Laufbahnausbildung in der GST

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Laufbahnausbildung in der GST

Beitragvon Beethoven » 18. Februar 2026, 14:22

GST (Gesellschaft für Sport und Technik) – Laufbahnausbildung Fallschirmjäger

Die GST wurde Anfang der 50-er Jahre in der damaligen DDR gegründet und hatte das Ziel, junge Menschen auf einen zukünftigen, militärischen Dienst in der NVA oder anderen bewaffneten Kräften innerhalb der DDR (Volkspolizei, MfS) vorzubereiten.

Jeder junge Mann, egal ob an der „Erweiterte Oberschule“ (heute Gymnasium) oder in der Berufsausbildung, hatte ein so genanntes „Wehrlager“ zu absolvieren. Das waren in der Regel zwei Wochen militärische Grundlagen auf recht niedrigem Niveau. Man lernte dort das Marschieren in Formation, das Schießen mit der KK-Mpi (22-er), das Marschieren nach Karte und mit Kompass, Innendienstangelegenheiten wie Betten- und Spindbau oder auch Revierreinigung, das Biwakieren mit Übernachtung in Zelten, das Anlegen von Feuerstellen und einiges mehr.
Den jungen Mädchen wurden die Grundkenntnisse in der ersten Hilfe beigebracht. Das also musste jeder junge Mann und fast jedes Mädel über sich ergehen lassen.
Ausbilder waren dabei in der Regel die Lehrer und Lehrausbilder dieser jungen Menschen, die einst selber einen Dienst in der NVA oder Vergleichbarem absolviert haben.
Bis dahin war es für alle eine „Pflichtübung“ und man konnte sich kaum davor drücken es sei denn, man konnte einen ärztlichen Attest vorlegen, der den jeweiligen jungen Menschen von diesem Lager entband.

Es gab aber auch, innerhalb der GST, eine Reihe von anderen Ausbildungsrichtungen, die von so manchem jungen Mann oder Mädel genutzt wurde, weil es ganz einfach im Interesse diese Menschen lag und sie dadurch ihr Hobby leben konnten was sonst nicht so einfach war und pekuniäre Belastungen verlangte, die junge Menschen oft nicht aufbringen konnten.
Mit einem monatlichen Beitrag von 1,10 Mark der DDR, konnten diese GST-Mitglieder die gesamte Kapazität der GST nutzen, die sie zur Ausübung ihrer Spezialisierung benötigten.
So konnte man für 70 Mark der DDR die Fahrerlaubnis für den LKW machen oder für das Motorrad, was viele Jugendliche nutzten.

Es gab folgende Richtungen der vormilitärischen Ausbildung, die als „Laufbahnausbildung“ bezeichnet wurde, mit dem Ziel, diese jungen Menschen sodann, nach dem Einrücken in die entsprechenden Kasernen, in die Einheiten zu versetzen, für die die jeweilige Laufbahnausbildung vorgesehen war.

Es gab:
- den Schießsport;
- den Funksport und Modellbau;
- den Motorsport;
- den Seesport;
- Tauchen;
- Segelfliegen und
- Fallschirmspringen.

In all diesen Laufbahnen wurden nach Erreichung einer bestimmten Stufe,
Wettkämpfe auf Kreis-, Bezirks- oder auch Landesebene, durchgeführt.
Auch gemischte Wettkämpfe, wo sich die Teilnehmer als Mehrkämpfer beweisen mussten gab es, wie z.B. den jährlich statt findenden militärischen Mehrkampf, wo sich die Teilnehmer nicht nur im Marsch nach Karte und Kompass beweisen mussten, sondern auch im Ziel- und Duellschießen, im Überwinden der Sturmbahn und einiges mehr.

Laufbahn Fallschirmjäger

Wer als junger Mann den Wunsch hegte, bei den Fallschirmjägern seinen aktiven Wehrdienst abzuleisten, musste das dem zuständigen Wehrkreiskommando (WKK) mitteilen. Oft geschah dies erst im Rahmen der Musterung. Einige junge Männer, so auch ich, kümmerten sich schon vor der Musterung darum. In jedem Falle stellte das WKK die Verbindung zu einem Bezirksausbildungszentrum (BAZ) für Fallschirmsport her und der junge Mann musste sich dort melden.
So dieser junge Bursche noch keine 18 Jahre alt war, hatten die Erziehungsberechtigten, eine schriftliche Zusage zu schreiben, dass ihr Junge diesen Sport ausführen darf.
Sodann begann der Weg zum Fallschirmspringer mit dem Ziel, zu einer der Truppen in der NVA eingezogen zu werden, die eine besondere, wesentlich intensivere, militärische Ausbildung zu erhalten, die eben auch das Springen mit dem Fallschirm beinhaltete.
Fast alle dieser GST-Kameraden hegten den Wunsch, Fallschirmjäger zu werden. Es kam aber auch vor, dass wenige Kameraden zum Wachregiment des MfS eingezogen wurden und dort in die Aufklärungskompanie eingezogen wurden und dann eine ähnliche Ausbildung genossen, wie die Fallschirmjäger der NVA. Fakt war, man musste sich für eine Mindestdienstzeit von 3 Jahren verpflichten. Ansonsten konnte man die Ausbildung in der GST „Laufbahn Fallschirmjäger“ nicht absolvieren und wurde auch nicht zu den Fallschirmjägern einberufen.

Es gab regional mehrere BAZ in der damaligen DDR.
So wurde ausgebildet in Neustadt-Glewe (bei Ludwigslust), Magdeburg, Cottbus-Neuhausen, Leipzig- Mockau und Gera-Leumitz. Die zentrale Schule für Fallschirmspringer befand sich auf dem Flugplatz Halle-Opin.

Die Ausbildung in diesen BAZ-en geschah in kasernierter Unterbringung auf dem jeweiligen Flugplatz und war militärisch organisiert.
Zu den Lehrinhalten und Ausbildungsstunden gebe ich im Anschluss einen Anhang, den ich mit freundlicher Genehmigung des Kameraden
B. Ludewig, der nach Beendigung seines Dienstes im FJB-40, hauptamtlich im Zentralvorstand der GST, für die Ausbildung der zukünftigen Fallschirmjäger der NVA, tätig war.

In der Zeit zwischen März bis November eines jeden Jahres erhielt die Berufsschule oder die Erweiterte Oberschule, vom WKK einen Brief mit Aufforderung, dass der bewusste junge Mann in der Zeit von … bis (jeweils eine Woche), vom Schulbetrieb befreit wird, um an der vormilitärischen Ausbildung in der Laufbahn Fallschirmjäger, am jeweiligen BAZ teilnehmen zu können. Dem wurde in der Regel statt gegeben und so reiste man mit einer Militärfahrkarte ausgerüstet, zum BAZ.

Nach dem Wecken und einem Frühsport begann der Tag mit dem Frühstück und einem Morgenappell wo die Ausbildung für den Tag bekannt gegeben wurde, bestimmte Funktionen eingeteilt wurden (z.B. das Durchdrehen der Luftschraube beim Absetzflugzeug AN-2, Packplanen ausbreiten, die Fallschirmtechnik vom Lager in die Packzone transportieren usw.).

In der Regel war Fallschirmpackausbildung und Sprungbetrieb angesetzt, damit jeder zukünftige Fallschirmjäger die Mindestsprunganzahl (12 Fallschirmsprünge) absolvieren konnte, die zum Mindestprogramm für den Abschluss der „Laufbahnausbildung Fallschirmjäger“ gehörte.

An Tagen, wo ein Springen aufgrund der Witterung nicht möglich war, wurde Packausbildung in der Halle durchgeführt. Breiter Raum wurde der körperlichen Ausbildung gewidmet. Die Überwindung der Sturmbahn, durchaus längere Läufe und Märsche mit Karte und Kompass, im Einzelnen auch Handlungen im Nahkampf aber auch, und da tränten so manchem jungen Mann schon die Augen, einige Stunden staatsbürgerlichen Schulung.
Damit war auch für Bewegung und Lerninhalten gesorgt an solchen Tagen, wo eben ein Sprungbetrieb nicht möglich war.
Auch die Nachmittage waren ausgefüllt mit Fallschirmsprungbetriebsdienst oder anderer Ausbildung.
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Re: Laufbahnausbildung in der GST

Beitragvon Beethoven » 18. Februar 2026, 14:22

Mit Abschluss der „Grundausbildung in der Laufbahn Fallschirmjäger“ erhielten die nun schon „gestandenen“ Fallschirmspringer das entsprechende, kleine, blaue Abzeichen mit dem Fallschirm darauf und auch die kleine Medaille für die Abschluss der Laufbahnausbildung.

Wenn die Ausbilder einschätzten, dass der junge Mann mehr kann und vor allem wenn unser Bursche es wollte, konnte er, ab dem 13. Sprung mit der Freifallausbildung zur Erreichung der Fallschirmsprunglizenz beginnen.
Dazu bekam er, so im BAZ vorhanden, einen Schülerschirm für fortgeschrittene Sprungschüler, den RS-8. Bis dato sprangen die Jungs einen RS 4/3 C oder in den 60-er und Anfang der 70-er Jahre den PD-47.

Nun musste der Lizenzschüler mit einem Sprung aus 800 m und
5 Sekunden freien Fall beginnen. Alle anschließenden Sprünge bis zum Prüfungssprung für die Lizenz, wurden aus 1000 m Absetzhöhe und
10 Sekunden freien Fall durchgeführt.
Parallel dazu war ein Pensum als Theorie zu erlernen und zu verinnerlichen. Es wurde mit einer theoretischen Prüfung und einer Sprungprüfung abgeschlossen. Springerisch musste der Lizenzschüler
10 Sekunden stabil in der Luft liegen, links - rechts drehen und einen Salto absolvieren und auch während des Öffnungsvorganges die stabile Lage beibehalten.

Mit bestandener Prüfung erhielt unser nun Lizenzinhaber einen Sportschirm nahm aber an allen weiteren Ausbildungsmaßnahmen innerhalb der Laufbahnausbildung teil, konnte sich jedoch während des Fallschirmsprungbetriebsdienstes von den Kameraden, die noch in der Grundausbildung waren absetzen und sprang mit den Sportspringern mit.
Es war für diese jungen Männer wie ein kleiner „Ritterschlag“.

Kurz vor der Einberufung zu den Fallschirmjägern fand jedes Jahr ein Wettkampf zur „Bestenermittlung“ zwischen Bezirksausbildungszentren statt, an welchem auch eine Delegation des FJB / LStR – 40, außerhalb der Konkurrenz, teil nahmen. Nun erlaube ich mir einige, bereits erwähnte, Anhänge in diesen Beitrag einzubinden und möchte mich bei Bernd Ludewig für die Erlaubnis bedanken, sein Gedankengut hier verwenden ui dürfen.

Bestenermittlung

Nach durchlaufener, zweijähriger, vormilitärischer Laufbahnausbildung Fallschirmjäger, nahmen die besten Laufbahnbewerber der jeweiligen Bezirksorganisation an der zentralen Bestenermittlung teil.
Diese wurde jährlich durch wechselnde BAZ organisiert. Um Heimvorteile
weitestgehend auszuschließen, wurde die Streckenführung des Geländeorientierungsmarsches (> 15 km < 20 km) durch Mitarbeiter des Zentralvorstandes der GST festgelegt.
Landefläche für den Fallschirmabsprung in unbekanntes Gelände waren in der Regel andere Segelflugplätze oder abgeerntete Felder landwirtschaftlicher Produktionsgenossenschaften (die Bestenermittlung fand ja im September / Oktober statt), deren Zustimmung eingeholt werden musste. Die Disziplinen waren den jeweiligen aktuellen Ausbildungsprogrammen entnommen. An jeder zentralen Bestenermittlung nahm eine Gastmannschaft des FJB-40 / LStR-40 der NVA teil.

Disziplinen
1. Gruppenzielsprung (3 Fallschirmsprünge aus 600 m AGL mit
automatischer Öffnung des Fallschirmes. (Zeitmessung vom
Absprung des ersten Springers bis zur Sammlung der gesamten
Gruppe am Zielkreuz)
2. Geländeorientierungsmarsch, eingeleitet durch Fallschirmsprung in
Unbekanntes Gelände, Anlaufen von Stationen wie Überwinden eines
Wasserhindernisses auf dem Seil liegend, Topographie,
Kfz-Ausbildung, Schießen der 1. Schulübung der GST, Überwindung
der GST-Sturmbahn.
3. Physische Ausbildung (Fünfkampf) mit 3.000 m Lauf, Klimmziehen,
Handgranatenweitzielwurf, Klettern am vertikalen Tau.

Wertung - Einzelwertung Fünfkampf;
- Mannschaftswertung Fünfkampf;
- Mannschaftswertung im Geländeorientierungsmarsch;
- Mannschaftswertung im Gruppenzielsprung;
- Gesamtmannschaftswertung.

Große Unterschiede gab es im Ausbildungsprogramm im Laufe der Zeit

Ausbildungsprogramm Laufbahn Fallschirmjäger NVA, Ausgabe 1973

Sie Ausbildungsinhalte in der Nachrichtenausbildung (Tastfunk) wurden geändert. Zu erfüllen waren jetzt lediglich Übungen im Hören und Geben und Niederschreiben von Zifferntexten in einem Tempo von 6 Gruppen (a 5 Zeichen) pro Minute. In der Körperertüchtigung wurden alle 8 Disziplinen des Achtertestes aufgenommen. Dabei kam ein Bewertungssystem mit den Noten 1 – 5 zur Anwendung. Erstmals wurde die Disziplin „Überwinden der GST-Sturmbahn“ in das Programm aufgenommen.

Um hier nicht alles aufzuzählen sei gesagt, die größte Stundenanzahl der Ausbildung gehörte der Sprungausbildung für die 12 FS-Sprünge mit 96 Stunden, gefolgt von der Bodenausbildung mit 24 Stunden und die Körperertüchtigung mit 20 Stunden.

Ab 1982 wurde die Ausbildung spezifischer und entsprach mehr den Forderungen der NVA.

Hier kamen Ausbildungsinhalte wie Judo, Handlungen der Fallschirmjäger im Hinterhalt, Aufbau und Sicherung eines Warteplatzes im rückwärtigen Gebiet des Gegners, Schutzausbildung vor Massenvernichtungswaffen, hinzu. Der Anteil an physischer Ausbildung wurde mehr als verdoppelt und auf 5 Disziplinen reduziert. Dies waren: 3.000 m Lauf auf Zeit (Note 1 in 11:10 Minuten), Klimmziehen (Note 1 – 13 Klimmzüge) Handgranatenweitzielwurf (Norm – 32 m weit in 5 m Kreis), Klettern am Vertikaltau 5 m hoch und 5 m Abstand zum Tau (Note 1 – 17 Sekunden) und Überwinden der GST-Sturmbahn.

Freundlichst
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Re: Laufbahnausbildung in der GST

Beitragvon Edelknabe » 18. Februar 2026, 17:49

In der vormilitärischen Ausbildung die bei uns (für uns Leipziger)zu Anfang der Lehre in Prerow an der Ostsee absolviert wurde, da lernte ich richtig gut küssen bzw. eine junge Rostockerin kennen. Also ich verbrachte mit dem Mädel ungelogen jede freie Minute im Gelände an einer etwas abseits bewaldeten abgelegenen Stelle. Zu meiner Freude und wohl auch aus etwas Neid auf das Weibliche (die jungen Erfahrungen dadurch) nähten mir meine Zimmergenossen das Bettzeugs richtig schön am Bezug fest, der folgende Stubendurchgang war gelaufen.

Später besuchte mich das Mädel mal in Leipzig und ich musste Sie meiner derzeitigen Freundin gegenüber als entfernte Cousine "verkaufen." Das war vielleicht ne schräge Nummer. Und nichts für ungut Beethoven, zwischen der GST und meinen Wehrdienst am Kanten vergingen mindestens noch gut 7 lange Jahre.

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Re: Laufbahnausbildung in der GST

Beitragvon pentium » 18. Februar 2026, 17:58

Edelknabe hat geschrieben:In der vormilitärischen Ausbildung die bei uns (für uns Leipziger)zu Anfang der Lehre in Prerow an der Ostsee absolviert wurde, da lernte ich richtig gut küssen bzw. eine junge Rostockerin kennen. Also ich verbrachte mit dem Mädel ungelogen jede freie Minute im Gelände an einer etwas abseits bewaldeten abgelegenen Stelle. Zu meiner Freude und wohl auch aus etwas Neid auf das Weibliche (die jungen Erfahrungen dadurch) nähten mir meine Zimmergenossen das Bettzeugs richtig schön am Bezug fest, der folgende Stubendurchgang war gelaufen.

Später besuchte mich das Mädel mal in Leipzig und ich musste Sie meiner derzeitigen Freundin gegenüber als entfernte Cousine "verkaufen." Das war vielleicht ne schräge Nummer. Und nichts für ungut Beethoven, zwischen der GST und meinen Wehrdienst am Kanten vergingen mindestens noch gut 7 lange Jahre.

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Re: Laufbahnausbildung in der GST

Beitragvon augenzeuge » 18. Februar 2026, 18:01

Ich komme mit den Begriffen etwas durcheinander. Vormilitärische Ausbildung ist für mich die Ausbildung von Jugendlichen in Einzelfähigkeiten, die für eine spätere Verwendung als Soldat nützlich sind. Also das, was bei mir im Wehrkundeunterricht und während der Lehre 1980 passierte. Aber du meinst sicher etwas anderes. [blush]

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Re: Laufbahnausbildung in der GST

Beitragvon pentium » 18. Februar 2026, 18:12

augenzeuge hat geschrieben:Ich komme mit den Begriffen etwas durcheinander. Vormilitärische Ausbildung ist für mich die Ausbildung von Jugendlichen in Einzelfähigkeiten, die für eine spätere Verwendung als Soldat nützlich sind. Also das, was bei mir im Wehrkundeunterricht und während der Lehre 1980 passierte. Aber du meinst sicher etwas anderes. [blush]

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Wehrkunde gab es zu meiner Zeit nicht...1971 Berufsausbildung mit Abi angefangen und im ersten oder zweiten Lehrjahr waren wir für ein paar Wochen im GST Lager, allerdings war das eigentlich das Ferienobjekt unseres Lehrbetriebes. Allerdings hatten wir keinen Ausgang aus dem Lager zum Küssen....und romantisch waren die Waldspaziergänge auch nicht, wir hatten auch keine Bungalows an der Ostsee....sondern in der Nähe von Schleiz. Ostsee konnte sich unser Betrieb nicht leisten.
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Re: Laufbahnausbildung in der GST

Beitragvon karnak » 18. Februar 2026, 18:20

Die GST war keine Institution die explizit damit beschäftigt war Nachwuchskader für das Militär auszubilden.
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Re: Laufbahnausbildung in der GST

Beitragvon pentium » 18. Februar 2026, 18:27

karnak hat geschrieben:Die GST war keine Institution die explizit damit beschäftigt war Nachwuchskader für das Militär auszubilden.


Na ja. Ich würde sagen Ansichtssache...oder eine Frage der Auslegung...
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Re: Laufbahnausbildung in der GST

Beitragvon augenzeuge » 18. Februar 2026, 18:46

pentium hat geschrieben:
karnak hat geschrieben:Die GST war keine Institution die explizit damit beschäftigt war Nachwuchskader für das Militär auszubilden.


Na ja. Ich würde sagen Ansichtssache...oder eine Frage der Auslegung...


Eher ne Frage der Zeitschiene. Ich bezog mich ja nur auf die Wortwahl vom Edelknaben.

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Re: Laufbahnausbildung in der GST

Beitragvon Edelknabe » 18. Februar 2026, 19:14

Diese arme Sau unser Pentium. Ein Wunder das der Kerl nicht noch schwul wurde? Und geküsst wurde übrigens im Objekt. Aber nee, die Fortsetzung besser Vorgeschichte folgt in "Geschichten eines Gastes." Im übrigen bin ich auch nicht der Meinung, das die GST für den späteren Wehrkram so wichtig war? Außer natürlich du wolltest so wie Beethoven später einmal Offizier werden.

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Re: Laufbahnausbildung in der GST

Beitragvon pentium » 18. Februar 2026, 19:25

Edelknabe hat geschrieben:Diese arme Sau unser Pentium. Ein Wunder das der Kerl nicht noch schwul wurde? Und geküsst wurde übrigens im Objekt. Aber nee, die Fortsetzung besser Vorgeschichte folgt in "Geschichten eines Gastes." Im übrigen bin ich auch nicht der Meinung, das die GST für den späteren Wehrkram so wichtig war? Außer natürlich du wolltest so wie Beethoven später einmal Offizier werden.

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Muss man auf deine Spähtpupertären Fantasien eingehen? Küssen lernen...? Herrlich. Junge zu der Zeit musste ich nicht erst noch das Küssen lernen! Was das mit "armer Sau" und schwul zu tun hat? Keine Ahnung. Jedenfalls hätte man dich durch das Gelände gejagt, das du keine Lust zum Küssen mehr gehabt hättest...Unglaublich.
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Re: Laufbahnausbildung in der GST

Beitragvon steffen52 » 18. Februar 2026, 20:16

karnak hat geschrieben:Die GST war keine Institution die explizit damit beschäftigt war Nachwuchskader für das Militär auszubilden.

Wie jetzt? Meinst das doch nicht im ernst!! [laugh]
Gruß steffen52
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Re: Laufbahnausbildung in der GST

Beitragvon pentium » 18. Februar 2026, 20:25

steffen52 hat geschrieben:
karnak hat geschrieben:Die GST war keine Institution die explizit damit beschäftigt war Nachwuchskader für das Militär auszubilden.

Wie jetzt? Meinst das doch nicht im ernst!! [laugh]
Gruß steffen52


Im Januar 1955 wies das Politbüro der SED der GST die folgenden vier zentralen Aufgaben zu, von denen wesentliche Teile nie realisiert worden sind:

„vormilitärische Ausbildung der jugendlichen Arbeiter und werktätigen Bauern sowie der Söhne der fortschrittlichen Intelligenz, um sie für den Dienst in der KVP vorzubereiten;
vormilitärische Ausbildung aller Arbeiter und werktätigen Bauern, um sie zur Verteidigung der Heimat zu befähigen;
Vermittlung von militärischen und militärtechnischen Kenntnissen unter den Werktätigen;
Erziehung der Arbeiter und werktätigen Bauern zum Haß gegen die Kriegstreiber und Feinde der DDR sowie zur Liebe zur Heimat und zur Erkenntnis der Notwendigkeit ihrer bewaffneten Verteidigung durch eine breite mündliche und schriftliche Agitation und Propaganda.“[12


wiki
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Re: Laufbahnausbildung in der GST

Beitragvon karnak » 18. Februar 2026, 22:21

steffen52 hat geschrieben:
karnak hat geschrieben:Die GST war keine Institution die explizit damit beschäftigt war Nachwuchskader für das Militär auszubilden.

Wie jetzt? Meinst das doch nicht im ernst!! [laugh]
Gruß steffen52

Natürlich hat man dort logisch versucht Kader für das Militär zu generieren. Es war aber keineswegs so, dass Du nur bei der GST mitmachen konntest wenn Du vorher eine faktische Verpflichtung für einen zukünftigen längerfristigen Militärdienst abgegeben hast. Nur das ist mein Punkt.
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