Krieg im Namen Gottes?

Krieg im Namen Gottes?

Beitragvon augenzeuge » 17. April 2026, 07:44

Pete Hegseth liebt den martialischen Auftritt.

Er drohte dem iranischen Regime mit "überwältigender Zerstörung im Namen Jesus Christus'", sollte es sich den Forderungen der US-Regierung nicht beugen.


Hegseth weiterhin darin, sein Amt mit markigen Sprüchen auszufüllen. So geschehen am Mittwoch bei einem Gottesdienst im Pentagon.

Da zitierte der 45 Jahre alte Minister plötzlich einen Monolog aus dem Film "Pulp Fiction". Der Actionthriller von Regisseur Quentin Tarantino beschreibt unter anderem die beiden kaltblütigen Auftragskiller Jules Winnfield (Samuel L. Jackson) und Vincent Vega (John Travolta) bei ihrer täglichen Arbeit. Eine besonders grausame Szene aus dem Streifen erlangte unter Filmfreunden Kultstatus: Kurz bevor Winnfield einen kleinen Drogendealer in dessen Wohnung erschießt, zitiert er einen vermeintlichen Vers aus der Bibel: Bei der Stelle handelt es sich vermeintlich um Hesekiel 25,17.


So heißt es in Tarantinos Drehbuch "Der Weg des Gerechten ist von allen Seiten von den Ungerechtigkeiten der Selbstsüchtigen und der Tyrannei böser Männer umgeben". Bei Hegseth wurde dies zu: "Der Weg des abgestürzten Fliegers... ". Auch an anderer Stelle wandelte Hegseth den Text ab, mit Verweis darauf, dass die von ihm zitierte Bibelstelle von dem US-Spezialkommando zum Gebet verwendet werde, das den im Iran abgestürzten Piloten der US-Luftwaffe in einer spektakulären Aktion befreite.

Doch es handelt sich bei dem erwähnten Filmzitat mitnichten um die originale Bibelstelle, sondern um eine Fiktionalisierung. Hegseth habe also ein falsches Bibelzitat verwendet.

Der Auftritt bei der Gebetsstunde im Verteidigungsministerium rief schließlich so viel Wirbel hervor, dass sich Sean Parnell, einer der Sprecher des Pentagon, zu einer Klarstellung genötigt sah. So habe Hegseth eindeutig darauf verwiesen, dass es sich lediglich um eine "Reflektion" der Bibelstelle handele. "Wer behauptet, der Minister habe Hesekiel 25,17 falsch zitiert, verbreitet Fake News und hat keine Ahnung von der Realität", so Parnell.
ntv


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Re: Krieg im Namen Gottes?

Beitragvon Gerd Böhmer » 17. April 2026, 14:40

nunja - Konflikte und Kriege im Namen Gottes sind ja unabhängig von der Religion nicht neu. Allerdings hat sich selbst den Pontifex, Papst Leo als Stellvertreter Christi auf Erden in den letzten Tagen geäussert, siehe meinen Beitrag vom gestrigen Tage unter http://neues-forum.info/forum/viewtopic.php?f=51&t=17161&start=90#p577291 - > Papst Leo verurteilt Kriegstreiber als "Tyrannen", weiter die Welt werde "von einer Handvoll Tyrannen verwüstet" <.
Aber schon richtig, der Hegseth ist in der Vergangenheit mehrfach durch markige Sprüche aufgefallen, es wurde sogar schon seine Amtsenthebung gefordert
An der Stelle kann ich mir einen Hinweis auf die Vorgeschichte des Weltkrieges zwo nicht verkneifen:
Mit brennender Sorge (lat.: Ardenti cura) ist eine Enzyklika von Papst Pius XI. Die Enzyklika – die erste und bislang einzige in deutscher Sprache – wurde am 14. März 1937 in Rom unterzeichnet und am Palmsonntag, dem 21. März 1937, veröffentlicht. Das päpstliche Rundschreiben behandelt die bedrängte Lage der römisch-katholischen Kirche im damaligen Deutschen Reich und verurteilt Politik und Ideologie des Nationalsozialismus.
MfG Gerd Böhmer,
Reichsbahninspektor aD
http://www.gerdboehmer-berlinereisenbahnarchiv.de
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Re: Krieg im Namen Gottes?

Beitragvon pentium » 17. April 2026, 17:16

Erst habe ich Gedacht, ein Thema über Religionskriege, die Kreuzzüge.... die Reconquista. Dann habe ich USA gelesen. Kann also nicht sein. Was also soll diskutiert werden? Da hat ein Minister etwas aus einem Film zitiert, dann kommt die Bibel ins Spiel und auch wieder nicht...
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