Die Lage in der Ukraine Teil 6

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Neuer Beitragvon pentium » 31. August 2026, 09:20

Edelknabe hat geschrieben:Mittlerweile wurde X Mal Anlauf zu Verhandlungen genommen, Und alles scheiterte an Sturheit siehe dazu auch der Vortext vom Jörg. Also macht ein Putin weiter, solange das Riesenland noch dazu in der Lage ist. Dazu noch ein Trump wo es bis vor kurzen so ausgesehen hatte als bewegt sich etwas zum Positiven. Nur dann kam die Trumpsche Art, diese seine "Unverlässlichkeit." Und diese Ideodie Iran anzugreifen. Nur aus der Nummer wird der Mann viel länger brauchen, um da wieder heraus zu kommen. Ich schrieb das schonmal"wie kann Einer so Putin seinen Soldaten eigentlich noch in die Augen schauen, wenn der Mann auf die Sturheit der Gegenseite nicht mit weiterkämpfen antworten würde? Da sind Tausende gestorben für sein Ziel einer Entnazifizierung der Ukraine und anderen Vorstellungen nur was passiert, der Westen pämpert einen Staat der zu gut 90% noch eine Banderaideologie weiterlebt.Und die Korruption im Lande wird schöngeredet, es wird reine weg nichts dagegen unternommen. Das Dumme noch , niemand stört sich im Westen daran, einfach unbegreiflich bis saudumm soetwas.

Rainer Maria


1. Gescheiterte Verhandlungen und die "Sturheit" der Gegenseite**

Du behauptest, dass Russland (unter Putin) den Krieg nur deshalb fortsetzt, weil die Gegenseite (die Ukraine und der Westen) stur sei und bei Friedensgesprächen nicht nachgeben wolle. Solange Russland die Kraft dazu hat, werde es deshalb weiterkämpfen.
Stell dir vor, zwei Kinder streiten sich um ein Spielzeug. Kind A sagt: „Ich habe versucht, mit ihm zu reden, aber Kind B ist völlig stur und gibt nicht nach. Also muss ich ihm das Spielzeug mit Gewalt wegnehmen, solange ich stärker bin.“ Du gibst also der Gegenseite die Schuld an der Fortsetzung des Konflikts.

2. Rechtfertigung der eigenen Verluste ("Den Soldaten in die Augen schauen")

Du argumentierst, dass Putin gar nicht aufgeben *kann*, ohne sein Gesicht zu verlieren. Da schon so viele russische Soldaten für seine Ziele gestorben sind, müsse er weiterkämpfen, damit diese Todesfälle nicht "umsonst" waren. In der Psychologie nennt man das oft den „Trugschluss der versunkenen Kosten“ (Sunk-Cost-Fallacy).
Jemand hat schon 5.000 Euro in die Reparatur eines kaputten, alten Autos gesteckt. Obwohl das Auto wieder kaputt ist, bezahlt er nochmal 2.000 Euro für eine weitere Reparatur. Er denkt sich: „Wenn ich jetzt aufhöre und das Auto wegwerfe, waren die ersten 5.000 Euro völlig umsonst.“

3. Kritik an Donald Trump und seiner Unberechenbarkeit**
Du kritisierst Donald Trump. Obwohl Trump aus deiner Sicht vielleicht anfangs Hoffnungen auf eine positive Veränderung weckte, wird er nun als unzuverlässig und unberechenbar beschrieben. Besonders die Überlegung Trumps, in einen Konflikt mit dem Iran zu geraten, wird als dumm ("Ideodie" - gemeint ist wohl Idiotie) abgetan, da dies nur neue, langwierige Probleme schaffen würde.
Du hast einen Kollegen, von dem du dachtest, er hilft dir bei einem wichtigen Projekt. Plötzlich fängt dieser Kollege aber völlig ohne Not einen riesigen Streit mit dem Chef an. Du merkst: Auf diesen Kollegen kann man sich nicht verlassen, er macht alles nur noch komplizierter.

Die "Bandera-Ideologie" und die "Entnazifizierung"**

Der übernimmst hier Begriffe aus der russischen Propaganda. Russland hat den Angriff auf die Ukraine oft als "Entnazifizierung" bezeichnet. Der Text behauptet, die Ukraine würde zu 90 % der "Bandera-Ideologie" folgen. (Stepan Bandera war ein ukrainischer Nationalist im Zweiten Weltkrieg, der von Russland als Faschist angesehen wird). Du wirfst dem Westen vor, einen Staat zu unterstützen, der angeblich extrem nationalistisch oder faschistisch sei.
Das ist so, als würde jemand behaupten: „Dieser gesamte Fußballverein besteht nur aus gewaltbereiten Hooligans, deshalb müssen wir den Verein zerstören.“ Man könnte sagen du nutzt dieses extreme Bild, um die Unterstützung der Ukraine durch den Westen schlechtzumachen.

Ignoranz des Westens gegenüber ukrainischer Korruption**

Weiter wirfst den westlichen Ländern (wie Deutschland, den USA etc.) vor, die Ukraine blind zu verhätscheln ("pämpern"). Du behauptest, dass der Westen offensichtliche Probleme in der Ukraine, wie etwa Bestechlichkeit (Korruption), absichtlich ignoriert oder schönredet, anstatt etwas dagegen zu tun. Du nennst dieses Verhalten "saudumm".
Ein Lehrer hat einen absoluten Lieblingsschüler. Der Lehrer gibt ihm immer Einsen und übersieht absichtlich, dass der Schüler bei jedem Test abschreibt und sich nicht an die Regeln hält. Alle anderen sehen das Fehlverhalten, nur der Lehrer weigert sich, es anzuerkennen.

Irgendwie ist dein Text eine starke Kritik am Westen. Kann es sein, das du Putin als jemanden siehst, der durch die Sturheit des Westens zum Weiterkämpfen gezwungen wird, während du den Westen als naiv und dumm darstellst, weil dieser angeblich einen korrupten und gefährlich nationalistischen Staat (die Ukraine) blind unterstützt?
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
Anton Günther

Freundeskreis Schloss Hubertusburg e. V.
http://www.freundeskreis-hubertusburg.de
https://www.schloesserland-sachsen.de/de/startseite/
Benutzeravatar
pentium
 
Beiträge: 58381
Bilder: 164
Registriert: 9. Juli 2012, 16:12
Wohnort: Sachsen/Erzgebirge

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Neuer Beitragvon karnak » 31. August 2026, 10:03

Es gibt nur einen nachvollziehbaren Grund, zumindest aus Sicht der Russen, die Sorge,dass ihnen die NATO noch weiter auf die Pelle rückt. Und der war nun auch nicht völlig unbegründet. Alles Andere sind natürlich nur alberne Vorwände um ihre "Spezialoperation" irgendwie zu rechtfertigen.
Laie, Experte,Dilettant
(alle Fachrichtungen)
Benutzeravatar
karnak
 
Beiträge: 30906
Bilder: 0
Registriert: 5. Februar 2012, 13:18

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Neuer Beitragvon Gerd Böhmer » 31. August 2026, 10:11

@ pentium, zu Deinem letzten Beitrag einige Anmerkungen meinerseits:
Die "Bandera-Ideologie" und die "Entnazifizierung"
Der übernimmst hier Begriffe aus der russischen Propaganda ...

Das ist leider nicht nur russische Propaganda, selbst Polen ist bezüglich dieses Teiles Deiner Ausführungen sehr aktiv. Gab es doch in der letzten Zeit erhebliche Meinungsverschiedenheiten zwischen Polen und der Ukraine bezüglich historischer Ereignisse, sowie auch Übergriffe auf Ukrainer in Polen.
MfG Gerd Böhmer,
Reichsbahninspektor aD
http://www.gerdboehmer-berlinereisenbahnarchiv.de
Benutzeravatar
Gerd Böhmer
 
Beiträge: 5453
Registriert: 30. August 2018, 19:43

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Neuer Beitragvon pentium » 31. August 2026, 10:17

karnak hat geschrieben:Es gibt nur einen nachvollziehbaren Grund, zumindest aus Sicht der Russen, die Sorge,dass ihnen die NATO noch weiter auf die Pelle rückt. Und der war nun auch nicht völlig unbegründet. Alles Andere sind natürlich nur alberne Vorwände um ihre "Spezialoperation" irgendwie zu rechtfertigen.


Geografisch gesehen ist Russland keineswegs von der NATO "umzingelt". Aus der strategischen Logik Moskaus heraus geht es jedoch primär um die historisch empfindlichste Flanke des Landes. Aus der Perspektive der russischen Führung dienten Länder wie die Ukraine oder Belarus traditionell als Sicherheitsabstand ("Puffer") zwischen Russland und dem Westen. Wenn ein Nachbarland der NATO beitritt, schrumpft dieser Abstand aus Sicht des Kremls auf null. Nun kann es aber sein das die Ukraine keine Lust auf Pufferstaat hat.
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
Anton Günther

Freundeskreis Schloss Hubertusburg e. V.
http://www.freundeskreis-hubertusburg.de
https://www.schloesserland-sachsen.de/de/startseite/
Benutzeravatar
pentium
 
Beiträge: 58381
Bilder: 164
Registriert: 9. Juli 2012, 16:12
Wohnort: Sachsen/Erzgebirge

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Neuer Beitragvon pentium » 31. August 2026, 10:34

Gerd Böhmer hat geschrieben:@ pentium, zu Deinem letzten Beitrag einige Anmerkungen meinerseits:
Die "Bandera-Ideologie" und die "Entnazifizierung"
Der übernimmst hier Begriffe aus der russischen Propaganda ...

Das ist leider nicht nur russische Propaganda, selbst Polen ist bezüglich dieses Teiles Deiner Ausführungen sehr aktiv. Gab es doch in der letzten Zeit erhebliche Meinungsverschiedenheiten zwischen Polen und der Ukraine bezüglich historischer Ereignisse, sowie auch Übergriffe auf Ukrainer in Polen.


Ein reales und sehr bekanntes Beispiel zwischen Polen und der Ukraine stammt aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs (das "Massaker von Wolhynien"). Damals haben ukrainische Nationalisten zehntausende polnische Zivilisten getötet. Polen fordert, dass die Ukraine diese Taten klar als Verbrechen anerkennt und sich entschuldigt. In der Ukraine werden einige der damaligen Anführer jedoch von vielen als Nationalhelden verehrt, weil sie für eine unabhängige Ukraine gekämpft haben. Wenn Politiker aus beiden Ländern heute darüber sprechen, gibt es oft großen Streit. Aber auch die Polen haben ihre dunkle Vergangenheit. Das Sahryń-Massaker an ukrainischen Soldaten und Zivilisten im ukrainischen Dorf Sahryń, heute polnische Gmina Werbkowice, im westlichen Wolhynien durch Angehörige der Polnischen Heimatarmee (AK) am 10. März 1944, das als Vergeltung für ähnliche, sogar massenhafte Angriffe der Ukrainischen Aufständischen Armee auf polnische Dorfbewohner begangen wurde.
Im Jahr 1947 führte das nun kommunistische polnische Regierungsregime die Aktion Weichsel durch. Das Ziel: Rund 140.000 Ukrainer, die in den neuen polnischen Grenzgebieten lebten, wurden gewaltsam vertrieben und im ganzen Land verstreut, um der UPA die Unterstützungsbasis zu entziehen. Internierungslager: Tausende Ukrainer wurden im ehemaligen deutschen Konzentrationslager Jaworzno (einem Außenlager von Auschwitz) unter grausamen Bedingungen interniert, wo Hunderte starben.

...

...
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
Anton Günther

Freundeskreis Schloss Hubertusburg e. V.
http://www.freundeskreis-hubertusburg.de
https://www.schloesserland-sachsen.de/de/startseite/
Benutzeravatar
pentium
 
Beiträge: 58381
Bilder: 164
Registriert: 9. Juli 2012, 16:12
Wohnort: Sachsen/Erzgebirge

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Neuer Beitragvon Gerd Böhmer » 31. August 2026, 10:43

@ pentium - Danke für den Beitrag und aktuell zum Thema, es ist erst wenige Tage her:
Üble Gewalt gegen Ukrainer, In Polen spielen sich erschütternde Szenen ab - 19.08.2026, 08:23 Uhr (aktualisiert)
Immer wieder tauchen Videos von heftigen Attacken auf ukrainische Flüchtlinge in Polen auf. In diesem Jahr gibt es deutlich mehr Angriffe - auch auf Kinder. Besonders das nationalistische Lager heizt die Stimmung auf.

https://www.n-tv.de/politik/Angriffe-auf-Ukrainer-in-Polen-nehmen-deutlich-zu-selbst-Kinder-werden-zu-Opfern-id31201833.html,
im verlinkten Beitrag wurde auch auf die von Dir erwähnten Ereignisse hingewiesen.
MfG Gerd Böhmer,
Reichsbahninspektor aD
http://www.gerdboehmer-berlinereisenbahnarchiv.de
Benutzeravatar
Gerd Böhmer
 
Beiträge: 5453
Registriert: 30. August 2018, 19:43

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Neuer Beitragvon karnak » 31. August 2026, 11:17

pentium hat geschrieben:. Nun kann es aber sein das die Ukraine keine Lust auf Pufferstaat hat.

[grin] Kann sein, wäre es aber geworden,zumindest wenn es die Bindung Richtung Westen wollte, und das wollte und will es nun mal. Was völlig legitim ist, aber den Russen natürlich nicht in den Kram passte, dass ist der eigentlich ganz einfache Zusammenhang.
Laie, Experte,Dilettant
(alle Fachrichtungen)
Benutzeravatar
karnak
 
Beiträge: 30906
Bilder: 0
Registriert: 5. Februar 2012, 13:18

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Neuer Beitragvon pentium » 31. August 2026, 11:25

karnak hat geschrieben:
pentium hat geschrieben:. Nun kann es aber sein das die Ukraine keine Lust auf Pufferstaat hat.

[grin] Kann sein, wäre es aber geworden,zumindest wenn es die Bindung Richtung Westen wollte, und das wollte und will es nun mal. Was völlig legitim ist, aber den Russen natürlich nicht in den Kram passte, dass ist der eigentlich ganz einfache Zusammenhang.


Nur leben wir nicht mehr zu Zeiten des Zarenreiches und auch nicht mehr der UdSSR. Auch nicht mehr im kalten Krieg. Russland begründet die Forderung nach Pufferstaaten mit der historischen Sorge vor einer geografischen Verwundbarkeit und einer vermeintlichen Einkreisung durch den Westen. Aus Sicht Moskaus stellen die NATO-Osterweiterung und eine mögliche Annäherung von Nachbarstaaten wie der Ukraine an westliche Bündnisse eine direkte Bedrohung für die eigene Sicherheit dar. Der Kreml beansprucht daher das Recht einer Großmacht, über die außenpolitische Ausrichtung kleinerer Nachbarländer mitzubestimmen. Die internationale Gemeinschaft und das Völkerrecht weisen diese Argumentation zurück, da jeder souveräne Staat das Recht auf freie Bündniswahl besitzt und die Nachbarstaaten aus eigener Initiative Schutz vor russischen Aggressionen suchen.
Noch ein Gedanke
Das russische Denken als Großmacht ist untrennbar mit imperialen Gedanken verbunden, da der Anspruch auf diesen Status historisch und ideologisch auf dem Besitz und der Kontrolle eines riesigen Imperiums beruht. Im heutigen Russland wird die eigene Größe nicht über wirtschaftliche Leistung oder Lebensqualität definiert, sondern über territorialen Einfluss und die Herrschaft über andere Völker. Ein zentrales Element dieses imperialen Denkens ist die Vorstellung einer historischen Mission. Die politische Führung in Moskau greift dabei auf Narrative aus der Zarenzeit und der Sowjetunion zurück, in denen Russland als das Zentrum einer eigenständigen, eurasischen Zivilisation dargestellt wird. Nach dieser Logik steht Russland über den Gesetzen der normalen Nationalstaaten und hat ein natürliches Recht darauf, eine Vormachtstellung in seiner Nachbarschaft einzunehmen.
Dieser imperiale Großmachtanspruch führt direkt zu einer Missachtung der Souveränität kleinerer Staaten. Wenn der Kreml Nachbarländer wie die Ukraine, Belarus oder die Staaten Zentralasiens lediglich als Einflusszone oder Pufferstaaten betrachtet, spricht er ihnen das Recht ab, eine eigenständige Nation zu sein. Jedes Bestreben dieser Länder nach Unabhängigkeit oder einer Annäherung an den Westen wird im russischen Diskurs nicht als freier Wille dieser Völker verstanden, sondern als feindlicher Akt des Westens gegen das russische Reich. Das Großmachtdenken dient somit als ideologischer Rechtfertigungsrahmen, um imperiale Expansion und die Unterwerfung von Nachbarstaaten als angebliche Verteidigung des eigenen Status darzustellen.

...
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
Anton Günther

Freundeskreis Schloss Hubertusburg e. V.
http://www.freundeskreis-hubertusburg.de
https://www.schloesserland-sachsen.de/de/startseite/
Benutzeravatar
pentium
 
Beiträge: 58381
Bilder: 164
Registriert: 9. Juli 2012, 16:12
Wohnort: Sachsen/Erzgebirge

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Neuer Beitragvon karnak » 31. August 2026, 12:00

Auch das ist keine Besonderheit im Verhalten von Großmachtstaaten und solche die sich dafür halten. Und natürlich spielt es auch eine Rolle, dass die Gefahr besteht, dass als Nachbar ein demokratisches und pluralistisches Land heranwachsen könnte. Der Putin hat nach der Zwischenphase unter Jelzin als korruptes Land im Ausverkaufmodus eine Autokratie mit Potential zur Diktatur aufgebaut. Eine Staatsform die den Russen seit ewigen Zeiten zu gefallen scheint, zumindest ihrer Führung. Natürlich passt so einer Regierung eine eventuelle Entwicklung im Nachbarland nicht. Also lässt man sich was einfallen um das zu verhindern, wenigstes zu behindern. Das ist auch bei einem aktuellen Regime in den USA und Israel nicht viel anders.
Laie, Experte,Dilettant
(alle Fachrichtungen)
Benutzeravatar
karnak
 
Beiträge: 30906
Bilder: 0
Registriert: 5. Februar 2012, 13:18

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Neuer Beitragvon pentium » 31. August 2026, 12:17

karnak hat geschrieben:Auch das ist keine Besonderheit im Verhalten von Großmachtstaaten und solche die sich dafür halten. Und natürlich spielt es auch eine Rolle, dass die Gefahr besteht, dass als Nachbar ein demokratisches und pluralistisches Land heranwachsen könnte. Der Putin hat nach der Zwischenphase unter Jelzin als korruptes Land im Ausverkaufmodus eine Autokratie mit Potential zur Diktatur aufgebaut. Eine Staatsform die den Russen seit ewigen Zeiten zu gefallen scheint, zumindest ihrer Führung. Natürlich passt so einer Regierung eine eventuelle Entwicklung im Nachbarland nicht. Also lässt man sich was einfallen um das zu verhindern, wenigstes zu behindern. Das ist auch bei einem aktuellen Regime in den USA und Israel nicht viel anders.


Dein Beitrag spricht einige sehr reale und harte Mechanismen der internationalen Politik an, allerdings ziehst du am Ende Schlüsse, die einer genaueren Betrachtung bedürfen. Man muss hier zwischen legitimen historischen Analysen und unzulässigen Verallgemeinerungen trennen.

Wo du völlig recht hast:

Die Angst vor dem demokratischen Funken: Deine Analyse der russischen Motive ist absolut treffend. Für eine Autokratie wie die unter Wladimir Putin gibt es kaum eine größere Bedrohung als eine funktionierende, florierende Demokratie in direkter Nachbarschaft. Es ist die Angst vor dem eigenen Volk, das den demokratischen Wandel als Vorbild nehmen könnte.

Das Trauma der Jelzin-Jahre: Es stimmt auch, dass die chaotischen 1990er Jahre unter Jelzin, geprägt von Korruption und wirtschaftlichem Ausverkauf, den Nährboden für Putins Aufstieg geboten haben. Das Bedürfnis nach "Stabilität" wurde genutzt, um nach und nach alle demokratischen Institutionen abzubauen.

Rücksichtslose Interessenpolitik: Großmächte agieren oft zynisch und stellen ihre eigenen Sicherheits- und Machtinteressen über das Völkerrecht.

Wo deine Argumentation jedoch hinkt:
Der Mythos vom Volk, das die Diktatur liebt: Zu behaupten, dass eine autokratische Staatsform den Russen "seit ewigen Zeiten zu gefallen scheint", ist eine gefährliche Verallgemeinerung. Zustimmung in einer Diktatur ist oft das Resultat von massiver staatlicher Propaganda, Zensur und brutaler Unterdrückung (wie Morde an Oppositionellen oder lange Haftstrafen für kleinste Proteste). Fehlender Widerstand aus Angst um das eigene Leben darf nicht mit Zuneigung zur Diktatur verwechselt werden.

Der Whataboutismus am Ende: Der Verweis auf die USA und Israel am Ende ("Das ist auch bei einem aktuellen Regime in den USA und Israel nicht viel anders") ist ein klassischer *Whataboutismus*, der die aktuellen Taten Russlands relativiert. Ja, auch demokratische Großmächte wie die USA haben in der Vergangenheit völkerrechtswidrige Kriege geführt und aus Machtinteressen Regierungen gestürzt. Es gibt hier jedoch zwei fundamentale Unterschiede:
1. Territoriale Annexion: Russland führt einen imperialistischen Eroberungskrieg mit dem erklärten Ziel, sich das Territorium des Nachbarn einzuverleiben und dessen eigenständige kulturelle und staatliche Identität auszulöschen. Dies ist eine Qualität der Aggression, die sich von westlichen Interventionen der letzten Jahrzehnte unterscheidet.
2. Innere Korrektive: In Demokratien wie den USA oder Israel gibt es eine freie Presse, eine unabhängige Justiz und eine wählbare Opposition, die das Fehlverhalten der Regierung massiv kritisiert und abstraft. In Putins Russland existieren diese Korrektive nicht mehr.

Fazit:
Dass Großmächte oft rücksichtslos handeln, ist eine historische Realität. Das darf aber nicht als Entschuldigung oder Relativierung für einen brutalen Angriffskrieg und die Zerstörung einer benachbarten Demokratie dienen. Die Fehler der anderen rechtfertigen nicht die eigenen Verbrechen.

---
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
Anton Günther

Freundeskreis Schloss Hubertusburg e. V.
http://www.freundeskreis-hubertusburg.de
https://www.schloesserland-sachsen.de/de/startseite/
Benutzeravatar
pentium
 
Beiträge: 58381
Bilder: 164
Registriert: 9. Juli 2012, 16:12
Wohnort: Sachsen/Erzgebirge

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Neuer Beitragvon augenzeuge » 31. August 2026, 12:25

Ja, Ari, ich glaub dir, dass du die Wortwahl erschreckend empfindest. Die Realität ist erschreckend, damit wirst auch du dich abfinden müssen. Wie ich auch, nur dass wir hier nicht auf einer Seite stehen.

Erschreckend ist die Naivität der Deutschen, die glauben, dass ihre Dollars beim ukrainischen Volk landen. Nicht mal am Esstisch der Soldaten landen sie. [frown]

AZ
"Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist."
„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war“.
"Es ist manchmal gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat. (Voltaire)"
Benutzeravatar
augenzeuge
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 101313
Bilder: 20
Registriert: 22. April 2010, 07:29
Wohnort: Nordrhein-Westfalen

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Neuer Beitragvon pentium » 31. August 2026, 12:30

augenzeuge hat geschrieben:Ja, ich glaub dir, dass du die Wortwahl erschreckend empfindest. Die Realität ist erschreckend, damit wirst auch du dich abfinden müssen. Wie ich auch, nur dass wir hier nicht auf einer Seite stehen.

Erschreckend ist die Naivität der Deutschen, die glauben, dass ihre Dollars beim ukrainischen Volk landen. Nicht mal am Esstisch der Soldaten landen sie.

AZ


Du solltest das etwas einschränken. Deutsche Politiker....oder hast du das Volk befragt?
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
Anton Günther

Freundeskreis Schloss Hubertusburg e. V.
http://www.freundeskreis-hubertusburg.de
https://www.schloesserland-sachsen.de/de/startseite/
Benutzeravatar
pentium
 
Beiträge: 58381
Bilder: 164
Registriert: 9. Juli 2012, 16:12
Wohnort: Sachsen/Erzgebirge

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Neuer Beitragvon augenzeuge » 31. August 2026, 12:31

pentium hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Ja, ich glaub dir, dass du die Wortwahl erschreckend empfindest. Die Realität ist erschreckend, damit wirst auch du dich abfinden müssen. Wie ich auch, nur dass wir hier nicht auf einer Seite stehen.

Erschreckend ist die Naivität der Deutschen, die glauben, dass ihre Dollars beim ukrainischen Volk landen. Nicht mal am Esstisch der Soldaten landen sie.

AZ


Du solltest das etwas einschränken. Deutsche Politiker....oder hast du das Volk befragt?


Danke für die Korrektur.
AZ
"Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist."
„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war“.
"Es ist manchmal gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat. (Voltaire)"
Benutzeravatar
augenzeuge
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 101313
Bilder: 20
Registriert: 22. April 2010, 07:29
Wohnort: Nordrhein-Westfalen

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Neuer Beitragvon karnak » 31. August 2026, 12:34

Ich relativiere nichts, ich stelle fest, dass Ziele letztlich die Gleichen sind. Man in ganz speziellen " Demokratien" ärgerlicherweise etwas raffinierter vorgehen muss, weil man NOCH das Ärgernis von wählbarer Opposition und freier Presse und unabhängiger Justiz hat. Deswegen äugt ein Trump ja auch so neidisch auf seine Freunde in Moskau und Nordkorea, nutzt im eigenen Land jede Möglichkeit alles auszubremsen was ihn hindert in diese Richtung zu gehen.Durchaus noch mit Pleiten aber auch Erfolgen.
Laie, Experte,Dilettant
(alle Fachrichtungen)
Benutzeravatar
karnak
 
Beiträge: 30906
Bilder: 0
Registriert: 5. Februar 2012, 13:18

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Neuer Beitragvon pentium » 31. August 2026, 12:37

karnak hat geschrieben:Ich relativiere nichts, ich stelle fest, dass Ziele letztlich die Gleichen sind. Man in ganz speziellen " Demokratien" ärgerlicherweise etwas raffinierter vorgehen muss, weil man NOCH das Ärgernis von wählbarer Opposition und freier Presse und unabhängiger Justiz hat. Deswegen äugt ein Trump ja auch so neidisch auf seine Freunde in Moskau und Nordkorea, nutzt im eigenen Land jede Möglichkeit alles auszubremsen was ihn hindert in diese Richtung zu gehen.Durchaus noch mit Pleiten aber auch Erfolgen.


Doch..Doch ist so. Du relativierst mit deinen Vergleichen. Klassischer *Whataboutismus*
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
Anton Günther

Freundeskreis Schloss Hubertusburg e. V.
http://www.freundeskreis-hubertusburg.de
https://www.schloesserland-sachsen.de/de/startseite/
Benutzeravatar
pentium
 
Beiträge: 58381
Bilder: 164
Registriert: 9. Juli 2012, 16:12
Wohnort: Sachsen/Erzgebirge

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Neuer Beitragvon augenzeuge » 31. August 2026, 15:03

Ari@D187 hat geschrieben:Auch die Geschichte seit 2014 war kein einseitiger Krieg Kiews gegen „die Russen im Donbass“. Es gab einen bewaffneten Konflikt mit von Russland massiv unterstützten Separatisten, Tote und Menschenrechtsverletzungen auf beiden Seiten. Das kann und sollte man differenziert aufarbeiten/betrachten.
Ari


Das sehe ich ähnlich.

Die West- und Zentralukraine orientierten sich tendenziell stärker an Europa, während im Süden und Osten – insbesondere im Donbass – viele Menschen engere Beziehungen zu Russland bevorzugten. Der Donbass war zudem stark wirtschaftlich mit Russland verbunden und überwiegend russischsprachig.

Moskau betrachtete die zunehmende Westorientierung der Ukraine als strategisches Problem. Nach dem Machtwechsel in Kiew unterstützte Russland zunächst die Abspaltung der Krim und anschließend bewaffnete Kräfte im Donbass.
Im Frühjahr 2014 übernahmen bewaffnete Gruppen Einrichtungen in Donezk und Luhansk und riefen die sogenannten „Volksrepubliken“ aus. Russland unterstützte die Separatisten mit Waffen, Personal und später auch direkt militärisch.

Kiew erkannte die Gebiete nicht als unabhängig an und begann im April 2014 eine militärische Operation zur Wiederherstellung der staatlichen Kontrolle.
Dadurch entwickelte sich der politische Konflikt zu einem Krieg.


Zusammenfassend sollte jeder erkennen, dass der Konflikt militärisch nicht lösbar ist. Eine echte Ruhe kann nur durch Abspaltung entstehen.

AZ
"Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist."
„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war“.
"Es ist manchmal gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat. (Voltaire)"
Benutzeravatar
augenzeuge
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 101313
Bilder: 20
Registriert: 22. April 2010, 07:29
Wohnort: Nordrhein-Westfalen

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Neuer Beitragvon augenzeuge » 31. August 2026, 15:27

Sie reißen den Vater vom Kinderwagen weg! Diese Zwangsrekrutierung sollte man Merz zeigen.

https://x.com/Patrick_Proemer/status/20 ... 38540?s=20

AZ
"Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist."
„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war“.
"Es ist manchmal gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat. (Voltaire)"
Benutzeravatar
augenzeuge
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 101313
Bilder: 20
Registriert: 22. April 2010, 07:29
Wohnort: Nordrhein-Westfalen

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Neuer Beitragvon pentium » 31. August 2026, 15:48

augenzeuge hat geschrieben:Sie reißen den Vater vom Kinderwagen weg! Diese Zwangsrekrutierung sollte man Merz zeigen.

https://x.com/Patrick_Proemer/status/20 ... 38540?s=20

AZ


Hast du da mal irgend einen Beweis für die Echtheit dieses Filmchens
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
Anton Günther

Freundeskreis Schloss Hubertusburg e. V.
http://www.freundeskreis-hubertusburg.de
https://www.schloesserland-sachsen.de/de/startseite/
Benutzeravatar
pentium
 
Beiträge: 58381
Bilder: 164
Registriert: 9. Juli 2012, 16:12
Wohnort: Sachsen/Erzgebirge

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Neuer Beitragvon augenzeuge » 31. August 2026, 16:07

pentium hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Sie reißen den Vater vom Kinderwagen weg! Diese Zwangsrekrutierung sollte man Merz zeigen.

https://x.com/Patrick_Proemer/status/20 ... 38540?s=20

AZ


Hast du da mal irgend einen Beweis für die Echtheit dieses Filmchens


Ich habe keinen Hinweis darauf, dass dieser mit KI erfolgt ist. Ein offizielles Dementi zu dem Tun gibts ebenfalls nicht.

Solche Videos gibt es tatsächlich, und einige Fälle sind inzwischen auch von ukrainischen Behörden selbst untersucht oder bestätigt worden. Man sollte deshalb nicht pauschal behaupten, alle Videos seien Fälschungen oder Propaganda.

Ein besonders deutlicher Fall stammt aus Juni 2026: Das ukrainische Staatliche Ermittlungsbüro (DBR) erklärte, Mitarbeiter eines regionalen Rekrutierungszentrums in der Oblast Odessa hätten Männer rechtswidrig festgehalten, geschlagen, eingeschüchtert und psychisch unter Druck gesetzt, um sie zur Mobilisierung zu zwingen. Gegen die beteiligten Mitarbeiter wurde ermittelt.
dbr.gov.ua

Auch der ukrainische Menschenrechtsbeauftragte (Ombudsmann) hat wiederholt solche Vorfälle dokumentiert. Im April 2026 stellte sein Büro bei einer Kontrolle eines Rekrutierungszentrums in Uschhorod unter anderem rechtswidrige Freiheitsentziehung fest.
en.interfax.com.ua

Im Juli 2026 forderte der Ombudsmann nach einem Video aus Tscherniwzi eine Untersuchung, weil darauf Männer zu sehen waren, die offenbar gegen ihren Willen aus einem Sammelzentrum abtransportiert wurden; bei einigen bestanden sichtbare gesundheitliche Probleme.
ombudsman.gov.ua

Und Ende Juli 2026 wurde ein weiterer Fall öffentlich: Der Ombudsmann ließ einen Vorfall untersuchen, bei dem Mitarbeiter eines Rekrutierungszentrums einen Mann gewaltsam in ein Fahrzeug verbrachten; gegenüber Frauen, die eingreifen wollten, wurde Reizgas eingesetzt.

Das sollte als Beweis reichen.

AZ
"Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist."
„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war“.
"Es ist manchmal gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat. (Voltaire)"
Benutzeravatar
augenzeuge
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 101313
Bilder: 20
Registriert: 22. April 2010, 07:29
Wohnort: Nordrhein-Westfalen

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Neuer Beitragvon pentium » 31. August 2026, 16:07

augenzeuge hat geschrieben:
Ari@D187 hat geschrieben:Auch die Geschichte seit 2014 war kein einseitiger Krieg Kiews gegen „die Russen im Donbass“. Es gab einen bewaffneten Konflikt mit von Russland massiv unterstützten Separatisten, Tote und Menschenrechtsverletzungen auf beiden Seiten. Das kann und sollte man differenziert aufarbeiten/betrachten.
Ari


Das sehe ich ähnlich.

Die West- und Zentralukraine orientierten sich tendenziell stärker an Europa, während im Süden und Osten – insbesondere im Donbass – viele Menschen engere Beziehungen zu Russland bevorzugten. Der Donbass war zudem stark wirtschaftlich mit Russland verbunden und überwiegend russischsprachig.

Moskau betrachtete die zunehmende Westorientierung der Ukraine als strategisches Problem. Nach dem Machtwechsel in Kiew unterstützte Russland zunächst die Abspaltung der Krim und anschließend bewaffnete Kräfte im Donbass.
Im Frühjahr 2014 übernahmen bewaffnete Gruppen Einrichtungen in Donezk und Luhansk und riefen die sogenannten „Volksrepubliken“ aus. Russland unterstützte die Separatisten mit Waffen, Personal und später auch direkt militärisch.

Kiew erkannte die Gebiete nicht als unabhängig an und begann im April 2014 eine militärische Operation zur Wiederherstellung der staatlichen Kontrolle.
Dadurch entwickelte sich der politische Konflikt zu einem Krieg.


Zusammenfassend sollte jeder erkennen, dass der Konflikt militärisch nicht lösbar ist. Eine echte Ruhe kann nur durch Abspaltung entstehen.

AZ


Der Vergleich mit der Sudetenkrise von 1938 liegt historisch sehr nahe, wenn gefordert wird, einen Konflikt durch Gebietsabtretungen oder Abspaltung zu beenden.

Die historischen Parallelen

Land gegen Schein-Frieden: Im Münchner Abkommen von 1938 zwangen die europäischen Großmächte die Tschechoslowakei, das deutschsprachige Sudetenland an NS-Deutschland abzutreten. Die Begründung glich der Logik aus deinem Forenbeitrag: Man wollte einen drohenden Krieg verhindern und "Frieden für unsere Zeit" sichern.

Die Illusion der "echten Ruhe": Das Zugeständnis brachte keinen dauerhaften Frieden. Nur wenige Monate später marschierte die Wehrmacht in die restliche Tschechoslowakei ein. Die Hoffnung, einen Aggressor durch Zugeständnisse ("Appeasement") dauerhaft zu beruhigen, erwies sich als verhängnisvoller Irrtum.

Belohnung von Aggression: Kritiker von Gebietsabtretungen der Ukraine argumentieren genau wie die Gegner der damaligen Appeasement-Politik: Wenn ein Staat durch militärische Gewalt oder Drohungen Territorium gewinnt, belohnt man das Brechen von Völkerrecht und lädt zu weiteren Angriffen ein.

Wichtige Unterschiede zur Gegenwart

Während die Tschechoslowakei 1938 von ihren Bündnispartnern im Stich gelassen und zur Kapitulation gedrängt wurde, erfährt die Ukraine heute erhebliche militärische, finanzielle und diplomatische Unterstützung durch internationale Partner. Zudem ist das Bewusstsein für die historischen Lehren von 1938 in der heutigen Sicherheitspolitik tief verankert.

In Südtirol spricht eine breite Mehrheit von über 60 % der Bevölkerung Deutsch. Nach der Logik ethnischer Gebietsansprüche müsste Österreich die Region von Italien zurückfordern oder dort einmarschieren.
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
Anton Günther

Freundeskreis Schloss Hubertusburg e. V.
http://www.freundeskreis-hubertusburg.de
https://www.schloesserland-sachsen.de/de/startseite/
Benutzeravatar
pentium
 
Beiträge: 58381
Bilder: 164
Registriert: 9. Juli 2012, 16:12
Wohnort: Sachsen/Erzgebirge

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Neuer Beitragvon pentium » 31. August 2026, 16:14

augenzeuge hat geschrieben:
pentium hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Sie reißen den Vater vom Kinderwagen weg! Diese Zwangsrekrutierung sollte man Merz zeigen.

https://x.com/Patrick_Proemer/status/20 ... 38540?s=20

AZ


Hast du da mal irgend einen Beweis für die Echtheit dieses Filmchens


Ich habe keinen Hinweis darauf, dass dieser mit KI erfolgt ist. Ein offizielles Dementi zu dem Tun gibts ebenfalls nicht.

Solche Videos gibt es tatsächlich, und einige Fälle sind inzwischen auch von ukrainischen Behörden selbst untersucht oder bestätigt worden. Man sollte deshalb nicht pauschal behaupten, alle Videos seien Fälschungen oder Propaganda.

Ein besonders deutlicher Fall stammt aus Juni 2026: Das ukrainische Staatliche Ermittlungsbüro (DBR) erklärte, Mitarbeiter eines regionalen Rekrutierungszentrums in der Oblast Odessa hätten Männer rechtswidrig festgehalten, geschlagen, eingeschüchtert und psychisch unter Druck gesetzt, um sie zur Mobilisierung zu zwingen. Gegen die beteiligten Mitarbeiter wurde ermittelt.
dbr.gov.ua

Auch der ukrainische Menschenrechtsbeauftragte (Ombudsmann) hat wiederholt solche Vorfälle dokumentiert. Im April 2026 stellte sein Büro bei einer Kontrolle eines Rekrutierungszentrums in Uschhorod unter anderem rechtswidrige Freiheitsentziehung fest.
en.interfax.com.ua

Im Juli 2026 forderte der Ombudsmann nach einem Video aus Tscherniwzi eine Untersuchung, weil darauf Männer zu sehen waren, die offenbar gegen ihren Willen aus einem Sammelzentrum abtransportiert wurden; bei einigen bestanden sichtbare gesundheitliche Probleme.
ombudsman.gov.ua

Und Ende Juli 2026 wurde ein weiterer Fall öffentlich: Der Ombudsmann ließ einen Vorfall untersuchen, bei dem Mitarbeiter eines Rekrutierungszentrums einen Mann gewaltsam in ein Fahrzeug verbrachten; gegenüber Frauen, die eingreifen wollten, wurde Reizgas eingesetzt.

Das sollte als Beweis reichen.

AZ


Das sind keine Beweise das dieses Filmchen echt ist. Unabhängige Faktenchecker (wie die Deutsche Welle (DW) oder BBC Verify) haben nachgewiesen, dass ein riesiges Netzwerk russischer Propaganda-Bots auf TikTok aktiv ist. Diese nutzen gezielt emotionale Fälschungen, um Panik zu stiften und das Vertrauen in die ukrainische Armee zu untergraben. Häufig werden Videos von Festnahmen von Kriminellen, Grenzgängern oder sogar alte Aufnahmen von Militärübungen aus der Zeit vor dem Krieg mit dramatischen Tonspuren (Schreie, Sirenen) unterlegt, um den Eindruck einer "Jagd" auf Zivilisten zu erwecken.
So wie nun weiter...?
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
Anton Günther

Freundeskreis Schloss Hubertusburg e. V.
http://www.freundeskreis-hubertusburg.de
https://www.schloesserland-sachsen.de/de/startseite/
Benutzeravatar
pentium
 
Beiträge: 58381
Bilder: 164
Registriert: 9. Juli 2012, 16:12
Wohnort: Sachsen/Erzgebirge

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Neuer Beitragvon augenzeuge » 31. August 2026, 16:15

Es sind Beweise, dass es diese Fälle mehrfach gab.

Aber du musst den Gegenbeweis bringen, nicht ich. Ich betrachte sie ja als echt.

AZ
"Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist."
„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war“.
"Es ist manchmal gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat. (Voltaire)"
Benutzeravatar
augenzeuge
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 101313
Bilder: 20
Registriert: 22. April 2010, 07:29
Wohnort: Nordrhein-Westfalen

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Neuer Beitragvon pentium » 31. August 2026, 16:18

augenzeuge hat geschrieben:Es sind Beweise, dass es diese Fälle mehrfach gab.

Aber du musst den Gegenbeweis bringen, nicht ich. Ich betrachte sie ja als echt.

AZ


Warum soll ich irgendeinen Gegenbeweis bringen? Seltsam ist wieder einmal, wenn solche Filmchen zu anderen Themen wie Migration eingestellt werden, kommt doch sofort "Fake News"...Das wundert mich in dem Fall.
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
Anton Günther

Freundeskreis Schloss Hubertusburg e. V.
http://www.freundeskreis-hubertusburg.de
https://www.schloesserland-sachsen.de/de/startseite/
Benutzeravatar
pentium
 
Beiträge: 58381
Bilder: 164
Registriert: 9. Juli 2012, 16:12
Wohnort: Sachsen/Erzgebirge

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Neuer Beitragvon augenzeuge » 31. August 2026, 16:30

pentium hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Es sind Beweise, dass es diese Fälle mehrfach gab.

Aber du musst den Gegenbeweis bringen, nicht ich. Ich betrachte sie ja als echt.

AZ


Warum soll ich irgendeinen Gegenbeweis bringen? Seltsam ist wieder einmal, wenn solche Filmchen zu anderen Themen wie Migration eingestellt werden, kommt doch sofort "Fake News"...Das wundert mich in dem Fall.


Die KI sagt, das Video ist nicht mit KI hergestellt, es wirkt echt.
AZ
"Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist."
„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war“.
"Es ist manchmal gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat. (Voltaire)"
Benutzeravatar
augenzeuge
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 101313
Bilder: 20
Registriert: 22. April 2010, 07:29
Wohnort: Nordrhein-Westfalen

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Neuer Beitragvon Edelknabe » 31. August 2026, 16:52

Mein Text heute 9.35 Uhr wird erst einmal der Letzte hier in der Thematik sein. Denn was nützt das Ganze "endlose" hin und her ähnlich wie der ganze Konflikt selber? Eventuell artet es noch auf Dreißig Jahre aus, dann ist das halt so nur von mir persönlich wird zumindest nicht ein müder Euro an irgend einer Unterstützung dafür bzw. dagegen kommen.

Rainer Maria
Benutzeravatar
Edelknabe
Grenztruppen
Grenztruppen
 
Beiträge: 19909
Bilder: 57
Registriert: 2. Mai 2010, 09:07

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Neuer Beitragvon pentium » 31. August 2026, 16:57

Edelknabe hat geschrieben:Mein Text heute 9.35 Uhr wird erst einmal der Letzte hier in der Thematik sein. Denn was nützt das Ganze "endlose" hin und her ähnlich wie der ganze Konflikt selber? Eventuell artet es noch auf Dreißig Jahre aus, dann ist das halt so nur von mir persönlich wird zumindest nicht ein müder Euro an irgend einer Unterstützung dafür bzw. dagegen kommen.

Rainer Maria


Dann solltest du aufhören irgendwelche Steuern zu zahlen. Denn irgendwo muss das Geld für die Ukraine ja herkommen.
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
Anton Günther

Freundeskreis Schloss Hubertusburg e. V.
http://www.freundeskreis-hubertusburg.de
https://www.schloesserland-sachsen.de/de/startseite/
Benutzeravatar
pentium
 
Beiträge: 58381
Bilder: 164
Registriert: 9. Juli 2012, 16:12
Wohnort: Sachsen/Erzgebirge

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Neuer Beitragvon augenzeuge » 31. August 2026, 16:58

pentium hat geschrieben:
Edelknabe hat geschrieben:Mein Text heute 9.35 Uhr wird erst einmal der Letzte hier in der Thematik sein. Denn was nützt das Ganze "endlose" hin und her ähnlich wie der ganze Konflikt selber? Eventuell artet es noch auf Dreißig Jahre aus, dann ist das halt so nur von mir persönlich wird zumindest nicht ein müder Euro an irgend einer Unterstützung dafür bzw. dagegen kommen.

Rainer Maria


Dann solltest du aufhören irgendwelche Steuern zu zahlen. Denn irgendwo muss das Geld für die Ukraine ja herkommen.


Wieso muss es das?

AZ
"Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist."
„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war“.
"Es ist manchmal gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat. (Voltaire)"
Benutzeravatar
augenzeuge
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 101313
Bilder: 20
Registriert: 22. April 2010, 07:29
Wohnort: Nordrhein-Westfalen

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Neuer Beitragvon pentium » 31. August 2026, 17:03

augenzeuge hat geschrieben:
pentium hat geschrieben:
Edelknabe hat geschrieben:Mein Text heute 9.35 Uhr wird erst einmal der Letzte hier in der Thematik sein. Denn was nützt das Ganze "endlose" hin und her ähnlich wie der ganze Konflikt selber? Eventuell artet es noch auf Dreißig Jahre aus, dann ist das halt so nur von mir persönlich wird zumindest nicht ein müder Euro an irgend einer Unterstützung dafür bzw. dagegen kommen.

Rainer Maria


Dann solltest du aufhören irgendwelche Steuern zu zahlen. Denn irgendwo muss das Geld für die Ukraine ja herkommen.


Wieso muss es das?

AZ


Ich verstehe deine Frage nicht. Der Edelknabe will keinen Euro für oder gegen diesen Konflikt verwenden, wenn ich das so sehen. Also darf er dann keine Steuern mehr zahlen oder woher kommt das Geld...für die Ukraine.
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
Anton Günther

Freundeskreis Schloss Hubertusburg e. V.
http://www.freundeskreis-hubertusburg.de
https://www.schloesserland-sachsen.de/de/startseite/
Benutzeravatar
pentium
 
Beiträge: 58381
Bilder: 164
Registriert: 9. Juli 2012, 16:12
Wohnort: Sachsen/Erzgebirge

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Neuer Beitragvon Edelknabe » 31. August 2026, 17:35

Na gut, dann eben der vorletzte Text. Und ja die Steuern werden es wohl sein? Durch die Steuer bekommt der Staat die Gelder zum ausgeben und gibt.....erst einmal seinen Anteil an die EU(und die gibt der Ukraine) und Rest bleibt für sich....nur dieser Rest, der wird immer weniger für Alle im Lande denn sonst würde ja Keiner meckern.

Rainer Maria
Benutzeravatar
Edelknabe
Grenztruppen
Grenztruppen
 
Beiträge: 19909
Bilder: 57
Registriert: 2. Mai 2010, 09:07

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Neuer Beitragvon pentium » 2. September 2026, 09:15

pektakuläre Warnung von Präsident Selenskyj an Putin

„Heute wollen wir jede Fluggesellschaft warnen, die den russischen Luftraum nutzt, jeden Versicherer und alle, die weiterhin wichtige russische Flughäfen nutzen: Der russische Luftraum wird zunehmend komplett unsicher. Die Ukraine bedroht die zivile Luftfahrt als solche nicht – kein einziges ziviles Flugzeug. Es wird im russischen Luftraum schlicht so viele Drohnen geben, dass man dies berücksichtigen muss. Auch wenn die russischen Behörden darüber nicht in angemessener Weise informieren, wird der russische Luftraum de facto geschlossen werden: Der von Russland entfesselte Krieg schließt seinen eigenen Luftraum.

Wir in der Ukraine wollen keine unschuldigen Menschenleben verlieren. Deshalb warnen wir unsere Partner: Die Zeiten, in denen der russische Luftraum sicher war, sind vorbei. Es ist wichtig, dass die Botschafter der Staaten, die hier in der Ukraine tätig sind, ebenso wie die Botschafter in Moskau dies hören. Jeder von ihnen weiß genau, was der russische Krieg für unser Land und für unsere Menschen bedeutet, und muss diese Information an seine Hauptstadt weitergeben.

Es ist wichtig, dass auch die entsprechenden Fluggesellschaften dies hören, die derzeit vor allem Flughäfen in Moskau und St. Petersburg sowie andere wichtige Ziele in Russland anfliegen. Das ukrainische Außenministerium und unsere zuständigen Institutionen werden internationale Organisationen umfassend über die Gefahren im russischen Luftraum informieren. Zivile Luftfahrt hat zwischen Drohnen nichts zu suchen.“

Quelle: Telegram-Kanal von Selenskyj
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
Anton Günther

Freundeskreis Schloss Hubertusburg e. V.
http://www.freundeskreis-hubertusburg.de
https://www.schloesserland-sachsen.de/de/startseite/
Benutzeravatar
pentium
 
Beiträge: 58381
Bilder: 164
Registriert: 9. Juli 2012, 16:12
Wohnort: Sachsen/Erzgebirge

VorherigeNächste

Zurück zu Spezial - Ukraine Konflikt

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 4 Gäste