
Es geht nicht nur um Hass und offene Ablehnung. Rassismus ist tief in der Gesellschaft verankert. Und man wird ihn nicht los, nur weil man behauptet, man sei nicht rassistisch.
Selten fühlen sich weiße Menschen so angegriffen, allein und missverstanden wie dann, wenn man sie oder ihre Handlungen rassistisch nennt. Das Wort „Rassismus“ wirkt wie eine Gießkanne voller Scham, ausgekippt über die Benannten. Weil die Scham so groß ist, geht es im Anschluss selten um den Rassismus an sich, sondern darum, dass ich jemandem Rassismus unterstelle.
Weiße Menschen haben so wenig Übung darin, mit ihrem eigenen Rassismus konfrontiert zu werden, dass sie meist wütend darauf reagieren, anfangen zu weinen oder einfach gehen. Für viele Menschen wirkt das R-Wort so, als ob man eine Fliege mit einem Baseballschläger erschlagen würde. Wenn ich jemanden rassistisch nenne, dann hört dieser Mensch meist nicht, was ich ihm oder ihr sage. Was er oder sie hört, ist: „Du bist ein schlechter Mensch. Du bist böse. Du bist ein Nazi.“ Das liegt auch daran, dass Menschen eine einseitige Vorstellung davon haben, was Rassismus ist.
Der längere, interessante Beitrag von der Autorin Alice Hasters geht hier weiter:
https://www.tagesspiegel.de/gesellschaf ... 4-all.html








