Der verlogene Antifaschismus der DDR hat gesiegt

Wie waren die politischen Systeme der beiden deutschen Staaten zur Zeit des Kalten Krieges? Wo waren die Unterschiede? Gab es Gemeinsamkeiten?
Wie wurde die Politik auf beiden Seiten vermittelt?

Der verlogene Antifaschismus der DDR hat gesiegt

Beitragvon augenzeuge » 10. Februar 2015, 22:33

Frau Lengsfeld zeichnet die Entwicklung der Antifa-Bewegung nach. Und sie zeigt die Verbundenheit der Linken mit der Antifa..... [shocked]
Letztlich zieht sie ein erschreckendes Resümee.

http://www.freiewelt.net/der-verlogene- ... -10054138/

AZ
Freiheit ist ein Gut, das durch Gebrauch wächst und durch Nichtgebrauch dahinschwindet. Keiner darf für sich den Besitz der Wahrheit beanspruchen, sonst wäre er unfähig zu Kompromiß und überhaupt zu Zusammenleben.
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Re: Der verlogene Antifaschismus der DDR hat gesiegt

Beitragvon Wolfsblut » 11. Februar 2015, 08:42

Tja.... Wobei es Faschismus nie in Deutschland gegeben hatte, sondern nur ab den 20'er Jahren des letzten Jahrhunderts unter Mussolini in Italien bis 1945

Die nazis selber haben sich nie als Faschisten bezeichnet, sondern als national Sozialisten.....
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Re: Der verlogene Antifaschismus der DDR hat gesiegt

Beitragvon Janko » 11. Februar 2015, 18:48

Interessant....nur, ......es ist eben nicht immer drin was drauf steht
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Re: Der verlogene Antifaschismus der DDR hat gesiegt

Beitragvon Interessierter » 20. November 2015, 12:08

Der Faschismus-Vorwurf als Waffe der SED in der DDR gegen Oppositionelle und seine Wiederkehr heute

Wer im September/Oktober 2015 Obergrenzen für nach Deutschland einreisende Flüchtlinge gefordert hat, wurde schnell zu einer Unperson erklärt, die den „rechten Rand“ bediene. Das galt und gilt beispielsweise für AFD- und CSU-Politiker. Als jedoch ein Politiker der Linken, der ehemalige SPD-Vorsitzende Oskar Lafontaine vor kurzem, im November 2015, ebenfalls eine Obergrenze für Flüchtlinge forderte, so bedeutete dies, z.B. die Süddeutsche Zeitung „nur“, daß Lafontaine seiner Partei in den Rücken gefallen sei.

Hier haben wir im Kern den Faschismus-Vorwurf in neuer Form: Wer rechtsradikal ist, oder dies fördert, bestimmen die Machthaber und die medialen Helfer. Mit der Diffamierung als Faschist (Rechtsradikaler), wird heute in erheblichem Umfang Diskreditierung betrieben. Und dieses Instrument zur Bekämpfung Andersdenkender stammt aus dem Waffenarsenal der SED.

Zur Geschichte

Es war schon früh in der sowjetischen Besatzungszone klar, daß die von der Besatzungsmacht gestützte KPD keine demokratischen Mehrheiten erreichen würde. Und auch die Zwangsvereinigung mit der SPD Anfang 1946 änderte nichts daran. Die SED konnte in demokratischen Wahlen nicht gewinnen.

Andererseits hatte Walter Ulbricht, faktisch erster Mann von KPD und später SED, schon früh nach den Erinnerungen von Wolfgang Leonardt, einem Mitglied der aus der Sowjetunion im April 1945 eingeflogenen Gruppe Ulbricht, die Strategie in SBZ und DDR formuliert: „Es muß demokratisch aussehen, aber wir müssen alles in der Hand behalten“.


Ein weiteres, wichtiges Instrument der SED war der Faschismus- Vorwurf. Angesichts der Verbrechen des zusammengebrochenen NS- Staates war dies von Anfang an eine schwerwiegende Anschuldigung mit hoher moralischer Kraft.

Der Faschismus-Vorwurf wurde schon früh, 1945/46 im Rahmen der Boden- und Industriereform auch als Kampf instrumentalisiert zur Bekämpfung des politischen Gegners (Werkentin, 1997, Neubert, 1998).

Der ehemalige Bürgerrechtler Reinhard Schult beschreibt das Wirken des ehemaligen DDR-Armeegenerals und Verteidigungsministers H. Kessler auch noch im Jahr 2010 (Schult, 2011). Viele Länder im ehemaligen Einflussbereich der Sowjetunion hatten nach 1990 sowjetische „Befreiungsdenkmale“ abgebaut. So beispielsweise in den Baltischen Republiken, die während der sowjetischen Besetzung 1940 und dann nach 1945 vielfältige Repressionen und Deportationen erlebten.
Originalton Kessler dazu (n. Schult, 2011): „Es tut mir weh, es berührt mich aufs tiefste, wenn sich reaktionäre, im Grunde faschistische Kräfte in Ländern, die einmal zur Sowjetunion gehörten, zu solchen Schandtaten finden. Sie wollen den 8. Mai 1945 vergessen machen.“Hier wird Antifaschismus als Legitimierung des Sowjetsystems verwendet und alles was dem entgegensteht, ist Faschismus.


Der vollständige interessante und längere Beitrag hier:
http://www.freiewelt.net/blog/der-fasch ... -10064422/

Andersdenke waren in der DDR Faschisten und selbst die Mauer war ein " antifaschistischer Schutzwall ", wie am 13. August 1962 ein Offizier der Stasi ( wahrscheinlich in Uniform der GT ) meinte mir erklären zu müssen.
Dabei vergaß er wohl völlig, dass sämtliche Sperren freundwärts wirkten und somit die Faschisten wohl dann die eigenen Bürger hätten gewesen sein müssen. [flash]
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Re: Der verlogene Antifaschismus der DDR hat gesiegt

Beitragvon Interessierter » 27. März 2017, 11:18

Buchenwald-Gedenken - Mythen und Lügen des DDR-Antifaschismus

Die Logik war schlicht, die Rhetorik scharf: Die DDR sei ein Hort des Antifaschismus, die BRD eine gefährliche Brutstätte für Kriegstreiber. Doch rund um das Konzentrationslager Buchenwald und den berühmten Roman "Nackt unter Wölfen" wucherten Mythen und Lügen.

Für einen über Hundertjährigen gibt es nicht mehr viele Pflichttermine. Der 11. April hingegen ist für Marko Feingold ist er ein Muss, denn an diesem Tag wurde das Konzentrationslager Buchenwald befreit. Zum 70. Jahrestag, da war Feingold 102 Jahre alt, fuhr er wieder nach Weimar, von dort aus auf den Ettersberg. Neben dem Glockenturm von Buchenwald hielt er seine Rede. Frei, ohne Blatt, ohne Stock. Sichtbar aufgewühlt. Denn er war sich bewusst, dass das, was er sagte, nicht viele hören wollten: Dass das KZ Buchenwald von der US-Armee befreit wurde. Dass die Häftlinge sich nicht selbst befreit haben:

"70 Jahre habe ich gelitten unter der Lüge, die Häftlinge von Buchenwald hätten sich selbst befreit. Nur wer wie ich in Buchenwald war, der wird von dieser Selbstbefreiung nichts wissen. Ihr könnt beruhigt sein, ich gehe auf keine Politik ein. Das einzige, was ich sagen muss und gestehen muss: Als Nicht-Kommunist war mir das Leben in Buchenwald nicht sehr angenehm gestaltet, hatte ich immer Nachteile, auch nach dem Krieg. Aber es spielt keine Rolle, es muss die Wahrheit gesagt werden. Es ist kein Schuss geschehen. Das wäre ja auch nicht möglich. Auf wen hätten wir schießen sollen? Ab vormittags um halb elf gab es ja gar keine SS mehr hier. Weder auf den Türmen, noch im Lager."

Der über hundertjährige Jude aus Wien kämpft für die Wahrheit. Bis heute. Bis zum Fall des Eisernen Vorhangs war das nicht ungefährlich:

Der vollständige Beitrag hier:
http://www.deutschlandradiokultur.de/bu ... _id=344339
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Re: Der verlogene Antifaschismus der DDR hat gesiegt

Beitragvon Interessierter » 24. Oktober 2017, 13:17

Rechtsextreme Frauen in der DDR – „Angeblich friedliebend“

Henrike Voigtländer, die Historikerin und Kuratorin einer Berliner Ausstellung erklärt im Interview, wie Geschlechterrollen die Aufklärung rechter Verbrechen bis heute verhindern.

Eine Ausstellung zu rechtsextremen Frauen in der DDR – das klingt erstmal ungewöhnlich. Rechtsextremismus in der DDR wird selten thematisiert und rechtsextreme Frauen wurden von der Forschung lange Zeit wenig beachtet. Die Fachstelle Gender und Rechtsextremismus der Amadeu Antonio Stiftung will diesen Teil der deutschen Geschichte nun beleuchten. In der Ausstellung „Rechtsextreme Frauen in der DDR der 1980er Jahre im Blick von MfS und Polizei“ zeigt sie seit Dezember Recherchen aus der Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU). Vier Fallbeispiele behandeln die Biografien rechtsextremer Frauen und den Umgang der Behörden mit ihnen. Wir haben die Kuratorin und Historikerin Henrike Voigtländer interviewt.


ze.tt: Im Selbstbild der DDR war der Faschismus ausgemerzt. Wie können wir uns die Existenz von Rechtsextremismus in der DDR also vorstellen?

Henrike Voigtländer: In der offiziellen Vorstellung der DDR sollte es Rechtsextremismus nicht geben. Trotzdem gab es über das ganze Bestehen der DDR hinweg rechtsextreme Einstellungen und Gewalttaten. Zum Beispiel äußerte sich das in Schmierereien von Hakenkreuzen und in der Schändung von jüdischen Friedhöfen schon seit Ende des Zweiten Weltkriegs. In den 1970er Jahren kam es dann zu einem starken Anstieg von Gewalt vor allem gegenüber Menschen mit Migrationshintergrund. Es formierten sich organisierte Gruppen, zum Beispiel entstand in Berlin Lichtenberg aus der Gruppe „Lichtenberger Front“ Anfang der 1990er Jahre die erste rechtsextreme Partei der DDR, die „Nationale Alternative“. Insgesamt gab es während der Bestehenszeit der DDR aufgrund rechtsextremer Gewalttaten zwölf Tote.


ze.tt: Aus welchen Gesellschaftsgruppen kamen die rechtsextremen Personen?

Henrike Voigtländer: Aus ganz unterschiedlichen Milieus. Auffällig waren aber zum Beispiel die rechtsextremen Skinheads, welche Vertragsarbeiter*innen aus Mosambik oder Vietnam verprügelten. Es gab aber auch ältere Menschen mit antisemitischen Einstellungen: Ein Fall der Ausstellung ist die 50-jährige Hilde K., die Hakenkreuze im Stadtpark ihres Wohnortes malte und russenfeindliche Sprüche verteilte. Eben nicht nur der Neonazi mit Springerstiefeln vertrat rechtsextreme Vorstellungen. Skinheads waren aber eher auf dem Radar der Polizei, weil sie an ihrer Mode erkennbar waren.


ze.tt: Wie ging man in der DDR mit Rechtsextremismus um?


Henrike Voigtländer: Rechtsextremismus wurde nicht in seiner Gefahr wahrgenommen, sondern unterschätzt und als Jugendphänomen verharmlost. Die Täter wurden als Einzelpersonen am Rande der Gesellschaft missverstanden, psychopathologisiert oder generell als „Nicht-Angepasste“ eingeschätzt. Ende der 1980er kann man dann von einer Zäsur sprechen. Denn da kam es zu einem Überfall auf ein Rockkonzert in Ostberlin von rechtsextremen Skinheads auf Punks und alternative Menschen, wo das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) und die Polizei nicht eingriffen. Es wurde aber von Westmedien darüber berichtet, sodass die DDR das Bestehen von Rechtsextremismus nicht mehr leugnen konnte. Rechtsextreme wurden ab diesem Moment stark beobachtet und verfolgt, es kam zu einer Verhaftungswelle.
Das ist das klassische Stereotyp, Frauen seien angeblich friedliebend oder unpolitisch und deswegen nicht gefährlich.

Die Fortsetzung des Interviews hier:
http://www.amadeu-antonio-stiftung.de/a ... n-der-ddr/
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