Vom Generalfeldmarschall zum DDR-Friedenskämpfer

Alles was das Militär betrifft, Armeen, Technik u.s.w. und militärgeschichtliche Themen

Re: Vom Generalfeldmarschall zum DDR-Friedenskämpfer

Beitragvon Nov65 » 23. Dezember 2012, 12:31

tom-jericho hat geschrieben:Ein Hinweis zu Kriegsverbrechern:

Ein gewisser Herr Quandt stand auf der Liste der Kriegsverbrecher in Nuernberg.
Aus unerfindlichen Gruenden wurde sein Name gestrichen.
Vor einigen Jahren gab Witwe Quandt 5 Millionen DM für die Renovierung/Rekonstruktion einer Schule.
Früher Fabrik der Familie Quandt gewesen.
Nun habe ich hier eine "Quandt-Schule" und eine "Quandt-Sporthalle" vor der Tuer und eine Eintragung der Witwe Quandt in das Gästebuch "ihrer eigenen" "Quandt-Schule".
Mir ist aber bekannt, dasz einige Eltern ihre Kinder dort nicht einschulen lassen.

Wirklich Interessierten empfehle ich dazu die NDR-Dokumentation "Das Schweigen der Quandts".

Dito gilt fuer Albert Speer.

Hi @tom-jericho, woher hast Du denn Deine Infos über das Zustandekommen des Namens der Quandt-Schule? Hast Du Kenntnis von der Familienstruktur der Fam. Quandt. Mein Kollege Landrat und ich haben das Erstgespräch mit einem Familienmitglied geführt, nicht wie Du schreibst mit der Witwe. Dann folgten Recherchen in der Familienchronik. Dann kam die Stadt P.dem Wunsch und Angebot eines Teils der Familie Quandt nach. Mir ist heute nicht bekannt, dass Eltern ihre Kinder nicht in diese Schule wegen des Namens geben, eher wegen der Schulleitung!
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Re: Vom Generalfeldmarschall zum DDR-Friedenskämpfer

Beitragvon Sirius » 23. Dezember 2012, 12:35

Das Thema alle Wehrmachtsangehörigen seien Kriegsverbrecher oder Nazis gewesen, hatten wir hier schon einmal. Also liegt ratata mit seiner Aussage über die DDR nicht völlig falsch:

ABV hat geschrieben:Ich möchte an dieser Stelle eine Diskussion über den Umgang mit gefallenen deutschen Soldaten in der DDR, anregen. Ein Umbetter der Kriegsgräberfürsorge hat einmal gesagt, dass sich die DDR an den gefallenen deutschen Soldaten ideologisch " die Schuhe abgeputzt" hat. Er spielte darauf auf die de facto Gleichsetzung von deutschen Soldaten und Nazis an.


http://neues-forum.info/forum/viewtopic.php?f=16&t=2712#p38489

Interessierter hat geschrieben:
Edelknabe hat geschrieben:Also keine Ehre für Kriegsverbrecher und was da sonst noch als Eroberungslandser durch die Gegend marschierte und das war richtig so im Sozialismus da, so meine Meinung.


Edelknabe,
gestatte mir bitte ein Frage zu Deinem Beitrag:
Ist Dir eigentlich klar, daß Du damit pauschal sämtliche Wehrmachtsangehörige als Kriegsverbrecher bezeichnest und somit meinen im Krieg gefallenen Vater auch?
Wenn das nicht Deine Absicht war, fordere ich Dich auf das richtigzustellen !


Zicke hat geschrieben:RMR wegen so einer ,Deiner Aussage, mußte sich ein Lehrer 1968 bei mir entschuldigen; von wegen alles Kriegsverbrecher.
Hier bist Du weit übers Ziel hinausgesprungen.


http://neues-forum.info/forum/viewtopic.php?f=16&t=2712&start=60#p39199
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Re: Vom Generalfeldmarschall zum DDR-Friedenskämpfer

Beitragvon Sirius » 23. Dezember 2012, 12:53

Edelknabe hat geschrieben:Das ist Ok Sirius, ich bin klein mein Herz ist rein und ich habe nie ein Archiv besucht. Soweit geht das in Ordnung. Aber wie geschrieben, die große Sowjetunion benötigte sogar den Klassengegner USA(ihren ärgsten Feind) mit seinen enorm großen in der Menge per Schiffsfracht gesendeten Land-Lease Hilfslieferungen,(also heute noch Hut ab vor den USA...anders kann ich das nicht texten) um aus dem ganzen beschissenen Schlamassel einigermaßen wieder heraus zu kommen, um einigermaßen die Hauptkampflinie wiederzufinden, um der großen mächtigen kampferprobtenWehrmacht zu wiederstehen....und dann unterstellt man Stalin so viel mehr, gar übergeschnappte Welteroberungspläne?????



Rainer-Maria, Du hast die Links, die ich eingestellt hatte, gar nicht gelesen. Stalin begann zusammen mit Marschall Michail Tuchatschewski mit der massiven Aufrüstung zum Zwecke des ideologisch bedingten "Vernichtungskrieg" gegen den Westen , für den revolutionären Angriffskrieg bereits 1930. 1930 gab es noch gar keine Wehrmacht, auch keinen Hitler als Herrscher! Da gab es nur das schwache 100.000-Mann-Heer der Weimarer Republik. Tuchatschewski sprach bereits zu diesem Zeitpunkt von dem "bevorstehenden großen Krieg".

Die Fehler die Stalin gemacht hatte, wie die Liquidierung von Offizieren oder die taktischen Fehler der sowjetischen militärischen Führung während des Kriegs ändern doch nichts an der Tatsache, dass die Pläne und Vorbereitungen seit 1930 liefen.

http://www.welt.de/politik/article17998 ... esten.html
http://www.tagesspiegel.de/kultur/liter ... 21824.html
Zuletzt geändert von Sirius am 23. Dezember 2012, 13:17, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: Vom Generalfeldmarschall zum DDR-Friedenskämpfer

Beitragvon Volker Zottmann » 23. Dezember 2012, 13:04

SCORN hat geschrieben:
Volker Zottmann hat geschrieben:Lieber Ratata,

An Deinem Beispiel hier wird deutlich was im Forum passiert.
Dein Niedergeschriebenes, ob selbst erlebt oder gehört, wird bewusst zerstückelt, verdreht und verfälscht, nur um Dich zu diffamieren, zu zersetzen und Dich (oder wen auch immer) an den Pranger zu stellen. [sick]

Das Forum dreht sich im Kreis, weil dagegen kein Kraut gewachsen ist. Wir müssen diese Leute noch länger ertragen.
Müssen wir wirklich?

Frohe Weihnachten, Volker


du bist ein ganz übler Sprücheklopfer, nur gut dass man weis von wem es kommt! was bitte schön ist an diesm Satz: Leider zählte auch er , wie alle Wehrmachtssoldaten zu den Kriegsverbrechern in der DDR.
zu verdrehen oder verfälschen! VZ, dein absolut dümmlicher Beitrag demaskiert dich allerdings vortrefflich! [super] Du schreibst von ertragen? Ich habe noch nie so einen großkotzigen Oberwendehals getroffen!

SCORN


Berliner Göre, Janko und Scorn,
Tut doch nicht so, als hättet Ihr des Ratata nicht genau verstanden. Selbst wenn es nicht klar genug formuliert wäre, weiß jeder normal gebildete Mitteleuropäer was gemeint war.
In unserem Staatsbürgerkundeunterricht, um 1964 wurden alle Wehrmachtssoldaten, als Handlanger Hitlers, als Kriegsverbrecher bezeichnet.
Besonders in den 50er und 60 Jahren hatten die Kriegsinvaliden sehr zu leiden in der DDR. Schon aufgrund der mageren Renten.
Nichts anderes wollte und hat Ratata ausgedrückt.

Und Du Scorn, vergiss den Weihnachtsfrieden nicht. Von mir wirst Du keine geistlosen (auch keine anderen) Beschimpfungen hören.
Auch das hat was mit Intelligenz zu tun.

Gruß Volker
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Re: Vom Generalfeldmarschall zum DDR-Friedenskämpfer

Beitragvon Zicke » 23. Dezember 2012, 13:17

Volker Zottmann hat geschrieben:In unserem Staatsbürgerkundeunterricht, um 1964


nur der Genauigkeit halber:
Staatsbürgerkunde war ein Unterrichtsfach in der DDR, das in der 9. und 10. Klasse und ab 1969 von der 7. bis zur 10. Klasse an den Polytechnischen Oberschulen sowie bis zur 12. Klasse an den Erweiterten Oberschulen unterrichtet wurde
WIKI
z

Doch wenn ich all jene, die mir nicht in den Kram passen, deren Ansichten vielleicht irgendwie rechts sind, weiterhin Nazis nenne, dann ist das nicht nur faktisch falsch. Ich schmälere damit letztendlich auch das Andenken an die Opfer des NS-Regimes.

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Re: Vom Generalfeldmarschall zum DDR-Friedenskämpfer

Beitragvon Edelknabe » 23. Dezember 2012, 13:23

Aus dem einen von deinen Links Sirius und ha ha ha selten so gelacht....vom Rainer.

"Spätestens ab Ende 1940 bereitete sich Stalin nun sehr intensiv auf den Angriff auf Deutschland vor, wobei er trotz zahlreicher Warnungen nicht an die unmittelbaren deutschen Kriegsabsichten glaubte. Er ließ die Armee noch einmal grundlegend umstrukturieren, ausbauen und umrüsten. Im Frühjahr 1941 war Stalin unbestreitbar dabei, entlang der deutsch-sowjetischen Grenze die größte Invasionsarmee aller Zeiten aufzubauen, um im geeigneten Moment seinen deutschen Verbündeten zu überfallen."

Und dann Sirius bumms und hast du nicht gesehen rückte doch die große Wehrmacht vor und traf....auf fast Nichts,Nichts, nicht so viel, im Gegenteil, man war wohl so durcheinander wie Kutusow und ließ die Wehrmacht erstmal kommen so wie Napoleons Truppen, um die Gedanken bißchen zu sammeln ha ha ha um sie dann bei Stalingrad gebührend zu empfangen? Aber so schlau wie Kutusow war man wohl doch nicht, verlor noch vorher etliche Armeen mit Generale dazu die dann in den deutschen Stalags elendig verhungerten und verdursten, kurz dort am deutschen Wesen verreckten.

Rainer-Maria lass die Links besser in der Kiste. Auch Stalin hatte wahrscheinlich ne enorme Phantasie. Nur war der Deutsche Nazi unterm Adolf wohl eher Realist und kein Träumer, der vollzog auch das was er plante...bis wohl so langsam der Stalin aus seinen "Welteroberungs"-Träumen erwachte.
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Re: Vom Generalfeldmarschall zum DDR-Friedenskämpfer

Beitragvon augenzeuge » 23. Dezember 2012, 13:28

Edelknabe hat geschrieben:Aus dem einen von deinen Links Sirius und ha ha ha selten so gelacht....vom Rainer.

"Spätestens ab Ende 1940 bereitete sich Stalin nun sehr intensiv auf den Angriff auf Deutschland vor, wobei er trotz zahlreicher Warnungen nicht an die unmittelbaren deutschen Kriegsabsichten glaubte. Er ließ die Armee noch einmal grundlegend umstrukturieren, ausbauen und umrüsten. Im Frühjahr 1941 war Stalin unbestreitbar dabei, entlang der deutsch-sowjetischen Grenze die größte Invasionsarmee aller Zeiten aufzubauen, um im geeigneten Moment seinen deutschen Verbündeten zu überfallen."


Du kannst drüber lachen, Rainer. Es ändert aber nichts an der Tatsache, dass das historisch korrekt ist.
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Re: Vom Generalfeldmarschall zum DDR-Friedenskämpfer

Beitragvon Janko » 23. Dezember 2012, 13:35

@VZ.......In unserem Staatsbürgerkundeunterricht, um 1964 wurden alle Wehrmachtssoldaten, als Handlanger Hitlers, als Kriegsverbrecher bezeichnet


In unserem n i c h t ! Es fand da wohl eine Differenzierung zwischen der Führung der Wehrmacht und den einfachen Sold./Uffz. statt.
Bei der Berentung von Kriegsinvaliden wird es nicht üppig zugegangen sein. Das stell ich doch gar nicht in Abrede. Aber da die DDR sowieso nichts hatte...., konnte man da mehr erwarten ??
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Re: Vom Generalfeldmarschall zum DDR-Friedenskämpfer

Beitragvon Sirius » 23. Dezember 2012, 13:35

Edelknabe hat geschrieben:Aus dem einen von deinen Links Sirius und ha ha ha selten so gelacht....vom Rainer.

Was soll daran lustig sein?
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Re: Vom Generalfeldmarschall zum DDR-Friedenskämpfer

Beitragvon tom-jericho » 23. Dezember 2012, 13:39

Nov65 hat geschrieben:
tom-jericho hat geschrieben:Ein Hinweis zu Kriegsverbrechern:

Ein gewisser Herr Quandt stand auf der Liste der Kriegsverbrecher in Nuernberg.
Aus unerfindlichen Gruenden wurde sein Name gestrichen.
Vor einigen Jahren gab Witwe Quandt 5 Millionen DM für die Renovierung/Rekonstruktion einer Schule.
Früher Fabrik der Familie Quandt gewesen.
Nun habe ich hier eine "Quandt-Schule" und eine "Quandt-Sporthalle" vor der Tuer und eine Eintragung der Witwe Quandt in das Gästebuch "ihrer eigenen" "Quandt-Schule".
Mir ist aber bekannt, dasz einige Eltern ihre Kinder dort nicht einschulen lassen.

Wirklich Interessierten empfehle ich dazu die NDR-Dokumentation "Das Schweigen der Quandts".

Dito gilt fuer Albert Speer.

Hi @tom-jericho, woher hast Du denn Deine Infos über das Zustandekommen des Namens der Quandt-Schule? Hast Du Kenntnis von der Familienstruktur der Fam. Quandt. Mein Kollege Landrat und ich haben das Erstgespräch mit einem Familienmitglied geführt, nicht wie Du schreibst mit der Witwe. Dann folgten Recherchen in der Familienchronik. Dann kam die Stadt P.dem Wunsch und Angebot eines Teils der Familie Quandt nach. Mir ist heute nicht bekannt, dass Eltern ihre Kinder nicht in diese Schule wegen des Namens geben, eher wegen der Schulleitung!
Gruß Andreas


Nov65,
ich habe nicht geschrieben, dasz Dein verehrter Kollege Landrat (von mir aus auch Genosse Landrat), mann nennt ihn auch den "Drafi Deutscher der P.", und Du das Erstgespräch mit Witwe Quandt führten, ich sprach nur von Ihrem Gaestebucheintag. Verraets Du mir den Namen dieses Familienmitgliedes?
Ja, war nur eine Tuchfabfrik.
Du wirst aber bestaetigen koennen, dasz aeltere Buerger in der P. davor warnten.
Dann könntest Du ja eventuell sogar sein 1. Beigeordneter oder 2. Beigeordneter gewesen sein.
Ich denke auch, es waren nicht die Bürger von P., sondern wieder nur einige wenige Fraktionen des Rates der Stadt, die dem zustimmten.
Das habe ich gerade mit den 3 Drei-Buchstaben-Fraktionen im anderen P. dieses Jahr durch. Diesen 3 Fraktionen spreche ich jegliche Kompetenz ab, über ihren Bürgermeister zu richten, der Provinz-Journalie erst recht.

Was verstehst Du unter Familienstruktur?
So etwas vielleicht?

http://www.spiegel.de/politik/ausland/david-petraeus-akteure-der-affaere-a-867078.html

Es gab dort aber in dieser Familie mindestens einen Fallschirmjaeger der Wehrmacht, oder?

Solltest Du aber Stammbaum meinen, so fahre ich bei meinem Eigenen schon unter Volllast.
Bin schon bis nach Mesopotamien gelangt.
Wem das jetzt nichts sagt, es ist das Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris.

So nun noch schoenen weiteren Weihnachtsurlaub am Westufer.

Schoene Gruesze aus P. - (Du kennst das Buch?)

PS: Mann mann, ne Menge Paula`s heute wieder.
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Re: Vom Generalfeldmarschall zum DDR-Friedenskämpfer

Beitragvon seaman » 23. Dezember 2012, 13:47

augenzeuge hat geschrieben:
Edelknabe hat geschrieben:Aus dem einen von deinen Links Sirius und ha ha ha selten so gelacht....vom Rainer.

"Spätestens ab Ende 1940 bereitete sich Stalin nun sehr intensiv auf den Angriff auf Deutschland vor, wobei er trotz zahlreicher Warnungen nicht an die unmittelbaren deutschen Kriegsabsichten glaubte. Er ließ die Armee noch einmal grundlegend umstrukturieren, ausbauen und umrüsten. Im Frühjahr 1941 war Stalin unbestreitbar dabei, entlang der deutsch-sowjetischen Grenze die größte Invasionsarmee aller Zeiten aufzubauen, um im geeigneten Moment seinen deutschen Verbündeten zu überfallen."


Du kannst drüber lachen, Rainer. Es ändert aber nichts an der Tatsache, dass das historisch korrekt ist.
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Wenn man dann noch bedenkt,welche technische Überlegenheit 1941 die russischen Panzer,Flugzeuge und Bewaffnung gegenüber der kampferprobten Wehrmacht hatten und wie sich das russische Offizierskorps schon in den 30er Jahren nur von "unfähigen" Stabsoffizieren entledigte für diesen Augenblick des Überfalls auf D......... [sick]
Aus meinem Familien/Bekanntenkreis waren vom ersten Tag des Einmarsches in die SU ,an verschiedenen Frontabschnitten,in verschiedenen Waffengattungen und Dienstgraden,genug Augenzeugen dabei die anderes berichteten.
Zwei davon,gehörten zur Luftaufklärung dem Kommando Ro.,die schon lange vor dem Einmarsch,also in Friedenszeiten, bist weit ins russische Hinterland Aufklärungsflüge unternahmen....

Habe garantiert eine andere Meinung dazu.
Zuletzt geändert von seaman am 23. Dezember 2012, 13:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Vom Generalfeldmarschall zum DDR-Friedenskämpfer

Beitragvon Edelknabe » 23. Dezember 2012, 13:48

Und vorher Jörg, da zog eine der längsten Angriffslinien auf die die Welt je gesehen hatte, vom Süden bis in den Norden über tausende Kilometer, ganz ganz leise mit die Panzer und schweren Geschütze und tausenden Mann und Mäusen und Stalin hatte wohl derweil im Kreml geschlafen, seine Generale auf der Ofenbank mit ihm und der Grenzbewohner mit ihnen nur der Dr.Sorge, der war hellwach. Die Deutschen mit ihren Verbündeten müssen wohl den Befehl herausgegeben haben..."Also Männer, wenn mir hier Einer heute morgen vor um Drei mit dem Kochgeschirr klappert, dann wird er sofort erwürgt, nicht erschossen".

Denn den Schuss hätte der Grenzbewohner bestimmt gehört, meinst du nicht auch?

Rainer-Maria lasst bloß die Links in der Kiste und ne Sirius, lustig war das garnicht, kostete Millionen Menschenleben. Und eh, bitte nicht mich hier so hinstellen, als wollte ich mich lustig machen über etwas, was der Russe garantiert nicht begonnen hatte. Das war der andere, der stramme Deutsche siehe Karnaks Text.
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Re: Vom Generalfeldmarschall zum DDR-Friedenskämpfer

Beitragvon tom-jericho » 23. Dezember 2012, 13:50

Zicke hat geschrieben:
Volker Zottmann hat geschrieben:In unserem Staatsbürgerkundeunterricht, um 1964


nur der Genauigkeit halber:
Staatsbürgerkunde war ein Unterrichtsfach in der DDR, das in der 9. und 10. Klasse und ab 1969 von der 7. bis zur 10. Klasse an den Polytechnischen Oberschulen sowie bis zur 12. Klasse an den Erweiterten Oberschulen unterrichtet wurde
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Dann hatte Volker Z. halt eins aus der 8. Klasse, oder es war ein preisreduziertes Maengelexemplar.

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Re: Vom Generalfeldmarschall zum DDR-Friedenskämpfer

Beitragvon Volker Zottmann » 23. Dezember 2012, 14:10

tom-jericho hat geschrieben:
Zicke hat geschrieben:
Volker Zottmann hat geschrieben:In unserem Staatsbürgerkundeunterricht, um 1964


nur der Genauigkeit halber:
Staatsbürgerkunde war ein Unterrichtsfach in der DDR, das in der 9. und 10. Klasse und ab 1969 von der 7. bis zur 10. Klasse an den Polytechnischen Oberschulen sowie bis zur 12. Klasse an den Erweiterten Oberschulen unterrichtet wurde
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Dann hatte Volker Z. halt eins aus der 8. Klasse, oder es war ein preisreduziertes Maengelexemplar.

Volker hoert die Signale - Trennung



... ja mein Bester, so wird es gewesen sein... Ging wohl diesmal alles nicht besser zu zerpflücken, weil ich eben UM 1964 schrieb.
Ich danke Zicke für seinen sachlichen Beitrag. So erinnert sich manch einer an Vergessenes.
Mein Klassenlehrer war seit der 5. Klasse auch mein Geschichtslehrer und dann eben ab 1965 auch noch unser Stabülehrer. Der Unterrichtsstoff wurde damals ohnehin durch ihn, als Antifa-Jugend-Mitglied nach 1945, fließend erteilt.

Gruß Volker
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Re: Vom Generalfeldmarschall zum DDR-Friedenskämpfer

Beitragvon seaman » 23. Dezember 2012, 14:19

karnak hat geschrieben:
ratata hat geschrieben: 1945 war der" Krieg zu Ende" , was danach an Verbrechen an die deutsche Bevölkerung und den Gefangenen verübt wurde , war für mich, ein Verstoß gegen das Völkerrecht. ratata

Diese Satz ist so einfach nicht korrekt.
Natürlich ist bei der Behandlung der deutschen Bevölkerung und der Kriegsgefangenen auch gegen das Völkerrecht verstoßen worden.Aber damit vordergründig zu argumentieren halte ich genau so übel wie mit den Vergewaltigungen von deutschen Frauen durch sowjetische Soldaten punkten zu wollen,obwohl es natürlich auch stimmt.Jetzt fehlt blos noch dieses saublöde Argument,Stalin wolle sowieso Deutschland überfallen und Hitler ist ihm nur zuvorgekommen.
So kann man diesen üblen Teil deutscher Geschichte einfach nicht beurteilen,das Pferd am Schwanz aufzäumen.Das ist Geschichtsklitterei der übelsten Art.Deutschland hat diesen Wahnsinn angezettelt und niemand anderes, unter Führung von ein paar völlig Wahnsinnigen.Und diese Typen wurden geduldet und auch gefördert von den Leuten,von den ich schreibe,die immer im Hintergrund bleiben und die die eigentlichen Fäden auf dieser Welt in der Hand halten,das war und ist übrigens das eigentliche Problem dieser Welt. Und der übergroße Teil der deutschen Bevölkerung stand auch dahinter,mit steif ausgestreckten Arm,solange es ans Siegen ging.Danach war das Jammern natürlich groß.
Zu dieser Verantwortung muß das deutsche Volk einfach stehen, auch wenn die heutige Generation keine Verantwortung dafür trägt,muß sie sich dessen bewußt sein und bleiben.
Ein Paulus und sein Adjudant Adam haben sicherlich viele verheerende Fehler gemacht,aber sie haben wenigstens aus ihren Fehlern gelernt.Vieleicht sogar mit Hilfe des Nationalkomitees freies Deutschland und dem Bund deutscher Offiziere.Das sollte man wenigstens anerkennen und wahrhaben.


Guter Beitrag!
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Re: Vom Generalfeldmarschall zum DDR-Friedenskämpfer

Beitragvon karnak » 23. Dezember 2012, 14:29

[quote="Sirius"]

Der erste Teil von dem Satz - Stalin wollte Deutschland angreifen - stimmt nach der neuesten Forschung, Aktenfunden in Moskau und sogar der Ansicht russischer Historiker. Er bzw. seine Ideologie wollte nicht nur Deutschland angreifen, sondern ganz Europa und die Welt beherrschen.




Das mag sein und ich halte das durchaus auch für möglich.Aber er hat eben nicht,sondern der andere Diktator in Europa hat und zwar mit wesentlicher Unterstützung und mit wenig Widerstand im deutschen Volk.Dieser Fakt steht.Und deswegen habe ich immer Bauchschmerzen und ein schlechtes Gefühl wenn gerade wir Deutschen diese Pläne Stalins nach vorne schieben,daß steht uns einfach nicht gut zu Gesicht.Es ensteht dann einfach der Eindruck,man will die Verantwortung des deutschen Volkes damit relativieren.
" Denn sie hassen am Andersdenkenden nicht nur die andere Meinung, zu der er sich bekennt,sondern auch die Vermessenheit, selbst urteilen zu wollen. Was sie ja doch selbst nie unternehmen und im Stillen sich dessen bewusst sind."
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Re: Vom Generalfeldmarschall zum DDR-Friedenskämpfer

Beitragvon Sirius » 23. Dezember 2012, 15:06

karnak hat geschrieben:
Sirius hat geschrieben:
Der erste Teil von dem Satz - Stalin wollte Deutschland angreifen - stimmt nach der neuesten Forschung, Aktenfunden in Moskau und sogar der Ansicht russischer Historiker. Er bzw. seine Ideologie wollte nicht nur Deutschland angreifen, sondern ganz Europa und die Welt beherrschen.




Das mag sein und ich halte das durchaus auch für möglich.Aber er hat eben nicht,sondern der andere Diktator in Europa hat und zwar mit wesentlicher Unterstützung und mit wenig Widerstand im deutschen Volk.Dieser Fakt steht.Und deswegen habe ich immer Bauchschmerzen und ein schlechtes Gefühl wenn gerade wir Deutschen diese Pläne Stalins nach vorne schieben,daß steht uns einfach nicht gut zu Gesicht.Es ensteht dann einfach der Eindruck,man will die Verantwortung des deutschen Volkes damit relativieren.


Nur als Hinweis: Es sind Forschungsergebnisse von Bogdan Musial, einem gebürtigen Polen, der heute Historiker an der Universität Warschau ist. Er weist außerdem daraufhin, dass es ihm nicht um Relativierung deutscher Verbrechen gehe, indem er schreibt:
Diese Verweigerung gegenüber den historischen Fakten und Quellen ist zum einen durch ideologische und politische Verblendung zu erklären, zum anderen wohl durch die Angst, dies würde den deutschen Vernichtungskrieg gegen die UdSSR relativieren. Ob jedoch dies die Verfälschung der historischen Fakten rechtfertigt, ist stark zu bezweifeln. Mit wissenschaftlichen Grundsätzen ist das auf jeden Fall nicht vereinbar. Es verwundert daher nicht, dass die heutige westliche Forschung die sowjetische Propaganda von der angeblich defensiven, ja "friedliebenden" Außenpolitik der Sowjetunion weitgehend widerspiegelt. Die damalige sowjetische militärische Kriegstaktik wird nach wie vor als "offensive" beziehungsweise "Vorwärtsverteidigung" beschrieben, ein Kunstgriff der sowjetischen Propaganda, auf den zahlreiche westliche Forscher und Autoren hereinfielen, ich selbst nicht ausgenommen. Erst die umfassende und äußerst spannende Lektüre einschlägiger Dokumente in den Moskauer Archiven hat mich veranlasst, meine durch die westliche Forschung und kommunistische Propaganda geformte Meinung zu revidieren und weiterzuforschen. Erstaunlicherweise sind russische Historiker in dieser Hinsicht viel aufgeschlossener. Für nicht wenige von ihnen ist nicht die Frage interessant, ob Stalin Deutschland angreifen wollte, denn davon gehen sie aus, sondern wann er das beabsichtigte. Dies gilt natürlich nicht für die Geschichtspolitik des heutigen russischen Staates, die weiterhin auf die Propagandaparole von der "friedliebenden" Sowjetunion setzt.

Ich finde, dass es gerade deshalb bemerkenswert ist, weil das von einem gebürtigen polnischen Historiker und auch von russischen Historikern stammt und gerade nicht von deutschen Historikern.

Musial wurde allerdings als Oppositioneller vom polnischen Staatssicherheitsdienst verfolgt und hat in der BRD politisches Asyl beantragt. Aus diesem Grund geht er vielleicht auch anders an die Sache heran, und hat vermutlich gegenüber dem "Sozialismus" eine negativere Einstellung als andere.
Zuletzt geändert von Sirius am 23. Dezember 2012, 15:15, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Vom Generalfeldmarschall zum DDR-Friedenskämpfer

Beitragvon Nov65 » 23. Dezember 2012, 15:08

Einen schönen 4. Advent,@tom-jericho,
ich war nie Wahlbeamter oder Angestellter der Stadt P., der damalige Landrat trug keinen Hut wie der jetzige. Ja, mit dem heutigen könnte ein Vergleich mit Drafi D. stimmen.
Schau Dir doch bitte die Familienstruktur/Stammbaum der Fam. Quandt in der Nazizeit an. Nicht jeder war ein bekennender oder hochrangiger Nazi.
Die ganze Familie in einen Bann zu legen, ist also nicht fair, auch heute in Vergleichsfällen nicht.
Damals war die Tochter von Hermann Quandt mit Sohn bei uns.

Ich bin überhaupt der Meinung, dass insbesondere in Ostdeutschland zu lange Abstand gehalten wurde von ehemaligen Familien, die vor 1945 gesellschaftsbestimmend waren. Außer ausgesprochenen Nazis natürlich.

Grüße vom Westufer des Plauer Sees von
Andreas
P.S. Kläre mich doch bitte über das angesprochene Buch auf.
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Re: Vom Generalfeldmarschall zum DDR-Friedenskämpfer

Beitragvon Sirius » 23. Dezember 2012, 15:12

Nov65 und Tom-Jericho,

ich verstehe nicht ganz die Geheimniskrämerei um diese Stadt P., wir sind doch kein Geheimdienst. Über Google findet man in wenigen Sekunden heraus, wo sich diese "Quandt-Schule" befindet.
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Re: Vom Generalfeldmarschall zum DDR-Friedenskämpfer

Beitragvon icke46 » 23. Dezember 2012, 15:19

In Pritzwalk [wink] .

Gruss

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Re: Vom Generalfeldmarschall zum DDR-Friedenskämpfer

Beitragvon Edelknabe » 23. Dezember 2012, 15:40

Der Pole Musial als Historiker "über den früheren...und wohl noch heutigen Erzfeind". Erinnert mich an frühere Chemiebaustellen als mitteljunger Bauleiter als ich mit holprigem Russisch den Subtruppen von Polen die Objekte zuweisen wollte. Gut das ich wohl vorher deutsch geredet hatte nur da ebensowenig von der Masse verstanden wurde. Der Vorarbeiter klärte mich dann auf..."ihm gegenüber ginge das schon in Ordnung, mein Holperrussisch, ich sollte mich besser darauf beschränken".

Rainer-Maria streitet man sich nicht jetzt noch um den Absturz der polnischen Präsidentenmaschine und schiebt dem jeweils Anderen unlautere Absichten unter?
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Re: Vom Generalfeldmarschall zum DDR-Friedenskämpfer

Beitragvon Nov65 » 23. Dezember 2012, 18:18

icke46 hat geschrieben:In Pritzwalk [wink] .

Gruss

icke

Stimmt natürlich,@Icke.Ich fand die Ortsbezeichnung nicht so wichtig.
Gruß Andreas
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Re: Vom Generalfeldmarschall zum DDR-Friedenskämpfer

Beitragvon icke46 » 23. Dezember 2012, 18:34

Dann heisst die Schule ja, laut ihrer Webseite Herbert-Quandt-Grundschule.

Nun war mir ja schon länger bekannt, dass Herbert Quandt der Stiefsohn von Goebbels war (wofür er selbstverständlich nichts kann), nur ist in dem
Eintrag in der wikipedia zu seinem Namen auch folgendes zu lesen:

Nach Einschätzung von Benjamin Ferencz, der bei den Nürnberger Prozessen für die Anklagebehörde arbeitete, wären Herbert Quandt und sein Vater Günther ebenso wie Alfried Krupp von Bohlen und Halbach, Friedrich Flick und die Verantwortlichen der I.G. Farben als Hauptkriegsverbrecher angeklagt worden, wenn die heute zugänglichen Dokumente den Anklägern damals vorgelegen hätten. Die entscheidenden Dokumente zu ihrem Wirken im Dritten Reich lagen den Behörden in der britischen Besatzungszone vor. Die Briten hielten das Material zurück, weil sie erkannt hatten, welche Bedeutung die Batterieproduktion der AFA auch nach dem Krieg hatte, und die Eigentümer deswegen schonen wollten.

Da frage ich mich nun, ob der Mann unbedingt als Namensgeber für eine Grundschule geeignet ist.

Gruss

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Re: Vom Generalfeldmarschall zum DDR-Friedenskämpfer

Beitragvon ex-maja64 » 23. Dezember 2012, 18:41

Nee @icke, der hies Harald Quandt, der Stiefsohn von Goebbels. [wink]
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Re: Vom Generalfeldmarschall zum DDR-Friedenskämpfer

Beitragvon pentium » 23. Dezember 2012, 18:48

Um mal kurz zu unserem Generalfeldmarschall zurückzukommen. Ein kleiner Literaturtipp für den geneigten Liebhaber von Biographien.
Ist so mindestens bei Amazon (keine Reklame) erhältlich.

Torsten Diedrich: Paulus - Das Trauma von Stalingrad. Eine Biographie. Veröffentlicht im Schöningh Verlag, 579 Seiten für 39 Euro 90.
ISBN 9783506764034

Kurzbeschreibung:
»Ja, ich weiß, die Kriegsgeschichte hat schon jetzt das Urteil über mich gesprochen«. Der dies sagte, in den Ruinen von Stalingrad Ende Januar 1943, war Friedrich Paulus, Generalfeldmarschall und Oberbefehlshaber der Reste seiner eingeschlossenen 6. Armee. Wenige Tage später kapitulierte er und ging für zehn Jahre in sowjetische Gefangenschaft. Bis auf den heutigen Tag zählt Friedrich Paulus (1890-1957) zu den bekanntesten, aber auch umstrittensten Heerführern des Zweiten Weltkriegs. Sein Name ist untrennbar mit dem Drama der Schlacht um Stalingrad, mit dem Untergang der 6. Armee verbunden. Doch das Urteil über Paulus nur auf die wenigen schrecklichen Monate von Stalingrad zu stützen, es auf die Frage zu verengen, ob er seine Armee hätte retten können, hätte er nur den Mut zu selbständigem Handeln gegen Hitlers Befehl aufgebracht, täte dem Leben dieses überaus befähigten Offiziers unrecht. Torsten Diedrichs fesselnde Biographie ist die erste vollständige Darstellung von Paulus Lebensweg vor Stalingrad und danach. Sie zeichnet eine glänzende Karriere nach, die Paulus bis ins Zentrum des Oberkommandos des Heeres führte, bevor er 1942 die 6. Armee übernahm. Seiner ebenfalls umstrittenen Haltung in der Gefangenschaft er brach 1944 mit Hitler, stellte sich der sowjetischen Propaganda zur Verfügung und trat als Zeuge der Anklage im Nürnberger Prozess auf ist ein eigenes Kapitel gewidmet, ebenso seiner Rückkehr nach Deutschland, in die DDR, in deren Dienst er sich stellen ließ und von der er die Wiedervereinigung Deutschlands erhoffte ein Abschnitt seines Lebens, der bis heute weithin unbekannt geblieben ist. Diedrich räumt mit vielen Vorurteilen auf und gibt Einblick in das Denken, Fühlen und Handeln eines Mannes, der deutsche Geschichte mitschrieb und dabei zu einer tragischen Figur wurde.

Quelle: Amazon

MfG
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Re: Vom Generalfeldmarschall zum DDR-Friedenskämpfer

Beitragvon icke46 » 23. Dezember 2012, 18:49

ex-maja64 hat geschrieben:Nee @icke, der hies Harald Quandt, der Stiefsohn von Goebbels. [wink]


Tatsache - hast recht [wink] - Herbert ist der Halbbruder von Harald. Allerdings bezieht sich der wikipedia-Eintrag tatsächlich
auf den Namensgeber der Schule, und das scheint mir das Wesentliche zu sein.

Gruss

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Re: Vom Generalfeldmarschall zum DDR-Friedenskämpfer

Beitragvon Wosch » 23. Dezember 2012, 19:43

ABV hat geschrieben:Wird zwar wieder OT, aber meines Wissens nach wurden Kriegsversehrte in der DDR tatsächlich nicht unterstützt. Ob sie nun offiziell als " Kriegsverbrecher" bezeichnet wurden, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber ein unausgesprochenes " Ihr seid ja selbst schuld daran, warum habt ihr Hitler gedient", klang schon durch. Möglicherweise liegt es daran, dass sich die DDR grundsätzlich nicht als Rechtsnachfolger des Hitlerstaates betrachtete und sich daher auch aus der Verantwortung gegenüber Kriegsversehrten gestohlen hat. Ein andere Bezeichnung als schändlich, fällt mir dazu aber ehrlich gesagt auch nicht ein.

Gruß an alle
Uwe



Hallo Uwe, das mit der "grundsätzlich" abgelehnten Rechtsnachfolge durch die DDR kann ich so nicht stehen lassen. Wie mir in einem anderen Thread ein User erklären wollte, wurden meines Vaters Dienstjahre bei der Wehrmacht rentenmäßig nicht angerechnet weil sich die DDR nicht als Rechtsnachfolger des Dritten Reiches verstand. Wenn aber das zutreffen würde, warum wurden dem General der Wehrmacht "Arno von Lenski" bei seiner Rentenberechnung die Dienstjahre in der Wehrmacht anerkannt und berücksichtigt? Also der Lenski hatte ja nun wirklich seinem damaligen Führer gedient und das mit Sicherheit mit einer größeren Verantwortung als mein Vater, der es ja nur bis zum Stabsfeldwebel gebracht hatte.Daß die "Genossen" in der obersten Führung so mit zweierlei Maß an die Thematik rangingen, ist noch mehr als schändlich, ich würde sagen: "Pfui Deibel"!
Schönen Gruß aus Kassel.
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Re: Vom Generalfeldmarschall zum DDR-Friedenskämpfer

Beitragvon icke46 » 23. Dezember 2012, 19:56

Wosch hat geschrieben: warum wurden dem General der Wehrmacht "Arno von Lenski" bei seiner Rentenberechnung die Dienstjahre in der Wehrmacht anerkannt und berücksichtigt?
Schönen Gruß aus Kassel.


Hallo, wosch,

hast Du zu dem oben zitierten eine Quelle? Ich kann im Internet weder über die Rentenberechnung noch über die Rentenhöhe etwas finden.

Gruss

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Re: Vom Generalfeldmarschall zum DDR-Friedenskämpfer

Beitragvon Wosch » 23. Dezember 2012, 20:15

icke46 hat geschrieben:
Wosch hat geschrieben: warum wurden dem General der Wehrmacht "Arno von Lenski" bei seiner Rentenberechnung die Dienstjahre in der Wehrmacht anerkannt und berücksichtigt?
Schönen Gruß aus Kassel.


Hallo, wosch,

hast Du zu dem oben zitierten eine Quelle? Ich kann im Internet weder über die Rentenberechnung noch über die Rentenhöhe etwas finden.

Gruss

icke



Nun weiß ich allerdings nicht ob Du das als Quelle akzeptieren wirst. Gebe einfach Arno von Lenski bei Google ein, dann auf den Eintrag von Wikipedia klicken und unter dem abschnitt "Ruhestand" lesen.
Davon abgesehen, in der DDR wurde das nie an die große Glockie gehangen, aber ich hatte ja noch meinen Vater der unter Arno von Lenski im 14. Reiterregiment gedient hatte. In diesen Kreisen der Ehemaligen wurde unter der Hand darüber geredet und von meinem Vater hatte ich dieses "Wissen" aus erster Hand.

Nun könnte man natürlich sagen daß man bei Wikipedia Alles "mögliche" reinschreiben kann, genau wie auch mein Vater mir Alles "mögliche" erzählen konnte. Allerdings hatte bis heute Alles was mir mein Vater erzählte, gestimmt.
Schönen Gruß aus Kassel. [hallo]
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Re: Vom Generalfeldmarschall zum DDR-Friedenskämpfer

Beitragvon Nov65 » 24. Dezember 2012, 12:43

icke46 hat geschrieben:
ex-maja64 hat geschrieben:Nee @icke, der hies Harald Quandt, der Stiefsohn von Goebbels. [wink]


Tatsache - hast recht [wink] - Herbert ist der Halbbruder von Harald. Allerdings bezieht sich der wikipedia-Eintrag tatsächlich
auf den Namensgeber der Schule, und das scheint mir das Wesentliche zu sein.

Gruss

icke

Hi @Icke,
hätte uns das heute verfügbare Material vorgelegen, wäre es ganz sicher nicht zur Namensgebeung Herbert-Quandt-Schule gekommen.Über den Fortbestand müsste aber die Stadt Pritzwalk entscheiden.
Andreas
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