Gefährliche „Einsame Wölfe“

Hier können Bücher vorgestellt und besprochen werden, die in den Bereich politische Systeme gehören.

Gefährliche „Einsame Wölfe“

Beitragvon Interessierter » 1. Dezember 2018, 09:50

Der „Lone Wolf-Terrorismus“ wird bislang als Phänomen unterschätzt. Der Politikwissenschaftler Florian Hartleb hat jetzt ein Buch dazu vorgelegt.

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Politikwissenschaftler lenkt die Aufmerksamkeit auf den Einsamer Wolf-Terrorismus; (Screenshot, Verlagsseite

Wenn von Einzeltätern im Rechtsextremismus gesprochen wird, kommt immer schnell der Vorwurf der Verharmlosung auf. Der Einfluss der Gesellschaft und der Szene auf den Täter werde ignoriert. Dabei handelt es allerding um einen Fehlschluss, geht es bei der Bezeichnung doch nur um die allein durch ein Individuum erfolgte Planung und Umsetzung. Der bekannteste Fall dürfte der von Anders B. Breivik in Norwegen gewesen sein, hatte dieser doch im Juli 2011 allein 77 Menschen getötet. In Deutschland gehört der Messerangriff im Oktober 2015 auf die jetzige Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker durch den früher aktiven Neonazi Frank S. dazu.

Gleichwohl fand der Einsamer Wolf- beziehungsweise Lone Wolf-Terrorismus bislang als besonderes Phänomen noch nicht breitere Aufmerksamkeit. Ein Buch dazu hat jetzt der Politikwissenschaftler Florian Hartleb mit dem Titel „Einsame Wölfe. Der neue Terrorismus rechter Einzeltäter“ vorgelegt. Hartleb war Gutachter im Fall von David Sonboly, der im Sommer 2016 neun Menschen in München getötet hatte. Dies motivierte Hartleb wohl zu dem Buch.

https://www.bnr.de/artikel/hintergrund/ ... same-w-lfe
Auch aus Steinen die einem in den Weg
gelegt werden,
kann man was schönes bauen
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