Die Lage in der Ukraine Teil 2

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon Ari@D187 » 8. Oktober 2022, 20:51

Angeblich fahren seit etwa 6 Stunden wieder PKW und Busse über die "Restbrücke".

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon HPA » 8. Oktober 2022, 21:01

unter Polizeibegleitung ca 20 Fahrzeuge
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon augenzeuge » 8. Oktober 2022, 21:17

Auf der schwer beschädigten Brücke zwischen Russland und besetzten ukrainischen Halbinsel Krim dürfen wieder Autos und Busse fahren - allerdings eingeschränkt und in wechselnde Richtungen. Lastwagen müssen weiterhin per Fähre übersetzen. Auch der Eisenbahnverkehr soll nach russischen Angaben am Abend wieder aufgenommen werden.


AZ
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon Werner Thal » 9. Oktober 2022, 08:42

Wrack.jpg


W. T.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon Beethoven » 9. Oktober 2022, 09:10

Nun, genau wissen wir bisher nicht, wie es zu dieser Explosion auf der Brücke kam.

Wenn ich mir aber so die Bilder ansehe, bin ich persönlich der Meinung, dass die Explosion nicht von einem Geschoss, egal ob Bombe oder Rakete, gekommen ist.
Es hätte tiefere Zerstörungen geben müssen. So wie ich das sehe sind die Zerstörungen aber eher breiter, was für eine oberirdische, nicht verdämmte, flache Explosionsauswirkung spricht. Natürlich kann ich mich irren.

So ein 5 Tonnen LKW, der unter seiner Ladung 1 - 3 Tonnen hochbrisanten Sprengstoff führt und durchaus ferngezündet wird und zwar in dem Augenblick, wo er einem Zug begegnet, ist in meinen Augen durchaus denkbar. Natürlich kann es auch ein Selbstmordtäter gewesen sein.

Aber das ist alles spekulativ.

Trennung

Ein Wort zu dem Video in welchem ukrainische Truppen, motorisiert angreifen. Tolle Bilder - ganz sicher.

Diese Art der schneller Vorstöße in das rückwärtige Gebiet des Gegners, dann ein Einschwenken gefolgt von einem Angriff auf die Flanke oder den Rücken des Gegners, haben wir erstmals zu Beginn des II. WK erleben können und ist seit dem eine taktische bis operative Variante von Angriffsgefechten / Begegnungsgefechten.

Im operativen Rahmen machten das die Deutschen und Russen im II. WK.
Meister darin waren die Amerikaner im Koreakrieg, wo kleine gepanzerte Gruppen, die Koreaner und Chinesen schnell umfassten, zuschlugen und sich absetzten. Das in eine Tiefe von bis zu 50 km.

Als operative Handlungen kennen wir das im Rahmen von OMG´s (Operative Manövergruppe) die mit Kräften von durchaus einer verstärkten Panzerdivision nach Durchbruch durch die Verteidigung, zur Entwicklung des Erfolges in die Tiefe des Gegners eingesetzt werden konnte. Diese OMG sandte kleiner Gruppierungen (von kleinen Spezialeinheiten bis Regimentsstärke) zu Streifzugshandlungen aus. Im NATO-Sprech als "Jagdkampf" bezeichnet.
Ziele waren dabei vor allem KWEM, operative Lager, wichtige Infrastrukturelemente (wie z.B. die Brücke), Gefechtsstände, Arigruppierungen, Flugplätze usw. usf.

Ich höre in den Nachrichten, dass solche eine Explosion nicht von einem LKW ausgehen können. Das ist in meinen Augen Unsinn.
Ein LKW mit genug Sprengstoff an Bord, ist allemal in der Lage ein größere Detonation zu erzeugen als z.B. eine Rakete mit 500 kg brisanten Sprengstoff.

Naja, alles nur Überlegungen und Spekulationen.

Und am Rande mal das lesen: https://www.rnd.de/politik/bundeswehrso ... z5KtO065Fc

Freundlichst
Die größten Vorteile im Leben überhaupt wie in der Gesellschaft hat ein gebildeter Soldat. J. W. v. Goethe

Das Gesetz ändert sich, die Gesinnung nicht.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon Olaf Sch. » 9. Oktober 2022, 09:21

hier mal zur Erinnerung, was eine LKW Bombe so anrichten kann: https://de.wikipedia.org/wiki/Bombenanschlag_auf_das_Murrah_Federal_Building_in_Oklahoma_City
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon Ari@D187 » 9. Oktober 2022, 11:54

augenzeuge hat geschrieben:
Auf der schwer beschädigten Brücke zwischen Russland und besetzten ukrainischen Halbinsel Krim dürfen wieder Autos und Busse fahren - allerdings eingeschränkt und in wechselnde Richtungen. Lastwagen müssen weiterhin per Fähre übersetzen. Auch der Eisenbahnverkehr soll nach russischen Angaben am Abend wieder aufgenommen werden.


AZ


Achtung, AZ. Der britische Geheimdienst liest hier mit.
Nach Explosion auf der Krim-Brücke: Geheimdienst sieht Kapazität der Straßenverbindung deutlich verringert

-> Link

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon augenzeuge » 9. Oktober 2022, 12:09

Ich hoffe, dass hier alle Geheimdienste mitlesen. Bei den Spezialisten, die wir hier haben, erfahren sie doch viel. [hallo]

Aber zur Brücke. Da sieht es doch anders aus, als berichtet.

Die Brücke ist nicht mehr passierbar. Die Krimbewohner sind vom Festland abgeschnitten.
Eine Fährverbindung soll umgehend eingesetzt werden.


https://www.n-tv.de/mediathek/videos/po ... 36965.html

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon Kumpel » 9. Oktober 2022, 12:31

augenzeuge hat geschrieben:Ich hoffe, dass hier alle Geheimdienste mitlesen. Bei den Spezialisten, die wir hier haben, erfahren sie doch viel. [hallo]

AZ


Ist doch klar , bei so einem charismatischen Anführer wie dir , dass sich da die Experten nur so tummeln. [grin]
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon Werner Thal » 9. Oktober 2022, 13:05

Eine sog. „Rote Linie“ hatten die russischen Invasionstruppen bereits am 24. Februar überschritten.
Alles andere ist nur heiße Luft-Gedöns.

W. T.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon Ari@D187 » 9. Oktober 2022, 14:56

Beethoven hat geschrieben:
Ari@D187 hat geschrieben:
Beethoven hat geschrieben:[...]
Eine 15 kt Kernwaffe, wie sie wohl in Hiroshima zum Einsatz kam (darüber wird ja noch spekuliert) ist keine taktische Waffe mehr. Allgemein wird bis zu 5 kt Sprengkraft, als taktische Kernwaffe angesehen.[...]

Der Kommandant des ABC-Abwehrzentrums des Österreichischen Bundesheeres spricht von einer Spannweite von 0,3 bis 200 kT:
-> Link

Ari


Das ist richtig Ari. Jedoch, wenn Du es richtig liest, meint er damit den allgemeinen Kernwaffeneinsatz. Explizit nicht nur Gefechtsfeldkernwaffen.

Alles was über 5 kt (bedeutet, dass die Sprengkraft der von 5.000 Kilo TNT gleich zu setzen ist) hinaus geht, ist keine Gefechtsfeldkernwaffe mehr.
[...]

Im nachfolgenden Video wird auch auf das Thema "Gefechtsfeld" eingegangen. Der Oberst unterscheidet darin zwischen taktisch (Gefechtsfeld) und strategischen Atomwaffen.
-> Link

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon augenzeuge » 9. Oktober 2022, 15:33

Kumpel hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Ich hoffe, dass hier alle Geheimdienste mitlesen. Bei den Spezialisten, die wir hier haben, erfahren sie doch viel. [hallo]

AZ


Ist doch klar , bei so einem charismatischen Anführer wie dir , dass sich da die Experten nur so tummeln. [grin]


Hol dir nen Drink, mein Spezi. Für charismatisch. Dann erklär ich dir, warum ich kein Anführer sein möchte.
AZ [hallo]
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon Ari@D187 » 9. Oktober 2022, 16:47

augenzeuge hat geschrieben:Ich hoffe, dass hier alle Geheimdienste mitlesen. Bei den Spezialisten, die wir hier haben, erfahren sie doch viel. [hallo]

Aber zur Brücke. Da sieht es doch anders aus, als berichtet.

Die Brücke ist nicht mehr passierbar. Die Krimbewohner sind vom Festland abgeschnitten.
Eine Fährverbindung soll umgehend eingesetzt werden.


https://www.n-tv.de/mediathek/videos/po ... 36965.html

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon Spartacus » 9. Oktober 2022, 17:20

Beethoven hat geschrieben:
Ein Wort zu dem Video in welchem ukrainische Truppen, motorisiert angreifen. Tolle Bilder - ganz sicher.

Diese Art der schneller Vorstöße in das rückwärtige Gebiet des Gegners, dann ein Einschwenken gefolgt von einem Angriff auf die Flanke oder den Rücken des Gegners, haben wir erstmals zu Beginn des II. WK erleben können und ist seit dem eine taktische bis operative Variante von Angriffsgefechten / Begegnungsgefechten.

Im operativen Rahmen machten das die Deutschen und Russen im II. WK.


Tja, dann haben die Russen wohl eine Menge vergessen und klar, ist ja auch schon lange her. [smile]

Die Ukrainer haben von der NATO sehr schnell gelernt und wenn ich das richtig sehe, ist hier Eigeninitiative im Gefecht mittlerweile eine Selbstverständlichkeit, während bei den Russen immer noch stur die
uralte Befehlskette eingehalten wird, was ihnen in so einer Situation von schnellen feindlichen Durchbrüchen natürlich immer wieder das Genick bricht.

Du warst ja damals erstaunt, als ich dir berichtete das mein damalige Panzer AMX 10 RC nur einen Splitterschutz hat. Dafür war er aber sauschnell und hatte eine große Feuerkraft. Er war ja damals schon für
den Panzerjagdkampf extra so konzipiert worden. Also Verzicht auf eine schwere Panzerung und dadurch gewinn an Geschwindigkeit. Diese Konzept hat sich in unzähligen Einsätzen bewährt und meines Wissens nach
ist kein einziger AMX 10 RC jemals vom Feind im Gefecht zerstört worden. Klar, treffe mal einen Panzer der mit 90 Kmh durch die Botanik jagt. DAMALS einfach unmöglich, da bei der Geschwindigkeit jeder Feuerleitrechner
einfach ausgestiegen ist. Keine Zielerfassung möglich.

Heute ist der AMX 10 RC natürlich veraltet, aber das Prinzip ist immer noch stimmig und die Ukrainer machen mit ihren Möglichkeiten ja nichts anderes, als wir damals mit unserem AMX. Mit sehr schnellen leicht
gepanzerten Fahrzeugen die feindlichen Linien durchbrechen und dann den Gegner von hinten mit hoher Feuerkraft ( Javelin oder ähnliches ) angreifen.

Das funktioniert immer und ich freue mich schon darauf, wenn die Ukrainer den ATF Dingo einsetzen können. Der ist auch für so was wie gemacht. [hallo]

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon Kumpel » 9. Oktober 2022, 17:28

Kasparow rechnet mit Merkel und Scholz ab: https://twitter.com/Kasparov63/status/1 ... wtr%5Etrue
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon augenzeuge » 9. Oktober 2022, 17:55

Ari@D187 hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Ich hoffe, dass hier alle Geheimdienste mitlesen. Bei den Spezialisten, die wir hier haben, erfahren sie doch viel. [hallo]

Aber zur Brücke. Da sieht es doch anders aus, als berichtet.

Die Brücke ist nicht mehr passierbar. Die Krimbewohner sind vom Festland abgeschnitten.
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https://www.n-tv.de/mediathek/videos/po ... 36965.html

AZ

AZ, bitte schau mal auf Datum und Uhrzeit des verlinkten Artikels.

Ari


Oh! [shocked]
Sorry!
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon augenzeuge » 9. Oktober 2022, 18:04

Wie endet der russisch-ukrainische Krieg?
Timothy Snyder

https://snyder.substack.com/p/how-does- ... ainian-war


Das Szenario, das ich hier vorschlagen werde, ist, dass eine russische konventionelle Niederlage in der Ukraine unmerklich in einen russischen Machtkampf übergeht , der wiederum einen russischen Rückzug aus der Ukraine erfordert. Dies ist, historisch gesehen, eine sehr bekannte Kette von Ereignissen.

Bevor ich das darlege, müssen wir zuerst die nukleare Statik beseitigen. Wenn wir ganz allgemein über Atomkrieg sprechen, stellen wir uns vor, dass es im russisch-ukrainischen Krieg nur um uns geht. Wir fühlen uns wie die Opfer. Wir sprechen über unsere Ängste und Ängste. Wir schreiben Click-Bait-Schlagzeilen über das Ende der Welt. Aber dieser Krieg wird mit ziemlicher Sicherheit nicht mit einem Austausch von Atomwaffen enden. Staaten mit Atomwaffen führen seit 1945 Kriege und verlieren Kriege, ohne sie einzusetzen. Atommächte verlieren demütigende Kriege an Orten wie Vietnam und Afghanistan und setzen keine Atomwaffen ein.

Sicherlich besteht eine gewisse Versuchung, der nuklearen Erpressung gedanklich nachzugeben. Sobald das Thema Atomkrieg angesprochen wird, erscheint es überwältigend wichtig, und wir werden depressiv und besessen. Genau dorthin versucht uns Putin mit seinen vagen Anspielungen auf Atomwaffen zu führen. Sobald wir sein Stichwort nehmen, stellen wir uns Drohungen vor, die Russland nicht wirklich ausspricht. Wir fangen an, über eine Kapitulation der Ukraine zu sprechen, nur um den psychologischen Druck abzubauen, den wir fühlen.

Dies erledigt jedoch Putins Arbeit für ihn und rettet ihn aus einer Katastrophe, die er selbst geschaffen hat. Er verliert den konventionellen Krieg, den er begonnen hat. Er hofft, dass Verweise auf Atomwaffen die Demokratien davon abhalten, Waffen an die Ukraine zu liefern, und ihm genug Zeit verschafft, russische Reserven auf das Schlachtfeld zu bringen, um die ukrainische Offensive zu verlangsamen. Er liegt wahrscheinlich falsch, dass das funktionieren würde; aber die rhetorische Eskalation ist eines der wenigen Stücke, die ihm geblieben sind.

Wie ich gleich erklären werde, wird das Nachgeben der nuklearen Erpressung den konventionellen Krieg in der Ukraine nicht beenden. Es würde jedoch einen zukünftigen Atomkrieg viel wahrscheinlicher machen. Zugeständnisse an einen nuklearen Erpresser zu machen, lehrt ihn, dass er mit dieser Art von Drohung bekommt, was er will, was weitere Krisenszenarien auf der ganzen Linie garantiert. Es lehrt andere Diktatoren, zukünftige potenzielle Erpresser, dass alles, was sie brauchen, eine Atomwaffe und ein bisschen Lärm ist, um zu bekommen, was sie wollen, was mehr nukleare Konfrontationen bedeutet. Es neigt dazu, jeden davon zu überzeugen, dass der einzige Weg, sich zu verteidigen, der Bau von Atomwaffen ist, was eine globale nukleare Proliferation bedeutet.

Soweit eine nukleare Bedrohung besteht, richtet sie sich nicht gegen uns, sondern gegen die Ukrainer. Sie leisten seit sieben Monaten Widerstand gegen nukleare Erpressung; und wenn sie es können, können wir es sicherlich auch. Wenn prominente russische Politiker wie der tschetschenische Führer Ramsan Kadyrow über die Nutzung von Atomwaffen sprechen, meinen sie die Ukraine. Aber so wird der Krieg auch nicht enden. Kadyrow behauptet auch, dass er seine Söhne im Teenageralter zum Kampf in die Ukraine schickt. Damit sie von russischen Atomwaffen bestrahlt werden können?

Russland behauptet, Hunderttausende neuer Truppen zu mobilisieren. Das läuft alles andere als gut , aber trotzdem: Würde Putin wirklich das politische Risiko einer Großmobilisierung eingehen, die russischen Jungs in die Ukraine schicken und dann in der Nähe Atomwaffen zünden? Die Moral ist bereits ein ernstes Problem. Es scheint, dass mehr als eine halbe Million russische Männer aus dem Land geflohen sind, anstatt in die Ukraine geschickt zu werden. Es würde der Situation nicht helfen, wenn die Russen dachten, sie würden in eine Zone mobilisiert, in der Atomwaffen detonieren würden. Sie erhalten keine angemessene Schutzausrüstung. Vielen mobilisierten Soldaten fehlt die geeignete Ausrüstung für einen konventionellen Krieg.

Russland hat gerade Teile der Ost- und Südukraine zu Russland erklärt. Das ist natürlich lächerlich . Aber würde Moskau wirklich Atomwaffen auf Ländern einsetzen, von denen es behauptet, dass sie russisch sind, und die Menschen töten oder bestrahlen, von denen es behauptet, dass sie russische Bürger, Zivilisten und Soldaten gleichermaßen sind? Es ist nicht unmöglich. Aber es ist sehr unwahrscheinlich.

Und selbst wenn es passieren würde, würde es den Krieg nicht beenden, zumindest nicht mit einem russischen Sieg. Ich habe bisher argumentiert, ohne Abschreckung auch nur zu erwähnen: die Erwartung, dass der Einsatz einer Atomwaffe heftige Reaktionen anderer Länder auslösen würde. Den Amerikanern wurde Monate gegeben, um darüber nachzudenken, und ich könnte mir vorstellen, dass ihre Reaktion auf den Einsatz von Atomwaffen durch Russland so berechnet wurde, dass sie die russischen Streitkräfte behindert und Putin persönlich demütigt. Eine weitere indirektere Form der Abschreckung ist das sichere Wissen, dass der Einsatz einer Atomwaffe die Unterstützung Putins und Russlands auf der ganzen Welt verlieren würde.

Ich frage mich auch, ob Russland angesichts der präzisen Langstreckenartillerie der Ukraine, der undichten Logistik Russlands und der Fähigkeit der Ukrainer, an Waffensysteme zu gelangen, die die Russen in ihr Land gebracht haben, das Risiko eingehen würde, Atomwaffen in die oder sogar in die Nähe der Ukraine zu bringen . Es ist schwer zu übertreiben, wie schwierig es für die Russen ist, ihre eigenen Sachen zu behalten. Sicher, die Russen könnten stattdessen eine Rakete einsetzen; aber einige ihrer Raketen fallen auf die Erde und weitere werden abgeschossen. Russische Flugzeuge neigen dazu, abzustürzen und abgeschossen zu werden, bis zu dem Punkt, dass russische Einsätze selten sind – und negative Aufmerksamkeit erregen.

Geht man davon aus, dass Russland in der Ukraine eine kleine Nuklearwaffe zünden wollte und dies trotz alledem gelang, würde dies keinen entscheidenden militärischen Unterschied machen. Es gibt keine großen Ansammlungen von ukrainischen Soldaten oder Ausrüstung zu treffen, da die Ukraine sehr dezentral kämpft. Wenn es eine Detonation gäbe, würden die Ukrainer weiterkämpfen. Das sagen sie seit Monaten, und es gibt keinen Grund, daran zu zweifeln.


Fortsetzung folgt....
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon augenzeuge » 9. Oktober 2022, 18:06

Es gibt auch das Problem des Motivs. Putin möchte, dass wir mit seiner Situation sympathisieren, was natürlich an sich schon ein höchst verdächtiger Schritt ist. Aber ist das, was er sagt, überhaupt glaubwürdig? Wir sagen: „Putin steht mit dem Rücken zur Wand. Was wird er tun?“ So bringen wir uns dazu, über Atomwaffen zu sprechen: Putin bringt uns in etwas, von dem wir glauben sollen, dass es sein eigener psychologischer Raum ist. Aber das ist alles nur Gefühl. Es ist nicht wirklich ein Motiv.

Wenn bloße Emotionen, die aus einer Niederlage resultieren, den Einsatz von Nuklearwaffen motivieren würden, wäre dies bereits geschehen, und das ist nicht der Fall. Kaum etwas kann demütigender sein als die russische Niederlage in Kiew, einen Monat nach Beginn des Krieges. Der Zusammenbruch in der Region Charkiw im vergangenen Monat war auch ein Schock. Während ich dies schreibe, machen die Ukrainer erhebliche Gewinne in Regionen, von denen Putin gerade behauptete, dass sie für immer Russland in einer riesigen Fernsehzeremonie sein würden; Die offizielle russische Antwort lautete, dass ihre Grenzen nicht definiert seien. Die russische Reaktion auf die Übermacht war der Rückzug.

Schauen wir uns also Putins Position genauer an. Die russischen Streitkräfte stehen in der Ukraine nicht „mit dem Rücken an einer Wand“, sie sind sicher, wenn sie sich nach Russland zurückziehen. Die „Mauer“-Metapher ist auch nicht wirklich hilfreich, um zu sehen, wo Putin steht. Es ist eher so, als ob die Möbel um ihn herum verschoben wurden und er sich neu orientieren muss.

Was er in der Ukraine getan hat, hat seine Position in Moskau verändert, und zwar zum Schlechteren. Daraus folgt aber nicht, dass er den Krieg in der Ukraine gewinnen „muss“, was auch immer das heißen mag („kann“ kommt logischerweise vor „müssen“). In Moskau gilt es, an der Macht zu bleiben, und das bedeutet nicht zwangsläufig, sich in der Ukraine weiteren Risiken auszusetzen. Sobald (und wenn) Putin versteht, dass der Krieg verloren ist, wird er seine Meinung über seine Position zu Hause anpassen.

Im Sommer war diese Position einfacher. Bis vor kurzem, wahrscheinlich bis zu seiner Rede zur Ankündigung der Mobilisierung im September, hätte er in den Massenmedien einfach den Sieg erklären können, und die meisten Russen wären damit zufrieden gewesen. Nun aber hat er seinen sinnlosen Krieg so weit gebracht, dass selbst der russische Informationsraum zu bröckeln beginnt. Dank der Mobilisierung (wie Meinungsumfragen zeigen) haben die Russen jetzt Angst vor dem Krieg. Und jetzt geben ihre Fernsehpropagandisten zu, dass sich die russischen Truppen zurückziehen. Anders als im ersten halben Jahr des Krieges kann Putin also nicht einfach behaupten, alles sei gut und fertig. Er muss etwas anderes tun.

Die Erde hat sich unter Putins Füßen bewegt. Seine politische Karriere basierte auf der Nutzung kontrollierter Medien, um die Außenpolitik in ein beruhigendes Spektakel zu verwandeln. Mit anderen Worten: Das Überleben des Regimes hing von zwei Prämissen ab: Was im Fernsehen passiert, ist wichtiger als das, was in der Realität passiert; und was im Ausland passiert, ist wichtiger als das, was zu Hause passiert. Diese Prämissen scheinen mir nicht mehr zu gelten. Mit der Mobilisierung wurde die Unterscheidung zwischen Inland und Ausland aufgehoben; Mit verlorenen Schlachten wurde die Unterscheidung zwischen Fernsehen und Realität geschwächt. Die Realität wird wichtiger als das Fernsehen, und Russland wird wichtiger als die Ukraine.


Es gibt eine Kluft sowohl in der Elite als auch in der öffentlichen Meinung in Russland, die jetzt im Fernsehen sichtbar wird. Einige Leute denken, dass der Krieg eine heilige Sache ist und gewonnen werden kann, wenn Köpfe rollen, die Führung sich ehrenhaft verhält und mehr Männer und Material an die Front geschickt werden. Unter ihnen sind die Militärblogger , die eigentlich an der Front stehen und deren Stimmen immer mehr Mainstream werden. Das ist eine Falle für Putin, da er bereits alles sendet, was er kann. Diese Stimmen lassen ihn schwach aussehen. Andere Leute denken, dass der Krieg ein Fehler war. Diese Stimmen werden ihn dumm aussehen lassen. Dies ist nur die grundlegendste einer Reihe von widersprüchlichen Positionen , denen Putin jetzt aus einer exponierten und geschwächten Position gegenübersteht.

Wenn ein Krieg im Ausland Ihre Position schwächt und dieser Krieg nicht gewonnen werden kann, ist es am besten, ihn heute statt morgen zu beenden. Ich würde vermuten, dass Putin das noch nicht sieht. Er ist jedoch weit genug gekommen, um zu verstehen, dass er in der realen Welt handeln muss, obwohl seine Entscheidungen bisher keine guten waren.

Die Mobilisierung war das Schlimmste von beiden Welten: groß genug, um die Bevölkerung vor den Kopf zu stoßen, zu klein und vor allem zu spät, um vor dem Winter etwas zu bewirken. Wahrscheinlich war es das Ergebnis eines Kompromisses, der uns zeigt, dass Putin nicht allein regiert. Putin versucht, die Truppen in der Ukraine zu kommandieren. Seine Misserfolge machen ihn kritikfähig (bisher indirekt). Doch Putin scheint festzustecken: Den Krieg jetzt zu beenden, ohne das Thema zu wechseln, würde einige seiner Kritiker stärken. Aber jetzt, da die Mobilisierung bereits versucht wurde, hat er nur noch wenige Möglichkeiten, größere Gewalt anzuwenden. Wie ändert sich also das Thema?

Es verändert sich von selbst. Putin ist jetzt von einem Ereignis gefangen, das im Fernsehen übertragen werden sollte und von einem weit entfernten Ort handelt, das aber innerhalb Russlands eine unmittelbare politische Form angenommen hat. Zwei prominente russische Politiker, Ramsan Kadyrow und Jewgeni Prigoschin, haben das russische Oberkommando ziemlich brutal kritisiert. Angesichts der Tatsache, dass jeder weiß, dass Putin das eigentliche Kommando ausübt, muss dies spaltend sein. Der Kreml reagierte direkt auf Kadyrow, und die Armeepropaganda zeigt einen kritisierten Kommandanten mit seinen Truppen im Feld.

Was ich für keinen Zufall halte, kontrollieren sowohl Kadyrow als auch Prigozhin so etwas wie eine private Streitmacht. Kadyrow, der De-facto-Diktator der russischen Region Tschetschenien, hat seine eigene Miliz. Es wurde in die Ukraine entsandt, wo es sich anscheinend darauf spezialisiert hatte, Zivilisten zu terrorisieren und sich selbst auf Instagram zu posten. Nachdem Kadyrow im letzten Monat auf eine Mobilisierung in Russland gedrängt hatte, kündigte er an, dass niemand aus Tschetschenien mobilisiert werde. Man könnte daraus schließen, dass er seine Männer für etwas anderes aufspart.

Prigozhin ist der Anführer des düsteren Söldnerwesens Wagner und hat sich in dieser Funktion immer mehr ins Rampenlicht gerückt. (Er ist auch verantwortlich für die Internet Research Agency, die einer der Akteure im hybriden Krieg gegen die Ukraine im Jahr 2014 und den Cyberwars gegen Großbritannien und die Vereinigten Staaten im Jahr 2016 war.) Wagner war an einer Reihe von Versuchen eines Regimewechsels beteiligt , darunter Blutsäuberungen der russischen Marionettenregierungen in den Regionen Luhansk und Donezk und die Versuche, Wolodymyr Selenskyj zu Beginn des Krieges zu ermorden. Dies geschah zweifellos auf Putins Befehl. Aber es ist eine entnervende Fähigkeit.



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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon augenzeuge » 9. Oktober 2022, 18:07

Im Moment führt Wagner die täglichen russischen Offensivversuche im Gebiet Bachmut in der Region Donezk an, die eigentlich nirgendwohin führen. Wagner scheint dort, wo die Ukrainer vordringen, nicht sehr aktiv zu sein, was eher wichtig ist. Gestern berichtete Gulagu.net, dass ein Wagner-Kämpfer einen russischen Armeeoffizier erschossen hat, was darauf hinzudeuten scheint, dass an diesem Teil der Front nicht alles in Ordnung ist. Ist es übertrieben anzunehmen, dass Prigozhin alle wertvollen Männer und Materialien, die ihm noch geblieben sind, verschont? Er hat offen russische Gefangene rekrutiert , um für Wagner in der Ukraine zu kämpfen ; Ich würde die Vermutung wagen, dass er sie in den Tod schickt und die Männer und die Ausrüstung zurückhält, die in einem anderen Unterfangen eine Zukunft haben könnten.

Prigoschin und Kadyrow fordern eine Verschärfung des Krieges, verspotten das russische Oberkommando im aggressivsten Ton, scheinen aber inzwischen ihre eigenen Männer zu schützen. Auch das scheint eine Falle zu sein. Indem sie die Art und Weise kritisieren, wie der Krieg geführt wird, schwächen sie Putins Informationskontrolle; Indem sie ihn zwingen, Verantwortung zu übernehmen, obwohl sie dies nicht tun werden, enthüllen sie seine Position weiter. Sie sagen ihm, er solle einen Krieg gewinnen, den sie selbst anscheinend nicht zu gewinnen versuchen.

In der Gesamtlogik, die ich beschreibe, würden Rivalen versuchen, ihre Kampfkraft zu bewahren, entweder um ihre eigenen persönlichen Interessen in einer unvorhersehbaren Zeit zu schützen, oder um ein Spiel für Moskau zu machen. Wenn dies tatsächlich der Fall ist, wird es allen Beteiligten bald töricht erscheinen, Streitkräfte in der fernen Ukraine stationiert zu haben oder sie dort Tag für Tag töten zu lassen. Dann kommt ein Wendepunkt. Sobald einige Leute erkennen, dass andere Leute ihre Männer zurückhalten, wird es sinnlos erscheinen, die eigenen zu verausgaben (oder zu entfremden).

Zu einem bestimmten Zeitpunkt gilt diese Logik für die russische Armee selbst. Wie Lawrence Freedman betont hat , haben ihre Kommandeure einen Anreiz, sich zurückzuziehen, wenn sie eine Rolle in der russischen Politik oder Prestige in der russischen Gesellschaft spielen wollen, solange sie noch Einheiten zu befehligen haben. Und wenn Putin selbst an der Macht bleiben will, ist weder eine diskreditierte noch eine demoralisierte Armee in seinem Interesse.

Die Mobilmachung selbst sieht aus wie ein Speer, der in die falsche Richtung zeigt: Hat es einen Sinn, Tausende von unvorbereiteten und schlecht ausgerüsteten Männern in etwas zu schicken, von dem sie zunehmend wissen, dass es Untergang ist? Putin geht natürlich davon aus, dass mobilisierte Soldaten entweder sterben oder gewinnen werden; aber wenn sie stattdessen fliehen, werden sie zu einer gefährlichen Gruppe, vielleicht bereit für einen anderen Anführer.

Und so sehen wir ein plausibles Szenario für das Ende dieses Krieges. Krieg ist eine Form der Politik, und das russische Regime wird durch eine Niederlage verändert. Während die Ukraine weiterhin Schlachten gewinnt, wird eine Umkehrung von der anderen begleitet: Das Fernsehen weicht der Realität, und der ukrainische Wahlkampf weicht einem Kampf um die Macht in Russland. In einem solchen Kampf macht es keinen Sinn, weit entfernt in der Ukraine bewaffnete Verbündete zu haben, die in Russland sinnvoller eingesetzt werden könnten: nicht unbedingt in einem bewaffneten Konflikt, obwohl dies nicht ganz ausgeschlossen werden kann, sondern um andere abzuschrecken und sich selbst zu schützen. Für alle betroffenen Akteure mag es schlimm sein, in der Ukraine zu verlieren, aber es ist schlimmer, in Russland zu verlieren.

Die Logik der Situation begünstigt den, der dies am schnellsten erkennt und steuern und umschichten kann. Sobald die Kaskade beginnt, macht es schnell keinen Sinn, überhaupt irgendwelche russischen Streitkräfte in der Ukraine zu haben. Auch hieraus folgt nicht unbedingt, dass es in Russland zu bewaffneten Zusammenstößen kommen wird: Es ist nur so, dass russische Führer, wenn die durch den Krieg in der Ukraine entstandene Instabilität deutlich wird, von dieser Instabilität profitieren oder sich davor schützen wollen , werden ihre Machtzentren in der Nähe von Moskau haben wollen. Und das wäre natürlich eine sehr gute Sache für die Ukraine und für die Welt.

Wenn es so weit kommt, wird Putin keine Entschuldigung brauchen, um sich aus der Ukraine zurückzuziehen, da er dies für sein eigenes politisches Überleben tun wird. Bei all seiner persönlichen Verbundenheit mit seinen seltsamen Vorstellungen über die Ukraine nehme ich an, dass er eher an der Macht hängt. Wenn das Szenario, das ich hier beschreibe, eintritt, müssen wir uns keine Gedanken über die Dinge machen, über die wir uns normalerweise Sorgen machen, wie zum Beispiel, wie Putin über den Krieg denkt und ob die Russen sich darüber aufregen werden, zu verlieren. Während eines internen Kampfes um die Macht in Russland werden Putin und andere Russen andere Dinge im Kopf haben, und der Krieg wird diesen dringenderen Sorgen Platz machen. Manchmal wechselt man das Thema und manchmal ändert das Thema einen.

All dies bleibt natürlich sehr schwer vorherzusagen, insbesondere auf jeder Detailebene. Andere Ergebnisse sind durchaus möglich. Aber die hier diskutierte Entwicklungslinie ist nicht nur viel besser, sondern auch viel wahrscheinlicher als die befürchteten Weltuntergangsszenarien. Es lohnt sich also, darüber nachzudenken und sich darauf vorzubereiten.


Ende
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon Ari@D187 » 9. Oktober 2022, 18:18

Kaum vorstellbar, dass Putin sich so einfach aus Russland, äh, der Ukraine zurückzieht.

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon Kumpel » 9. Oktober 2022, 18:19

Das sollten sich die SPD Knallchargen um Scholz und Mützenich mal durchlesen.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon Kumpel » 9. Oktober 2022, 18:20

Ari@D187 hat geschrieben:Kaum vorstellbar, dass Putin sich so einfach aus Russland, äh, der Ukraine zurückzieht.

Ari


Sachlich begründen kannste das natürlich wie immer , nicht.
Kumpel
 

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon augenzeuge » 9. Oktober 2022, 18:22


Der muss es wissen.

AZ
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon Kumpel » 9. Oktober 2022, 18:25

Mir musste den Mann nicht vorstellen.
Snyder hatte bereits 2014 eine dezidierte Meinung zu Russland und seinem Verhältnis zur Ukraine.
Das hätte sich das Berliner Politpersonal mal zu Herzen nehmen sollen und die erforderlichen Konsequenzen ziehen müssen.
Diese Vollversager.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon augenzeuge » 9. Oktober 2022, 18:29

Kumpel hat geschrieben:Mir musste den Mann nicht vorstellen.


Aber das weiß ich doch! [flash]
Du verstehst, dass ich dies für alle tue?

P.S.
Die Originalseite ist in englisch. Und da ich bisher diese Aussagen in der deutschen Mainstreampresse nicht gefunden habe, hab ich einfach die Seite schnell mit Hilfsmittel komplett übersetzt.
Damit man hier mal mehr weiß. [hallo]

AZ
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon Kumpel » 9. Oktober 2022, 18:31

Na dann ist ja gut AZ , ich bin ja schon glücklich , dass du nicht mit Ganser um die Ecke kommst. [super]
Kumpel
 

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon Ari@D187 » 9. Oktober 2022, 18:33

Kumpel hat geschrieben:
Ari@D187 hat geschrieben:Kaum vorstellbar, dass Putin sich so einfach aus Russland, äh, der Ukraine zurückzieht.

Ari


Sachlich begründen kannste das natürlich wie immer , nicht.

"Sachlich begründen" aus deiner Feder... [laugh]
Und "wie immer"-Pauschalisierungen wirfst du und Konsorten doch gerne anderen vor. [flash]
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon Kumpel » 9. Oktober 2022, 18:36

Mal deinen Quatsch beiseite , glaubst / denkst / fühlst du ja offenbar , dass sich Russland ''am längeren Hebel'' befände.
Begründe das doch mal.
Kumpel
 

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon Beethoven » 10. Oktober 2022, 06:50

Ari@D187 hat geschrieben:
Beethoven hat geschrieben:
Ari@D187 hat geschrieben:
Beethoven hat geschrieben:[...]
Eine 15 kt Kernwaffe, wie sie wohl in Hiroshima zum Einsatz kam (darüber wird ja noch spekuliert) ist keine taktische Waffe mehr. Allgemein wird bis zu 5 kt Sprengkraft, als taktische Kernwaffe angesehen.[...]

Der Kommandant des ABC-Abwehrzentrums des Österreichischen Bundesheeres spricht von einer Spannweite von 0,3 bis 200 kT:
-> Link

Ari


Das ist richtig Ari. Jedoch, wenn Du es richtig liest, meint er damit den allgemeinen Kernwaffeneinsatz. Explizit nicht nur Gefechtsfeldkernwaffen.

Alles was über 5 kt (bedeutet, dass die Sprengkraft der von 5.000 Kilo TNT gleich zu setzen ist) hinaus geht, ist keine Gefechtsfeldkernwaffe mehr.
[...]

Im nachfolgenden Video wird auch auf das Thema "Gefechtsfeld" eingegangen. Der Oberst unterscheidet darin zwischen taktisch (Gefechtsfeld) und strategischen Atomwaffen.
-> Link

Ari


Ja, er hat das gut und umfassend erklärt und grafisch dargestellt.

Nun, zu jener Zeit als ich noch eine Uniform trug und an einer Militärakademie studierte, unterteilten wir, im Warschauer Vertrag, die Kernwaffen anders.

Bei uns wurde unterteil in:
- taktische Kernwaffen,
- operativ taktische Kernwaffen und
- strategische Kernwaffen.

Strategische Kernwaffen konnte die NVA gar nicht verschießen, weil sie gar nicht im Besitz der dazu benötigten Trägermittel war.
Das konnten nur die Sowjets und die hatten dazu ein eigenes, dafür bestimmtes Oberkommando. Es war gar eine eigene Teilstreitkraft in der damaligen sowjetischen Armee.

Die NVA hatte in jedem Militärbezirk (Du kennst das MB III und MB V - welches jeweils im Soll 1, eigentlich "nur" die Stärke eines Armeekorps hatte) eine Raketenbrigade, die OTR (operativ taktische Rakete) verschießen konnte und zwar bis auf eine Entfernung von unter 1000 km. Bekannt ist wohl die "Scut". Ab den 80-er Jahren war es dann die OTR "Oka".
Die OTR konnte mit Gefechtsköpfen bis zu 200 kt ausgestattet werden. Das fällt in der Betrachtung des Herrn Oberst des österreichischen Bundesheeres noch unter taktische Kernwaffe.

In jeder Division (egal ob im Soll 1 oder Soll 2) gab es eine Raketenabteilung, die taktische Raketen verschießen konnte. Das war einst die "LUNA M" und in den 80-er Jahren die "Totschka".
Die LUNA konnte bis zu 70 km weit feuern mit konventionellem Sprengkopf (das wäre aber Unsinn) oder einem nuklearen Gefechtskopf bis zu 500 kt (das konnten aber artilleristisch verschossene Granaten auch, erreichten jedoch nicht die Reichweite wie eine Rakete).
Die Totschka konnte bis zu 120 km weit feuern und da ging bis zu 200 kt als nuklearer Sprengkopf drauf, war aber für die NVA, so diese eingesetzt werden sollte, nicht angedacht.

Freundlichst

Ach so, muss ich noch erklären.

Soll1 - bedeutet Friedensstruktur, also das, was jeder Soldat in der NVA täglich sehen konnte.
Soll 2 - Kriegsstruktur, also nach Mobilmachung und Aufwuchs von kardierten Einheiten, Truppenteilen und Verbänden. Bei den Landstreitkräften der NVA waren dies fünf vollständige Divisionen zzgl.
vieler Einheiten und Truppenteile, die bei Personal und Bewaffnung aufwuchsen um auf die Kriegsstruktur zu kommen.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Neuer Beitragvon Beethoven » 10. Oktober 2022, 07:06

Wenn ich mir dieses Bild anschaue:

https://www.msn.com/de-de/nachrichten/w ... e91f6948f3

so bestätigt es meiner Meinung nach, dass es kein Geschoss war, welches die Brücke zerstört hat.
Bei einem Geschoss wäre, so denke ich, die Zerstörung punktuell größer, mit einem Durchschlagen der Brücke.
Hier gab es eine Oberflächendetonation ohne punktuelle Einwirkung.

FReundlichst
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