
Straßenarbeiten in Ost-Berlin mit veralteter Technik. Quelle: rbb Presse & Information
Es gibt Kürzel, mit denen einfach nichts anzufangen ist. „SFD“ ist so eins. „Schwarze Filmschaffende in Deutschland“ wird als Erklärung im Internet geboten. Oder „Stadtfernsehen Dreieich“. Mit dem Dokumentarfilm „Der heimliche Blick – Wie die DDR sich selbst beobachtete“, der am Dienstag öffentlich gezeigt wird, könnte sich das ändern. Ein Film, der sich sehr detailliert mit der Arbeit der SFD befasst: der Staatlichen Filmdokumentation, einem bis heute nur wenigen Experten bekannten Bereich der DDR-Filmproduktion. Besagter Dokfilm von 45 Minuten Länge wird am 17. März im RBB zu sehen sein. Filme drehen, aber nicht für die Öffentlichkeit, sondern fürs Archiv, „für die Büchse“ – das war, kurz gefasst, die Aufgabe der Staatlichen Filmdokumentation.
Filme über den Alltag in der DDR, unverstellt, ungeschönt, ungeschminkt. All das eingebettet ins Sehnen der Parteioberen nach einer lichten kommunistischen Zukunft. Denn erst dann, wenn diese Zukunft Gegenwart geworden wäre, sollte den kommenden Generationen das Filmmaterial bezeugen, welche Schwierigkeiten es einst zu überwinden galt beim Aufbau von Sozialismus und Kommunismus. Diese Schwierigkeiten sind tatsächlich bestens festgehalten, auf ungefähr 300 Filmen, die zwischen 1970 und 1986 entstanden. In dieses Konvolut, das bisher nur teilweise restauriert und digitalisiert worden ist, tauchten die Macher von „Der heimliche Blick“, Thomas Eichberg und Holger Metzner, tief ein. Verschwundene Filme, die wiederum einen verschwundenen Staat dokumentieren. Aufgenommen überwiegend in Schwarz-Weiß und auf 16 Millimeter.
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