Der Thread der Fernsehtürme

Sender, Sendungen, eben allgemeine TV und Radio Themen

Der Vater des Fernsehturms

Beitragvon andr.k » 16. Juli 2014, 11:10

Sohn lüftet Familiengeheimnis: Nach halbem Jahrhundert schafft es Architekt Günther Kollmann in die Stadtchronik

"Der Turm hat Geburtstag und keiner feiert" meldete die Schweriner Volkszeitung vor 20 Jahren. Im Jahr 1994 behandelten die Schweriner ihr Wahrzeichen recht stiefmütterlich, das zu DDR-Zeiten das „ideologische Symbol des Fortschritts“ war und den Westturm des Doms als höchste Kirche Ostdeutschlands überragte. Im Turmkopf hatten die Café-Betreiber drei Jahre zuvor das Handtuch geworfen – der Name des Architekten des 136 Meter hohen Bauwerks war vergessen.

FT SN 1.JPG

Der Schweriner Fernsehturm ist nach dem Vorbild des Stuttgarter Bauwerks entstanden. Der ungewöhnliche Querschnitt ist als Reuleaux-Dreieck bekannt. Foto: Reinhard Klawitter

Erst Ende der 90er-Jahre zog wieder Leben in den Beton-Zylinder ein. Der Fernsehturm wurde saniert. Während kurz vor der Wiedereröffnung des Cafés 1999 die Beleuchtung verbessert und weitere Sicherheitslücken geschlossen wurden, blieb die Identität des Erbauers weiter im Dunkeln.

Erst Jahre später erreichte eine E-Mail die Stadtverwaltung. Absender: Carsten Kollmann aus Berlin. Er wolle die Stadtgeschichte richtigstellen, in der der Architekt des Fernsehturms bislang fälschlich als unbekannt bezeichnet wurde. „Das ist mein Vater.“ Diese kurze Botschaft sollte die Geschichte des Fernsehturms ein halbes Jahrhundert nach seiner Errichtung neu beleuchten.

„Mein Vater war ein eingewanderter Wessi“, erzählt Carsten Kollmann. Fragmentarisch setzte er das Leben seines Vaters Günther Kollmann aus dessen Nachlass zusammen. Carsten Kollmans Großeltern lebten in der Tangstedter Landstraße in Hamburg-Langenhorn und schenkten dort ihrem Sohn Günther am 14. Juni 1923 das Leben. Nach der Volksschule begann er mit 15 Jahren eine Tischlerlehre, die er 1942 beendete. Günther Kollmann arbeitete als Geselle, bis er zwei Jahre später zum Krieg an die Westfront eingezogen wurde und in französische Gefangenschaft geriet. 1947 studierte Kollmann an der Landeskunstschule in Hamburg und hielt sich mit Tischlerarbeiten über Wasser.

FT SN 2.JPG


Bis 1953 arbeitete er als selbstständiger Architekt und zog dann der Liebe zu Carstens Mutter wegen nach Ost-Berlin. Er bekam eine Stelle beim VEB Industrieprojektierung in Berlin und heiratete drei Jahre später Susi Limpert. „Vier Jahre danach wurde ich geboren“, erzählt Carsten Kollmann. Er und seine Mutter waren es, die Günther Kollmann in Ost-Berlin hielten. „Der Mauerbau hatte ihn überrascht“, sagt Carsten Kollmann. „Sonst wäre er bestimmt mit uns nach Hamburg zurückgegangen.“

So blieben Kollmanns in Berlin. Günther Kollmann wurde Mitglied im Bund Deutscher Architekten und sammelte Anfang der 60er-Jahre erste Erfahrungen in der Gleitbauweise, die zunächst bei Kühltürmen für Kraftwerke genutzt wurde und später auch beim Schweriner Fernsehturm Verwendung fand. Im Auftrag der VEB IPRO baute Günther Kollmann mit anderen Architekten an Fernsehtürmen in Dequede, im Kyffhäuser Raum und in Berlin mit. Das Schweriner Wahrzeichen entwarf der Architekt im Alleingang. Später arbeitete Günther Kollmann am „Palast der Republik“ mit.

1993 starb Günther Kollmann. Heute steht der Architekt des Schweriner Fernsehturms auch in der Stadtchronik.


Daten, Fakten und was den Fernsehturm so besonders macht

Der Schweriner Fernsehturm in der Hamburger Allee ist am 1. Juli 1964 in Betrieb genommen worden. Mit seinen 136 Metern Höhe stand er damals noch mitten auf der grünen Wiese. Die Plattenbauten kamen erst später dazu. Besucher des Bauwerks mussten mit der Straßenbahn damals noch bis nach Zippendorf fahren und dann den Anstieg hoch laufen bis zum Turmfuß.

Ungewöhnlich war schon damals der Querschnitt, auch als Reuleaux-Dreieck bekannt. „Mein Vater kam beim Spielen mit mir auf diese Idee“, erzählt der Sohn des Architekten, Carsten Kollmann, der heute in Berlin als Ingenieur arbeitet. Sein Vater projektierte den Schweriner Fernsehturm: Die Aussichtsplattform liegt bei 97,5 Metern. Um dorthin zu gelangen, kann man entweder sportliche 486 Treppenstufen ersteigen oder für 1,50 Euro gemütlich mit einem Fahrstuhl nach oben fahren.

FT SN 3.JPG

Als der Fernsehturm am 1. Juli 1964 erbaut wurde, gab es rundherum noch keine Plattenbauten, nur grüne Wiese. Foto: Kollmann-Nachlass

Über der Aussichtsplattform betreiben Susann und Katrin Melzer das Restaurant in 100,8 Metern Höhe. Die Schwestern sind Köchin und Restaurantfachfrau und betreiben das Lokal mittlerweile erfolgreich. Wer beim einem guten Essen den Ausblick über Schwerin genießen will, sollte einen Tisch bestellen.

Der Schweriner Fernsehturm sollte zu DDR-Zeiten ein Funkloch stopfen und das zweite DDR-Programm in den Norden bringen. Wo früher riesige Schaltschränke standen, stehen heute zahlreiche Räume im Turmhals leer. „Die Technik ist einfach viel weiter“, sagt Jörg Moll vom Stadtarchiv.

Eignen sich die Zimmer im elften Stock als künftige Büroräume mit toller Aussicht? „Nein“, sagen die Restaurantbetreiberinnen. Die Räume seien fensterlos und völlig dunkel, die könne man höchstens als Lager nutzen.

Der Fernsehturm selbst sei anders als viele Brücken aus der Zeit in einem tadellosen Zustand, hieß es.

Quelle: SVZ

AK
Man lebt ruhiger, wenn man nicht alles sagt, was man weiß, nicht alles glaubt, was man hört und über den Rest einfach nur lächelt.
andr.k
 
Beiträge: 3130
Bilder: 0
Registriert: 31. Oktober 2011, 21:56

Re: Der Vater des Fernsehturms

Beitragvon SkinnyTrucky » 16. Juli 2014, 11:58

Ich war da mal drauf mit der Klasse in den frühen 80ern...leider konnten wir die Aussicht nicht geniessen weil der Turm eingehüllt war im Nebel....


groetjes

Mara
Wenn es heute noch Menschen gibt, die die DDR verklären wollen, kann das nur damit zusammenhängen, dass träumen schöner ist als denken.... (Burkhart Veigel) Bild
Benutzeravatar
SkinnyTrucky
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 9018
Bilder: 73
Registriert: 25. April 2010, 20:07
Wohnort: at the dutch mountains

Der Thread der Fernsehtürme

Beitragvon pentium » 28. Juli 2014, 20:45

Fernsehturm Dresden

dresden.jpg


Einige Daten zum Turm

Eröffnung: 1969
Höhe bis zur Spitze: 252 Meter
Schaftdurchmesser: 9,40 Meter am Turmfuß und 16 Meter am Kelchrand
Gesamtgewicht: 7300t
Fundament: Rundfundament aus Stahlbeton
Treppen: 750 Stufen
Aufzüge: zwei Schnellaufzüge (6 Meter/Sekunde)
Zulässige Personen (1975): Plattform 150, Cafe´170, gesamt 320
Untergrund: Lausitzer Granit
Höhe der Aussichtsplattform: 148m
Architekten: Kurt Novotny u. Johannes Braune
Ingenieure: Hermann Rühle und Macher
derzeitiger Betreiber: Deutschen Funkturm GmbH
(Tochterfirma der Deutschen Telekom)

Der Turm ist für den Publikumsverkehr seit 1991 geschlossen!

Adresse:
Fernsehturm Dresden-Wachwitz
01326 Dresden
Oberwachwitzer Weg 37

Seine Form hat der Fernsehturm von seinem Architekten Kurt Novotny der, so wird gesagt, seine Inspiration in einem Sektglas fand.
In den Jahren 1963 - 1966 wurde Novotnys übergrosses "Sektglas" dann in Dresden, Ortsteil Wachwitz, Realität.
Das Bauwerk ragt mit 252 Metern in die Höhe und 6 Meter in die Tiefe, wo es im Lausitzer Granit verankert wurde.

http://www.das-neue-dresden.de/fernsehturm.html

Der Fernsehturm in Dresden war vor der Epochenzäsur 1989 ein beliebtes Ausflugsziel - zwei Café-Geschosse in rund 150 Meter Höhe versprachen eine gute Rundumsicht, sofern der Dunst des Elbtals es zuließ.

http://www.vereinfernsehturmdresden.de/ ... ekarte.pdf

Er besitzt Sendeeinrichtungen für analogen Rundfunk über UKW, digitalen Rundfunk und digitales Fernsehen und Datendienste.

mfg
pentium
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Immer zu zweit sie sind. Keiner mehr, keiner weniger. Ein Meister und ein Schüler.
(Yoda)

Freundeskreis Schloss Hubertusburg e. V.
http://www.freundeskreis-hubertusburg.de
Benutzeravatar
pentium
 
Beiträge: 23491
Bilder: 107
Registriert: 9. Juli 2012, 16:12
Wohnort: Sachsen/Erzgebirge

Re: Der Thread der Fernsehtürme

Beitragvon icke46 » 28. Juli 2014, 20:58

Das ist schön - ein Thread über Fernsehtürme [wink] .

Da werfe ich mal ins Rennen: Den Stuttgarter Fernsehturm - der erste der Welt und nach eigener Aussage "Der Höhepunkt der wilden Südens" - so steht es zumindest auf den Turmbezwinger-T-Shirts, von denen ich auch eins mein eigen nennen darf [flash] .

http://www.fernsehturmstuttgart.com/

Höhe: 216,6 m, Höhenlage 483 m über NN

Leider ist er aus Brandschutzgründen seit 2013 gesperrt - Wiedereröffnung ist für 2015 ins Auge gefasst.

Stuttgarter_Fernsehturm6.jpg


Aus wikipedia, Autor: „Stuttgarter Fernsehturm6“ von Taxiarchos228 - Eigenes Werk. Lizenziert unter Free Art License über Wikimedia Commons

Gruss

icke
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Benutzeravatar
icke46
 
Beiträge: 3044
Bilder: 394
Registriert: 25. April 2010, 18:16
Wohnort: Hannover-Peine

Re: Der Thread der Fernsehtürme

Beitragvon pentium » 28. Juli 2014, 21:10

Sender Geyer

Geyer.jpg


Bauzeit: 1972–1973
Bauherr: Deutsche Post
Baustoffe: Beton, Stahlbeton
Betriebszeit: seit 1973
Gesamthöhe: 192,85 m

Der Sender Geyer bei Geyer im Erzgebirgskreis (Sachsen) ist ein 1973 errichteter, 192,85 Meter hoher Sendeturm für Richtfunk, Mobilfunk, digitales Fernsehen (DVB-T), analoges Radio UKW und digitales Radio (DAB/DAB+).

Die ehemalige Funksendestelle Geyerscher Wald liegt mit 744 m ü. NN auf dem höchsten Punkt der Geyerschen Gemarkung im Geyerschen Wald. Der Sendeturm ist über große Entfernungen zu sehen und dient deshalb auch Wanderern zur Orientierung.

Er hat ein Sendegebiet, das bis weit ins sächsische, thüringische, bayerische aber auch böhmische Land hinein reicht.

Bis zur politischen Wende wurde die Anlage von der Deutschen Post zur Ausstrahlung der Programme des DDR-Hörfunks und -Fernsehens betrieben.

Der Sendeturm diente von Oktober 2001 bis Anfang April 2003 auch zur Verbreitung des Programms von Megaradio auf der Frequenz 1116 kHz im Mittelwellenbereich mit einer Sendeleistung von 5 Kilowatt, wobei vom Sendeturm eine Drahtantenne zum Erdboden gespannt wurde.

Bis zur Umstellung auf DVB-T am 23. Juli 2007 wurde analoges Fernsehen ausgestrahlt.

Am 25. März 2013 wurde der digitale Hörfunk (DAB/DAB+) in Betrieb genommen.

Weiterhin befinden sich in 57 Metern Höhe drei GSM-Sektorantennen für das D1-Netz der Telekom Deutschland GmbH.

http://de.wikipedia.org/wiki/Sender_Geyer

mfg
pentium
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Immer zu zweit sie sind. Keiner mehr, keiner weniger. Ein Meister und ein Schüler.
(Yoda)

Freundeskreis Schloss Hubertusburg e. V.
http://www.freundeskreis-hubertusburg.de
Benutzeravatar
pentium
 
Beiträge: 23491
Bilder: 107
Registriert: 9. Juli 2012, 16:12
Wohnort: Sachsen/Erzgebirge

Re: Der Thread der Fernsehtürme

Beitragvon augenzeuge » 28. Juli 2014, 21:35

icke46 hat geschrieben:Das ist schön - ein Thread über Fernsehtürme [wink] .
icke


Jo.... [grins]

Hier der zweithöchste Turm Deutschlands....Knapp 338 m, wo steht der nochmal....? [denken]

Bild

AZ
Freiheit ist ein Gut, das durch Gebrauch wächst und durch Nichtgebrauch dahinschwindet. Keiner darf für sich den Besitz der Wahrheit beanspruchen, sonst wäre er unfähig zu Kompromiß und überhaupt zu Zusammenleben.
R. v. Weizsäcker
Benutzeravatar
augenzeuge
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 40747
Bilder: 0
Registriert: 22. April 2010, 07:29
Wohnort: Nordrhein-Westfalen

Re: Der Thread der Fernsehtürme

Beitragvon icke46 » 29. Juli 2014, 07:59

augenzeuge hat geschrieben:
icke46 hat geschrieben:Das ist schön - ein Thread über Fernsehtürme [wink] .
icke


Jo.... [grins]

Hier der zweithöchste Turm Deutschlands....Knapp 338 m, wo steht der nochmal....? [denken]

AZ


Europa-Turm in Frankfurt/Main [grins] - das war ja nun einfach, wenns sogar im Namen der Bilddatei steht [grins] .

Aber mal eine spannende Frage: Ob es die Kölner wohl schaffen, ihren Fernsehturm in diesem Jahrhundert wieder der Öffentlichkeit zugänglich zu machen? Ist ja vermutlich vor allem eine Kostenfrage, da wohl die notwenidgen Investitionen im Millionenbereich liegen - und wenn ein Restaurantpächter das auf seine Preise umlegen würde, so dass ein Abendessen vielleicht auf 600 Euro pro Person käme, würde sich der Andrang mit Sicherheit sehr in grenzen halten [wink] .

Gruss

icke
Benutzeravatar
icke46
 
Beiträge: 3044
Bilder: 394
Registriert: 25. April 2010, 18:16
Wohnort: Hannover-Peine

Re: Der Thread der Fernsehtürme

Beitragvon augenzeuge » 29. Juli 2014, 08:01

Ok, Icke, war zu einfach, klar.... [blush] Aber mal ne andere Frage, wieviele Fernsehtürme gibts überhaupt und welcher ist der Kleinste?

In Köln ist eh alles anders, das ist der Balkan von D..... [flash]
AZ
Freiheit ist ein Gut, das durch Gebrauch wächst und durch Nichtgebrauch dahinschwindet. Keiner darf für sich den Besitz der Wahrheit beanspruchen, sonst wäre er unfähig zu Kompromiß und überhaupt zu Zusammenleben.
R. v. Weizsäcker
Benutzeravatar
augenzeuge
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 40747
Bilder: 0
Registriert: 22. April 2010, 07:29
Wohnort: Nordrhein-Westfalen

Re: Der Thread der Fernsehtürme

Beitragvon pentium » 29. Juli 2014, 19:33

Deutschlands Fernsehtürme stehen vor dem Verfall

Zitat:
Sie überragen in Deutschland alles – die alten, weißen und grauen Riesen, die in zwölf deutschen Metropolen stehen. Die ersten wurden in den 50er-Jahren gebaut, die letzten etwa 30 Jahre später. Damals waren Fernsehtürme Sinnbilder des Wirtschaftswunders und technischen Fortschritts. Heute wirken sie wie steinerne Monumente einer längst vergangenen Ära, in der erstmals Fernsehsignale Bilder aus aller Welt in die Wohnstuben brachten und die Menschen ihre Städte von oben sehen wollten. Doch heute stehen viele leer.
...
Rockkonzerte waren dem Himmel nie so nah wie seit 2004 in München: 185 Meter hoch befindet sich das "Rockmuseum Munich". In der Aussichtplattform des Olympiaturms der bayrischen Landeshauptstadt hängen Gitarren und Bühnenkostüme von berühmten Musikgruppen wie "Pink Floyd" und den "Rolling Stones". Eintritt: 4,50 Euro.

Den zahlt aber jeder Besucher des Turms. Besitzer der Immobilie ist die Stadt, Eigentümer des Museums zwei Münchner Musikliebhaber. Diese müssen keine Pacht zahlen, weil die Stadtväter froh sind, dass durch das Museum einige Leute mehr in den 33 Jahre alten und insgesamt 291 Meter hohen Klotz kommen. Mit 600.000 Besuchern pro Jahr ist der Olympiaturm einer der beliebtesten im Kreis der Alten in Deutschland.
...
Noch mehr Besucher hat nur sein Berliner Bruder. Den besuchen jährlich 1,2 Millionen Schaulustige, die bis weit ins Umland sehen können. Das können sie von der Panoramaetage, der Bar und dem Drehrestaurant. Diese werden genauso wie der Souvenirshop von der TV Turm Alexanderplatz Gastronomiegesellschaft betrieben.
...
Neben denen in der Spree- und in der Isar-Stadt gibt es fünf weitere Fernsehtürme, die Besucher offen stehen: in Dortmund, Düsseldorf, Mannheim, Schwerin und Stuttgart. Der älteste ist der Stuttgarter aus dem Jahr 1956. Entworfen hat ihn Fritz Leonhardt als weltweit ersten Fernsehturm in Stahlbetonbauweise.

Der kleinste der "Alten" ist der Schweriner Fernsehturm (Fertigstellung: 1964) mit 136 Metern. Der Mannheimer Turm ist 212 Meter hoch. Und am Düsseldorfer Fernsehturm, der 240 Meter misst und jährlich 300.000 Besucher hat, hängt die größte Digitaluhr der Welt. Im Dortmunder Westfalenpark steht der "Florianturm" (208 Meter), der 1959 zur Bundesgartenschau erbaut wurde...]

http://www.welt.de/finanzen/immobilien/ ... rfall.html

mfg
pentium
Immer zu zweit sie sind. Keiner mehr, keiner weniger. Ein Meister und ein Schüler.
(Yoda)

Freundeskreis Schloss Hubertusburg e. V.
http://www.freundeskreis-hubertusburg.de
Benutzeravatar
pentium
 
Beiträge: 23491
Bilder: 107
Registriert: 9. Juli 2012, 16:12
Wohnort: Sachsen/Erzgebirge

Re: Der Thread der Fernsehtürme

Beitragvon pentium » 4. August 2014, 21:13



Der Sender Inselsberg ist eine Sendeanlage für UKW, DAB und digitales Fernsehen (DVB-T) auf dem Großen Inselsberg im Thüringer Wald mit zwei Sendetürmen, die 1939 und 1974 errichtet wurden. Es wird nur noch der 1974 errichtete Sendeturm als solcher genutzt. Der 1939 erbaute Turm trägt keine Antenne mehr. Er beherbergte unter anderem eine Ausstellung zur Entwicklung des Fernmelde- und Funkwesens; weiterhin trägt er bis heute eine Solaranlage.

Zitat:
Durch seine günstige Lage eignete sich der Berg besonders für den aufkommenden Rundfunk. So wurde in den 30er Jahren ein Sendeturm auf dem Plateau errichtet.
In den Kriegsjahren war dieser Standort von besonderem militärischen Interesse. Es wurden Funkanlagen für die Flugüberwachung und Koordination des Flugverkehrs errichtet.
Nach dem Krieg erhielt das Gelände die Deutsche Post, die bis 1989 von hier ihre Rundfunk- und Fernsehprogramme übertrug. 1972 erhielt der Berg ein neues Gesicht. Ein 126 m hoher Sendemast wurde errichtet. Von diesem werden heute noch 2 Fernsehprogramme sowie 6 UKW-Programme abgestrahlt.
Seit 1990 betreibt u.a. die Deutsche Telekom die Sendeanlagen.

http://www.brotterode-am-inselsberg.eu/ ... deanlagen/

mfg
pentium
Zuletzt geändert von pentium am 4. August 2014, 21:48, insgesamt 1-mal geändert.
Immer zu zweit sie sind. Keiner mehr, keiner weniger. Ein Meister und ein Schüler.
(Yoda)

Freundeskreis Schloss Hubertusburg e. V.
http://www.freundeskreis-hubertusburg.de
Benutzeravatar
pentium
 
Beiträge: 23491
Bilder: 107
Registriert: 9. Juli 2012, 16:12
Wohnort: Sachsen/Erzgebirge

Re: Der Thread der Fernsehtürme

Beitragvon Volker Zottmann » 4. August 2014, 21:43

Vergesst mir nicht den Kulpenberg. http://de.wikipedia.org/wiki/Sender_Kulpenberg

Hoch droben auf dem Kyffhäusergebirge, war er zu DDR-Zeiten ein beliebtes Ausflugsziel mit Turmrestaurant (74 Plätze)

Gruß Volker
http://baupionier.zottmann.org/
http://Mein-DDR-Leben.de/

Die Weite Deines Horizonts ist Frage Deiner Sicht.
Der Große sieht ihn breiter, der Kleine leider nicht.
(Volker Zottmann)
Benutzeravatar
Volker Zottmann
 
Beiträge: 13650
Registriert: 21. Mai 2012, 09:10

Re: Der Thread der Fernsehtürme

Beitragvon andr.k » 4. August 2014, 21:47

Fernmeldeturm Kiel

Der Fernmeldeturm Kiel ist das höchste Bauwerk der Stadt Kiel. Das digitale Fernsehen DVB-T sowie einige UKW-Rundfunkprogramme werden von diesem Fernmeldeturm aus gesendet. Er befindet sich im Vieburger Gehölz und ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Lage Ft Kiel.JPG

Bauwerk

Die Architekten Gerhard Kreisel und Günter H. Müller aus Kiel entwarfen diesen Sonderturm. Am 16. Juni 1973 wurde mit dem Bau begonnen, das Fundament wurde am 23. Dezember 1973 fertiggestellt. Am 10. März 1974 begannen die Gleitarbeiten, am 15. November 1974 konnte Richtfest gefeiert werden. Der Hochbau war am 31. Oktober 1975 fertiggestellt. Die Gesamthöhe betrug bei Fertigstellung etwa 230 Meter.

FT1.jpg

Im Zuge des DVB-T-Ausbaus erhielt der Turm am 23. Oktober 2004 eine neue Antenne, durch die der Turm etwa fünf Meter an Höhe eingebüßt hat.

Ft2.jpg


Nachbauten

Nachbauten des Turmes erfolgten in Bremen, Münster und Cuxhaven. Die beim Bau des Kieler Turmes angewandte Fertigteil-Konstruktion der Kegelschale der Betriebskanzel wurde bei den vorgenannten Nachbauten aus urheberrechtlichen Gründen nicht mehr angewandt.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Fernmeldeturm_Kiel

AK
Man lebt ruhiger, wenn man nicht alles sagt, was man weiß, nicht alles glaubt, was man hört und über den Rest einfach nur lächelt.
andr.k
 
Beiträge: 3130
Bilder: 0
Registriert: 31. Oktober 2011, 21:56

Re: Der Thread der Fernsehtürme

Beitragvon andr.k » 4. August 2014, 22:12

Der "Schweriner" Fernsehturm natürlich auch noch [grins]

Schweriner Fernsehturm

Der Schweriner Fernsehturm ist ein 136 Meter hoher Sendeturm in Stahlbetonbauweise im Stadtteil Neu Zippendorf der mecklenburg-vorpommerschen Landeshauptstadt Schwerin.

FT SN.JPG


Noch bevor ab 1971 das Plattenbaugebiet Großer Dreesch entstand, begann man 1957 mit dem Aufbau einer Funksendestelle in dem einstigen Waldgebiet des Stadtteils Zippendorf.

Fernsehturm und Funkmast SN.jpg


Zweck dieser Einrichtung und weiterer in dieser Zeit entstandener Sendetürme in der DDR war der Aufbau eines Richtfunknetzes und die Abstrahlung des zweiten Fernsehprogramms des DDR-Fernsehens. Neben dem 1964 eröffneten, von Günther Kollmann (VEB IPRO Berlin) geplanten Fernsehturm entstanden der 273 Meter hohe Sendemast, über welchen bereits 1957 der Deutsche Fernsehfunk und UKW-Programme ausgestrahlt wurden, die Technik und die Verwaltungsgebäude. Seit dem 1. Juli 1964 waren die Aussichtsplattform und das Turmcafé der Öffentlichkeit zugänglich. Die Sendetechnik war in den Etagen unter dem Café untergebracht.

FT SN 2.JPG


1971 wurde der Stahlgittermast an der Spitze des Turmes durch einen Zylinder aus Glasfaserpolyester (GFP) ersetzt. Nach der Wende ging der Funkbetrieb von der Deutschen Post der DDR an die Deutsche Bundespost über. Zu dieser Zeit wurden umfangreiche Umbau- und Sanierungsarbeiten am Bauwerk und der Technik notwendig, die Vorrang vor der gastronomischen Nutzung hatten, weswegen auch das Turmcafé von 1991 bis zum 28. November 1999 geschlossen war.

Heutiger Funkbetreiber ist die Telekom-Tochter Deutsche Funkturm GmbH.

Blick vom SN FT 1985.jpg

Blick vom Fernsehturm über den Großen Dreesch zum Schweriner See (1985)

Bauwerk und technische Daten

Der im Gleitschalverfahren errichtete Schweriner Fernsehturm hat im Unterschied zu den meisten anderen Fernsehtürmen keinen kreisrunden, sondern einen Querschnitt in der Form eines Reuleaux-Dreiecks. Auch sein Turmkorb, in dem sich unter anderem das Restaurant befindet, hat keine kreisrunde Form, sondern übernimmt die Form des Schaftes. Der Turm besteht aus Stahlbeton, der 32 Meter Antennenmast aus glasfaserverstärktem Polyester. Die Kanzel ist mit Aluminium verkleidet. Das Fundament liegt 71,5 Meter über dem Meeresspiegel und hat bis in eine Tiefe von 1,6 Metern einen Durchmesser von 12,6 Metern, bis 4,9 Metern Tiefe einen Durchmesser von 26 Metern und bis zu sechs Metern unter der Erde wieder einen Durchmesser von 12,6 Metern.

Auf dem Turm gibt es sechs Techniketagen in 75 bis 93,75 Metern Höhe und fünf Antennenplattformen in 60, 78,5, 82,5, 90 und 93,75 m Metern. Der Aussichtsumgang befindet sich 97,5 Meter, das Café 100,8 Meter und die Maschinenräume 104,5 Meter über dem Boden. Die Wandstärke des Schafts beträgt bis in 20 Meter Höhe 33 Zentimeter und bis in 106,7 Meter 23 Zentimeter, der Schaftdurchmesser misst 12,6 Meter.

Neben der Verwendung für den Richtfunk nutzen auch Funkamateure den Turm für ein ATV-Relaisstation im 23-Zentimeter-Band und ein FM-Relais im 70-Zentimeter-Band.

In unmittelbarer Nähe des Fernsehturms befindet sich ein zweiter Antennenträger, ein 273 Meter hoher, abgespannter und geerdeter Sendemast (53° 35′ 31″ N, 11° 27′ 20″ O). Nur von diesem Mast werden derzeit UKW-Hörfunk- und Fernsehprogramme abgestrahlt

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Schweriner_Fernsehturm

AK
Man lebt ruhiger, wenn man nicht alles sagt, was man weiß, nicht alles glaubt, was man hört und über den Rest einfach nur lächelt.
andr.k
 
Beiträge: 3130
Bilder: 0
Registriert: 31. Oktober 2011, 21:56

Re: Der Thread der Fernsehtürme

Beitragvon SkinnyTrucky » 4. August 2014, 22:56

Und wer von euch kennt den Mulleklenkes.... [ich auch]


groetjes

Mara
Wenn es heute noch Menschen gibt, die die DDR verklären wollen, kann das nur damit zusammenhängen, dass träumen schöner ist als denken.... (Burkhart Veigel) Bild
Benutzeravatar
SkinnyTrucky
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 9018
Bilder: 73
Registriert: 25. April 2010, 20:07
Wohnort: at the dutch mountains

Re: Der Thread der Fernsehtürme

Beitragvon andr.k » 4. August 2014, 23:13

SkinnyTrucky hat geschrieben:Und wer von euch kennt den Mulleklenkes.... [ich auch]


groetjes

Mara



Ach ja, war der nich bei Aachen??? [ich auch]

AK [wink]
Man lebt ruhiger, wenn man nicht alles sagt, was man weiß, nicht alles glaubt, was man hört und über den Rest einfach nur lächelt.
andr.k
 
Beiträge: 3130
Bilder: 0
Registriert: 31. Oktober 2011, 21:56

Re: Der Thread der Fernsehtürme

Beitragvon pentium » 10. August 2014, 19:57

Sender Schafberg

Der Schafberg (449 m) ist ein Berg bei Löbau in Sachsen.
Auf dem Schafberg befindet sich seit 1988 ein neuer, 162 Meter hoher Sendeturm aus Stahlbeton für UKW, TV und Richtfunk.

Bilder hier:
http://www.loebaufoto.de/berg10.htm

mfg
pentium
Immer zu zweit sie sind. Keiner mehr, keiner weniger. Ein Meister und ein Schüler.
(Yoda)

Freundeskreis Schloss Hubertusburg e. V.
http://www.freundeskreis-hubertusburg.de
Benutzeravatar
pentium
 
Beiträge: 23491
Bilder: 107
Registriert: 9. Juli 2012, 16:12
Wohnort: Sachsen/Erzgebirge

Re: Der Thread der Fernsehtürme

Beitragvon SkinnyTrucky » 14. August 2014, 15:48

andr 88-1 hat geschrieben:
SkinnyTrucky hat geschrieben:Und wer von euch kennt den Mulleklenkes.... [ich auch]



Ach ja, war der nich bei Aachen??? [ich auch]


Nee, nich war....der is immernoch bei Aachen.... [wink]


groetjes

Mara
Wenn es heute noch Menschen gibt, die die DDR verklären wollen, kann das nur damit zusammenhängen, dass träumen schöner ist als denken.... (Burkhart Veigel) Bild
Benutzeravatar
SkinnyTrucky
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 9018
Bilder: 73
Registriert: 25. April 2010, 20:07
Wohnort: at the dutch mountains

Re: Der Thread der Fernsehtürme

Beitragvon pentium » 17. August 2014, 20:04

Zwei Sendeanlagen die in früheren Zeiten für den "Westempfang" sehr wichtig waren

Ochsenkopf.jpg


Der Sender Ochsenkopf ist ein 190 Meter hoher Fernsehturm in Stahlbetonbauweise, der sich seit 1958 auf dem Gipfel des Ochsenkopfes befindet. Von dem Sendemast werden analoges Radio (UKW), digitales Radio (DAB) und digitales Fernsehen (DVB-T) abgestrahlt. Zudem dient er als Richtfunkknoten.

Der Sendemast des Ochsenkopfs entstand als Ersatz für einen 50 Meter hohen abgespannten Stahlrohrmast, der im Januar 1958 wegen Vereisung eingestürzt war. Er hat trotz Erdkrümmung eine direkte Sichtverbindung zum ca. 135,3 Kilometer entfernten Sender Kreuzberg in der Rhön.

Mit dem Programm des heutigen Bayern 2 begannen im Oktober 1950 die UKW-Sendungen vom Ochsenkopf. Der Asenturm diente zunächst als Antennenträger, bevor 1951 ein 22 Meter hoher Stahlfachwerkturm errichtet wurde. Als fünf Jahre später auch das Erste Deutsche Fernsehen vom Ochsenkopf ausgestrahlt wurde, baute der Bayerische Rundfunk einen 50 Meter hohen Rohrmast, der 1958 einem Sturm zum Opfer fiel. Im selben Jahr wurde der heutige Stahlbetonturm fertiggestellt.

Die Gesamthöhe betrug bis September 2008 163 Meter. Mit der Umstellung auf DVB-T erhielt der Turm einen 27 Meter hohen GfK-Zylinder. Damit ist er insgesamt 190 Meter hoch.

Der Fernsehturm mit dem ARD-Fernsehsender auf dem Kanal 4 im VHF-Band I ermöglichte den Empfang des Westfernsehens in weiten Teilen der DDR.

Sender Großer Waldstein

Waldstein.jpg


Im Oktober 1960 erfolgte der erste Spatenstich für die Sendeanlage. Im Mai 1961 ging die von der damaligen Deutschen Bundespost errichtete Anlage, deren Hauptaufgabe die Ausstrahlung des ZDF-Programms in Nordostbayern war, in Betrieb. Als Antennenträger diente seinerzeit ein 47 Meter hoher Stahlrohrmast. Allerdings konnte mit diesem Mast nur das Gebiet um Hof versorgt werden, so dass man im Juni 1963 mit der Errichtung des noch heute vorhandenen, damals 133 Meter hohen, abgespannten Stahlfachwerkmastes begann. Dieser Mast, der über Plattformen für Richtfunkantennen in 30, 35 und 60 Meter Höhe verfügt, übernahm im Dezember 1963 die Ausstrahlung des ZDF-Fernsehprogramms. Schon zwei Monate vorher, am 22. Oktober 1963 startete der einstige RIAS mit der Verbreitung seines zweiten Programms vom Großen Waldstein.

Von 1980 bis 1994 wurde das UKW-Programm des RIAS 1 auf der Frequenz 89,3 MHz (mit 20 kW ERP) abgestrahlt, danach Deutschlandradio Kultur.
Von 1964 bis 1992 wurde auf der Frequenz 91,2 MHz (mit 20 kW ERP) das Programm RIAS 2, danach der Deutschlandfunk abgestrahlt. Seit 1995 nutzt der Bayerische Rundfunk die Frequenz vom Senderstandort Ochsenkopf für das Programm Bayern 1 für die Oberpfalz.

Mit Beginn der Aussendung von DVB-T vom ARD-Senderstandort Ochsenkopf im November 2008 endete die analoge Ausstrahlung der Fernsehprogramme. Zeitnah wurde der GfK-Zylinder mit den TV-Antennen demontiert und damit beträgt seitdem die Masthöhe 100 Meter.

Quelle:Wiki

Von hier kam, also vom Waldstein, ZDF Kanal 23 und Kanal 57 das Bayerische Fernsehen

mfg
pentium
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Immer zu zweit sie sind. Keiner mehr, keiner weniger. Ein Meister und ein Schüler.
(Yoda)

Freundeskreis Schloss Hubertusburg e. V.
http://www.freundeskreis-hubertusburg.de
Benutzeravatar
pentium
 
Beiträge: 23491
Bilder: 107
Registriert: 9. Juli 2012, 16:12
Wohnort: Sachsen/Erzgebirge

Re: Der Thread der Fernsehtürme

Beitragvon pentium » 12. September 2014, 19:47

Ist zwar kein Fernsehturm, aber doch eine Sendeanlage.

Sender Donebach

Sender Donebach.jpg


Der Sender Donebach ist ein Langwellensender der Media Broadcast GmbH in Donebach, einem Ortsteil von Mudau im Neckar-Odenwald-Kreis. Er strahlt das Programm des Deutschlandfunks auf der Frequenz 153 kHz mit einer Sendeleistung von 500 kW tagsüber und 250 kW in den Nachtstunden aus. Nach einer Aufstockung stellten die beiden selbststrahlenden Sendemasten der Sendeanlage Donebach mit einer Höhe von 363 Meter die höchsten Bauwerke der Bundesrepublik dar. Seit der Wiedervereinigung belegen sie nach dem Berliner Fernsehturm mit 368 Meter Höhe den zweiten Platz.

Geschichte

Als der Deutschlandfunk am 1. Januar 1962 auf Sendung ging, standen nur zwei Sendeanlagen zur Ausstrahlung des Programms zur Verfügung:

der neu errichtete Mittelwellensender in Mainflingen und
der Langwellensender des Vorgängerprogramms Deutscher Langwellensender in Hamburg-Billwerder, der dem NDR gehörte.

Bis zum Jahresende 1962 konnte die Deutsche Bundespost, die für den Sendebetrieb des Deutschlandfunks zuständig war, in Mainflingen auch einen Langwellensender aufbauen, der auf der Frequenz 151 kHz am unteren Ende des Langwellenbandes sendete. Dieser Sender stellte jedoch nur eine Übergangslösung dar, während weiter nach einem geeigneten Senderstandort gesucht wurde.

Diesen fand die Bundespost schließlich auf einer Hochebene bei Donebach im Odenwald. Der ehemalige Feldflugplatz in über 500 m ü. NN galt als ideal, um von dort aus die BRD und die DDR vollständig versorgen zu können. 1965 bis 1967 wurde die Sendeanlage auf dem Areal errichtet und am 10. März 1967 auf der Frequenz 151 kHz in Betrieb genommen. Als Antenne diente damals eine Rundstrahlantenne aus vier Masten mit je 200 m Höhe, deren Spitzen über gespannte Seile miteinander verbunden waren. Der mittlere dieser vier Masten wurde mit der Sendeenergie gespeist.

Reichweite

Der Sender Donebach versorgt Deutschland fast flächendeckend mit Ausnahme von Ostbayern. Darüber hinaus ist er in der Schweiz, im Nordosten Frankreichs, in Luxemburg, Belgien, den Niederlanden und weiten Teilen Großbritanniens zu empfangen. Die Empfangsprobleme im östlichen Bayern resultieren aus der notwendigen Leistungsreduzierung in Richtung Südost, um Störungen mit dem auf der gleichen Frequenz arbeitenden Sender Braşov in Rumänien zu verhindern. In Bayern wurde daher 1979 mit dem Sender Erching ein zusätzlicher Langwellensender für den Deutschlandfunk in Betrieb genommen, der 1989 durch den Sender Aholming ersetzt wurde.

quelle:
wiki

mfg
pentium
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Immer zu zweit sie sind. Keiner mehr, keiner weniger. Ein Meister und ein Schüler.
(Yoda)

Freundeskreis Schloss Hubertusburg e. V.
http://www.freundeskreis-hubertusburg.de
Benutzeravatar
pentium
 
Beiträge: 23491
Bilder: 107
Registriert: 9. Juli 2012, 16:12
Wohnort: Sachsen/Erzgebirge

Re: Der Thread der Fernsehtürme

Beitragvon pentium » 27. März 2015, 20:45

Sendeanlagen auf dem Brocken

Alter Fernsehturm von 1936

Schon in den 1930er Jahren erkannte man, dass der Brocken ein vorzüglicher Standort für UKW- und Fernsehsender ist. So baute man auf seinem Gipfel zwischen 1936 und 1937 den alten Fernsehturm, der jetzt als „Brockenherberge“ und Aussichtsturm dient. Der Turm hat heute eine Höhe von 53 m und besitzt eine mit dem Aufzug erreichbare verglaste Aussichtsplattform. Früher war er mit dem inzwischen demontierten Antennenträger 95 m hoch. Er sollte schon ab 1939 zur Verbreitung von Fernsehprogrammen im nord- und mitteldeutschen Raum eingesetzt werden, wozu es nach Beginn des Zweiten Weltkrieges nicht mehr kam. Stattdessen wurde er zu einer Radarstation umgebaut. Die Radarstation hat im Unterschied zu modernen Fernsehtürmen einen quadratischen Querschnitt und sieht eher wie ein Hochhaus aus. Die Anordnung der Scheiben in der verglasten Aussichtsplattform erinnert an das Restaurant im Berliner Funkturm. In der ersten Hälfte der 1990er Jahre wurden die Sendeantenne abgebaut und der gesamte Sendebetrieb vom Stahlrohrturm abgewickelt. Dem alten Fernsehturm wurde ein Radom aufgesetzt, in dem sich eine Radaranlage der Deutschen Flugsicherung befindet.[1]

Stahlrohrturm von 1973

Auch zu DDR-Zeiten war der Brocken – trotz seiner Lage im Grenzsperrgebiet – Standort von Fernseh- und Rundfunksendern. Da der alte Fernsehturm den wachsenden funktechnischen Anforderungen nicht mehr genügte, wurde 1973 ein neuer 123 m hoher Sendeturm errichtet. Dieser Turm ist ein auf vier Beinen, in denen sich auch Kabelschächte und Zugangsmöglichkeiten befinden, stehender Stahlrohrturm, der knapp oberhalb seiner Vierfußkonstruktion drei Richtfunkplattformen trägt. Er ist im Unterschied zum alten Fernsehturm für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Der Turm wurde 2007 verkleinert, die neue Höhe ist 8 m niedriger, da der 2007 neu aufgesetzte GFK-Zylinder eine Höhe von 15 m hat, der demontierte GFK-Zylinder von 1992 eine Höhe von 23 m hatte. Somit beträgt die neue Höhe 115 m. [2]

Eigentümer beider Türme ist die Deutsche Funkturm (DFMG), eine Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom mit Sitz in Münster.

Reichweite

Die exponierte geographische Lage in Sachsen-Anhalt macht den Standort insbesondere für die Ausstrahlung von UKW-Hörfunk attraktiv. Der Rundfunk der DDR konnte über den Brocken in weiten Teilen der Alt-Bundesrepublik empfangen werden. Abgedeckt werden die östliche Hälfte Niedersachsens mit den Großräumen Hannover und Braunschweig, Nord- und Osthessen, nördliche Randgebiete Bayerns, das östliche Nordrhein-Westfalen bis in die Ausläufer des Ruhrgebiets, Bremen und teilweise auch Hamburg und West-Berlin. In Ostdeutschland deckten die Sender nahezu ganz Sachsen-Anhalt, den Großraum Leipzig in Sachsen und große Teile Thüringens ab.

Der Sender Brocken hat in Deutschland eines der größten Versorgungsgebiete und gilt neben dem Sender Wendelstein in Bayern als reichweitenstärkste und leistungsfähigste deutsche Sendeanlage im UHF-/VHF-Bereich. Im theoretischen Einzugsgebiet des Senders Brocken leben 25 Millionen Menschen, das übertrifft in Deutschland kein anderer Sender. Die Überreichweiten vor allem bei Inversionswetterlagen waren zu DDR-Zeiten legendär, so konnte man den Sender Brocken teilweise auch in Skandinavien empfangen.

quelle: Wiki

http://www.oldtimeradio.de/sender-RF-brocken.php

mfg
pentium
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Immer zu zweit sie sind. Keiner mehr, keiner weniger. Ein Meister und ein Schüler.
(Yoda)

Freundeskreis Schloss Hubertusburg e. V.
http://www.freundeskreis-hubertusburg.de
Benutzeravatar
pentium
 
Beiträge: 23491
Bilder: 107
Registriert: 9. Juli 2012, 16:12
Wohnort: Sachsen/Erzgebirge

Heute vor 50 Jahren: Baubeginn Berliner Fernsehturm

Beitragvon augenzeuge » 4. August 2015, 07:36

Am 4. August 1965 - begannen die Arbeiten für den Berliner Fernsehturm. Ulbricht bestimmte den Standort.

http://www.morgenpost.de/berlin-history ... tehen.html

AZ
Freiheit ist ein Gut, das durch Gebrauch wächst und durch Nichtgebrauch dahinschwindet. Keiner darf für sich den Besitz der Wahrheit beanspruchen, sonst wäre er unfähig zu Kompromiß und überhaupt zu Zusammenleben.
R. v. Weizsäcker
Benutzeravatar
augenzeuge
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 40747
Bilder: 0
Registriert: 22. April 2010, 07:29
Wohnort: Nordrhein-Westfalen

Re: Der Thread der Fernsehtürme

Beitragvon pentium » 27. August 2015, 12:10

Stuttgart

Warum der Stuttgarter Fernsehturm nicht umfällt, zeigt sich, wenn man in sein Fundament blickt.

Zitat:
Am Eingang wartet schon Jürgen Frank, um hinabzusteigen. Der Betriebstechniker kennt jedes Detail des Turms. Seine Augen blitzen, wenn er geradezu liebevoll von dem Bauwerk spricht - fast wie von einem Kind. "Es ist faszinierend, was Leonhardt sich damals überlegt hat", schwärmt Frank - und ergänzt trocken: "Die größte Leistung liegt aber darin, dass er dafür in Stuttgart eine Baugenehmigung bekommen hat." Auch schon in den fünfziger Jahren waren große Bauprojekte umstritten.
...
Über eine Leiter geht es hinunter ins Fundament. "Das hier", sagt Frank feierlich, "ist eine Stätte, die nicht jeder kennt, die aber sehr sensibel ist." 27 Meter misst die Bodenplatte im Durchmesser. Dem 3000 Tonnen schweren Stahlbetonturm wird hier ein Gewicht von weiteren 1500 Tonnen entgegengesetzt. Unter der Erde, um deren Last zu nutzen, aber auch aus ästhetischen Gründen. In der Mitte führt eine sogenannte Kegelstumpfschale hinunter zum Boden. "Leonhardt hat den Turm wie auf eine Bleistiftspitze gestellt", sagt Frank.
...
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/i ... b1be3.html

mfg
pentium
Immer zu zweit sie sind. Keiner mehr, keiner weniger. Ein Meister und ein Schüler.
(Yoda)

Freundeskreis Schloss Hubertusburg e. V.
http://www.freundeskreis-hubertusburg.de
Benutzeravatar
pentium
 
Beiträge: 23491
Bilder: 107
Registriert: 9. Juli 2012, 16:12
Wohnort: Sachsen/Erzgebirge

Re: Der Thread der Fernsehtürme

Beitragvon Volker Zottmann » 27. August 2015, 12:53

Nicht Schwerin darf sich als kleinster der alten Fernsehtürme bezeichnen. Das steht dem ebenfalls bis 1964 errichteten Fernsehturm Kulpenberg auf dem Kyffhäusergebirge zu. Denn der misst nur 94 Meter. Zu DDR-Zeiten war noch ein Turmkaffee mit einmaliger Aussicht geöffnet...

https://de.wikipedia.org/wiki/Sender_Kulpenberg

Gruß Volker
http://baupionier.zottmann.org/
http://Mein-DDR-Leben.de/

Die Weite Deines Horizonts ist Frage Deiner Sicht.
Der Große sieht ihn breiter, der Kleine leider nicht.
(Volker Zottmann)
Benutzeravatar
Volker Zottmann
 
Beiträge: 13650
Registriert: 21. Mai 2012, 09:10

Re: Der Thread der Fernsehtürme

Beitragvon pentium » 3. September 2015, 10:34

3. September 1926
Einweihung des Berliner Funkturms anlässlich der 3. Funkausstellung.

Wie in den Annalen nachzulesen ist, lag am 3. September 1926, als der „Lange Lulatsch“ seine Taufe erhielt, strahlender Sonnenschein über dem Messegelände. In der Geburtsanzeige dieses bedeutenden Bauwerks der Berliner Stadtgeschichte ist unter anderem zu lesen: „Der Funkturm, das neue Wahrzeichen Berlins, ist heute dem Verkehr übergeben worden. Es war eine feierliche Stunde, einfach in ihrem äußeren Rahmen, bedeutungsvoll aber in der Geschichte der Reichshauptstadt, in der Entwicklung des deutschen Rundfunks. Funkhaus und Funkturm prangten im Festgewand, mit Blumengirlanden unter den Fahnen Berlins und der Deutschen Republik geschmückt.“

Rundfunkpionier Alfred Braun sprach den Weiheprolog beginnend mit den Worten: „Achtung! Hier Funkturm Lietzensee! Zwischen Havel und Oberspree! Der Funkturm sendet im Programm die Funkturmweihe vom Kaiserdamm.“ Der damalige Oberbürgermeister Gustav Böß und Dr. Alfred Schick, Direktor des Berliner Messe-Amts, hielten im Rahmen der Eröffnung der 3. Großen Funkausstellung die Einweihungsreden. Dröhnende Böllerschüsse zeigten den Charlottenburgern an, dass die „neue Siegessäule des Westens“ offiziell und amtlich eröffnet worden war.

quelle:
http://www.funkturm-messeberlin.de/Funk ... eschichte/

Turmdaten

Bauzeit: 1924–1926
Baukosten: 203.660 RM
Bauherr: Gemeinnützige Berliner Messe-Aufbau G.m.b.H.
Architekt: Heinrich Straumer
Baustoff: Stahl
Betriebszeit: seit 3. September 1926
Letzter Umbau (Turm): 1987
Gesamthöhe: 146,78 m
Höhen der Aussichtsplattformen: 121,49 m, 124,09 m
Höhe des Restaurants: 51,65 m
Höhe des Betriebsraumes: 48,12 m
Gesamtmasse: 600 t

quelle:
https://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Funkturm

mfg
pentium
Immer zu zweit sie sind. Keiner mehr, keiner weniger. Ein Meister und ein Schüler.
(Yoda)

Freundeskreis Schloss Hubertusburg e. V.
http://www.freundeskreis-hubertusburg.de
Benutzeravatar
pentium
 
Beiträge: 23491
Bilder: 107
Registriert: 9. Juli 2012, 16:12
Wohnort: Sachsen/Erzgebirge

Re: Der Thread der Fernsehtürme

Beitragvon pentium » 31. Januar 2016, 20:48

Der Stuttgarter Fernsehturm ist ab Samstag 30. Januar 2016 wieder für Besucher geöffnet, rechtzeitig vor dem 60. Geburtstag am 5. Februar 2016

quelle: http://www.fernsehturmstuttgart.com/

http://www.swr.de/landesschau-bw/fernse ... index.html

mfg
pentium
Benutzeravatar
pentium
 
Beiträge: 23491
Bilder: 107
Registriert: 9. Juli 2012, 16:12
Wohnort: Sachsen/Erzgebirge

Re: Der Thread der Fernsehtürme

Beitragvon pentium » 25. Februar 2016, 15:08

Berliner Fernsehturm: Innenansichten von einem Wahrzeichen




pentium
Immer zu zweit sie sind. Keiner mehr, keiner weniger. Ein Meister und ein Schüler.
(Yoda)

Freundeskreis Schloss Hubertusburg e. V.
http://www.freundeskreis-hubertusburg.de
Benutzeravatar
pentium
 
Beiträge: 23491
Bilder: 107
Registriert: 9. Juli 2012, 16:12
Wohnort: Sachsen/Erzgebirge

"Der Dresdner Fernsehturm" [DOKU] (mdr 2o13)

Beitragvon SkinnyTrucky » 12. November 2016, 12:52

"Der Dresdner Fernsehturm" [DOKU] (mdr 2o13)




Mara
Wenn es heute noch Menschen gibt, die die DDR verklären wollen, kann das nur damit zusammenhängen, dass träumen schöner ist als denken.... (Burkhart Veigel) Bild
Benutzeravatar
SkinnyTrucky
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 9018
Bilder: 73
Registriert: 25. April 2010, 20:07
Wohnort: at the dutch mountains


Zurück zu Allgemeine TV und Radio Themen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast