Die DDR war von Beginn an ein Lügenstaat

Wie waren die politischen Systeme der beiden deutschen Staaten zur Zeit des Kalten Krieges? Wo waren die Unterschiede? Gab es Gemeinsamkeiten?
Wie wurde die Politik auf beiden Seiten vermittelt?

Re: Die DDR war von Beginn an ein Lügenstaat

Beitragvon Merkur » 4. Mai 2017, 06:46

Kumpel hat geschrieben:Das man sich nicht selbst lächerlich erscheint angesichts dieser völlig unangebrachten Vergleiche.


Entspricht er nicht den Tatsachen?
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Re: Die DDR war von Beginn an ein Lügenstaat

Beitragvon Merkur » 4. Mai 2017, 07:57

steffen52 hat geschrieben:Wie viele Wehrmachts-Offizier haben die NVA mit aufgebaut
Gruß steffen52


Klar haben auch Wehrmachtsoffiziere, 400 insgesamt, die NVA mit aufgebaut aber eben auch eine ganze Reihe von Antifaschisten oder militärischen Neulingen. Bei der Bundeswehr stammten die Offiziere fast ausnahmslos aus der Wehrmacht.
Wenn ich mir vor Augen führe, dass 1959 von 14.900 Bundeswehroffizieren insgesamt 12.360 bei der Reichswehr oder der Wehrmacht zu Offizieren ernannt wurden und 300 der Waffen-SS entstammen, reden wir hier von wesentlich anderen Dimensionen.
Und hinzu kommt, dass viele der am Aufbau der NVA beteiligten Offiziere nicht noch 1945 für den Endsieg gekämpft haben.
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Re: Die DDR war von Beginn an ein Lügenstaat

Beitragvon Volker Zottmann » 4. Mai 2017, 10:20

Merkur hat geschrieben:Und hinzu kommt, dass viele der am Aufbau der NVA beteiligten Offiziere nicht noch 1945 für den Endsieg gekämpft haben.


Dafür durften sie aber die alten Wehrmachtsuniformen bis 1989 auftragen. Ist doch auch schon mal bezeichnend, dass ausgerechnet die DDR am alten Schnitt festhielt. Dazu passend wurden noch die Pimpfe und die HJ abgekupfert....
Aber sonst waren wir aus völlig neuem Stahl! [zunge]

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Re: Die DDR war von Beginn an ein Lügenstaat

Beitragvon Interessierter » 4. Mai 2017, 10:24

Das Thema ist aber hier die DDR. Wenn da nicht mehr kommt, als den Hinweis auf die Bundesrepublik, so ist das ja sehr wenig oder wie so oft der Versuch, vom eigentlichen Thema abzulenken. Es steht jedem frei, zur BRD ein eigenes Thema zu eröffnen!

Freya Klier liegt doch völlig richtig mit ihrer Aussage. Mit dem Hinweis auf die Bundesrepublik kann man das nicht entkräften. Worte wie Hauptstadt der DDR und Antifaschismus wurden doch mehr als inflatorisch gebraucht.

Selbst noch 1961 baute man einen " Antifaschistischen Schutzwall " dessen Anlagen einzig und allein dazu diente, die eigenen Bürger einzumauern, bzw. zu verletzen oder zu töten.

Wer 2017 immer noch nicht begriffen hat, wie menschenverachtend, unfrei und diktatorisch diese DDR war, der begreift es nie und wird auch weiter versuchen, dieses SED - Regime schönzureden.

Da verweise ich doch gerne auf diesen Link über Schäden durch die SED - Nomenklatura:
viewtopic.php?f=151&t=9801&p=258110#p258110
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Re: Die DDR war von Beginn an ein Lügenstaat

Beitragvon Nostalgiker » 4. Mai 2017, 10:27

Übe das noch ein bisschen; das mit den Verweisen ....
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Re: Die DDR war von Beginn an ein Lügenstaat

Beitragvon HPA » 4. Mai 2017, 10:50

Merkur hat geschrieben:
steffen52 hat geschrieben:Wie viele Wehrmachts-Offizier haben die NVA mit aufgebaut
Gruß steffen52


Klar haben auch Wehrmachtsoffiziere, 400 insgesamt, die NVA mit aufgebaut aber eben auch eine ganze Reihe von Antifaschisten oder militärischen Neulingen. Bei der Bundeswehr stammten die Offiziere fast ausnahmslos aus der Wehrmacht.
Wenn ich mir vor Augen führe, dass 1959 von 14.900 Bundeswehroffizieren insgesamt 12.360 bei der Reichswehr oder der Wehrmacht zu Offizieren ernannt wurden und 300 der Waffen-SS entstammen, reden wir hier von wesentlich anderen Dimensionen.
Und hinzu kommt, dass viele der am Aufbau der NVA beteiligten Offiziere nicht noch 1945 für den Endsieg gekämpft haben.


Na, blenden wir da den Vorgänger der NVA , die KVP bewusst aus? [flash] Da waren es 85%

Und im Gegensatz zur KVP/ NVA hat die Bundeswehr auch nie einen Hehl daraus gemacht, ehemalige Wehrmachtsangehörige in ihren Reihen zu haben bzw dass die BW von diesen aufgebaut wurden.

Aber stimmt, stramme Wehrmachtsgeneräle mutierten ja dann dank NKFD und Co zu wackeren Antifaschisten...und auch auf die Expertise des Wehrmachstgenerals Vincenz Müller konnte und wollte man weder bei der KVP noch bei der NVA verzichten

Naja, wenn ich mir in Erinnerung rufe , dass man sich ja noch nicht mal zu fein war, dem " Blutigen Ferdinand " eine Offerte zum Dienen in der NVA zu unterbreiten...
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Re: Die DDR war von Beginn an ein Lügenstaat

Beitragvon Beethoven » 4. Mai 2017, 11:00

Es lag im Interesse der SED-Führung, die militärischen Führungskader mit linientreuen Genossen zu besetzen, die gleichzeitig militärische Führungserfahrung vorzuweisen hatten. Solche Genossen wären idealerweise KPD-Funktionäre oder doch zumindest erfahrene Mitglieder aus der Weimarer Zeit gewesen, die als Angehörigen des paramilitärischen Rotfrontkämpferbundes, als Kämpfer der Internationalen Brigaden im spanischen Bürgerkrieg oder direkt in den Reihen der Roten Armee, sei es als Überläufer oder als in den 1930ern exilierter Genosse, gedient hatten. Auch ehemalige Mitglieder des Nationalkomitees Freies Deutschland und des Bundes der Offiziere waren gefragt. Nur waren solche biographischen Konstellationen selten, viele der KPD-Genossen mit Kampferfahrung hatten die Konzentrationslager und den Kampf an der Front auch nicht überlebt. 1948 dienten zwar noch etwa 40 Spanienkämpfer in Polizeibehörden oder im Innenministerium, aber nur wenige nahmen Führungsaufgaben wahr. Somit konnten nicht allen offenen Führungsstellen mit qualifizierten Kadern besetzt werden, auch wenn in den Aufbaujahren die militärischen und fachlichen Qualifikationen teils hintenan gestellt wurden.

Dies konnte jedoch nicht von Dauer sein. Gerade in den Stäben, an den Offiziersschulen und bei theoretischen Aufgaben wie der Ausarbeitung von Dienstvorschriften und Ausbildungsanleitungen war eine militärische Ausbildung und Führungserfahrung notwendig. Daher griff die SED-Führung beim Aufbau der Kasernierten Volkspolizei und Volksarmee auf altgediente Generale und Offiziere der Reichswehr und späteren Wehrmacht zurück. So wurden die ehemaligen Wehrmachts-Generale Rudolf Bamler, Arthur Brandt, Walter Freytag, Vincenz Müller, Hans von Weech sowie Hans Wulz bereits frühzeitig in den aktiven Dienst der bewaffneten Organe übernommen.

Beim Übergang von der KVP zur NVA 1956 dienten noch vier ehemalige Generale der Wehrmacht. Insgesamt dienten in der NVA in dieser Gründungsphase noch 500 ehemalige Offiziere der Wehrmacht aller Dienstgrade. Von diesen erreichten mehr als zwölf einen Generals- oder Admiralsrang innerhalb der bewaffneten Organe. Am 15. Februar 1957 beschloss das Politbüro des ZK die Entfernung ehemaliger Wehrmachts- und Reichwehroffiziere bis Jahresende durch vorzeitigen Ruhestandseintritt oder Versetzung in die Reserve. Im März 1964 dienten noch 67 ehemalige Wehrmachtsoffiziere in allen Teilstreitkräften der DDR. Im Herbst 1958 wurde Generalmajor Hans Wulz als letzter Wehrmachtsgeneral entlassen.


Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia ... le_der_NVA

Da ist ein weiterer Vergleich wohl nicht mehr nötig. [hallo]
Zuletzt geändert von Beethoven am 4. Mai 2017, 11:04, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Die DDR war von Beginn an ein Lügenstaat

Beitragvon Merkur » 4. Mai 2017, 11:02

HPA hat geschrieben:Na, blenden wir da den Vorgänger der NVA , die KVP bewusst aus?


Nö, warum sollte ich? @steffen52 schrieb explizit von der NVA und nicht von der KVP. Und darauf habe ich geantwortet. Falls ich seine Frage bzgl der KVP überlesen habe, kannst Du mir die Textstelle gern zeigen.[hallo]
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Re: Die DDR war von Beginn an ein Lügenstaat

Beitragvon HPA » 4. Mai 2017, 11:09

Nun, da die KVP den Charakter einer Streitkraft und nicht einer reinen Polizei halte ist es das durchaus wert erwähnt zu werden.
Auch die Volksmarine leistete sich mit Heinz Neukirchen einen ehemaligen NSFO und ein ehenaliger Obersturmführer der Waffen-SS brachte es immerhin zum Divisionskommandeur.

Vom ersten Präsidenten des Obersten Gerichts oder des ersten Generalstaatsanwaltes der DDR ganz zu schweigen. Diese standen einem Hans Globke oder einem Roland Freisler kaum nach.

Letzterer , nämlich Melsheimer , war hier schon mal Thema.

Erst die Treuemedaille vom Führer, dann den Vaterländischen Verdienstorden von Ulbricht. [flash]
Zuletzt geändert von HPA am 4. Mai 2017, 11:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die DDR war von Beginn an ein Lügenstaat

Beitragvon HPA » 4. Mai 2017, 11:17

andr.k hat geschrieben:
Interessierter hat geschrieben:Gegen das Vergessen ...


Die Gesamtzahl der NS-Urteile in der ehemaligen DDR beläuft sich auf 9 566.


Sind da die 3324 " Urteile" der Waldheimer Prozesse eingerechnet?
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Re: Die DDR war von Beginn an ein Lügenstaat

Beitragvon Kumpel » 4. Mai 2017, 12:29

Bemerkenswert mal wieder , wie hier die DDR Verteidiger mit Hilfe der altbekannt abgeleierten Naziaufarbeitungskeule versuchen von den verlogenen
gesellschaftlichen Verhältnisse in der DDR wie sie Frau Klier deutlich benennt ab zu lenken.
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Re: Die DDR war von Beginn an ein Lügenstaat

Beitragvon Merkur » 4. Mai 2017, 12:59

Kumpel hat geschrieben:Bemerkenswert mal wieder , wie hier die DDR Verteidiger mit Hilfe der altbekannt abgeleierten Naziaufarbeitungskeule versuchen von den verlogenen
gesellschaftlichen Verhältnisse in der DDR wie sie Frau Klier deutlich benennt ab zu lenken.


Man muss doch nicht Ihrer Meinung sein. Wenn man dann seine eigene Meinung kundtut und noch mit Fakten unterfüttert, wird es doch eine ganz spannende Diskussion. Ich mag die Diskussion gegen den Strom und fordere gern mal die Meinung der Anderen heraus. [wink]
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Re: Die DDR war von Beginn an ein Lügenstaat

Beitragvon Kumpel » 4. Mai 2017, 13:09

Mit Meinung kund tun hat das was du hier beiträgst ja nun wahrlich weniger zu tun.
Eine Motivation oder Meinung kann man hinter deinen Whataboutism-Beiträgen ja lediglich vermuten.
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Re: Die DDR war von Beginn an ein Lügenstaat

Beitragvon Beethoven » 4. Mai 2017, 14:33

So ein, entschuldigt bitte, Unfug.

Jeder der hier schreibt und nicht gerade nur Quellen einsetzt, lieber Kumpel, schreibt seine Meinung. Selbst Du tust dies, vermute ich wenigstens.

Trennung

Ich kenne Admiral Neukirchen noch persönlich, wenn auch nur als kleiner Junge.
Ich weiß nicht HPA ob Du es weist, in der Wehrmacht und auch in der Marine, wurden ab 43 / 44 die NSFO befohlen. Ich vermute, dass Neukirchen auch so ein Fall war.
Auf jeden Fall war er lange kein Mitglied der SED und trotzdem Stabschef der Volksmarine.

Ältere Marineoffiziere der Volksmarine der NVA "schwärmten" noch lange nach seinem Ausscheiden aus der Volksmarine von ihm. Er muss wohl ein besonderer Vorgesetzter gewesen sein.

Es ist eigentlich müßig, hier ehemalige Offiziere gegeneinander aufzuzählen. In der NVA waren dies, auch im Verhältnis gesehen, nicht annähernd so viele wie in der BW. Und hätte man, so es oben schon zu lesen ist, auf mehr militärisch geschulte Kommandeure die nicht in der Wehrmacht gedient haben, zurück greifen können, so hätte man keine vorbelasteten Militärs in die KVP / NVA geholt. Und jeden den man mit dem Aufbau der Straitkräfte betraute und der Offizier oder gar General der Wehrmacht gewesen ist, hat man genauestens überprüft. Ein Vergleich mit mit dem menschlichen Schwein Freisler und dem KT-Baumeister Globke, ist doch etwas sehr, sehr weit hergeholt. Ich nehme das mal als bewußte Provokation von Dir, die weit unter der Gürtellinie liegt.

Freisler oder Globke, wären in der DDR verurteilt worden.
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Re: Die DDR war von Beginn an ein Lügenstaat

Beitragvon HPA » 4. Mai 2017, 15:15

Kumpel hat geschrieben:Mit Meinung kund tun hat das was du hier beiträgst ja nun wahrlich weniger zu tun.
Eine Motivation oder Meinung kann man hinter deinen Whataboutism-Beiträgen ja lediglich vermuten.


whataboutism in serie

und dabei tunlichst ausblenden , dass auch die Bundeswehr und andere Behörden ihre Personalgutachterausschüsse hatten und es eine bspw "lex Schörner" gab, welche dieses " Ungeheuer in Uniform" ( O-Ton FJ Strauss) von jeder weiteren Verwendung ausschloss und ihm auch anfänglich eine Pension verwehrte.

Genau der Schörner ,um den man einst in Dresden buhlte.
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Re: Die DDR war von Beginn an ein Lügenstaat

Beitragvon Merkur » 4. Mai 2017, 15:28

HPA hat geschrieben:Genau der Schörner ,um den man einst in Dresden buhlte.


Beschränke Dich doch einfach auf die wirkliche Historie und nicht auf Dinge, die in der Realität nie stattgefunden haben. War Schörner in Dresden?
Ja oder nein reicht mir als Antwort.
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Re: Die DDR war von Beginn an ein Lügenstaat

Beitragvon HPA » 4. Mai 2017, 15:32

Schörner war sogar zweimal in Dresden ,einmal vor dem Krieg als Taktiklehrer und einmal nach seiner Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft!

Und sogar in Ostberlin hat man ihm den Hof gemacht:

Schörners Entlassung war nicht einfach ein humaner Akt. Die Kommunisten rechneten mit einem Propagandaeffekt. Nach der Ankunft im Ostsektor der ehemaligen Reichshauptstadt wurden Schörner und Voß von den damaligen kommunistischen herrschenden Spitzen recht freundlich empfangen [...] Schörner wurden konkrete Angebote gemacht: Erholung samt Familie in einem der zwölf Kurorte der DDR auf Staatskosten, Überlassung eines persönlichen Wagens mit Fahrer, Literaturtätigkeit in Leipzig oder Dozententätigkeit an der TU Dresden sowie die Einschulungsmöglichkeit für seinen Sohn Peter und eine gutbezahlte Arbeitsstelle für seine Tocher Anneliese [...] Der Zweck all dieser Angebote und Unterredungen war es, Schörner zum Bleiben in der Deutschen Demokratischen Republik zu überreden, wo er "geachtet wird" und wo er auf einem der höchsten Posten in der Nationalen Volksarmee sorglos mit seinen Kindern leben könne, ohne feindselige Ausfälle aus dem Westen zu befürchten. Kurzum, er mußte die Wahl zugunsten des Ostens treffen. Als aber Ulbrichts Bevollmächtigte schließlich verstanden, daß Schörner ein überzeugter Antikommunist blieb und auf all die Angebote nicht einging, wurde ihm erklärt: "Machen Sie sich keine Illusionen, wenn Sie in den Westen zu reisen beabsichtigen. Man wird Sie schon an der Grenze verhaften. Außerdem werden wir unter Einsatz all unserer Mittel und unserer Macht versuchen, jede Arbeit für Sie und Ihre Familie unmöglich zu machen [...] Was Sie im Westen zu erwarten haben, können Sie in den westdeutschen Zeitungen lesen, die Sie hier täglich bekommen!"[38]
Zuletzt geändert von HPA am 4. Mai 2017, 15:38, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die DDR war von Beginn an ein Lügenstaat

Beitragvon Merkur » 4. Mai 2017, 15:36

HPA hat geschrieben:Schörner war sogar zweimal in Drsden, einmal vor dem Krieg und einmal nach seiner Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft!


Und war er nach dem Krieg in Dresden am Aufbau irgendwelcher Organe beteiligt?
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Re: Die DDR war von Beginn an ein Lügenstaat

Beitragvon HPA » 4. Mai 2017, 15:40

Das ist völlig irrelevant. Allein die Tatsache, das der ach so antifaschistische Sektor dem "Blutigen Ferdinand" dieses Angebot machte, spricht Bände!

In Bayern wurde Schörner erstmal weg gesperrt!
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Re: Die DDR war von Beginn an ein Lügenstaat

Beitragvon Merkur » 4. Mai 2017, 15:45

HPA hat geschrieben:Das ist völlig irrelevant.


Für Dich vielleicht, für mich nicht. Letztlich bleibt festzustellen, dass Schörner NICHT am Aufbau der bewaffneten Kräfte in der DDR beteiligt war.
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Re: Die DDR war von Beginn an ein Lügenstaat

Beitragvon Kumpel » 4. Mai 2017, 15:53

Merkur hat geschrieben:Letztlich bleibt festzustellen, dass Schörner NICHT am Aufbau der bewaffneten Kräfte in der DDR beteiligt war.



Nun mag das so richtig sein , allerdings zeigt das taktieren der DDR mit den strammen Nazis wie man es je nach Lage mit dem Antifaschismus hielt.
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Re: Die DDR war von Beginn an ein Lügenstaat

Beitragvon HPA » 4. Mai 2017, 15:58

Merkur hat geschrieben:
HPA hat geschrieben:Das ist völlig irrelevant.


Für Dich vielleicht, für mich nicht. Letztlich bleibt festzustellen, dass Schörner NICHT am Aufbau der bewaffneten Kräfte in der DDR beteiligt war.


Nun, das lag aber eher daran, dass er es nicht wollte und lieber im Westen in den Knast ging. [flash]

Extra nochmal für Dich als Zitat:
Der Zweck all dieser Angebote und Unterredungen war es, Schörner zum Bleiben in der Deutschen Demokratischen Republik zu überreden, wo er "geachtet wird" und wo er auf einem der höchsten Posten in der Nationalen Volksarmee sorglos mit seinen Kindern leben könne, ohne feindselige Ausfälle aus dem Westen zu befürchten.
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Re: Die DDR war von Beginn an ein Lügenstaat

Beitragvon Interessierter » 4. Mai 2017, 16:13

Nun, das lag aber eher daran, dass er es nicht wollte und lieber im Westen in den Knast ging. [flash]


Der Schörner war schlau und sagte sich, besser in der BRD im Knast, als ein Leben im Kommunismus der DDR. [grins]
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Re: Die DDR war von Beginn an ein Lügenstaat

Beitragvon Edelknabe » 4. Mai 2017, 17:32

Erst verführte Freya Klier den sächsischen Landtag ....zu stehenden Ovationen,und das in einer Demokratie wo doch die Kreativität, das Denken des Einzelnen nur ein Maß der Dinge ist. Und eben nicht die Masse als Kollektiv so wie im Sozialismus, dann verführte der Text darüber unseren interessierten, da irgendwie ideologisch schwach zum Link, dann erfolgte des Rainers Kritik doch siehe da, jetzt setzte doch sofort wie bei den Genossen der ehemaligen Volkskammer die kollektive Verbrüderung ein(hier HPA, Augenzeuge, Mara,Volker Zottmann, Kumpel).

Und zwar zum "Wenn wir schreiten Seit an Seite". Und sinngemäß zum " Nieder mit dem Andersdenkenden".Dazu nutzte man Tagebauausdünstungen und andere niedere Argumente,eben um möglichst tief und empfindlich zu treffen. Und genau dies kennen wir doch als gelernte DDR-Bürger,in der Behandlung von Oppositionellen, denn dies führte schon einmal zu einem gesellschaftlichen Umbruch....wars 1989 ? Weil der kollektive Gleichschritt/Gleichklang/Einheitsbrei, er war einfach nicht mehr zu halten.

Also weit sind wir nicht mehr hier im Forum von den alten Fehlern entfernt.

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Re: Die DDR war von Beginn an ein Lügenstaat

Beitragvon SkinnyTrucky » 4. Mai 2017, 21:23

Nou, diesmal ist es aber nicht zentralistisch gelenkt Rainer Maria.... [wink] [smile]


groetjes

Mara
Wenn es heute noch Menschen gibt, die die DDR verklären wollen, kann das nur damit zusammenhängen, dass träumen schöner ist als denken.... (Burkhart Veigel) Bild
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Re: Die DDR war von Beginn an ein Lügenstaat

Beitragvon Kumpel » 5. Mai 2017, 07:10

Edelknabe hat geschrieben:Erst verführte Freya Klier den sächsischen Landtag ....zu stehenden Ovationen,und das in einer Demokratie wo doch die Kreativität, das Denken des Einzelnen nur ein Maß der Dinge ist.



Sind denn heut zu Tage einhellige Zustimmungsbekundungen verboten?
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Re: Die DDR war von Beginn an ein Lügenstaat

Beitragvon augenzeuge » 5. Mai 2017, 07:18

Edelknabe hat geschrieben:Erst verführte Freya Klier den sächsischen Landtag ....


Ich halte fest...Frau Klier muss sehr stark und überzeugend sein, wenn sie einen ganzen Landtag verführen kann. Das sind Kanzlerqualitäten.
Und dieser Landtag natürlich schwach und demütig, der schon bei einer einzigen Frau einknickt.

Am besten man wählt neu. [grins]

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Re: Die DDR war von Beginn an ein Lügenstaat

Beitragvon Edelknabe » 5. Mai 2017, 07:29

Siehe Interessierter mit:

"Sind denn heut zu Tage einhellige Zustimmungsbekundungen verboten?"
textauszug enden

Ne ne Kumpel, Zustimmung geht schon noch, nur nicht gerade gemeinsam das Gehirn dabei abgeben. Oder besser, vor Angst um den gut bezahlten Posten im Landtag aus der Masse nicht ausscheren können so: "Was, der Müller hatte doch bei der Frau Klier nicht geklatscht, das saß nur da und ....also ne...checkt den Müller mal, ob der eventuell zur AFD....?"

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Re: Die DDR war von Beginn an ein Lügenstaat

Beitragvon Edelknabe » 5. Mai 2017, 07:30

Oh entschuldigt....der Kumpel war es....und nicht der Interessierte.

Rainer hat es schon berichtigt
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Re: Die DDR war von Beginn an ein Lügenstaat

Beitragvon Interessierter » 5. Mai 2017, 08:04

Ne ne Kumpel, Zustimmung geht schon noch, nur nicht gerade gemeinsam das Gehirn dabei abgeben.


Solche Beiträge lesend, stellt sich mir die Frage, ob es sein kann, dass Manche nichts abzugeben haben?
Auch aus Steinen die einem in den Weg
gelegt werden,
kann man was schönes bauen
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