Todesfälle in der Armee

Alles was das Militär betrifft, Armeen, Technik u.s.w. und militärgeschichtliche Themen

Todesfälle in der Armee

Beitragvon Edelknabe » 19. August 2015, 17:22

Den fand ich in einem anderen Forum, genauer dem AForum von einem User Georg:

"Eines erlaube ich mir noch:
Wie ist der öffentliche Umgang mit den Toten der Bundeswehr ? Über 3000 Tote Soldaten bei Übungen, Manövern und Flugzeugabstürzen ( nicht bei Auslandseinsätzen ). Warum starben hier so viele Menschen ? Diese Toten waren auch tabuisiert. Erst 2009 wurde ein Ehrenmal in Berlin errichet. Mit Namen. Ein Dokumentationszentrum für die Schicksale? Fehlanzeige !
Es gab über 3500 Selbsttötungen......"
Textauszug ende

Mich interessiert das einmal. Wer findet dazu die richtigen Quellen und ich nehme einmal an, sein des Georg Text bezieht sich auf den Zeitraum der Gründung(war es nicht 1958/59?) der BW bis zur Wende 1989.

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Beitragvon HPA » 19. August 2015, 17:30

Der Herr Georg schreibt gequirlten Unsinn. Das mit der braunen stinkenden Masse verkneife ich mir mal.
Bild

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Beitragvon Edelknabe » 19. August 2015, 17:58

Leute....ich lese "Beendet und gequirlten Unsinn"... sollte nur heißen, wir lassen das besser und widmen uns dem Text vom Georg. Sonst weiß ich ehrlich gesagt gar nicht mehr, warum ich heute überhaupt getextet habe oder sind hier nur noch fürs Forum "genehme Themen" angesagt? Bekommt Euch mal langsam wieder rein ihr Schauspieler, meckert übers AForum aber bekommt es selber nicht gebacken.

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Beitragvon Spartacus » 19. August 2015, 18:29

Sind wir mal gnädig mit dem Rainer, hier kannst du nachlesen:

http://www.bundeswehr.de/portal/a/bwde/ ... 6Aerb0XM!/

LG

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Beitragvon Edelknabe » 19. August 2015, 18:49

Danke Sparta und somit sofort hin zum Vergleich mit der NVA. Also wie war das denn nun in der den Streitkräften der DDR und deren Anzahl an Toten, wenn du jetzt bitte den richtigen Link ....denn Spartacus, über die Grenztoten gibt es ne richtig ordentliche Liste, jedes Jahr am 13 August in DIE WELT.

Rainer-Maria Wahnsinn sowas, hatten die Jungs im Westen Drüben wohl doch genau dieselben Probleme wie Wehrdienstleistender in der DDR. Mit dem klitzekleinen Unterschied, die wohl nicht gerade sehr belastbaren Jungs waren jeden(fast) jeden Abend, jedes Wochenende Zuhause bei Mutti, Frau oder Freundin, wir leider nur aller 8-14 Wochen.
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Beitragvon Edelknabe » 20. August 2015, 08:10

Entschuldigt mal Admins aber hatte etwa Einer der Zuordner den Oberfred verwechselt siehe" Die Bundeswehr ab 1990"? Denn bei dem Link vom Sparta geht es mit den Toten ab 1955 los....oder habsch da was überlesen?

Rainer-Maria

Und einen guten Tag allen ins Forum

Mal ne Frage an Beethoven. Gibt es eigentlich ne vergleichbare Todesliste der NVA(Unfälle, Suizide) zu der vom Sparta siehe die Bundeswehr?
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Re: Todesfälle in der Armee

Beitragvon pentium » 20. August 2015, 10:30

Edelknabe hat geschrieben:Entschuldigt mal Admins aber hatte etwa Einer der Zuordner den Oberfred verwechselt siehe" Die Bundeswehr ab 1990"? Denn bei dem Link vom Sparta geht es mit den Toten ab 1955 los....oder habsch da was überlesen?

Rainer-Maria

Und einen guten Tag allen ins Forum

Mal ne Frage an Beethoven. Gibt es eigentlich ne vergleichbare Todesliste der NVA(Unfälle, Suizide) zu der vom Sparta siehe die Bundeswehr?


Ja du hast da etwas überlesen, Rainer-Maria! Macht aber nichts, ich habe mal ein neues Thema eröffnet.

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Re: Todesfälle in der Armee

Beitragvon Sirius » 20. August 2015, 10:48

Edelknabe hat geschrieben:Den fand ich in einem anderen Forum, genauer dem AForum von einem User Georg:

"Eines erlaube ich mir noch:
Wie ist der öffentliche Umgang mit den Toten der Bundeswehr ? Über 3000 Tote Soldaten bei Übungen, Manövern und Flugzeugabstürzen ( nicht bei Auslandseinsätzen ). Warum starben hier so viele Menschen ? Diese Toten waren auch tabuisiert. Erst 2009 wurde ein Ehrenmal in Berlin errichet. Mit Namen. Ein Dokumentationszentrum für die Schicksale? Fehlanzeige !
Es gab über 3500 Selbsttötungen......"
Textauszug ende

Mich interessiert das einmal. Wer findet dazu die richtigen Quellen und ich nehme einmal an, sein des Georg Text bezieht sich auf den Zeitraum der Gründung(war es nicht 1958/59?) der BW bis zur Wende 1989.

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Dazu fällt mir ein prominenter Todesfall ein und zwar Louis Ferdinand Prinz von Preußen (1944–1977), Urenkel des deutschen Kaisers Friedrich III., der 1888 als 99-Tage-Kaiser bekannt wurde.

...Im Oktober 1977 wäre er nach einem Offizierslehrgang zum Leutnant der Reserve befördert worden. Die Tageszeitung Die Welt schrieb am 13. Juli 1977 anläßlich seines Tods:

„Doch dazu kam es nicht mehr: Am 15. Mai, einem Sonntag, geriet Prinz Louis Ferdinand, Fähnrich der Reserve beim Panzerspähzug 320, auf eine Verladerampe in Schwanewede (bei Bremen) zwischen zwei Kettenfahrzeuge. Der Fähnrich war gerade dabei, seinen Spähwagen auf dem Waggon festzuzurren, als ein anderer Panzer zurückrollte und den Preußenprinzen auf sein Fahrzeug drückte.“

Das linke Bein mußte amputiert werden, aber die Ärzte waren optimistisch, daß der Patient sogar wieder Auto fahren könne. Doch am 5. Juli stellten sich Komplikationen ein. Die Unterleibsverletzungen waren schwerer, als ursprünglich diagnostiziert. Prinz Louis Ferdinand Oskar Christian jr. starb am 11. Juli 1977.
...
https://coronanachrichten.wordpress.com ... n-preusen/
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Re: Todesfälle in der Armee

Beitragvon Sirius » 20. August 2015, 11:00

Edelknabe hat geschrieben:Diese Toten waren auch tabuisiert.


Wer Mitglied des Deutschen Bundeswehrverbandes war, bekam zumindest früher monatlich eine Zeitschrift des Verbands. Da waren jedes mal auch Todesanzeigen enthalten, mit Fotos der Verstorbenen. Nun habe ich vergessen, ob dort auch der Grund für den Tod genannt wurde.
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Re: Todesfälle in der Armee

Beitragvon Sirius » 20. August 2015, 11:09

Spartacus hat geschrieben:Sind wir mal gnädig mit dem Rainer, hier kannst du nachlesen:

http://www.bundeswehr.de/portal/a/bwde/ ... 6Aerb0XM!/

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Bei den Zahlen fällt auf, dass es bei den bei Ausübung des Dienstes Getöteten in der ersten Hälfte der sechziger Jahre besonders viele Todesfälle gab. Bei den Selbsttötungen waren 1975 und 1978 Jahre mit fast doppelt so vielen Fällen.
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Re: Todesfälle in der Armee

Beitragvon HPA » 20. August 2015, 11:31

Man sollte aber wissen, dass Wegeunfälle zum und vom Dienst da mit reinrechnen. Die Automobilisierung schlägt sich da deutlich nieder.
Stichwort NATO Rally
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Re: Todesfälle in der Armee

Beitragvon Sirius » 20. August 2015, 11:59

HPA hat geschrieben:Man sollte aber wissen, dass Wegeunfälle zum und vom Dienst da mit reinrechnen. Die Automobilisierung schlägt sich da deutlich nieder.
Stichwort NATO Rally


Ich hatte damals vermutet, dass viele der Verstorbenen, die in der Verbandszeitschrift genannt wurden, durch Verkehrsunfälle ums Leben kamen. Während eines der großen Herbstmanöver war ein niederländisches Bataillon zu Gast in der Kaserne und hatte sich dort einquartiert. Am Kasernentor wehte neben der Bundesflagge auch die niederländische Flagge. Eines Tages hing die niederländische Flagge plötzlich auf Halbmast. Wie ich erfuhr, war einer der niederländischen Soldaten im Dienst bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen.

Hier noch etwas aus dem Focus zu dem Thema:

...Viel zu befürchten hatten Rekruten bei der Bundeswehr eigentlich nicht. Die größte Gefahr für Leib und Leben ging schließlich nicht von einem drohenden internationalen Fronteinsatz aus. Der größte Feind lauerte keineswegs wie heute am Hindukusch, in einem Krisenherd des Mittleren oder Nahen Ostens oder irgendwo auf dem Balkan, sondern im Unteroffizierskasino, wo der Alkohol billig und die Langeweile unermesslich war. In den Jahren des Kalten Krieges ist kein Bundeswehrsoldat im Fronteinsatz gefallen, dafür haben etliche junge Leute auf deutschen Autobahnen den Tod gefunden – vom Heimweh getrieben, vom Alkohol benebelt, vom Schlafmangel geschwächt.
...
http://www.focus.de/politik/deutschland ... 41339.html
Zuletzt geändert von Sirius am 20. August 2015, 12:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Todesfälle in der Armee

Beitragvon Sirius » 20. August 2015, 12:09

Ich war einmal drei Tage im Bundeswehrkrankenhaus in Hamburg. Wenn ich mich richtig erinnere, wurden in dem Bundeswehrkrankenhaus nicht nur Soldaten sondern auch Bundesbeamte behandelt. Neben mir im Bett lag ein junger, todkranker Patient, der schon nicht mehr ansprechbar war und sicher nicht mehr sehr lange gelebt hat. Bei der Entlassung aus dem Krankenhaus musste ich noch einmal wegen der Entlassungspapiere zu einem höheren Truppenarzt. Dort stand ich in der Schlange und hinter mir unterhielten sich zwei Ärzte über ihre Patienten. Da hörte man zwangsläufig einige sehr unschöne Geschichten über Krebspatienten. Also, Todesfälle durch Krankheiten gab es wohl auch einige... .
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Re: Todesfälle in der Armee

Beitragvon HPA » 20. August 2015, 12:16

Wie im Durchschnitt der Bevölkerung auch.
Man sollte nicht vergessen, dass ab Anfang bis Mitte der 60iger die Personalstärke bereits bei ca400 000 und ab den 70 igern bei ca 500 000 Soldaten lag.

Waren ein paar mehr als die NVA aufzubieten hatte.
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Re: Todesfälle in der Armee

Beitragvon pentium » 20. August 2015, 12:57

Edelknabe hat geschrieben:Danke Sparta und somit sofort hin zum Vergleich mit der NVA. Also wie war das denn nun in der den Streitkräften der DDR und deren Anzahl an Toten, wenn du jetzt bitte den richtigen Link ....denn Spartacus, über die Grenztoten gibt es ne richtig ordentliche Liste, jedes Jahr am 13 August in DIE WELT.

Rainer-Maria Wahnsinn sowas, hatten die Jungs im Westen Drüben wohl doch genau dieselben Probleme wie Wehrdienstleistender in der DDR. Mit dem klitzekleinen Unterschied, die wohl nicht gerade sehr belastbaren Jungs waren jeden(fast) jeden Abend, jedes Wochenende Zuhause bei Mutti, Frau oder Freundin, wir leider nur aller 8-14 Wochen.


Letzteres ist Mumpitz Edelknabe. Es lag mehr an der Paranoia der Partei und Staatsführung der DDR, dass der arme Rainer-Maria so selten Urlaub bekam...!
Eine ordentliche Liste über die Todesfälle in der NVA wirst du kaum finden, leider kann ich nicht mit exakteren Zahlen dienen. Aber ich erinnere mich an einen Vorgesetzten der einmal grob schätzte, "pro Ausbildungsjahr in der NVA ca. 5-8 Armeeangehörige."
Wobei in diese Schätzung auch Verkehrsunfälle mit einfließen.

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Re: Todesfälle in der Armee

Beitragvon HPA » 20. August 2015, 13:13

Wenn man sich mal im NVA Forum einliest, dürfte die Zahl von 5-8 pro Jahr weit zu tief liegen.

Aber offizielle Zahlen wird es wegen der Geheimhaltungsmanie nicht geben.
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Re: Todesfälle in der Armee

Beitragvon pentium » 20. August 2015, 13:18

HPA hat geschrieben:Wenn man sich mal im NVA Forum einliest, dürfte die Zahl von 5-8 pro Jahr weit zu tief liegen.

Aber offizielle Zahlen wird es wegen der Geheimhaltungsmanie nicht geben.


Wie dieses Beispiel:

Zitat:
Beispiele ?
Geschoßwerferabteilung 4 "verliert" Soldaten bei kurzer Rast .... er hatte in der Fahrspur der Räder geschlafen , kam bei alarmmäßigem Rausziehen nich schnell genug drunter raus
MSR 18 "verliert" 2 Soldaten ... sie hatten Enteiser - Schnaps gemacht , gesoffen ... jämmerlich verreckt
US 2 verliert 3 US,er .... sie hatten PALR Blingänger eingesammelt ... eine scharfe dabei , Haufen angezündet ....
MSR 24 verliert Uffz .... hatte wie schon oft SPW mit dem Rücken an der Wand in die Halle eingewiesen .... sein Fahrer , wie schon den SPW " nickend " vorhopsen lassen .. der letzte Hopser war zuviel
PR Gotha ( 23 ? 25 ? ) ..... "kachelt" , wie schon oft , über die Spurbrücke auf dem Waschplatz ... beim letzten Mal trifft er nicht richtig .... dafür 1 Soldaten
IB 4 macht Härtekomplex ... ein geschwächter Soldat wird ( unter Vollschutz ) von seinem ZF ( BU ) " an die Wand gestellt , zwecks Scheinexekution ..... voller Erfolg ! .. er hatte Schwartzmunition geladen ....
AK MSR 24 Soldat schießt " aus Spaß " durch den Kp-Fluhr .... er hatte die Schwarztmunition "vergessen" ... und keiner die Waffen auf Sicherheit kontrolliert...

quelle: NVA Forum

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Re: Todesfälle in der Armee

Beitragvon Merkur » 20. August 2015, 13:36

HPA hat geschrieben:
Aber offizielle Zahlen wird es wegen der Geheimhaltungsmanie nicht geben.


Falsch. Beim BStU sind die Tagesmeldungen der HA I (Verwaltung 2000) archiviert. In diesen Meldungen sind u.a. die Todesfälle von NVA-Angehörigen im- und außer Dienst erfasst ( mit Kurzsachverhalt). Diese Meldungen müssten nur entsprechend ausgewertet werden.
Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger.
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Re: Todesfälle in der Armee

Beitragvon HPA » 20. August 2015, 13:46

Na dann, frisch ans Werk.

Mit Geheimhaltungsmanie meinte ich, dass man so etwas wohl kaum zu DDR Zeiten in der Zeitung gelesen hat.

Die Starfighterkrise wurde hoch und runter gebetet. Beiderseits des Zauns.

Das die NVA 115 von 550 MiG 21 (bei bedeutend weniger Flugstunden pro Ereignis) verloren hat,ich kann mich nicht erinnern, dass das je ein Thema in der ostdeutschen Presse war. Von einigen spektakulären Einzelfällen abgesehen.
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Re: Todesfälle in der Armee

Beitragvon Merkur » 20. August 2015, 13:51

HPA hat geschrieben:Na dann, frisch ans Werk.


Mach mal, dann hast Du was sinnvolles zu tun.
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Re: Todesfälle in der Armee

Beitragvon HPA » 20. August 2015, 13:57

Da muss ich dich enttäuschen. [grins] Keine Zeit.
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Re: Todesfälle in der Armee

Beitragvon pentium » 20. August 2015, 14:51

Zitat aus: Verluste im JG-2

Am 10. September 1957
die "6", eine MiG-15bis. Die Maschine springt bei der Landung und kippt ab. Der Pilot Unterleutnant Günter Polensky kommt dabei ums Leben. Das dürfte der erste tödliche Unfall seit bestehen der NVA gewesen sein...

http://home.snafu.de/veith/verluste2.htm

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Re: Todesfälle in der Armee

Beitragvon Edelknabe » 20. August 2015, 17:21

Der Sirius hat über die BW getextet wie ein Weltmeister und Danke dafür. Und genau wie Merkur bin ich der Meinung, da muss es ne ordentliche Liste NVA geben....weil, über die Toten an der innerdeutschen Grenze (auch tote Grenzsoldaten ob Unfall, Suizid etc) gibt es doch komischerweise auch eine? Denn wenn die Toten der Grenze kein Geheimniss so als "Untertruppe "der NVA waren, warum sollte dann die Hauptarmee selber ihre Toten im Wehrdienst verschweigen wollen, sollen?

Das leuchtet mir irgend wie nicht ein? Das ist nicht logisch, das wäre Käse .... auch warum? Und bitte Pentium, der Rainer war unter Garantie nicht der Einzige an der Grenze, der aller 8-14 Wochen auf nur einen VKU kam.

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Re: Todesfälle in der Armee

Beitragvon pentium » 20. August 2015, 17:39

Edelknabe hat geschrieben:Der Sirius hat über die BW getextet wie ein Weltmeister und Danke dafür. Und genau wie Merkur bin ich der Meinung, da muss es ne ordentliche Liste NVA geben....weil, über die Toten an der innerdeutschen Grenze (auch tote Grenzsoldaten ob Unfall, Suizid etc) gibt es doch komischerweise auch eine? Denn wenn die Toten der Grenze kein Geheimniss so als "Untertruppe "der NVA waren, warum sollte dann die Hauptarmee selber ihre Toten im Wehrdienst verschweigen wollen, sollen?

Das leuchtet mir irgend wie nicht ein? Das ist nicht logisch, das wäre Käse .... auch warum? Und bitte Pentium, der Rainer war unter Garantie nicht der Einzige an der Grenze, der aller 8-14 Wochen auf nur einen VKU kam.

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Merkur schreibt nicht von einer Liste, Rainer-Maria. Du kannst ja gerne die Tagesmeldungen der HA I (Verwaltung 2000) zu einer Liste zusammenfassen, es wird sich ein dickes Buch werden! Übrigens tauchen dort auch deine erschossenen Grenzer auf, dazu aber auch Unfälle durch zu starken Alkoholgenuss, tödliche Verkehrsunfälle, Leichtsinn im Umgang mit Waffen und Munition, Mänöverunfälle, tödliche Unfälle im Umgang mit schwerer Technik, ertrinken von Armeeangehörigen und die Selbstmorde...!

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PS. Nach meiner Erinnerung gab es einen Diavortrag zu tödlichen Unfällen in der NVA so um 1978 mit schrecklichen Bildern! Den hat man dir wohl nicht gezeigt Rainer-Maria, dann würdest du nicht nach einer Liste fragen...
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Re: Todesfälle in der Armee

Beitragvon Edelknabe » 20. August 2015, 17:54

Wisst ihr wie idiotisch das Ganze ist. Die Bundeswehr legt ne ordentliche Liste vor, der Rainer Hildebrandt jedes Jahr neu mit seinen Grenztoten auch, nur Ex NVA lässt sich sinngemäß bitten? Das begreife wer will? Und warum diese Geheimnistuerei? Also mein Fazit für den Fred,NVA ist erstmal fein raus, Bundeswehr eben blöd dran (sinngemäß)weil deren Liste vorhanden.

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Re: Todesfälle in der Armee

Beitragvon augenzeuge » 20. August 2015, 18:01

Edelknabe hat geschrieben:der Rainer Hildebrandt jedes Jahr neu mit seinen Grenztoten auch..

Rainer-Maria


Es waren die Grenztoten der DDR, nicht von Hildebrand. Und, ganz wichtig, die meisten Toten fanden ihren Mörder bei den GT selbst, nicht woanders.
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Re: Todesfälle in der Armee

Beitragvon pentium » 20. August 2015, 18:04

Edelknabe hat geschrieben:Wisst ihr wie idiotisch das Ganze ist. Die Bundeswehr legt ne ordentliche Liste vor, der Rainer Hildebrandt jedes Jahr neu mit seinen Grenztoten auch, nur Ex NVA lässt sich sinngemäß bitten? Das begreife wer will? Und warum diese Geheimnistuerei? Also mein Fazit für den Fred,NVA ist erstmal fein raus, Bundeswehr eben blöd dran (sinngemäß)weil deren Liste vorhanden.

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Und zu was brauchst du diese Liste, Rainer-Maria. Um dann zu lesen, dass sich Soldat Maier aus Liebeskummer eine Kugel in den Kopf geschossen hat? Oder dass bei einer Bahnverladung der Panzerfahrer Schulze an die Oberleitung gekommen ist....? Solche tragischen Unfälle brauchen keine Liste...

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Re: Todesfälle in der Armee

Beitragvon Edelknabe » 20. August 2015, 18:18

Zu was ich die Liste brauche? Der war gut Pentium, der war richtig gut. Ich gebe es ja gerne zu, ich bin da wie Interessierter, nur eben anders herum. Es ist auch ganz einfach, wenn also NVA von Spezies wie I. immer so schön madig gemacht wird(in Allem)dann braucht es ner ordentlichen Liste um die längst vergangene Truppe realistisch nachvollziehen zu können(deren Todesfälle).

Und dann nehmen wir damalige Gesamtstärke Ost und West(der HPA hatte wohl schon....BWehr vorgelegt) und dann wird prozentual aufgeschlüsselt. So einfach wird das....würde das werden.

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Re: Todesfälle in der Armee

Beitragvon Volker Zottmann » 20. August 2015, 18:19

Wenn es diese ominöse Liste aller NVA-Toten gäbe, diese unter Umständen sogar vollständig wäre, dann gäbe es keine Fragen mehr zu NVA-Toten, deren Schicksal bis heute unbeleuchtet blieb. Wo man nur weiß, dass sie tot sind, die "Genossen Soldaten".
Mich würde solche Publikation bestimmt interessieren, und dort speziell die Geschehnisse bei oder um Bernau, wo 1971 mein Kollege Fred Hartmeyer als Soldat irgendwie den Tod fand.
So, wie seine Angehörigen noch rätseln, gibt es sicher mehrere Fälle, wie ich annehme.

Gruß Volker
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Der Große sieht ihn breiter, der Kleine leider nicht.
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Re: Todesfälle in der Armee

Beitragvon pentium » 20. August 2015, 18:26

Edelknabe hat geschrieben:Zu was ich die Liste brauche? Der war gut Pentium, der war richtig gut. Ich gebe es ja gerne zu, ich bin da wie Interessierter, nur eben anders herum. Es ist auch ganz einfach, wenn also NVA von Spezies wie I. immer so schön madig gemacht wird(in Allem)dann braucht es ner ordentlichen Liste um die längst vergangene Truppe realistisch nachvollziehen zu können(deren Todesfälle).

Und dann nehmen wir damalige Gesamtstärke Ost und West(der HPA hatte wohl schon....BWehr vorgelegt) und dann wird prozentual aufgeschlüsselt. So einfach wird das....würde das werden.

Rainer-Maria


Aufschlüsseln, zu was? Außerdem kannst du es dir doch ausrechnen, nimm meine Formel, die 5-8 pro Jahr und du hast deine Zahlen. Mich stören solche Vergleiche und dir müsste man wirklich mal diesen DIA-Vortrag zeigen....

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