Amateur-Fußball in Leipzig - Durchsetzt mit Neonazis

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Amateur-Fußball in Leipzig - Durchsetzt mit Neonazis

Beitragvon Interessierter » 22. April 2017, 07:08

In Leipzig treffen am Wochenende Mannschaften des Klubs Roter Stern auf Teams mit Spielern, die 2016 an einem Neonazi-Aufmarsch teilgenommen haben. Die Folge: Polizei und Security in der siebten Liga.

Wenn am Samstag der Bornaer SV und Roter Stern Leipzig (RSL) in der siebten Liga aufeinandertreffen, wird das kein normales Amateur-Fußballspiel: professionelle Security, ein separater Einlass für die RSL-Anhänger, Polizisten vor Ort.

Der Grund: Am 11. Januar 2016 war ein Mob von gut 250 Neonazis durch Leipzigs Szenestadtteil Connewitz gezogen und hatte dort - bewaffnet mit Äxten, Messern und Totschlägern - Verwüstungen hinterlassen. Treffpunkte der linken Szene wurden attackiert, darunter auch das Lokal des alternativen Fußballklubs RSL, der 2010 wegen seiner Integrationsarbeit vom DFB ausgezeichnet worden war. In einen Döner-Imbiss warfen die Rechten einen Sprengsatz, nachdem sie dort die Kasse geraubt hatten.

http://www.spiegel.de/sport/fussball/ho ... 44129.html

Wirklich seltsame Fussballfans. [denken]
Auch aus Steinen die einem in den Weg
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Re: Amateur-Fußball in Leipzig - Durchsetzt mit Neonazis

Beitragvon Interessierter » 24. April 2017, 08:20

Nach Neonazi-Provokation - Amateurspiel in Leipzig abgebrochen

Eklat in der siebten Liga: Die Spieler von Roter Stern Leipzig haben beim Auswärtsspiel gegen den Bornaer SV das Feld verlassen. Vorangegangen war ein Jubel der Gastgeber zu Ehren ausgeschlossener Neonazis.

Bild

Die Siebtligapartie zwischen dem Bornaer SV und Roter Stern Leipzig musste in der 83. Minute beim Stand von 1:0 abgebrochen werden. Die Spieler der Gäste hatten aus Protest das Feld verlassen, weil die Hausherren beim Jubel nach dem Führungstreffer die Trikots dreier Mitspieler präsentierten, die im Einvernehmen beider Vereine von der Partie ausgeschlossen worden waren.

Die drei Bornaer waren mit Stadionverbot belegt worden, weil sie im Januar 2016 an einem Neonaziaufmarsch teilgenommen hatten. Bewaffnet mit Äxten, Messern und Totschlägern war ein rechter Mob durch den Leipziger Stadtteil Connewitz gezogen und hatte dabei unter anderem das Vereinsheim des alternativen Klubs Roter Stern verwüstet.

http://www.spiegel.de/sport/fussball/bo ... 44438.html
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Re: Amateur-Fußball in Leipzig - Durchsetzt mit Neonazis

Beitragvon Interessierter » 21. Oktober 2017, 07:40

Fußball-Eklat in Sachsen - Verband will keine "Nazis Raus!"-Shirts

Ist die Parole "Nazis raus" eine "Provokation"? Fans und Spieler von Roter Stern Leipzig durften entsprechende T-Shirts bei einem Spiel nicht tragen. Beispiele außerhalb Sachsens zeigen, dass es auch anders geht.

Conrad Lippert ist schon seit einigen Jahren bei Roter Stern Leipzig aktiv. Dennoch ist der Pressesprecher und Sicherheitsbeauftragte des Vereins immer wieder überrascht, wie in Sachsen damit umgegangen wird, wenn rechtsextreme Fans pöbeln, beleidigen und gewalttätig werden. Nämlich genau so, wie nach den Vorkommnissen von Schildau am vergangenen Wochenende: Der gastgebende Verein will die Täter noch nie gesehen haben, der zuständige Sächsische Fußballverband (SFV) schweigt. Schiedsrichter Stefan Gärtner schreibt von "Provokationen" - meint dabei aber weder die Attacken noch die rechten Parolen, sondern ein Anti-Nazi-Bekenntnis auf den Shirts von Leipziger Fans.

Der Reihe nach: Beim Punktspiel der Landesklasse Nord zwischen dem TSV Schildau und Roter Stern stürmten nach dem 4:0-Auswärtssieg der Leipziger etwa 20 Zuschauer den Rasen und versuchten, zu den RSL-Fans zu gelangen. Der Ordnungsdienst hielt sie zurück. Während der Partie gab es nach Angaben von Roter Stern Rufe wie "Judensterne" und "Zeckenpack". Im Publikum standen Leute, die T-Shirts mit Aufdrucken wie "Juden Chemie", oder "White Aryan Resistance" ("Weißer Arischer Widerstand") trugen.

"Das Who-is-who der Naziszene"


Bei der von der Polizei eskortierten Abreise der RSL-Fans wurden drei Leipziger Fahrzeuge von Pflastersteinen und Flaschen getroffen. Auch hier soll es sich um Ortsfremde gehandelt haben, die zuvor nicht im Stadion waren, sagt Schildaus Präsident Uwe Tempel. Und die Rechten, die im Stadion waren, kenne vor Ort auch niemand. Darüber kann Lippert nur lachen. "Das war das Who-is-who der nordsächsischen Naziszene, die zum Teil schon bei vergangenen Partien gegen uns da waren. Und der TSV tut so, als seien da irgendwelche Aliens einem Ufo entstiegen."

Was Lippert infam findet, ist der Vorwurf, die Sterne-Fans seien selbst Schuld an den Vorkommnissen. Sie hätten sie durch das Tragen von Shirts mit dem Aufdruck "Nazis raus aus den Stadien" provoziert, die sie dann auf Geheiß der Polizei ausziehen mussten.

Tatsächlich war bei der Sicherheitsberatung im Vorfeld der Partie besprochen worden, wie man Eskalationen verhindern könne. Dass ein Leipziger Spielankündigungsplakat vom "braunen Hinterland" sprach und während der Partie auf einem Banner eine Star-Wars-Figur sagt: "Schildau - nirgendwo wirst du mehr Abschaum und Verkommenheit finden als hier", ärgert auch Lippert. "Blöde Vokabeln" seien das.

http://www.spiegel.de/sport/fussball/ro ... 73755.html

Einfach erschreckend was sich das " Braune Pack " in Sachsen immer wieder ungestraft erlauben kann! [bloed] [raus]
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Re: Amateur-Fußball in Leipzig - Durchsetzt mit Neonazis

Beitragvon Sonny » 24. Februar 2018, 06:39

Nun ja...

"Roter Stern" ist aber auch (alleine schon vom Namen her), nicht gerade deeskalierend aufgebaut... [peinlich]
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Re: Amateur-Fußball in Leipzig - Durchsetzt mit Neonazis

Beitragvon Zicke » 24. Februar 2018, 18:32

Sonny hat geschrieben:"Roter Stern"


das Sportschild der Antifa
z

Doch wenn ich all jene, die mir nicht in den Kram passen, deren Ansichten vielleicht irgendwie rechts sind, weiterhin Nazis nenne, dann ist das nicht nur faktisch falsch. Ich schmälere damit letztendlich auch das Andenken an die Opfer des NS-Regimes.

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Re: Amateur-Fußball in Leipzig - Durchsetzt mit Neonazis

Beitragvon karnak » 24. Februar 2018, 19:16

Sonny hat geschrieben:Nun ja...

"Roter Stern" ist aber auch (alleine schon vom Namen her), nicht gerade deeskalierend aufgebaut... [peinlich]

Genau, hier z.B. [flash]
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