Ari@D187 hat geschrieben:Sparta, für mich ist es kaum vorstellbar, dass die Ukrainer gestern mal schnell und ohne hroßes Blutvergießen das Herz einer 1,1 Mio.-Stadt wie Rostow hätten besetzen und dann über die Autobahnen ihr Kriegsgerät weiter bis Lipezk hätten verlegen können. Da muss es vorher irgendwelche Absprachen gegeben haben, bzw. das wirkt sehr abgestimmt und orchestriert bis hin zum plötzlichen happy End für alle.
Daraus dürften in den kommenden Tagen und Wochen noch einige Konsequenzen entstehen, die ohne das gestrige Schauspiel so nicht möglich bzw. dem russischen Volk nicht akzeptabel verkaufbar gewesen wären.
Ari
karnak hat geschrieben:Dann hoffen wir doch mal,dass der Prigoschin nicht auf einmal vom Norden her angreift.

karnak hat geschrieben:Dann hoffen wir doch mal,dass der Prigoschin nicht auf einmal vom Norden her angreift.


augenzeuge hat geschrieben:karnak hat geschrieben:Dann hoffen wir doch mal,dass der Prigoschin nicht auf einmal vom Norden her angreift.
Dachte ich auch.
AZ

Edelknabe hat geschrieben:Stellt euch das sinngemäß hier im Lande vor. Da reichen schon simple Gedanken den Bundestag zu stürmen zur Verhaftung. In Russland passiert nix. Im Gegenteil. Der Wagner mit Truppe(oder wars ohne?) wird vom Freund Putins aufgenommen. Das soll irgendwie Schwäche sein? Gar Führungsschwäche? Ich weiß nicht so Recht. Das sieht mir eher wie Zusammenhalt alter Männer aus, trotz allem leidigen Grimmskram. Andere bezeichnen so etwas auch als Männerfreundschaft.
Rainer Maria
Ari@D187 hat geschrieben:augenzeuge hat geschrieben:karnak hat geschrieben:Dann hoffen wir doch mal,dass der Prigoschin nicht auf einmal vom Norden her angreift.
Dachte ich auch.
AZ
Würde mich nicht wundern, wenn "die Wagners" bald alle Eisdielen im Zentrum Kiews besetzen.
Ari
Nach dem gescheiterten Aufstand gibt es keine Informationen über den Verbleib von Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin. Nach Berichten unabhängiger russischer Medien vom Sonntag erklärte die Wagner-Pressestelle, derzeit keinen Kontakt zu Priogoschin zu haben. Der russischsprachige Sender RTVi erhielt auf Nachfrage die Auskunft: „Er lässt alle grüßen und wird auf Fragen antworten, wenn er wieder normalen Empfang hat.“
Prigoschin war zuletzt am Samstagabend gesehen worden. Videos zeigten, wie er aus der südrussischen Stadt Rostow am Don in einem Auto abfuhr. Seitdem gab es keine Angaben mehr.
Spartacus hat geschrieben:Danny_1000 hat geschrieben:Gerd Böhmer hat geschrieben:......Morgens,
das war doch nachdem was ich heute Morgen mitbekommen habe eine Palastrevolte, die doch gezeigt hat, das die Herrschaften im Kreml relativ fest im Sattel sitzen. Da teile ich die Einschätzung westlicher Beobachter, das Putin sich blamiert hat und vorgeführt wurde erst einmal nicht.
wünsche einen angenehmen Sonntag,
Ich sowieso nicht. Und wie ich schon schrieb: Spätestens nach der Rede des Zaren war mir klar: Hinter der wird sich eine große Mehrheit der Russen versammeln und dieser kriminelle Wagner- Boß wird scheitern.
Ich denke auch, dass der Kreml- Zar diesen Putsch seinem einstigen „Koch“ nicht verzeihen wird. Also ein möglicher Fenstersturz ist trotz seiner Flucht nach Belarus noch nicht vom Tisch.
Na da widerspreche ich doch mal. Putin - der starke Mann - hat sich blamiert bis auf die Knochen und seine glorreiche Armee gleich mit. Dieser Durchmarsch bis fast nach Moskau. Man stelle sich mal vor
50.000 Ukrainer wären da los gezogen. Die wären genau so leicht bis Moskau gekommen, da niemand mit so einem Vorgehen rechnet, hätten aber bestimmt nicht angehalten. Und die Russen sind ja auch
nicht blöd, können auch eins und eins zusammenzählen. Der Putin mit seinem Gedöns, von wegen und ihr seid sicher. Pustekuchen.
Ich stimme aber zu, dass der Fenstersturz noch nicht vom Tisch ist.![]()
Sparta
Innerhalb von nicht einmal 24 Stunden konnten sich die Wagner-Kämpfer - nach eigenen Angaben - Moskau bis auf 200 Kilometer nähern. Auf wesentlichen Widerstand trafen sie dabei nicht. Ob ein Weitermarsch in ähnlichem Tempo hätte durchgeführt werden können, steht dahin. Wichtige Militärstützpunkte wie in Rostow konnten die Aufständischen jedoch ohne größere Probleme unter ihre Kontrolle bringen. Ein Grund dafür dürfte sein, dass die russische Armee einen erheblichen Teil ihrer Soldaten in die Ukraine oder in die Grenzregion verlegt hat. Der schnelle Vorstoß der Rebellen zeigt nun, wie es um die Verteidigung im Inneren bestellt ist. Der Aufstand stellt aber auch eine Schlappe der Aufklärungsdienste dar. Sie haben die Revolte der Wagner-Kämpfer offenbar nicht kommen sehen. Nach Medienberichten sollen US-Geheimdienste dagegen schon vor einigen Tagen von entsprechenden Vorbereitungen erfahren und Mitglieder des Kongresses informiert haben. Die russischen Streitkräfte traf die Rebellion dagegen offenbar unvorbereitet.
Putin gab in diesem Konflikt ein zögerliches und unentschlossenes Bild ab, das in starkem Kontrast zu dem Bild des entschlossenen Führers steht, das er sonst von sich zeichnet und zeichnen lässt. Seine Macht beruhte nicht zuletzt auf seinem Stabilitätsversprechen: ein wie auch immer funktionierender Staat, der seinen Bürgern mehr oder weniger verlässlich ein zumindest geringes Niveau der Lebensführung garantiert, wofür die Bürger die Führung im Gegenzug gewähren lassen - dieses Modell hat nun einen Riss bekommen. Gravierender noch: Putin stützte sich vor allem auf die offiziellen und inoffiziellen Sicherheitsdienste und war bislang der ausgleichende Faktor zwischen ihren konkurrierenden Interessen. Auch dieses Modell funktioniert nicht mehr im bisherigen Maße, wie der Aufstand der Wagner-Leute zeigt, auch wenn er sich ihren Worten nach zunächst nicht gegen Putin, sondern gegen die Armeeführung richtete. Aber dass Putin die Rivalität der Dienste in Grenzen hält, ist seit dem 24. Juni nicht mehr gegeben.
Spartacus hat geschrieben:
... Putin wird jetzt die Daumenschrauben noch mehr anziehen, die Bevölkerung noch stärker überwachen und drangsalieren. Die können sich schon mal freuen.![]()
Sparta
Gerd Böhmer hat geschrieben:Spartacus hat geschrieben:
... Putin wird jetzt die Daumenschrauben noch mehr anziehen, die Bevölkerung noch stärker überwachen und drangsalieren. Die können sich schon mal freuen.![]()
Sparta
an der Stelle sind wir sogar einer Meinung ...
Spartacus hat geschrieben:Gerd Böhmer hat geschrieben:Spartacus hat geschrieben:
... Putin wird jetzt die Daumenschrauben noch mehr anziehen, die Bevölkerung noch stärker überwachen und drangsalieren. Die können sich schon mal freuen.![]()
Sparta
an der Stelle sind wir sogar einer Meinung ...
Siehste, geht doch.![]()
Sparta

Gerd Böhmer hat geschrieben: Putin hat sich nicht einmal bis auf die Knochen blamiert, die Wagnertruppe auch nicht. Putin und seine Entourage sitzen fest im Sattel
Nach dem Putschversuch ist der Machthaber im Kreml Wladimir Putin deutlich angeschlagen. Sein System zeigt deutliche Risse - die Schlangengrube Kreml wird deutlich schwerer beherrschbar.

augenzeuge hat geschrieben:Gerd Böhmer hat geschrieben: Putin hat sich nicht einmal bis auf die Knochen blamiert, die Wagnertruppe auch nicht. Putin und seine Entourage sitzen fest im Sattel
Das sehen die meisten Experten, auch Wanner, ganz anders.
Nach dem Putschversuch ist der Machthaber im Kreml Wladimir Putin deutlich angeschlagen. Sein System zeigt deutliche Risse - die Schlangengrube Kreml wird deutlich schwerer beherrschbar.
Putin musste sich dem öffentlichem Druck beugen. Das ist definitiv eine Schwäche. Er drohte mit harten Strafen, und am Ende zählen die Verdienste der Verräter mehr als ihr Verrat.![]()
Das ist noch nie passiert.
AZ
Danny_1000 hat geschrieben:Na ja, wenn man mal die deutschen Glaskugelstrategen oder die selbst – und fremdernannten Experten, die nun von TV- Station zu TV- Station tingeln und über Russlands Untergang nach dem Putsch berichten beiseite legt, bleiben nicht wirklich viele Russlandkenner und seriöse Experten in den deutschen Medien übrig.
Einer, der den Namen Journalist noch verdient und schon viele Jahre aus Moskau direkt beichtet, ist Christoph Wanner von WELT. Hier sein jüngstes Statement zur Lage in Moskau.
https://www.youtube.com/watch?v=BGVriuMPnss
![Grinsen [grin]](./images/smilies/evilgrins.gif)
Der Aufstand der russischen Söldnertruppe Wagner hat nach Ansicht ihres Chefs Jewgeni Prigoschin "schwerwiegende Sicherheitsprobleme" in Russland aufgezeigt. Prigoschin äußerte sich am Montag erstmals seit dem abgebrochenen Aufstand vom Wochenende in einer elfminütigen Audiobotschaft, in der er seinen Aufenthaltsort nicht preisgab.
Er betonte, er habe nicht die russische Führung stürzen wollen, sondern seine eigene Truppe retten wollen, die durch eine Eingliederung in die reguläre russische Armee bedroht war.
Gerd Böhmer hat geschrieben:Mal soviel als Antwort, das können diese Experten von mir aus sehen wie sie wollen ... duck und wech

pentium hat geschrieben:Prigoschin hat sich gemeldet:
Prigozhin: “We did not want to shed Russian blood. We set out to express our protest, not overthrow the government in the country”
https://theins.ru/en/news/262932

Spartacus hat geschrieben:
Es ist doch wohl klar, dass Putin bei der Sache nicht gut aussah. Und heute die Aufnahmen mit diesem Ministerpräsidenten Mischustin, also mal ehrlich, geprügelte Hunde sehen glücklicher aus.
Und dann der Inhalt. Wir müssen zusammenhalten, ein Team sein und uns um unseren Präsidenten scharren. Und die Runde glotzt blöd in die Kamera, verzieht keine Mine.
Was in deren Köpfen wohl vor sich gegangen ist?![]()
Sparta

Spartacus hat geschrieben:Danny_1000 hat geschrieben:Na ja, wenn man mal die deutschen Glaskugelstrategen oder die selbst – und fremdernannten Experten, die nun von TV- Station zu TV- Station tingeln und über Russlands Untergang nach dem Putsch berichten beiseite legt, bleiben nicht wirklich viele Russlandkenner und seriöse Experten in den deutschen Medien übrig.
Einer, der den Namen Journalist noch verdient und schon viele Jahre aus Moskau direkt beichtet, ist Christoph Wanner von WELT. Hier sein jüngstes Statement zur Lage in Moskau.
https://www.youtube.com/watch?v=BGVriuMPnss
Es ist doch wohl klar, dass Putin bei der Sache nicht gut aussah. Und heute die Aufnahmen mit diesem Ministerpräsidenten Mischustin, also mal ehrlich, geprügelte Hunde sehen glücklicher aus.
Und dann der Inhalt. Wir müssen zusammenhalten, ein Team sein und uns um unseren Präsidenten scharren. Und die Runde glotzt blöd in die Kamera, verzieht keine Mine.
Was in deren Köpfen wohl vor sich gegangen ist?![]()
Sparta

augenzeuge hat geschrieben:Ja, so ist das. Samt Familien.
Eigentlich wurde sowas mal ausgeschlossen, aber wen interessiert das Geschwätz von gestern?
AZ
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