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Auch diese Veränderung der Quantität bis zur Unerträglichkeit wird zu einer neuen Qualität führen, dass ist unvermeidlich und so sicher wie das Amen in der Kirche.![Mannoman [flash]](./images/smilies/flash.gif)
War das System Lenins und Stalins in sich veränderbar, ohne den Kern des Kommunismus aufzugeben, aus dem es nun mal bestand?
Leonhard: Am 23. August 1939 waren wir, eine Gruppe von inzwischen schon recht erwachsenen 17- bis 18jährigen, im Urlaub am Asowschen Meer. Da wurde das Jugendheim Nummer 6 für die Kinder und Jugendlichen deutscher und österreichischer Emigranten aufgelöst. Es gab plötzlich keinen Faschismus mehr. Und ohne Faschismus gab es auch keine Antifaschisten und keine Kinder von Antifaschisten mehr. Verschwunden! Am nächsten Tag sah ich, wie die antifaschistischen Filme aus allen Kinos entfernt waren; "Professor Mamlock" etwa, nach dem Stück von Friedrich Wolf - weg! Am nächsten Tag waren aus der Bibliothek für ausländische Literatur die Bücher antifaschistischer deutscher Schriftsteller ausgesondert. Kurz darauf entdeckte ich dafür die Brennessel, eine Nazi-Zeitung.
Wolf: Zu der Zeit studierte ich schon, ich war als aktives Komsomol-Mitglied Agitator, ich sollte Arbeiter aufklären. Ich sagte, beim Hitler-Stalin-Pakt handele es sich um einen notwendigen Schritt.... sowjetische Außenminister sprach offen von freundschaftlichen Beziehungen und von einem gerechten Krieg, den Deutschland führe.....Stalin war für mich auch als Mensch erledigt.... Ich habe den Mund nicht aufgemacht, aber jeder im Ministerium kannte meine Position.
SPIEGEL: Warum sind Sie nie ins ZK gekommen?
Wolf: Da gab es eine Art Konsens zwischen mir und Mielke: Er wollte mich nicht drinhaben, freilich aus anderen Gründen als denen, derentwegen ich nicht drinsein wollte. Ich hätte entweder im Zentralkomitee gesessen und wie viele andere den Mund nicht aufgemacht - dann wäre ich dringeblieben -, oder, was wahrscheinlicher gewesen wäre, ich hätte den Mund aufgemacht, hätte gar nichts bewirkt und wäre wieder draußen gewesen.

Im vergangenen Jahrhundert hat die Linke, wo sie an der Macht war, bewiesen, dass mit ihren Ideen kein Staat zu machen war, der ohne die gewaltsame Unterdrückung seiner Bevölkerung auskam. Planwirtschaft, Beseitigung des Privateigentums, die Gleichmacherei, führten nirgends zu Wohlstand und Gerechtigkeit, sondern ins Elend. Zuletzt hat Salvator Allende in Chile , der immerhin demokratisch an die Macht kam, schneller als seine sozialistischen Vorbilder in der DDR die Wirtschaft des Andenstaates ruiniert und seine Bevölkerung in Armut gestürzt.
„Merkwürdig“, findet Hanke, „dass sich die Linken so wenig mit der linken Praxis befasst haben“. So konnte es kommen, dass die Westlinke dem Massenmöder Mao huldigte, während sie tatenlos zusah, wie in der Tschechoslowakei der Versuch, dem Sozialismus ein menschliches Gesicht zu geben, von sowjetischen Panzern blutig erstickt wurde.
Heute ist das noch einfacher als vor der Friedlichen Revolution 1989, denn die schäbige Realität ist fast vollständig von der Bildfläche verschwunden. In Kuba kann man als Westlinker hinter Stacheldraht ungestört von den Kubanern im türkisblauen Ozean baden und in Havanna auf den Touristentrails finden, dass es doch aufwärts ginge. Das alltägliche Elend der Kubaner, das unendlich viel größer ist, als es das der DDR- Bewohner je war, spielt wieder keine Rolle.
Linkes Gedankengut hat den Zerfall des sozialistischen Experiments nicht nur überlebt, sondern ist , wie man neudeutsch sagt, zum Mainstream geworden.
Es ist, wie Hank herausarbeitet, heute aber keine polit-ökonomische Richtungsentscheidung, sondern eine Präferenz für Gleichheit, Umverteilung, Staatsintervention.
Ja die etwas durchgeknalle und Superdemokratin Vera,wo hat sie das denn wieder her?AkkuGK1 hat geschrieben:
Allerdings das hochgelobte Bildungs- und Gesundheitssystem sind nicht einmal annähernd das, was die Propaganda behauptet.
reiner525 hat geschrieben:Die Überschrift irretiert mich, denn wenn etwas funktioniert ist es auch möglich. Zum Thema, der Sozialismus ist nicht Schuld, dass er nicht funktioniert, es sind die Menschen. Die Machtgeilen, die Egoistischen, die Saboteure und die Schweiger. Das hat es in der Geexten nicht funktionieren lassen. Ein System kann nur so gut wie sein Volk sein. Ich denke gerade auch an die vielen Diebstähle in den Betrieben. Jeder der da mitgemacht hat, war ein weiterer Sargnagel der DDR. Einen besseren Sozialismus hätte ich mir gewünscht, aber dafür brauchen wir eine neue Menschheit.
karnak hat geschrieben:[grin] Ja die etwas durchgeknalle und Superdemokratin Vera,wo hat sie das denn wieder her?
Mit der demokratisch gewählten Regierung in Chile wurde die entschädigungslose Verstaatlichung der Bodenschätze durchgesetzt, vor allem der in US Privatbesitz befindliche Kupferbergbau, später eine weitere Enteignung ausländischer Großunternehmen im Land. Das alles mit Zustimmung aller im Parlament vertretenen Parteien, wohl gemerkt,demokratisch gewählter Parteien. Die Schulbildung und das Gesundheitswesen wurde kostenlos.
1971 stieg das Bruttoinlandsprodukt um 9%. Und gegen solche Sauereien musste die Demokratie der USA natürlich etwas tun. Unter dem, durch massiven Druck der USA durchgesetzten Handels- und Kreditembargo geriet das Land natürlich unter massive Schwierigkeiten und das von der chilenischen Regierung "unterjochte "chilenische Volk begehrte auf, da das wohl immer noch nicht reichte musste ein Militärputsch her.
Diese Vera Lengsfeld ist einfach eine von der ganz üblen Sorte, so lang wie doof verkneife ich mir.
AkkuGK1 hat geschrieben:
Allerdings das hochgelobte Bildungs- und Gesundheitssystem sind nicht einmal annähernd das, was die Propaganda behauptet.
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Thoth hat geschrieben:Chile war damals der weltgößte Kupferproduzent.....
Durch den "zufälligen" Verfall des Kupferpreises auf dem Weltmarkt, er stürzte ins Bodenlose, kam Chile in ernsthafte wirtschaftliche Schwierigkeiten.
Erst haben die USA einen Wirtschaftskrieg gegen das Land geführt und nachdem die Stimmung genügend aufgeheizt war haben ihre willfährigen Marionetten im Militär geputscht .......
Aber das, so werden die lupenreinen Demokraten und die die immer alles ganz genau wissen sagen, wäre eine Lüge.
Thoth

augenzeuge hat geschrieben:
Da hätte ich gern etwas mehr als unbegründete Mutmaßungen. Die USA sind also deiner Meinung nach am Verfall des Kupferpreises schuld? Obwohl sie mehr als das Doppelte an Kupfer förderten als Chile zu diesem Zeitraum? Das erkläre mal....
Etwas Aufklärung: 1970 förderten die USA 1560.000 Tonnen, Chile 686.000 Tonnen. Kanada förderte etwa die Menge von Chile.
AZ
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Hamiota hat geschrieben:augenzeuge hat geschrieben:
Da hätte ich gern etwas mehr als unbegründete Mutmaßungen. Die USA sind also deiner Meinung nach am Verfall des Kupferpreises schuld? Obwohl sie mehr als das Doppelte an Kupfer förderten als Chile zu diesem Zeitraum? Das erkläre mal....
Etwas Aufklärung: 1970 förderten die USA 1560.000 Tonnen, Chile 686.000 Tonnen. Kanada förderte etwa die Menge von Chile.
AZ
Augenzeuge, das Rohstoffe und Rohstoffpreise als politisches Druckmittel gebraucht werden ist doch wahrlich keine neue Erkenntis sondern gängige Praxis im Gobal Play!
der Peter
Peter, rechnen kannst du? Dann rechne mal den gewollten Schaden der USA und Chiles aus...
Die Politik der Unidad Popular brachte zunächst starke Verbesserungen für die Arbeiter und die Unterschicht. Die Löhne wurden um 35 bis 60 % erhöht. Die Preise für die Miete und für wichtige Grundbedarfsmittel wurden eingefroren. Schulbildung und Gesundheitsversorgung wurden kostenfrei angeboten. Allende ließ politische Gefangene der „revolutionären Linken“ frei. Jedes Kind bekam Schuhe sowie täglich einen halben Liter Gratismilch. Die Kindersterblichkeitsrate sank so um 20 %, aber dem Land fehlten die ökonomischen Mittel, um all diese sozialen Wohltaten zu finanzieren.
Mit der demokratisch gewählten Regierung in Chile wurde die entschädigungslose Verstaatlichung der Bodenschätze durchgesetzt, vor allem der in US Privatbesitz befindliche Kupferbergbau, später eine weitere Enteignung ausländischer Großunternehmen im Land.
1971 wurde der Christdemokrat und Ex-Minister Pérez Zújovic von der linksextremistischen Gruppe VOP (Vanguardia organizada del Pueblo) ermordet. Im folgenden Jahr beendeten die Christdemokraten ihre Unterstützung für Allende und schlossen sich der rechten Opposition an.
Die Proteste im Land wurden heftiger: Großgrundbesitzer protestierten gegen die Agrarreform, die Kollektive (Asentamientos) gegenüber Vertragsfarmern bevorzugte, sie besetzten Bauernland und so kam es zu Nahrungsmittelengpässen. 1972 mussten Lebensmittel rationiert werden und die Regierung war gezwungen, Devisen für die Einfuhr von Nahrungsmitteln aufzuwenden. Im Herbst 1972 streikten etliche Berufsgruppen, darunter Lastwagenfahrer, Bankangestellte, Arbeiter und Studenten, um eine Wende in der Wirtschaftspolitik zu erzwingen.
Thoth hat geschrieben:Augenzeuge, lies einfach das Buch "CIA" von Tim Weiner. Darin findest du viele Antworten auf deine ungläubigen Fragen.
Ich weiß schon Augenzeuge, nach deiner Verklärung haben die USA die Demokratie, die Menschenrechte und die Freiheit erfunden. Sind seit ihrem bestehen und bereits davor die friedliebenste Nation der Welt gewesen, haben weder den angestammten Einwohnern des von ihnen okkupierten Landes, noch den Tieren irgend ein Leid angetan ......
Manno, solchen Mist haben wir noch nicht mal trotz propagandistischer Dauerberieselung von der großen, gütigen Sowjetunion geglaubt.
Es ist ja erschreckend was die ideologische Gehirnwäsche in Bezug auf die USA bei dir angerichtet hat.
Thoth

Hamiota hat geschrieben:AkkuGK1 hat geschrieben:
Allerdings das hochgelobte Bildungs- und Gesundheitssystem sind nicht einmal annähernd das, was die Propaganda behauptet.
Na ja, wie man es sieht oder sehen will! Obwohl in fast jedem Süd-und Mittelamerikanischen Land Kubanische Ärtzte zu finden sind, was ja nicht gerade gegen deren fachliche Qualität spricht, liegt Kuba in der Artztdichte Weltweit auf Platz 3, hinter Katar und Monaco! Deutschland liegt glaube ich auf Platz 18? und die USA sind ganz und gar abgeschlagen!
Wo Fakten sprechen braucht es keine Propaganda, wo Fakten nicht ins gewünschte Bild passen aber sehr wohl!
der Peter

Interessierter hat geschrieben:@karnak:
Karnak ist Dir schon einmal aufgefallen, dass damals wie heute immer der Klassenfeind aus dem Ausland Schuld ist?
Kann schon verstehen,dass Du mich zum uneinsichtigen Trottel machen willst.Thoth hat geschrieben:Ich bin nicht dein Wasserträger der dir die Fakten zusammenstellst weil es deinen Glauben an die gute USA erschüttert ......
Ja das mit dem Kupfer war ein echtes Husarenstück und es hat weder der USA, noch den daran beteiligten Konzernen aus den USA geschadet. Im Gegenteil, nach Abschluß der "Aktion" fuhren sie reiche Beute ein und damit waren eventuell aufgetretene Verluste ruck zuck amortisiert.
Thoth

Thoth hat geschrieben:In eine andere ideologische Richtung sind für dich Behauptungen unumstößliche Fakten.
Augenzeuge du bist einseitig und voreingenommen.
Deine Art hier zu lancieren ist lächerlich. Bei dir darf nicht sein was nicht in dein ideologisch/politisches Denkschema passt.
aber anderen Usern machst du genau dieses sehr gerne zum Vorwurf wenn sie deiner Meinung etwas anzweifeln.
Damit ist die Diskussion beendet. Leugne weiter, halte die USA und all ihre geheimdienstlichen Einrichtung weiterhin für Friedenswächter und Freiheitsbringer wenn es dich persönlich glücklich macht.

[grin] Kann schon verstehen,dass Du mich zum uneinsichtigen Trottel machen willst.
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