Militär-Jeeps fallen vom Himmel

Alles was das Militär betrifft, Armeen, Technik u.s.w. und militärgeschichtliche Themen

Re: Militär-Jeeps fallen vom Himmel

Beitragvon Beethoven » 25. September 2019, 08:08

Krasse Bilder.

https://www.youtube.com/watch?v=kDqHUjdMvTI

Hier das Video dazu. Da ging ja gar nicht auf außer dem Zugschirm, der die Technik aus der IL 76 zog.

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Re: Militär-Jeeps fallen vom Himmel

Beitragvon Beethoven » 30. September 2019, 09:03

Hier ein Beitrag über russische Fallschirmtechnik und deren moderne Entwicklungen.

Vom ferngesteuerten Lastenabwurf für militärische aber sicherlich auch für andere Zwecke nutzbar (z.B. Feuerwehrausrüstung in unbewohnten Gebieten, Forscher usw.) über Tests mit Puppenabwürfen, springen im stabilisierten Fall usw.
Unter anderem sieht man einen Abwurf von kleinerer Schirmtechnik aus 50 m Höhe ohne Verzögerungssack oder Slider, der die Entfaltung der Fallschirmkappe etwas verzögert, damit der Öffnungsdruck auf den menschlichen Körper für den Springer ertragbarer ist. Aber genau so, also ohne Verzögerungssack, Slider oder Reffleine, sprangen im II. WK die deutschen Fallschirmjäger. Nämlich die bloße Kappe eingelegt in den Verpackungssack (neudeutsch - Container). Deshalb konnten die deutschen Fallschirmjäger auch aus so geringen Höhen, um die 100 bis 120 m Höhe abspringen.

Meine niedrigste Absprunghöhe mit einem militärischen Rundkappenschirm (RS 9/2 A) war bei einer Übung aus 250 m, mit sofortiger Öffnung des Schirmes. Aus 250 m Höhe sieht man schon jeden Grashalm. Ein Bekannter von mir ist mit dem gleichen Schirm schon aus 120 m abgesprungen und sicher gelandet.
Im Sprungprogramm der Fallschirmjäger wurden Absprunghöhen aus 300 m mit drei Sekunden stabilisierten Fall durchgeführt. Das ist schon nicht mehr jedermanns Sache.

In dem Video sind ganz einfach sehr schöne Sequenzen zu sehen, an denen selbst eine Laie erkennt, wie sich so ein Fallschirmsystem öffnet und in der Luft verhält. Allerdings ist auch viel Gequatsche dabei.

https://tvzvezda.ru/schedule/programs/c ... LZyhl.html

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Re: Militär-Jeeps fallen vom Himmel

Beitragvon HPA » 30. September 2019, 10:23

Vom ferngesteuerten Lastenabwurf für militärische aber sicherlich auch für andere Zwecke nutzbar


Nur das dieses System keine Eigenentwicklung ist sondern schlichtweg abgekupfert wurde.

Aber das kennt man ja
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Re: Militär-Jeeps fallen vom Himmel

Beitragvon Beethoven » 30. September 2019, 14:02

HPA hat geschrieben:
Vom ferngesteuerten Lastenabwurf für militärische aber sicherlich auch für andere Zwecke nutzbar


Nur das dieses System keine Eigenentwicklung ist sondern schlichtweg abgekupfert wurde.

Aber das kennt man ja


Ja HPA. [shocked]

Der Russe ist zu dämlich dafür. Ich hab es gewusst. [wink]

Und abgekupfert hat er es wo?

Es gehört nun wirklich nicht viel technisches Know how dazu, einen Computer zu programmieren und mit entsprechenden Lenkfunktionen zu versehen. Das haben die Russen niemals drauf.
Sie können zwar Raketen ins All schicken aber das mit dem selbst lenkenden Fallschirm, nein - das bringen sie nicht - nie!!! Oh Mann. [laugh]

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Re: Militär-Jeeps fallen vom Himmel

Beitragvon HPA » 30. September 2019, 14:53

Es gehört nun wirklich nicht viel technisches Know how dazu, einen Computer zu programmieren und mit entsprechenden Lenkfunktionen zu versehen.


In Sachen 3 Achs Autopiloten und ihrer technischer Komplexität bist Du von keinerlei Ahnung gekenzeichnet.

Solche Systeme wurden bereits in den 90igern auch in Deutschland entwickelt und erprobt.

Übrigens auch am Flugplatz Ballenstedt. Damals noch mit zweckentfremdeten leeren Coladosen als Aufpralldämpfung ( war ich damals zuschauenderweise live dabei)

https://www.dlr.de/ft/desktopdefault.as ... read-33540

Das die Russen abkupfern was das Zeug hält ist ja nun keine Neuigkeit.

Bereits die MiG 15 wurden von abgekupferten RR Nene angegtrieben. Das Triebwerk der An-2 ist ein abgekupfertes Curtis-Wright R-1820

Diese Liste liese sich beliebig fortsetzen

Der Russe ist zu dämlich dafür. Ich hab es gewusst.


Nein, nur ziemlich dreist.

Und was die Raketen betrifft: Die Geschichte ist bekannt.

U.a. Stammt die Anordnung der Booster und Triebwerke der Wostok (R-7) und späteren Sojus Raketen ,bis heute so gebräuchlich ,nicht von Sergej Koroljow. Diese Idee stammt eigentlich von Helmut Gröttrup und seinen Mitarbeitern.
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Re: Militär-Jeeps fallen vom Himmel

Beitragvon Beethoven » 30. September 2019, 15:30

Hm, es läuft wieder einmal auf einen "Schlagabtausch" zwischen uns Beiden heraus. Na, sei es wie es sei.

[quote]In Sachen 3 Achs Autopiloten und ihrer technischer Komplexität bist Du von keinerlei Ahnung gekenzeichnet [quote]

OK, das will ich gerne einräumen. Nur werde ich das nie behaupten und es hat auch nichts damit zu tun, dass die Russen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, dazu in der Lage sind. Wie sind denn Deine Kenntnisse ? Ist das nicht bei jedem Autopiloten in einem Flugzeug so, mit dieser "3 Achs Autopiloterie"? Aber richtig. Die Russen haben ja keine Autopiloten in Ihren Flugzeugen. Ich Dussel, wie konnte ich das vergessen? [frown]

Welcher Staat kupfert denn nicht ab oder begeht keine Industriespionage? Na, die Bundesrepublik macht so was natürlich nicht, genauso wie die USA und die Chinesen nicht, gelle?

Genauso, hat ja auch einst Herr Kalaschnikow, das Sturmgewehr 44 nur kopiert und dem Sturmgewehr lediglich noch die russische Seele eingehaucht, sagen einige "Alleswisser". Ja, ja, ja [muede]

https://www.youtube.com/watch?v=eDxNnp0r3GQ

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Re: Militär-Jeeps fallen vom Himmel

Beitragvon HPA » 30. September 2019, 15:42

Na, die Bundesrepublik macht so was natürlich nicht,


Ich würde dir als erstes empfehlen zu recherchieren wann die Russen solche Systeme ersterprobt haben und wann es in Deutschland und den USA geschah.

Man könnte jetzt ganz böse konstatieren, dass die Russen mindestens 10-15 Jahre hinterher hinken.

Die Erinnerungen an die mies verarbeiteten Gleitfallschirme russischer Bauart sind bei mir noch hellwach. Wann haben die eigentlich was auf den Markt gebracht, was in der gleichen Liga wie paratec, cypres und Co spielt? Und komm mir jetzt nicht mit Talka und KAP-3! [flash]

Der Vorfall mit den 2 geschrotteten BMD gibt mir recht als ich schrieb das es schlichtweg menschenverachtend ist, da im Fall des Falles eine Besatzung rein und abzusetzen!
In diesem Fall hätten die schlichtweg null Chancen gehabt! Der gemeine paratrooper hat wenigstens noch ne Brustreserve!

Und warum setzen die russischen Fluggesellschaften wohl so ziemlich komplett auf Boeing und Airbus?

Nun ja, der Suchoi "Super" jet soll ja auch nicht so der Burner sein wie man U.a. Aus México hört
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Re: Militär-Jeeps fallen vom Himmel

Beitragvon Beethoven » 2. Oktober 2019, 08:11

sorry
Zuletzt geändert von Beethoven am 2. Oktober 2019, 08:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Militär-Jeeps fallen vom Himmel

Beitragvon Beethoven » 2. Oktober 2019, 08:48

HPA hat geschrieben:
Na, die Bundesrepublik macht so was natürlich nicht,


Ich würde dir als erstes empfehlen zu recherchieren wann die Russen solche Systeme ersterprobt haben und wann es in Deutschland und den USA geschah.

Man könnte jetzt ganz böse konstatieren, dass die Russen mindestens 10-15 Jahre hinterher hinken.

Die Erinnerungen an die mies verarbeiteten Gleitfallschirme russischer Bauart sind bei mir noch hellwach. Wann haben die eigentlich was auf den Markt gebracht, was in der gleichen Liga wie paratec, cypres und Co spielt? Und komm mir jetzt nicht mit Talka und KAP-3! [flash]

Der Vorfall mit den 2 geschrotteten BMD gibt mir recht als ich schrieb das es schlichtweg menschenverachtend ist, da im Fall des Falles eine Besatzung rein und abzusetzen!
In diesem Fall hätten die schlichtweg null Chancen gehabt! Der gemeine paratrooper hat wenigstens noch ne Brustreserve!

Und warum setzen die russischen Fluggesellschaften wohl so ziemlich komplett auf Boeing und Airbus?

Nun ja, der Suchoi "Super" jet soll ja auch nicht so der Burner sein wie man U.a. Aus México hört


Du kannst mir sicherlich was empfehlen.
Mein Ansinnen beim Einsetzen des You Tube - Beitrages war nicht der, aufzuzeigen, dass die Russen nun die besten Fallschirmsysteme haben, sondern ganz einfach tolle Sequenzen zu zeigen.

Ob die Russen 10 - 15 Jahre hinter hinken in dieser Branche, kannst Du doch gar nicht sicher einschätzen. Dafür halten die Russen viel zu viel geheim. Wobei ich da fairer Weise auch vermute, dass da nicht gar so viel hoch modernes zu erwarten ist. Warum auch? Fallschirme oder Gleitersysteme sind nun mal nicht Kriegsentscheidend. Und das vorhandene Gerät, wie man sehen konnte, sind nicht schlechter und nicht besser als vergleichbare, westliche Systeme. Sie bringen den Soldaten aus der Luft zum Gefechtsfeld. Was will man mehr?
Wer hat denn als erste Nation größere Truppenkontingente mittels Luftlandung angelandet. Damals noch aus der TB-3 mit "über den Flügel rutschen". Erst danach begannen andere Nationen wie z.B. Deutschland, überhaupt solche Truppen aufzustellen. Die Briten und die Amis taten dies erst im Zuge des II. WK.

Du ziehst hier über den Talka und den KAP-3 (PPKU) her.
Ich bin den Talka selber mehrmals gesprungen. Kein Hochleistungsschirm aber ein solider Gleiter für den Sprunganfänger mit Gleitersystem.
Und der KAP-3 erlaubte es eben schon in den 50-er Jahren, dass im Freifall nicht ausgebildete Springer (Soldaten z.B.), aus 4000 m abspringen konnten und mittels stabilisiertem Fall, den Fallschirm erst wenige 100 m über dem Boden öffneten. Das gibt es in den Armeen der NATO bis heute nicht. Hier können nur Spezialisten mit gesonderter Ausbildung Sprünge aus großen Höhen, mit niedriger Öffnungshöhe (Neudeutsch HALO - High Altitude – Low Opening) ausführen. Alle anderen Luftlandungen mit Massenabsprüngen werden mit Fallschirmtechnik durchgeführt, die teilweise auf dem Stand von 1940 sind oder aber, wenn man neuere Systeme springt, dem Stand der 70-er Jahre entsprechen.
Ich sprang einmal den T-10, der heute noch in der Bundeswehr der übliche Rundkappenschirm für Fallschirmjäger ist. Eine unmögliche Hütte, mit einer hohen Sinkrate, nicht steuerbar und er zwischt mal so einfach in irgend eine Richtung (durchaus 10 - 15 m), die man als Springer nicht beeinflussen kann, wenn der Staudruck unter der Kappe etwas zu groß ist und sich in irgend eine Richtung entläd und "krach" sitzt man in der Kappe vom Nebenmann. Ein Scheißding.

Mache also Dinge, von denen Du kaum Kennung hast, nicht schlecht durch Behauptungen, die Du nicht durchdacht hast. Im Übrigen wurde der KAP-3 in den 70-er, 80-er Jahren durch den PPK-U abgelöst.

Deine Fragestellungen - warum setzen … - kannst Du Dir sicher selber viel besser beantworten. Davon habe ich echt kaum Ahnung aber ich vermute, dass Airbus einfach bessere Flugzeuge, für weniger Geld herstellen kann, als es die Russen vermögen. [grins]

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Re: Militär-Jeeps fallen vom Himmel

Beitragvon HPA » 2. Oktober 2019, 09:03

Geh mal davon aus ,dass ich schon einschätzen kann wer wem technisch hinterher hinkt. Ob ein mechanischer Öffnungsautomat KAP-3 oder PPK-U heißt ist da eher nebensächlich.

Die Bundeswehr ist wohl kaum der Maßstab für Rundkappensysteme der NATO: Im Übrigen gibt es da auch schon seit Jahren besseres. Warum man das nicht eingeführt hat ist nicht die Entscheidung der Militärs ,sondern der Beschaffer, sprich der Politik.

Beim stabilisierten Freifall gehe ich mit Dir mit.

Ich gehe allerdings davon aus dass man NATO seits einfach eine andere Philosophie beim Einsatz von Fallschirmjägern verfolgt.

HALO ist da nun mal den Spezialkräften vorbehalten. Und da bedarf es nun mal nicht des stabilisiertem Freifalls. Da gibt es auch besseres.
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Re: Militär-Jeeps fallen vom Himmel

Beitragvon Beethoven » 2. Oktober 2019, 15:50

Na ja, die in der NVA springenden Soldaten, waren durch die Bank, mit Ausnahme von Angehörigen des FRD, Soldaten von Spezialeinheiten, die im rückwärtigen Gebiet des Gegners (rGG) ihre Aufgaben hätten erfüllen sollen und das als Einzelkämpfer oder in kleinen Teams.
Das war so bis 1986, als eben auch Luftsturmhandlungen von Zug- bis Bataillonsstärke durchgeführt werden konnten.

Weist Du, es ist doch so, um eine Anlandung mittels Fallschirm in großer Tiefe des Gegners durchführen zu wollen, muss man einen Überflugkorridor schaffen. Soll heißen, dass man bei Einsatz in der Tiefe der Gefechtsordnung eines Armeekorps (bis 100 km Tiefe), einen sicheren Luftkorridor von ca. 4.000 km² (in Worten, viertausend Quadratkilometer) sc60 - 80 km² frei von Fliegerabwehrwaffen kleinerer Leistung halten muss. Das können gegenwärtig nur drei Armeen dieser Welt deckeln. Nämlich die Russen, die Amis und die Chinesen. Und dort erst ab Kommandoebene einer Front (ehemals Heeresgruppe).

Somit ist ein Absetzen mittels Fallschirm von größeren Truppenkontingenten aus Höhen, wo nicht mehr jedes 50-er hin kommt, schon nicht von der Hand zu weisen. Richtig, die NATO hat da andere Ansichten.

Aber wenn ich eine Einsatzgruppe von 4 - 12 Soldaten oder auch 30 Soldaten, weit ins Hinterland bringen will, so ist eine hohe Überflughöhe und ein hohes Absetzen, ein sehr probates Mittel, z,B. im Rahmen eines Fluges zu einem Schlag von Bomberkräften (und das noch bei Nacht) um die Männer an ihren Ort zu transportieren. Die Aufklärung dieser Truppe dürfte recht schwer fallen, selbst heute noch. Deshalb finde ich und mit mir eben auch andere Militärs, die Variante des stabilisierten Falls (kein Freifall obwohl die Fallgeschwindigkeit in etwa gleich ist) als gute Variante des Eindringens in das rGG.

Zur Zeit der militärischen Blöcke, also einer geschlossenen, sich gegenüber stehenden Front, mit modernen Fliegerabwehrmitteln, wäre es den Armeen der NATO schwer gefallen, größere Truppenkontingente tief in das rGG zu schaffen, bei möglichst kleinen eigenen Verlusten. Aber darüber kann man ja streiten.

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