Wie teuer war der Alltag in der DDR

Wie entwickelte sich die Wirtschaft der DDR, wie die der Bundesrepublik während der Teilung Deutschlands. Welche Anzeichen gab es für die Entwicklung? Was waren die Ursachen?
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Re: Wie teuer war der Alltag in der DDR

Beitragvon Beethoven » 13. September 2016, 08:28

Die §§ 24 - 28 des BauGB regeln Vorkaufsrechte von Gemeinden gegenüber Verkäufern von Immobilien.

Darunter fällt auch das "preislimitierte" Vorkaufsrecht. Das ist nichts anderes, als eine Enteignung von privatem Eigentum durch die Gemeinde, wenn diese entsprechend § 24 BauGB das Recht dazu hat.

Beispiel was mir gerade vorliegt.
Der Eigentümer eines Endgrundstück in einer Sackgasse, welches er gerade verkaufen will, soll 72 qm an die Gemeinde abgeben, damit dort ein Wendeplatz errichtet werden kann. Der Bodenrichtwert beträgt in der Lage 115 €/qm. Die Gemeinde, die das Recht hat das Teilgrundstück zu erwerben, weil das Grundstück innerhalb eines Gebietes liegt, für das ein gültiger Bebauungsplan besteht (§ 24 (1) BauGB), will aber nur 15 € pro qm zahlen.

Als was darf man denn das bezeichen? Und das ist gültige Gesetzeslage.

Gruß
Demokratie ist die Notwendigkeit, sich gelegentlich den Ansichten anderer Leute zu beugen.
Sie ist die schlechteste aller Staatsformen, ausgenommen alle anderen.

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Quo quisque stultior eo magis insolescit, gelle Herr F.?

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Dein Charakter ist das, was Du wirklich bist, doch Dein Ruf ist nur das, was andere von dir halten.
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Re: Wie teuer war der Alltag in der DDR

Beitragvon Interessierter » 13. September 2016, 08:53

Was hat das mit dem Alltag in der DDR zu tun ? Du kannst ja gerne ein neues Thema eröffnen, aber zerschieße hier bitte nicht das Thema.
Niemand hat dich gefragt, ob du leben willst. Also hat dir auch niemand zu sagen, wie du leben sollst!
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Re: Wie teuer war der Alltag in der DDR

Beitragvon Edelknabe » 13. September 2016, 16:18

In gewisser Weise hat das (diese Vorschilderung vom Beethoven im heute) schon mit dem Alltag in der DDR zu tun. weil, Staat DDR gab den Verkaufswert vor,(heute Gemeinde) und zwar den deines Grundstückes. Jetzt wolltest du aber nicht für die paar Pfennige verkaufen, also floß Kaufpreis untereinander in dem des Verkäufers Vorstellung und Höhe..Und sehe ich den Bodenrichtwert von 115,-Euro zu 15,- Euro ist das so ähnlich wie DDR.

Ich zahlte zum Beispiel 200,00 Mark für gut 500qm beim Notar, der Verkäufer bekam unter der Hand 4500.00 Mark im Briefumschlag. Nehmen wir jetzt den Prozentvergleich liegen da auch ...na das kann jeder selber ausrechnen.

Aber ne, das war nur mal so Nebenbei erwähnt.

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Re: Wie teuer war der Alltag in der DDR

Beitragvon pentium » 13. September 2016, 16:32

Edelknabe hat geschrieben:weil, Staat DDR gab den Verkaufswert vor,(heute Gemeinde) und zwar den deines Grundstückes.
Rainer-Maria


Was ist denn dass für ein Mumpitz? Wenn es dem Herrn Verkehrsminister gefällt und der Bund will durch deine Ländereien eine neue Autobahn bauen, legt der Bund einen Preis fest, zu dem dein Grund und Boden erworben wird und nicht die Gemeinde! Edelknabe. Dann kannst du das Geld nehmen oder nicht! Bei nicht wird man dich enteignen!
Nur hat das alles nichts mit Enteignungen in der DDR zu tun! Und schon überhaupt nichts mit dem Alltag in der DDR.

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Re: Wie teuer war der Alltag in der DDR

Beitragvon Edelknabe » 13. September 2016, 16:39

Oh entschuldige weißer Massa Pentium, ich nahm an....nahm leider nur an. Bitte, ich bin ein einfacher Mann, bin auch schon wieder weg....ins andere ForumHAAAAAAAAAAAaaa

Rainer-Maria also wie konnte ich nur...nein, Rainer, was meinst du aber auch immer mitreden zu ...du kleiner Vollidiot.
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Re: Wie teuer war der Alltag in der DDR

Beitragvon karnak » 13. September 2016, 17:14

pentium hat geschrieben:
Edelknabe hat geschrieben:weil, Staat DDR gab den Verkaufswert vor,(heute Gemeinde) und zwar den deines Grundstückes.
Rainer-Maria


Was ist denn dass für ein Mumpitz? Wenn es dem Herrn Verkehrsminister gefällt und der Bund will durch deine Ländereien eine neue Autobahn bauen, legt der Bund einen Preis fest, zu dem dein Grund und Boden erworben wird und nicht die Gemeinde! Edelknabe. Dann kannst du das Geld nehmen oder nicht! Bei nicht wird man dich enteignen!
Nur hat das alles nichts mit Enteignungen in der DDR zu tun! Und schon überhaupt nichts mit dem Alltag in der DDR.

pentium

Und wie war das eigentlich mit diesen Enteignungen in DDR, hieß das weg und nix oder hat das System gesagt, wir haben diesen Betrag festgelegt, oder haben ein Ersatzgrundstück für Dich, nimm es oder lass es bleiben? Das Grundstück bist Du in jedem Fall los, egal wie Du Dich entscheidest.
" Denn sie hassen am Andersdenkenden nicht nur die andere Meinung, zu der er sich bekennt,sondern auch die Vermessenheit, selbst urteilen zu wollen. Was sie ja doch selbst nie unternehmen und im Stillen sich dessen bewusst sind."
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Re: Wie teuer war der Alltag in der DDR

Beitragvon pentium » 13. September 2016, 17:45

karnak hat geschrieben:Und wie war das eigentlich mit diesen Enteignungen in DDR, hieß das weg und nix oder hat das System gesagt, wir haben diesen Betrag festgelegt, oder haben ein Ersatzgrundstück für Dich, nimm es oder lass es bleiben? Das Grundstück bist Du in jedem Fall los, egal wie Du Dich entscheidest.


Mal davon abgesehen, das wir diese Frage sicher schon bei anderen Themen, wie Aktion Ungeziefer/Kornblume und Aktion Rose abgehandelt haben, kannst du ja mal die betroffenen Bewohner von Magdeborn befragen, so als Beispiel. Ja es gab einen kleinen Geldbetrag, das Grundstück war man in jedem Fall los und meines Wissens gab es keine Ersatzgrundstücke, die musste man sich schon selber suchen. Aber es gab Wohnungen, wer wollte, in den neuen Plattenbausiedlungen von Leipzig, wie Grünau, Mockau oder Schönefeld, aber auch in Borna....

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Re: Wie teuer war der Alltag in der DDR

Beitragvon Dr. 213 » 13. September 2016, 17:50

Nachdem sich die Aufregung um Rainers kreative "Umverteilung" von Volkseigentum wieder etwas gelegt hat,
also nein und dreimal pfui Teufel, zu dem Thema kann ich wirklich nicht sagen.... [wink]

Auch wenn die Preise für die Grundbedürfnisse optisch klein waren, so klein, dass in der Endphase der DDR sogar über
höhere Preise für offensichtlich viel zu billige Sachen laut nachgedacht wurde, muss man diese DDR- Mischkalkulation
aus Billig- Nahrungsmitteln und astronomisch hohen Preisen etwa für Farb- Fernseher, Kubareisen, modische Kleidung
aus dem Exquisit usw kritisch hinterfragen.

Mir ist es jedenfalls lieber, wenn der Staat mir nicht das 5 Pfennig- Brötchen aufdrängt und mich dafür im Gegenzug
für eine japanische TV- Radio- Kassettenkombination theoretisch fast 2 Jahre im VEB malochen läßt.
Wobei ich dann bei dieser Rechnung sogar auf die tollen Billigbrötchen verzichten und nackig auf der Parkbank schlafen müsste.

Nun könnte man sagen, sowas alles braucht man nicht täglich. Aber was ist mit den anderen Sachen, die einem in der DDR nur
und wenn überhaupt lieferbar, als "für gehobene Ansprüche" verkauft wurden und die aber auch zum Alltag gehörten.
So als wenn "gehobene Ansprüche" was Besonderes gewesen sind und wofür man in Dankbarkeit kniend die SED- Fahne küssen müßte.
In Wirklichkeit war das Ware in ganz normaler Durchnittsqualität, die sich im Westen höchstens auf dem Grabbeltischen
oder im Versandhaus als Hausmarke wieder fand.
Lammfell- Stiefel aus dem EXQUISIT und täglichen Einkauf im Delikat- Laden konnten sich auch nur ganz wenige Leute leisten.

Überhaupt die ganzen Ungerechtigkeiten, die aus dem Besitz von genug und gleich besser noch dem richtigem Geld
in der DDR entstanden sind. Wer sich richtig drehte und über DM verfügte, konnte es sehr gut aushalten in der DDR.
Eine einfache Verkäuferin konnte da höchstens mal etwas Bückware "zurücklegen" aber niemals erwähnenswert reich damit werden.
Das war doch ganz schön ungerecht in diesem Arbeiter- und Bauernparadis, oder ?

Und das ist es, was solche wie Rainer motiviert hat, in gewisser Weise eine recht schöne Übung für die Zeit nach der Wende.
Nicht das Kriminelle, das meine ich nicht, sondern so Sachen wie unternehmerisches Denken und Handeln an sich.

Als ich auf dem Schwarzmarkt am Berliner Ostbahnhof in wenigen Stunden für damalige Verhältnisse ungeheure Summen verdient habe,
war das auch eine Erfahrung, die ich heute nicht missen möchte. Und verwerflich halte ich das heute auch nicht, weil ich die Käufer damals
ganz offensichtlich gut bedient und ihre sonst unerfüllten Bedürfnisse nach Modeschmuck und Spiegel- Sonnenbrillen befriedigt haben muß.
Und der Rainer wird auch genau solche unerfüllten Bedürfnisse bedient haben, für die etwa eine KWG schlicht zu unfähig war.

Und wenn nun jemand hinterfragen sollte, ob solches Handeln nicht einfach nur kriminell war, so mag das zwar laut Gesetzbuch der DDR
so gewesen sein. Aber zu (fast) allem was dieser Diktatur geschadet hat ist mein Beifall garantiert, ich könnte auch gar nicht anders.

Diese Ungerechtigkeiten wären immer mehr gewachsen und hätten zum Hassaufbau gegen die Regierenden beigetragen.
Da hätten dann der schön billige Alltag und die sozialpolitschem Maßnahmen auch nicht mehr lange was genützt.
Der ganze Laden wäre mangels Bewohner implodiert und hätte höchstens noch einige Jahre als ein zweites ärmliches Nord- Korea existiert.

So, und nun bin ich gespannt, was es noch so alles über den viel gelobten billigen Alltag in der DDR herauszuarbeiten gibt.

@Wosch
Deine Beiträge und Wertungen sind wieder mal äußerst zutreffend.

@Rainer
Lass dich für die Geschichten über deine ersten marktwirtschaftlichen "Taten" als junges Kerlchen damals nicht aufziehen.
Sollen doch die Nörgler den Mumm haben und selber zugeben, wo sie schon alles einmal in ihrem Leben gesündigt haben.
Und was der DDR geschadet hat, das finde ich sowieso gut. Da kannste dir 2 oder 3 anmontierte Tötungsautomaten für abziehen
würd'sch mal so sagen, wenn das Thema denn nicht so traurig wäre.

Herzlichst
Dr. 213
Zuletzt geändert von Dr. 213 am 13. September 2016, 18:03, insgesamt 6-mal geändert.
Sie lügen, sie lügen und wir müssen uns barmherzig zeigen, denen gegenüber, die lügen. (Colonel Kurtz)
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Re: Wie teuer war der Alltag in der DDR

Beitragvon Zicke » 13. September 2016, 17:52

Das Schicksal Eythras

Rund 2000 Einwohner zählte der Ort Eythra, der 1985/86 der Kohle weichen musste. Die Menschen, die in dem Dorf wohnten, sahen die Notwendigkeit sogar ein, weswegen sie ihre Heimat verlassen mussten. Trotzdem war es für sehr viele nicht leicht, ihr Leben und all ihre zwischenmenschlichen Beziehungen aufzugeben. Jeder ehemalige Eythraer erinnert sich gern an das schön gelegene Eythra. Mit ihrer Hände Fleiß und ihrem Engagement gestalteten die Bürger Jahrzehnte ihren Heimatort, der sich damals im Südraum Leipzig nahe der Elster befand. Viele der Eythraer wurden in die Wohngebiete Leipzigs umgesiedelt, meistens nach Grünau. So auch ein Hausmeister, der seinen Beruf in Miltitz ausübt. Er, seine Frau und ihr Schwiegersohn konnten uns einiges über Eythra erzählen. Aber vor allem wollten wir wissen, was es für die Familie bedeutete, nach 33 Jahren plötzlich die Heimat verlassen zu müssen, weil der Ort der Kohle zum Opfer fiel. Von dem Schicksal Eythras erfuhr die Familie des Hausmeisters aus der Zeitung. Dort wurde ihr Dorf zum Kohleschutzgebiet erklärt. Erst wollten sie gar nicht glauben, dass ihre Heimat von der Landkarte verschwindet und sie sich woanders ein neues Leben aufbauen müssen. Doch für sie kam es nicht in Frage, gegen die Bestimmungen vorzugehen. Sie fanden sich gezwungenermassen damit ab, da es so beschlossen wurde und die Eythraer dies zu akzeptieren hatten. Was sie aber nicht akzeptieren wollten, waren die Abfindungen, die sie für ihre Grundstücke und Häuser bekamen, denn die waren in den Augen der Eythraer viel zu niedrig. Doch dagegen konnten sie nicht vorgehen, weil sie einen Vertrag unterzeichnen mussten, der den Verzicht auf zusätzliche Forderungen beinhaltete. Hätten die Bürger Eythras diesen jedoch nicht unterschrieben, wäre die Entschädigung für ihr Hab und Gut auf ein Sperrkonto überwiesen worden, dessen Geld sie erst für sich beanspruchen konnten, wenn sie nachgegeben hätten. Ausserdem erzählte die Familie des Miltitzer Hausmeisters, dass Kontakte zu anderen Eythraern grösstenteils abgebrochen sind. Obwohl man denken sollte, dass ein solches Schicksal die Bürger des Dorfes zusammenschweisst, finden nie Treffen statt. Es geschieht auch eher selten, dass sich ehemalige Bewohner von Eythra auf der Strasse begegnen und über ihre Heimat sprechen. Der Hausmeister fügte noch hinzu, dass er der Auffassung ist, dass viele ältere Menschen ihr Leben, das sie sich hier in den letzten 15 Jahren aufgebaut haben, jederzeit aufgeben würden, um wieder in ihr altes Dorf zu ziehen. Die meisten alten Eythraer, die ihr gesamtes Leben dort verbrachten, sind auch im Gegensatz zu den Jüngeren,
sehr unzufrieden mit dem Leben in Grünau.

http://www.sn.schule.de/~mks/typo3/file ... h/gk3d.htm
z

“Wir müssen eine weitere Zuwanderung aus fremden Kulturen unterbinden”
"Die multikulturelle Gesellschaft ist eine Illusion von Intellektuellen. "

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Re: Wie teuer war der Alltag in der DDR

Beitragvon karnak » 13. September 2016, 17:56

Und was muss ich unter kleinem Geldbetrag verstehen? Und wenn diese Enteignungen flächendeckend und in Größenordnungen stattfanden, dabei meine ich nicht unbedingt die, die wegen Grenzziehung enteignet wurden, eher die, mittels denen man an Filetstücke kommen wollte und kriminalisiert hat um nicht entschädigen zu müssen. Wenn das in Größenordnungen stattfand, kann man das mit, sagen wir mal, bescheidenen 10 Beispielen konkret belegen?
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Re: Wie teuer war der Alltag in der DDR

Beitragvon pentium » 13. September 2016, 18:00

karnak hat geschrieben:Und was muss ich unter kleinem Geldbetrag verstehen? Und wenn diese Enteignungen flächendeckend und in Größenordnungen stattfanden, dabei meine ich nicht unbedingt die, die wegen Grenzziehung enteignet wurden, eher die, mittels denen man an Filetstücke kommen wollte und kriminalisiert hat um nicht entschädigen zu müssen. Wenn das in Größenordnungen stattfand, kann man das mit, sagen wir mal, bescheidenen 10 Beispielen konkret belegen?


Was willst du jetzt mit Beispielen belegen @Karnak, die Umsiedlung wegen der Braunkohle oder wegen was? Wobei die Bodenreform und die Betriebe fehlen noch, also die verstaatlicht wurden....

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Re: Wie teuer war der Alltag in der DDR

Beitragvon Edelknabe » 13. September 2016, 18:16

Siehe pentium mit:

"Wobei die Bodenreform und die Betriebe fehlen noch, also die verstaatlicht wurden...."
Textauszug ende

Beispiel Privatbetrieb...weil in Familie. Wurde der Betrieb erst Halb, dann Ganzstaatlich änderte das nichts am Grundbesitz selber. Familie blieb somit Besitzer,des Grund und Bodens.Zeitraum ca. 1970 bis 89.

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Re: Wie teuer war der Alltag in der DDR

Beitragvon Wosch » 13. September 2016, 18:26

karnak hat geschrieben:Und wie war das eigentlich mit diesen Enteignungen in DDR, hieß das weg und nix oder hat das System gesagt, wir haben diesen Betrag festgelegt, oder haben ein Ersatzgrundstück für Dich, nimm es oder lass es bleiben? Das Grundstück bist Du in jedem Fall los, egal wie Du Dich entscheidest.




Wer in der DDR enteignet wurde hatte in der Regel noch nicht einmal die Möglichkeit sich dagegen mit juristischen Mitteln zu wehren, denn meistens saßen die Betroffenen der Enteignung, damit man ihnen ein verbrecherisches und gesellschaftsschädigendes Verhalten als Grund für die Enteignung anhängen konnte, bei den Felixen in der Untersuchungshaft und wurden dann auch später ihrer "gerechten" Strafe zugeführt.
Persönlich kenne ich einige Beispiele von Enteignungen aus den 50ern Jahren die teilweise auch einen tötlichen Ausgang hatten, zwei von den so Betroffenen waren mir auch persönlich bekannt. Man könnte sich gelegentlich mal bei den Überlebenden Angehörigen der Aktionen "Ungeziefer", "Festigung" und "Kornblume" kundig machen wie man mit ihnen verfuhr und was aus ihren Hab-und Gut geworden ist.
So wie mir bekannt ist (man möge mich wenn nötig berichtigen) gab es in der DDR ein ähnliches Recht auf auf Grundbesitz an Grund-und Boden wie in der BRD sowieso nicht und das "Wegnehmen" von dem nur vermeintlichen Eigentum unterlag da ganz anderen Kriterien. Und ausserdem wer hatte denn bei den Herrschaften da drüben immer Recht, natürlich die Partei und das war Die, die für das Enteignen die die Vorlagen gab.
In der BRD kann und könnte man sich bis zu den höchsten Gerichten durchklagen, so etwas war im Osten Deutschland's nie möglich und das waren schon gewaltige Unterschiede.

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Re: Wie teuer war der Alltag in der DDR

Beitragvon pentium » 13. September 2016, 18:26

Edelknabe hat geschrieben:Siehe pentium mit:

"Wobei die Bodenreform und die Betriebe fehlen noch, also die verstaatlicht wurden...."
Textauszug ende

Beispiel Privatbetrieb...weil in Familie. Wurde der Betrieb erst Halb, dann Ganzstaatlich änderte das nichts am Grundbesitz selber. Familie blieb somit Besitzer,des Grund und Bodens.Zeitraum ca. 1970 bis 89.

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Ja und die Familie durfte dann den Grund und Boden samt Betrieb für viel, viel Geld von der Treuhand zurückkaufen...

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Re: Wie teuer war der Alltag in der DDR

Beitragvon karnak » 14. September 2016, 14:44

Wosch hat geschrieben: Und ausserdem wer hatte denn bei den Herrschaften da drüben immer Recht,

[flash] Ich habe immer gewusst, dass Du so einer bist, was das kleine Wörtchen DRÜBEN beschreibt.
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Re: Wie teuer war der Alltag in der DDR

Beitragvon Wosch » 14. September 2016, 17:02

karnak hat geschrieben:
Wosch hat geschrieben: Und ausserdem wer hatte denn bei den Herrschaften da drüben immer Recht,

[flash] Ich habe immer gewusst, dass Du so einer bist, was das kleine Wörtchen DRÜBEN beschreibt.


Meiner Einschätzung nach ist Dein Wissen nicht ausgeprägter als bei Jemanden dem es nur um sein eigenes Fortkommen auf Kosten seiner eigenen Unaufrrichtigkeit geht. Im Grunde ähnelt Deine Verhaltensweise dem Muldentaler Bombenbauer, dem ging es ja auch nur um seinen persönlichen Vorteil und seine Mitmenschen interessierten ihn genau so wenig wie Dir die Deinen. Dein ewiges Rumgeeiere um die von Dir so liebevoll gepflegten Versuche die immer erklärenden und "richtig stellenden Feinheiten" ins Spiel zu bringen, soll Dir doch im Grunde genommen nur dazu dienen auf das Große Ganze, auf das an und für sich Wichtige (was die DDR betrifft) nicht antworten zu müssen. Wenn man sich statt mit Dir und Deinem DDR-Verniedlichungskram alleine mit Deinem Avatar befassen würde, wüsste man eigentlich so schon genau woher Du Dein "immer gewusstes Wissen" eigentlich bezogen hast. Der "Che Guevera" den Du Dir da auf die Fahne geheftet hast wird Dich auch nicht als Mann des Friedens da stehen lassen, bis zu seinem frühzeitigen Ableben hatte er nämlich die Verantwortung für mehr Leichen "im Keller" als es sich für einen anständigen Sozialisten gehört hätte. Und Du glorifizierst ihn hier getreu Deines falschen Bewußtsein´s. Na ja, immerhin macht er sich optisch besser auf dem Bild als der Mielke, aber nur optisch.
Falsche Vorbilder sind auch aussagekräftig und da ändern auch Deine inflationären Grinse-Smilie`s nichts.
Du bist mir schon so´n Exemplar mit viel Wissen, aber merken tut man´s nicht unbedingt, es sei dann wenn Du versuchst mit den uninteressanten Feinheiten rumzuschmeissen.

Ich habe fertig. [hallo]
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Re: Wie teuer war der Alltag in der DDR

Beitragvon Edelknabe » 14. September 2016, 17:47

Siehe Pentium mit:

"Ja und die Familie durfte dann den Grund und Boden samt Betrieb für viel, viel Geld von der Treuhand zurückkaufen..."
Textauszug ende

Falsch weil nein Pentium. Meine Tante verstarb Ende der 70er Jahre. Da war ihr Privatbetrieb(100 Beschäftigte)schon halb/ganzstaatlich, .....keine Ahnung mehr nur ging zu dem Zeitpunkt das Eigentum im Erbe an ihre Kinder. Ein Bonbonträger(Genosse) wurde damals als Betriebsleiter eingesetzt. Nach der Wende 89/90 wurde meine Cousine alleinige Eigentümerin und verkaufte ca. 2010 das komplette Grundstück (vorher erfolgte Vermietung) weil es ihr einfach wohl zuviel wurde.

Der unser Wolfgang wosch köstlich, der seinen dann arbeitsscheuen Bruder in der DDR (der erst vom Staat entlassen wurde, dann wohl einfach nicht mehr zur Arbeit fand....warum wohl?)mit dem lukrativen Workmankram über die Jahre so ne Art richtig fett ausgehalten hatte. Also ne da traut sich doch der Wolfgang das Maul hier noch sinngemäß richtig weit aufzureißen, dabei war er auch nur krimineller Schmuggler, dazu Hehler.

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Re: Wie teuer war der Alltag in der DDR

Beitragvon karnak » 14. September 2016, 17:52

Was soll ich sagen Wosch, Du gehörst nun mal zu denen die sich der Mission des Anklägers, besser des Großinquisitors, verschrieben haben. Wenn Du mir auch nur einen Deiner Beiträge nennen könntest in dem nicht zum Ausdruck gebracht wird, dass alles eigentlich Sch.. war, irgendwie immer ein "hinterhältiger" Hintergrund vorhanden war, dass würde mich schon ein kleines bisschen glücklich machen.
Was meine Person angeht, der Du die Rolle des Verteidigers anhängen willst, Du wirst sehr wohl diverse Beiträge von mir finden in denen ich mich kritisch mit den Umständen in dieser DDR auseinandersetze , gleichzeitig Beiträge mit einer positiven Bewertung der Umstände in der Bundesrepublik. Ich bin mir ziemlich sicher, was die Frage von Ausgewogenheit angeht, wenn wir eine Rechnung aufmachen, Du kommst schlecht dabei weg.
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Re: Wie teuer war der Alltag in der DDR

Beitragvon Volker Zottmann » 14. September 2016, 18:41

Edelknabe hat geschrieben:Siehe Pentium mit:

"Ja und die Familie durfte dann den Grund und Boden samt Betrieb für viel, viel Geld von der Treuhand zurückkaufen..."
Textauszug ende

Falsch weil nein Pentium.
Rainer-Maria


Da irrst aber doch eher Du Edelknabe.
Erstens gab es nie Halbstaatliche Betriebe in der DDR. Auch wenn die der Volksmund so nannte. Die waren teilstaatlich, aber mit dem größeren Teil (über 51%) eben nicht mehr dem Besitzer gehörend. Der hatte da nämlich in aller Regel schon aufgrund des kleineren Anteils nichts mehr zu melden.
Als die Betriebe dann ab 1972 VEBs wurden, also voll verstaatlicht, gehörte in der Regel auch der Grund und Boden dazu. Gerade der!
Den Alteigentümern blieb, soweit eine Rückgabe vorgesehen war von der Treuhand, nur, den eigenen Betrieb zum Zeitwert zurück zu kaufen. Eben gerade auch den Boden.

Gruß Volker
http://baupionier.zottmann.org/
http://Mein-DDR-Leben.de/

Die Weite Deines Horizonts ist Frage Deiner Sicht.
Der Große sieht ihn breiter, der Kleine leider nicht.
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Re: Wie teuer war der Alltag in der DDR

Beitragvon Edelknabe » 14. September 2016, 19:10

Der Rainer irrt....so dein" alleinwahrer"Text Volker zu die Privatbetriebe in der DDR? Gut, werde ich einfach mal Cousine(75) befragen, nur das kann ne ganze Weile dauern, weil wir uns einfach so selten sehen.

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Re: Wie teuer war der Alltag in der DDR

Beitragvon Wosch » 14. September 2016, 19:20

karnak hat geschrieben:Was soll ich sagen Wosch, Du gehörst nun mal zu denen die sich der Mission des Anklägers, besser des Großinquisitors, verschrieben haben. Wenn Du mir auch nur einen Deiner Beiträge nennen könntest in dem nicht zum Ausdruck gebracht wird, dass alles eigentlich Sch.. war, irgendwie immer ein "hinterhältiger" Hintergrund vorhanden war, dass würde mich schon ein kleines bisschen glücklich machen.
Was meine Person angeht, der Du die Rolle des Verteidigers anhängen willst, Du wirst sehr wohl diverse Beiträge von mir finden in denen ich mich kritisch mit den Umständen in dieser DDR auseinandersetze , gleichzeitig Beiträge mit einer positiven Bewertung der Umstände in der Bundesrepublik. Ich bin mir ziemlich sicher, was die Frage von Ausgewogenheit angeht, wenn wir eine Rechnung aufmachen, Du kommst schlecht dabei weg.



Mir geht es hier nicht um eine "Ausgewogenheit" in Hinsicht zu Deinen Beiträgen, vielleicht hast Du noch gar nicht bemerkt das ich eigentlich nur auf Deine Beiträge antworte. Das mit dem "Ankläger" und dem "Inquisator" laß mal besser stecken. Was gab´s denn eigentlich außergewöhnlich Gutes über die DDR zu berichten? Etwa das Du an der Grenze mit dafür zuständig warst das man sich unter den Deutschen nicht normal begegnen konnte, oder das es Dir dort ganz besonders gefiel, oder das man erst fahren durfte wenn man alt, grau bzw. krank und nicht mehr arbeitsfähig war?
Na klar, die subventionierten (auch nicht immer abrufbereiten) Grundnahrungsmittel sollte man natürlich nicht vergessen, aber was war mit den anderen Sachen die das Leben lebenswert machten. Was war mit den zu Hundertausenden Eingesperrten, mit den Toten und Verletzten durch Eurem sozialistischen Grenzregime. Was war mit den Wartezeiten für den Trabbi oder anderen Begehrlichkeiten? Und was war mit der FREIHEIT der Persönlichkeit in vielerlei Hinsicht. Und über Alles wachte die Partei, die Wahlen waren Fake´s, das Volk wurde belogen und betrogen, ordentliche Gerichte gab es nicht (Verteidiger waren größtenteils IM´s, aber dafür konnte man sich mit Eingaben an exponierter Stelle ja unbeliebt machen. Über drei Millionen Menschen hatten diesem "Staat" auf Nimmerwiedersehen den Rücken gekehrt und der Rest hat sich größtenteils im Herbst 89 darüber gefreut daß der Spuk vorrüber war und Du möchtest hier wohl jetzt das ich (sinnbildlich) aus Sch..sse Schokolade mache. Nein das werde ich mir nicht antun.

Ich habe fertig.
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Re: Wie teuer war der Alltag in der DDR

Beitragvon Beethoven » 15. September 2016, 08:06

pentium hat geschrieben:
Edelknabe hat geschrieben:weil, Staat DDR gab den Verkaufswert vor,(heute Gemeinde) und zwar den deines Grundstückes.
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Was ist denn dass für ein Mumpitz? Wenn es dem Herrn Verkehrsminister gefällt und der Bund will durch deine Ländereien eine neue Autobahn bauen, legt der Bund einen Preis fest, zu dem dein Grund und Boden erworben wird und nicht die Gemeinde! Edelknabe. Dann kannst du das Geld nehmen oder nicht! Bei nicht wird man dich enteignen!
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pentium


Das, lieber Pentium ist nach meinem Kenntnisstand, nicht richtig.
Der Staat hat keinerlei Vorkaufsrechte. Vorkaufsrechte treten ja immer nur dann ein, wenn der Eigentümer einen Kaufvertrag mit einem Erwerber durchgeführt hat. Den Verkauf hat der amtierende Notar der Gemeinde anzuzeigen und die Gemeinde kann dann, entsprechend § 28 BauGB, per Verwaltungsakt, innerhalb von 8 Wochen, in den Kaufvertrag eintreten. Und dabei braucht die Gemeinde nicht das ganze Grundstück kaufen sondern auch nur Teile davon und diese dann auch noch preislimitiert.

Der Staat hat nur das Recht zu enteignen und das auch nur unter Bedingungen, die der Eigentümer, so er nicht verkaufen will, beklagen kann. Bei einer Enteignung ist der Staat aber verpflichtet, entweder zu zahlen (eben auch geringere Preise) oder aber ein vergleichbares Grundstück, dem Enteigneten zum Eigentum zu überlassen. Das kann der Staat aber kaum und so wird er zahlen oder eben versuchen, dem Eigentümer die Immobilie abzukaufen, was der günstigste Weg ist, weil er dann keine Klage zu erwarten hat, die teuer ist und deren Ausgang nicht sicher ist. Außerdem dauern Zivilklagen eine Ewigkeit und der Staat darf vor der Entscheidung nicht bauen. Es vergeht also viel Zeit, die der Staat meistens nicht hat. Also zahlt der Staat in diesem Falle (Autobahn und sowas) Höchstpreise. Das ist ja der Grund, warum Spekulanten, so sie von solchen Absichten des Staates erfahren, solche Gebiete erwerben und dann darauf warten, dass der Staat das Grundstück erwerben will.

Gruß
Demokratie ist die Notwendigkeit, sich gelegentlich den Ansichten anderer Leute zu beugen.
Sie ist die schlechteste aller Staatsformen, ausgenommen alle anderen.

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Re: Wie teuer war der Alltag in der DDR

Beitragvon marder » 15. September 2016, 20:27

Genau diese Höchstpreise werden gerade beim Autobahnbau nicht gezahlt.
Da versucht man verkaufswillige Personen zu finden zu einem möglichst niedrigem Preis um Flächen tauschen zu können.
Wenn dies nicht gelingt wird in einem Umkreis der Autobahn alle Flächen erfasst, so dass die benötigte Fläche nicht mehr als 2% dieser Flächen beträgt.
Dann werden diese Flächen einer Flurbereinigung unterzogen und somit werden diese 2% allen Flächen entzogen und entschädigt zu einem Preis der deutlich unter dem tatsächlichem Wert liegt.
Ich bin gerade selbst davon betroffen.
Mein Vater 1974. Da gab es allerdings diese Regelung noch nicht und man wurde angemessen entschädigt
MfG Marder
Ich bin auf der Westseite der Grenze in ca. 3 km Entfernung gross geworden.
Ab 1976 als Offiziersanwärter bei den Panzergrenadieren.
1976 1. Pz.Div. Pz.Brig2 Pz.GrenBtl21
1989 11.Pz.GrenDiv. Pz.Brig33 Pz.GrenBtl332
1994 1.Pz.Div. Pz.Gren.Brig1
usw. bis vermutlich 2019??
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Re: Wie teuer war der Alltag in der DDR

Beitragvon Wosch » 20. September 2016, 09:09

Wosch hat geschrieben:
karnak hat geschrieben:Was soll ich sagen Wosch, Du gehörst nun mal zu denen die sich der Mission des Anklägers, besser des Großinquisitors, verschrieben haben. Wenn Du mir auch nur einen Deiner Beiträge nennen könntest in dem nicht zum Ausdruck gebracht wird, dass alles eigentlich Sch.. war, irgendwie immer ein "hinterhältiger" Hintergrund vorhanden war, dass würde mich schon ein kleines bisschen glücklich machen.
Was meine Person angeht, der Du die Rolle des Verteidigers anhängen willst, Du wirst sehr wohl diverse Beiträge von mir finden in denen ich mich kritisch mit den Umständen in dieser DDR auseinandersetze , gleichzeitig Beiträge mit einer positiven Bewertung der Umstände in der Bundesrepublik. Ich bin mir ziemlich sicher, was die Frage von Ausgewogenheit angeht, wenn wir eine Rechnung aufmachen, Du kommst schlecht dabei weg.



Mir geht es hier nicht um eine "Ausgewogenheit" in Hinsicht zu Deinen Beiträgen, vielleicht hast Du noch gar nicht bemerkt das ich eigentlich nur auf Deine Beiträge antworte. Das mit dem "Ankläger" und dem "Inquisator" laß mal besser stecken. Was gab´s denn eigentlich außergewöhnlich Gutes über die DDR zu berichten? Etwa das Du an der Grenze mit dafür zuständig warst das man sich unter den Deutschen nicht normal begegnen konnte, oder das es Dir dort ganz besonders gefiel, oder das man erst fahren durfte wenn man alt, grau bzw. krank und nicht mehr arbeitsfähig war?
Na klar, die subventionierten (auch nicht immer abrufbereiten) Grundnahrungsmittel sollte man natürlich nicht vergessen, aber was war mit den anderen Sachen die das Leben lebenswert machten. Was war mit den zu Hundertausenden Eingesperrten, mit den Toten und Verletzten durch Eurem sozialistischen Grenzregime. Was war mit den Wartezeiten für den Trabbi oder anderen Begehrlichkeiten? Und was war mit der FREIHEIT der Persönlichkeit in vielerlei Hinsicht. Und über Alles wachte die Partei, die Wahlen waren Fake´s, das Volk wurde belogen und betrogen, ordentliche Gerichte gab es nicht (Verteidiger waren größtenteils IM´s, aber dafür konnte man sich mit Eingaben an exponierter Stelle ja unbeliebt machen. Über drei Millionen Menschen hatten diesem "Staat" auf Nimmerwiedersehen den Rücken gekehrt und der Rest hat sich größtenteils im Herbst 89 darüber gefreut daß der Spuk vorrüber war und Du möchtest hier wohl jetzt das ich (sinnbildlich) aus Sch..sse Schokolade mache. Nein das werde ich mir nicht antun.

Ich habe fertig.
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Nachdem nun 6 Tage vergangen sind ohne das Du es für nötig fandest mir auf meine Antwort auf Deinen Beitrag zu anrworten, gehe ich mal davon aus das Du nicht in der Lage bist mir mit entsprechend entgegensetzenden Argumenten entgegen zu treten. Zu dem was ich schrieb (auch wenn es sich nicht positiv für Deine Ohren anhört und auch nicht anhören sollte) hattest Du noch nicht einmal versucht mir mit Deinen sprichwörtlichen erklärenden (der "Wahrhèit" dienenden "Feinheiten") entgegen zu treten.
Du magst mich hier ja auf Deine selbstherrliche Art als Ankläger und Großinquisateur bezeichnen, im Zusammenhang mit Deiner hier ausgewiesenen Feigheit auf meine Antwort an Dich etwas hören zu lassen, fällt mir nur der weise Spruch "Große Klappe und nichts dahinter" ein.
Vorlagen für den Zustand der realen DDR habe ich doch genug gegeben, statt mich hier großkotzig als Ankläger und Großinquisateur zu bezeichnen erwartete ich eigentlich von Dir das Du mir aufzeigst, wo ich in meinen Beiträgen, Deiner Meinung nach, Falsches Zeugnis von mir gegeben hätte und wegen mir auch mit den Deiner Meinung nach positiven Errungenschaften für die um ihre Freiheit betrogene Bevölkerung der DDR.
Nein Karnak, ich bin nicht neidisch auf Deinen Schweinestall in der Toscana, meine Kritik an Dich entsteht aus rein pragmatischen Gründen und steht im Zusammenhang mit Deiner beschönigenden und verklärenden verarschenden "Aufarbeitung" Deiner eigenen Vergangenheit.

Manchmal ist weniger MEHR.
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Re: Wie teuer war der Alltag in der DDR

Beitragvon Wosch » 13. September 2017, 19:25

Ich habe diesen Thread mal nach knapp einem Jahr wieder hervor gehoben weil ich festgestellt zu haben meine daß irgend eine Person mir noch eine Antwort schuldig geblieben ist, oder irre ich mich da etwa?in
Man wird ja mal nachfragen dürfen, nicht wahr?
Ich wollte nur nicht daß meine aufgestellten Fragen der Verjährung unterliegen.
Schönen Gruß aus Kassel.
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