von Beethoven » 20. Januar 2023, 10:14
Eine "Front" als militärischer Begriff, ist die zweithöchste Bezeichnung von militärischen Vereinigungen.
Darüber steht eigentlich nur noch der "Kriegsschauplatz", was aber schon mehr eine geopolitischen /-militärischen Raum bezeichnet, als eine militärische Vereinigungen.
So kann man wohl davon sprechen, dass die "Front" doch die größte militärische Vereinigung, von taktischen und operativen, militärischen Verbänden bezeichnet. Also auf jeden Fall besteht eine Front aus mehreren Armeen, die im einzelnen mindestens aus drei Divisionen (das nennt man oft noch Armeekorps - wenn eine Waffengattung überwiegt) meistens aber aus mehren Divisionen besteht. Hinzu kommen natürlich sämtliche Kräfte der Luftwaffe, die in diesem Raum dem Oberbefehlshaber zur Verfügung stehen. Ist die Front an Küstengewässer angelehnt, so sind auch die maritimen Kräfte in der Front vereint.
Die Front kämpft heut zu Tage immer im Kampf der verbundenen Waffen, was auf taktischer Ebene nicht immer der Fall ist, wenn auch wünschenswert.
Je nach Aufgabe der Front beträgt die Gefechtsordnung 300 bis 500 und mehr km breite und Tiefe. Ein Armeekorps hat in der Verteidigung einen Raum von ~ 100 x 100 km zu verteidigen.
Für das Buch "Lötzinn 750" zeichnete ich mal vor drei / vier Jahren eine Gefechtsordnung eines Armeekorps der BW. (ist auch in das Buch gekommen -siehe unten).
Eine Armee wird von einem Befehlshaber, eine Front von einem Oberbefehlshaber kommandiert.
Die Namen der Fronten ist eher so ein Ding der Russen. In der Regel nahm man den Namen des Ortes des Generalstabes der Front oder dann, im Verlaufe des Krieges die Operationsrichtung, als Name für die Front.
Alle anderen Staaten bezeichnen es eher als deren Einsatzraum. Z.B. Heeresgruppe (entspricht etwa einer Front) z. B. "Heeregruppe Süd" oder Nord usw.
Die Amis vergeben kaum Namen.
Heut zu Tage gibt es ja kaum noch Fronten ala der 40-er Jahre. Der asymmetrische Krieg in heutiger Zeit sieht kaum noch solche Großverbände in aufeinander abgestimmter Handlungen der verbundenen Waffen.
Selbst die damalige NVA stand kurz vor einer Umstrukturierung in Brigadestrukturen, also der Abschaffung der Regimentsstruktur. Mitte der 90-er Jahre hätte es soweit sein sollen.
Für die Ukraine sieht das meiner Meinung nach nicht wie eine Front aus, sondern wir sehen hier eher die Bataillonsgruppen und kleiner im Kampf.
Sollte die Ukraine nun endlich moderne Panzer und Schützenpanzer in Größenordnungen erhalten, ist es unabdinglich, dass die Ukrainer, unterstützt durch Luftstreitkräfte, den Kampf der verbundenen Waffen führen um den Aggressor zu werfen. Ich hoffe sehr, dass die Ukrainer das beherrschen. Nur fürchte ich und hörte dies auch in den Nachrichten, dass die Russen dem wohl zuvor kommen möchten indem sie noch vor Lieferung dieser Waffensysteme angreifen werden. Und leider, so glaube ich, haben die Russen aus ihren Fehlern gelernt und wissen nun auch, dass sie in der Ukraine nicht willkommen sind. Werden also nicht mehr, wie in den Anfangstagen dieses Krieges, sorglos durch die Ukraine kullern und jedem Partisan, ihre Flanke dar bieten.
Und wenn nun Deutschland, wie ich hoffe, der Lieferung von Panzern zustimmen wird, dann muss man sich fragen, warum erst heute und nicht schon vor 6 Monaten?
Hätte Deutschland eher reagiert, wäre dieser Krieg vielleicht schon beendet und die Ukraine wäre schon bei der Beseitigung der Kriegsschäden.
Scholz ist für mich untauglich, wirklich wichtige Entscheidungen zu fällen. Ein Zögerer und Zauderer. Weg mit ihm, wenn ich etwas zu sagen hätte.
Freundlichst
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Die größten Vorteile im Leben überhaupt wie in der Gesellschaft hat ein gebildeter Soldat. J. W. v. Goethe
Das Gesetz ändert sich, die Gesinnung nicht.