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augenzeuge hat geschrieben:Du wärst der Erste, der nur an sich gedacht hätte. Nach dem Motto, geh weg, Feigling, lass mich hinter den Baum.
Wetten dass?
AZ
augenzeuge hat geschrieben:[...]
Du versaust grad diesen Thread. Geh woanders hin.
AZ





+++ 11:29 Wadephul sagt Ukraine Hilfe zur Vorbereitung auf Winter zu +++
Bundesaußenminister Wadephul hat der Ukraine bei seinem Besuch in Kiew weitere deutsche Hilfe zur Vorbereitung auf den kommenden Winter zugesagt. "Die russischen Angriffe attackieren gezielt zivile Infrastruktur wie Strom- und Wärmeversorgung. Deshalb denken wir schon jetzt an den Winter", erklärt Wadephul auf X. Die Bundesregierung arbeite daran, die Ukraine bei der "Wintervorsorge" zu unterstützen. Der russische Präsident Wladimir Putin setze darauf, "die Menschen in der Ukraine zu zermürben", schreibt Wadephul weiter. "Doch ihre Gesellschaft ist resilient."
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Hat Scholl-Latour vor 20 Jahren gelogen – oder wird er heute anders gelesen?
Warum eine ZDF-Analyse von 2006 heute deutlich fremder wirkt als damals.
Peter Scholl-Latour (1924–2014) war kein Salonjournalist und kein Moralprediger, sondern ein Reporter, der die Welt gesehen hatte, bevor die meisten heutigen Kommentatoren ihre erste Pressemappe aufschlugen.
Geboren in Bochum und aufgewachsen zwischen Elsass und Lothringen, kämpfte er nach dem Krieg als französischer Fallschirmjäger in Indochina, studierte in Paris und Beirut Philologie, Politik und Arabistik, wurde ARD-Afrikakorrespondent in Léopoldville, baute das ARD-Studio Paris auf, leitete zeitweise das WDR-Fernsehen, wechselte als Chefkorrespondent zum ZDF und war kurz sogar Stern-Herausgeber.
Über sechzig Jahre bereiste er Vietnam, den Kongo, Afghanistan und den Nahen Osten, wobei sein Bestseller „Tod im Reisfeld“ sich über eine Million Mal verkaufte und ihn zum Maßstab machte, dem man glaubte, weil er dort gewesen war.
2006 lieferte er im ZDF die Dokumentation „Russland im Zangengriff“ und das gleichnamige Buch, in denen er nüchtern festhielt, was damals noch im Abendprogramm sagbar war.
Nach dem Verlust der Ukraine sei Russland dazu verurteilt, ein überwiegend asiatisches Imperium zu werden, während Washingtoner Ideologen und viele Europäer sich dem neuen Drang der NATO nach Osten anschlössen.
Der Donbass, nur wenige hundert Kilometer von einer Stadt entfernt, die einst Stalino hieß, bilde das industrielle Gegengewicht zu Kiew, und die Masse der Bevölkerung bekenne sich zur russischen Nationalität.
In dieser Landschaft aus Stahlwerken und Denkmälern sei die Erinnerung an den Großen Vaterländischen Krieg nicht verblasst, und dort zeige sich das Ausmaß der atlantischen Bestrebung, Russlands Grenzen in Richtung Wolga und asiatische Steppe zu verschieben.
Die Orangene Revolution von 2004, so Scholl-Latour, sei durch massive Unterstützung Amerikas und der Europäischen Union finanziert worden, während als NGOs getarnte CIA-Agenten in Kiew eine systematische Subversion des bestehenden Regimes betrieben hätten.
Er fragte, ob Dick Cheney und John McCain sich bewusst seien, wie konsequent sie sich mit ihren Expansionsplänen den neuen Zaren Putin zum Feind machten, und ob schwadrionierende Europa-Abgeordnete nicht merkten, dass sie in Russland ein nationalistisches Aufbäumen schürten.
Nichts davon war Spekulation aus dem Studio, sondern die Beobachtung eines Mannes, der Grenzen kannte und Interessen beim Namen nannte.
Zwanzig Jahre später wirkt dieselbe Analyse in den öffentlichen Medien deutlich fremder, weil nicht die Fakten verschwunden sind, sondern der Rahmen, in dem man sie noch aussprechen darf.
Die NATO-Osterweiterung gilt plötzlich als reine Verteidigung, der Donbass als Territorium ohne demografische und historische Tiefe, und der Hinweis auf externe Finanzierung der Farbrevolutionen als unzulässige Relativierung.
Was 2006 noch eine ZDF-Dokumentation eines anerkannten Reporters war, wird heute so gelesen, als hätte er bereits die Sprachregelung von 2026 erfüllen müssen.
Die Methode ist elegant, weil man nicht widerlegt, sondern umdeutet: Interessen werden zu Werten, Machtpolitik zur regelbasierten Ordnung, und wer die Kontinuität benennt, gilt als Störer des neuen Konsenses.
Scholl-Latour hätte den Kopf geschüttelt, denn er kannte die Technik, die Fakten stehen zu lassen und nur zu ändern, wer sie noch vortragen darf.
Diesen Mann kann man nicht kritisieren, indem man ihn aus dem Diskurs schiebt, weil er das Unbequeme tat und Interessen sah, wo andere Moral predigten.
Nichts von dem, was er 2006 sagte, war falsch, es ist nur unbequem geworden, und Unbequemes wird in den öffentlichen Medien nicht widerlegt, sondern so lange anders gelesen, bis es fremd wirkt.

augenzeuge hat geschrieben:Hat Scholl-Latour vor 20 Jahren gelogen – oder wird er heute anders gelesen?
[...]
https://x.com/KolumnenMM/status/2091126 ... 13/video/1
AZ

Ari@D187 hat geschrieben:augenzeuge hat geschrieben:Hat Scholl-Latour vor 20 Jahren gelogen – oder wird er heute anders gelesen?
[...]
https://x.com/KolumnenMM/status/2091126 ... 13/video/1
AZ
Ich kenne die Doku und schätze Scholl-Latour. Wenn man sich diese Doku heute mit etwas zeitlichem Abstand ansieht, fällt auf, dass sie geopolitische Entwicklungen stark verkürzt und einseitig darstellte.
Scholl-Latour suggeriert mehrfach, dass die USA (unter anderem Cheney und McCain) und die NATO aktiv und gezielt nach Osten drängen, um ihren Einflussbereich zu erweitern und Russland geopolitisch nach Asien abzudrängen. Diese Darstellung klammert völlig aus, dass es eben nicht die NATO war, die nach Osten drängte, sondern die osteuropäischen Staaten, die in die NATO wollten. Nach jahrzehntelanger sowjetischer Vorherrschaft haben souveräne Staaten wie Polen, Tschechien, Ungarn oder das Baltikum aus eigener historischer Erfahrung aktiv auf eine Aufnahme gepocht, um sich abzusichern.
Dann behauptet er, dass die Orange Revolution in Kiew von der CIA als Subversion inszeniert wurde. US-Agenten hätten als NGOs getarnt in Kiew eine "systematische Subversion" betrieben und die Proteste quasi ermöglicht. Nur gehen hunderttausende Ukrainer nicht bei klirrender Kälte über Wochen auf die Straße, weil sie von ausländischen Agenten gesteuert werden. Auslöser der Orangen Revolution 2004 war der Versuch des pro-russischen Kandidaten Wiktor Janukowytsch, die Präsidentschaftswahl durch massive, unabhängigen Beobachtern nachgewiesene Fälschung zu stehlen.
Und dann seine These mit dem Zangengriff (Russland wird vom Westen militärisch "eingekreist"). Von einer Einkreisung kann geografisch keine Rede sein. Vor dem russischen Angriff auf die Ukraine 2022 grenzten von den über 20000 Kilometern russischer Landgrenze gerade einmal ca. 1200 Kilometer an NATO-Staaten. Zudem versuchte die NATO lange, Russlands Sicherheitsbedenken ernst zu nehmen. Die NATO-Russland-Grundakte legte fest, dass in den neuen östlichen Mitgliedsstaaten keine substanziellen Kampftruppen dauerhaft stationiert werden. An diese Zusage hat sich die NATO bis zur völkerrechtswidrigen Annexion der Krim 2014 strikt gehalten.
Rückblickend blendet die Doku völlig aus, dass Staaten wie die Ukraine oder Polen eigenständige Nationen mit eigenen Sicherheitsinteressen sind und keine reinen Pufferzonen, über die Großmächte nach ihrem Belieben verfügen können.
Ari
Ari@D187 hat geschrieben:Dann behauptet er, dass die Orange Revolution in Kiew von der CIA als Subversion inszeniert wurde. US-Agenten hätten als NGOs getarnt in Kiew eine "systematische Subversion" betrieben und die Proteste quasi ermöglicht.
Ari

augenzeuge hat geschrieben:Ari@D187 hat geschrieben:Dann behauptet er, dass die Orange Revolution in Kiew von der CIA als Subversion inszeniert wurde. US-Agenten hätten als NGOs getarnt in Kiew eine "systematische Subversion" betrieben und die Proteste quasi ermöglicht.
Ari
Da bin ich heute anderer Meinung. Ich gebe Scholl Latour teilweise recht.
Die USA haben sich aktiv in die politischen Entwicklungen der Ukraine eingemischt. US-Regierungsstellen finanzierten Programme für Wahlbeobachtung, Zivilgesellschaft, unabhängige Medien und Wahlrechtsarbeit. Der Congressional Research Service dokumentierte ausdrücklich, dass Washington die ukrainische Opposition bzw. demokratische Kräfte politisch unterstützte.
Dabei spielten Organisationen wie USAID, National Endowment for Democracy (NED), National Democratic Institute und International Republican Institute eine Rolle.
Eine zeitgenössische Analyse der Carnegie Endowment beschreibt offen, dass diese Organisationen Einfluss auf politische Veränderungen in der Ukraine ausübten.
[...]


+++ 18:57 Ex-Minister Fedorow: Ukraine droht Krieg zu verlieren +++
Die Ukraine droht nach Einschätzung ihres entlassenen Verteidigungsministers Mychajlo Fedorow den Krieg gegen Russland allmählich zu verlieren. In einem von Reuters veröffentlichten Interview warnt der 35-Jährige, das Land habe nur noch wenige Monate, um eine Wende einzuleiten. Der Ukraine fehle ein klarer Plan für einen Sieg, zudem würden mangelnde Innovationen, Korruption und ineffiziente staatliche Strukturen den Kampf gegen Russland erschweren.
![Denken [denken]](./images/smilies/denken.gif)

Die Reichen kaufen sich frei. Die Armen werden in den Transporter geschoben.
In der Ukraine heißt das Busifizierung. Vor dem Bäcker, an der Haltestelle, mitten auf der Straße. Und wer genug Geld hat, taucht in den Listen der Behörden plötzlich nicht mehr auf. 2.500 bis 30.000 Dollar für eine Zurückstellung, ein Studium, eine Ausreise. Wer das nicht hat, fährt an die Front.
Oben sitzen die, die den Krieg verlängern. Unten sitzen die, die ihn sterben. Dazwischen eine Maschine, die sich die holt, die sich nicht wehren können.
Bei uns heißt das Solidarität. Wir zahlen mit, wir liefern mit und tun so, als wäre das irgendwie edel. Dabei frisst jeder längere Krieg zuerst die, die nichts besitzen. Rechts und links vom Schützengraben.


+++ 07:23 Ukrainisches Präsidialamt: "Wir werden den Krieg jetzt nicht beenden" +++
Der Leiter des ukrainischen Präsidialamtes, Kyrylo Budanow, warnt davor, weniger als 30.000 Menschen pro Monat zu mobilisieren, da eine kurzfristige Beendigung des Krieges "unrealistisch" sei. Diese Äußerungen, die am Freitag im ukrainischen Fernsehen fielen und über die "Kyiv Independent" berichtet, erfolgen in einer Zeit zunehmenden Drucks auf Kiew, die Probleme bei der Mobilisierung anzugehen. Die Zahl der Angriffe auf Einberufungsbeamte stieg im Laufe dieses Jahres weiter an. Dabei ist die Ukraine auf einen steten Zustrom neuer Rekruten angewiesen, um den Kampf fortsetzen zu können, da Moskau keine Anzeichen zeigt, den Krieg zu beenden. Auch mehren sich die Hinweise, dass es in Russland nach den Dumawahlen im Herbst eine neue Mobilisierungswelle geben könnte. In dem Interview ermahnt Budanow die Ukrainer zudem, nicht zu glauben, dass ein Ende des Krieges kurz bevorstehen könnte. "Wir werden den Krieg jetzt nicht beenden. Nicht, weil wir es nicht wollen, sondern weil es einfach nicht realistisch ist."
Quelle ntv Newsletter
![Denken [denken]](./images/smilies/denken.gif)
Gerd Böhmer hat geschrieben:hmmm ... nur wo sollen denn die etwa 1000 Rekruten pro Tag herkommen

augenzeuge hat geschrieben:Gerd Böhmer hat geschrieben:hmmm ... nur wo sollen denn die etwa 1000 Rekruten pro Tag herkommen
Das Land verheizt seine Kinder!![]()
https://x.com/EyeOfGermany/status/20929 ... 23/video/1
AZ
pentium hat geschrieben:augenzeuge hat geschrieben:Gerd Böhmer hat geschrieben:hmmm ... nur wo sollen denn die etwa 1000 Rekruten pro Tag herkommen
Das Land verheizt seine Kinder!![]()
https://x.com/EyeOfGermany/status/20929 ... 23/video/1
AZ
Die Russen wohl nicht oder wie?

augenzeuge hat geschrieben:pentium hat geschrieben:augenzeuge hat geschrieben:Gerd Böhmer hat geschrieben:hmmm ... nur wo sollen denn die etwa 1000 Rekruten pro Tag herkommen
Das Land verheizt seine Kinder!![]()
https://x.com/EyeOfGermany/status/20929 ... 23/video/1
AZ
Die Russen wohl nicht oder wie?
Ein diktatorisches Land kann kein Vorbild oder eine Entschuldigung sein.
AZ
pentium hat geschrieben:augenzeuge hat geschrieben:pentium hat geschrieben:augenzeuge hat geschrieben:Gerd Böhmer hat geschrieben:hmmm ... nur wo sollen denn die etwa 1000 Rekruten pro Tag herkommen
Das Land verheizt seine Kinder!![]()
https://x.com/EyeOfGermany/status/20929 ... 23/video/1
AZ
Die Russen wohl nicht oder wie?
Ein diktatorisches Land kann kein Vorbild oder eine Entschuldigung sein.
AZ
Häh? Was ist den das für ein Quatsch? Du jammerst hier über die verheizten Kinder. Aber nur über die der Ukraine bitte. Die Russen können sich ja ruhig erschießen lassen...Oder wie? Ihr Pazifisten seit schon ein seltsames Völkchen.

pentium hat geschrieben:Als Nichtukrainer nehme ich keine moralische oder politische Bewertung vor und halte das Verhalten weder für „richtig“ noch für „falsch“. Die Mobilisierungspraktiken in der Ukraine während des anhaltenden Krieges werden weltweit und auch innerhalb des Landes sehr unterschiedlich und kontrovers diskutiert.

augenzeuge hat geschrieben:pentium hat geschrieben:Als Nichtukrainer nehme ich keine moralische oder politische Bewertung vor und halte das Verhalten weder für „richtig“ noch für „falsch“. Die Mobilisierungspraktiken in der Ukraine während des anhaltenden Krieges werden weltweit und auch innerhalb des Landes sehr unterschiedlich und kontrovers diskutiert.
Ich nehme dagegen eine klare Bewertung vor. Und diese gilt immer und überall. So geht es nicht!
AZ
Innerhalb der Ukraine ist der Unmut über Männer, die sich der Mobilisierung entziehen (ob im Inland durch Untertauchen oder im Ausland), real und wächst.

augenzeuge hat geschrieben:Innerhalb der Ukraine ist der Unmut über Männer, die sich der Mobilisierung entziehen (ob im Inland durch Untertauchen oder im Ausland), real und wächst.
Das erzählt man dir. Die Masse dort hat vom Krieg genug. Selbst lanbg Dienende sagen das.
Und nach den vielen jungen Toten, will man nicht weitere Kinder an die Front schicken, die man beerdigen muss.
AZ
pentium hat geschrieben:augenzeuge hat geschrieben:Innerhalb der Ukraine ist der Unmut über Männer, die sich der Mobilisierung entziehen (ob im Inland durch Untertauchen oder im Ausland), real und wächst.
Das erzählt man dir. Die Masse dort hat vom Krieg genug. Selbst lanbg Dienende sagen das.
Und nach den vielen jungen Toten, will man nicht weitere Kinder an die Front schicken, die man beerdigen muss.
AZ
Woher beziehst du deine Erkenntnisse?

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