Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Hier bitte ausschließlich Themen die sich mit der Berliner Mauer beschäftigen.

Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon pentium » 14. August 2026, 18:26

Ach du meine Güte....Ja diese Themen sind ganz schlimm, so wie früher in der DDR, wenn man RIAS gehört hat und vom Weg oder besser dem Glauben an den Sieg des Sozialismus abgelenkt wird...und das dort nur Lügen verbreitet werden.
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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon karnak » 14. August 2026, 18:39

Sind sie nicht, aber dümmlich und spekulierend auf maximal Teilwissen zu den Dingen der geneigten Leserschaft. Bedienung von erwartbaren Ressentiments einer entsprechenden Klientel, getarnte Rumhetzerei gegen Gruppierungen die nicht in die abendländische Leitkultur passen ,mit dem festen Plan und Vorsatz relevante Teile der deutschen Volksgemeinschaft auf den richtigen Weg zu agitieren. Diese Aufgabe haben sich solche Medien gestellt. Gibt es natürlich auch von links, aber rechts stellt sich dabei viel geschickter an. [grin]
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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon pentium » 14. August 2026, 19:29

karnak hat geschrieben:Sind sie nicht, aber dümmlich und spekulierend auf maximal Teilwissen zu den Dingen der geneigten Leserschaft. Bedienung von erwartbaren Ressentiments einer entsprechenden Klientel, getarnte Rumhetzerei gegen Gruppierungen die nicht in die abendländische Leitkultur passen ,mit dem festen Plan und Vorsatz relevante Teile der deutschen Volksgemeinschaft auf den richtigen Weg zu agitieren. Diese Aufgabe haben sich solche Medien gestellt. Gibt es natürlich auch von links, aber rechts stellt sich dabei viel geschickter an. [grin]


Der übliche ideologische Quatsch. Mal davon abgesehen, das wir weit vom Thema entfernt sind. Was kannst du mit Leitkultur anfangen? Ich denke, du merkst erst, das was schief gelaufen ist, wenn es nur noch Hallal Essen gibt und du als Ungläubiger eine Extrasteuer bezahlen musst oder man dir eine Roma Familie vors Haus setzt. So nun gut. Lies lieber die Rote Fahne und denke über den 13. August nach. Seltsam ist nämlich der Umstand von dir noch nichts zum eigentlichen Thema gelesen zu haben. Du fantasierst ja lieber von getarnter Rumhetzerei. Wobei ich die Idee mit den Roma....
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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon karnak » 14. August 2026, 19:55

pentium hat geschrieben: denke, du merkst erst, das was schief gelaufen ist, wenn es nur noch Hallal Essen gibt und du als Ungläubiger eine Extrasteuer bezahlen musst oder man dir eine Roma Familie vors Haus setzt.

[flash] Solcher Mist der angeblich schon am Horizont zu erkennen ist, vom aktuellen politischen System angeblich befördert und herbeigesehnt, weswegen es gestürzt werden muss und ersetzt werden durch ein System, dass deutsche Leitkultur konsequent um und durchsetzt und alles Andere unterbindet ,unterdrückt und bekämpft. Also ich kann jedenfalls gerne darauf verzichten weil ich weiß was dabei rauskommt. Die ganzen kleinen Spießer kommen hinter ihren Gardinen vorgekrochen und können ihre feuchten Träume von einer Welt wie sie sich gehört endlich durchsetzen und ausleben. [hallo] [flash]
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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon pentium » 14. August 2026, 20:08

karnak hat geschrieben:
pentium hat geschrieben: denke, du merkst erst, das was schief gelaufen ist, wenn es nur noch Hallal Essen gibt und du als Ungläubiger eine Extrasteuer bezahlen musst oder man dir eine Roma Familie vors Haus setzt.

[flash] Solcher Mist der angeblich schon am Horizont zu erkennen ist, vom aktuellen politischen System angeblich befördert und herbeigesehnt, weswegen es gestürzt werden muss und ersetzt werden durch ein System, dass deutsche Leitkultur konsequent um und durchsetzt und alles Andere unterbindet ,unterdrückt und bekämpft. Also ich kann jedenfalls gerne darauf verzichten weil ich weiß was dabei rauskommt. Die ganzen kleinen Spießer kommen hinter ihren Gardinen vorgekrochen und können ihre feuchten Träume von einer Welt wie sie sich gehört endlich durchsetzen und ausleben. [hallo] [flash]


Wieder nichts zum 13. August. Na dann Gute Nacht.
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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon Edelknabe » 15. August 2026, 08:34

Wie jetzt so "Interwiev vom Hans?" Wo steht was dazu und das der junge Kerl zu damaliger Zeit ein junger Rowdy war und sich bestimmt gerne geprügelt hatte, das hätte uns Karnak garnicht nochmal extra erwähnen müssen. Ich denke das vermutete hier Jeder. Denn da gab es Spezies bei Tanzveranstaltungen/Diskos, die gingen nur zum prügeln dahin und bestimmt nicht um Mädels anzumachen. Habe das X Mal erlebt zu damaliger Zeit.

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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon augenzeuge » 15. August 2026, 08:43

Edelknabe hat geschrieben:Wie jetzt so "Interwiev vom Hans?" Wo steht was dazu...

Rainer Maria


Jetzt hab ich es auch gelesen. Hier noch einmal der Link:
https://www.volksmut.de/der-sed-staat-s ... -verpackt/

Ich habe nie das Vertrauen in die Menschen verloren. Die unglaublichen Haftbedingungen in Bautzen zeigten mir vielmehr, dass ich mit meinem Widerstand gegen das sozialistische System richtig lag. Wenn ich damals noch ein kleines bisschen Restvertrauen in das System besaß, dann verlor ich es dort komplett. Denn was für ein System behandelt Menschen im Strafvollzug wie Sklaven, ohne Rechte und nur mit Pflichten versehen?


Was fehlt, ist ganz klar die Aufklärung in den Schulen darüber, was der Sozialismus wirklich war.


Die Linke wird von Muslimen und Islamisten in großer Zahl gewählt. Mir macht das besonders im Hinblick auf das jüdische Leben in Deutschland große Sorgen.


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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon karnak » 15. August 2026, 09:20

Edelknabe hat geschrieben:Wie jetzt so "Interwiev vom Hans?" Wo steht was dazu und das der junge Kerl zu damaliger Zeit ein junger Rowdy war und sich bestimmt gerne geprügelt hatte, das hätte uns Karnak garnicht nochmal extra erwähnen müssen.

[grin] Das ist ja gar nicht der Punkt, der Punkt ist dass er überhaupt kein politischer Häftling war, deswegen vermeidet er ja auch tunlichst öffentlich zu machen warum und für was er eigentlich eingezogen ist. Er ist sich dieser Tatsache also durchaus bewusst. [flash] Und ein viel wesentlicher Punkt, dass der Staat ihm auch noch Opferrente zahlt und damit die kleine Schummelei auch noch in den Stand der Wahrheit erhebt. Obwohl mit Sicherheit leicht zu überprüfen wäre was damals passiert ist. Der wesentliche Punkt ist,es geht gar nicht um Aufarbeitung, es geht auch nicht um Wiedergutmachung gegenüber den Opfern, es geht lediglich um die Fortführung des Kampf der Systeme, obwohl das Eine nicht mehr vorhanden ist,und es geht um schnöde Abrechnung mit dem alten Feind. Ansonsten sollen dem Hans die paar Kröten gerne gegönnt sein. [flash] hallo]
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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon pentium » 15. August 2026, 09:38

karnak hat geschrieben:
Edelknabe hat geschrieben:Wie jetzt so "Interwiev vom Hans?" Wo steht was dazu und das der junge Kerl zu damaliger Zeit ein junger Rowdy war und sich bestimmt gerne geprügelt hatte, das hätte uns Karnak garnicht nochmal extra erwähnen müssen.

[grin] Das ist ja gar nicht der Punkt, der Punkt ist dass er überhaupt kein politischer Häftling war, deswegen vermeidet er ja auch tunlichst öffentlich zu machen warum und für was er eigentlich eingezogen ist. Er ist sich dieser Tatsache also durchaus bewusst. [flash] Und ein viel wesentlicher Punkt, dass der Staat ihm auch noch Opferrente zahlt und damit die kleine Schummelei auch noch in den Stand der Wahrheit erhebt. Obwohl mit Sicherheit leicht zu überprüfen wäre was damals passiert ist. Der wesentliche Punkt ist,es geht gar nicht um Aufarbeitung, es geht auch nicht um Wiedergutmachung gegenüber den Opfern, es geht lediglich um die Fortführung des Kampf der Systeme, obwohl das Eine nicht mehr vorhanden ist,und es geht um schnöde Abrechnung mit dem alten Feind. Ansonsten sollen dem Hans die paar Kröten gerne gegönnt sein. [flash] hallo]


Wegen nichts wäre er aber nicht nach Bautzen gekommen und es gäbe auch keine Akte über den Hans. Das alles kannst du doch ganz leicht überprüfen, wenn du Zeit hast. Kampf der Systeme...Herrlich. Das an der Geschichte was nicht stimmt ist mir auch klar...
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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon karnak » 15. August 2026, 09:56

Warum soll es denn keine Akte geben. Die Stasi hat sich um alles mögliche gekümmert, auch um Leute mi" dekadenten Lebenswandel und Äuserem",Rowdytum und allem möglichen. Wenn dann noch Systemmaulerei und Ausreiseantrag dazu kam sowieso. All diese Leute nehmen heute für sich in Anspruch politisch motivierte Opfer zu sein. Beim Hans ist für mich der entscheidende Punkt, er stellt allzugerne als Beweis seine Anklage und Urteilsschrift ins Netz. Aber immer so,dass der Teil, warum,nach welchen Paragraphen eigentlich verurteilt wurde nicht zu sehen ist. Ich habe ihn schon paar Mal danach gefragt, das ignoriert er aber hartnäckig. [flash]
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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon augenzeuge » 15. August 2026, 10:00

karnak hat geschrieben:der Punkt ist dass er überhaupt kein politischer Häftling war,


Sehe ich anders. Wenn jemand in der DDR für eine Demonstration bzw. einen öffentlichen Protest für seine Ausreise verurteilt und deshalb inhaftiert wurde, wird er grundsätzlich als politischer Häftling bzw. politisch Verfolgter eingeordnet.

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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon karnak » 15. August 2026, 10:07

Eingeordnet, da haste recht. [flash] Sich auf die Straße zu stellen und in eine spezielle Kerbe zu schlagen die das politische System nun so gar nicht mag um damit die Bewilligung eines Ausreiseantrags zu beschleunigen ist aber nun mal kein politischer Widerstand. [grin] Und ob dieser öffentliche Auftritt überhaupt stattgefunden hat könnte man nur wissen wenn man wüsste nach welchem Paragraphen er in den Bau ist. Und das ist nun mal geheim wie es scheint, was mich zum Nachdenken bringt. [grin]
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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon pentium » 15. August 2026, 10:18

karnak hat geschrieben:Eingeordnet, da haste recht. [flash] Sich auf die Straße zu stellen und in eine spezielle Kerbe zu schlagen die das politische System nun so gar nicht mag um damit die Bewilligung eines Ausreiseantrags zu beschleunigen ist aber nun mal kein politischer Widerstand. [grin] Und ob dieser öffentliche Auftritt überhaupt stattgefunden hat könnte man nur wissen wenn man wüsste nach welchem Paragraphen er in den Bau ist. Und das ist nun mal geheim wie es scheint, was mich zum Nachdenken bringt. [grin]


Das haben aber die Genossen anders gesehen...wenn es um die Ausreiseanträge ging, das konnte ganz schnell politisch werden....Und geheim?
Gut, man müsste mindestens Journalist sein um in den alten Akten zu blättern.
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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon Edelknabe » 15. August 2026, 10:26

Ist nur ne Vermutung. Der Hans hatte vielleicht einmal den Falschen eine verpasst? Stand da nicht einmal,(so ich es noch in Erinnerung habe) das Kerl ist über den Schreibtisch gehechtet und hatte den Vernehmer an der Binde? Klar das dies kein Staat tolerieren konnte wenn dermaßen mit seiner vernehmenden Respektsperson umgegangen wird. Also in der DDR einen Angehörigen des MDI körperlich anzugehen....ich weiß ja nicht? Und bei einer Vernehmung/Befragung waren doch nun nicht zwei drein Mann im Zimmer. Deswegen wohl geht Hans nicht ins Details, warum ausgerechnet gleich Bautzen und nicht erstmal ne Nummer kleiner so Zeithain oder ....was weiß ich denn eigentlich?

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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon Gerd Böhmer » 15. August 2026, 10:31

karnak hat geschrieben:Eingeordnet, da haste recht. [flash] Sich auf die Straße zu stellen und in eine spezielle Kerbe zu schlagen die das politische System nun so gar nicht mag um damit die Bewilligung eines Ausreiseantrags zu beschleunigen ist aber nun mal kein politischer Widerstand. [grin] Und ob dieser öffentliche Auftritt überhaupt stattgefunden hat könnte man nur wissen wenn man wüsste nach welchem Paragraphen er in den Bau ist. Und das ist nun mal geheim wie es scheint, was mich zum Nachdenken bringt. [grin]

naja - es kam in der Zeit des Dritten Reiches genauso wie in der DDR vor, das Bürger unter Vorwänden von den staatlichen Organen in Gewahrsam genommen wurden. Erinnert mich an einen Vorfall in der zweiten Hälfte der 1980-er Jahre - ich war schon im Bereich Bahnstrom tätig - als Vormittags Angehörige der Organe in der Dienststelle auftauchten und einige als Hooligans bekannte Kollegen zur Klärung eines Sachverhaltes, wie es sich nannte befragten. Dabei ging es wohl, wie sich im Nachhinein herausstellte um Randale im Bereich der Fussballfanszene.
Es wurde ja auch mit doppelter Moral gemessen, wenn ich so an die Verfolgten des Naziregimes zurück denke.
In der alten Bundesrepublik waren die Methoden im Stile der "feinen englischen Art" auch nicht unüblich, so zum Beispiel der berüchtigten Berufsverbote.

edit - nicht nur die Fussballfanszene ist ja bis Heute berühmt-berüchtigt ...
Zuletzt geändert von Gerd Böhmer am 15. August 2026, 10:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon karnak » 15. August 2026, 10:38

pentium hat geschrieben:
Das haben aber die Genossen anders gesehen...wenn es um die Ausreiseanträge ging, das konnte ganz schnell politisch werden....Und geheim?
Gut, man müsste mindestens Journalist sein um in den alten Akten zu blättern.

Dann sollte sich das im Paragraphen der Verurteilung niederschlagen und den kennt keiner außer der Spartacus und er will offensichtlich auch nicht,dass das jemand anderes weiß, dass meine ich mit geheim. Und das ist gerade in diesem Fall besonders merkwürdig um nicht zu sagen verdächtig. [flash] Ich nun wieder kenne keinen der AUSSCHLIEßLICH wegen des Stellens eines Ausreiseantrages in den Bau eingezogen ist. [hallo]
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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon karnak » 15. August 2026, 10:46

Gerd Böhmer hat geschrieben:naja - es kam in der Zeit des Dritten Reiches genauso wie in der DDR vor, das Bürger unter Vorwänden von den staatlichen Organen in Gewahrsam genommen wurden. Erinnert mich an einen Vorfall in der zweiten Hälfte der 1980-er Jahre - ich war schon im Bereich Bahnstrom tätig - als Vormittags Angehörige der Organe in der Dienststelle auftauchten und einige als Hooligans bekannte Kollegen zu einem Sachverhalt, wie es sich nannte befragten. Dabei ging es wohl, wie sich im Nachhinein herausstellte um Randale im Bereich der Fussballfanszene.
Es wurde ja auch mit doppelter Moral gemessen, wenn ich so an die Verfolgten des Naziregimes zurück denke.
In der alten Bundesrepublik waren die Methoden im Stile der "feinen englischen Art" auch nicht unüblich, so zum Beispiel der berüchtigten Berufsverbote.

edit - nicht nur die Fussballfanszene ist ja bis Heute berühmt-berüchtigt ...

" In Gewahrsam genommen" ist etwas ganz Anderes als Verurteilung vor einem Gericht. Da gibt es in jedem Fall eine Urteilsschrift mit entsprechenden Paragraphen wegen der man verurteilt wurde. Auch in der DDR war das so. Und genau das wird halt nicht preisgegeben. Hättest Du denn eine Erklärung dafür warum ein Opfer,ein politisch Verurteilter der sich das selbst anrechnet das nicht öffentlich macht?
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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon Gerd Böhmer » 15. August 2026, 10:52

karnak hat geschrieben:"In Gewahrsam genommen" ist etwas ganz Anderes als Verurteilung vor einem Gericht. Da gibt es in jedem Fall eine Urteilsschrift mit entsprechenden Paragraphen wegen der man verurteilt wurde. Auch in der DDR war das so. Und genau das wird halt nicht preisgegeben. Hättest Du denn eine Erklärung dafür warum ein Opfer, ein politisch Verurteilter der sich das selbst anrechnet das nicht öffentlich macht ?

Ich habe keine Erklärung dafür, wenn ein Mensch sich nicht zu seinen "Taten" bekennt, da ist etwas megafaul. Ansonsten hast Du ja Recht.
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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon pentium » 15. August 2026, 10:53

karnak hat geschrieben:
pentium hat geschrieben:
Das haben aber die Genossen anders gesehen...wenn es um die Ausreiseanträge ging, das konnte ganz schnell politisch werden....Und geheim?
Gut, man müsste mindestens Journalist sein um in den alten Akten zu blättern.

Dann sollte sich das im Paragraphen der Verurteilung niederschlagen und den kennt keiner außer der Spartacus und er will offensichtlich auch nicht,dass das jemand anderes weiß, dass meine ich mit geheim. Und das ist gerade in diesem Fall besonders merkwürdig um nicht zu sagen verdächtig. [flash] Ich nun wieder kenne keinen der AUSSCHLIEßLICH wegen des Stellens eines Ausreiseantrages in den Bau eingezogen ist. [hallo]


Man wurde aber erfasst und eine Akte angelegt...Davon mal abgesehen, laut seiner Erzählung hat er den Antrag ja erst in Bautzen gestellt, es muss also einen anderen Grund gegeben haben, was stand auf dem Schild...?
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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon karnak » 15. August 2026, 11:00

Gerd Böhmer hat geschrieben:Ich habe keine Erklärung dafür, wenn ein Mensch sich nicht zu seinen "Taten" bekennt, da ist etwas megafaul. Ansonsten hast Du ja Recht.

[grin] Besonders wenn es sich um eine " Tat" handelt mit der man sich heute schmücken kann und will. [flash]
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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon augenzeuge » 15. August 2026, 11:44

Ich nun wieder kenne keinen der AUSSCHLIEßLICH wegen des Stellens eines Ausreiseantrages in den Bau eingezogen ist.


Ich auch nicht, sonst hätte ich ihn nie gestellt.

Allerdings kam man dann, durch die staatlichen und beruflichen Schikane, sehr schnell in eine Lage, wo es grenzwertig werden konnte.

Allein bei der Abgabe meines PA bei der "politischen Polizei" kam es allein durch verbale Proteste fast zur Festnahme. Das lag aber auch am Gegenüber.

Letztendlich gab es für den Antragsteller auch keine andere Möglichkeit, wenn er denn mit Nachdruck auf seinen Erfolg hinwirken musste. Wer nichts tat, kam meist auch nicht weg.

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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon karnak » 15. August 2026, 11:55

Gestellter Ausreiseantrag und gleichzeitiger Entzug des Personalausweises waren aber nicht zwangsläufig.
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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon augenzeuge » 15. August 2026, 12:19

karnak hat geschrieben:Gestellter Ausreiseantrag und gleichzeitiger Entzug des Personalausweises waren aber nicht zwangsläufig.


Natürlich nicht. Heute würde ich es so einschätzen, es war der erste Hinweis zum Erfolg des Anliegens. Damals sah man das nicht so. [grins]

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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon karnak » 15. August 2026, 12:24

Sehe ich auch so, konnte natürlich auch Returkutsche sein bei besonderer Aufsässigkeit. [flash]
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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon augenzeuge » 15. August 2026, 12:30

karnak hat geschrieben:Sehe ich auch so, konnte natürlich auch Returkutsche sein bei besonderer Aufsässigkeit. [flash]


Man wollte verhindern, dass man nicht früher abhauen kann, als man es lukrativ bewerten konnte. [grins]

Fakt ist, du wurdest das Ding auch dann nicht los, wenn der Antrag zurückgezogen wurde und du dich wie ein Lamm benahmst. Denn die Entscheidung traf Inneres nicht.

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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon pentium » 15. August 2026, 13:19

Das trifft aber auf unseren Hans nicht zu...Der hat seinen Antrag erst in Bautzen gestellt.
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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon pentium » 15. August 2026, 13:22

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Der Potsdamer Platz in Berlin nach dem Mauerbau vom 13.8.1961, vor 65 Jahren! Im Hintergrund der Bau des Fernsehturms am Alexanderplatz noch als Betonschaft ohne Kugel ca. 1967. Sammlung J. Beining
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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon Ari@D187 » 15. August 2026, 17:22

Ich erinnnere mich noch gut daran, dort auf der Ausssichtsplattform gestanden zu haben im Mai 1988. Irgendeiner erzählte dann, dass irgendwo da drüben auch der Führerbunker sei.
Das Ganze atmete förmlich Geschichte und man fragte sich, ob da nicht gleich Onkel Adolf ums Eck käme, nachdem man mit der Reichsbahn nach Berlin gefahren war, den Stechschritt und die wehrmachtsähnlichen Uniformen bestaunen durfte, usw.

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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon pentium » 15. August 2026, 17:47

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In der Nacht vom 12. auf den 13. August 1961 begannen NVA sowie 5000 Angehörige der Deutschen Grenzpolizei (Vorläufer der Grenztruppen) mit 5000 Kräften der Schutzpolizei und der Volkspolizei-Bereitschaften sowie 4500 Angehörigen der Betriebskampfgruppen, die Straßen und Schienenwege nach West-Berlin abzuriegeln. Auf dem Photo sieht man einen Volkspolizisten und einen Angehörigen der Kampfgruppen, welche den Mauerbau sichern.
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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon Gerd Böhmer » 15. August 2026, 19:40

pentium hat geschrieben:
68883035_1600344000096042_5887310718591565824_n.jpg

In der Nacht vom 12. auf den 13. August 1961 begannen NVA sowie 5000 Angehörige der Deutschen Grenzpolizei (Vorläufer der Grenztruppen) mit 5000 Kräften der Schutzpolizei und der Volkspolizei-Bereitschaften sowie 4500 Angehörigen der Betriebskampfgruppen, die Straßen und Schienenwege nach West-Berlin abzuriegeln. Auf dem Photo sieht man einen Volkspolizisten und einen Angehörigen der Kampfgruppen, welche den Mauerbau sichern.

Ich zitiere einmal aus dem Buch "750 Jahre Berlin" erschienen 1987 im Dietz-Verlag Berlin, im Kapitel "bis hierher und nicht weiter ! Das Fiasko der Frontstadtpolitik am 13. August 1961"
Die Nacht vom 12. zum 13. August 1961 lag mit drückender Schwüle über dem Häusermeer ...
Um Mitternacht lief die Operation an. Um 01.00 Uhr hiess es für die Berliner Kampfgruppen der Arbeiterklasse - Alarm ! Eine halbe Stunde später erging die gleiche Order an die Kampfgruppen in den Nachbarbezirken ... sofort zum Stützpunkt ...
Im Morgengrauen trafen auch die eingesetzten Verbände der Nationalen Volksarmee ein.
Ab 01.11 Uhr begann ADN die Erklärungen der Regierungen der Warschauer Vertragsstaaten und der DDR vom 12. August 1961 zu veröffentlichen. Um 01.10 Uhr wurde der S-Bahn-Verkehr nach Westberlin eingestellt.

Innerhalb weniger Stunden wurden gemäss den vorbereiteten Weisungen alle nicht notwendigen Verbindungen zwischen den beiden Teilen der Stadt gekappt. Über meine Erlebnisse des Tages, ich war ja mit meinen Eltern im Urlaub an der Ostsee hatte ich ja schon einmal berichtet.
In der Nacht vom 13. zum 14. November 1989 lag in der Schaltstelle des S-Bahnhaltepunktes Unter den Linden noch das Dienstbuch mit einer letzten Eintragung vom 13. August 1961 etwa 12.00 Uhr und im Bereich des Bahnhofes Potsdamer Platz sah es aus, als ob die Zeit am 13. August 1961 stehen geblieben war.
MfG Gerd Böhmer,
Reichsbahninspektor aD
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