die Kriege der USA

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die Kriege der USA

Beitragvon Gerd Böhmer » 12. März 2025, 15:46

Gestern Abend lief ja auf arte die Dokumentation "die Kriege der USA" - vorweg, es war durchaus gut aufgemacht und auch realistisch.
Seit den Unabhängigkeitskriegen in den 1780-er Jahren befinden sich die USA fast ständig im Kriegszustand, was in dieser Dokumentation auch dargestellt wurde. Angefangen bei der Eroberungen in Nord- und Lateinamerika, den Kriegen gegen England, Frankreich und Spanien, über die Sezessionskriege, die Kriege gegen die Ureinwohner im 19-ten Jahrhundert, über die Aktivitäten im indopazifischen Raum in den ersten Jahren des 20-ten Jahrhunderts, die Ereignisse des ersten und zweiten Weltkrieges bis hin zu den Aktivitäten der USA nach dem zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart. Dabei wurden einige Aktivitäten auch durchaus kritisch betrachtet.
Ist wohl noch in der Mediathek abrufbar, ansonsten auch unter "die Militäroperationen der USA"
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Re: die Kriege der USA

Beitragvon Gerd Böhmer » 15. Januar 2026, 15:38

ich greife das Thema auf Grund einiger aktueller Vorgänge, speziell um Grönland einmal auf:
Von Alaska bis Mexiko: So viele Gebiete haben die USA bereits gekauft - 14.01.2026, 13:30 Uhr
Können die USA Grönland einfach den Dänen abkaufen? In den USA gibt es diese Gedankenspiele bereits. Es wäre nicht das erste Mal, dass die Amerikaner Geld in die Hand nehmen, um ihr Territorium zu vergrößern.
- 1819: Florida-Vertrag mit Spanien regelt Grenzen in Nordamerika,
- 1848: USA verleiben sich von Mexiko Kalifornien und Co. ein,
- 1867: Von Russland erhalten die USA Alaska,
- 1917: Strategisch wichtige Jungferninseln von Dänemark gekauft.

weiter in dem Beitrag von ntv unter https://www.n-tv.de/politik/So-viele-Gebiete-haben-die-USA-bereits-gekauft-id30239424.html;
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Re: die Kriege der USA

Beitragvon pentium » 15. Januar 2026, 15:57

Irgendwie ein seltsamer Artikel von ntv...Man könnte den Eindruck gewinnen, die USA sind damals in Russland und Frankreich vorstellig geworden um diese zum Verkauf von Alaska und Louisiana zu nötigen?
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
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Re: die Kriege der USA

Beitragvon Gerd Böhmer » 15. Januar 2026, 16:29

pentium hat geschrieben:Irgendwie ein seltsamer Artikel von ntv ... Man könnte den Eindruck gewinnen, die USA sind damals in Russland und Frankreich vorstellig geworden um diese zum Verkauf von Alaska und Louisiana zu nötigen ?

Nunja so seltsam ist der Beitrag nicht einmal, da waren schon diplomatische Drohungen vorausgegangen. Im Falle von Florida war es das Ergebnis der Seminolenkriege von 1817/18, dem nachfolgenden Adams-Onís-Vertrag von 1819 zwischen den USA und Spanien, von Kalifornien und Texas führte es 1846 zum mexikanisch-amerikanischen Krieg, der bis 1848 andauerte.
Ansonsten, wie war das mit der Kanonenbootpolitik ?
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Re: die Kriege der USA

Beitragvon pentium » 15. Januar 2026, 16:41

Gerd Böhmer hat geschrieben:
pentium hat geschrieben:Irgendwie ein seltsamer Artikel von ntv ... Man könnte den Eindruck gewinnen, die USA sind damals in Russland und Frankreich vorstellig geworden um diese zum Verkauf von Alaska und Louisiana zu nötigen ?

Nunja so seltsam ist es nicht einmal, da waren schon Drohungen vorausgegangen. Im Falle von Florida war es das Ergebnis der Seminolenkriege, dem nachfolgenden Adams-Onís-Vertrag von 1819 zwischen den USA und Spanien, von Kalifornien und Texas führte es 1846 zum mexikanisch-amerikanischen Krieg, der bis 1848 andauerte.
Ansonsten, wie war das mit der Kanonenbootpolitik ?


Was für Kanonenboote? Der Zar brauchte Geld und hat Alaska an die USA verkauft. Finanzielle Schwierigkeiten in Russland, der Wunsch, Alaska nicht den Briten in die Hände fallen zu lassen, und die geringen Profite des Handels mit Siedlern in Alaska trugen zum russischen Vorhaben bei, die Besitztümer in Nordamerika zu verkaufen. Der US-Außenminister William H. Seward leitete den Kauf Alaskas am 9. April 1867 für 7,2 Millionen Dollar (entsprach 2016 inflationsbereinigt etwa 160 Millionen Dollar) ein. Alaska und das benachbarte Yukon-Territorium in Kanada waren im 19. Jahrhundert der Schauplatz eines Goldrauschs und blieben auch nach dem Erlöschen der Goldreserven ein bedeutendes Gebiet für den Bergbau. Am 7. Juli 1958 unterzeichnete US-Präsident Dwight D. Eisenhower den Alaska Statehood Act und bereitete damit den Weg für Alaskas Aufnahme in die Vereinigten Staaten als 49. Bundesstaat am 3. Januar 1959.

Keine Kanonenboote...

Warum verkaufte Frankreich Louisiana?

Den Verkauf von Louisiana nutzte Napoleon als Geste des guten Willens gegenüber den USA und als strategischen Schachzug gegen die Briten. Ein starkes Amerika konnte als Puffer gegen Britannien dienen, wenn der unvermeidliche Entscheidungskampf kommen würde.

Siri dazu:
Der "Louisiana-Verkauf" (Louisiana Purchase)
1803 war der massive Landkauf der USA von Frankreich, der das Territorium der Vereinigten Staaten durch den Erwerb des Gebiets westlich des Mississippi verdoppelte und fast ein Viertel des heutigen US-Staatsgebiets ausmachte. Napoleon Bonaparte verkaufte das riesige Gebiet für 15 Millionen US-Dollar, um Kriege zu finanzieren und die Westexpansion der USA voranzutreiben, was die Grundlage für die Expansion bis zum Pazifik schuf.


Keine Kanonenboote in Sicht...die mit den Kanus hat man nicht gefragt.
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Re: die Kriege der USA

Beitragvon Gerd Böhmer » 15. Januar 2026, 16:53

Deine Argumentation ist an der Stelle nicht von der Hand zu weisen, zum Stichwort Kanonenbootpolitik
oder Kanonenbootdiplomatie ist eine Form der Machtprojektion, bei der eine starke Seemacht ihre militärische Stärke, oft durch das Entsenden von Kriegsschiffen (Kanonenbooten), einsetzt, um kleinere Staaten unter Druck zu setzen und eigene Interessen durchzusetzen, ohne direkt Krieg zu führen; sie war typisch für den Imperialismus (19./frühes 20. Jh.) und erlebte nach 1945 eine Renaissance, beispielsweise bei Kolonialmächten oder im Kalten Krieg.

Der Einsatz von Flugzeugträgern der USA rund um den Globus könnte auch als Kanonenbootpolitik verstanden werden, siehe Venezuela.
Aktuell unter dem Aspekt der Lage um Grönland könnte es auch unter dem Aspekt "und bist Du nicht willig, so brauche ich Gewalt" verstanden werden.
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