Luftfahrt in Ost und West

Wie entwickelte sich die Wirtschaft der DDR, wie die der Bundesrepublik während der Teilung Deutschlands. Welche Anzeichen gab es für die Entwicklung? Was waren die Ursachen?
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Re: Luftfahrt in Ost und West

Beitragvon HPA » 15. Februar 2019, 11:42

Airbus muss ein bestimmten Anteil der staatlichen Entwicklungskostendarlehen pro verkauftem Flugzeug zurück zahlen. es könnte guit sein, dass diese Summe in 2021 bei nahe null liegt.

Der A-380 ist für Airbus ein Zuschussgeschäft. War ja bei Boing nicht anders. Die wären an der 747 fast zugrunde gegangen.

Aber gut , ich stecke da nicht mehr so drin. Meine Mitarbeit endete bei MSN-007. War trotzdem ne schöne Zeit.Auch in Toulouse.

Da die Tools ja jetzt nicht verschrottet, sondern konserviert und eingelagert werden, könnte ich mir gut vorstellen dass der Dampfer mal als Frachter wieder auflebt wenn Bedarf da ist. Das wird man allerdings zuerst mit den Kisten machen,welche man irgendwann aus der Passage ausphast.

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Re: Luftfahrt in Ost und West

Beitragvon CaptnDelta » 15. Februar 2019, 12:11

HPA hat geschrieben:Airbus muss ein bestimmten Anteil der staatlichen Entwicklungskostendarlehen pro verkauftem Flugzeug zurück zahlen. es könnte guit sein, dass diese Summe in 2021 bei nahe null liegt.
Ok, aber hatte man nicht mit einer bei weitem groesseren Zahl von produzierten Flugzeugen gerechnet, und diesen Abschlag pro verkauftem Flugzeug entsprechend geringer kalkuliert? Oder war der Abschlag auf eine fixe Nummer von verkauften Fliegern gerechnet, welche bis 2021 so einigermassen 'nausgeht?

HPA hat geschrieben:Der A-380 ist für Airbus ein Zuschussgeschäft. War ja bei Boing nicht anders. Die wären an der 747 fast zugrunde gegangen.

Das stimmt, die haben ihre Firma auf die 747 verwettet. Vielleicht war man auch deswegen eher zurueckhaltend, als Airbus in den 90ern den 3XX mit Boeing zusammen bauen wollte.

HPA hat geschrieben:Aber gut , ich stecke da nicht mehr so drin. Meine Mitarbeit endete bei MSN-007. War trotzdem ne schöne Zeit.Auch in Toulouse.

Da die Tools ja jetzt nicht verschrottet, sondern konserviert und eingelagert werden, könnte ich mir gut vorstellen dass der dampfer mal als Frachter wieder auflebt wenn bedarf da ist. Das wird man allerdings zuerst mit den Kisten machen,welche man irgendwann aus der Passage ausphast.

Why not

Wird die Lebenszeit nicht nach "Cycles" abgerechnet? Und kann man die als Frachter so umbauen, das der Frachtraum "uncompressed" ist und von daher die Lebenszeit verlaengert? Gibt's sowas?

Ich koennte mir vorstellen das die Dinger bis zum Ende ihrer "Cycles" als Passagiertransport laufen, weil's in der Groessenordnung in absehbarer Zeit nix neues geben wird.
Mal sehen,

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Re: Luftfahrt in Ost und West

Beitragvon HPA » 15. Februar 2019, 12:30

Ok, aber hatte man nicht mit einer bei weitem groesseren Zahl von produzierten Flugzeugen gerechnet, und diesen Abschlag pro verkauftem Flugzeug entsprechend geringer kalkuliert? Oder war der Abschlag auf eine fixe Nummer von verkauften Fliegern gerechnet, welche bis 2021 so einigermassen 'nausgeht?


Ich hab die Zahl der kalkulierten Flieger bis Vollkostendeckung nicht mehr im Kopf. es waren aber auf alle Fälle mehr als die avisierten 300.

Der Listenpreis ist ja auch nur ein "asking price" In der Realität gehen die Kisten teilweise nur für die Hälfte weg.

Wird die Lebenszeit nicht nach "Cycles" abgerechnet? Und kann man die als Frachter so umbauen, das der Frachtraum "uncompressed" ist und von daher die Lebenszeit verlaengert? Gibt's sowas?

Ich koennte mir vorstellen das die Dinger bis zum Ende ihrer "Cycles" als Passagiertransport laufen, weil's in der Groessenordnung in absehbarer Zeit nix neues geben wird.
Mal sehen,


Lebenszeit wird nach Landecyclen und Blockzeiten oder Flugzeiten gerechnet.

Selbstverständlich kann man in einen Passagierdampfer ein großes Loch sägen und da eine Frachttür einbauen. Dieser Frachtraum ist dann auch bedruckt.

Compressed auf uncompressed zurück rüsten wäre mir nicht bekannt. Die Beluga Frachträume sind uncompressed aber das war von vornherein so vorgesehen. Da soll ja auch nur Blech und Plastik von A nach B geflogen werden

Es gibt sogar in Dt eine Firma welche sich auf solche Frachterumbauten spezialisiert hat [wink]
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Re: Luftfahrt in Ost und West

Beitragvon Spartacus » 16. Februar 2019, 15:45

Aber gut , ich stecke da nicht mehr so drin. Meine Mitarbeit endete bei MSN-007.


Bei der Meldung musste ich gleich an dich denken, aber gut, wenn du schon raus bist, um so besser für dich. [hallo]

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Re: Luftfahrt in Ost und West

Beitragvon Interessierter » 18. Januar 2021, 10:07

Hier ein weiterer Bericht zum DDR - Düsenjet " 152 ":

Meilensteine der Luftfahrt
Die Geschichte des DDR-Düsenjets "152"


Am 4. Dezember 1958 hob mit der „152“ das erste deutsche Verkehrsflugzeug mit Strahlantrieb zu seinem Erstflug ab. Angestachelt von weltpolitischem Ehrgeiz und dem festen Glauben an die Fortschrittskraft des Sozialismus wollte die „kleine“ DDR das beginnende Zeitalter der Düsenverkehrsflugzeuge mitgestalten und – trotz ihrer durch Krieg und Reparationslasten begrenzten Ressourcen – der kapitalistischen Konkurrenz die Stirn bieten. Doch mit dem Absturz des Prototyps beim 2. Probeflug wurde bald das Ende der DDR-Luftfahrtindustrie eingeläutet.

Bild
Vorbereitung auf den
Erstflug der 152 V-1
am 4. Dezember 1958


Der Aufbau einer eigenen Luftfahrtindustrie in der DDR begann Anfang 1952 in aller Stille mit der Bildung einer Sonderabteilung („Materialamt“) auf dem oberhalb der Stadt Pirna gelegenen Sonnenstein. Einen wesentlichen Anstoß hierfür gab die bevorstehende Rückkehr zahlreicher Luftfahrt-Spezialisten, die nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges zur „Wissensabschöpfung“ in die Sowjetunion verbracht worden waren.

Der Bericht geht hier weiter:
http://geschichtspuls.de/art1233-vor-50 ... enjets-152
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Re: Luftfahrt in Ost und West

Beitragvon Interessierter » 22. Februar 2021, 12:45

Wen es interessiert, ergänzend dazu auch das Nachstehende:

Flugzeugwerke Dresden Baade 152

Bild
Flugzeugwerke Dresden Baade 152 V4 (Archiv: Eberhard Kranz)

Die Flugzeugwerke Dresden Baade 152 war das erste deutsche Düsenverkehrsflugzeug, die Maschine war nicht ausgereift genug, um es zu einer Fluggesellschaft zu schaffen.

Die umfangreichen Erläuterungen dazu findet man hier:
http://www.fliegerweb.com/de/reports/Ge ... de+152-162

Evtl. eine interessante Seite für Menschen, die sich für den Luftverkehr interessieren.
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Re: Luftfahrt in Ost und West

Beitragvon HPA » 22. Februar 2021, 12:56

die Maschine war nicht ausgereift genug


Die war nicht nur nicht ausgereift die war auch konstruktiv hoffnungslos veraltet
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Re: Luftfahrt in Ost und West

Beitragvon Nostalgiker » 22. Februar 2021, 16:59

Das Flugzeug gab es, neben vielen Anderen, zu seiner Zeit auch als Plastik-Modellbausatz.
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin

Freiheit ist nur ein anderes Wort dafür, dass man nichts zu verlieren hat. Janis Joplin
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