Der Fall Hagedorn

Re: Der Fall Hagedorn

Beitragvon augenzeuge » 23. Dezember 2019, 18:12

Merkur hat geschrieben:Nach der Ergreifung des Täters lag die weitere Untersuchung des Falles in den Händen der Kriminalpolizei. Von hier aus und nicht vom MfS erfolgten die weiteren Ermittlungen, Untersuchungen, Vernehmungen und die Erstellung des Schlussberichtes, einschließlich der Übergabe an die Staatsanwaltschaft. Da nicht Mielkes Untersuchungsorgan verantwortlich war, gab es auch kein Gespräch zwischen Mielke und dem Generalsekretär....


Das MfS war Immer involviert. Schurich schreibt,
.... So waren es die Angehörigen der HA IX/7 des MfS, Py. und Lü., die zuerst den international bekannten Gerichtspsychiater Prof. Schipkowensky in Sofia konsultierten und dann den Oberarzt an der Psychiatrischen Klinik der Charité Hans Szewczykgutachterlich beauftragten – auf der Grundlage aller verwertbaren Ausgangsdaten des Falles. 

Das bedeutet, ohne diese Hilfe des MfS wäre der Fall vermutlich nicht erfolgreich abgeschlossen worden.
Und du willst vermitteln, daß MfS zog sich danach komplett zurück?

AZ
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Re: Der Fall Hagedorn

Beitragvon zonenhasser » 23. Dezember 2019, 18:13

Den Tod hat jeweils ein Arzt der Volkspolizei bescheinigt. Sein Dienstherr erwartete falsche Angaben, und also erfüllte der Doktor die Erwartungen. Die Leipziger Totenscheine stecken voller Lügen. Angekreuzt wurde stets das Kästchen "natürlicher Tod". Zusätzlich fabulierte der Arzt irgendwas von Diabetes, chronischen Lungenleiden, Herzversagen. Um die Spuren zu verwischen, wurde auch noch ein falscher Todesort angegeben. Erwin Hagedorn, der junge Kindesmörder, starb angeblich in Cottbus.
https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13489942.html


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Re: Der Fall Hagedorn

Beitragvon Merkur » 23. Dezember 2019, 18:17

augenzeuge hat geschrieben:
Merkur hat geschrieben:Nach der Ergreifung des Täters lag die weitere Untersuchung des Falles in den Händen der Kriminalpolizei. Von hier aus und nicht vom MfS erfolgten die weiteren Ermittlungen, Untersuchungen, Vernehmungen und die Erstellung des Schlussberichtes, einschließlich der Übergabe an die Staatsanwaltschaft. Da nicht Mielkes Untersuchungsorgan verantwortlich war, gab es auch kein Gespräch zwischen Mielke und dem Generalsekretär....


Das MfS war Immer involviert. Schurich schreibt,
.... So waren es die Angehörigen der HA IX/7 des MfS, Py. und Lü., die zuerst den international bekannten Gerichtspsychiater Prof. Schipkowensky in Sofia konsultierten und dann den Oberarzt an der Psychiatrischen Klinik der Charité Hans Szewczykgutachterlich beauftragten

AZ


Genau. Das war vor der Ergreifung des Täters.
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Re: Der Fall Hagedorn

Beitragvon augenzeuge » 23. Dezember 2019, 19:12

Merkur hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:
Merkur hat geschrieben:Nach der Ergreifung des Täters lag die weitere Untersuchung des Falles in den Händen der Kriminalpolizei. Von hier aus und nicht vom MfS erfolgten die weiteren Ermittlungen, Untersuchungen, Vernehmungen und die Erstellung des Schlussberichtes, einschließlich der Übergabe an die Staatsanwaltschaft. Da nicht Mielkes Untersuchungsorgan verantwortlich war, gab es auch kein Gespräch zwischen Mielke und dem Generalsekretär....


Das MfS war Immer involviert. Schurich schreibt,
.... So waren es die Angehörigen der HA IX/7 des MfS, Py. und Lü., die zuerst den international bekannten Gerichtspsychiater Prof. Schipkowensky in Sofia konsultierten und dann den Oberarzt an der Psychiatrischen Klinik der Charité Hans Szewczykgutachterlich beauftragten

AZ


Genau. Das war vor der Ergreifung des Täters.


Und dann rückte das MfS wieder völlig uneigennützig ab? Plausibel ist, dass das MfS die Zügel nie aus der Hand gab, nicht bei der Suche, nicht beim Urteil, und danach auch nicht.
AZ
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Re: Der Fall Hagedorn

Beitragvon Merkur » 23. Dezember 2019, 19:37

augenzeuge hat geschrieben:Und dann rückte das MfS wieder völlig uneigennützig ab? Plausibel ist, dass das MfS die Zügel nie aus der Hand gab, nicht bei der Suche, nicht beim Urteil, und danach auch nicht.
AZ


Das ist die Plausibilität Deiner Sichtweise.
Nochmal: Hagedorn befand sich in einer UHA des MdI und das EV wurde von der MUK FF/O bearbeitet, nicht vom MfS.

Unabhängig davon gab es natürlich nach der Überführung des Täters eine entsprechende Analyse des MfS zu Fehlern usw. Das hatte aber weder etwas mit dem EV noch mit dem Urteil zu tun.
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Re: Der Fall Hagedorn

Beitragvon augenzeuge » 23. Dezember 2019, 19:43

Merkur, es fällt mir sehr schwer das zu glauben.
Das MfS habe ich als Organ erlebt, was überall als Nr 1 mitspielte.

Das dies nun hier anders gewesen sein soll, erschließt sich mir nicht. Aber ich kann mich irren.

AZ
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Re: Der Fall Hagedorn

Beitragvon andr.k » 23. Dezember 2019, 22:18

zonenhasser hat geschrieben:
Den Tod hat jeweils ein Arzt der Volkspolizei bescheinigt. Sein Dienstherr erwartete falsche Angaben, und also erfüllte der Doktor die Erwartungen. Die Leipziger Totenscheine stecken voller Lügen. Angekreuzt wurde stets das Kästchen "natürlicher Tod". Zusätzlich fabulierte der Arzt irgendwas von Diabetes, chronischen Lungenleiden, Herzversagen. Um die Spuren zu verwischen, wurde auch noch ein falscher Todesort angegeben. Erwin Hagedorn, der junge Kindesmörder, starb angeblich in Cottbus.
https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13489942.html


Was für Paranoiker!

Wer ist für dich "Paranoiker"? Der SPIEGEL, weil schlecht recherchiert? Dein Beitrag passt nicht wirklich zum Thema.

Auf Seite 225, im Buch "Serienmorde in der DDR II" steht u.a.:

Außer den Tötungsverbrechen beginn Erwin Hagedorn in 24 Fällen Unzucht an insgesamt 17 Opfern im Kindesalter.



In Vernehmungen nannte Erwin Hagedorn die Namen von 30 Kindern, die er seit dem Jahr 1967 für seine sexuelle Befriedigung in einer Vielzahl von Fällen gequält und sexuell missbraucht hatte.
Man lebt ruhiger, wenn man nicht alles sagt, was man weiß, nicht alles glaubt, was man hört und über den Rest einfach nur lächelt.

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Re: Der Fall Hagedorn

Beitragvon zonenhasser » 23. Dezember 2019, 23:17

andr.k hat geschrieben:Wer ist für dich "Paranoiker"?.
Diejenigen, die veranlasst haben, dass der wahre Ort der Hinrichtung verschleiert wurde. Aber in der DDR litt man eben stets unter Verfolgungswahn. Zum Tag des offenen Denkmals habe ich mir die "zentrale Hinrichtungsstätte" hier in Leipzig angesehen. Nichts besonderes.
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Re: Der Fall Hagedorn

Beitragvon andr.k » 24. Dezember 2019, 00:13

zonenhasser hat geschrieben:
andr.k hat geschrieben:Wer ist für dich "Paranoiker"?.
Diejenigen, die veranlasst haben, dass der wahre Ort der Hinrichtung verschleiert wurde. Aber in der DDR litt man eben stets unter Verfolgungswahn. Zum Tag des offenen Denkmals habe ich mir die "zentrale Hinrichtungsstätte" hier in Leipzig angesehen. Nichts besonderes.


Wer hat wann welche Hinrichtung veranlasst und wie kamen "diejenigen" auf Cottbus? Stand das in der Zeitung? War es Mundpropaganda oder reine Spekulation?

Was den von Dir stetigen Verfolgungswahn in der DDR betrifft, kannst du doch sicher außerhalb dieses Threads erklären? Wen betraf das? Wie erkannte man eine Verfolgung, usw.? Aber bitte keine undurchsichtigen Links, Fotos oder etc.
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Re: Der Fall Hagedorn

Beitragvon zonenhasser » 24. Dezember 2019, 10:43

andr.k hat geschrieben:Wer hat wann welche Hinrichtung veranlasst und wie kamen "diejenigen" auf Cottbus? Stand das in der Zeitung? War es Mundpropaganda oder reine Spekulation?

Die Vollstreckung der Todesstrafe oblag dem zuständigen Staatsanwalt. Ob der auch die aktenkundliche Fälschung des Hinrichtungsorts angeordnet hat, geht aus dem "Spiegel"-Artikel nicht hervor. Ich gehe davon aus, dass die Hagedorn-Akte dem Magazin vorgelegen hat.

andr.k hat geschrieben:Was den von Dir stetigen Verfolgungswahn in der DDR betrifft, kannst du doch sicher außerhalb dieses Threads erklären? Wen betraf das? Wie erkannte man eine Verfolgung, usw.? Aber bitte keine undurchsichtigen Links, Fotos oder etc.

Dafür gibt es unzählige Beweise. Schon die Tatsache, dass man das Staatsgebiet mit einer fast undurchdringlichen Grenze sichern musste, implizierte das Misstrauen vor der eigenen Bevölkerung und die paranoide Verdächtigung, dass jeder Bürger ein potentieller "Republikflüchtling" wäre.
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Re: Der Fall Hagedorn

Beitragvon Volker Zottmann » 24. Dezember 2019, 11:26

So blöde Fragen, immer wieder!
Die Stasi hat alles und immer verschleiert und trotz, dass viele Vorgänge sich 1989/90 in Rauch auflösten, gibt es genug Zeitzeugen und Belege.
GrenzFall Runge: Alles wurde verschleiert. Selbst die Beerdigung fand fast unter komplettem Ausschluss der Öffentlichkeit statt.Trauergäste innerhalb der kleinen Familie wurden sogar noch heimlich fotografiert. Die Todesumstände wurden selbst der Mutter verschwiegen und sie wurde zudem noch, trotz ihrer Trauer beschipft

Mein Brigadekollege Fred Hartmeyer aus Warnstedt/Harz fand unter mysteriösen Umständen bei der NVA 1971 den Tod. Den Angehörigen hat man nie berichtet, was geschah. Tot, militärisch beerdigt, fertig!

Die Stasi war stets im Wahn, oder mindestens deren Befehlsgeber, alles geheim halten zu müssen.
An Dir ardr.k hätte Mielke heute noch seine Freude, so saudumm, wie Du hier versuchst Einfluss zu nehmen. Schäme Dich!

Gruß Volker
http://baupionier.zottmann.org/
http://Mein-DDR-Leben.de/

Die Weite Deines Horizonts ist Frage Deiner Sicht.
Der Große sieht ihn breiter, der Kleine leider nicht.
(Volker Zottmann)
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Re: Der Fall Hagedorn

Beitragvon andr.k » 24. Dezember 2019, 18:26

@Zottmann, Volker! [hallo]

Auf deine wiederholten diffamierenden Ausfälle möchte ich nicht eingehen, da ich mich NICHT auf dieses Niveau einlassen werde. Es ist hinlänglich bekannt, dass für dich in diesem FORUM keine Regeln gelten.

[santa]
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