Programmhinweise

Sender, Sendungen, eben allgemeine TV und Radio Themen

Re: Programmhinweise

Beitragvon augenzeuge » 3. Oktober 2019, 09:19

https://m.faz.net/aktuell/feuilleton/me ... 12609.html

Die FAZ mit ganz anderer Kritik.

Fakt ist eins. Der Film war 2 Stunden lang. Und ich habe mich keine Sekunde gelangweilt. [grins]

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Re: Programmhinweise

Beitragvon Merkur » 3. Oktober 2019, 09:21

augenzeuge hat geschrieben:Fakt ist eins. Der Film war 2 Stunden lang. Und ich habe mich keine Sekunde gelangweilt. [grins]
AZ


Du bist halt einfach zu unterhalten. [flash]
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Re: Programmhinweise

Beitragvon pentium » 3. Oktober 2019, 09:22

augenzeuge hat geschrieben:https://m.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/der-thriller-wendezeit-im-ersten-16412609.html

Die FAZ mit ganz anderer Kritik.

Fakt ist eins. Der Film war 2 Stunden lang. Und ich habe mich keine Sekunde gelangweilt. [grins]

AZ


Na das ist doch schön...Hauptsache du hattest einen angenehmen TV-Abend und mit Hilfe dieses Filmwerkes wieder einmal ein Stück DDR-Geschichte aufgearbeitet.
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
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Re: Programmhinweise

Beitragvon karnak » 3. Oktober 2019, 09:31

augenzeuge hat geschrieben:Ich fand "Wendezeit" kurzweilig und gut dargestellt. Die Hauptdarstellerin herausragend.

Natürlich erscheint einiges unrealistisch und auch nicht unbedingt logisch, aber es ist ein Film und keine Doku.

Die fiktive Geschichte, eingebaut in reale Vorkommnisse, lässt mitunter Zweifel an der Fiktion aufblühen. Das fand ich gut. So fehlt bei den Rosenholz Dateien die Reihe Le bis Lei. Warum? Und wie gelangten diese Infos an die Amerikaner?
Ist es so unwahrscheinlich, dass ein Mord als Suicid damals getarnt wurde? Ok, ein General fuhr den Robur ganz sicher nicht unbewacht nach Wünsdorf.

Merkur, was denkst du denn zu Rosenholz? Wie konnten sie entwendet werden?

Der Spiegel sieht einiges schlechter, dem ich mich jedoch nicht komplett anschließen kann.

https://m.spiegel.de/kultur/tv/wendezei ... 88597.html

AZ

Den Amerikaner ist ja nur eine Fotokopie der Rosenholzdateien zugänglich gemacht worden. Offiziell wurde die Datei im Rahmen der Selbstauflösung der HVA vernichtet, was ja auch logisch und nachvollziehbar wäre. Das es dann noch zusätzlich irgendwo eine Kopie auf Film gibt die man VERGESSEN hat ist lächerlich zu glauben in dieser Maschinerie MfS wo man sowas sehr ernst nahm.
Da ich nun weiß wie auch im MfS lange vor 89/90 eine Resignation bei verschiedenen eingesetzt hat, mit Sicherheit hat sich da einer mit Zugriffsrecht auf die Kartei eine Kopie verschafft für schlechtere Zeiten und für ein Vermögen verscherbelt, eine andere logische Erklärung gibt es gar nicht.
Selbst ich kleine Wurst hätte in den Wendewirren ohne große Probleme eine der die viele tausende Namen umfassende Fahndungskartei beiseite schaffen und sie sehr wahrscheinlich für gutes Geld verscherbeln können.
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Re: Programmhinweise

Beitragvon karnak » 3. Oktober 2019, 09:42

Das Problem an solchen Filmen ist nicht die " künstlerische Freiheit " mit dem man einen Unterhaltungseffekt organisiert, dass Problem ist das unübersehbare Bemühen der Macher nachträglich die alten Gegner als erbärmliche Figuren darstellen zu wollen und dass man in seinem Eifer dabei nicht bemerkt wie man bis ins blödsinnige über das Ziel hinausschießt, was wiederum einen entlarvenden Aspekt hat. Wer in seinem festgemauerten Feind und Weltbild gefangen ist registriert das natürlich nicht, der ist begeistert, findet ja Bestätigung, mir ist das schon klar. [flash]
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Re: Programmhinweise

Beitragvon augenzeuge » 3. Oktober 2019, 09:49

Merkur hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Fakt ist eins. Der Film war 2 Stunden lang. Und ich habe mich keine Sekunde gelangweilt. [grins]
AZ


Du bist halt einfach zu unterhalten. [flash]


Nee, ich kann zwischen Realität und Film noch unterscheiden. Ich frag mich manchmal, was andere von so einem Film erwarten. [flash]

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Re: Programmhinweise

Beitragvon augenzeuge » 3. Oktober 2019, 09:51

pentium hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:https://m.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/der-thriller-wendezeit-im-ersten-16412609.html

Die FAZ mit ganz anderer Kritik.

Fakt ist eins. Der Film war 2 Stunden lang. Und ich habe mich keine Sekunde gelangweilt. [grins]

AZ


Na das ist doch schön...Hauptsache du hattest einen angenehmen TV-Abend und mit Hilfe dieses Filmwerkes wieder einmal ein Stück DDR-Geschichte aufgearbeitet.


Immerhin wars mal wieder ne neue Variante zur Erlangung der Rosenholz Dateien. Ich muss sonst nichts aufarbeiten. Ein Film hilft dabei eh nicht. [flash]

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Re: Programmhinweise

Beitragvon Merkur » 3. Oktober 2019, 09:51

augenzeuge hat geschrieben:Ich frag mich manchmal, was andere von so einem Film erwarten.
AZ


Ich kann nur für mich sprechen: Nichts.
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Re: Programmhinweise

Beitragvon augenzeuge » 3. Oktober 2019, 09:57

karnak hat geschrieben:Selbst ich kleine Wurst hätte in den Wendewirren ohne große Probleme eine der die viele tausende Namen umfassende Fahndungskartei beiseite schaffen und sie sehr wahrscheinlich für gutes Geld verscherbeln können.


Jetzt wirds wieder spannend....du auch? War sicher nur die Datei der für den Transit Gesperrten.....wen hätte das interessiert. Die Liste war überflüssig, ab Mitte November ließ mal alles rein. [grin]

Im Ernst mal. Was mir im Film widersprüchlich vorkam, da sagte der Wolf, dass nur 3 Leute an diese HVA Dateien rankämen. War sowas nicht besonders gesichert? Zweifel ich mal an, dann frag ich mich, hätte Wolf da nicht selbst rankommen können?

Und noch etwas. Wenn so eine Westagentin der HVA mit Pass heranfuhr, wie war sichergestellt, dass sie schnell durch die Grenze kam? Gabs da Code-Wörter o.ä. [flash]

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Re: Programmhinweise

Beitragvon augenzeuge » 3. Oktober 2019, 10:00

Merkur hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Ich frag mich manchmal, was andere von so einem Film erwarten.
AZ


Ich kann nur für mich sprechen: Nichts.


Das muss ja auch schlimm sein, wenn man sich nicht mal auf diese entspannende Art unterhalten lassen kann.... [angst]

Wenn man sich im Vergleich mal alle anderen Filme der Gegenwart so ansieht, was ist da wie oft schon besser? Ein Polizeiruf oder Tatort sicher nicht. [blush]
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Re: Programmhinweise

Beitragvon Kumpel » 3. Oktober 2019, 10:01

Diesen Film werde ich genauso schnell vergessen wie die meisten Filme .
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Re: Programmhinweise

Beitragvon karnak » 3. Oktober 2019, 10:02

[grin] Du hast einfach keine Vorstellungen wer über diese Kartei bei Grenzübertritt erkannt werden sollte, mit Ausnahme der Leute von der HVA . Die Reisesperren waren dabei nur die die Stasi am Wenigsten interessierten wenn sie das Land versuchen zu betreten. Das sollten sie nicht mehr gab es bei denen nicht zu tun.
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Re: Programmhinweise

Beitragvon augenzeuge » 3. Oktober 2019, 10:04

karnak hat geschrieben:[grin] Du hast einfach keine Vorstellungen wer über diese Kartei bei Grenzübertritt erkannt werden sollte, mit Ausnahme der Leute von der HVA . Die Reisesperren waren dabei nur die die Stasi am Wenigsten interessierten wenn sie das Land versuchen zu betreten.


Sicher habe ich die nicht, woher auch, deshalb frag ich ja. [wink]

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Re: Programmhinweise

Beitragvon Merkur » 3. Oktober 2019, 10:57

augenzeuge hat geschrieben:dann frag ich mich, hätte Wolf da nicht selbst rankommen können?
AZ


Wolf war zu diesem Zeitpunkt schon mehrere Jahre nicht mehr im Dienst. Das beantwortet Deine Frage.
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Re: Programmhinweise

Beitragvon Kumpel » 3. Oktober 2019, 11:09

Das hat sich mir auch nicht erschlossen weshalb Wolf in dem Film diese Rolle spielte und auch daß die Ostspionin diesen ganzen konspirativen Krempel in ihrer Wohnung aufbewahrte.
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Re: Programmhinweise

Beitragvon karnak » 3. Oktober 2019, 11:13

Das eben die künstlerische Freiheit, so wie die in Uniform umherstiefelnden HVA Männer oder mit Parteiabzeichen an jedem Rever. [flash]
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Re: Programmhinweise

Beitragvon HPA » 3. Oktober 2019, 11:14

stand doch auch im Eingangsteil dieses Films: Fiktive Handlung basierend auf wahren Begebenheiten. Nun, da erwartet man nun mal keine Doku.
Nennt sich auch: künstlerische Freiheit

Nun, mit dem Freiheitsbegriff hat ja so mancher seine Probleme wie man auch in einem anderen Trööt lesen kann. [flash]
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Re: Programmhinweise

Beitragvon Kumpel » 3. Oktober 2019, 11:14

Ja genau , das Parteiabzeichen ist mir auch aufgefallen.
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Re: Programmhinweise

Beitragvon Ari@D187 » 3. Oktober 2019, 11:14

augenzeuge hat geschrieben:
Nostalgiker hat geschrieben:[...]Tolle Geschichte, kann sehr vieles nachvollziehen. Über Friedrichstraße bin ich auch raus....ich war wohl der Einzige, der die Tür mit dem Summer hinter der Passkontrolle aufgehalten hat, um das restliche Gepäck zu holen..... [grins] [...]

Durftest Du offiziell ausreisen?

An die Einreise zum Tagesbesuch in Ost-Berlin erinnere ich mich noch gut, an die Ausreise kaum.

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Re: Programmhinweise

Beitragvon Kumpel » 3. Oktober 2019, 11:18

Ja okay, künstlerische Freiheit, für mich ist das eher wie ein Fehler im Film.
Das Grundgerüst sollte allerdings stimmen.
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Re: Programmhinweise

Beitragvon zonenhasser » 3. Oktober 2019, 15:22

augenzeuge hat geschrieben:
AkkuGK1 hat geschrieben:Palast der Gespenster - mein Fazit: DDR war voll fürn Arsch. Wer diese verteidigt, ist selbst.

Hab ich noch nicht gesehen.
AZ
Der MDR sendet die Doku am kommenden Sonntag um 20.15 Uhr.
Die “Rote Fahne” schrieb noch “wir werden siegen”, da hatte ich mein Geld schon in der Schweiz.
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Re: Programmhinweise

Beitragvon zonenhasser » 3. Oktober 2019, 15:35

Merkur hat geschrieben:Die nachfolgende Maischberger-Sendung war wesentlich interessanter.

Ja. Interessant die Aussage des ehem. Bundesinnenministers Baum, dass die Spionage-Ausbeute des Guillaume für die DDR gar nicht so ergiebig war. Er war ja Parteifunktionär, kein Staatsangestellter. Baum meinte, Brandt sei einfach amtsmüde gewesen; das sei der wahre Rücktrittsgrund gesesen. Dabei ließ er unter den Tisch fallen, dass "der Referent" Guillaume über Brandts Frauengeschichten genau Bescheid wusste.

Etwa der Eintrag über einen mehrtägigen Hotelaufenthalt des Kanzlers in München. Der Security-Chef habe da einen neuen Mitarbeiter angewiesen: „Wenn ich mal weg bin, und der Chef braucht was, dann gehst du runter in die Halle und nimmst eine von denen, die da rumsitzen. Du fragst nach dem Preis und schickst sie dem Kanzler rauf. Der Referent bezahlt dann alles.“ https://www.welt.de/geschichte/article1 ... ungen.html

Brandt hat dann auch in seiner Rücktrittserklärung davon gesprochen, dass er nicht erpressbar sei.
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Re: Programmhinweise

Beitragvon augenzeuge » 3. Oktober 2019, 15:38

Ari@D187 hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:
Nostalgiker hat geschrieben:[...]Tolle Geschichte, kann sehr vieles nachvollziehen. Über Friedrichstraße bin ich auch raus....ich war wohl der Einzige, der die Tür mit dem Summer hinter der Passkontrolle aufgehalten hat, um das restliche Gepäck zu holen..... [grins] [...]

Durftest Du offiziell ausreisen?
Ari


Ja, das hatte ich mir im wahrsten Sinne erkämpft. Ganz offiziell bezahlte ich den Staat dafür, kein DDR Bürger mehr sein zu müssen. Dafür gabs ne ID Karte mit Visa, staatenlos. [flash]

Früh gegen 10 Uhr erfuhr ich bzw. wir, dass wir bis Mitternacht weg sein müssen.....2 Tage vor Weihnachten. Mit dem, was man tragen konnte. Und ich konnte viel tragen, bzw. hinterherziehen. [denken] Den Achsen des Kofferanhängers wars zu schwer, sie verbogen sich.

Aber alles musste dokumentiert sein. Ich übergab dem DDR Zoll zig DinA 4 Seiten......die winkten nur durch.

Wer in Friedrichstraße ausreiste, musste unweigerlich zu einer kleinen Kreuzung im Gewölbe kommen, dort ging es entweder zur U bahn, oder S Bahn.
Großes Schild, Aufenthalt strengstens verboten. Aber für mich nicht mehr.....so war das damals bei mir.

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Re: Programmhinweise

Beitragvon Ari@D187 » 3. Oktober 2019, 17:47

augenzeuge hat geschrieben:
Ari@D187 hat geschrieben:[Durftest Du offiziell ausreisen?
Ari


Ja, das hatte ich mir im wahrsten Sinne erkämpft. Ganz offiziell bezahlte ich den Staat dafür, kein DDR Bürger mehr sein zu müssen. Dafür gabs ne ID Karte mit Visa, staatenlos. [flash]

[...]

Klasse, wann war das?

Ari
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Re: Programmhinweise

Beitragvon augenzeuge » 3. Oktober 2019, 17:57

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Re: Programmhinweise

Beitragvon Spartacus » 3. Oktober 2019, 18:10

karnak hat geschrieben:Das eben die künstlerische Freiheit, so wie die in Uniform umherstiefelnden HVA Männer oder mit Parteiabzeichen an jedem Rever. [flash]


Genau, wie ein Oberst der HVA in einem amerikanischen Konsulat in den Warteraum soll. Der war richtig gut. [flash]

Sparta


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Re: Programmhinweise

Beitragvon augenzeuge » 3. Oktober 2019, 18:13

Spartacus hat geschrieben:
karnak hat geschrieben:Das eben die künstlerische Freiheit, so wie die in Uniform umherstiefelnden HVA Männer oder mit Parteiabzeichen an jedem Rever. [flash]


Genau, wie ein Oberst der HVA in einem amerikanischen Konsulat in den Warteraum soll. Der war richtig gut. [flash]

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Aha, ich sehe, du hast dich auch gut unterhalten lassen. [hallo]

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Re: Programmhinweise

Beitragvon Werner Thal » 5. Oktober 2019, 12:50

ZDF Info sendet heute, Sonnabend, 5. Oktober, um 20:15 Uhr die Doku:

Lost Places - Schicksalsorte der deutschen Teilung


Video in der Mediathek verfügbar bis 12.10.2019 (in Deutschland)

30 Jahre nach dem Mauerfall sind diese Plätze in Vergessenheit geraten - Lost Places. Noch immer
geheimnisvoll und sehr geschichtsträchtig. Den Brocken, sagenumwobener Berg Im Harz, durften in
den Jahren der Teilung (ab 13. August 1961-W.T.) weder West- noch Ostdeutsche erklimmen.
Streng von einer zusätzlichen Mauer abgeschirmt, lag dort der höchste Horchposten Ostdeutschlands.
Sowjetsoldaten und das Ministerium für Staatssicherheit hörten von hier aus Funksprüche und
Telefonate bis an den Ärmelkanal ab. Erst mit dem Mauerfall endete die Zeit dieser geheimen Späher.
Inzwischen ist der Brocken wieder ein begehrter Touristenmagnet, ein Museum erinnert an die Zeit
der Teilung.

Schlichte Bürogebäude und unscheinbare Gedenktafeln

In einem unscheinbaren Bürogebäude in Salzgitter lag die Zentrale Erfassungsstelle für das Unrecht
in der DDR. Diese kleine BRD-Behörde war den DDR-Offiziellen ein Dorn im Auge. Die Mitarbeiter
sammelten Fälle von Menschenrechtsverletzungen, juristischer Willkür und Grenzmord in
Ostdeutschland. Das größte Aufnahmelager für Flüchtlinge aus dem Osten lag im hessischen Gießen.
Für Hunderttausende ein Ort der ersten Erfahrungen und noch heute ein Synonym für die Freiheit.
Bislang erinnert nur ein unscheinbarer Gedenkstein hinter dem Eingangsbereich an diese Zeit.
In beiden deutschen Staaten verrichteten lediglich sogenannte "Ständige Vertretungen" die
diplomatische Arbeit. In der bundesdeutschen Vertretung in Ostberlin spielten sich Flüchtlingsdramen
ab. Heute arbeitet eine Außenstelle des Wirtschaftsministeriums in diesem schlichten Bau.

Der Strand von Priwall

Der Priwall in der Lübecker Bucht war damals eine westdeutsche Enklave auf dem DDR-Gebiet.
Während sich westliche Badetouristen an diesem Ostseestrand erholten, sicherten DDR-Grenzer
die Absperrungen und unterbanden jeden Fluchtversuch - eine trügerische Idylle am Todesstreifen.
Heute ist nichts mehr von den bizarren Grenzanlagen am Strand zum Priwall sichtbar.
Allen Orten ist gemeinsam, dass sie langsam in Vergessenheit geraten. Sie zählen zu den
Lost Places der deutschen Teilung. Der Film erzählt die Geschichte dieser Orte.

W. T.
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Re: Programmhinweise

Beitragvon Werner Thal » 8. Oktober 2019, 08:13

Heute, am Dienstag, 8. Oktober 2015, um 20:15 Uhr, sendet rbb tv aus der Serie

Geheimnisvolle Orte

Der Bahnhof Friedrichstraße - Agentenschleuse und Grenzpassage

"Der absurdeste Bahnhof Berlins", "Das Labyrinth des Kalten Krieges", "Der Bahnhof der Tränen",
"Die Höllenpassage" - Millionen Deutsche, Ostdeutsche und Westdeutsche, haben hier, am
berühmtesten Bahnhof der deutschen Teilung ihre persönlichen und direkten Grenzerfahrungen
gemacht. Der Film erzählt die Geschichte dieses geheimnisvollen Ortes.

Zwischen Trauer und Freude, Hoffnung und Verzweiflung, zwischen Sehnsucht und Wut. Die
unterschiedlichsten Emotionen ereilten die Menschen, die vom Bahnhof Friedrichstraße
abfuhren, hier ankamen oder warten mussten. Einige protestierten vor dem "Tränenpalast",
(auch "Tränen-Bunker" genannt-W. T.) für ihre Ausreise, andere versuchten sogar vom Bahnhof
direkt in den Westen zu flüchten. Der Bahnhof Friedrichstraße war eine der wenigen Nahtstellen
zwischen Ost und West, er war Agentenschleuse für Erich Mielkes "Kundschafter des Friedens",
erste Station für Touristen und Besucher aus West-Berlin und letzte Station für die DDR-Bürger,
die das Land verlassen durften.

Mit dem Mauerbau wurde der Bahnhof, eben noch das pulsierende Herz Berlins, plötzlich zur
doppelten Endstation, aber auch zur wichtigsten Grenze-Passage der auf Jahrzehnte
zerrissenen Stadt. Arbeitsplatz für hunderte DDR-Bürger, die ihren täglichen "Dienst" hier versahen:
im Grenzgebiet-Regime an den Kontrollschaltern, in den vielen Intershops oder auf den Bahnsteigen.
Der Bahnhof Berlin-Friedrichstraße - ein Ort zwischen den Welten. Der Um- und Ausbau dieses
einzigartigen "Labyrinths der Kontrolle" schien nie abgeschlossen. Ein Kafkaesker Bau, der vom
Sicherheitswahn der DDR-Herrschenden bestimmt wurde.

Der Film erzählt erstmals die Geschichte dieses geheimnisvollen Ortes. Wie vielleicht nirgendwo
sonst fokussiert sich hier die deutsch-deutsche Geschichte als Gefühl der Trennung und des
Zusammengehören eines Volkes. Die dramatischen großen und kleinen Geschichten, die sich in den
Gängen, auf den Treppen und Bahnsteigen des einstigen Grenzbahnhofs aufspüren lassen und
ihnen mit den Zeitzeugen, die sie erlebten und darüber erzählen, ein Gesicht geben:
Ein Flüchtling im Inneren einer Transit-Lock, ein Liebespaar im Schatten des "Tränenpalastes",
ein Offizier der Staatssicherheit, der mit der U-Bahn in den Westen türmt.

Aus rbb online
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Ebenfalls heute, um 20:15 Uhr, sendet phoenix tv aus der Serie ZDF-History, die Doku aus 2019:

Alltag in Ost und West - Leben im geteilten Deutschland - Trabi oder (VW)-Käfer, Grilletta oder Hamburger?
40 Jahre Trennung prägten den Alltag der Menschen in Ost und West.

Aus der HÖRZU - 40/2019

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Re: Programmhinweise

Beitragvon AkkuGK1 » 8. Oktober 2019, 18:06

ich schau es mir gerade in der Mediathek an, na da sind ja wieder "Fachkräfte" am recherchieren gewesen, alle Wachtürme waren per Videoanlage miteinander verbunden gewesen... ja klar, wenn ein Fernglas als Videoanlage gilt schon und den Herrn Berger kenn ich nicht. Der war nie in der ersten GK.
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AkkuGK1
 
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