Karl-Eduard von Schnitzler

Sender, Sendungen, eben allgemeine TV und Radio Themen

Re: Vor 10 Jahren starb Karl-Eduard von Schnitzler

Beitragvon Dieter1945 » 17. September 2011, 22:55

peterB hat geschrieben:es wäre mir eine grosse freude gewesen,diesen alten fiesen sack in helmstedt zu begrüssen.
einen grund,den schlagstock lange und kräftig einzusetzen,hätte sich schon gefunden [bravo]


Im Sommer 1965, damals war ich während meiner BGS Zeit 7 Monate bei bei der Grenzschutzstelle Lauenburg tätig, habe ich Karl-Eduard von Schnitzel bei der Einreise kontolliert. Den Schlagstock hatte ich nicht eingesetzt, sonst hätte ich mich ein Jahr später wohl nicht mit Erfolg beim Zoll bewerben können.

Gruß Dieter
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Re: Vor 10 Jahren starb Karl-Eduard von Schnitzler

Beitragvon SCORN » 18. September 2011, 09:04

das thema ist zwar "karl eduard", aber die "freiheitlich demokratischen medien" haben auch ihre "highlights". ich denke da nur an gerhard "löwenqual" vom zdf magazin und einer seiner top schlagzeilen: "hungernder rothirsch durchbrach die zonengrenze" [grins] der rest nahm sich auch nichts vom "schwarzen kanal"
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Re: Vor 10 Jahren starb Karl-Eduard von Schnitzler

Beitragvon Luchs » 18. September 2011, 09:17

SCORN hat geschrieben:das thema ist zwar "karl eduard", aber die "freiheitlich demokratischen medien" haben auch ihre "highlights". ich denke da nur an gerhard "löwenqual" vom zdf magazin und einer seiner top schlagzeilen: "hungernder rothirsch durchbrach die zonengrenze" [grins] der rest nahm sich auch nichts vom "schwarzen kanal"


Löwenthal und von Schnitzler sind durchaus miteinander zu vergleichen. Aber wie du schon geschrieben hattest, geht es um die Aussagen vom Herrn von Schnitzler. Außerdem darum, ob er wirklich glauben konnte, was er erzählte. Während er Wasser predigte, genoss er in großen Mengen Wein. Für mich hat das was schizophrenes.

Ein mir bekannter Zöllner aus Schöningen, erzählte mal, dass er Herrn von Schnitzler kontrollierte. Er soll derzeit einen weißen Mercedes gefahren haben. Wenn ich so etwas höre, dann sage ich mir doch, der hatte sich doch nirgends in der DDR mit seinem Vehikel sehen lassen können. Mit dem Auto mache er sich doch zutiefst unglaubwürdig.

Was für ein Auto hatte er bei dir gefahren, Dieter?
Viele Grüße [hallo]
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Re: Vor 10 Jahren starb Karl-Eduard von Schnitzler

Beitragvon Edelknabe » 18. September 2011, 09:56

Ich stellte mir gerade unseren Peter B. an so einer Zollschranke damals vor. Den Tschako...war es nicht diese Polizeisturmhaube West damals tief ins Gesicht gezogen,(wir nehmen mal den Tschako, so wird das Bild treffender vor des Betrachters geistigem Auge) in einer Hand den Gummiknüppel der immer in die andere Handfläche schlägt und da kommt doch der Karl-Eduard dahergefahren.
Peter B. also ran ans Auto doch da siegt irgendwie der preußische Beamte in ihm,seine Gedanken werden gebremst von einer für ihn nicht beeinflussbaren inneren Schranke, seine Haltung nimmt unwillkürlich Bücklingstellung ein, die Hand mit dem Knüppel geht nach hinten und er dienert an den Wagen vom Karl-Eduard heran, die Hacken knallen zusammen und Karl-Eduard, der Mann von Welt ahnt natürlich was in des Peters kleinem imperialistischen Hirn vorgeht, er spürt förmlich dessen inneren Kampf zwischen der brutalen Gewalt und seiner aber voll preußischen Erziehung denn der Vater war auch schon und der Urgroßvater stand auch schon an der Zollschranke als der ...wars der Schiller durch das geteilte Deutschland fuhr.
Und Karl-Eduard lächelt denn er ist ja so eine Art Harlekin zwischen Ost und West, ein Pendler zwischen den Burgen und Peter B., das Gesicht zur Faust geballt erledigt die Formalitäten mit zusammen gebissenen Zähnen und Karl gibt Gas in seiner weißen MB-Edelkutsche und Peters Hand schnellt in diesem Moment nach vorn doch im Schwung bekommt er den Knüppel nicht mehr in den Griff, der Knüppel beschreibt einen vollen Bogen und schlägt voll in seine E...ahhohhhuhhh.
Karl-Eduard im Rückspiegel lacht, es bricht aus ihm heraus und er denkt schon an die kommende Sendung "Der schwarze Kanal", wo er die schöne Geschichte klassenkämpferisch aufbereiten wird.

So könnte es gewesen sein Peter B und du weißt, es ist nur eine Geschichte du begnadeter Kurzschreiber, also nimm es mit Humor.
Mich inspirierte irgendwie dein Text mit dem Gummiknüppel bei dieser Begegnung mit dem Herrn von und zu..

Der Rainer-Maria Rohloff war der Verfasser und wir nennen die schöne deutsch deutsche Geschichte treffend "Der verhinderte Gedanke"
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Re: Vor 10 Jahren starb Karl-Eduard von Schnitzler

Beitragvon augenzeuge » 18. September 2011, 13:42

SCORN hat geschrieben:das thema ist zwar "karl eduard", aber die "freiheitlich demokratischen medien" haben auch ihre "highlights". ich denke da nur an gerhard "löwenqual" vom zdf magazin und einer seiner top schlagzeilen: "hungernder rothirsch durchbrach die zonengrenze" [grins] der rest nahm sich auch nichts vom "schwarzen kanal"


Ich bedaure sehr, dass es nie zu einem direkten Streitgespräch zwischen den Beiden gekommen ist. Was hätte man für Quoten erreichen können..... [flash]
Ok, für alle eine kleine Erinnerung an den Feind der Linksextremen und Kommunisten:


AZ
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Re: Vor 10 Jahren starb Karl-Eduard von Schnitzler

Beitragvon S51 » 24. September 2011, 03:50

augenzeuge hat geschrieben:...Ich bedaure sehr, dass es nie zu einem direkten Streitgespräch zwischen den Beiden gekommen ist. Was hätte man für Quoten erreichen können...


Weiß nicht, ich kann Prügeleien absolut nichts abgewinnen. Hier kommt mir obendrein noch der Verdacht, dass sie nach Abschalten der Kameras herzlich über uns gelacht hätten.
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Re: Vor 10 Jahren starb Karl-Eduard von Schnitzler

Beitragvon Nostalgiker » 24. September 2011, 10:40

Ich glaube mich erinnern zu können das in den Neunzigern beide mal in einer Talkshow aufeinander trafen.
Genau weiß ich es aber nicht mehr.

Mir ging die Art der Polemik von beiden ziemlich auf den Geist. Das war mir einfach zu platt und manches zu dilettantisch gemacht.
In einem "Fernsehbeweis" von KE über eine Bundestagsdebatte wechselte der Redner mitten im Satz seinen Anzug von dunkel in hell und wieder zurück. Erstaunliche Leistung sich am Rednerpult mitten im Satz umzuziehen.

Die Bücher welche KE nach 89 veröffentlichte, im Stil vom Kanal, lesen sich auch richtig klasse.

Gruß
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Re: Vor 10 Jahren starb Karl-Eduard von Schnitzler

Beitragvon Wosch » 24. September 2011, 17:21

Es wäre mal interessant zu wissen wieviele DDR-Bürger das ZDF-Magazin mit Gerhard Löwenthal "freiwillig" abgeschaltet hatten bevor es richtig los ging. Schnitzler und Löwenthal auf die gleiche Stufe zu stellen wird dem Gerhard nicht gerecht. Im Gegensatz zum Ede belog er seine Zuschauer nicht sondern informierte sie. Wer das Gegenteil behauptet verkennt die Tatsachen. Natürlich hatte Löwenthal eine "scharfe" Zunge und war damit den Mächtigen einer der meist gehaßten Journalisten und Moderatoren der freien Welt. Wer das Andenken an Gerhard Löwenthal hier in den Dreck zu ziehen versucht hat m.E. nur die Absicht von den wirklichen Zuständen in der damaligen DDR abzulenken. Wenn man hier schon beide Personen vergleicht, dann sollte man sich auch mal ruhig fragen wieso Schnitzler in Ost und West als zweiten Vornamen "Sudel" verliehen bekam und nicht der Löwenthal!?!?
Schönen Gruß aus Kassel. [hallo]
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Re: Vor 10 Jahren starb Karl-Eduard von Schnitzler

Beitragvon karl143 » 24. September 2011, 17:51

@ Wolfgang,
da kann ich dir nur beipflichten. Löwenthal war ja, das wissen kaum welche, jüdischer Herkunft. In der Nazizeit war er und sein Vater zeitweise im KZ Sachsenhausen infaftiert, beide Großeltern starben in Theresienstadt. Das Ende des Krieges erlebte er in Berlin mit und empfand zu dieser Zeit noch den Einmarsch der Sowjets als Befreiung. Nach dem Krieg begann der ein Medizinstudium an der Ostberliner Humboldt Uni. Außerdem arbeitete er damals schon für den Sender RIAS. Die immer mehr um sich greifende Gleichschaltung durch die SED verstand er als zweite Gleichschaltung, eben nach der von 1933. Er war dann Programmdirektor des RIAS und teilte mit diesem auch das freie Wort in die DDR mit.

Man mag ihm vieles unterstellen, ich schaute ihn damals auch nicht oft in seiner Sendung ZDF Magazin. Aber er legte den Finger in die Wunden der DDR. Viele von Regimegegnern in den Westen geschmuggelte Filme wurden bei ihm gesendet. Viele Mißstände in der DDR wurden durch seine Sendungen angeprangert und veröffentlicht.

Mit von Schnitzler kann man ihn nicht vergleichen. Während v. S. nur demagogische Sendungen machte, die zudem noch an der Wahrheit vorbeigingen, hatte das ZDF Magazin schon Hintergründe. Wenn diese nicht gewesen wären, hätte Löwenthal sich nicht solange dort behaupten können. Es ist schon als eine Auszeichnung zu verstehen, das 18 Aktenordner bei der Stasi von ihm vorhanden gewesen sein sollen. Sudel Ede war für mich mehr der Goebbels der SED.
karl143
 

Re: Vor 10 Jahren starb Karl-Eduard von Schnitzler

Beitragvon Wosch » 24. September 2011, 18:21

karl143 hat geschrieben:@ Wolfgang,
da kann ich dir nur beipflichten. Löwenthal war ja, das wissen kaum welche, jüdischer Herkunft. In der Nazizeit war er und sein Vater zeitweise im KZ Sachsenhausen infaftiert, beide Großeltern starben in Theresienstadt. Das Ende des Krieges erlebte er in Berlin mit und empfand zu dieser Zeit noch den Einmarsch der Sowjets als Befreiung. Nach dem Krieg begann der ein Medizinstudium an der Ostberliner Humboldt Uni. Außerdem arbeitete er damals schon für den Sender RIAS. Die immer mehr um sich greifende Gleichschaltung durch die SED verstand er als zweite Gleichschaltung, eben nach der von 1933. Er war dann Programmdirektor des RIAS und teilte mit diesem auch das freie Wort in die DDR mit.

Man mag ihm vieles unterstellen, ich schaute ihn damals auch nicht oft in seiner Sendung ZDF Magazin. Aber er legte den Finger in die Wunden der DDR. Viele von Regimegegnern in den Westen geschmuggelte Filme wurden bei ihm gesendet. Viele Mißstände in der DDR wurden durch seine Sendungen angeprangert und veröffentlicht.

Mit von Schnitzler kann man ihn nicht vergleichen. Während v. S. nur demagogische Sendungen machte, die zudem noch an der Wahrheit vorbeigingen, hatte das ZDF Magazin schon Hintergründe. Wenn diese nicht gewesen wären, hätte Löwenthal sich nicht solange dort behaupten können. Es ist schon als eine Auszeichnung zu verstehen, das 18 Aktenordner bei der Stasi von ihm vorhanden gewesen sein sollen. Sudel Ede war für mich mehr der Goebbels der SED.


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Hallo Karl, ich habe wenn es mir zeitlich möglich war jede Sendung von Löwenthal angesehen und da wir in Kassel auch die DDR reinbekamen auch die vom Schnitzler, auch wenn es schlimm war was der "gute Mann" in ihnen abließ. Hängt vielleicht auch mit meiner Vergangenheit zusammen. Der Schnitzler war ein "Kalter Krieger" vom Feinsten, die Vorlage für die Pitti´s und Felikse, die eben von zu Hause nichts anderes mitbekommen zu haben scheinen als die Verarsche vom bösen Klassenfeind der nur ein Ziel hatte, die Welt in einen dritten Weltkrieg zu stürzen. Daß man dem Schnitzler über die Jahre so ein Podium bot ist im Grunde genommen nur der Beweis für die Perversität der "sozialistischen" Führungsspitze und deren Veruchtheit,.
Schönen Gruß aus Kassel. [hallo]
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Re: Vor 10 Jahren starb Karl-Eduard von Schnitzler

Beitragvon augenzeuge » 24. September 2011, 18:25

Wosch hat geschrieben:Es wäre mal interessant zu wissen wieviele DDR-Bürger das ZDF-Magazin mit Gerhard Löwenthal "freiwillig" abgeschaltet hatten bevor es richtig los ging.


Ich kannte keinen! [grins] Man muss dazu wissen, viele DDR-Bürger konnten das ZDF nicht empfangen! Wir bekamen es in Halle nur mit "Gries"....

Diese Infos von ihm waren immer etwas Besonderes, was man sonst nie erfuhr. Ich kann mich noch an eine Sendung 1984 erinnern, dort wurde eine Ostberliner Studentin vorgestellt, die ihren Studienaufenthalt in Kabul für eine Flucht nach Pakistan nutzte, um dann in die BRD zu gelangen. Das war irre! Wir hatten das Thema hier im Forum schon.

Später kaufte ich mir ihr Buch (Verschleierte Flucht, Kerstin Beck- sollte man gelesen haben!). Dort steht am Ende:"Ich danke Herrn Gerd Löwenthal und seinen Mitarbeitern vom ZDF Magazin...die mich großzügig entlohnten und mir damit den Neuanfang in der Bundesrepublik ermöglichten..." Dazu muss man wissen, dass ihr Elternhaus aus überzeugten SED-Mitgliedern bestand. Ohne diese "Beziehungen" wäre sie sicher nicht nach Kabul gekommen. Aber trotz der auf sie einprasselnden Ideologie war sie von einer anderen Sache überzeugt...Als das MfS nach der Flucht die Eltern bedrängte, sich von der Tochter loszusagen, ihnen Berufsverbot im Staatsdienst drohte, entschieden sich die Eltern für ihre Tochter, sie war einfach wichtiger. Selbst die Oma wurde bearbeitet, dass sie ihre Enkelin nicht im Westen besuchen sollte...aber die alte Dame blieb stur, sie fuhr.
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Re: Vor 10 Jahren starb Karl-Eduard von Schnitzler

Beitragvon nightfire64 » 24. September 2011, 18:44

Nun kennen tu ich Beide, aber in dem Alter, in dem ich befand…, waren für mich einfach andere Sachen wichtiger.
Außer wenn wir manchmal Stabü zur ersten Stunde hatten, wurde im Klassenzimmer die Kiste eingeschaltet und die Wiederholung geschaut. Diese Zeit wurde dann für Hausaufgaben nachholen genutzt.
Aber ansonsten, kein Interesse an Beiden!

LG Kerstin
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Re: Vor 10 Jahren starb Karl-Eduard von Schnitzler

Beitragvon Danny_1000 » 24. September 2011, 20:07

Hallo Kerstin,

extra für dich „ergoogelt“. Zur Vorgeschichte dieses kleinen Vids:

1987 entschloß sich das ZDF im Zuge der Entspannungspolitik den „kalten Krieger“ Löwenthal vom Sender zu nehmen. Ich hoffte damals, dass man uns künftig auch den Sudelede erspart.


Ein schönes WE für alle !
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dafür einsetzen, dass du es sagen darfst !
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Re: Vor 10 Jahren starb Karl-Eduard von Schnitzler

Beitragvon Nostalgiker » 24. September 2011, 20:22

Bei dem Video von Hildebrandt ist mir ein Satz eingefallen den Löwenthal ganz ernsthaft geäußert hat, den Zusammenhang weiß ich nicht mehr.
Der Satz lautete:
"Ich wäre lieber tot als rot!"

Für KE eine Steilvorlage die er folgend konterte: "Wenn er sich doch daran halten würde."

Wenn ihre Sendungen von beiden nicht so ernst gemeint wären hätte sie wunderbar als unfreiwillig komische Kabarettsendung mit politischen Einschlag durchgehen können.

Gruß
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Re: Vor 10 Jahren starb Karl-Eduard von Schnitzler

Beitragvon LEGO » 24. September 2011, 20:56

Wosch hat geschrieben:
;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;

der nur ein Ziel hatte, die Welt in einen dritten Weltkrieg zu stürzen.



Woher ist denn nun bitte die Info, daß die DDR und ihre TV-Moderatoren dies zum Ziel hatten????


Das höre ich ja nun zum ersten Mal.
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Re: Vor 10 Jahren starb Karl-Eduard von Schnitzler

Beitragvon nightfire64 » 24. September 2011, 20:58

Danny_1000 hat geschrieben:Hallo Kerstin,
extra für dich „ergoogelt“. Zur Vorgeschichte dieses kleinen Vids:
Daniel



Besten Dank, Daniel!! [rose]

Auch dir ein schönes Wochenende! [hallo]

LG Kerstin
nightfire64
 

Re: Vor 10 Jahren starb Karl-Eduard von Schnitzler

Beitragvon augenzeuge » 24. September 2011, 21:03

Der Spiegel schreibt von 50% der DDR Bürger, die Löwenthal sahen. Übrigens, Löwenthal hatte in die DDR eine Einreisesperre. Wie hätte Schnitzler gemeckert, wenn man ihn aus Westberlin zurückgeschickt hätte....

Hier der Nachruf:
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-25940411.html
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Re: Vor 10 Jahren starb Karl-Eduard von Schnitzler

Beitragvon Edelknabe » 24. September 2011, 21:21

Hatte Wolfgang nicht gerade vom Eduard als "Kaltem Krieger vom Feinsten" geschrieben? Also der Link vom Spiegel beschert aber auch dem Löwenthal diesen wunderbaren Titel oder besser "Kalter Kommunistenhasser vom Feinsten."
Ganz ehrlich, ich habe den Mann nie gesehen, weil Leipzig so seine Probleme mit dem ZDF hatte. Habe da wohl auch nichts verpasst, so nehme ich mal an.
War der Mann es nicht mit den Hasen? "Das an der Staatsgrenze der DDR auf Menschen wie auf Hasen geschossen wird" und deswegen das Einreiseverbot?
Aber ich kann auch falsch liegen, möchte einem Toten da nichts andichten?

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Re: Vor 10 Jahren starb Karl-Eduard von Schnitzler

Beitragvon karl143 » 24. September 2011, 21:26

@ Nostalgiker,
so eine Sendung wurde dann später im ZDF auch Wirklichkeit. In dem Magazin "Frontal", welches Bodo M. Hauser und Ulrich Kienzle gemeinsam moderierten, vertrat Hauser den konservativen Flügel während Kienzle die linke Ecke vertrat. Beide sprachen bei ihren Einleitungen ohne vorher festgelegte Texte und versuchten sich gegenseitig auf die Palme zu bringen. Als Kienzle dann in den Ruhestand ging wurde Frontal total überarbeitet und das Konzept wurde geändert.
karl143
 

Re: Vor 10 Jahren starb Karl-Eduard von Schnitzler

Beitragvon augenzeuge » 24. September 2011, 21:29

Edelknabe hat geschrieben:War der Mann es nicht mit den Hasen? "Das an der Staatsgrenze der DDR auf Menschen wie auf Hasen geschossen wird" und deswegen das Einreiseverbot?
Aber ich kann auch falsch liegen, möchte einem Toten da nichts andichten?

Rainer-Maria


Nein, es war Löwe.
http://www.nord-berliner.de/953-spurens ... essen.html
AZ
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Re: Vor 10 Jahren starb Karl-Eduard von Schnitzler

Beitragvon karl143 » 24. September 2011, 21:33

@ AZ,
dann hätte man der gesamten Familie von Sudel Ede in West-Berlin Einreiseverbot geben müssen. Damit wäre die Bekämpfung von Ladendiebstählen wenigstens unterstützt worden.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/brand ... 69246.html

Der rote Adel hatte es wohl nötig [flash]
karl143
 

Re: Vor 10 Jahren starb Karl-Eduard von Schnitzler

Beitragvon karl143 » 24. September 2011, 21:37

Jörg,
der Loewe schreibt sich mit oe.

Hier ein LInk, mit Lebenslauf. Er war eine Journalistenlegende mit Stationen in Washington und Moskau. Er berichtete aus der DDR von der Selbstverbrennung des Pastors Brüsewitz und der Satz mit den Hasen ging in die Geschichte ein. Loewe mußte danach innerhalb von 2 Tagen die DDR verlassen. Später erklärte er in einem Interview, das er das einkalkuliert hatte. Er wolte damals ein Zeichen setzen. Eine Brüskierung der DDR wie sie noch nicht geschehen war.

http://nachrichten.t-online.de/lothar-l ... 6830/index
karl143
 

Re: Vor 10 Jahren starb Karl-Eduard von Schnitzler

Beitragvon augenzeuge » 24. September 2011, 21:42

karl143 hat geschrieben:Jörg,
der Loewe schreibt sich mit oe.


Ja klar, im Westen waren die damals noch nicht soweit, das ö zu schreiben..... [laugh]
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Re: Vor 10 Jahren starb Karl-Eduard von Schnitzler

Beitragvon Edelknabe » 24. September 2011, 21:43

Danke Jörg für den Link mit dem Loewe, also ehrlich und ohne pietätlos zu sein, einen guten Tod hatte der Mann auch so am Frühstückstisch.

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Re: Vor 10 Jahren starb Karl-Eduard von Schnitzler

Beitragvon CASI » 24. September 2011, 22:46

Moin,

kennt noch einer Dirk Sager?

Der hatte immer Kennzeichen D im ZDF moderiert.

Der ging meiner Ansicht und Erinnerung nach relativ neutral bis sensibel an die Propagandaschlacht zwischen Ost und West heran.
Er war 1974-1978 Korrespondent des ZDF in Ost Berlin.

Hier einmal ein Video welches 1978 aufgenommen wurde:
http://www.youtube.com/watch?v=-8j5FpIWQak

Mich erstaunt, wie offen die Ostberliner damals dem Sager begegnet sind und wie offen die auch klar sagten, wo was klemmte.

Viele Grüße,
Carsten
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Re: Vor 10 Jahren starb Karl-Eduard von Schnitzler

Beitragvon augenzeuge » 25. September 2011, 10:45

Hallo Casi,

ein tolles Video hast du gefunden. Klar, meine Generation kennt Dirk Sager, da habe ich keine Zweifel.

Was die Aussagen im Film betrifft, so geben sie das Bild von Ostberlin, nicht der Provinz, wider. Also, wenn Sager 1978 meint, von einer Mangelgesellschaft kann man nicht mehr sprechen, so kann man darüber nur verwundert den Kopf schütteln, wenn man nicht in Ostberlin gewohnt hat. Zu dieser damaligen Zeit sind wir ein paar Mal nach Ostberlin gefahren, um den Mangel etwas zu verringern. Gerade in dem gezeigten Feinkostgeschäft gab es Dinge, die hatten wir in Halle noch nie gesehen.

Trotzdem meine ich, diese Zeit war aus Sicht der Konsumenten deutlich besser als die 80er Jahre.

Überhaupt vermittelte diese Stadt damals einen besseren Eindruck von der DDR, man schaffte alles dahin. In Marzahn arbeiteten mehr Bauarbeiter aus Sachsen etc. als Berliner.

Die Aussagen von Schlesinger, Schubert und Wegener sind offen und ehrlich, aber lange nicht vollständig. Wer wusste damals schon, dass die Wegener von einem Berufsverbot in der DDR betroffen war. Offiziell gab es das ja gar nicht. Erst nach dieser Sendung wollte man die Sängerin im Westen sehen. Dort ermöglichte man ihr auch die erste LP, in der DDR war das nicht machbar. Man war froh sie einerseits loszuwerden, andererseits brachte sie wichtige Devisen. Als es der SED zu arg wurde mit ihrer geäußerten Meinung, folgten auch bald die Konsequenzen. Im Zuge eines etwas konstruierten Devisenvergehens stellte man sie dann vor die Wahl ins Gefängnis oder in den Westen zu gehen- nun da überlegt keiner lange. Wer bekam schon diese Wahl?? So zog sie 1983 in den Westen.

Schlesinger wurde übrigens 1 Jahr nach diesem Auftritt bei Sager aus dem Schriftstellerverband ausgeschlossen, wie viele seiner Unterstützer dort. Grund war der Protest gegen die Ausbürgerung Biermanns. Auch ihn wurde die DDR los, er ging bereits 1980 in den Westen. Wer dieses Interview gesehen hat, weiß, dass das genauso „freiwillig“ war, wie später andere Übersiedlungen bekannter Oppositioneller.
Und Schubert, der sich hier noch mit vollstem Verständnis für den Mauerbau äußerte, hätte im Traum nicht daran gedacht, dass auch er ein Jahr nach dieser Sendung aus dem Schriftstellerverband flog. Er wurde kaltgestellt bis zum Ende der DDR.

Ansonsten habe ich das Gefühl, das die Gesprächspartner alle auf die Fragen vorbereitet waren, aber ich kann mich irren. Trotzdem, das Video war gut.
AZ
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Re: Vor 10 Jahren starb Karl-Eduard von Schnitzler

Beitragvon Nostalgiker » 25. September 2011, 12:52

augenzeuge hat geschrieben:
.... Man muss dazu wissen, viele DDR-Bürger konnten das ZDF nicht empfangen! Wir bekamen es in Halle nur mit "Gries"....
AZ


Hallo AZ,
nun müßte man wissen wieviel viele sind [laugh]

Was den Fernsehempfang im allgemeinen und im besonderen in der DDR betrifft; auf das "Westfernsehen" bezogen:

Wir hatten in Leipzig, was ja bekanntlich ein wenig weiter weg von der Westgrenze liegt immer ein Top Bild/Ton von ARD/ZDF. Vielleicht lag es auch daran das wir eine gute Antenne hatten?
Yagi-Uda-Antenne; selbst gebaut von mir nach einer Anleitung welche mal in der Zeitschrift "Practic" (Heimwerkerzeitung) stand, genau weiß ich das nicht mehr nach über 40 Jahren. Jedenfalls war es eine 15 Elemente-Antenne Hier ein Bild eine etwas kleineren Später baute ich mir eine kleine, niedliche aber leistungsstarke Antenne welche in der Zeitschrift "Funkamateur", so gegen 1975/76, vorgestellt wurde.
Nachdem die Antenne gebaut und auf dem Dach montiert war, musste in der ersten Zeit ein separater UHF-Converter her, ungefähr so einer, weil die Fernseher der 60er Jahre in der DDR nur für den VHF Empfang (ARD und DDR1) ausgelegt waren.
Ein stabiler Empfang war damit im Prinzip gewährleistet, ja wenn da nicht die lästigen Spannungsschwankungen im Stromnetz gewesen wären.
Also wurde noch ein "Spannungsregler", richtig Stelltransormator vorgeschaltet und dem Sehvergnügen waren keine Grenzen gesetzt. Klasse Bild und Ton und nachdem es Farbig wurde dann auch mit dem Farbfernseher stabile Farbbilder.
(Der Spannungsregler war bis 89 in Betrieb und nicht nur wichtig für den Fernseher, auch Tonbandgerät, Kassettendeck und Plattenspieler bevorzugten eine stabile Spannung.)

Voraussetzung für alles war natürlich, sich kümmern, tun und machen und nicht nur rummaulen; geht nich.......

Hier noch die Reichweite von ARD in die DDR, wobei ZDF Reichweiten analog waren Hier

Eine ganz interessante Seite welche sich der Geschichte des Fernsehens in der DDR widmet: DDR Fernsehgeschichte
Ein Nostalgikerherz schlug beim betrachten der alten Flimmerkisten ziemlich höher, fand er doch lückenlos alle Geräte in die er bis 1989 je geschaut hat (BRD ausgenommen).

Gruß
Nostalgiker
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Re: Vor 10 Jahren starb Karl-Eduard von Schnitzler

Beitragvon augenzeuge » 25. September 2011, 14:37

Nostalgiker hat geschrieben:Wir hatten in Leipzig, was ja bekanntlich ein wenig weiter weg von der Westgrenze liegt immer ein Top Bild/Ton von ARD/ZDF. Vielleicht lag es auch daran das wir eine gute Antenne hatten?

Hier noch die Reichweite von ARD in die DDR, wobei ZDF Reichweiten analog waren....

Gruß
Nostalgiker


Hallo Nostalgiker,

ja vielleicht lag es daran auch. Viel wichtiger als die Antenne war die Lage. Im Tal nützte die beste Antenne nichts. Auch wenn Leipzig etwas weiter weg lag, etwas höher gelegen machte man das wett. Darüberhinaus- wir hatten kein eigenes Haus- deshalb waren wir an die Gemeinschaftsantenne der AWG gebunden- und hier hatten wir das Beste, was man bieten konnte. Spannungsschwankungen habe ich dagegen nicht gemerkt.

Aber deine Aussage, ARD war analog wie ZDF zu empfangen...? Ich staune nur, warum dann so viele ein Problem hatten, das ZDF zu empfangen. Gekümmert haben die sich auch. Vielleicht erfahren wir ja hier von anderen Usern aus dem Raum Leipzig mal, wie es bei ihnen war.
AZ
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Re: Vor 10 Jahren starb Karl-Eduard von Schnitzler

Beitragvon nightfire64 » 25. September 2011, 18:18

augenzeuge hat geschrieben: Vielleicht erfahren wir ja hier von anderen Usern aus dem Raum Leipzig mal, wie es bei ihnen war.
AZ



Jörg, bevor wir 81 nach Grünau gezogen sind, haben wir ja im Osten von Leipzig gewohnt und da hatte jede Mietpartei ihre eigene Antenne auf dem Dach und an unserer Antenne waren Verstärker. Diese wurden in regelmäßigen Abständen geklaut, was meine Mutti bald in Wahnsinn getrieben hat. [mad]

Jedenfalls hatten wir auch ARD/ ZDF und wenn es ganz gut kam, auch den Bayern, da kam Mittwoch‘s immer der Gruselfilm und dort habe ich meinen ersten Werwolf Film gesehen, Grusel pur. [angst]

Aber wie das jetzt technisch alles richtig hieß, sorry, ich bin ein Mädchen und für mich war nur der Empfang wichtig.

LG Kerstin
nightfire64
 

Re: Vor 10 Jahren starb Karl-Eduard von Schnitzler

Beitragvon ex-maja64 » 25. September 2011, 18:36

ARD und ZDF hatten nicht die gleichen Sendeleistungen und kamen auch von unterschiedlichen Sendern. So kam das ARD im Süden der DDR von den Sendern Kreuzberg in der Rhön und vom Ochsenkopf im Fichtelgebirge, dass ZDF von den Sendern Hof, Coburg, Rhön, Würzburg und Spessart, zumindest auf 800m NN bei mir im Thüringer Wald.
Mit Verstärkern versuchte man die 3. Programme etwas besser herein zubekommen, dass waren bei mir das Bayerische, das Hessische und das Norddeutsche aus dem Harz.
Antenne mußte nicht aufs Dach, es langte wenn sie sich im Dachboden befand.

Hat zwar nichts mehr mit Sudelede und Westempfang in Leipzig zutun. Aber ich fühlte mich als Fast-Leipziger angesprochen. [flash]



Mario
ex-maja64
 

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