Studie "Doping in Deutschland"

Fussball, Sommer und Wintersport, eben alles zum Thema Sport

Re: Studie "Doping in Deutschland"

Beitragvon pentium » 3. März 2015, 13:30

Anabolika für den VfB und den SC Freiburg?

Die Evaluierungskommission Freiburger Sportmedizin hat offenbar Beweise für einen westdeutschen Dopingskandal gefunden. Jetzt gerät auch der Profi-Fußball unter Verdacht.

Laut der Evaluierungskommission, die sich mit der Doping-Vergangenheit an der Universität Freiburg beschäftigt, wurde in den "späten 1970er und frühen 1980er Jahren" beim Fußball-Bundesligisten aus Stuttgart "im größeren Umfang" Anabolika-Doping vorgenommen.

Betroffen, "wenn auch nur punktuell nachweisbar", sei zudem der damalige Zweitligist SC Freiburg. Es geht insbesondere um das Anabolikum Megagrisevit, das auch von der 1987 verstorbenen Leichtathletin Birgit Dressel (USC Mainz) zeitweise eingenommen wurde.

Zugleich betonte die Kommission: "Gezeigt werden können erstmalig die Strukturen des Dopings im Fußball am Beispiel der hauptverantwortlichen Mitwirkung von Prof. Dr. Klümper inklusive der Finanzierung solcher Aktivitäten durch die Vereine." Der Mediziner Klümper, Leiter der damaligen Sporttraumatologischen Spezialambulanz, gilt als Schlüsselfigur der Dopingvergangenheit an der Freiburger Universität.

Die neuen Erkenntnisse gehen aus den gut 60 "Klümper-Akten" hervor, die sich mit dem abgeschlossenen Betrugsverfahren gegen Klümper befassen. "Erstmals" sei der "sichere Befund möglich, dass Anabolika-Doping auch im Profi-Fußball eine signifikante Rolle spielte", schrieb die Kommission.

quelle:
http://www.swr.de/landesschau-aktuell/s ... 6/1xolz3x/

"Das ist absurd", sagte der ehemalige VfB-Trainer Hans-Jürgen Sundermann (1976 bis 1979 und 1980 bis 1982) dem SID zu den Erkenntnissen: "Ich kann mir das überhaupt nicht vorstellen und halte das für völlig ausgeschlossen." Allgöwer sagte gegenüber dem kicker: "Ich war zwar bei Dr. Klümper, habe mit diesen Dingen aber nie etwas zu tun gehabt."

http://www.kicker.de/news/fussball/bund ... iburg.html

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Re: Studie "Doping in Deutschland"

Beitragvon Interessierter » 11. Dezember 2015, 13:05


Tod von Kugelstoßer: Strafanzeige gegen DDR-Trainer


Es geht um den Verdacht der Mitschuld am Tode des Kugelstoßers Gerd Jacobs: Der Anti-Doping-Experte Werner Franke und der Verein für Dopingopfer haben nach SPIEGEL-Informationen ehemalige Leichtathletiktrainer der DDR angezeigt.


Nach dem Tod des früheren Kugelstoßers Gerd Jacobs haben der Verein für Doping-Opfer-Hilfe und der Molekularbiologe Werner Franke bei den Staatsanwaltschaften in Berlin und Frankfurt (Oder) Strafanzeige gegen ehemalige Leichtathletiktrainer der DDR gestellt.

Nach SPIEGEL-Informationen geht es um den Verdacht, die Trainer seien mitschuldig an Jacobs' Tod. Kripobeamte hatten den 55-Jährigen Anfang Dezember tot in seiner Wohnung in Neuhardenberg, Brandenburg, aufgefunden. Jacobs war eines der bekanntesten Dopingopfer des DDR-Sports. Der Kugelstoßer des TSC Berlin hatte gegenüber der Kriminalpolizei ausführlich über die Verabreichung des Anabolikums Oral Turinabol berichtet. Ein Prozess gegen zwei seiner früheren Trainer wegen des Verdachts der Körperverletzung endete im Jahr 2000 mit Freiheitsstrafen auf Bewährung.

http://www.spiegel.de/sport/sonst/straf ... 67318.html

Bleibt abzuwarten was dabei herauskommt. Mehr dazu soll es ja im neuen Spiegel geben.
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Re: Studie "Doping in Deutschland"

Beitragvon Interessierter » 18. April 2016, 14:47

Trainer: "Jeder muss mal ein Schwein sein". Uwe Neumann war Dopingcoach und Stasi-Spitzel - sein Athlet Jens Kruppa sagt nur: Na und?

Irgendwann mal hat Beate Ludewig gelesen, was der Stasi-Spitzel "Holbert" notiert hatte. Es wurde ihr schlecht dabei. Sie erzählt keine Einzelheiten, aber eine Geschichte. Die Geschichte soll ihre ganze Verachtung für den früheren IM demonstrieren. Einige Zeit nach der Lektüre stand die Schwimmtrainerin Ludewig neben dem früheren Spitzel. Er war im selben Trainingslager wie sie, er stand mit ihr am Beckenrand. Und er hatte immer noch den gleichen Tonfall wie früher, dieser Uwe Neumann, ehemaliger DDR-Spitzentrainer, ehemaliger Stasi-Spitzel, Deckname "Holbert".

Beate Ludewig hätte Jens Kruppa ihr Schweigen erklären können. Aber Kruppa hätte es wahrscheinlich nicht verstanden. Neumann ist sein Trainer, seitdem er 14 ist. Jetzt ist Kruppa 25, und er sagt: "Er war lange Zeit einer Vaterfigur für mich. Jetzt ist er eine absolute Respektperson. Wir haben eine besondere Beziehung zueinander." Jens Kruppa vom SC Riesa holte mit der Lagenstaffel in Sydney bei den Olympischen Spielen Bronze und bei der WM in Japan. Für Kruppa ist das vor allem ein Verdienst seines Trainers Neumann.

Eine besondere Beziehung? Die hat einer bestimmt zu einem Trainer, wenn er übersieht, dass der andere früher Kinder gedopt hat und Leute bespitzelte. So einem Trainer kann man ja verzeihen. Nach quälenden Stunden und schlaflosen Nächten zum Beispiel. Wenn einer verzeiht, hat er die Berichte von Dopingopfern zwar nicht vergessen, aber er hat sie in den Hintergrund gedrängt. Man kann das machen, wenn einem der Erfolg wichtiger ist. Wenn man den Trainer nicht verlieren möchte. Kruppa sagt: "Warum soll ich zu einem Deppen gehen, der fachlich keine Ahnung hat? Ich bleibe lieber bei einem, mit dem ich Erfolg habe." So kann man denken, wenn Medaillen wichtiger sind als Moral. Ein bisschen wichtiger.

Der vollständige Beitrag hier:
http://www.tagesspiegel.de/sport/traine ... 46186.html
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Re: Studie "Doping in Deutschland"

Beitragvon augenzeuge » 19. Februar 2017, 15:05

Spartacus hat geschrieben: Im Jahr 2005 versuchte Beilschmidt zudem gemeinsam mit dem LSB-Präsidenten und SED-Altkader Peter Gösel, das Mitglied der sogenannten „unabhängigen Stasi-Kommission des Thüringer Sports“, den couragierten Hochschulsportlehrer Henner Misersky, zu attackieren und einzuschüchtern, woraufhin Misersky zurücktrat.

Sparta



Die Sportlerin, die die Geschichte besiegte
Antje Misersky, die Tochter des Henner Misersky, wollte nicht dopen und musste in der DDR ihre Karriere beenden. Vor 25 Jahren dann das märchenhafte Happy End: Als erste Deutsche gewann sie Biathlongold.

Ihre Karriere war Mitte der Achtzigerjahre eigentlich schon beendet, sie hatte in der DDR-Diktatur nicht die Konfrontation mit denen gescheut, die das staatlich verordnete Dopingsystem verantwortet haben. Ihre hartnäckige Weigerung, Doping einzunehmen, führte zu Repressalien und 1985 zum Ausschluss aus dem Leistungssport. In Frankreich dann das Happy End. Sie bewies, dass man auch ohne Doping Weltspitze sein kann.

http://www.zeit.de/sport/2017-02/antje- ... geschichte
AZ

P.S.
Sie hatte eben die richtige Erziehung bekommen....
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Re: Studie "Doping in Deutschland"

Beitragvon augenzeuge » 19. Februar 2017, 16:44

Überglücklich fiel die Siegerin im Ziel ihrem Vater Henner Misersky in die Arme. Ihm widmete sie den Sieg.

Vater und Tochter verbindet ein Schicksal. Weil er sich als Skilanglauftrainer im Sportclub Zella-Mehlis dem Staatsdoping verweigerte, wurde er 1985 fristlos entlassen. Er konnte es nicht verantworten, dem kurz zuvor verkündeten DDR-Skiverbandsprogramm zu folgen, das auch den betrügerischen und illegalen Einsatz von gefährlichen Hormonpräparaten vorsah. Die Fälle von geschädigten Neugeborenen hatten sich gehäuft, aufkommende Angst und die steigende Ungewissheit bezüglich der von DDR-Wissenschaftlern entwickelten Mittel und Methoden zudem die Freude am sozialistischen Leistungssport überlagert. Auch die Tochter wurde nach seinem Rauswurf von Funktionären unter Druck gesetzt. Sie hörte auf.


AZ
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Re: Studie "Doping in Deutschland"

Beitragvon augenzeuge » 19. Februar 2017, 17:06

Es ist immer noch unglaublich, wenn man das liest. Und deshalb zitiere ich nochmal einige Fakten:

Selbst die in der DDR nicht zugelassene Steroidsubstanz des VEB Jenapharm STS 646 wurde im Skilanglauf eingesetzt, Hormontabletten wurden in Vitamingetränken aufgelöst und Testosteronpräparate gespritzt, ohne dass die Athleten davon Kenntnis hatten, wie es der damalige Verbandsarzt Hans-Joachim Kämpfe aus Kreischa (IM "Schmied") Mitte der Achtziger mit buchhalterischer Genauigkeit als Stasispitzel berichtete.


Auch Heike, die drei Jahre ältere Schwester von Antje, war bis zu Beginn der Achtzigerjahre als gute Skilangläuferin aktiv. Die Stasi wollte, dass sie ihre Kameraden und die Familie bespitzelt. Sie erzählte ihren Eltern davon und distanzierte sich von den Stasiwerbern.

Die ganze Familie geriet in Sippenhaft.
Antje Misersky, mit 17 bereits Bronzemedaillen-Gewinnerin bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften mit der DDR-Langlaufstaffel 1985 in Seefeld, kam auf die schwarze Liste. Sie durfte nicht mehr an Wettkämpfen teilnehmen


Im Februar 1992 ergriff sie mit ihrem Vater bei einem ARD-Fernsehinterview die Gelegenheit, auf die doping- und stasibelasteten DDR-Funktionäre und Trainer hinzuweisen...Danach flatterten den Miserskys sogar anonyme Morddrohungen ins Haus.



Ein Beleg für die noch immer in Teilen moralische Verkommenheit des Spitzensports in Deutschland und besonders in Thüringen ist die Tatsache, dass ausgerechnet dieser doping- und stasibelastete Ulrich Wehling seit dem 1. Dezember 2016 der neue Geschäftsführer des Thüringer Skiverbandes ist.


AZ
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Re: Studie "Doping in Deutschland"

Beitragvon Beethoven » 27. März 2017, 07:45

Nun ist es raus, durch eine Promotionsarbeit.

In der Bundesrepublik wurde flächendeckend gedoopt, wie man es den Sportlern der damaligen DDR vorgeworfen hat.
Vermutlich waren die Doopingmittel die die Sportler der DDR erhielten besser als die, die die Sportler der BRD einnahmen, sonst hätten sie ja nicht pausenlos verloren- [blush]
Demokratie ist die Notwendigkeit, sich gelegentlich den Ansichten anderer Leute zu beugen.
Sie ist die schlechteste aller Staatsformen, ausgenommen alle anderen.

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Re: Studie "Doping in Deutschland"

Beitragvon Interessierter » 27. März 2017, 09:06

Beethoven hat geschrieben:Nun ist es raus, durch eine Promotionsarbeit.

In der Bundesrepublik wurde flächendeckend gedoopt, wie man es den Sportlern der damaligen DDR vorgeworfen hat.
Vermutlich waren die Doopingmittel die die Sportler der DDR erhielten besser als die, die die Sportler der BRD einnahmen, sonst hätten sie ja nicht pausenlos verloren- [blush]


Um es vorab klarzustellen; das Doping in der BRD ist ebenfalls zu verurteilen. Nur scheinst Du gar nicht zu wissen, was Du in dem von mir Zitiertem von Dir gibst.

Oder wurden in der BRD etwa Kindern und Jugendlichen Dopingmittel verabreicht, ohne sie, wie in der DDR darüber aufzuklären?

Die Dopingmittel in der DDR waren besser? Richtig ist, dass diese so schlecht und schädlich waren, dass noch heute viele ehemalige DDR - Sportler unter deren gesundheitlichen Folgeschäden leiden.
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Re: Studie "Doping in Deutschland"

Beitragvon Kumpel » 27. März 2017, 09:23

Was Beethoven in seiner dümmlichen "War doch im Westen alles genau so" Rhetorik unterschlägt ist doch die Tatsache , dass in der DDR ein staatlich angeordnetes Doping über die Köpfe der
Sportler hinweg betrieben wurde und wer auf die Idee kam sich dagegen aufzulehnen raus flog.
Beethoven seien zur Information die Wortmeldungen und Publikationen von Ines Greipel anempfohlen.
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Re: Studie "Doping in Deutschland"

Beitragvon Beethoven » 27. März 2017, 12:31

Quark.
Es wurde gedoopt - hüben wie drüben.

Alles andere ist doch Augenauswischerei.

Gruß
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Re: Studie "Doping in Deutschland"

Beitragvon Kumpel » 27. März 2017, 13:08

Beethoven hat geschrieben:Quark.
Es wurde gedoopt - hüben wie drüben.
Alles andere ist doch Augenauswischerei.


So viel ideologischen Kleingeist habe ich dann doch nicht erwartet.
Den Unterschied erläutern dir hier die bereits angesprochene Ines Greipel. https://www.youtube.com/watch?v=ze2YMXY7K28 und Susanne Schnierda. https://www.youtube.com/watch?v=34fGuQC7V6g
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Re: Studie "Doping in Deutschland"

Beitragvon augenzeuge » 27. März 2017, 16:05

Beethoven hat geschrieben:Quark.
Es wurde gedoopt - hüben wie drüben.

Alles andere ist doch Augenauswischerei.

Gruß


Nee, so einfach ist es nun wirklich nicht. Aber ich erkläre das jetzt nicht.

AZ
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Re: Studie "Doping in Deutschland"

Beitragvon Volker Zottmann » 27. März 2017, 16:11

augenzeuge hat geschrieben:Nee, so einfach ist es nun wirklich nicht. Aber ich erkläre das jetzt nicht.

AZ


Dem, der die Unterschiede heute noch erklärt bekommen muss, ist ohnehin nicht mehr zu helfen.

Gruß Volker
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Re: Studie "Doping in Deutschland"

Beitragvon Beethoven » 28. März 2017, 09:50

Leute, ob das nun staatlich sanktioniert wurde oder von den jeweiligen Sportvereinen, - Clubs, Trainern veranlasst wurde, spielt doch in der Endkonsequenz keine Rolle. Mir muss auch niemand erklären wollen, dass die richtigen Stellen, auch in der BRD, davon nichts gewußt haben wollen.
Es wurde in beiden deutschen Staaten gemacht und die Sportler der BRD galten als die "Sauberen". Das aber ist doch Quark, weil eben genauso gedoopt wurde.

Was also wollt Ihr mir erklären oder auch nicht? [hallo]
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Re: Studie "Doping in Deutschland"

Beitragvon Kumpel » 28. März 2017, 10:16

So dumm kannst du doch eigentlich gar nicht sein wie du dich hier darstellst.
Es wurde ja nun schon höchst richterlich fest gestellt , dass die Dopingpraktiken in der DDR den Tatbestand der vorsätzlichen Körperverletzung erfüllen.
Schau dir einfach mal ein paar Interviews von ehemaligen DDR Sportlern an welchen mit diesen Praktiken das Leben zerstört wurde.
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Re: Studie "Doping in Deutschland"

Beitragvon Spartacus » 29. März 2017, 17:58

Es wurde ja nun schon höchst richterlich fest gestellt , dass die Dopingpraktiken in der DDR den Tatbestand der vorsätzlichen Körperverletzung erfüllen.


Nun das selbe Urteil würde ergehen, wenn ein westdeutscher Sportler klagen würde und so wie ich das sehe, werden solche Klagen nicht lange auf sich warten lassen.

Der Der Freiburger Sportmediziner Armin Klümper war das impersonifizierte Zentrum des Dopings in Westdeutschland - dieses Rollenverständnis stützt ein aktuelles Gutachten. Laut diesem habe Klümper "wie kein anderer aktiv am Doping" mitgewirkt. Doch Co-Autor Andreas Singler stellt auch klar: Ohne die Unterstützung von Politik und Behörden sei Klümpers Wirken nicht möglich gewesen.


http://www.deutschlandfunk.de/studie-zu ... _id=382578

Berühmt war sein "Klümper-Cocktail" und zahlreiche deutsche Spitzensportler kamen in seine Freiburger Praxis, wo sie wissentlich und unwissentlich von ihm gedopt worden waren


LG

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Re: Studie "Doping in Deutschland"

Beitragvon Interessierter » 18. April 2017, 10:51

Hall of Fame - Ärger um Täve-Schur-Nominierung

Die Stiftung Deutsche Sporthilfe hat 2006 eine virtuelle Ruhmeshalle im Internet installiert, die sogenannte "Hall of Fame". Darin werden deutsche Sportler und Persönlichkeiten des Sports geehrt, die durch Leistung, Fairplay und Haltung Vorbild geworden sind. Zu den fünf aktuellen Aufnahmekandidaten zählt auch DDR-Rad-Weltmeister Gustav-Adolf Schur. Das ruft Kritik hervor.

http://www.deutschlandfunk.de/hall-of-f ... _id=383923
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Re: Studie "Doping in Deutschland"

Beitragvon pentium » 18. April 2017, 11:03

Interessierter hat geschrieben:Hall of Fame - Ärger um Täve-Schur-Nominierung[/size]

Die Stiftung Deutsche Sporthilfe hat 2006 eine virtuelle Ruhmeshalle im Internet installiert, die sogenannte "Hall of Fame". Darin werden deutsche Sportler und Persönlichkeiten des Sports geehrt, die durch Leistung, Fairplay und Haltung Vorbild geworden sind. Zu den fünf aktuellen Aufnahmekandidaten zählt auch DDR-Rad-Weltmeister Gustav-Adolf Schur. Das ruft Kritik hervor.

Und was hat der Beitrag über Täve Schur mit der o.g. Studie zu tun?

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Re: Studie "Doping in Deutschland"

Beitragvon Interessierter » 18. April 2017, 11:55

Also ich konnte den Zusammenhang zum Doping und dem Verspotten von Dopingopfern durch Täve Schur erkennen.
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Re: Studie "Doping in Deutschland"

Beitragvon Interessierter » 21. April 2017, 07:48

Radsportlegende Schur "Der DDR-Sport war nicht kriminell"

"Täve" Schur war ein populärer Radportler in der DDR. Seine Nominierung für die "Hall of Fame" des deutschen Sports wird stark kritisiert. Nun beweist er fehlende Distanz zur Doping-Geschichte der DDR.


Der ehemalige Radsport-Weltmeister Gustav-Adolf Schur hat mitten in der Diskussion über seine Nominierung für die "Hall of Fame" des deutschen Sports die Doping-Geschichte der DDR verharmlost. "Der DDR-Sport war nicht kriminell, sondern vorzüglich aufgebaut", sagte "Täve" Schur der Zeitung "Neues Deutschland". "Der Aufbau der sportlichen Gesundheit der Bevölkerung aus den Kindergärten heraus über den Schulsport bis hin zu den Leistungssporteinrichtungen war einmalig." Den DDR-Sport als kriminell zu bezeichnen, sei "völliger Quatsch".

http://www.spiegel.de/sport/sonst/gusta ... 44041.html

Er ist anscheinend ein erkenntnisarmer " Ewiggestriger ".
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Re: Studie "Doping in Deutschland"

Beitragvon augenzeuge » 21. April 2017, 08:01

Damit disqualifiziert sich Schur als ernstzunehmender Gesprächspartner gewaltig. Er ist blind für die Fakten und urteilt pauschal. Richtig ist, dass die sportliche Betätigung in der Schule sehr gut war. Aber was daraus gemacht wurde keinesfalls.
AZ
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Re: Studie "Doping in Deutschland"

Beitragvon Merkur » 21. April 2017, 10:06

augenzeuge hat geschrieben: Er ist blind für die Fakten und urteilt pauschal.
AZ


Wenn er beispielsweise sagt, dass es in der DDR keine Dopingtoten ala Birgit Dressel gab, ist das doch durchaus zutreffend.
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Re: Studie "Doping in Deutschland"

Beitragvon HPA » 21. April 2017, 10:17

Weil so manches Dopingopfer erst an den Spätfolgen nach der Wende starb

http://no-doping.org/dopingopferliste-2/
Bild

"Wer seinen Kinderglauben sich bewahrt, in einer reinen, unbefleckten Brust - und gegen das Gelächter einer Welt zu leben wagt, - wie er als Kind geträumt - bis auf den letzten Tag: das ist ein Mann!"(Henning v. Tresckow)

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Re: Studie "Doping in Deutschland"

Beitragvon augenzeuge » 21. April 2017, 10:42

Merkur hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben: Er ist blind für die Fakten und urteilt pauschal.
AZ


Wenn er beispielsweise sagt, dass es in der DDR keine Dopingtoten ala Birgit Dressel gab, ist das doch durchaus zutreffend.


Da bin ich mir nicht sicher. Du meinst, das hätte man nicht vertuscht?

Allerdings waren die gedopten Sportler in der DDR mehr unter staatlicher Kontrolle als gewisse westdeutsche Sportler.

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Re: Studie "Doping in Deutschland"

Beitragvon Merkur » 21. April 2017, 11:02

augenzeuge hat geschrieben:Da bin ich mir nicht sicher. Du meinst, das hätte man nicht vertuscht?
Allerdings waren die gedopten Sportler in der DDR mehr unter staatlicher Kontrolle als gewisse westdeutsche Sportler.
AZ


Ich gehe davon aus, dass die ZERV solche Fälle aufgedeckt hätte, wenn es sie denn gab.
Ob die Kontrolle/Beeinflussung staatlicherseits erfolgte oder durch profitorientierte Vereine und Verbände sowie der für die jeweilige Seite tätigen Mediziner, halte ich für nebensächlich.
Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger.
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Re: Studie "Doping in Deutschland"

Beitragvon HPA » 21. April 2017, 11:37

Ob die Kontrolle/Beeinflussung staatlicherseits erfolgte oder durch profitorientierte Vereine und Verbände sowie der für die jeweilige Seite tätigen Mediziner, halte ich für nebensächlich.


Es macht einen gewaltigen Unterschied, ob dies zwangsweise durch den Staat angeordnet und organisiert wurde, sogar Kinder und Heranwachsende mit Anabolika vollgepumpt wurden oder Verbände und Vereine dies bei Sportlern duldeten oder förderten!

Die massiven und häufigen Leberschäden als Spätfolge sind eine direkte Folge langjährigen Anabolikamißbrauchs !
Bild

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Re: Studie "Doping in Deutschland"

Beitragvon augenzeuge » 21. April 2017, 11:56

Merkur hat geschrieben:Ich gehe davon aus, dass die ZERV solche Fälle aufgedeckt hätte, wenn es sie denn gab.


Das ist naiv. ZERV hat vieles nicht aufdecken können. Nicht einmal, wo sich das Grab bestimmter Mauertoten befindet.

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Re: Studie "Doping in Deutschland"

Beitragvon Interessierter » 21. April 2017, 12:13

Niemand bestreitet doch heute, dass es auch Doping in den westlichen Ländern gab. Dieses Staatsdoping in der DDR und den damaligen Ostblockstaaten und sogar noch im heutigem Russland, war und ist nicht nur eine ganz andere Größenordnung, sondern ist besonders verwerflich, da auch Kinder ohne deren Wissen gedopt wurden.

Wer versucht dieses Staatsdoping, mit dem wissentlichen Doping von Erwachsenen zu vergleichen, betreibt nichts anderes als Schönrederei.

Ein paar Fakten zum Staatsdoping in der DDR:

1974 wurden in der DDR diese Kapseln, jene Pillen und diverse Eiweißdrinks nach dem Staatsplan 14.25 flächendeckend angeordnet und getestet. Cornelia Reichhelm war 13 Jahre alt und ruderte jeden Tag gedopt. Vor 14 Jahren, mehr als zwei Dekaden später, schuf sie ein Bewusstsein. Und das tat weh, tut weh und verhindert zu vergessen.

Reichhelm ist schwerbehindert. Sie ist anerkanntes Dopingopfer, eines von rund 200, aber ihre Wahrheit wird verschwiegen.


Sie ist keine Ausnahme. Der Verein der Doping-Opfer-Hilfe begleitet mehr als 700 einstige Sportler.
Von mehr als 2000 Fällen könne ausgegangen werden und die Meldungen seien dem DOH bis 2004, als bis weit nach aktiver Zeit im DDR-Sport, bekannt.


Da es über das Thema Doping in Deutschland bereits zahlreiche Beiträge gibt, sollen diese Ausführungen auch reichen.
Auch aus Steinen die einem in den Weg
gelegt werden,
kann man was schönes bauen
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Re: Studie "Doping in Deutschland"

Beitragvon Kumpel » 21. April 2017, 12:16

Merkur hat geschrieben:Ob die Kontrolle/Beeinflussung staatlicherseits erfolgte oder durch profitorientierte Vereine und Verbände sowie der für die jeweilige Seite tätigen Mediziner, halte ich für nebensächlich.


Ach wirklich? Naiv kann man diese Aussage nun nicht nennen, sondern sie blendet geschickt aus wie ausgeliefert die DDR Sportler diesem staatlichen Dopingprogramm in der DDR waren.
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Re: Studie "Doping in Deutschland"

Beitragvon Spartacus » 21. April 2017, 18:05

HPA hat geschrieben:Weil so manches Dopingopfer erst an den Spätfolgen nach der Wende starb

http://no-doping.org/dopingopferliste-2/


Einer davon, der mal mein großes Vorbild war. Er hat nicht mal seine Rente erlebt.

Als Gerd Bonk schon nicht mehr gehen konnte, weil seine Muskeln zu schwach waren, um ihn zu tragen, den einstmals "stärksten Mann der Welt", da saß er oft zu Hause in seinem Wohnzimmer im Vogtland und hörte Schallplatten.


http://www.sueddeutsche.de/sport/zum-to ... -1.2184443

Bonk konnte in den vergangenen 25 Jahren praktisch nichts mehr anderes tun, als in seinem Wohnzimmer zu sitzen und Musik zu hören. Wenn er mal nicht da war, dann lag er meist in der Klinik. Kurz vor der Wende war er zum Invaliden erklärt worden. Da war er 37.


LG

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denn es gibt ja noch zum Glück, als Beruf die Politik.
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