Über Friedenssicherung

Wie waren die politischen Systeme der beiden deutschen Staaten zur Zeit des Kalten Krieges? Wo waren die Unterschiede? Gab es Gemeinsamkeiten?
Wie wurde die Politik auf beiden Seiten vermittelt?

Über Friedenssicherung

Beitragvon andr.k » 3. Februar 2018, 21:53

Über Friedenssicherung

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Zu diesem Heft

Umfragen weisen es aus: Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung in der Bundesrepublik hat ein gutes Bild von der Bundeswehr. 91 Prozent halten die Mitgliedschaft in der NATO für notwendig, nur 6 Prozent sind für den Austritt. 85 Prozent der Bevölkerung sind der Meinung, dass die Bundeswehr den Frieden sicherer macht. Das Verständnis wird eingeschränkt oder hört gar auf, wenn persönliche Opfer verlangt werden.

Beim Verteidigungsauftrag der Bundeswehr beginnen die Schwierigkeiten. Wer dienen muss , wo andere vor allem verdienen, trauert der verlorenen Zeit nach. Wer etwas verteidigen soll und nicht genau weiß, was, empfindet den Auftrag als lästige Verpflichtung. Und es sind die Erfahrungen aus zwei Weltkriegen, die immer wieder eine faire Bewertung der „Friedensstreitmacht“ Bundeswehr erschweren.

Im Spannungsfeld der beiden Supermächte ist es aber gerade auch die Bundeswehr im Bündnis mit 16 an den NATO-Grundsätzen orientierten Staaten, die den Frieden bewahren hilft. Erst das militärische Gleichgewicht macht politische Verhandlungen über Rüstungskontrolle, Abrüstung und Entspannung möglich und sinnvoll. Beispiele aus der Geschichte lassen keinen Raum für pazifistische Idealvorstellungen.

Es ist nicht so sehr eine Politik der Stärke als vielmehr eine Politik der Vernunft, die das Risiko so kalkuliert, dass der Frieden die Alternative bleiben muss. Jede Generation muss den Willen zur Verteidigung neu für sich entdecken und begründen. Wer im Wohlstand groß geworden ist, wird wenig über Hunger wissen.

Wer 37 Jahre Frieden in Freiheit und nichts anderes erfahren hat, wird diesen Zustand als Selbstverständlichkeit bewerten. Dass diese Selbstverständlichkeit mehr ist, dass sie der Wert an sich ist, der alle kritische Auseinandersetzung mit politischen Tagesfragen erst möglich macht, sollte mit diesem Heft gesagt werden: Sicherheitspolitik als Preis der Freiheit.


Acht Themen sind im Heft behandelt:

1. Sicherheit ist nicht alles, aber ohne Sicherheit ist alles nichts: Schülerfragen und Antworten

2. Acht „Ichs“, acht Überzeugungen, Argumente für und gegen die Bundeswehr und die NATO

3. Von welcher Freiheit reden Sie denn? Originalzitate aus Schülerdiskussionen über das schwierige Thema Freiheit.

4. Frieden für unsere Zeit, sagte der britische Premierminister Chamberlain, als er 1938 von Verhandlungen mit Hitler nach London zurückkehrte. Ein Jahr später begann der zweite Weltkrieg.

5. Wir haben kein Feindbild, aber wir brauchen ein Freundbild, die Kenntnis dessen, was wir verteidigen, sagt die Bundeswehr

6. Weg mit den Blöcken! Löst die NATO auf! Löst den Warschauer Pakt auf! Oder: nachrüsten und verhandeln, am Prinzip der Abschreckung festhalten. Ideologisches und Strategisches.

7. MBFR, KSZE, SALT I/II/III – sind das nur Kürzel für die Ratlosigkeit der Politiker? Sind die Bemühungen am Verhandlungstisch nur taktisches Manöver oder doch ernstes Ringen um bessere Lösungen?

8. Wer hat das bessere Gewissen – die Wehrdienstleistenden oder die Kriegsdienstverweigerer? Sind die Dienenden die Dummen, die Verweigerer die mit der höheren Moral? KDV: Was ist das?


Das Heft ist aus dem Jahr 1983 und wurde in Gymnasien in Schleswig Holstein im Unterrichtsfach Geschichte behandelt.
#2860(Minus "automatische Löschfunktion")

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