Zeit.

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Wenn hier Einer noch nicht richtig Fuß gefaßt hast, dann bist Du es doch. Du, der auch heute noch seinen geliebten Russenbaustellen und seinem zusammengeklauten Teil vom "Volkseigentum" nachtrauerst, willst Dich hier wohl als Maß aller Dinge aufspielen. Nur weil ich nicht möchte daß sich die Admin´s zu sehr bemühen müssten, unterlaß ich die Antwort, die der Deinen gerecht werden würde.
Aus Kassel, Wosch.
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Re: Mangel an Wirtschaftsgütern und die Mangelwirtschaft in der DDR

Beitragvon Interessierter » 5. Juni 2013, 10:18

Jedoch an Alkohol mangelte es in der " Mangelgesellschaft " nie ! Qualitätsschwankungen beim Bier und ein schmales Angebot an Wein, der in der Regel importiert werden mußte, waren die einzigen Kümmernisse der Verbraucher. Mit dem Ergebnis, daß Bier kurz nach dem Kauf getrunken werden mußte. Wein blieb über all die Jahre ein Nischengetränk. Die DDR aber entwickelte sich zum Branntweinland.

Erst kürzlich sagte ein Freund aus Sachsen zu mir: " Gedanklich ich mir immer den Magen verrenk - wenn ich an den " Blauen Würger " denk.
Mit diesem billigen klaren Gesöff, soff sich die DDR den Kommunismus schön, erklärte er mir lachend. [laugh]

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Auch aus Steinen die einem in den Weg
gelegt werden,
kann man was schönes bauen
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Re: Mangel an Wirtschaftsgütern und die Mangelwirtschaft in der DDR

Beitragvon karnak » 5. Juni 2013, 13:01

Sei Dir sicher,den blauen Würger hat nun wirklich keiner getrunken,zumindest nicht pur,höchstens "veredelt",oder er hing eben schon an der Nadel.Was das Hochprozentische anging,da gab es schon ein paar bessere Alternativen.
" Denn sie hassen am Andersdenkenden nicht nur die andere Meinung, zu der er sich bekennt,sondern auch die Vermessenheit, selbst urteilen zu wollen. Was sie ja doch selbst nie unternehmen und im Stillen sich dessen bewusst sind."
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Re: Mangel an Wirtschaftsgütern und die Mangelwirtschaft in der DDR

Beitragvon Wosch » 5. Juni 2013, 15:03

karnak hat geschrieben:Sei Dir sicher,den blauen Würger hat nun wirklich keiner getrunken,zumindest nicht pur,höchstens "veredelt",oder er hing eben schon an der Nadel.Was das Hochprozentische anging,da gab es schon ein paar bessere Alternativen.

Da meinst Du sicher den 32 prozentigen weinbrandhaltigen GOLDKRONE mit, den edlen Braunen für den besonderen Anlass!!! [laugh]
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Re: Mangel an Wirtschaftsgütern und die Mangelwirtschaft in der DDR

Beitragvon Nov65 » 5. Juni 2013, 15:12

karnak hat geschrieben:Sei Dir sicher,den blauen Würger hat nun wirklich keiner getrunken,zumindest nicht pur,höchstens "veredelt",oder er hing eben schon an der Nadel.Was das Hochprozentische anging,da gab es schon ein paar bessere Alternativen.

Hi @karnak, das mit dem Nichttrinken vom Blauen Würger stimmt aber nicht. Was meinst Du, wie der auf Baustellen gesoffen wurde. Ich habe im Nebenberuf viel gemauert. Runter mit dem Zeug, er war schön billig und immer zu haben.
Privat griff man etwas tiefer in die Tasche.
Gruß, Andreas
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Re: Mangel an Wirtschaftsgütern und die Mangelwirtschaft in der DDR

Beitragvon karnak » 5. Juni 2013, 15:34

Wosch hat geschrieben:
karnak hat geschrieben:Sei Dir sicher,den blauen Würger hat nun wirklich keiner getrunken,zumindest nicht pur,höchstens "veredelt",oder er hing eben schon an der Nadel.Was das Hochprozentische anging,da gab es schon ein paar bessere Alternativen.

Da meinst Du sicher den 32 prozentigen weinbrandhaltigen GOLDKRONE mit, den edlen Braunen für den besonderen Anlass!!! [laugh]

Z.B.War in jedem Fall schon mal besser als der"blaue Würger",der ja ein Klarer war.Auch da hätte man auf Besseres zurückgreifen können.
Die Goldkrone dürfte so das Niveau von Cantre gehabt haben.
Übrigens die Marke"Goldkrone"ist von Hardenberg,Niedersachsen übernommen worden und die produzieren den heute noch erfolgreich. [grin]
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Re: Mangel an Wirtschaftsgütern und die Mangelwirtschaft in der DDR

Beitragvon karnak » 5. Juni 2013, 15:38

Nov65 hat geschrieben:
karnak hat geschrieben:Sei Dir sicher,den blauen Würger hat nun wirklich keiner getrunken,zumindest nicht pur,höchstens "veredelt",oder er hing eben schon an der Nadel.Was das Hochprozentische anging,da gab es schon ein paar bessere Alternativen.

Hi @karnak, das mit dem Nichttrinken vom Blauen Würger stimmt aber nicht. Was meinst Du, wie der auf Baustellen gesoffen wurde. Ich habe im Nebenberuf viel gemauert. Runter mit dem Zeug, er war schön billig und immer zu haben.
Privat griff man etwas tiefer in die Tasche.
Gruß, Andreas

OK.,gemauert habe ich eher weniger in meinem Leben.Jedenfalls, wo ich beim Trinken bei war gab es das Zeug nicht.Und das war nicht nur zu Mfs-Jahrestagsfeiern. [wink]
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Re: Mangel an Wirtschaftsgütern und die Mangelwirtschaft in der DDR

Beitragvon Spartacus » 5. Juni 2013, 18:21

Wir haben in der Disco immer Mokka Edel gesoffen.

Mit Schuß, war dann ein bisserl Kaffeseahne mit drinne. [laugh]

Bähhh....mir klebt heute noch der Mund [grins]

LG

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denn es gibt ja noch zum Glück, als Beruf die Politik.
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Re: Mangel an Wirtschaftsgütern und die Mangelwirtschaft in der DDR

Beitragvon Volker Zottmann » 5. Juni 2013, 18:49

karnak hat geschrieben:Übrigens die Marke"Goldkrone"ist von Hardenberg,Niedersachsen übernommen worden und die produzieren den heute noch erfolgreich. [grin]


Der scheint aber nicht mehr so gut zu sein, schaut mal auf den Preis! Viel viel billiger ist der als früher. [laugh]
Lange bevor der Goldkrone uns das Geld aus der Tasche zog, bin ich als Lehrling schon täglich "Weinbrand Verschnitt" zu 10,45 Mark die 0,7er Granate holen gewesen. Um 1969 oder 70 wird es gewesen sein, als die Preise dann kräftig erhöht wurden. Dann kostete der gleiche Fusel 14,40 Mark und war genauso teuer wie ein Kasten Bier.

Gruß Volker
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Re: Mangel an Wirtschaftsgütern und die Mangelwirtschaft in der DDR

Beitragvon Nov65 » 5. Juni 2013, 19:16

Jetzt schau ich nicht nach, ob der Goldbrand schon dran war. Wenn bei uns jemand ein Eigenheim baute, fuhr er wie viele andere nach Berlin und holte sich mehrere Kisten Goldbrand. Diese wiederum wurden fern von der "Hauptstadt der DDR" entweder auf dem Bau gesoffen oder gegen irgendeine Mangelware getauscht. Auf der Bauversorgung(VEB) schob man die Pappkiste Goldbrand unter dem Tisch durch und verhandelte mit dem betreffenden Sachbearbeiter/Verkäufer über die Menge Zement, nicht abermehr ob man diesen bekam.
Das waren schon beschi..ene Zeiten. Erniedrigung hier,Sich-Bücken da.
Gruß, Andreas
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Re: Mangel an Wirtschaftsgütern und die Mangelwirtschaft in der DDR

Beitragvon vs1400 » 5. Juni 2013, 22:10

Nov65 hat geschrieben:Jetzt schau ich nicht nach, ob der Goldbrand schon dran war. Wenn bei uns jemand ein Eigenheim baute, fuhr er wie viele andere nach Berlin und holte sich mehrere Kisten Goldbrand. Diese wiederum wurden fern von der "Hauptstadt der DDR" entweder auf dem Bau gesoffen oder gegen irgendeine Mangelware getauscht. Auf der Bauversorgung(VEB) schob man die Pappkiste Goldbrand unter dem Tisch durch und verhandelte mit dem betreffenden Sachbearbeiter/Verkäufer über die Menge Zement, nicht abermehr ob man diesen bekam.
Das waren schon beschi..ene Zeiten. Erniedrigung hier,Sich-Bücken da.
Gruß, Andreas


es hatte aber auch was positives Andreas,
der bauherr wusste noch was am bau los war und verbaut wurde. [wink]
heute investieren viele ne masse geld und haben dann mehr probleme als vorher.

gruß vom Torsten [hallo]
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Re: Mangel an Wirtschaftsgütern und die Mangelwirtschaft in der DDR

Beitragvon Nov65 » 6. Juni 2013, 07:55

Natürlich, Torsten,
der Bauherr war auch meist der Bauausführende. Vielleicht klingt das auf unsere West-Geborenen provokant, aber ein DDR-Mann hatte handwerklich 'ne Menge drauf. Musste er auch, denn auf Handwerker konnte er lange warten und die Piepen für's Bauen hatte er auch nicht.
Wer sein Eigenheim in der DDR gebaut hat, kennt aus eigenem Erleben die ganze Misere mit der Beschaffung von Baumaterial und Handwerkern. Ich denke noch an die Beschaffung von Heizkörpern. Rund um die Garnisonstädte der Sowjetarmee wurde mit den "Russen" gehandelt.Die bauten die Heizkörper sogar aus ihren Wohngebäuden aus.
Aber insbesondere Heizungsmonteure handelten diesen Goldstaub.Für 1 Rippe bezahlte ich damals 45 Mark.
Gruß, Andreas
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Re: Mangel an Wirtschaftsgütern und die Mangelwirtschaft in der DDR

Beitragvon Wosch » 6. Juni 2013, 19:31

karnak hat geschrieben:.................Die Goldkrone dürfte so das Niveau von Cantre gehabt haben..........................


Aber den Unterschied zwischen einem "32 %igem weinbrandhaltigem Getränk" und einem 36 %igen Weinbrand scheinst Du hoffentlich schon zu kennen, oder? Ein "Gesöff" mit dieser Aufschrift auf dem Etikett wie bei der "Goldkrone" hätte noch nicht einmal der härteste Chantre-Trinker hier angefaßt. Was die "Niveaugleichheit" betrifft, sollte man schon Beide getrunken haben und nicht nur vom Hörensagen ausgehen.
Schönen Gruß aus Kassel. [hallo]
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Re: Mangel an Wirtschaftsgütern und die Mangelwirtschaft in der DDR

Beitragvon SkinnyTrucky » 6. Juni 2013, 20:01

Wolfgang....du konntest West- und Ostmark auch nich 1:1 tauschen....du musst einfach den gängigen Wechselkurs mit berücksichtigen und ich denke, das hat der Kristian schon getan in seinem Getränkevergleich....

....verstehste.... [wink]

groetjes

Mara, die auch schonmal kräftig von diesem Chantré-Äquivalent umgerechnet probiert hat....aber da kam es damals nur auf die Dröhnung ansich an....
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Re: Mangel an Wirtschaftsgütern und die Mangelwirtschaft in der DDR

Beitragvon Wosch » 6. Juni 2013, 20:41

SkinnyTrucky hat geschrieben:Wolfgang....du konntest West- und Ostmark auch nich 1:1 tauschen....du musst einfach den gängigen Wechselkurs mit berücksichtigen und ich denke, das hat der Kristian schon getan in seinem Getränkevergleich....

....verstehste.... [wink]

groetjes

Mara, die auch schonmal kräftig von diesem Chantré-Äquivalent umgerechnet probiert hat....aber da kam es damals nur auf die Dröhnung ansich an....




Aber mal ganz im ernst, wie hießen denn die wirklich guten Tropfen aus der DDR, wo gab es die und was kosteten sie???? Aber bitte nur Die, die mit dem entsprechendem "Niveau", Karnak.
Schönen Gruß aus Kassel. [blush]
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