Vom Umgang der DDR mit gefallenen deutschen Soldaten

Alles was das Militär betrifft, Armeen, Technik u.s.w. und militärgeschichtliche Themen

Re: Vom Umgang der DDR mit gefallenen deutschen Soldaten

Beitragvon Edelknabe » 13. Oktober 2011, 04:55

Ich meine zu dem Thema noch: "Wenn ich als ein Reich komme, so das Dritte Reich mit seinen Soldaten und versuche mit allen, aber auch allen Mitteln ein anderes Land in die Knie zu zwingen und das militärische Glück ist mir nicht hold, weil ich einfach einmal in meiner wirklich guten Planung den russischen Winter vergessen habe(Das hatte schonmal Einer, hieß der nicht Napoleon?), dann so sage ich mal persönlich, dann habe ich aber auch Pech gehabt. Dann brauche ich mich auch nicht hinzustellen und um Milde zu betteln, denn dann gibt es einfach keine Milde mehr, dann verrecke ich als Kriegsgefangener da in Stalingrad im eisigen Schneesturm, weil der Sieger einfach ganz andere Probleme hatte, als sich nun gerade um mich zu kümmern. Ausgerechnet um mich als deutschen Soldaten, der seiner Familie das Dach über dem Kopf angezündet hatte und sich später nicht weiter darum kümmerte, was mit seinen Kindern, seiner Frau, seinen Großeltern anschließend geschah, denn das war mir aber auch sowas von Scheissegal in meinem Vorwärtsdrang das sowjetische Reich in einem Blitzkrieg zu zerschlagen".
Wer sich heute hinstellt und sowas nicht sieht, womöglich noch dem Sieger mangelndes Verständnis für die Not des Verlierers vorwirft, der hat wirklich nicht mehr alle Tassen im Schrank,der sollte mal sein Oberstübchen überprüfen ob da noch alles in Ordnung ist und dem müsste man normalerweise wünschen, das er genau das erlebt, was Sowjetbürger nach dem Einfall der deutschen Truppen in ihr Land am eigenen Leib erlebt haben., wenn sie es denn überlebt haben.

Rainer-Maria und trotz des traurigen Themas allen einen guten Tag ins Forum
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Re: Vom Umgang der DDR mit gefallenen deutschen Soldaten

Beitragvon Wosch » 13. Oktober 2011, 12:30

Nostalgiker hat geschrieben:@wosch ich habe mir kein Logik zurechtgelegt um irgendetwas zu rechtfertigen wie du mal wieder wie üblich mit traumwandlerischer Sicherheit "erkennst", sondern ich habe mit diesem Gedanken versucht das "denken" einer bestimmten Personengruppe nachzuvollziehen.
Diesmal hast Du den Bretterstapel vereinnahmt [hallo]

Woher weißt Du so genau das es dem Deutschen Krigsgefangenen in der SU nicht besser ging wie den sowjetischen Kriegsgefangenen in deutscher Hand? Wurden gefangene Deutsche Soldaten Hunderttausendfach erschossen? Wurden Millionen Deutscher Gefangene bewußt und zielgerichtet dem Hungertod ausgeliefert indem sie überhaupt keine Nahrung bekamen?
Nenn mir bitte ein Beispiel, welches dokumentiert ist, wo dies vorsätzlich geschah.
Bevor jetzt wieder einer Deiner berühmten Einwände kommt welche mit "ja aber" beginnen, lies einfach das bereits erwähnte Buch "Stalingrad" und dann kannst Du vielleicht erahnen in welch körperlich desolatem Zustand sich ein Großteil der deutschen Soldaten bereits zum Zeitpunkt der Kapitulation befunden hat. Zum großen Teil krank, halb verhungert und warm war es im Februar in der Gegend auch nicht gerade.

Die Russen hatten auch kaum was zu essen und das haben sie noch geteilt.
Im Gegensatz zu Deutschland hat sich die SU nämlich an die Haager Landkriegsordnung gehalten, welche im Artikel 7 besagt:
Die Regierung, in deren Gewalt sich die Kriegsgefangenen befinden, hat für ihren Unterhalt zu sorgen. In Ermanglung einer besonderen Verständigung zwischen den Kriegsführenden sind die Kriegsgefangenen in Beziehung auf Nahrung, Unterkunft und Kleidung auf demselben Fusse zu behandlen wie die Truppen der Regierung, die sie gefangen genommen hat.

Da die russischen Soldaten, wie allgemein bekannt, nicht gerade in Saus und Braus lebten was Nahrung, Kleidung und Unterkunft betraf, ging es den Deutschen genauso gut oder besser genauso schlecht wie ihren ehemaligen Gegnern.

Auch wenn es wieder mal als Rechtfertigung und Verklärung gesehen wird, der Krieg im Osten war von deutscher Seite ein Vernichtungsfeldzug dessen erklärtes Ziel es war eine Bevölkerung auszulöschen und den Rest zu versklaven. Das sich dieses Volk nun nicht gerade in vornehmer Zurückhaltung übte nachdem sich die Sache wendete ist rein menschlich zu verstehen.
Wobei ich mir gewiss bin das ich mit dieser aussage nicht auf ungeteilte Zustimmung treffe.

Ein interessanter Aspekt aus dem von mir genannten Buch.
Nach dem Fastkollaps der Roten Armee im Sommer/Herbst 1941 kämpften die russischen Soldaten unter der Entscheidung; entweder die Stellung bis zum Tod halten oder in deutscher Gefangenschaft elendig krepieren.
Auch unter Deutschen Soldaten hatte sich im Verlauf des Krieges herumgesprochen wie ihr Land mit den Gefangenen Russen verfuhr, sie mußten also befürchten das sie das gleiche Schicksal erleiden werden wie die gefangenen Russen.

Und die Russen gingen wirklich nicht zimperlich mit den Gefangenen um.
Nur was soll ich von einer Macht erwarten die ihre eigene Bevölkerung zu Hunderttausende in Lager steckte?
Die Deutschen erlitten das gleiche Schicksal wie die Bevölkerung in diesem Land.

Wenn ich diese ganzen einzelnen Teile zusammensetze beantwortet sich auch die Frage warum wurde in der DDR nicht von offizieller Seite der Gefallenen und der in Kriegsgefangenschaft zu Tode gekommen deutschen Soldaten gedacht.
Ein Gedenken hätte wieder Fragen nach sich gezogen, vielleicht unangenehme Fragen. Das wußte man, nicht nur auf diesem Gebiet, sehr gut zu vermeiden.

Gruß
Nostalgiker

Für Diejenigen welche sich dafür Interessieren:

Hier zwei Links welche oben geschriebenes vertiefen:
Verbrechen der Wehrmacht - Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941 - 1945
und
Haager Landkriegsordnung



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Daß man deutsche Kriegsgefangene zu Hundertausenden in der Kolyma und Anderswo in den Kohle, Gold und anderen Minen sich hat totschuften lassen ist Dir scheinbar noch nie zu Ohren gekommen, oder willst es nicht hören. Ein Onkel von mir kam mit gerademal gut 38 Kilo auf den Rippen aus der russischen Gefangenschaft und den hatte man auch nicht gefragt ob er den Russen den Garaus machen wollte. Er wurde wie all die Anderen dort hin geschickt , ohne daß er sich davor drücken konnte. Macht es Euch mal nicht so leicht mit der Selbstverteufelung, wenn Ihr damals gelebt hättet, mitmarschieren hättet Ihr auch gemußt. Im Hinblick darauf, wie die DDR-Obrigkeit mit ihren Toten des 2.Weltkrieges umgegangen waren spielt es auch überhaupt keine Rolle wer den Krieg angefangen hatte. Die Toten waren ihre Landsleute, ihre Söhne, ihre Väter und wie heißt es nicht so schön bei uns Christen " Du sollst Deine Eltern ehren", odär??
In der BRD bekamen die Hinterbliebenen der toten Soldaten "Witwenrenten" und Waisenrenten, den Überlebenden gewährte man die Bezüge aus ihren Dienstzeiten (und nicht nur den höheren Diensträngen), all dieses hatte es in der DDR nicht gegeben. Ja, es war politisch nicht gewollt, eine Scheiß-Politik sage ich dazu und alles unter dem Vorwand daß der Deutsche ja den Krieg angefangen hatte, Pfui Deibel!!
Auch wenn das russische Volk zweifelsohne einen Grund hatte die Deutschen zu hassen, durfte es doch für die Deutschen selbst nicht in Ordnung sein, diese Einstellung 1:1 zu übernehmen.
Schönen Gruß aus Kassel. [hallo]
Ich bin stolz darauf, noch nie den "Melde-Button" benutzt zu haben!
Mecklenburger sind nicht nachtragend, aber vergessen tun sie auch nicht!
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Re: Vom Umgang der DDR mit gefallenen deutschen Soldaten

Beitragvon Nostalgiker » 13. Oktober 2011, 12:58

@wosch, muß ich mir jetzt ernsthaft Sorgen um Deinen Blutdruck machen????
Denk daran wir sind nicht mehr die jüngsten und wie schnell endet solch Erregung im Schlaganfall.

Das mit Deinem Geisteszustand haben wir ja geklärt [hallo] , da mach ich mir jetzt keine Gedanken mehr.

Was ich bisher gehört habe kannst Du natürlich nicht wissen und stell Dir vor, ich kläre Dich auch nicht auf.

Kennst Du übrigens: "mitgegangen, mitgehangen!"?

Gruß
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Re: Vom Umgang der DDR mit gefallenen deutschen Soldaten

Beitragvon Interessierter » 13. Oktober 2011, 13:21

Daß man deutsche Kriegsgefangene zu Hundertausenden in der Kolyma und Anderswo in den Kohle, Gold und anderen Minen sich hat totschuften lassen ist Dir scheinbar noch nie zu Ohren gekommen, oder willst es nicht hören. Ein Onkel von mir kam mit gerademal gut 38 Kilo auf den Rippen aus der russischen Gefangenschaft und den hatte man auch nicht gefragt ob er den Russen den Garaus machen wollte. Er wurde wie all die Anderen dort hin geschickt , ohne daß er sich davor drücken konnte. Macht es Euch mal nicht so leicht mit der Selbstverteufelung, wenn Ihr damals gelebt hättet, mitmarschieren hättet Ihr auch gemußt. Im Hinblick darauf, wie die DDR-Obrigkeit mit ihren Toten des 2.Weltkrieges umgegangen waren spielt es auch überhaupt keine Rolle wer den Krieg angefangen hatte. Die Toten waren ihre Landsleute, ihre Söhne, ihre Väter und wie heißt es nicht so schön bei uns Christen " Du sollst Deine Eltern ehren", odär??
In der BRD bekamen die Hinterbliebenen der toten Soldaten "Witwenrenten" und Waisenrenten, den Überlebenden gewährte man die Bezüge aus ihren Dienstzeiten (und nicht nur den höheren Diensträngen), all dieses hatte es in der DDR nicht gegeben. Ja, es war politisch nicht gewollt, eine Scheiß-Politik sage ich dazu und alles unter dem Vorwand daß der Deutsche ja den Krieg angefangen hatte, Pfui Deibel!!
Auch wenn das russische Volk zweifelsohne einen Grund hatte die Deutschen zu hassen, durfte es doch für die Deutschen selbst nicht in Ordnung sein, diese Einstellung 1:1 zu übernehmen.
Schönen Gruß aus Kassel. [hallo]


Wolfgang so ist es doch immer bei bestimmten nostalgischen Usern. Der Thread heißt : " Vom Umgang der DDR mit gefallenen deutschen Soldaten " und man ergießt sich über das Leiden von sowjetischen Gefangenen und Opfern, was einmal OT ist und zum Anderen auch nicht bestritten wird. Unrecht ist und bleibt Unrecht und dabei ist es unerheblich von wem es begangen wird.
Aber niemals kann ein begangenes Unrecht oder Verbrechen mit einem anderen gerechtfertigt oder begründet werden.
Ebenso kann begangenes Unrecht nicht durch historische Zusammenhänge begründet oder gerechtfertigt werden !
Oder haben gar Adam und Eva schuld daran? Lieber nicht, denn ich mir vorstelle mit manchen Usern nackend im Paradies zu sitzen .... [laugh]
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Re: Vom Umgang der DDR mit gefallenen deutschen Soldaten

Beitragvon Merkur » 13. Oktober 2011, 13:28

Wosch hat geschrieben: eine Scheiß-Politik sage ich dazu und alles unter dem Vorwand daß der Deutsche ja den Krieg angefangen hatte, Pfui Deibel!!


Ich betrachte es nicht als Vorwand, sondern als Tatsache, dass der Deutsche den Krieg angefangen hat. [hallo]
Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger.
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Re: Vom Umgang der DDR mit gefallenen deutschen Soldaten

Beitragvon Interessierter » 13. Oktober 2011, 15:24

Merkur hat geschrieben:
Wosch hat geschrieben: eine Scheiß-Politik sage ich dazu und alles unter dem Vorwand daß der Deutsche ja den Krieg angefangen hatte, Pfui Deibel!!


Ich betrachte es nicht als Vorwand, sondern als Tatsache, dass der Deutsche den Krieg angefangen hat. [hallo]


Merkur, du weißt genau, daß Wosch " die Tatsache, daß die Deutschen den Krieg angefangen haben " meint und fängst trotzdem eine unterstellende Wortklauberei an?
Wenn sachliche Argumente fehlen, fangen Unterstellungen und persönliche Angriffe an, manchmal sogar bis ins vulgäre.
Als weitere Alternative, analog zu einem anderen User, könnte ich Dir noch den "Reißverschluß vor dem Mund mit der Empfehlung ins Bett zu gehen " anbieten.

[flash]
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Re: Vom Umgang der DDR mit gefallenen deutschen Soldaten

Beitragvon augenzeuge » 13. Oktober 2011, 15:37

Interessierter hat geschrieben:
Merkur hat geschrieben:
Wosch hat geschrieben: eine Scheiß-Politik sage ich dazu und alles unter dem Vorwand daß der Deutsche ja den Krieg angefangen hatte, Pfui Deibel!!


Ich betrachte es nicht als Vorwand, sondern als Tatsache, dass der Deutsche den Krieg angefangen hat. [hallo]


Merkur, du weißt genau, daß Wosch " die Tatsache, daß die Deutschen den Krieg angefangen haben " meint und fängst trotzdem eine unterstellende Wortklauberei an?
Wenn sachliche Argumente fehlen, fangen Unterstellungen und persönliche Angriffe an, manchmal sogar bis ins vulgäre.
Als weitere Alternative, analog zu einem anderen User, könnte ich Dir noch den "Reißverschluß vor dem Mund mit der Empfehlung ins Bett zu gehen " anbieten.

[flash]


Was Merkurs Differenzierung soll erschließt sich mir nicht. Er weiß, dass ein Vorwand aus einer Tatsache oder auch einer Vermutung entstehen kann.
AZ
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Re: Vom Umgang der DDR mit gefallenen deutschen Soldaten

Beitragvon Edelknabe » 13. Oktober 2011, 17:28

Interessierter ich schrieb das schon öfters, euer riesenwestdeutsches Problem ist das Kartondenken, ihr seit einfach nicht in der Lage, im Zusammenhang zu denken.Immer so schön kleiner Karton und kleiner Karton und alle schön nebeneinandergestellt und da haben wir dies und da haben wir das und jetzt nehmen wir den kleinen Karton und behandeln erst einmal ihn alleine und dann den Anderen und....
Aber das dies Eine mit dem Anderen irgendwie zusammenhängt, das passt irgendwie nicht in eure Birne und das zeugt meiner Ansicht nach nicht gerade von Intelligenz,von logischem Denken. Aber trags mit Humor, ihr seit halt eine völlig andere Spezies Deutscher und gottseidank wuchs ich nicht im Westen auf.
Manchmal frage ich mich, was euch in der Schule vermittelt wurde? Wahrscheinlich nur der olle Bismark, wie die Inge Viett einmal in ihrer Autobiografie getextet hatte oder wie ich einkaufe im Tante Emmaladen?

Wolfgang, irgendwo hatte ich mal getextet, das eine Russe damals zu einem deutschen Kriegsgefangenen sagte" Also ihr bleibt solange hier bei uns, bis ihr die Schäden, die ihr in eurem Eroberungswahn angerichtet habt, in unserem Land angerichtet habt, also bis diese Sache einigermaßen berreinigt ist".
Recht hatte der Russe, völlig Recht und auch mein Vater arbeitete im Donezbecken gute fünf Jahre unter Tage und darüber hat er sich nie beschwerd noch irgenwie die Russen verteufelt.
Warum auch?

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Re: Vom Umgang der DDR mit gefallenen deutschen Soldaten

Beitragvon augenzeuge » 13. Oktober 2011, 18:53

Edelknabe hat geschrieben:Interessierter ich schrieb das schon öfters, euer riesenwestdeutsches Problem ist das Kartondenken, ihr seit einfach nicht in der Lage, im Zusammenhang zu denken.
Rainer-Maria


Ähm, Rainer, diesen Satz bringe ich demnächst mal im Job, wenn alle Kollegen da sind...... [grin] Kann mir das etwas passieren?

Nun freu dich nicht, ihr hattet ja gar nicht so viele Kartons, dass das bei euch passieren konnte......bei euch gabs nur einen Karton. Und den musste manch einer noch vergraben.... [angst]
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Re: Vom Umgang der DDR mit gefallenen deutschen Soldaten

Beitragvon Thomas 1948 » 13. Oktober 2011, 19:03

I n Eisenach haben die Grenzer ihren Eid auf dem Markt an der Georgenkirche gespochen, an der das Kriegerdenkmal sich befand, daneben war das Denkmal der Wingolf-Burschenschaft.
Wer kennt noch alte Gräber vom 2 Weltkrieg, gab es Gräber mit einem Hakenkreuz?
Thomas
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Re: Vom Umgang der DDR mit gefallenen deutschen Soldaten

Beitragvon Zicke » 13. Oktober 2011, 19:27

Edelknabe hat geschrieben:Wolfgang, irgendwo hatte ich mal getextet, das eine Russe damals zu einem deutschen Kriegsgefangenen sagte" Also ihr bleibt solange hier bei uns, bis ihr die Schäden, die ihr in eurem Eroberungswahn angerichtet habt, in unserem Land angerichtet habt, also bis diese Sache einigermaßen berreinigt ist".
Recht hatte der Russe, völlig Recht und auch mein Vater arbeitete im Donezbecken gute fünf Jahre unter Tage und darüber hat er sich nie beschwerd noch irgenwie die Russen verteufelt.
Warum auch?

Rainer-Maria


geht es hier um den Umgang der Russen mit deutschen Kriegsgefangenen oder um den Umgang mit den Gefallenen desWKII in der DDR?
z

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Re: Vom Umgang der DDR mit gefallenen deutschen Soldaten

Beitragvon Interessierter » 13. Oktober 2011, 21:42

Edelknabe hat geschrieben:Interessierter ich schrieb das schon öfters, euer riesenwestdeutsches Problem ist das Kartondenken, ihr seit einfach nicht in der Lage, im Zusammenhang zu denken.
Rainer-Maria


Also Edelknabe, da antworte ich nun wirklich nicht drauf. [laugh] [laugh]

[flash]
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Re: Vom Umgang der DDR mit gefallenen deutschen Soldaten

Beitragvon Edelknabe » 14. Oktober 2011, 09:51

Ich war in Rage Interessierter und auch Jörg und da wird der westdeutsche Landsmann erstmal in der Luft zerfetzt, das ist nun mal so beim Rainer-Maria. Komischerweise am anderen Tag und wenn ich ausgeschlafen bin was mir in letzter Zeit sehr wenig gelingt weil es einfach keine Zusteller für die verdammten Regionalzeitungen mehr gibt,also da denke ich so bei mir "Der ist doch auch nur ein normaler Mensch mit vielleicht abstehenden Ohren, der tickt zwar etwas anders wie du aber musstest du ihn nun gleich mit der Bratpfanne bearbeiten und dann kommt so langsam die Einsicht bei mir".
Ich bin gut was, ich kann mich sogar zurücknehmen und das mit der Intelligenz nun ja, ihr seit ja auch nicht die Dümmsten da drüben, das ist fast so wie bei uns im Osten, die Milch machts eben.
Wo waren wir stehengeblieben Zicke? Natürlich, bei der Ehrung "des Fritz," des Wehrmachtsoldaten in der DDR. Also wenn mein Vater das nicht überlebt hätte damals und der hatte ein seltenes Schwein gleich dreidutzendemale, dann wäre ich nicht hier im Forum.
Schwein gehabt kann ich da nur sagen. Und wie geschrieben, man sollte auch mal eine Linie ziehen von dem, was der Fritz da angerichtet hatte hin zu seiner Nichtehrung oder Gedenken in der sozialistischen DDR da.
Denn eigentlich war er ja nicht nur ein unschuldiger Wehrpflichtiger denn um nur ein Beispiel zu nennen, es gibt auch so gute Bilder von Massenerschießungen in der UdSSR damals, da stand der Fritz in Gruppen auch immer dabei und schaute zu wohl vor Neugier oder weil er gerade nicht besseres zu tun hatte, das liegt wohl im Deutschen so verankert diese Neugierde und das Schauen was da wohl los sein könnte.
Also Ehrung oder Gedenken warum könnte man noch fragen, vielleicht fürs Kämpfen als Soldat denn darin war er ja gut aber sonst?
Also von dem Gedanken habe ich mich auch schon verabschiedet, das die Wehrmacht nun die Armee war, sauber und fair kämpfend und stehend über allen Dingen der Ehre, da konnte mein Vater noch so tolle Schlachtfeldgeschichten zum Besten geben.

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Re: Vom Umgang der DDR mit gefallenen deutschen Soldaten

Beitragvon Wosch » 14. Oktober 2011, 13:05

Damit ich hier auch mal den Verfechtern der ostzonalen Propaganda "gerecht" werde, hier mal einene kleinen Auszug aus dem um 1950 herum, im SWA-Verlag /Berlin herausgegebenen (ohne Verfasserangabe) Machwerk, mit dem Titel "Kriegsgefangene in der Sowjetunion" Im ZVAB erscheint hinter dem Titel der Vermerk "Aus DDR-Sicht." Ich der in den 50erJahren in der DDR gelebt hatte kann nicht bestätigen daß sich der Inhalt dieses Buches mit der damaligen "Sicht" der DDR-Bevölkerung deckte.
In diesem Buch wurden Aufzeichnungen von ca 330 Kriegsgefangene mit namentlichen Unterschriften dem werten Leser als beweiskräftiges Material angeboten, in der Hoffnung die Angehörigen sollten darauf hereinfallen.
Ein Kurt Amme aus dem Kreis Eckertsberga wurde mit Erlaubnis der damals zuständigen (1950) Stellen so zitiert:
"Im winter stand sie jeden Morgen-auch bei der strengsten Kälte-am Tor und musterte jeden einzelnen von oben bis unten, ob er Pelzmantel und ordentliche Filzstiefel hatte. War dies nicht der Fall, so mußte der betreffende Kamerad im Lager bleiben und durfte nicht zur arbeit gehen. Die außenkommandos wurden sogar, als das Thermometer 30 Grad unter Null zeigte, von den Arbeitsstellen ins Lager zurückgeholt und blieben so lange im Lager, bis die Kälte nachgelassen hatte."

Ein Heinrich Schipper, Bankbuchhalter aus Quedlinberg gab folgendes zum Besten:
"Ein Volk, das seine Kriegsgefangenen so human behandelt und dem die Menschlichkeit eine Selbstverständlichkeit ist, muß uns ein vorbild sein, wenn wir mithelfen werden, ein einheitliches Deutschland zu errichten."
(Bei der vorbildlichen "humanen und menschlichen" Selbstverständlichkeit mußte ich unwillkürlich an Die 10 000 polnischen Gefangenen denken, deren sich man auf eine ganz besondere "humane" Weise" in den Wäldern von Katyn entledigt hatte.

Und noch Einen: Auf Seite 176 schreibt ein Hans Schumann aus Nürnberg:
"Bei Erfüllung der Norm bekommen wir außer unserem Lageressen von der Fabrikleitung zusätzlich Mittagessen, bestehend aus einem Teller Suppe, 400 Gramm Kascha und 100 Gramm Brot. Bei Übererfüllung der Norm bekommen wir einen Gutschein, für den man in der Werkkantine Wurst, Fett, Käse oder Milch kaufen kann."

Das waren 3 Beispiele von Hunderten aus denen das Volk der DDR die Lehre ziehen sollte, daß es den Vätern, Söhnen und Brüdern in der SU an nichts mangelte und sie bei den "Freunden" gut aufgehoben waren.
Für mich ein verlogenes und widerliches Erzeugnis der damaligen Propaganda, eine Verhöhnung der damaligen Betroffenen.
Pfui Deibel.
Schönen Gruß aus Kassel.
PS: Im ZVAB ist dieses Büchlein für ca 22,-EUR zur Zeit zweimal zu haben.
Schönen Gruß aus Kassel. [hallo]
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Re: Vom Umgang der DDR mit gefallenen deutschen Soldaten

Beitragvon Edelknabe » 14. Oktober 2011, 17:44

Warum sollen die Aussagen der Landser nicht im Ansatz hinkommen wosch? Mein Vater zum Beispiel meinte immer und das schrieb ich auch schonmal sinngemäß,das die Verpflegung des Wachpersonal auch bloß nicht anders war als das Essen der Landser selber. Da wurden keine Unterschiede gemacht, denn die Russen oder Sowjets hatten es selber nicht so dicke und waren auch nicht das Volk, so wie der Deutsche, der seine Kriegsgefangenen einfach nach Beginn der Operation Barbarossa im abgeschlossenen Güterwagen verhungern und verdursten ließ, zu Tausenden verrecken ließ in ihrem eigenen Kot und Urin schlimmer wie Vieh.
Du mein alter Freund wosch, du bist doch wohl der größte UdSSR-Hasser aller Zeiten und hast wahrscheinlich auch als Kind nicht die besten Erfahrungen in deinem Ludwigslust mit den Freunden gemacht und das prägt, das prägt ein ganzes woschleben und zieht sich wie ein roter Faden durch deine Texte, so meine ich doch.
Und sieh es locker, bist ja alt genug.

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Re: Vom Umgang der DDR mit gefallenen deutschen Soldaten

Beitragvon ex-maja64 » 14. Oktober 2011, 18:00

Interessierter hat geschrieben:Als weitere Alternative, analog zu einem anderen User, könnte ich Dir noch den "Reißverschluß vor dem Mund mit der Empfehlung ins Bett zu gehen " anbieten.


@ Interessierter, [mundzu]

Nee nee, immer diese verknatzten Westopas [flash]


Mario [grins]
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Re: Vom Umgang der DDR mit gefallenen deutschen Soldaten

Beitragvon Wosch » 14. Oktober 2011, 19:07

Edelknabe hat geschrieben:Warum sollen die Aussagen der Landser nicht im Ansatz hinkommen wosch? Mein Vater zum Beispiel meinte immer und das schrieb ich auch schonmal sinngemäß,das die Verpflegung des Wachpersonal auch bloß nicht anders war als das Essen der Landser selber. Da wurden keine Unterschiede gemacht, denn die Russen oder Sowjets hatten es selber nicht so dicke und waren auch nicht das Volk, so wie der Deutsche, der seine Kriegsgefangenen einfach nach Beginn der Operation Barbarossa im abgeschlossenen Güterwagen verhungern und verdursten ließ, zu Tausenden verrecken ließ in ihrem eigenen Kot und Urin schlimmer wie Vieh.
Du mein alter Freund wosch, du bist doch wohl der größte UdSSR-Hasser aller Zeiten und hast wahrscheinlich auch als Kind nicht die besten Erfahrungen in deinem Ludwigslust mit den Freunden gemacht und das prägt, das prägt ein ganzes woschleben und zieht sich wie ein roter Faden durch deine Texte, so meine ich doch.
Und sieh es locker, bist ja alt genug.

Rainer-Maria



Weißt Du Rainer, im Gegensatz zu Dir habe ich noch die halbverhungerten Landser gesehen als sie aus der Gefangenschaft durch Mecklenburg zogen, im Gegensatz zu Dir kann ich mich auch noch an das jämmerliche Aussehen dieser Individien erinnern und im Gegensatz zu Dir kann ich mich auch noch an die von ihnen berichteten Schicksale erinnern, die da waren: permanenter Hunger, Ruhr und andere Krankheiten verbunden mit dauernden "Dünnschiß" und trotzt körperlichen Verfall nicht zu schaffende Arbeitsnormen. Du kommst hier mit den Güterwagen der Nazis, ich komme mit der anderen Seite, glaube mal nicht, daß in den Lagern der Russen nicht auch die Menschen physisch vernichtet wurden, selbst vor ihren eigenen Landsleuten machten sie dabei nicht halt. Ich empfehle Dir mal den "Archipel Gulag". Die 5- Minutenurteile gegen die Deutschen lauteten doch in der Regel 25 Jahre Zwangsarbeit oder die Höchststrafe. Wer die Blutgruppe unter dem Arm hatte, hatte sogut wie überhaupt keine Lebenserwartung und da spielte es überhaupt keine Rolle ob der 17jährige "Milchbubi" dahin gewollt hatte oder zu dem Haufen eingezogen wurde. Weißt Du überhaupt, was 25 Jahre Zwangsarbeit für einen Menschen unter den damaligen Bedingungen bedeutet hatten? Weißt Du überhaupt wieviele bei Deinen Freunden in der Gefangenschaft elendig vereckt sind? Weißt Du überhaupt daß sich Tausende von ihnen selbst das Leben genommen hatten da sie die "humane" Behandlung Deiner Freunde nicht mehr ausgehalten hatten? Weißt Du überhaupt was das Leben eines Einzelnen in der UdSSR damals für einen Wert hatte? Weißt Du überhaupt Wieviele noch nach der Gefangenschaft an deren Folgen nie wieder gesundheitlich auf die Beine gekommen sind? Was weißt Du überhaupt aus der Zeit? Daß Stalin sein Leid mit den Kulaken hatte und sie für die Hungersnöte verantwortlich machte und sie deswegen zu Recht niedermachen ließ? Weißt Du Rainer, Du weißt garnichts, weil Du ignorierst was Dir nicht in den Kram paßt!
Komm Du ruhig mit Deinem Vater, Deinem Großvater dem tapferen Transportpolizisten, nenne mich wegen mir UdSSR-und DDR-Hasser, auch wenn ich das nicht bin, ich liebe meine Heimat vielleicht mehr wie Du, im Gegensatz zu Dir kann ich mich nicht damit rühmen mich an ihr illegal bereichert zu haben und was die UdSSR betrifft, ich bin 3 mal dort gewesen und habe dort nicht einen solchen Knallkopp wie Dich vorgefunden. Wie kann ich ein Land hassen, dessen Menschen genausowenig an der politischen Scheiße schuld hatten wie anderswo. Deswegen wird man aber trotzdem über das sprechen können was passiert ist. Daß die Deutschen den Krieg angefangen haben braucht man mir nicht zu sagen, aber vergeß dann auch nicht daß Dein Vater auch dabei war (wenn Der dann aber "Dick und Rund aus der russischen Gefangenschaft wiederkam (kannst Dich ja noch gut dran erinnern obwohl Du damals noch garnicht auf der Welt warst [laugh]) , dann hast Du ihn hoffentlich auch gefragt wieso er so ein Glück gehabt hatte)?!
Das mit dem roten Faden trifft doch, wenn schon-denn schon, eher auf Dich zu, ich zumindestens habe nirgendwo ein Ding installiert, daß in dieser Hinsicht aktiv werden konnte. und dem Stalinismus so zugetan wie Du es bist war ich wirklich nie. Also dann bitte eine andere Fadenfarbe, ok?
Schönen Stuß aus Kassel. [hallo]

PS: Karl, jetzt habe ich es kapiert, Danke schön. [knuddel]
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Re: Vom Umgang der DDR mit gefallenen deutschen Soldaten

Beitragvon Merkur » 14. Oktober 2011, 22:04

Wosch hat geschrieben: Weißt Du überhaupt, was 25 Jahre Zwangsarbeit für einen Menschen unter den damaligen Bedingungen bedeutet hatten? Weißt Du überhaupt wieviele bei Deinen Freunden in der Gefangenschaft elendig vereckt sind? Weißt Du überhaupt daß sich Tausende von ihnen selbst das Leben genommen hatten da sie die "humane" Behandlung Deiner Freunde nicht mehr ausgehalten hatten? Weißt Du überhaupt Wieviele noch nach der Gefangenschaft an deren Folgen nie wieder gesundheitlich auf die Beine gekommen sind?


Weißt Du überhaupt, dass allein die Sowjetunion aufgrund des Überfalls Hitlerdeutschlands über 30 Millionen Kriegstote zu beklagen hatte ?
Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger.
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Re: Vom Umgang der DDR mit gefallenen deutschen Soldaten

Beitragvon Zicke » 14. Oktober 2011, 22:11

Kann mir mal einer erklären warum wir in diesem Thread immer wieder bei den Russen landen [wut]
z

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Re: Vom Umgang der DDR mit gefallenen deutschen Soldaten

Beitragvon vs1400 » 14. Oktober 2011, 22:20

Zicke hat geschrieben:Kann mir mal einer erklären warum wir in diesem Thread immer wieder bei den Russen landen [wut]


nun ja Zicke,

die haben so persönlich gegeneinander so zu "kämpfen" das sie doch glatt vergessen haben was eigentlich das thema ist.
ich bin nicht wütend darüber finde es jedoch traurig.

gruß vs
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Re: Vom Umgang der DDR mit gefallenen deutschen Soldaten

Beitragvon Edelknabe » 15. Oktober 2011, 06:26

Jetzt hast du es rausgelassen Wolfgang und ich glaube fast, deine Tastatur war mein Gesicht und du immer ...bumms drauf und nochmal und nochmal...
Ist dir jetzt wohler mein älterer Freund oder soll ich dich noch ein bißchen ärgern mit Originalprotokollen der Sowjets über die Kriegsverbrechen der Deutschen im schönen großen Sowjetlande?
Merkur hatte es schon anschließend getan was mit den zig Millionen Toten wo du wahrscheinlich noch nicht mal geschluckt hast?
Aber lass mal, wir sind hier sowas von friedlich und gottseidank und vs gibt dann immer seinen Vormitternachtssegen dazu, das hat auch schon richtig System hier im Forum, der muss immer aus der Spätschicht kommen so wie mein Vater damals.

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Re: Vom Umgang der DDR mit gefallenen deutschen Soldaten

Beitragvon manudave » 15. Oktober 2011, 07:06

Was soll denn diese Aufrechnerei?
Der Zivilbevölkerung ist es wurscht, ob in Polen diese von den Russen umgepustet worden sind oder ob italienische Dörfer von Deutschen ausgelöscht worden sind.

Vielleicht sollte man mal damit beginnen, diese Greueltaten auf allen Seiten als solche anzuerkennen.
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Re: Vom Umgang der DDR mit gefallenen deutschen Soldaten

Beitragvon Edelknabe » 15. Oktober 2011, 09:54

Ne ne mein Freund, man sollte bei denen beginnen, die mit Kriegen anfangen und das war nun einmal keine Sowjetunion im tieferen Sinne, das war zum Beispiel das Dritte Reich und seine Wehrmacht....."denn heute gehört uns Europa und morgen die ganze Welt"...war doch so oder nich?

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Re: Vom Umgang der DDR mit gefallenen deutschen Soldaten

Beitragvon Merkur » 15. Oktober 2011, 12:21

ABV hat geschrieben: So und nun wieder zurück zum eigentlichen Thema! Verbrechen wurden in diesem verdammten Krieg von beiden Seiten begangen. Das ist so als ob eine unheilvolle Maschine in Gang gesetzt wird, die auch nicht davor zurückschreckt den jenigen zu überrollen, der auf den Startknopf gedrückt hat.
Das Thema in diesem Thread, um mein Hauptanliegen, war aber die Tatsache das sich die DDR nicht zu den gefallenen deutschen Soldaten und der damit verbundenen Verantwortung bekennen wollte.

Gruß an alle
Uwe


Hallo Uwe,

wie sollte denn das Bekenntnis eines sozialistischen deutschen Staates zu den Gefallenen einer deutschen Aggressionsarmee, die unermessliches Leid über die Menschheit brachte, aussehen ? Viele der damals politisch Verantwortlichen aus der DDR saßen in NS-Haft oder im KZ bzw. kämpften auf Seiten der Roten Armee gegen die Wehrmacht. Sie betrachteten die Niederlage der Wehrmacht als wesentlichen Bestandteil der Befreiung vom Faschismus und wären wohl überhaupt nicht auf die Idee gekommen, die Gefallenen des Aggressors zu ehren. Man kann natürlich auch nicht die Sichtweise der Sowjets aus der Betrachtungsweise herauslassen. Denen hätte es bestimmt überhaupt nicht gefallen, wenn der verbündete Staat DDR die gefallenen Wehrmachtssoldaten ehrt. Für mich ist das aufgrund der Erfahrungen, die sie machen mussten, auch nachvollziehbar.
Nachfolgende Generationen werden mit der Thematik sicher anders umgehen, als die ehemaligen Beteiligten. Sie haben den entsprechenden Abstand.
Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger.
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Re: Vom Umgang der DDR mit gefallenen deutschen Soldaten

Beitragvon Edelknabe » 15. Oktober 2011, 12:48

Richtig Merkur, völlig richtig. Das wärs dann noch gewesen, also die Sozialisten ehren oder gedenken Denjenigen, die Frauen, Kinder und alte Männer am Massengrabrand mit Genickschuss ins Jenseits beförderten und weil ihnen langsam die Munition ob der Massen an Menschen ausging dann die junge Mutter noch aufforderten, sie solle doch bitte ihr Kind auf den Arm nehmen, damit nur ein oder höchstens zwei Schuss notwendig werden?
Also keine Ehre für Kriegsverbrecher und was da sonst noch als Eroberungslandser durch die Gegend marschierte und das war richtig so im Sozialismus da, so meine Meinung.
Und wenn mein Vater nun auch der junge Landser mit dem Massel an Glück aber auch im Granatenregen und Dauerbeschuss von manchmal drei Tagen hintereinander...ja, was soll ich da noch dazu bemerken? Da fällt mir ein, dann wäre ich ja garnicht hier im Forum.
Und es stimmt auch Uwe, also was die heute machen mit dem Zusammensuchen und auf Soldatenfriedhöfen noch nachträglich bestatten geht auch in Ordnung und da liegt nun Freund und Feind in guter Eintracht, das geht doch voll in Ordnung...aber eben für Heute, die heutige Zeit und nicht die Zeit zweier Gesellschaftssysteme, die so unterschiedlich waren wie Feuer und Wasser.

Rainer-Maria und mein Vater meinte einmal sinngemäß:" Du musst immer ins gerade durch die Granate herausgeschlagene Loch springen, denn der nächste Einschlag geht (fast)nie wieder ins selbe Loch.So richtig Häschenhüpf, na wenn das kein guter Tip für unsere Bundeswehrhelden von so einem erfahrenen Landser ist, der leider schon unter der Erde weilt?"
Das Dumme ist nur, die russische Erde ist nicht der afghanische Sandboden.
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Re: Vom Umgang der DDR mit gefallenen deutschen Soldaten

Beitragvon Interessierter » 15. Oktober 2011, 13:55

Edelknabe hat geschrieben:Richtig Merkur, völlig richtig. Das wärs dann noch gewesen, also die Sozialisten ehren oder gedenken Denjenigen, die Frauen, Kinder und alte Männer am Massengrabrand mit Genickschuss ins Jenseits beförderten und weil ihnen langsam die Munition ob der Massen an Menschen ausging dann die junge Mutter noch aufforderten, sie solle doch bitte ihr Kind auf den Arm nehmen, damit nur ein oder höchstens zwei Schuss notwendig werden?
Also keine Ehre für Kriegsverbrecher und was da sonst noch als Eroberungslandser durch die Gegend marschierte und das war richtig so im Sozialismus da, so meine Meinung.
Und wenn mein Vater nun auch der junge Landser mit dem Massel an Glück aber auch im Granatenregen und Dauerbeschuss von manchmal drei Tagen hintereinander...ja, was soll ich da noch dazu bemerken? Da fällt mir ein, dann wäre ich ja garnicht hier im Forum.
Und es stimmt auch Uwe, also was die heute machen mit dem Zusammensuchen und auf Soldatenfriedhöfen noch nachträglich bestatten geht auch in Ordnung und da liegt nun Freund und Feind in guter Eintracht, das geht doch voll in Ordnung...aber eben für Heute, die heutige Zeit und nicht die Zeit zweier Gesellschaftssysteme, die so unterschiedlich waren wie Feuer und Wasser.

Rainer-Maria und mein Vater meinte einmal sinngemäß:" Du musst immer ins gerade durch die Granate herausgeschlagene Loch springen, denn der nächste Einschlag geht (fast)nie wieder ins selbe Loch.So richtig Häschenhüpf, na wenn das kein guter Tip für unsere Bundeswehrhelden von so einem erfahrenen Landser ist, der leider schon unter der Erde weilt?"
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Edelknabe,
gestatte mir bitte ein Frage zu Deinem Beitrag:
Ist Dir eigentlich klar, daß Du damit pauschal sämtliche Wehrmachtsangehörige als Kriegsverbrecher bezeichnest und somit meinen im Krieg gefallenen Vater auch?
Wenn das nicht Deine Absicht war, fordere ich Dich auf das richtigzustellen !
Auch aus Steinen die einem in den Weg
gelegt werden,
kann man was schönes bauen
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Re: Vom Umgang der DDR mit gefallenen deutschen Soldaten

Beitragvon Zicke » 15. Oktober 2011, 14:46

RMR wegen so einer ,Deiner Aussage, mußte sich ein Lehrer 1968 bei mir entschuldigen; von wegen alles Kriegsverbrecher.
Hier bist Du weit übers Ziel hinausgesprungen.
z

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Re: Vom Umgang der DDR mit gefallenen deutschen Soldaten

Beitragvon augenzeuge » 15. Oktober 2011, 15:53

Wenn man Menschen rechtfertigt, die u.a. Wehrmachtsangehörige als Offizier befehligten, die bis zu 13 Jahre in der SS waren und sie in einem anderen Thread nicht als Verbrecher ansieht, kann und darf es nicht sein, dass man hier alle Mitlaufenden als Kriegsverbrecher bezeichnet. Das hat ja nicht mal die DDR-Geschichtsschreibung getan....
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Re: Vom Umgang der DDR mit gefallenen deutschen Soldaten

Beitragvon Edelknabe » 15. Oktober 2011, 17:45

Wo habe ich pauschal alle Wehrmachtsangehörige als Kriegsverbrecher bezeichnet? Ich schrieb und nehme den Satz einmal auseinander bzw, flechte das noch ein zur besseren Klarstellung:" Also keine Ehre für Kriegsverbrecher.....(demzufolge auch keine Ehre)und was sonst noch als Eroberungslandser durch die Gegend marschierte...

Ich sehe nicht, wo der Landser da auch über den Kamm gescherrt ein Kriegsverbrecher war, ich sprach ihm nur die Ehre ab. Und was geht mich denn dein gefallener Vater an Interessierter, du musst hier schon entschuldigen.
Wollen wir jetzt anfangen jeden einzelnen Wehrmachtssoldaten mit seinem jungen Alter und Verantwortungsgrad zu beurteilen, inwieweit sein Anteil an einem zweiten Weltkrieg entscheident war oder was soll das mit den Schilderungen von jungen Menschen, die gerade die Pubertät hinter sich hatten?
Tut mir leid, das kann ich nicht nachvollziehen. Sollte ich jemanden zu nahe getreten sein mit meinem Text dann nehme ich mich der Höflichkeit halber zurück aber die Grundaussage trennte zwischen Kriegsverbrecher und normalem Landser, wohl eben nur in ihrer Ehre nicht.
Ich möchte auch hier nicht in Wortglauberei verfallen und denke, meine Richtigstellung müsste so korrekt sein.

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Re: Vom Umgang der DDR mit gefallenen deutschen Soldaten

Beitragvon Interessierter » 15. Oktober 2011, 20:10

Lass es gut sein Rainer. Ich habe noch nie einen so hilflos und unverschämt argumentierenden Edelknaben gelesen. Das unverschämt beziehe ich auf Deinen Satz: Was geht mich Dein gefallener Vater an.
Glaube mir, ich käme niemals auf die Idee, Dir zu schreiben: Was geht mich Dein Vater an, der in Gefangenschaft 5 Jahre unter Tage schuften mußte.
Man muß kein Edelknabe sein, das wäre wohl den meisten ganz normalen Bürgern nicht aus der Feder geflossen.

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