DDR-Schulstunde à la 1985...Die Ex-Lehrerin: "Ich schäme mich dafür"

Alles über die Schulsysteme, die Hochschulen und Universitäten in der DDR/BRD u.s.w.

Re: DDR-Schulstunde à la 1985...Die Ex-Lehrerin: "Ich schäme mich dafür"

Beitragvon augenzeuge » 28. September 2013, 11:08

Janko hat geschrieben:"Dänen lügen nicht..."


Jaja, das dachte auch Frau Lengsfeld......über Herrn Wollenberger ("IM Donald" ). Der gebürtige Däne und Lyriker dokumentierte sogar Details des ehelichen Verkehrs minutiös. 11 Jahre Lügen...... [muede]

AZ
"Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist."
„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war“.
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Re: DDR-Schulstunde à la 1985...Die Ex-Lehrerin: "Ich schäme mich dafür"

Beitragvon Zicke » 28. September 2013, 11:25

augenzeuge hat geschrieben: Der gebürtige Däne und Lyriker dokumentierte sogar Details des ehelichen Verkehrs minutiös. 11 Jahre Lügen......


Du hast wohl unterm Ehebett gelegen ? [ich auch]
Zicke
 

Re: DDR-Schulstunde à la 1985...Die Ex-Lehrerin: "Ich schäme mich dafür"

Beitragvon augenzeuge » 28. September 2013, 12:25

Zicke hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben: Der gebürtige Däne und Lyriker dokumentierte sogar Details des ehelichen Verkehrs minutiös. 11 Jahre Lügen......


Du hast wohl unterm Ehebett gelegen ? [ich auch]


Natürlich nicht. [grins] Allerdings steht es so in den Akten bzw. Berichten des Dänen. [mad]
Zur Übersicht: http://www.rp-online.de/politik/deutsch ... -1.2298668

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Re: DDR-Schulstunde à la 1985...Die Ex-Lehrerin: "Ich schäme mich dafür"

Beitragvon Verfasser » 28. September 2013, 13:17

94 (OvA) hat geschrieben:Wieviele 'Studienplätze für Design' gabs eigentlich in der DDR? In Weißensee war'ns 250 insgesammt, also vielleicht 50 pro Jahr?

Der Fehler im diktatorischen Schulsystem der DDR war der, dass man die Zahl der Oberschüler einfach begrenzte, wenn man nicht schon vorher genau wusste, welche Fachrichtung und welche Universität sie besuchen werden. Wie die gesamte Durchplanung der Wirtschaft, der Kunst usw. ein gewaltiger Fehler war. Das ganze kommunistische System war unfrei und würgte das Leben und den Fortschritt ab, raubte den Menschen die Luft zum atmen.

So wurde natürlich der Tochter von ausreisewilligen Eltern die Möglichkeit verweigert, das Abitur zu machen. Wenn man das den kommunistischen Verbrechern vorwirft, gehen diese vor Gericht, damit man ihren Namen nicht mehr nennen darf. Na wenigsten zeigen sie damit noch ein gewisses Schamgefühl, dass sie damals etwas falsch gemacht haben.

Bild
Quelle

94 (OvA) hat geschrieben:Ahja, na da mußte'st nicht erst die Tochter eines Regimekritkers sein, um einen dieser begehrten Plätze nicht zu bekommen.

Sag ich doch, es war schon ein Fehler, Töchtern von vorn herein bei der Frage Abitur Ja/Nein die Chancen auf einen begehrten Studienplatz zu nehmen, indem man auch den Töchtern von linientreuen Parteifunktionären gar nicht erst das Abitur machen ließ, wenn sie nicht etwas vom Staat Diktiertes studieren wollen.

94 (OvA) hat geschrieben:Na egal, aber mal Hut ab was aus dem Töchterchen so geworden ist, und ihr Humor erst? Bezeichnet sie sich doch selbst auf ihrer Netzpräsenz http://www.reverbnation.com/eftb als universal dilettantist, und das bei dem Vater!

Diese Bemerkung stammt von einem neidischen Geistlosen, der meint, dass ein Künstler, der sich selber "universal dilettantist" nennt, ein zur Kunst unfähiger Dilettant sein muss. Die Wirklichkeit sieht aber anders aus:

medienwatch & metainfo hat geschrieben:Der wahre Dilettant hat den Naturzustand nie verlassen, kennt keine künstlichen Sprachen. Die natürlichen Sprachen[1], also die Unmittelbarkeit des Ausdrucks im Sinn, machen ihn, den wahren Dilettanten, zum Repräsentanten des Ursprungs.

94 (OvA) hat geschrieben:Nur mit der deutschen Sprache, also die mag sie wohl nicht so? ... http://youtu.be/bXUhCfbHFu4

Die englische Sprache ist international. Darauf kommt es der Künstlerin an, wenn sie in Frankreich, Polen, der Türkei und den USA auftritt. Wohl dem, der die englische Sprache so perfekt beherrscht, wie die Künstlerin. Die Künstlerin braucht auch keine Angst zu haben, dass sie in Deutschland nicht verstanden wird. Sie hat Fans, die finden ihre englischen Texte, die selber schon Kunst sind, so gut, dass sie diese ins Deutsche übersetzen und ins Internet stellen.

94 (OvA) hat geschrieben:Und um wenigstens bei der Überschrift dieses Themas zu bleiben, für diese Tochter zumindest braucht sich der Herr Papa nicht zu schämen, auch wenn sie (in der Upload-Reihenfolge der veröffentlichten Bilder) erst an vierter Stelle bei ihrem Vater nach Auto, Reisen und Häusle kommt.

Hier spricht wieder der Neid des Besitzlosen. Natürlich hat der Besitzlose richtig erkannt, dass die Künstlerin in ihrem Wert noch viel höher einzuschätzen ist als ein 7er BMW.

Verfasser K.
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Re: DDR-Schulstunde à la 1985...Die Ex-Lehrerin: "Ich schäme mich dafür"

Beitragvon 94 (OvA) » 28. September 2013, 15:19

Ich wische mir gerade eine dicke Schmunzelträne aus dem Augenwinkel, ich zittiere mal weiter aus der Quelle zu den Dille-Tanten ...

Der wahre Dilettant ist der Dilettant der Zeit, insofern er keinen Anfang und kein Ende kennt und nur Ur-Sprung (der, welcher als Erster springt) sein kann. Er bewohnt die Arkadien der Zeit. Dies trifft am Anfang der Zeit auch für den Herrscher der Zeit zu. Dieser aber kennt seit dem nur das Ende der Zeit. Er ist der Tod, immer bemüht den Anfang auszulöschen, zumindest seinem Wunsche nach, um selbst Ursprung zu sein.

Ansonsten haste Recht, ein E32/750iL fehlt mir tatsächlich in der Youngtimer-Sammlung. Und zwar neid-, aber nicht grundlos. Irgendwie ist der mir auch in die Jahre gekommen etwas zu prollig. Nur ist ein Geistloser überhaupt in der Lage Neidgedanken zu entwickeln? Verdammt, mal bissel besser in der Schule uffjepasst (um mal nicht zuuu weit vom Thema abzukommen), dann hätsch mir vielleicht diesen italienischen Schweden erspart ...
http://www.motor-klassik.de/fahrbericht...33062.html
94 (OvA)
 

Re: DDR-Schulstunde à la 1985...Die Ex-Lehrerin: "Ich schäme mich dafür"

Beitragvon Verfasser » 28. September 2013, 16:22

94 (OvA) hat geschrieben:Ich wische mir gerade eine dicke Schmunzelträne aus dem Augenwinkel, ich zittiere mal weiter aus der Quelle zu den Dille-Tanten ...


Bild
synonyme.woxikon

94 (OvA) hat geschrieben:Verdammt, mal bissel besser in der Schule uffjepasst (um mal nicht zuuu weit vom Thema abzukommen), dann hätsch ...

vielleicht gelernt, wie man "zitieren" richtig schreibt.

Ich wische mir gerade eine dicke Schmunzelträne aus dem Augenwinkel.

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Re: DDR-Schulstunde à la 1985...Die Ex-Lehrerin: "Ich schäme mich dafür"

Beitragvon Edelknabe » 28. September 2013, 19:15

Volker mit :

"Ja ja Rainer Mariechen, auch Deine Gedanken sind (noch) frei."

Ähhhh Volker, ich erinnere mich einfach nicht dich mit Volker Zottilein oder Zottelmann oder....in meinen Texten anzuschreiben? Ich bitte also um....na du weißt schon, um Beachtung...für ne korrekte Anrede meinerseits...Danke, vielen Dank im vorraus.

Rainer-Maria
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Re: DDR-Schulstunde à la 1985...Die Ex-Lehrerin: "Ich schäme mich dafür"

Beitragvon Volker Zottmann » 28. September 2013, 22:05

Hallo Rainer-Maria, das hältst Du doch aus? Oder muss ich mir Sorgen machen?

Was Du gerade geschrieben hast ist korrekt, hast allerdings unterschlagen, dass Du selbst sehr gerne "kreative" Wortschöpfungen verwendest. Ich meine nun nicht gerade den "Harzer Wurzelknurz". Ich denke mal nicht, dass Du an Alzheimer leidest.
Aber egal, ICH schlaf trotzdem gut. [grins]

Gruß ins Muldental
Volker Zottmann
 

Re: DDR-Schulstunde à la 1985...Die Ex-Lehrerin: "Ich schäme mich dafür"

Beitragvon Hausfreund » 29. September 2013, 01:30

Verfasser hat geschrieben:Der Fehler im diktatorischen Schulsystem der DDR war der, dass man die Zahl der Oberschüler einfach begrenzte, wenn man nicht schon vorher genau wusste, welche Fachrichtung und welche Universität sie besuchen werden. Wie die gesamte Durchplanung der Wirtschaft, der Kunst usw. ein gewaltiger Fehler war.

Vollkommen richtig, Ralf!

Staatliche Planung / behördliche Eingriffe in das Wirtschafts- oder Bildungsleben sind stets von übel. Man erzeugt mit fremdem Geld letztendlich immer Murks, statt auf Freiheit und Marktwirtschaft zu vertrauen.

Schöne Grüße [hallo]
Hausfreund
 

Re: DDR-Schulstunde à la 1985...Die Ex-Lehrerin: "Ich schäme mich dafür"

Beitragvon vs1400 » 29. September 2013, 01:47

Hausfreund hat geschrieben:
Verfasser hat geschrieben:Der Fehler im diktatorischen Schulsystem der DDR war der, dass man die Zahl der Oberschüler einfach begrenzte, wenn man nicht schon vorher genau wusste, welche Fachrichtung und welche Universität sie besuchen werden. Wie die gesamte Durchplanung der Wirtschaft, der Kunst usw. ein gewaltiger Fehler war.

Vollkommen richtig, Ralf!

Staatliche Planung / behördliche Eingriffe in das Wirtschafts- oder Bildungsleben sind stets von übel. Man erzeugt mit fremdem Geld letztendlich immer Murks, statt auf Freiheit und Marktwirtschaft zu vertrauen.

Schöne Grüße [hallo]


es ist natürlich "sehr erfreulich",
dass man heute, in "einigen bundesländern" nur noch nen dreier durchschnitt braucht um ein gymnasium besuchen zu dürfen ...

gruß vs [hallo]

ps: fragte mal ne überlebten abiturienten was er denn nun studieren möchte ... keine ahnung. erstmal bwl und dann mal sehen, zur not mach ich halt weiter. [super]
vs1400
 

Re: DDR-Schulstunde à la 1985...Die Ex-Lehrerin: "Ich schäme mich dafür"

Beitragvon Verfasser » 29. September 2013, 11:19

vs1400 hat geschrieben:es ist natürlich "sehr erfreulich",
dass man heute, in "einigen bundesländern" nur noch nen dreier durchschnitt braucht um ein gymnasium besuchen zu dürfen ...
gruß vs [hallo]
ps: fragte mal ne überlebten abiturienten was er denn nun studieren möchte ... keine ahnung. erstmal bwl und dann mal sehen, zur not mach ich halt weiter. [super]

Hallo Torsten,

du willst sagen, dass die DDR richtig handelte, wenn sie die Zahl der Abiturienten nach der voll durchgeplanten angeblichen wirtschaftlichen Notwendigkeit begrenzte?

Ich bin anderer Meinung. Die Bildung, die dem Staat natürlich immer etwas kostet, macht sich auch dann für den Staat bezahlt, wenn eine Abiturientin nicht studiert, heiratet, Kinder bekommt und zu Hause die Kinder erzieht. Ihre Ausbildung kommt den Kindern zu gute, die von einer Mutter mit Abitur natürlich in der Regel besser durch die Schule begleitet werden als ohne Abitur. Ich kenne ein Beispiel im Westen, wo die Tochter Lehrerin geworden ist. Die Mutter (mit Abitur) war Vorsitzende im Elternbeirat in der Grund- und Oberschule des Kindes und konnte natürlich besser mitreden, wenn es darum ging, dass die Kinder vernünftig lernen, gute Lehrer und Lehrmethoden bekommen.

Die Entscheidung, ob ein Abiturient oder eine Abiturientin studiert und was er oder sie studiert, sollte man weitestgehend ihnen selber überlassen. Das gehört zur persönlichen Freiheit und Verantwortung des Jugendlichen. Ich habe mich z. B. auch nicht als Vater eingemischt (mit Hinblick darauf, ob sie später mit dem Beruf auch ihren Lebensunterhalt bestreiten können), als meine Töchter Geologie bzw. Kunst studierten, sondern habe ihnen die Freiheit gelassen, es selbst zu entscheiden. Was ja besonders bei Kunst ein Problem sein kann. Ich weiß bis heute noch nicht, wie das funktionieren soll mit der Kunst.

Als die Kinder es entschieden hatten, habe ich sie natürlich auch unterstützt. Wobei das Fach Geologie kein Problem ist, weil der Geologe durch die staatlichen Reglementiertierungen im Umweltschutz gefragt ist. Aber Kunst? Kunst wird vom Staat nicht allzusehr gefördert. Man spart lieber gern bei der Kunst. Also muss die Gesellschaft selber entscheiden, ob sie Kunst haben will und ob sie für Kunst Geld ausgeben will. Der Künstler wirft sich auf den freien Markt und wartet ab, was passiert. Meist funktioniert das ja auch. Bleibt aber schwierig.

Auf jeden Fall funktioniert es besser, als im unfreien kommunistischen Verbrecherstaat "DDR", wo der Künstler (Maler, Schriftsteller, Schauspieler, Liedermacher usw.) nur das produzieren durfte, was dem Staat genehm war. Wenn der Künstler es nicht tat (Bärbel Bohley, Jürgen Fuchs, Manne Krug, Wolf Biermann usw.), bekamen er Schwierigkeiten. Da war es plötzlich aus mit dem Geld verdienen.

Gerade der Künstler braucht Freiheit, sonst verkümmert er und bringt keine Kunst mehr zustande. Darum freue ich mich für meine Kinder, die in einer freien Gesellschaft leben können, auch wenn die soziale Sicherheit (Broterwerb, Miete usw.) am seidenen Faden hängt und man sich nicht zu schade ist, auch mal beim Pizzaservice zu arbeiten. Apropos Miete, kannst ja auch was spenden:

Bild
http://entertainmentforthebraindead.com/deconstruction

Übersetzung hat geschrieben:DOWNLOAD IS FREE, BUT DONATIONS HELP PAY MY RENT. IF YOU GIVE 5 EUROS, I WILL SEND YOU AN ACTUAL POSTCARD FROM CALIFORNIA, WHERE I'M HANGING OUT THE NEXT MONTHS. IF YOU GIVE TEN, THAT POSTCARD WILL BE HANDDRAWN.

Download ist kostenlos, aber Spenden helfen, meine Miete zahlen. Wenn Sie 5 € geben, schicke ich Ihnen eine aktuelle Postkarte aus Kalifornien, wo ich bin unterwegs in den nächsten Monaten. Wenn Sie zehn geben, wird diese Postkarte handgemalt sein.

Verfasser K.
Verfasser
 

Re: DDR-Schulstunde à la 1985...Die Ex-Lehrerin: "Ich schäme mich dafür"

Beitragvon Verfasser » 29. September 2013, 14:48

Rechtschreibkorrektur
Verfasser hat geschrieben:Falsch
Wobei das Fach Geologie kein Problem ist, weil der Geologe durch die staatlichen Reglementiertierungen im Umweltschutz gefragt ist. Aber Kunst? Kunst wird vom Staat nicht allzusehr gefördert.

Richtig
"Reglementierungen" und "allzu sehr".

Ergänzung
Wobei ich dafür bin, dass der erste Bildungsweg immer kostenlos sein muss und bei ärmeren Eltern auch durch Bafög usw. gefördert werden muss, damit Kinder aus allen Schichten eine Chance haben und auch den Mut haben zu studieren. Wenn dann jemand ausgerechnet BWLer (weil das leichter ist) anstatt Ingenieur werden will und keinen Job bekommt, ist das sein Risiko.

Schon gar nicht kann man ein Studium davon abhängig machen, dass man sich vorher zu drei Jahren Armee verpflichtet hat, oder verpflichtet hat, an der Grenze auf wehrlose Flüchtlinge zu schießen.

Ach richtig. Die Mauer gibt es ja gar nicht mehr. Die und die Verknüpfung mit dem Studium gab's ja nur in der DDR:

Rüdiger Wenzke
Wehrpflicht und Wehrdienst in der DDR
Aspekte ihrer historischen Entwicklung
Bild

books.google
Tausend Tage bei der "Asche"
Unteroffiziere in der NVA
Bild

Verfasser K.
Verfasser
 

Re: DDR-Schulstunde à la 1985...Die Ex-Lehrerin: "Ich schäme mich dafür"

Beitragvon 94 (OvA) » 29. September 2013, 16:03

Verfasser hat geschrieben:Download ist kostenlos, aber Spenden helfen, meine Miete zahlen. Wenn Sie 5 € geben, schicke ich Ihnen eine aktuelle Postkarte aus Kalifornien, wo ich bin unterwegs in den nächsten Monaten. Wenn Sie zehn geben, wird diese Postkarte handgemalt sein.

Und wem diese verkappte Paypalbettelei notiert auf eine (mal vorsichtig formuliert *) ominöse anmutende gmx-Adresse etwas süsspeckt erscheint, na der kann sich doch seine Postkarte vielleicht auch persönlich abholen, zum Beispiel nächstes Wochenende Revaler/Ecke Warschauer Straße?

Dochmal zurück zu den längergedienten Studenten, welche man damals durchaus auch schon ambivalent betrachten konnte. Ich schätze mal für Mitte der 80er für eine EOS-Klasse im Süden der Republik ca. 25% der männlichen Abiturienten, welche trotz keiner Längerverpflichtung einen Studienplatz erhielten. Nicht mit gezählt habe ich da einen Klassenkamerad, welcher von vornherein nicht studieren wollte und eine Lehrstelle als KfZ-Mechaniker bekam. Ein anderer (war Sohn eines BO) allerdings zog kurz nach seinem 18. Geburtstag (die GST-Fahrerlaubnis erst sicher in der Tasche) seine Verpflichtung für 25 Jahre zurück und fuhr bis zur Wende Schwarztaxi. Zwei gingen nur anderthalb, 3 auf Zeit und einer wurde dann wirklich Berufsoffizier. Nur heute wird in diesem Zusammenhang gern übersehen, es war ein Stipendium und KEIN Darlehn wie dieses Bafög, welches einen Absolventen erstemal mit einem Sack voller, wenn auch zinsloser, Schulden ins Berufsleben entläßt. Irgendwie erscheint mir die Finanzierung des Erwerbes gehobner Bildung in teutschen Landen wie die Wahl zwischen Pest und Cholera. Apropos Pest oder Cholera ... das Töchterchen weiß schon das der Herr Papa hier den virtuellen Hut rundgehen läßt?

*) siehe wikipedia, ich zittiere ... Yersinia pestis wurde von Alexandre Émile Jean Yersin 1894 entdeckt ...
und achso, hab gerad mal einen Spellchecker 'drübergejagt', ich sag jetzt mal ... finde mindestens fünpf Felher. Ist ja wie bei den Beschäftigungsaufgaben im Schulhort, um beim Thema noch irgendwie zu bleiben, wobei so etwas Fundraising für Künstlerkinder nicht soooo betuchter Eltern ja och was hat.

Lobend möchte ich mal an dieser Stelle die Administration hier erwähnen, andernorts wäre eine thematisch sooo aus dem Ruder laufender Thread schon längst quarantänisiert worden.
94 (OvA)
 

Re: DDR-Schulstunde à la 1985...Die Ex-Lehrerin: "Ich schäme mich dafür"

Beitragvon Hausfreund » 29. September 2013, 19:52

94 (OvA) hat geschrieben:Ein anderer (war Sohn eines BO) allerdings zog kurz nach seinem 18. Geburtstag (die GST-Fahrerlaubnis erst sicher in der Tasche) seine Verpflichtung für 25 Jahre zurück [...]

So trickreich oder verrückt habe ich das auch in Erinnerung, 94(OvA).

Ich lernte zum Beispiel eine Sani-Uffz kennen, der sich wegen eines Studienplatzes für drei Jahre verpflichtet hatte, durch den Armeetrott aber am Schluß so abstumpfte, daß er dann nicht mehr konnte / wollte.
[hallo]
Hausfreund
 

Re: DDR-Schulstunde à la 1985...Die Ex-Lehrerin: "Ich schäme mich dafür"

Beitragvon Hausfreund » 29. September 2013, 20:01

Guten Abend Verfasser!
Verfasser hat geschrieben:Die Entscheidung, ob ein Abiturient oder eine Abiturientin studiert und was er oder sie studiert, sollte man weitestgehend ihnen selber überlassen. Das gehört zur persönlichen Freiheit und Verantwortung des Jugendlichen. [...]

Das möchte ich 1000 %ig unterstützen und sogar noch verschärfen: Kinderbetreuung / Erziehung ist Grundrecht der Eltern und der Staat sollte sich da weitestgehend heraushalten... homeschooling, Privatschulen, freie / private Studienfinanzierung usw. - das würde jedoch diesen hier Rahmen sprengen. mfG
Hausfreund
 

Re: DDR-Schulstunde à la 1985...Die Ex-Lehrerin: "Ich schäme mich dafür"

Beitragvon Verfasser » 29. September 2013, 21:40

94 (OvA) platzt vor Neid

94 (OvA) hat geschrieben:
Verfasser hat geschrieben:Download ist kostenlos, aber Spenden helfen, meine Miete zahlen. Wenn Sie 5 € geben, schicke ich Ihnen eine aktuelle Postkarte aus Kalifornien, wo ich bin unterwegs in den nächsten Monaten. Wenn Sie zehn geben, wird diese Postkarte handgemalt sein.

Und wem diese verkappte Paypalbettelei notiert auf eine (mal vorsichtig formuliert *) ominöse anmutende gmx-Adresse etwas süsspeckt erscheint, na der kann sich doch seine Postkarte vielleicht auch persönlich abholen, zum Beispiel nächstes Wochenende Revaler/Ecke Warschauer Straße?

Und wer nicht sehen will, dass die Künstlerin die "Paypalbettelei" gar nicht nötig hat und nur nebenbei zum Spaß macht, der platzt vor Neid.

Hier ein anderes Bild von der "Revaler/Ecke Warschauer Straße":

Bild

Die Spezialhochschule (Kunsthochschule für Medien Köln, Peter-Welter-Platz), die einmalig in Europa ist, sucht sich ihre Studenten aus und nimmt nur die Bewerber, deren Begabung schon von vorn herein durch Aufnahme-Tests, Abgabe und Prüfung von künstlerischen Arbeiten festgestellt wurde. Die Aufnahmeprüfung bestanden zu haben, ist allein schon eine Auszeichnung.

Meint der Neider etwa, dass die Künstlerin Ihre Diplomarbeit, mit der sie gerade beschäftigt ist, nicht besteht? Meint der Neider etwa, dass man mit diesem "Diplom der Medialen Künste" in der Tasche, mit dem man auch als Regisseur, wenn man denn will, professionell, also nicht als Dilettant, beim Film oder Fernsehen arbeiten und gewöhnlicherweise viel Geld verdienen kann, auf die "Paypalbettelei" angewiesen ist?

94 (OvA) hat geschrieben:Dochmal zurück zu den längergedienten Studenten, welche man damals durchaus auch schon ambivalent betrachten konnte. Ich schätze mal für Mitte der 80er für eine EOS-Klasse im Süden der Republik ca. 25% der männlichen Abiturienten, welche trotz keiner Längerverpflichtung einen Studienplatz erhielten.

Na weil sie sich gleich als IM beim MfS verpflichtet haben? Also ich kenne beim Fernsehen der DDR die Regel (anhand von praktischen Beispielen erkannt): entweder drei Jahre Armee, natürlich incl. Partei, oder IM. Zumindest war es so in den siebziger und noch mehr in den achtziger Jahren.

Dass ein Parteiloser wie ich mit nur sechs Wochen militärischer Grundausbildung zum Fernsehen kam, das war nur in den Anfangszeiten vor dem Mauerbau oder etwas später und traf natürlich auch noch auf andere Kollegen von mir zu.

94 (OvA) hat geschrieben:Nicht mit gezählt habe ich da einen Klassenkamerad, welcher von vornherein nicht studieren wollte und eine Lehrstelle als KfZ-Mechaniker bekam. Ein anderer (war Sohn eines BO) allerdings zog kurz nach seinem 18. Geburtstag (die GST-Fahrerlaubnis erst sicher in der Tasche) seine Verpflichtung für 25 Jahre zurück und fuhr bis zur Wende Schwarztaxi. Zwei gingen nur anderthalb, 3 auf Zeit und einer wurde dann wirklich Berufsoffizier.

Das zeigt, dass die Armee eine übertrieben große Rolle spielte.

94 (OvA) hat geschrieben:Nur heute wird in diesem Zusammenhang gern übersehen, es war ein Stipendium und KEIN Darlehn wie dieses Bafög, welches einen Absolventen erstemal mit einem Sack voller, wenn auch zinsloser, Schulden ins Berufsleben entläßt.

Nur heute wird in diesem Zusammenhang gern übersehen, dass nur die Hälfte des Bafög zurückgezahlt werden muss, die andere Hälfte ist Stipendium. Im Übrigen sehe darin kein Problem, dass, wenn man Arbeit hat, das Bafög zurückzahlt.

94 (OvA) hat geschrieben:Irgendwie erscheint mir die Finanzierung des Erwerbes gehobner Bildung in teutschen Landen wie die Wahl zwischen Pest und Cholera.

Besser eine Wahl haben, als gar keine wie in der kommunistischen Diktatur.

94 (OvA) hat geschrieben:Apropos Pest oder Cholera ... das Töchterchen weiß schon das der Herr Papa hier den virtuellen Hut rundgehen läßt?

Der Neider braucht sich keine Sorgen zu machen, was aus einer studierten Künstlerin in einer freien Gesellschaft wird. Vielmehr Sorgen müsste er sich machen, was aus dem künstlerisch und überhaupt hochbegabten Kind (eine Schulklasse übersprungen) geworden wäre, wenn der verbrecherische Kommunismus nicht in sich zusammengebrochen wäre und seinen Geist aufgegeben hätte.

94 (OvA) hat geschrieben:Lobend möchte ich mal an dieser Stelle die Administration hier erwähnen, andernorts wäre eine thematisch sooo aus dem Ruder laufender Thread schon längst quarantänisiert worden.

Ich schreibe zum Thema, wenn ich anhand von persönlichen Beispielen beweise, dass das kommunistische Bildungssystem der "DDR" falsch und verbrecherisch war und unser Bildungsystem vielleicht etwas verbesserungsbedürftig aber im Grunde genommen in Ordnung ist, wenn man es mit dem der "DDR" vergleicht.

2011 schrieb ich folgende Einschätzung:

Verfasser hat geschrieben:Das Bildungssystem in der ehemaligen DDR
war vom Ansatz her nicht schlecht, aber ineffizient, kostete dem Staat im Verhältnis zum Nutzen zu viel Geld. Das Wissen der Ausgebildeten wurde zu wenig genutzt, weil die Wirtschaft zu bürokratisch war, weil die Besetzung von leitenden Stellen nicht vom Können, sondern vom Parteibuch abhängig war. Elitenförderung war ebenfalls vom Parteibuch abhängig. Das Prinzip der Leistung wurde nicht genügend berücksichtigt. Wer als Katholik die Jugendweihe (Schwur auf den Staat), oder Kriegsspielzeug in Kindergärten, vormilitärische Ausbildung und Wehrkundeunterricht in der Schule ablehne, hatte Schwierigkeiten, später einen Studienplatz zu bekommen, auch wenn er beste schulische Leistungen zeigte. Niemand konnte seines Postens enthoben werden, wenn er seinen Job schlecht machte, außer aus politischen Gründen. Die Bildung wirkte sich nicht gewinnbringend für die Gesellschaft aus. Viele studierten und weigerten sich, Leitungsfunktionen zu übernehmen, weil sie sich den Stress mit der Partei nicht antun wollten. Alles lief nach Plan. Neue Ideen von Wissenschaftlern, Ingenieuren und Wirtschaftlern konnten nicht schnell genug bzw. gar nicht umgesetzt werden. Es herrschte zu wenig Freiheit durch die Planwirtschaft und die Vorgaben der Partei. Das fing schon mit der Beschaffung des Materials an, das fehlte. Der Zugang zur internationalen Wissenschaft war versperrt. Internationale Fachbücher fehlten. Experten durften nicht Tagungen im westlichen Ausland besuchen, es durfte nur ein linientreuer Parteigenosse fahren, der gewöhnlich weniger Ahnung von der Materie hatte. "Von der Sowjetunion lernen, heißt Siegen lernen", war die Parole. Von ihr kam aber nicht der wissenschaftlich- technische Fortschritt, weil das System genauso bürokratisch war. Der Begriff "Lyssenkoismus" gilt als Schlagwort für die Unterordnung wissenschaftlicher Erkenntnis unter die Wunschvorstellungen der Politik. Als Videomessingenieur weiß ich, dass wir bei der Einführung des Farbfernsehens gezwungen waren, SECAM-Coder von der SU zu kaufen. Sie hatten die Größe eines Kleiderschrankes und waren technisch unbrauchbar. Die Westgeräte waren ein Zoll hoch und mussten dann später nachbestellt werden. Im eigenen Versuchslabor haben wir den SED-Funktionären vorgeführt, dass das PAL-System besser ist, wir durften es aus politischen Gründen aber nicht einführen, weil der Westen für uns tabu war. Das führte zur Unzufriedenheit. Die Menschen erwarteten mehr, wollten sich von der Partei nicht für dumm verkaufen lassen. So war es überall. Was dann auch zum wirtschaftlichen und moralischen Untergang der DDR führte.

Verfasser K.
Zuletzt geändert von Verfasser am 29. September 2013, 21:45, insgesamt 1-mal geändert.
Verfasser
 

Re: DDR-Schulstunde à la 1985...Die Ex-Lehrerin: "Ich schäme mich dafür"

Beitragvon vs1400 » 29. September 2013, 21:41

Verfasser hat geschrieben:
vs1400 hat geschrieben:es ist natürlich "sehr erfreulich",
dass man heute, in "einigen bundesländern" nur noch nen dreier durchschnitt braucht um ein gymnasium besuchen zu dürfen ...
gruß vs [hallo]
ps: fragte mal ne überlebten abiturienten was er denn nun studieren möchte ... keine ahnung. erstmal bwl und dann mal sehen, zur not mach ich halt weiter. [super]

Hallo Torsten,

du willst sagen, dass die DDR richtig handelte, wenn sie die Zahl der Abiturienten nach der voll durchgeplanten angeblichen wirtschaftlichen Notwendigkeit begrenzte?

Ich bin anderer Meinung. Die Bildung, die dem Staat natürlich immer etwas kostet, macht sich auch dann für den Staat bezahlt, wenn eine Abiturientin nicht studiert, heiratet, Kinder bekommt und zu Hause die Kinder erzieht. Ihre Ausbildung kommt den Kindern zu gute, die von einer Mutter mit Abitur natürlich in der Regel besser durch die Schule begleitet werden als ohne Abitur. Ich kenne ein Beispiel im Westen, wo die Tochter Lehrerin geworden ist. Die Mutter (mit Abitur) war Vorsitzende im Elternbeirat in der Grund- und Oberschule des Kindes und konnte natürlich besser mitreden, wenn es darum ging, dass die Kinder vernünftig lernen, gute Lehrer und Lehrmethoden bekommen.

Die Entscheidung, ob ein Abiturient oder eine Abiturientin studiert und was er oder sie studiert, sollte man weitestgehend ihnen selber überlassen. Das gehört zur persönlichen Freiheit und Verantwortung des Jugendlichen. Ich habe mich z. B. auch nicht als Vater eingemischt (mit Hinblick darauf, ob sie später mit dem Beruf auch ihren Lebensunterhalt bestreiten können), als meine Töchter Geologie bzw. Kunst studierten, sondern habe ihnen die Freiheit gelassen, es selbst zu entscheiden. Was ja besonders bei Kunst ein Problem sein kann. Ich weiß bis heute noch nicht, wie das funktionieren soll mit der Kunst.

Als die Kinder es entschieden hatten, habe ich sie natürlich auch unterstützt. Wobei das Fach Geologie kein Problem ist, weil der Geologe durch die staatlichen Reglementiertierungen im Umweltschutz gefragt ist. Aber Kunst? Kunst wird vom Staat nicht allzusehr gefördert. Man spart lieber gern bei der Kunst. Also muss die Gesellschaft selber entscheiden, ob sie Kunst haben will und ob sie für Kunst Geld ausgeben will. Der Künstler wirft sich auf den freien Markt und wartet ab, was passiert. Meist funktioniert das ja auch. Bleibt aber schwierig.

Auf jeden Fall funktioniert es besser, als im unfreien kommunistischen Verbrecherstaat "DDR", wo der Künstler (Maler, Schriftsteller, Schauspieler, Liedermacher usw.) nur das produzieren durfte, was dem Staat genehm war. Wenn der Künstler es nicht tat (Bärbel Bohley, Jürgen Fuchs, Manne Krug, Wolf Biermann usw.), bekamen er Schwierigkeiten. Da war es plötzlich aus mit dem Geld verdienen.

Gerade der Künstler braucht Freiheit, sonst verkümmert er und bringt keine Kunst mehr zustande. Darum freue ich mich für meine Kinder, die in einer freien Gesellschaft leben können, auch wenn die soziale Sicherheit (Broterwerb, Miete usw.) am seidenen Faden hängt und man sich nicht zu schade ist, auch mal beim Pizzaservice zu arbeiten. Apropos Miete, kannst ja auch was spenden:


Download ist kostenlos, aber Spenden helfen, meine Miete zahlen. Wenn Sie 5 € geben, schicke ich Ihnen eine aktuelle Postkarte aus Kalifornien, wo ich bin unterwegs in den nächsten Monaten. Wenn Sie zehn geben, wird diese Postkarte handgemalt sein.

Verfasser K.[/quote]

ja Ralf,
denn andere, die auch das zeug zum abi hatten, erlernten nen beruf mit abitur und konnte dann auch noch studieren. aus meiner sicht studierten sie damals eher weil sie es wollten und nicht weil ihnen die chance gegeben wurde, indem man die noten nach unten reguliert.

was die künstler, heute und damals, betrifft Ralf,
brauchst du mir nichts zu erzählen.
mein opa war ab 1967 freischaffender künstler, hat sich vom kombinat (arbeitgeber) losgesagt und trotzdem recht gut gelebt. doch und dass möchte ich betonen, was die kunst betrifft und die förderung
des damaligen staates, die von dir aufgeführten haben doch bis zu nem gewissen punkt recht gut damit gelebt, nur wird das im heute einfach ausgeblendet.

gruß vom Torsten [hallo]

ps: deinen "sponsor"-link fand ich nicht passend, hab ihn daher aus dem zitat entfernt.
vs1400
 

Re: DDR-Schulstunde à la 1985...Die Ex-Lehrerin: "Ich schäme mich dafür"

Beitragvon Hausfreund » 30. September 2013, 01:08

OT
Verfasser hat geschrieben:Die Unterstellung, dass ich Lüge ist wieder eine LÜGE von dir.

Da fällt mir eine interessante Logik-Aufgabe ein, entschuldige Ralf.

Die Zelle eines Gefangenen hat zwei Türen, eine führt in die Freiheit, eine in den Tod. Das weiß der Gefangene; jedoch nicht welche was verursacht.

Dann gibt es zwei Wärter und man weiß, daß einer immer lügt, der andere immer die Wahrheit sagt. Dem Gefangenen ist jedoch nicht bekannt, wer wie reagiert. Die Wärter kennen sich.

Jetzt die Aufgabe: Der Gefangene darf einem der Wärter (egal welchem) eine Frage stellen. Die Frage muß so formuliert sein, daß sie nur mit ja oder nein zu beantworten ist.

Wie gelangt er in die Freiheit?
[hallo]
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Re: DDR-Schulstunde à la 1985...Die Ex-Lehrerin: "Ich schäme mich dafür"

Beitragvon 94 (OvA) » 30. September 2013, 13:33

Hausfreund hat geschrieben:Dann gibt es zwei Wärter und man weiß, daß einer immer lügt, der andere immer die Wahrheit sagt. [...] Die Wärter kennen sich.

Und ich dachte bisher Du gehst in den Keller zum Schmunzeln ... nur neidvoll erplaßt überlasse ich einem stolzen Vater den antwortenden Vortritt.
Aber eine 'augenzwinkernde' Bemerkung kann ich mir nicht verkneifen. Der lügende Wärter war auf jeden Fall ein Schdassi.
94 (OvA)
 

Re: DDR-Schulstunde à la 1985...Die Ex-Lehrerin: "Ich schäme mich dafür"

Beitragvon Edelknabe » 30. September 2013, 17:51

Ich versuchs mal Hausfreund, mich reizt einfach diese Logik Aufgabe auch wenn ich voll daneben liege sollte. Also der Gefangene fragt einen der Wärter:"Wenn ich durch diese Türe gehe, komme ich dann in den Himmel?"

Lacht ruhig über mich, ich komm damit zurecht.

Rainer-Maria momentan erst zwei Bier intus
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Re: DDR-Schulstunde à la 1985...Die Ex-Lehrerin: "Ich schäme mich dafür"

Beitragvon Hausfreund » 30. September 2013, 22:44

Edelknabe hat geschrieben:"Wenn ich durch diese Türe gehe, komme ich dann in den Himmel?"

Antwort: Ja. Und weiter? [grins]

Ralf verwendete oben in einem Satz zweimal das Wort "Lüge", was eine interessante logische Verknüpfung ergibt...
Hausfreund
 

Re: DDR-Schulstunde à la 1985...Die Ex-Lehrerin: "Ich schäme mich dafür"

Beitragvon Verfasser » 30. September 2013, 23:51

gelungene Entlarvung

Hausfreund hat geschrieben:
Edelknabe hat geschrieben:"Wenn ich durch diese Türe gehe, komme ich dann in den Himmel?"

Antwort: Ja. Und weiter? [grins]

Ralf verwendete oben in einem Satz zweimal das Wort "Lüge", was eine interessante logische Verknüpfung ergibt...

Um Missverständnissen vorzubeugen, möchte ich einen Rechtschreibfehler, der mir leider unterlaufen ist, gern korrigieren:

In dem betreffenden Satz ist das erste Wort "Lüge" ein Verb und muss natürlich klein geschrieben werden:

Verfasser hat geschrieben:Die Unterstellung, dass ich lüge ist wieder eine LÜGE von dir.

Vielleicht kannst du mir jetzt erklären, was an der Verknüpfung so interessant ist?

Dass der Kommunismusverbrechen-Leugner Thoth ein LÜGNER ist, ist logisch und erwiesen. Nu und? Das wussten wir doch alle, selbst Janko:

Janko hat geschrieben:@Thoth bekenne....du bist als Lügner entlarvt.

in dem Sinne gesegnetes Wochenende

Willst du die Entlarvung etwa in Abrede stellen?

Verfasser K.
Verfasser
 

Re: DDR-Schulstunde à la 1985...Die Ex-Lehrerin: "Ich schäme mich dafür"

Beitragvon Hausfreund » 1. Oktober 2013, 02:48

Verfasser hat geschrieben:Vielleicht kannst du mir jetzt erklären, was an der Verknüpfung so interessant ist?

Von der logischen Struktur her enthielt Deine Aussage "T lügt, wenn er sagt, daß V lügt" eine doppelte Verneinung, Ralf. Diese interessante Verknüpfung ~ (~ V) => V hat zwar nichts mit Dir, aber viel mit der Lösung des eingestreuten Rätsels zu tun.*)

Ohne Deine weiteren Äußerungen hier stören zu wollen, möchte ich trotzdem auf ein Problem hinweisen, das bei Mitteilungen an andere oder dem Austausch von Gedanken gern zu Irritationen führt: Häufige Verneinungen. Auch wenn die Deutschen hoffnungslos an der Verbieteritis leiden, so versteht man Negationen / Verbote doch deutlich schlechter als die einfache Aussagen / Aufforderungen und sollte sie nur sparsam einsetzen.**)
[hallo]
*) Du hattest im übrigen eine Frage ("Verfasser, bezichtigst Du Dich neuerdings selbst der Lüge?") als Aussage interpretiert, was im Falle einer echten Frage ("Wie wird das Wetter?") zwar nicht zulässig ist, im Fall einer polemischen Scheinfrage ("Warum hast du deine Mutter ermordet?") jedoch schon.

**) Man fährt meinetwegen mit 50 km/h auf unübersichtlicher Straße durch ein Dorf. Hinweisschild: Nicht über 30, Zusatz "werktags", Zusatz "von 8 - 14 Uhr", Zusatz "außer in den Ferien". Mit guten Reflexen bremst man sofort und beginnt nachzudenken (Wann hat diese Kuhbläke eigentlich Ferien usw.?).
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Re: DDR-Schulstunde à la 1985...Die Ex-Lehrerin: "Ich schäme mich dafür"

Beitragvon Nostalgiker » 1. Oktober 2013, 07:59

Verfasser hat geschrieben:

Dass der Kommunismusverbrechen-Leugner Thoth ein LÜGNER ist, ist logisch und erwiesen. Nu und? Das wussten wir doch alle, selbst Janka

Verfasser K.


Eristische Dialektik a la Schopenhauer?
Zirkleschluß?
Weder das eine noch das andere traue ich Verfasser zu ......

Also tendiert es wohl mehr in die Richtung Sophismus und Paralogismus .......

Thoth

PS.: Die Verwendung des Personalpronoms 'der" vor einem Namen zeugt von der eklatanten Respektlosigkeit des Schreibers und seinen fehlenden Umgangsformen gegenüber Mitmenschen.
PPS.: Zum Nachschlagen empfehle ich 'Wilhelm Liebknechts Volks-Fremdwörterbuch', es ist ziemlich hilfreich für erste Informationen ......
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin

Freiheit ist nur ein anderes Wort dafür, dass man nichts zu verlieren hat. Janis Joplin

Psychologen haben herausgefunden, dass Menschen, die immer bei anderen auf die Rechtschreibfehler hinweisen, eine Persönlichkeitsstörung haben und unzufrieden mit ihrem Leben sind. Netzfund
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Re: DDR-Schulstunde à la 1985...Die Ex-Lehrerin: "Ich schäme mich dafür"

Beitragvon Volker Zottmann » 1. Oktober 2013, 10:24

Ich lese hier.... mehr nicht!
Wozu sollte ich einen Wilhelm Liebknecht bemühen?
All die selten gebrauchen Fremdwörter brauche ich nicht, um mir ein Bild zu machen, wer hier nicht alle Latten am Zaun hat! [laugh]

Gruß aus dem unterentwickelten Harz, Volker
Volker Zottmann
 

Re: DDR-Schulstunde à la 1985...Die Ex-Lehrerin: "Ich schäme mich dafür"

Beitragvon Nostalgiker » 1. Oktober 2013, 10:34

Ja so sind sie die; ....... und dann werden sie pampig ...... [bravo]

Thoth
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin

Freiheit ist nur ein anderes Wort dafür, dass man nichts zu verlieren hat. Janis Joplin

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Re: DDR-Schulstunde à la 1985...Die Ex-Lehrerin: "Ich schäme mich dafür"

Beitragvon 94 (OvA) » 1. Oktober 2013, 13:25

Volker Zottmann hat geschrieben:Ich lese hier.... mehr nicht!
... aber auch nicht weniger? Und da Nosti seinen letzten Beträgen die Entlarvung nicht dementierte ... uppps, schon wieder ä fremdes Wort. Na wie auch immer, aber das mit dem Lattenzaun, nun stellt Euch mal vor es würden die Zwischenräume fehlen! So im Sinne ... Wenn die Zustände nicht so zu ständen, dann könnte man durch greifen ...? Also mir fällt da dieser Morgenstern aus'm Deutschabitur ein, besonders die Zeilen ...

Der Zaun indessen stand ganz dumm
mit Latten ohne was herum,


Aber das mit dem fremden Worte ist ja nu so'ne Glückssache, so sagt man. Doch die Findmaschine ist nur ein Rechtsklick entfernt im WeltWeitenWissen. Und vielleicht meint'r ja eigentlich in Bezug auf einige Schlagzeilen des Wandzeitungsredakteurs cum hoc ergo propter hoc ...

Achso, die Auflösung von Hausfreunds Rätsel zu Verfassers Unterstellung
Verfasser hat geschrieben:dass ich Lüge ist wieder eine LÜGE von dir.
findet sich auch im Netz. In Ermangelung eines funktionierenden Spoilers in diesem Forum verstecke ich's mal selber etwas dilletantisch (Schon beim nächsten Zittieren iss der Drops gelutscht) vor dem unbedarften Blicke: http://www.blueprints.de/gehirnjogging/harte-nuesse/das-gefaengnis-raetsel/loesung.html
94 (OvA)
 

Re: DDR-Schulstunde à la 1985...Die Ex-Lehrerin: "Ich schäme mich dafür"

Beitragvon Verfasser » 1. Oktober 2013, 15:01

Steigbügelhalter für Kommunismusverbrechen-Leugner

Hausfreund hat geschrieben:
Verfasser hat geschrieben:Die Unterstellung, dass ich lüge (Goß-L gestrichen) ist wieder eine LÜGE von dir.

Da fällt mir eine interessante Logik-Aufgabe ein, entschuldige Ralf.

Ich entschuldige gar nichts. Damit das klar ist.

Hausfreund hat geschrieben:Die Zelle eines Gefangenen hat zwei Türen, eine führt in die Freiheit, eine in den Tod. Das weiß der Gefangene; jedoch nicht welche was verursacht.

Dann gibt es zwei Wärter und man weiß, daß einer immer lügt, der andere immer die Wahrheit sagt. Dem Gefangenen ist jedoch nicht bekannt, wer wie reagiert. Die Wärter kennen sich.

Jetzt die Aufgabe: Der Gefangene darf einem der Wärter (egal welchem) eine Frage stellen. Die Frage muß so formuliert sein, daß sie nur mit ja oder nein zu beantworten ist.

Wie gelangt er in die Freiheit?

Dein albernes und unzutreffendes Gleichnis, das zum Nachdenken anregen soll, hättest du dir sparen können. Denn es liegt gar keine doppelte Verneinung, im Sinne, dass Thoth kein LÜGNER ist, vor. Deine Aussage:

Hausfreund hat geschrieben:Von der logischen Struktur her enthielt Deine Aussage "T lügt, wenn er sagt, daß V lügt" eine doppelte Verneinung, Ralf.

ist schlicht falsch, um nicht zu sagen: eine LÜGE für sich.

DU machst dich mit deiner LÜGE zum Steigbügelhalter der Kommunismusverbrechen-Leugner, wie Thoth oder 94 (OvA), der sich über Kommunismusverbrechen-Opfer lustig macht, indem er deren Lob auf unser bundesrepublikanisches Bildungssystem runtermacht und eine Studentin an der Kunsthochschule Köln gleichsetzt mit einer im Nuttenviertel Revaler/Ecke Warschauer Straße Tätigen,

und der die tiefe Verachtung, die die Kommunismusverbrechen-Opfer zu Recht gegenüber der verlogenen Stasi empfinden, mit der Bezeichnung "Schdassi" ins Lächerliche zieht:

94 (OvA) hat geschrieben:Und wem diese verkappte Paypalbettelei notiert auf eine (mal vorsichtig formuliert *) ominöse anmutende gmx-Adresse etwas süsspeckt erscheint, na der kann sich doch seine Postkarte vielleicht auch persönlich abholen, zum Beispiel nächstes Wochenende Revaler/Ecke Warschauer Straße?

94 (OvA) hat geschrieben:Aber eine 'augenzwinkernde' Bemerkung kann ich mir nicht verkneifen. Der lügende Wärter war auf jeden Fall ein Schdassi.

Eine doppelte Verneinung träfe evtl. zu, wenn Thoth mit seiner provokativen Frage:

Thoth hat geschrieben:@Verfasser, bezichtigst Du Dich neuerdings selbst der Lüge?

nur eine einfache Frage gestellt hätte, die evtl. auch so beantwortet werden könnte, dass ich mich neuerdings tatsächlich auf Grund meiner widersprüchlichen Aussagen selbst der Lüge bezichtigen müsste.

Das ist aber nicht der Fall. Ich konnte mich gar nicht neuerdings selbst der Lüge bezichtigen, da ich zu der Frage keinen Anlass gegeben hatte. Das habe ausführlich im Beitrag Thoths LÜGE klargestellt. Ich führte in dem Beitrag aus, dass meine Äußerungen gar nicht widersprüchlich waren, sondern im Gegenteil völlig eindeutig und unmissverständlich. Darum war Thoths Frage keine Frage, die noch diskutiert werden muss, sondern eine Unterstellung, d. h. eine glatte vollendete LÜGE.

Wenn ich zu Thoths LÜGE wie folgt Stellung nehme:

Verfasser hat geschrieben:Die Unterstellung, dass ich lüge (Groß-L gestrichen) ist wieder eine LÜGE von dir.

ist das also keine doppelte Verneinung, sondern eine klare eindeutige Aussage, die ich hier noch einmal unterstreichen möchte.

Verfasser K.
Verfasser
 

Re: DDR-Schulstunde à la 1985...Die Ex-Lehrerin: "Ich schäme mich dafür"

Beitragvon 94 (OvA) » 1. Oktober 2013, 15:54

Verfasser hat geschrieben:
Hausfreund hat geschrieben:
Verfasser hat geschrieben:Die Unterstellung, dass ich lüge (Goß-L gestrichen) ist wieder eine LÜGE von dir.
Da fällt mir eine interessante Logik-Aufgabe ein, entschuldige Ralf.

Ich entschuldige gar nichts. Damit das klar ist.
[...]
... und eine Studentin an der Kunsthochschule Köln gleichsetzt mit einer im Nuttenviertel Revaler/Ecke Warschauer Straße Tätigen ...

Und da war er wieder, der Fehlschluß! Ist aber zu entschuldigen wenn das eigne Kind in den Verdacht der schiefen Ebne gerät. Und das war gewiss NICHT (logisch im Sinne einer einfachen Verneinung) meine Absicht!
Ich versuchte auf die Veranstalltung (ich weiß, Veranstalltung wird nur mit einem l geschrieben, aber ihr gloobt nicht, was man wie schnell alles anhand der Tippfehler wiederfindet) im Urban Spree dieses WE hinzuweisen, alles Klärchen? Ist doch ganz logisch, also entschuldige mal! Und um die Reklame in diesem Thread auch für diese Veranstalltung nicht zu übertreiben: http://urbanspree.com/blog/event/4th-melodica-acoustic-festival-berlin

P.S. und jetzt vielleicht mal STRG und A drücken?
94 (OvA)
 

Re: DDR-Schulstunde à la 1985...Die Ex-Lehrerin: "Ich schäme mich dafür"

Beitragvon augenzeuge » 1. Oktober 2013, 16:42

94 (OvA) hat geschrieben:(Schon beim nächsten Zittieren iss der Drops gelutscht) vor dem unbedarften Blicke: http://www.blueprints.de/gehirnjogging/harte-nuesse/das-gefaengnis-raetsel/loesung.html


[grins] Hast du fein gemacht! Nur ein Fehler bleibt noch. Die Frage "Was würde ihr Kollege (der andere Wärter) sagen, wenn ich ihn frage welche Tür in die Freiheit führt?" ist zwar zielführend, kann nicht mit Ja/nein beantwortet werden, wie von Hausfreund gefordert..... [flash]

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