Die Lage in der Ukraine Teil 1

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 18. April 2014, 15:47

Sowohl russische als auch ukrainische Medien berichten, dass die Anti-Terror-Aktion der Regierung in Kiew gegen die Demonstranten im Osten des Landes in eine „passive“ oder „inaktive“ Phase eintrete. Demzufolge sagte der Sprecher der Einsatzkräfte: „In Übereinstimmung mit den Osterfeiertagen und der Genfer Einigung sind die Operationen jetzt in einer inaktiven Phase.“ Sie würde aber fortgesetzt und sie Intensität hänge davon ab, wie weit die andere Seite ihre Versprechen einhalte. Hauptaufgabe sei der Schutz der Zivilbevölkerung.

http://www.focus.de/politik/ukraine-im- ... 84501.html

...Wenn also Russland die Ukraine übernommen hat,...sehe ich zumindest so, wird wohl so kommen, was ändert sich da eigentlich für den kleinen Mann, die Frau?...

Ich sage mal Edelknabe, es kommt darauf an ob der kleine Mann oder die Frau zum russischen Bevölkerungsteil oder zum ukrainischen Bevölkerungsteil gehört!
Wobei ich eher der Meinung bin, der Westen der Ukraine wird sich dann abspalten, sollte es so wie du meinst dazu kommen, das Russland die Ukraine...
Man sollte auch nicht vergessen in der Ukraine leben:

Ukrainer 37.541.700 77,8 %
Russen 8.334.100 17,3 %
Rumänen/Moldawier 508.600 0,8 %
Weißrussen 275.800 0,6 %
Krimtataren 248.200 0,5 %
Bulgaren 204.600 0,4 %
Magyaren 156.600 0,3 %
Polen 144.100 0,3 %
Juden 103.600 0,2 %
Armenier 99.900 0,2 %

mfg
pentium
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
Anton Günther

Freundeskreis Schloss Hubertusburg e. V.
http://www.freundeskreis-hubertusburg.de
https://www.schloesserland-sachsen.de/de/startseite/
Benutzeravatar
pentium
 
Beiträge: 55817
Bilder: 164
Registriert: 9. Juli 2012, 16:12
Wohnort: Sachsen/Erzgebirge

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Edelknabe » 18. April 2014, 17:21

Siehe Pentium mit:

"Man sollte auch nicht vergessen in der Ukraine leben:

Ukrainer 37.541.700 77,8 %
Russen 8.334.100 17,3 %
Rumänen/Moldawier 508.600 0,8 %
Weißrussen 275.800 0,6 %
Krimtataren 248.200 0,5 %
Bulgaren 204.600 0,4 %
Magyaren 156.600 0,3 %
Polen 144.100 0,3 %
Juden 103.600 0,2 %
Armenier 99.900 0,2 %

Genau Pentium, das sollte man nicht...weil, im schönen Deutschland wohnen ja auch Schwaben,Preußen,Bayern, Thüringer,Nordrhein-Westfalen,Sachsen-Anhalter, Mecklenburger, Sachsen, Sorben, Türken,habsch ne welche vergessen.... dazu noch Völkerschaften aller Asylantenrichtungen. Und wenn jetzt bitte noch Einer die Prozentzahlen ergänzen könnte?

Gott ne war das ne relativ friedliche Sache als die UdSSR noch...usw, als das alles noch Sowjetbürger (wieder relativ gleichberechtigte)waren. Und bitte, bitte nicht schon wieder die alte antikommunistische Leier....das da schon Einer des anderen Teufel war. Wars eben nicht, wars eben nicht.Ich weiß das...weil, selber erlebt, in den Kasernen der GSSD....in der DDR.

Rainer-Maria
Benutzeravatar
Edelknabe
Grenztruppen
Grenztruppen
 
Beiträge: 19510
Bilder: 57
Registriert: 2. Mai 2010, 09:07

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 18. April 2014, 17:35

Das sind wieder Vergleiche! Was unterscheidet bitte einen Sachsen von einem Preußen? Einen Thüringer von einem Hessen? Edelknabe.
Gut, ihre Geschichte in Teilen und eventuelles...
Ich will das aber wegen des Friedens im Forum nicht weiter ausführen. Preußen-Sachsen....
Jedenfalls sind es der nationalität nach? Bingo eben Deutsche!
Du und deine GSSD-Kasernen! Hast du mal einen Balten gefragt, was er über die große Sowjetunion so denkt? Oder einen Kasachen über seine Meining zu den Russen?
Warum waren denn die baltischen Staaten zuerst raus aus deinem: wie haben uns doch alle lieb-Imperium? Nein, nein mein Freund. So war deine Sowjetunion nicht! Und schon überhaupt nicht im Mikro-Kosmos einer GSSD-Kaserne!
Aber das ist ein anderes Thema!
Beschäftige dich mal mit der jüngeren Geschchte des Baltimums, Edelknabe!

mfg
pentium
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
Anton Günther

Freundeskreis Schloss Hubertusburg e. V.
http://www.freundeskreis-hubertusburg.de
https://www.schloesserland-sachsen.de/de/startseite/
Benutzeravatar
pentium
 
Beiträge: 55817
Bilder: 164
Registriert: 9. Juli 2012, 16:12
Wohnort: Sachsen/Erzgebirge

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon augenzeuge » 19. April 2014, 14:12

augenzeuge hat geschrieben:
pentium hat geschrieben: Zu der Einigung über eine schrittweise Deeskalation gehöre die «Entwaffnung illegaler bewaffneter Gruppen», sagte Lawrow. (AFP)


Wenn's ernst gemeint ist.....
AZ


Genf? Gab es da etwa irgendetwas?

Die Einigung von Genf hat die Ukraine-Krise einer Lösung keinen Schritt näher gebracht. Im Gegenteil, die Fronten sind so verhärtet, als hätte es Genf nie gegeben. Erstmals bestätigte Russland nun, dass die Truppen in den Grenzregionen zur Ukraine verstärkt worden seien.
http://www.tagesschau.de/ausland/ukrain ... kt158.html

AZ
"Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist."
„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war“.
"Es ist manchmal gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat. (Voltaire)"
Benutzeravatar
augenzeuge
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 97686
Bilder: 20
Registriert: 22. April 2010, 07:29
Wohnort: Nordrhein-Westfalen

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Interessierter » 22. April 2014, 06:52

Polen will Energieunion gegen Moskau

Die Abhängigkeit von Russlands Gas schwächt Europa - so sieht es Polens Premier Tusk und fordert in der Ukraine-Krise eine EU-Energieunion. Die USA drohen Moskau mit neuen Sanktionen und schicken Vizepräsident Biden auf Vermittlertour.

Brüssel/Kiew - Polens Ministerpräsident Donald Tusk hat die Europäische Union aufgefordert, sich unabhängiger von russischen Energielieferungen zu machen. Sein Vorschlag: der Aufbau einer Europäischen Energieunion nach dem Vorbild der Bankenunion. Das schrieb Tusk in einem Gastbeitrag in der "Financial Times".

http://www.spiegel.de/politik/ausland/u ... 65441.html
Interessierter
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 22. April 2014, 16:39

Zitat:
Bisher deckt die EU rund ein Drittel ihres Öl- und Gasbedarfs mit Lieferungen aus Russland. Deshalb definiert Tusk als Ziel dieser Vereinigung, dass die EU-Staaten in der Energiepolitik enger zusammenarbeiten. In einer EU-Zentrale solle Gas für alle 28 Mitgliedsländer eingekauft und ein Solidaritätsmechanismus installiert werden, über den die Staaten bei Gasengpässen unterstützt werden. Zudem müsse die EU ihre fossilen Energiealternativen wie Kohle und das umstrittene Schiefergas voll nutzen.

"Wie auch immer sich der Konflikt in der Ukraine entwickelt, eine Lehre daraus ist klar: Eine übergroße Abhängigkeit von russischer Energie macht Europa schwach", schrieb Tusk. Mindestens zehn EU-Länder seien zumindest zum großen Teil abhängig vom russischen Gasgiganten Gazprom. Die EU müsse laut Tusk auch stärker auf Gas etwa aus den USA und Australien zurückgreifen....]

http://www.spiegel.de/politik/ausland/u ... 65441.html

Schiefergas fördern, ist das nicht Fracking? Und wieviele Gastanker brauchen wir um auch stärker Gas aus den USA und Australien zu holen? Wer bezahlt die Kosten?

mfg
pentium
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
Anton Günther

Freundeskreis Schloss Hubertusburg e. V.
http://www.freundeskreis-hubertusburg.de
https://www.schloesserland-sachsen.de/de/startseite/
Benutzeravatar
pentium
 
Beiträge: 55817
Bilder: 164
Registriert: 9. Juli 2012, 16:12
Wohnort: Sachsen/Erzgebirge

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Spartacus » 22. April 2014, 16:44

Das glaube ich gerne das der Tusk eine Energieunion haben will, also Deutschland das Öl bezahlen soll und
die "kleinen" Staaten plötzlich klamm sind und dann das Öl halt so beanspruchen, denn dann haben sie ja
ein "Recht" darauf. Wird immer verrückter.

Und wo wollen sie das Öl denn beziehen? Vielleicht von den USA, da dort das Fracking ja so was von gut geht, das die
selbe USA immer noch massenhaft Öl einführen muss?

Und dieser US - Witzbold Biden hat der Ukraine "weitere" 50 Millionen Dollar zugesagt. 50 Millionen. [laugh]

Ich denke mal die Ukrainer kommen sich gerade richtig verarscht vor.

LG

Sparta


Ich bin stolz darauf, kein Smartdingsbums zu besitzen.
Nicht Deutschland schafft sich ab, sondern Deutschland schaltet sich ab.
Habeck und Baerbock in die Produktion. Die Grünen sind eine fortschrittsfeindliche Sekte.



Benutzeravatar
Spartacus
 
Beiträge: 28853
Bilder: 0
Registriert: 28. März 2013, 19:01
Wohnort: Bayern

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 22. April 2014, 16:56

Wenn wir schon bei der Ukraine sind, ein interessantes Interview

Expertin über das Ukraine-Bild "Ukraine soll als zerrissen dargestellt werden"

Zitat:
Im Interview mit heute.de erklärt die Ukraine-Expertin Anna Veronika Wendland, was die Menschen in der Ostukraine wollen, warum das Ukraine-Bild vieler Deutschen verzerrt ist und dass Russisch sprechen nicht automatisch bedeutet, dass jemand auch zu Russland gehören will.

Im Gebiet Donezk gibt es eine Mehrheit von russischsprachigen Menschen. Im Rest der Ostukraine schwankt ihr Anteil zwischen 10 und 40 Prozent und es gibt sehr viele Menschen, die zweisprachig sind. Russisch ist im Osten Verkehrssprache - als Folge von Jahrzehnte langen, überethnischen Migrationsprozessen. Aber nur weil sie Russisch sprechen, heißt das nicht automatisch, dass all diese Leute zu Russland wollen. Russland vermischt das ganz prinzipiell und willentlich. Die Ostukrainer wollen gute Beziehungen zu Russland, weil ihre Arbeitsplätze davon abhängen. Aber es gibt viele Ukrainer, die ukrainische Patrioten sind und ihre Meinung auf Russisch kundtun.

Für viele deutsche Linke ist die Ukraine ein neues, künstliches Nationenprojekt ohne Legitimität, während Russland mit Antifaschismus assoziiert wird und als Gegenmacht zur US-Dominanz gesehen wird. Das ist eine gefährliche, geopolitische verzerrte Weltsicht. Man will überhaupt nicht zur Kenntnis nehmen, dass in der Roten Armee Millionen Ukrainer gekämpft haben, dass die Ukrainer eine der größten Opfergruppe waren.

Viele in Deutschland sehen die Ukraine als Spielfeld und Verfügungsmasse. Das verkennt vollkommen, dass die Menschen in der Ukraine Subjekte ihrer Geschichte und ihres politischen Handelns sind. Ukrainer sind keine Objekte von westlichen und russischen Kräften, die über sie entscheiden...]

http://www.heute.de/interview-mit-osteu ... 30078.html

mfg
pentium
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
Anton Günther

Freundeskreis Schloss Hubertusburg e. V.
http://www.freundeskreis-hubertusburg.de
https://www.schloesserland-sachsen.de/de/startseite/
Benutzeravatar
pentium
 
Beiträge: 55817
Bilder: 164
Registriert: 9. Juli 2012, 16:12
Wohnort: Sachsen/Erzgebirge

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Interessierter » 24. April 2014, 07:12

Russland bereitet sich auf die Isolation vor

Die „Wiederherstellung“ der Größe Russlands hat für den Kreml Priorität. Andere Grundbedürfnisse der Bevölkerung müssen hintanstehen. Die Führung in Moskau propagiert ein Land genügsamer Selbstversorger.

Während Moskau angeblich ständig neue „Hilferufe“ aus dem Osten der Ukraine erreichen und dort nach dem von der Krim bekannten Muster „Volksabstimmungen“ anberaumt werden, bereitet die russische Führung ihr Land immer mehr auf eine Isolation vor. Schuldzuweisungen an den Westen gehen einher mit Appellen, Russland, das Rohstoffe exportiert und viele Grundnahrungsmittel importiert, zu einem Land genügsamer Selbstversorger zu machen. Vorige Woche hatte Ministerpräsident Dmitrj Medwedjew die Lage der russischen Wirtschaft, die schrumpft, „zu einem gewissen Grad“ damit erklärt, dass „bestimmte Kräfte“ versuchten, eine „künstliche Krise“ auszulösen. Am Dienstag sagte er in der Duma, Sanktionen und internationaler Druck seien eine „gute Möglichkeit“, eine „neue Grundlage“ für die russische Volkswirtschaft zu schaffen: Diese solle künftig auf „eigener Produktion“ gründen. Ein Wirtschaftswissenschaftler brachte hingegen die Alternative, vor der Russland jetzt stehe, am Mittwoch in der Zeitung „Wedomosti“ auf die Formel: „Kanonen oder Butter“.

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausl ... 06933.html
Interessierter
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon HPA » 24. April 2014, 13:05

Just hat die reguläre ukrainische Armee ein paar dieser "grünen Männchen" unschädlich gemacht schreit der kleine Profilneurotiker im Kreml was von Verbrechen und Konsequenzen...
HPA
 


Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon augenzeuge » 24. April 2014, 15:50

Ist Putin überhaupt bewusst, wie er das Wettrüsten erneut forciert? Scheinbar hat er vergessen, dass dieses Rennen schon einmal verloren wurde.... [denken]
AZ
"Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist."
„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war“.
"Es ist manchmal gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat. (Voltaire)"
Benutzeravatar
augenzeuge
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 97686
Bilder: 20
Registriert: 22. April 2010, 07:29
Wohnort: Nordrhein-Westfalen

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 24. April 2014, 17:42

Zitat:
Bei einem "Anti-Terror-Einsatz" in der ostukrainischen Stadt Slawjansk haben ukrainische Regierungstruppen nach eigenen Angaben mindestens fünf prorussische Aktivisten getötet. Drei Kontrollpunkte der Separatisten seien erobert worden, teilte das Innenministerium in Kiew mit. Dabei sei ein Mitglied der Sicherheitskräfte verletzt worden.

Später sollen die ukrainischen Soldaten die Kontrollposten wieder geräumt haben, die sie zuvor erobert hatten. Die Separatisten sollen die Stellungen wieder übernommen haben, berichtete die Agentur Reuters unter Berufung auf Mitarbeiter, die die Ereignisse beobachtet hätten.

Russlands Präsident Wladimir Putin drohte der Regierung in Kiew wegen des Militäreinsatzes mit Konsequenzen. "Wenn die Regierung in Kiew die Armee gegen ihre eigene Bevölkerung einsetzt, ist das klar ein schweres Verbrechen", sagte Putin. Das Vorgehen der ukrainischen Sicherheitskräfte bezeichnete er als Strafaktion...]

http://www.welt.de/politik/ausland/arti ... raine.html

Die Lage spitzt sich immer mehr zu!

mfg
pentium
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
Anton Günther

Freundeskreis Schloss Hubertusburg e. V.
http://www.freundeskreis-hubertusburg.de
https://www.schloesserland-sachsen.de/de/startseite/
Benutzeravatar
pentium
 
Beiträge: 55817
Bilder: 164
Registriert: 9. Juli 2012, 16:12
Wohnort: Sachsen/Erzgebirge

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Transitfahrer » 24. April 2014, 18:10

pentium hat geschrieben:Zitat:
Bei einem "Anti-Terror-Einsatz" in der ostukrainischen Stadt Slawjansk haben ukrainische Regierungstruppen nach eigenen Angaben mindestens fünf prorussische Aktivisten getötet. Drei Kontrollpunkte der Separatisten seien erobert worden, teilte das Innenministerium in Kiew mit. Dabei sei ein Mitglied der Sicherheitskräfte verletzt worden.

Später sollen die ukrainischen Soldaten die Kontrollposten wieder geräumt haben, die sie zuvor erobert hatten. Die Separatisten sollen die Stellungen wieder übernommen haben, berichtete die Agentur Reuters unter Berufung auf Mitarbeiter, die die Ereignisse beobachtet hätten.

Russlands Präsident Wladimir Putin drohte der Regierung in Kiew wegen des Militäreinsatzes mit Konsequenzen. "Wenn die Regierung in Kiew die Armee gegen ihre eigene Bevölkerung einsetzt, ist das klar ein schweres Verbrechen", sagte Putin. Das Vorgehen der ukrainischen Sicherheitskräfte bezeichnete er als Strafaktion...]

http://www.welt.de/politik/ausland/arti ... raine.html

Die Lage spitzt sich immer mehr zu!

mfg
pentium


Wie schön das er das nie machen würde! [muede]
Die Information ist wegen Quellengefährdung nur zur persönlichen Kenntnisnahme bestimmt.
Benutzeravatar
Transitfahrer
 
Beiträge: 841
Registriert: 27. August 2010, 10:28

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 24. April 2014, 18:22

Das Bundesaußenministerium hat Forderungen aus Moldawien und Georgien nach einem EU-Beitritt eine Absage erteilt. Die Idee der geplanten EU-Assoziierungsabkommen mit beiden Ländern sei vielmehr gewesen, eine Alternative zum Beitritt zu entwickeln, sagte Ministeriumssprecher Martin Schäfer in Berlin. Sowohl Moldawien als auch Georgien dringen angesichts des russischen Vorgehens in der Ukraine auf eine schnelle und feste Westanbindung ihrer Länder. Vor allem Moldawien sorgt sich um seinen abtrünnigen Landesteil Transnistrien, der sich nach Russland orientiert.

quelle: Focus
mfg
pentium
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
Anton Günther

Freundeskreis Schloss Hubertusburg e. V.
http://www.freundeskreis-hubertusburg.de
https://www.schloesserland-sachsen.de/de/startseite/
Benutzeravatar
pentium
 
Beiträge: 55817
Bilder: 164
Registriert: 9. Juli 2012, 16:12
Wohnort: Sachsen/Erzgebirge

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Nov65 » 24. April 2014, 18:42

Meine Lösung des Problems: Alle Russen in der Ukraine, auch diejenigen mit neu ausgegebenen Pässen aus Moskau,steigen in die Züge oder ihre Shigulis oder Moskwitsch's und ziehen in die gepriesene Heimat Russland.
Die Ukrainer sind froh, die Neu-Russen kommen in versprochen höhere Renten usw., nur Zar Wladimir ist traurig. Kein neues Land, kein größeres Reich.
Eine Lösung ohne Blutvergießen, logisch und machbar. Warum wird das eigentlich nicht propagiert?
Andreas
Nov65
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 24. April 2014, 20:40

Hintergrundartikel

Zweierlei Volksproteste
Der Kiewer Maidan und sein Zerrbild im Donbass

Zitat:
Oberflächliche Parallelen gibt es tatsächlich einige zwischen den Ereignissen in Kiew und denen im ukrainischen Südosten, doch ein genauerer Blick fördert vor allem Differenzen zutage. Das beginnt bei den Fahnen. In Kiew war das ukrainische Blau-Gelb allgegenwärtig, im Donbass jedoch sind es russische Flaggen oder die der separatistischen «Volksrepublik Donbass», die auf die Fahnenstangen gekaperter Gebäude gehisst werden. Auf eine Kurzformel gebracht, setzten sich die Demonstrierenden des Maidan dafür ein, in ihrem eigenen Land eine bessere Zukunft mitgestalten zu können, während die militanten Kräfte im Osten diesem Land den Rücken kehren möchten.
....
In der Ostukraine hingegen wurden von den militanten Gruppen von allem Anfang an Waffen eingesetzt. Das wiederum bedeutet aber nicht, dass die Bevölkerung auf breiterer Basis hinter diesem Vorgehen stünde, und es heisst auch nicht, dass ihre Anliegen gegenüber der neuen Macht in Kiew punkto Sprachgebrauch oder Selbstverwaltung nicht berechtigt wären. Für eine Abspaltung gibt es nirgendwo eine Mehrheit. Der Anteil jener, die Unabhängigkeit von der Ukraine oder einen Anschluss an Russland anstreben, liegt laut einer Umfrage von Mitte April in den Regionen Donezk und Luhansk bei knapp 30 Prozent, in Charkiw bei 16 und in Cherson gar nur bei 4 Prozent.
...
Der Verdacht drängt sich damit auf, dass es den alten Seilschaften der Partei der Regionen, die im Osten immer noch praktisch alle Fäden in der Hand halten, nicht um den Aufbau basisdemokratische Strukturen geht, sondern um die Rettung des eigenen Einflusses – indem man sich nämlich so weit wie möglich von Kiew entfernt. Manche Kommentatoren hielten fest, dass die lokalen Barone von der neuen Zentralmacht kaum Gutes zu erwarten hätten und ihre Loyalität zum Staat deshalb wohl beschränkt sei. Ihr bisheriges Lavieren lege nahe, dass sie sich zur Erhaltung ihrer quasifeudalen Reiche auch auf die andere Seite neigen könnten. Dann indes müssten sie befürchten, mittelfristig von russischen Oligarchen von ihrer Spielwiese gedrängt zu werden...]

quelle:
http://www.nzz.ch/aktuell/international ... 1.18289951
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
Anton Günther

Freundeskreis Schloss Hubertusburg e. V.
http://www.freundeskreis-hubertusburg.de
https://www.schloesserland-sachsen.de/de/startseite/
Benutzeravatar
pentium
 
Beiträge: 55817
Bilder: 164
Registriert: 9. Juli 2012, 16:12
Wohnort: Sachsen/Erzgebirge

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Sirius » 24. April 2014, 22:41

Nov65 hat geschrieben:Meine Lösung des Problems: Alle Russen in der Ukraine, auch diejenigen mit neu ausgegebenen Pässen aus Moskau,steigen in die Züge oder ihre Shigulis oder Moskwitsch's und ziehen in die gepriesene Heimat Russland.
Die Ukrainer sind froh, die Neu-Russen kommen in versprochen höhere Renten usw., nur Zar Wladimir ist traurig. Kein neues Land, kein größeres Reich.
Eine Lösung ohne Blutvergießen, logisch und machbar. Warum wird das eigentlich nicht propagiert?
Andreas


Ja, das wäre die beste Lösung. Aber, wie Du ja schreibst, will Putin das nicht. Er will verlorene Gebiete und damit die (Rüstungs-) Industrie in er Ostukraine zurück haben. Das Störfeuer Putins im Osten der Ukraine, welches zur Zeit stattfindet, dient dem Zweck, freie Wahlen zu verhindern oder zumindest zu stören. Denn eine durch freie und demokratische Wahlen legitimierte Regierung in Kiew ist für die russische Propaganda ein Problem, denn dann kann sie nicht mehr mit dem Argument der "Putschistenregierung" kommen. Moskau hat deshalb schon in den letzten ein bis zwei Wochen zu erkennen gegeben, dass es die Wahlen nicht anerkennen will.
Benutzeravatar
Sirius
 
Beiträge: 3915
Registriert: 21. September 2011, 10:01

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon augenzeuge » 25. April 2014, 08:14

Der Krieg mit internationaler Beteiligung ist wohl kaum noch aufzuhalten. [bloed]

Die Statements im russ. Verteidigungsministerium erinnerten mich sehr an alte Zeiten...."...über 30.000 ukrainische Soldaten stehen wenigen Russen (man meint Separatisten) gegenüber...."

Hier müssen UN-Truppen rein, was anders hilft kaum noch.
AZ
"Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist."
„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war“.
"Es ist manchmal gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat. (Voltaire)"
Benutzeravatar
augenzeuge
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 97686
Bilder: 20
Registriert: 22. April 2010, 07:29
Wohnort: Nordrhein-Westfalen

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Interessierter » 25. April 2014, 08:39

Russlands Bonität knapp über Ramschniveau

Die amerikanische Ratingagentur Standard & Poor’s hat Russlands Kreditwürdigkeit herabgestuft. Auch der Ausblick fällt angesichts der weiter andauernden Krise in der Ukraine negativ aus.

Russlands Kreditwürdigkeit gerät wegen der Ukraine-Krise zusehends unter Druck. Am Freitag senkte die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) den Daumen: Die Bonitätsnote wurde um eine Stufe auf „BBB-“ reduziert, wie S&P in London mitteilte. Das ist nur eine Stufe über dem sogenannten „Ramschbereich“ (Non Investment Grade), der spekulative Anlagen kennzeichnen soll.

Der Ausblick für das Rating ist negativ, was weitere Abstufungen erwarten lässt. Auslöser könnten etwa schärfere Sanktionen des Westens sein, schreibt die Agentur. S&P hat recht schnell auf die jüngste Zuspitzung der Krise in der Ukraine reagiert. Erst Mitte März hatte die Agentur Russland mit einer Abstufung gedroht, als sie den Ausblick für das Rating auf negativ senkte.

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/anl ... 09760.html
Interessierter
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Nov65 » 25. April 2014, 14:18

Ob wohl Putin diesen Verfall seiner Wirtschaft bis in die mittelfristige Zukunft bedenkt?
Auch die Besinnung auf eigene Initiativen bei der Selbstversorgung des Riesenlandes(Medwedjew) zeigt keinen Realitätssinn und keinerlei Weitsicht.
Wer das Land einigermaßen kennt, weiß, dass die Menschen nicht mal ausreichend mit den Grundnahrungsmitteln versorgt werden können, geschweige denn eine Einnahme durch Exportgüter erfolgen kann.
Gefragt ist kein Rambow-Verhalten, sondern staatsmännische Klugheit. Und genau da hapert's im Revier.
Andreas
Nov65
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Spartacus » 25. April 2014, 17:23

Interessierter hat geschrieben:Russlands Bonität knapp über Ramschniveau

Die amerikanische Ratingagentur Standard & Poor’s hat Russlands Kreditwürdigkeit herabgestuft. Auch der Ausblick fällt angesichts der weiter andauernden Krise in der Ukraine negativ aus.

Russlands Kreditwürdigkeit gerät wegen der Ukraine-Krise zusehends unter Druck. Am Freitag senkte die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) den Daumen: Die Bonitätsnote wurde um eine Stufe auf „BBB-“ reduziert, wie S&P in London mitteilte. Das ist nur eine Stufe über dem sogenannten „Ramschbereich“ (Non Investment Grade), der spekulative Anlagen kennzeichnen soll.

Der Ausblick für das Rating ist negativ, was weitere Abstufungen erwarten lässt. Auslöser könnten etwa schärfere Sanktionen des Westens sein, schreibt die Agentur. S&P hat recht schnell auf die jüngste Zuspitzung der Krise in der Ukraine reagiert. Erst Mitte März hatte die Agentur Russland mit einer Abstufung gedroht, als sie den Ausblick für das Rating auf negativ senkte.

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/anl ... 09760.html


Die Einschätzung dieser Agenturen sind totaler Bockmist, da total an der Realität vorbei.
Ich hatte das schon einmal erklärt:

Amerika - total pleite - hat AAA, also die beste Bonität, während das defacto schuldenfrei Russland auf fast
Ramsch Niveau eingestuft wird? Wie soll das zusammenpassen?

Na das wissen diese Agenturen selber nicht, denn sie wissen nie etwas, zum Beispiel wenn eine Krise kommt. [flash]

Zurück zum Thema:

Ist doch nicht so einfach, wie Du denkst Andreas, denn schließlich sind viele Russen ja in der Ukraine geboren und
eben auch mit Ukrainern verheiratet, aber mit der Geburt eben auch Russen, da es damals halt noch russisch war.
Die kannst Du nicht einfach weiterschicken. Ist doch auch ihre Heimat.

LG

Sparta


Ich bin stolz darauf, kein Smartdingsbums zu besitzen.
Nicht Deutschland schafft sich ab, sondern Deutschland schaltet sich ab.
Habeck und Baerbock in die Produktion. Die Grünen sind eine fortschrittsfeindliche Sekte.



Benutzeravatar
Spartacus
 
Beiträge: 28853
Bilder: 0
Registriert: 28. März 2013, 19:01
Wohnort: Bayern

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 25. April 2014, 20:23

Prorussische Separatisten haben in der Ostukraine einen Bus mit sieben OSZE-Militärbeobachtern in ihre Gewalt gebracht, unter ihnen auch Deutsche. Die Miliz beschuldigt ihre ukrainischen Begleiter, einen Spion in ihren Reihen zu haben.

Zitat:
Kiew - Eine prorussische Miliz hat einen Bus mit sieben Militärbeobachtern der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in ihre Gewalt gebracht. Der Überfall ereignete sich in der ostukrainischen Stadt Slowjansk. Die Gruppe wird von Deutschen geleitet, auch sie sind in der Gewalt der Separatisten.

Die Aufständischen in der Stadt erklärten, unter die Gruppe habe sich ein "militärischer Spion" aus Kiew gemischt, der "für den ukrainischen Generalstab" arbeite. Der Anführer der Milizen und selbsternannte Volksbürgermeister von Slowjansk, Wjatscheslaw Ponomarjow, sagte, es sei "inakzeptabel, dass Menschen, die als Abgesandte der EU kommen, einen Spion mitbringen"...]

http://www.spiegel.de/politik/ausland/u ... 66255.html

Wer eskaliert da jetzt?

mfg
pentium
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
Anton Günther

Freundeskreis Schloss Hubertusburg e. V.
http://www.freundeskreis-hubertusburg.de
https://www.schloesserland-sachsen.de/de/startseite/
Benutzeravatar
pentium
 
Beiträge: 55817
Bilder: 164
Registriert: 9. Juli 2012, 16:12
Wohnort: Sachsen/Erzgebirge

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Danny_1000 » 26. April 2014, 07:34

„Das ist kein Krisenmanagement – das ist eine Bankrotterklärung der Politik !“ Das schrieb der ehemalige hohe NATO- Milität Harald Kujat den derzeit handelnden westlichen Politikern im Ukrainekonflikt ins Stammbauch.

Hier sein ganzer Beitrag im ZDF vom 24.04.2014


Bleibt für mich die Frage: Sind da alles nur Stümper am Werk, die nichts weiter können als in Sanktionsspiralen zu denken ? Oder gibt’s unter denen einige, die nichts anderes wollen als Krieg ?

Danny
Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben
dafür einsetzen, dass du es sagen darfst !
(Evelyn Beatrice Hall 1868; † nach 1939)
Benutzeravatar
Danny_1000
Grenztruppen
Grenztruppen
 
Beiträge: 3436
Registriert: 24. April 2010, 19:06

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon HPA » 26. April 2014, 08:38

Es ist ja wohl mittlererweile offenkundig, wer hier an der Kriegsschraube dreht:http://www.washingtontimes.com/news/2014/apr/17/russia-blocks-us-treaty-approved-spy-flights/
HPA
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Sirius » 26. April 2014, 09:18

Danny_1000 hat geschrieben:„Das ist kein Krisenmanagement – das ist eine Bankrotterklärung der Politik !“ Das schrieb der ehemalige hohe NATO- Milität Harald Kujat den derzeit handelnden westlichen Politikern im Ukrainekonflikt ins Stammbauch.

Hier sein ganzer Beitrag im ZDF vom 24.04.2014


Bleibt für mich die Frage: Sind da alles nur Stümper am Werk, die nichts weiter können als in Sanktionsspiralen zu denken ? Oder gibt’s unter denen einige, die nichts anderes wollen als Krieg ?

Danny


Viel lässt sich zu der Illner-Sendung am Donnerstag im Netz nicht finden. Ich habe einen Kommentar gefunden:

Gastkommentar
Putin-Freunde unter sich

Eine gespenstische Talkrunde bei Maybrit Illner zur Ukraine-Krise
Von Karl Schlögel

Die Nachrichten lassen nichts zu wünschen übrig: Tote in Slawjansk, Aufmarsch russischer Truppen an der ukrainischen Grenze, erstmals "Testflüge" russischer Bomber über der Nordsee. Aber die Talkrunde von Maybrit Illner lässt sich die Stimmung nicht verderben. Feierabendstimmung. Beifall im Studio für die Gäste in der Runde gibt es immer dann, wenn gerade von "Verstehen", "Begegnung auf gleicher Augenhöhe", "Deeskalation" die Rede war und Vorschläge zur "friedlichen Lösung der Krise" unterbreitet werden.

Es ist merkwürdig, wie sich Leute, die doch Kontakt hatten mit der realen Welt der Politik, sich als Herrn des Verfahrens aufspielen, wo doch die Spezialeinheiten Wladimir Putins Ton und Gangart bestimmen. Davon kein Wort. Stattdessen gibt es Anekdoten von Horst Teltschik über die Kränkung, die der "klein Bub" Putin erfahren haben muss. Die Tasse Tee, die die Journalistin Katja Gloger mit dem Präsidenten trinken durfte. Und natürlich wird als Steigerung einer erinnerungs- und verständnisseligen Veranstaltung Putins Auftritt im Bundestag eingeblendet. Nostalgische Erinnerung – "Standing Ovations".

Besonders expansiv an diesem Abend kommt der pensionierte Nato-General Harald Kujat zu Wort, der von der Ukraine nachweislich wenig versteht, der aber auch als Profi in Militärsachen analytisch nichts beisteuern kann oder nicht will. Seit Wochen die Gesichter der immer gleichen Experten, so als gäbe es in Deutschland keine Leute, die etwas zur Lage zu sagen hätten. Auch das Label "in Kiew geboren", mit dem die sympathische Marina Weisband vorgestellt wird, ist leider kein hinreichender Qualifikationsausweis.

Neu in der Runde war diesmal ein Vertreter der Russischen Botschaft, der da saß wie der Steinerne Gast; aber er konnte sich das erlauben, weil andere seinen Job viel besser erledigten: nämlich Putins Aggression verständnisvoll zu deuten und Stimmung gegen Amerika zu machen. Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Wortmeldung von Matthias Platzeck, aus der Landespolitik aufgestiegen in die Leitung des Deutsch-Russischen Forums, wofür er sich offensichtlich dadurch qualifiziert hat, dass er "gelernter DDR-Bürger" war und "Russland nach wie vor liebt". Er empfahl der Ukraine, auf die für den 25. Mai angesetzte Präsidentschaftswahl zu verzichten.

Das muss man sich vorstellen: ein pensionierter Nato-General, ein Ex-Kanzleramtschef, der Leiter einer deutsch-russischen Plattform, die vorwiegend russische Offiziöse und deutsche Lobbyisten zusammenbringt – sie alle erteilen der Ukraine, einem souveränen und immerhin zweitgrößten Staat in Europa Ratschläge, wie sie sich zu fügen hat. Die Ukraine selbst ist in der Runde gar nicht vertreten. Sie hat keine Stimme, so als gäbe es keine brillanten ukrainischen Journalisten und exzellent Deutsch sprechenden ukrainischen Diplomaten. Man muss nicht besonders geschichtskundig sein, um zu wissen, welch unselige Konstellation der Verständigung von Russen und Deutschen über den Kopf anderer hinweg sich hier fortsetzt. Aber selten ist sie so beschämend und schamlos vorgeführt worden.

Der Autor ist ein deutscher Historiker und Osteuropa-Experte.

http://www.welt.de/print/die_welt/debat ... -sich.html


Und was Kujat im Speziellen betrifft, einer seiner Vorgänger als Generalinspekteur vertritt eher die gegenteilige Meinung von Kujat:

Die NATO verstärkt wegen der Ukraine-Krise ihre Streitkräfte an der Ostgrenze. Das sei kein Säbelrasseln, sagte Klaus Naumann, ehemaliger Vorsitzender des NATO-Militärausschusses, im DLF. Er könne sich nicht vorstellen, dass es zu einer militärischen Reaktion auf ein mögliches Vorgehen Russlands in der Ostukraine käme.

Wenn Russland die territoriale Souveränität verletzen sollte, sei dies kein NATO-Bündnisfall. "Es geht ausschließlich um den Schutz der Ostgrenze." Die Verstärkung der Streitkräfte sei ein wichtiges Signal an die Bündnispartner dort. Den baltischen Staaten und Polen gebe das Sicherheit.

http://www.deutschlandfunk.de/ukraine-k ... _id=283016




Fazit: Naumann sieht die westliche Politik im Ukraine-Konflikt weniger kritisch als Kujat. Im Fall Jugoslawiens sieht er den großen Fehler des Westens sogar darin, dass der Westen zu lange unentschlossen war und zu spät reagiert hat.

Diese Ex-Generalinspekteure sind sich selbst nicht einig.
Benutzeravatar
Sirius
 
Beiträge: 3915
Registriert: 21. September 2011, 10:01

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Spartacus » 26. April 2014, 13:03

Wie viele Seiten haben wir jetzt zu diesem Thema?

Mal die generelle Frage gestellt:

Wieso hat Russland nicht das Recht, seine Interessen zu vertreten?

Hätte Russland seelenruhig zusehen sollen, wie sie ihre Marinebasis auf der Krim und damit ihren direkten Zugang zum
Mittelmeer, verlieren hätten können?

Soll Russland genauso zusehen, wie die Ukraine endgültig in den westlichen Einflussbereich übergeht und dann in
20 - 30 Jahren Mitglied in der NATO wird?

Militärstrategisch gesehen, ist alles was die Russen schon getan haben ( Krim) und noch tun werden ( Teilung der
Ukraine) absolut nachvollziehbar, denn

die Amerikaner würden es in einer vergleichbaren Situation genau so machen!

Ohne Wenn und Aber, nur wäre das dann natürlich vollkommen in Ordnung und niemand im Westen würde sich darüber
aufregen.

Diese Doppelmoral ist es, die mich "närrisch" macht. Was mich aber noch wilder macht, sind dann diese Demagogen,
wie dieser Tusk, die sich nicht zu blöd sind, von einem beginnendem dritten Weltkrieg zu "schwätzen".

Und was in den westlichen Medien, aber auch in den russischen Medien abgeht, ist nichts anderes als der "alte"
Beißreflex, von dem ich dachte, das er schon lange nicht mehr existiert. Immer noch die infantile alte Mär, von
den Guten und den Bösen. Mein Gott, die Welt ist doch kein Märchen der Gebrüder Grimm.

Dieser Beißreflex existiert auch hier im Forum, obwohl doch wohl gerade wir es besser wissen müssten.

Es gibt keine Guten und auch keine Bösen, sondern nur nationale Interessen! So einfach ist das!

Gruß in die Runde

Sparta


Ich bin stolz darauf, kein Smartdingsbums zu besitzen.
Nicht Deutschland schafft sich ab, sondern Deutschland schaltet sich ab.
Habeck und Baerbock in die Produktion. Die Grünen sind eine fortschrittsfeindliche Sekte.



Benutzeravatar
Spartacus
 
Beiträge: 28853
Bilder: 0
Registriert: 28. März 2013, 19:01
Wohnort: Bayern

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Ernest » 26. April 2014, 13:15

Sparta, ein sehr guter Beitrag. Du sprichst mir 100%ig aus der Seele. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Gruß Ernest
Ernest
Grenztruppen
Grenztruppen
 
Beiträge: 174
Registriert: 24. April 2010, 10:40

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Edelknabe » 26. April 2014, 21:35

Siehe Sparta mit:

"Es gibt keine Guten und auch keine Bösen, sondern nur nationale Interessen! So einfach ist das!"

Schwarz ist also nicht mehr Schwarz und Weiß nicht mehr Weiß, die Farben vermischen. Na toll.Überlegt einmal Leute, dieser vermengte/vermischte Kübel mit Farbe existiert jetzt schon gute 24 Jährchen. Also was das mal noch werden soll, ich mag es mir gar nicht ausmalen. Zumal, richtig malern kannst du mit diesem Mist oder besser Farbenklinsch auch nicht mehr, die Fassade am Haus würde aussehen wie...ich weiß nicht so recht....ja richtig wie Scheiße...entschuldigt, sowas muss man einfach ausschreiben.

Rainer-Maria also wenn ich meiner Enkelin(6) solchen Schwachsinn versuchte beizubringen dann wüsste das Kind gar nicht mehr, ob ihre Freunde nun noch ihre Freunde sind oder...also verlege ich mich lieber auf ein klares ...na sagen wir Gut und Böse. Zumal, das begreift meine Enkelin, so formt sich das für ihr Leben ...war gut was denn wir sind so ähnlich aufgewachsen...in der DDR, ich nehme einmal gut an wohl auch in der BRD.

Geschadet hat es nicht. Oder was meint Ihr?
Benutzeravatar
Edelknabe
Grenztruppen
Grenztruppen
 
Beiträge: 19510
Bilder: 57
Registriert: 2. Mai 2010, 09:07

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 27. April 2014, 18:06

Ein seltsamer Bürgermeister nimmt in der Ostukraine Geiseln,
in Donetsk wurde das TV-Gebäude besetzt, die ukrainischen Fernsehsender wurden abgestellt.

AFP meldet das der schwedische Beobachter freigelassen wurde. Er wurde wohl aus medizinischen Gründen freigelassen.

Ist doch seltsam.
Bis vor ca. 2 Monaten hatten die Leute im Osten der Ukraine weder Ambitionen Referenden abzuhalten noch gar bewaffnete Aufstände anzuzetteln.

mfg
pentium
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
Anton Günther

Freundeskreis Schloss Hubertusburg e. V.
http://www.freundeskreis-hubertusburg.de
https://www.schloesserland-sachsen.de/de/startseite/
Benutzeravatar
pentium
 
Beiträge: 55817
Bilder: 164
Registriert: 9. Juli 2012, 16:12
Wohnort: Sachsen/Erzgebirge

VorherigeNächste

Zurück zu Spezial - Ukraine Konflikt

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast