Die Lage in der Ukraine Teil 2

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Gerd Böhmer » 18. Februar 2022, 20:24

Klaus B. hat geschrieben:Nach meiner Einschätzung hat die gegenwärtige Lage damit zu tun, dass sich Putin verständlicherweise in die Enge getrieben fühlt, und der sog. Westen, zudem auch wir gehören, keineswegs auf die Forderungen Russlands auch nur ansatzweise eingehen.
Außerdem unterstelle ich den USA, die mir seit mehr als 30 Jahren in ihrer "Sonderrolle" als suspekt erscheinen, unbedingt Säbelrasseln und Knallerei im Osten Europas erzwingen wollen. Kein Mensch in der "freien Welt" kann diese Rolle der USA erklären, von denen wir Europäer uns endlich emanzipieren sollten!

VG Klaus B.


Nabend,

Danke meine volle Zustimmung. Der westlichen Welt geht es seit der Endphase des Weltkrieges 2 um eine Invasion Russlands, damit die nach der Weltherrschaft strebenden international tätigen Konzerne an die russischen Rohstoffe herankommen, ohne eine Gegenleistung zu erbringen. Die USA wollen demzufolge die Interessen Ihrer Konzerne durchsetzen, deswegen auch das Geschrei um Nordstream 2.
Wie schon an anderer Stelle von mir geschrieben, ist das schon seit spätestens Sommer 1944 die Geostrategie der westlichen Welt, wie war das noch gleich mit der Indiskretion in Londoner Regierungs- und Militärkreisen ? "wir müssen nach der Niederwerfung der deutschen Wehrmacht auf einen Krieg gegen Sowjetrussland vorbereitet sein".
Pute ist auch ein ausgemachter Ganove (muss nicht diskutiert werden), aber kein politischer Selbstmörder und ist sich meiner Auffassung durchaus darüber im Klaren, was ihm blüht, wenn er in der momentanen Lage einen falschen Schritt macht.

Nur ist es in Washington und Brüssel bis Heute nicht angekommen, das die Zeit von Jalta und Potsdam vorbei ist. Da stimme ich mit Dir vollkommen überein, das sich Europa von den USA abnabeln sollte.

wünsche ein angenehmes Wochenende,
MfG Gerd Böhmer,
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Ari@D187 » 18. Februar 2022, 20:30

Münchner Sicherheitskonferenz
Baerbock verurteilt russischen Aufmarsch als »inakzeptable Drohung«

-> Link

[shocked]

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Ari@D187 » 18. Februar 2022, 20:34

SCORN hat geschrieben:
karnak hat geschrieben: Na sage mal, sind uns denn jetzt im Westen in unserer Arroganz alle Sicherungen durchgebrannt, dass ist ja an Blödheit wirklich kaum noch zu überbieten.


Du triffst es auf den Punkt karnak!

Ich stelle kurz fest: Der Staatschef der Ukraine sagt man solle die Situation nicht über dramatisieren und etwas herbei reden! Die russische Regierung sagt sie plane nicht in die Ukraine eInzumarschieren! Aus Washington werden aber exakte Angriffstermine gemeldet, verstreicht einer ohne Krieg, wird ein neuer festgelegt!
[...]

John Kornblum war kürzlich auch sehr "verwundert" über Bidens Ankündigungen von russischen Einmärschen samt Datum und Uhrzeit. Ist aber sehr nett von ihm, dass er sich solche Sorgen um die Ukraine macht.

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon pentium » 18. Februar 2022, 20:35

Der 20.2. ist laut dem was ich las wohl auch offiziell der Tag an dem die Manöver in Weißrussland enden sollen.

Wir dürfen also gespannt sein ... die Begründung, dass die Truppen weiterhin für "Manöver" dort bleiben wäre dann etwas unglaubwürdig
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon augenzeuge » 18. Februar 2022, 22:01

Auf ungewöhnliche Art und Weise hat Großbritannien seinen Vorwurf erneuert, Russland wolle mit "Operationen unter falscher Flagge" einen Vorwand für einen Einmarsch in die Ukraine provozieren. In einem aufwendig produzierten Social-Media-Video, das das britische Außenministerium auf Twitter veröffentlicht hat, heißt es in weißen Lettern zu Bewegtbildern von Straßenszenen sowie marschierenden Soldaten: "Wir kennen Russlands Drehbuch. Lasst euch nicht täuschen."

https://www.n-tv.de/der_tag/Kennen-Russ ... 38712.html

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon SCORN » 19. Februar 2022, 00:05

pentium hat geschrieben:Für mich völlig unverständlich ist, wieso gerade die sozialistischen Kader bei uns sich auf die Seite von Putin schlagen. Es ist Putin, der das ukrainische Volk bedroht.

Bist du eigentlich noch bei Sinnen? Das ist ja vollkommen daneben!
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon SCORN » 19. Februar 2022, 00:41

Biden verkündet im Weißen Haus dasss die Russen bis Kiew vorstoßen werden! (kein Witz) Es gibt untrügliche Beweiße dafür! Im Angesicht dieser Tatsache hat soeben der NATO-Oberbefehlshaber die Rapid Deploymend Force der NATO in Alarm versetzt!
Zur Sicherung der Ostflanke der NATO werden weitere Truppen in Richtung Osten in Marsch gesetzt!

Na hoffentlich spielen die Russen diesmal mit und greifen endlich an! Die Kriegsgeiheit nimmt bedenkliche Züge an!
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Olaf Sch. » 19. Februar 2022, 05:41

SCORN hat geschrieben:
pentium hat geschrieben:Für mich völlig unverständlich ist, wieso gerade die sozialistischen Kader bei uns sich auf die Seite von Putin schlagen. Es ist Putin, der das ukrainische Volk bedroht.

Bist du eigentlich noch bei Sinnen? Das ist ja vollkommen daneben!


Nein, Pentium hat völlig Recht. Es ist Putin. Der Kriegstreiber und Aggressor. Er wird Palpatine immer ähnlicher.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Beethoven » 19. Februar 2022, 07:09

Man kann hier diskutieren wie man will. In fast jeder Meinung liegt ein (oder mehr) Körnchen Wahrheit. Je nach Betrachtung.

Natürlich lässt Putin aufmarschieren und er wird seinen Grund dafür haben. Ob wir den Grund akzeptieren oder nicht, sei mal dahin gestellt.
Putin kann das aus seiner Sicht begründen und zwar damit, dass die NATO immer näher an die Grenzen des Riesenlandes heran rückt.
Warum macht die NATO das, wo es doch eigentlich in den letzten Jahrzehnten recht ruhig und ausgeglichen war?

Stellt Euch mal das Gegenteil vor, wenn Russland in Europa an die Grenzen der westlichen Staaten klopfen würde?

Andererseits fürchtet die NATO darum, ihre geostrategischen Ziel schwerer zu erreichen, wenn z.B. auch die Ukraine unter russischer Herrschaft wäre.
Hat die NATO überhaupt das Recht, sich in den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine einzumischen oder gar die Pflicht dazu?

Natürlich ist das Zusammenziehen von starken Truppenkontingenten an jedweder Grenze zum Nachbarstaat, eine Provokation. Und es steckt immer ein Gedanke dahinter.
So eine Massierung von Truppen und Gerät, kostet täglich Unsummen. Warum gibt Russland die aus?

Ganz sicher hat Wladimir Wladimirowitsch sich darüber auch Gedanken gemacht und verfolgt ein (oder mehrere) Ziel-e, welches solche enormen Summen rechtfertigt und sei es nur, sich für weitere Verhandlungen (welche auch immer) günstige Voraussetzungen zu schaffen.

Ich hoffe nur, dass es nicht zum großen Knall kommt, sonst könnte es Krieg in Europa geben und das ist das Schlimmste, was der Menschheit passieren kann.
Selbst wenn die Russen in die Ukraine einmarschierten, wünschte ich mir, dass die NATO nicht mit Truppen dagegen hält. Ein Recht dazu hätte die NATO nicht.
Auch Deutschland würde die Auswirkungen eines solchen Geschehens stark spüren.

Und wer gegen die Russen Krieg führt, selbst eine so starke Nation wie die USA und all seine Verbündeten, die Russen sind in einem konventionellen Krieg nicht zu besiegen. Nur ein Krieg mit Kernwaffen und anderen Massenvernichtungsmitteln, könnte einer Seite Vorteile schaffen. Aber bis dahin ist die Welt und deren Menschheit zerstört.

Möge es nie dazu kommen.

Freundlichst
Die größten Vorteile im Leben überhaupt wie in der Gesellschaft hat ein gebildeter Soldat. J. W. v. Goethe

Das Gesetz ändert sich, die Gesinnung nicht.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon augenzeuge » 19. Februar 2022, 08:46

SCORN hat geschrieben:
pentium hat geschrieben:Für mich völlig unverständlich ist, wieso gerade die sozialistischen Kader bei uns sich auf die Seite von Putin schlagen. Es ist Putin, der das ukrainische Volk bedroht.

Bist du eigentlich noch bei Sinnen? Das ist ja vollkommen daneben!


Du kannst mit fast allen Ukrainern sprechen, sie fühlen sich durch Putin bedroht. Das ist Fakt.

Ich glaube, du musst dir langsam etwas einfallen lassen, was du sagen willst, wenn die Russen angreifen. Ist das dann eine Verteidigung? Und dann muss man zugeben, dass Biden recht hatte. Ich vermute, das wird nicht passieren, man wird Biden die Schuld geben.

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon SCORN » 19. Februar 2022, 09:23

augenzeuge hat geschrieben:
Ich glaube, du musst dir langsam etwas einfallen lassen, was du sagen willst, wenn die Russen angreifen. Ist das dann eine Verteidigung? Und dann muss man zugeben, dass Biden recht hatte. Ich vermute, das wird nicht passieren, man wird Biden die Schuld geben.

AZ


Wie Beethoven schon schrieb, ich hoffe dass sich Putin nicht soweit provozieren lässt und einen Einmarsch beginnt. Ich hoffe da auf die Rationaltät des Geheimdienstprofis. Mittlerweile halte ich aber alles für möglich, auch einen neuen Sender Gleiwitz oder Tonkingzwischenfall. Wenn danach das große schießen anfängt fragt keiner mehr danach wer eigentlich dahinter steckte! Genau wie auf dem Maidan.

Was mit Sicherheit in den nächsten Tagen passieren wird sind weitere Eskalationen: Artillerieüberfälle, Bombenanschläge, Feuerüberfälle, mehr NATO Truppen Richtung Osten!
Man will diesen Krieg, unbedingt! Nun vielleicht muss Europa wirklich eine extrem blutige Erfahrung über sich ergehen lassen bis es wieder begreift dass Krieg die schlechteste aller Lösungen ist! Fast 80 Jare nach Ende des WWII und 110 Jahren nach dem WWI eine erschreckende Erkenntnis aber offenbar bei vielen denkbar!

Sollten die kranken Wünsche nach einem Krieg in Europa wahr werden, können wir hier Diskutierenden getrost davon ausgeghen dass es zu unseren Lebzeiten keine Normalisierung mehr geben wird. Das Abendland ist dann abgemeldet. Russland am Boden und zerbrochen, DIe Amerikaner können sich dann ganz auf China konzentrieren!

Dann Gute Nacht!
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon SCORN » 19. Februar 2022, 09:27

augenzeuge hat geschrieben:
Du kannst mit fast allen Ukrainern sprechen, sie fühlen sich durch Putin bedroht. Das ist Fakt.

.

AZ


Ich kann nicht mit allen sprechen, du auch nicht! Die ich kenne sind da nicht ganz deiner Meinung. Selbst in Kiew geht man davon aus dass 40-45% der Bevölkerung mit hoher Wahrscheinlichkeit Russland zugeneigt sind!
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon pentium » 19. Februar 2022, 10:10

Für Teile der schnellen NATO Eingreiftruppe NRF wurde die Verlegebereitschaft innerhalb von sieben Tagen angeordnet.
Die NRF hat eine Stärke von ungefähr 25.000 Soldaten. Sie setzt sich zusammen aus Landstreitkräften bis zur Brigadestärke, Seestreitkräften bis zur Stärke einer „NATO Task Force“ (einer Flugzeugträgerkampfgruppe), Luftstreitkräften für bis zu 200 Einsätze pro Tag und erforderlichen Unterstützungkräften. Sie sollte für bis zu 30 Tage durchhaltefähig sein.

Angesichts zahlenmäßiger Überlegenheit der russische Armee, immer wiederkehrenden Nichteinsatzfähigkeit von gepanzertem Material, mangelnder Versorgung mit Munition und Schwierigkeiten bei der Verlegung mangels ausreichender Lufttransportkapazitäten ist die NRF jedoch ein Sorgenkind. Die normale, voll ausgerüstete Einsatzbereitschaft beträgt 25 bis 30 Tage.

In den Augen russischer Militärstrategen ein Witz. Verlegen sie 20000 Soldaten mit gepanzerten Fahrzeugen doch in 36 Stunden.

Alleine der Zustand der Speerspitze der NATO sollte Putin die Angst vor einer NATO nehmen.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Kumpel » 19. Februar 2022, 10:18

SCORN hat geschrieben:
Wie Beethoven schon schrieb, ich hoffe dass sich Putin nicht soweit provozieren lässt und einen Einmarsch beginnt. Ich hoffe da auf die Rationaltät des Geheimdienstprofis.


Der Schenkelklopfer des Tages. [flash]
Sag mal ehrlich , glaubst du tatsächlich an das was du hier schreibst?
Also ich unterstelle Putin mal so viel Intelligenz , dass er hoffentlich nicht selbst glaubt was er sagt. Ansonsten Prost Mahlzeit.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon pentium » 19. Februar 2022, 11:05

Biden: Russland will Ukraine und auch Hauptstadt Kiew angreifen
https://www.rnd.de/politik/joe-biden-ue ... LI47Y.html

Die Hauptfrage ist, warum haben sich überhaupt so viele Truppen dort versammelt, bevor die NATO überhaupt nur in der "Nähe" war und warum ist zur Zeit die Ukraine "geteilt" von angeblichen "Separatisten" (die eigentlich russische Soldaten sind). Wie ist sowas überhaupt möglich in der heutigen Zeit?
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Kumpel » 19. Februar 2022, 11:39

SCORN hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:
Du kannst mit fast allen Ukrainern sprechen, sie fühlen sich durch Putin bedroht. Das ist Fakt.

AZ


Ich kann nicht mit allen sprechen, du auch nicht! Die ich kenne sind da nicht ganz deiner Meinung. Selbst in Kiew geht man davon aus dass 40-45% der Bevölkerung mit hoher Wahrscheinlichkeit Russland zugeneigt sind!


Na ja ''zugeneigt'' . Schwammiger geht's wohl kaum. [flash]
Offensichtlich ist es in der Ukraine so , dass die Lager von pro westlich und pro russisch in Auflösung begriffen sind. Ich würde dies auch dem Agieren Putins gegen die Ukraine zu schreiben.
Der Mann verharrt da offenbar in alten KGB Denkmustern in dem er unterstellt , wenn die nicht für uns sind können die nur von der anderen Seite indoktriniert oder bezahlt sein.
Das sich in der Ukraine mittlerweile so etwas wie ein eigenständisches nationales Bewusstsein entwickelt haben könnte passt nicht recht in sein Denkmuster.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon augenzeuge » 19. Februar 2022, 11:40

Was in den russischen Metropolen nicht möglich ist, scheint in der Provinz unter großen Anstrengungen möglich – Antikriegskundgebungen.

Um diesen Menschen Mut zu machen, auch in der Hoffnung, dass sie nicht aufgeben ihre Stimme zu erheben, habe ich folgenden Artikel übersetzt, den ihr gerne teilen könnt.
„Am 2. Februar fand im Südpark in Jekaterinburg eine Kundgebung "Für Frieden und Freundschaft zwischen den Völkern" statt, die mit den Behörden unter großer Anstrengungen einer Gruppe von Bürgerrechtlern koordiniert wurde. Die zentralen Austragungsorte der Stadt waren vorhersehbar besetzt - für Maßnahmen zur Unterstützung russischer Athleten bei den Olympischen Spielen in Peking, die laut Augenzeugen äußerst formell waren. Die Kundgebung "Für den Frieden" musste in einem Wohngebiet stattfinden, vor dem Hintergrund von spazierenden Rentnern, spielenden Kindern und tanzenden Ponys, aber das störte die Pazifisten nicht. Die Veranstaltung war dynamisch und organisiert.

Ziel der Veranstaltung war es, die Unzulässigkeit des Einsatzes der Streitkräfte zur Lösung außenpolitischer Aufgaben zu erklären, mit Ausnahme der Abwehr direkter Aggressionen von außen. Nach Angaben der Organisatoren kann im Kontext der anhaltenden Eskalation an der Grenze zur Ukraine "jeder Zufall zu einem Auslöser für den Übergang des Konflikts in die heiße Phase werden".

Die Veranstaltungsleiter der Kundgebung im Südpark waren Irina Skachkova und Vladimir Sobyanin. Moderatorin Skachkova sagte in ihrer Eröffnungsrede, dass sie Vertreter aller politischen Parteien zur Teilnahme eingeladen hätten, aber nur wenige Leute aus Jabloko, Parnas und der nicht registrierten Bürgerinitiative kamen. Von den Parlamentsparteien kam niemand, und im Allgemeinen gab es nur wenige Leute - nur ein paar Dutzend Leute, aber fast alle waren mit Plakaten versehen - die Organisatoren waren gut vorbereitet.
"Krieg ist ein barbarischer überholtes Weltbild der Menschheit. Die Entwicklung in der modernen Welt ist auf internationale Zusammenarbeit und gegenseitige Hilfe und den Austausch moderner Errungenschaften zurückzuführen. Wir brauchen politische und wirtschaftliche Reformen, keine militaristischen Spiele", sagte Irina Skachkova.

Einer der Redner war der Historiker Alexei Gennadyevich Mosin, Vorsitzender von Memorial jekaterinenburg
"Ich möchte allen danken, die heute gekommen sind. Es ist sehr wichtig, unserem Staat mit seinen aggressiven Plänen zu zeigen, dass wir gegen Krieg sind", sagte er. Mosin sagte, auch er habe eine Antrag beim Ministerium für Öffentliche Sicherheit eingereicht, um eine Antikriegskundgebung im Jugendpalast abzuhalten, wurde aber für eine andere Veranstaltung abgelehnt.
Der Journalist Vladislav Postnikov forderte auf, nicht zu verzweifeln, dass nur wenige Menschen bei der Kundgebung anwesend waren, und erinnerte daran, dass nur 8 Personen am 25. August 1968 zur Demonstration kamen. Der Aktivist betonte auch, dass Russland es nach der Erfindung der Atombombe lange Zeit nicht gewagt habe, irgendein Land zu bedrohen.

Es ist wichtig zu beachten, dass Menschen mit unterschiedlichen Ansichten an der Kundgebung teilgenommen haben. Neben den üblichen Vertretern des liberalen Lagers bei solchen Veranstaltungen, wie zum Beispiel der Chef des lokalen Zweigs der Parnas-Partei, Mikhail Borisov, sprachen auch die "linken" Aktivisten Igor Filippov und Semyon Bautin von einem improvisierten Podium aus. Das Antikriegsthema sowie das Thema der politischen Repression erwiesen sich als wichtiger als die inhaltlichen Meinungsverschiedenheiten in vielen anderen Fragen.
Yaroslav Shirshikov, ein bekannter Aktivist in Jekaterinburg, sprach trotz seiner gebrochenen Stimme hell und emotional. Heiserkeit verlieh seiner Rede eine besondere Brutalität und Überzeugungskraft:
"Freunde, ich habe 2 Jahre lang als Soldat gearbeitet. Ein Jahr für Soldaten und ein Jahr für einen Feldwebel. Es war schwierig, auch ohne aus dem Graben zu springen, um anzugreifen. Der Job eines Soldaten ist sehr, sehr, sehr schwierig. Krieg ist immer Blut, Schmutz, Mut, Verrat, Feigheit, 95% Feigheit und 5% Heldentum", sagte Schirchkow.
"Niemand sollte sterben - weder Russen noch Ukrainer, noch Weißrussen, noch Georgier. Sie sind unsere Brüder, wir sind mit ihnen aufgewachsen. Man kann nicht gegen sie in den Krieg ziehen. Wir müssen ihnen Freiheit geben", schloss Tatjana Gorschkaleva von Jabloko Jekaterinburg.
In der zur Unterzeichnung vorgeschlagenen Resolution der Kundgebung wurde gefordert, die russischen Truppen sofort von der Grenze zur Ukraine abzuziehen, sich aus Belarus zurückzuziehen und an die Orte des ständigen Einsatzes zurückzukehren.

"Wir fordern, die chauvinistische Raserei im Staatsfernsehen, die Aufstachelung zu Hass und Feindschaft gegenüber anderen Völkern und Ländern zu stoppen, ... alle Handlungen, die zu Krieg und zur Verletzung der territorialen Integrität anderer Staaten führen könnten", schreiben die Organisatoren. Die unterzeichnete Resolution soll an die Präsidialverwaltung geschickt werden.“
"Das Volk will keinen Krieg"
"Putin! Dein Krieg mit der Ukraine, erstickt Russland.

Man muss nach vorn denken!
Oder gelingt das nicht mehr?

https://ekmemorial.org/novosti/908-vojn ... kOR88PFT5E

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Ari@D187 » 19. Februar 2022, 13:13

"Der Westen" steht eng zusammen und ist offenbar nicht bereit auch nur Ansatzweise auf die Interessen Russlands einzugehen. Das kann über kurz oder lang böse nach hinten losgehen.
Es ist übrigens derselbe Westen, der die vergangenen 20 Jahre so eng zusammenarbeitete und erfolgreich den Frieden in Afghanistan brachte. Wird schon werden.

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon augenzeuge » 19. Februar 2022, 13:49

Ari@D187 hat geschrieben:"Der Westen" steht eng zusammen und ist offenbar nicht bereit auch nur Ansatzweise auf die Interessen Russlands einzugehen.
Ari


Indirekt hat er das doch getan. Welche Konsequenzen hatte Putin nach der Annexion der Krim? Oder nach der Übergabe von Panzern und Raketen an die proruss. Milizen im Donbass?
Hat man da nicht schon Fehler gemacht? Man kann es auch Zugeständnisse nennen. Erst ist es die Krim, dann der Donbass, dann Kiew? Und am Ende sind die USA schuld? Wer hält wen für blöd?

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon SCORN » 19. Februar 2022, 14:53

Ari@D187 hat geschrieben:"Der Westen" steht eng zusammen und ist offenbar nicht bereit auch nur Ansatzweise auf die Interessen Russlands einzugehen. Das kann über kurz oder lang böse nach hinten losgehen.


Ari


Ari, offensichtlich verblassen katastrophale Erfahrungen sehr schnell, daher muss man wohl diese erneut machen! [wink]

Über die Konsequenzen für jeden einzelnen von uns scheint man sich nicht im geringsten im klaren!

Wird schon werden!
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Kumpel » 19. Februar 2022, 14:59

Ari@D187 hat geschrieben:"Der Westen" steht eng zusammen und ist offenbar nicht bereit auch nur Ansatzweise auf die Interessen Russlands einzugehen.


Woher nimmst du eigentlich diese absolute Gewissheit?
Weil Putin das sagt?
Man könnte fast meinen du schreibst aus der St. Petersburger Trollfabrik. [flash]
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Olaf Sch. » 19. Februar 2022, 15:23

Für MH17 hat Putin auch noch nicht die Verantwortung übernommen.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Gerd Böhmer » 19. Februar 2022, 16:10

SCORN hat geschrieben:Biden verkündet im Weißen Haus dasss die Russen bis Kiew vorstoßen werden! (kein Witz) Es gibt untrügliche Beweiße dafür! Im Angesicht dieser Tatsache hat soeben der NATO-Oberbefehlshaber die Rapid Deploymend Force der NATO in Alarm versetzt!
Zur Sicherung der Ostflanke der NATO werden weitere Truppen in Richtung Osten in Marsch gesetzt!

Na hoffentlich spielen die Russen diesmal mit und greifen endlich an! Die Kriegsgeiheit nimmt bedenkliche Züge an!


Was Mister President angeht kam Heute in meinem realen Lebensumfeld (auch genutzten sozialen Medien) der Satz "der Kaugummiakrobat hat es wohl wieder einmal nötig, der lernt es NIE ...

... duck und wech.

aber einmal im Ernst die momentane Kriegshysterie des Westens ist nicht mehr nachvollziehbar. Gehört Russland eigentlich irgendeinem Militärbündnis an ?

@ Beethoven, gut geschrieben ...
MfG Gerd Böhmer,
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon augenzeuge » 19. Februar 2022, 16:26

Sag mal Gerd, wenn russ. Atomwaffen an der Grenze zur Ukraine aufgestellt werden, hat der US Präsident dann auch Schuld?

Das sind dann notwendige Maßnahmen zur Erhaltung des Friedens?

Das Putin vom Genozid spricht, erfordert eine militärische Aktion, oder?

Hast du mitbekommen, dass die russischen Angaben zum sogenannten Genozid gefälscht waren? Spezialisten haben das Video untersucht, es war vor der angegebenen Zeit gedreht worden.

Beginnt der Wahnsinn nächste Woche?
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Kumpel » 19. Februar 2022, 16:33

Immer wieder erheiternd die Beiträge vom Herrn Reichsbahninspektor a.D.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Kumpel » 19. Februar 2022, 16:44

augenzeuge hat geschrieben:Hast du mitbekommen, dass die russischen Angaben zum sogenannten Genozid gefälscht waren? Spezialisten haben das Video untersucht, es war vor der angegebenen Zeit gedreht worden.


Die Russen haben noch jede Menge der alten Konserven von 2014 , für Leute wie Reichsbahninspektor aD Böhmer reicht's.
Kumpel
 

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Gerd Böhmer » 19. Februar 2022, 16:46

augenzeuge hat geschrieben:Sag mal Gerd, wenn russ. Atomwaffen an der Grenze zur Ukraine aufgestellt werden, hat der US Präsident dann auch Schuld?

Das sind dann notwendige Maßnahmen zur Erhaltung des Friedens?

Das Putin vom Genozid spricht, erfordert eine militärische Aktion, oder?

Hast du mitbekommen, dass die russischen Angaben zum sogenannten Genozid gefälscht waren? Spezialisten haben das Video untersucht, es war vor der angegebenen Zeit gedreht worden.

Beginnt der Wahnsinn nächste Woche?
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Gegenfrage, was ist mit den Atomwaffen der USA rund um Russland (schon seit dem Ende der 1940-er Jahre) ? Die Ereignisse rund um dem Nato-Doppelbeschluss Anfang der 1980-er Jahre sind nicht vergessen. Wenn die westliche Welt wegen 150000 oder 200000 Russkis schon kalte Füsse bekommt sollten die es bleiben lassen.
Notwendige Massnahmen zur Friedenserhaltung wäre der Rückzug der Amis aus Europa und die Auflösung der Nato.
Über Deinen letzten Satz kann eine geteilte Meinung vertreten werden, ich halte die Aussagen der Analysten und Spezialisten für Propaganda der übelsten Art ...

... kleiner Hinweis, ich nehme nicht Alles gedankenlos hin, was mir in den Medien (auch sozialen Medien) angeboten wird.
MfG Gerd Böhmer,
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Kumpel » 19. Februar 2022, 16:47

Gerd Böhmer hat geschrieben:Notwendige Massnahmen zur Friedenserhaltung wäre der Rückzug der Amis aus Europa und die Auflösung der Nato.


Na also , da lässt mal einer die Hose runter.
Kumpel
 

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Gerd Böhmer » 19. Februar 2022, 16:47

Kumpel hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Hast du mitbekommen, dass die russischen Angaben zum sogenannten Genozid gefälscht waren? Spezialisten haben das Video untersucht, es war vor der angegebenen Zeit gedreht worden.


Die Russen haben noch jede Menge der alten Konserven von 2014 , für Leute wie Reichsbahninspektor aD Böhmer reicht's.


Majestät haben gelacht ...
MfG Gerd Böhmer,
Reichsbahninspektor aD
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon pentium » 19. Februar 2022, 16:49

Angesichts der mehr oder weniger einseitig Partei ergreifenden Leserbriefe frage ich mich, ob sich nur die Schreiber melden, die das Problem durch die Brille der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft betrachten? (…) Ich vermute, dass die Bevölkerung so einseitig nicht eingestellt ist. In der Sache muss man ihnen vorwerfen, dass sie die ihnen nicht passenden Fakten ausklammern, wie, dass sich neben der Ukraine auch die baltischen Staaten (angesichts der Erfahrungen von 1940) zu Recht bedroht fühlen und es so äußern. Und was die Zugehörigkeit der Krim zu Russland betrifft: Wenn ein russischer Staatschef diese Halbinsel seinerzeit der Ukraine geschenkt (!) hat, was ein unmilitärischer Akt war, dann hätte deren Rückforderung vom aktuellen Staatslenker auf vergleichbare Weise probiert werden müssen. Das Akzeptieren und die mehr oder weniger damit einhergehende unverhohlene Rechtfertigung einseitiger militärischer Gewalt bei der Krim-Annexion wirft schon ein bezeichnendes Licht auf die Verfasser dieser Beiträge. (…) Und damit mich niemand falsch versteht: Meine Zeilen sollten keinesfalls so verstanden werden, als ob die westlichen Staaten über jeden moralischen Zweifel erhaben wären.
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
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