Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Der deutsche Rüstungsexport
vom Kaiserreich bis Heute...

Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon Merkur » 15. September 2012, 15:38

Interessierter hat geschrieben:Seltsame Todesfälle bzw Morde, bei denen man ein Mitwirken der Stasi vermutete aber nicht beweisen konnte, gabs dann auch noch bezüglich der DDR Waffengeschäfte:


Vermuten und spekulieren kann man viel. [muede]
Wo sind die Beweise ? Waren alle der angeblichen Morde so perfekt, dass es nie Spuren, Zeugen, Akten usw. gab ? Dabei gibt es den perfekten Mord doch gar nicht.
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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon Interessierter » 15. September 2012, 16:37

Merkur es ist bezeichnend, daß Du wieder einmal nach Beweisen und Akten fragst, die von der Stasi mit hoher Wahrscheinlichkeit selbst vernichtet wurden. Du wirst ja auch sicher bestreiten, daß es solche staatlich verordneten Mordaufträge gab, auch wenn man Nachweise bei der HA I fand, die Möglichkeiten der " Beseitigung " von Weinhold beschrieb.
Obwohl die elfseitige "Realisierungskonzeption des Operativvorgangs ,Terrorist"" (gemeint ist damit Weinhold) vorliegt.

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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon Merkur » 15. September 2012, 16:40

Interessierter hat geschrieben: Obwohl die elfseitige "Realisierungskonzeption des Operativvorgangs ,Terrorist"" (gemeint ist damit Weinhold) vorliegt.


Die Kernfrage ist, lebt Herr Weinhold ?
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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon Interessierter » 15. September 2012, 17:01

Der Plan wurde nur nicht ausgeführt, weil ein Stasi-Helfer im Westen als Doppelagent enttarnt worden war und alles aufzufliegen drohte.
Die Unterlagen zum " Operativvorgang Terrorist " existieren aber trotzdem.

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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon Alfred » 15. September 2012, 17:07

Interessierter hat geschrieben:Der Plan wurde nur nicht ausgeführt, weil ein Stasi-Helfer im Westen als Doppelagent enttarnt worden war und alles aufzufliegen drohte.
Die Unterlagen zum " Operativvorgang Terrorist " existieren aber trotzdem.

[grins]



Wer sagt dies ?
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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon Edelknabe » 15. September 2012, 17:36

Ich bin ja Laie Jörg, einer aus der Arbeiterklasse, bissel belesen, habe auch ganz gute Literatur(natürlich schade, noch zu DDR-Zeiten verlegt)über die Nato. Also was da so zu lesen ist war sie ähnlich der Heilsarmee...he, war natürlich ein Spass vom Rainer. Das war sie natürlich nicht....laut meiner Literatur. Aber ich bin Laie, wie geschrieben, kein Militärexperte.

Hier gibt es bestimmt Experten die zum Thema Nato und ihre Rolle in der Zeit des Kalten Krieges und danach(oder davor) beitragen können.

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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon Merkur » 15. September 2012, 18:12

Interessierter hat geschrieben:Die Unterlagen zum " Operativvorgang Terrorist " existieren aber trotzdem.



Und Herr Weinhold existiert auch weiterhin. Der erfreut sich bester Gesundheit und schoss vor ein paar Jahren in Marl Opfer Nr. 3 nieder.
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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon Interessierter » 16. September 2012, 08:13

Merkur hat geschrieben:
Interessierter hat geschrieben:Die Unterlagen zum " Operativvorgang Terrorist " existieren aber trotzdem.



Und Herr Weinhold existiert auch weiterhin. Der erfreut sich bester Gesundheit und schoss vor ein paar Jahren in Marl Opfer Nr. 3 nieder.


Merkur, wolltest Du damit etwa die Mordpläne der Stasi rechtfertigen?
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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon Merkur » 16. September 2012, 08:36

Interessierter hat geschrieben: Merkur, wolltest Du damit etwa die Mordpläne der Stasi rechtfertigen?


Niemals @Interessierter, das drückt mein Beitrag auch nicht aus aber ich hätte ihn auch nicht bemitleidet. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass sich dieser Kriminelle trotz Mordplan bester Gesundheit erfreut, während zwei seiner drei Opfer (eines mit 14 Schussverletzungen im Bereich des Gesichtes, des Nackens, des Rumpfes und der Gliedmaßen, das Andere mit acht Schussverletzungen im Bereich des Rumpfes und der oberen Gliedmaßen sowie mehrere Metallsplitterverletzungen an der rechten Hand) seit Jahren 1,80 m tief unter der Erde liegen.
Das dritte Opfer 2005 aus der Marler "Bierkiste" hatte mehr Glück. Ich denke, die Gesellschaft hat ein Recht darauf, vor solchen "Zeitbomben" wirksam geschützt zu werden.
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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon augenzeuge » 16. September 2012, 08:48

Die von Stiller aufgedeckten Agenten wurden alle als Friedenskämpfer in der DDR gefeiert. Die Strafe, die manche von ihnen absitzen mussten, war ein Witz gegen die Strafe, die Stiller gedroht hätte. Was ist mit den westl. Agenten in der DDR? Hatten die nicht unter wesentlich schlimmeren und gefährlicheren Bedingungen zu arbeiten? Wofür taten sie es? Waren sie nicht die wahren "Friedensengel", weil sie ein viel größeres Risiko eingehen mussten?

Wenn man nun nahezu alle Kundschafter der DDR als Friedenserhalter definiert, sollte man dies doch auch mit Kundschaftern des BND o.ä. tun können, oder irre ich da? Es ist nicht realistisch, wenn man alle Agenten der DDR als "Friedensengel" bezeichnet, aber jenen der Gegenseite diese Bezeichnung von vornherein abspricht.

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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon Merkur » 16. September 2012, 08:51

augenzeuge hat geschrieben: Wenn man nun nahezu alle Kundschafter der DDR als Friedenserhalter definiert, sollte man dies doch auch mit Kundschaftern des BND o.ä. tun können, oder irre ich da?
AZ


Wenn man die Akten freigeben würde und der konkrete Beitrag der entsprechenden BND-Quelle zu erkennen wäre, würde ich dies auch tun. Aber hatte denn der BND überhaupt solche entscheidenden Quellen in entsprechenden Positionen ?
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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon augenzeuge » 16. September 2012, 08:56

Merkur hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben: Aber hatte denn der BND überhaupt solche entscheidenden Quellen in entsprechenden Positionen ?


Nach eigener Aussage hatte er dies, so wie auch der CIA. Das sollte aber keinen verwundern, für mich läuft das unter Normalität, oder glaubt tatsächlich einer, die HV-A war so gut, dass sie gegen diese Quellen 100%ig geschützt war?
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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon Interessierter » 16. September 2012, 09:03

Merkur, auch wenn wir weit weg vom Waffenhandel sind, aber Du hast die vielen Opfer vergessen, die mit Einschüssen im Rücken auch 1,80 Meter tief unter der Erde liegen und auch den 15jährigen, der bereits vom Dauerfeuer von mehreren Kugeln getroffen, am anderen Ufer liegend, weiter beschossen wurde und noch heute als " Krüppel " in Deutschland lebt. Sie alle wollten nur die DDR verlassen.

Das heißt nicht, daß ich Weinholds Taten nicht auch verabscheue.
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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon karnak » 16. September 2012, 09:45

augenzeuge hat geschrieben:
Wenn man nun nahezu alle Kundschafter der DDR als Friedenserhalter definiert, sollte man dies doch auch mit Kundschaftern des BND o.ä. tun können, oder irre ich da? Es ist nicht realistisch, wenn man alle Agenten der DDR als "Friedensengel" bezeichnet, aber jenen der Gegenseite diese Bezeichnung von vornherein abspricht.

AZ

Jedenfalls würde ich es schon als fair ansehen,wenn man in der Öffentlichkeit und in den Medien nicht immer ständig von Spitzeln spricht wenn es um Leute der Staatsicherheit geht und das ausnahmslos,während man das bei den anderen Kundschaftern,Spionen.Agenten oder wie auch immer, offensichtlich vermeidet. Daß das dem einen oder anderen sauer aufstößt sollte man vieleicht IRGENDWIE verstehen.
Den ganzen andern Schnmus kann man allerdings getrost weglassen.Gerade was die"Anhänger der ostdeutschen Seite angeht.
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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon Interessierter » 16. September 2012, 10:46

Es ist doch völlig " schnurz egal " für welchen Geheimdienst jemand spioniert. Du kannst sie alle in einen Sack stecken, denn sie haben alle eins gemeinsam und das ist der Verrat. Daher bleiben sie für mich alle Spitzel und Verräter und nicht nur die der DDR.

Merkwürdig nur, daß die " Kundschafter des Frieden " der DDR, die es ja überwiegend, angeblich nicht des Geldes, sondern wegen ihrer Liebe zum Sozialismus/Kommunismus taten, es sich nach der Wende in Staaten gut gehen lassen, die vor der Wende zu den sogenannten " Klassenfeinden " zählten, deren System aber gleichzeitig schlecht reden.

Noch Fragen zu Charaktären?

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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon Edelknabe » 16. September 2012, 11:05

Sehe ich nicht so Interessierter. Die Sache war der Punkt im Osten, nicht das Geld, für die Sache ...ich nenn sie mal hier, die Sache des Sozialismus Kundschafter zu sein. Für welche Sache wollte denn der Spion vom BND sich den Arsch aufreisen(entschuldige) da gab es doch gar keine Sache für ihn. Etwa für die Freiheit eh komm, ich muss gleich lachen wenn ich das dumme Geschwafel von der Freiheit heute so höre, oder gar fürs Kapital oder für den Brunonormalbürger West der sich doch selbst nur der Nächste war oder für was denn nun?

Mal ehrlich und zum Vergleich, für was kämpft denn der Bundeswehrsoldat heute in A. Doch nicht für seine eigene Sache, gar die Familie oder sonstwas. Ich glaube fast, da könnte gar keiner von den Jungs und Mädels ne richtige begründete überzeugende schlüssige Antwort darauf geben für was denn nun er da seinen Arsch, sein junges Leben riskiert.

Rainer-Maria die Sache Interessierter, die Sache lässt dich Dinge vollbringen, wo du auch hinterher noch stolz drauf bist...nicht die Kohle, die steckst du nur ein um bissel angenehmer zu leben.
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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon karnak » 16. September 2012, 11:06

Interessierter hat geschrieben:Es ist doch völlig " schnurz egal " für welchen Geheimdienst jemand spioniert. Du kannst sie alle in einen Sack stecken, denn sie haben alle eins gemeinsam und das ist der Verrat. Daher bleiben sie für mich alle Spitzel und Verräter und nicht nur die der DDR.

Merkwürdig nur, daß die " Kundschafter des Frieden " der DDR, die es ja überwiegend, angeblich nicht des Geldes, sondern wegen ihrer Liebe zum Sozialismus/Kommunismus taten, es sich nach der Wende in Staaten gut gehen lassen, die vor der Wende zu den sogenannten " Klassenfeinden " zählten, deren System aber gleichzeitig schlecht reden.

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Ist das nicht alles etwas idealistisch gedacht?
Und zum Letzten,so sind wir nun mal,wir Menschen.
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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon SkinnyTrucky » 16. September 2012, 11:52

Also, ich finde Geheimdienste schon sehr wichtig....se sollten sich aber dann schon damit beschäftigen, womit se ihre Berechtigung behalten....

....und wie ich das so schreibe, kann ich nich umhin zu sagen, das sicher das MfS in Teilen eine Berechtigung hatte....in anderen Teilen aber deutlich nich....

groetjes

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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon Interessierter » 16. September 2012, 13:12

Edelknabe hat geschrieben:Sehe ich nicht so Interessierter. Die Sache war der Punkt im Osten, nicht das Geld, für die Sache ...ich nenn sie mal hier, die Sache des Sozialismus Kundschafter zu sein. Für welche Sache wollte denn der Spion vom BND sich den Arsch aufreisen(entschuldige) da gab es doch gar keine Sache für ihn. Etwa für die Freiheit eh komm, ich muss gleich lachen wenn ich das dumme Geschwafel von der Freiheit heute so höre, oder gar fürs Kapital oder für den Brunonormalbürger West der sich doch selbst nur der Nächste war oder für was denn nun?

Mal ehrlich und zum Vergleich, für was kämpft denn der Bundeswehrsoldat heute in A. Doch nicht für seine eigene Sache, gar die Familie oder sonstwas. Ich glaube fast, da könnte gar keiner von den Jungs und Mädels ne richtige begründete überzeugende schlüssige Antwort darauf geben für was denn nun er da seinen Arsch, sein junges Leben riskiert.

Rainer-Maria die Sache Interessierter, die Sache lässt dich Dinge vollbringen, wo du auch hinterher noch stolz drauf bist...nicht die Kohle, die steckst du nur ein um bissel angenehmer zu leben.


Edelknabe, verschiedene Meinungen in einem Forum ist doch ok und wenn Du es anders siehst, bleibt es Dir doch unbenommen.
Du meinst, Kundschafter des Friedens taten es überwiegend für die Sache des Sozialismus? Naja auch wenn Du bis zur Wende von dieser " Sache " ja auch noch überzeugt warst, meinst Du wirklich die wären so engstirnig und dumm gewesen und hätten mit Ausnahme der ersten Jahre in der " Diktatur des Proletariats " nicht gemerkt, daß es sich um eine menschenverachtende Diktatur in der DDR und anderen Ostblockstaaten handelte?

Mein " lieber Scholli " so sagten wir früher immer, Du stellst denen aber ein ganz schönes Armutszeugnis aus. Mit " Sache " meinst Du wirklich diese Regime, die von ihren Völkern im Ostblock dann zum Teufel gejagt wurden und deren " Häuptlinge " man, wie in Rumänien, hinrichten ließ.

Eins hatte diese " Sache des Sozialismus " in allen Ländern gemeinsam, nämlich einen Geheimdienst der die eigenen Bürger überwachte und terrorisierte, wie die Stasi oder die Securitate.

Edelknabe, eins ist heute nur tröstlich: Im Jahre 2012 gibt es nur noch einen immer kleiner werdenden Haufen unwichtiger, alter Männer, die sich selbst dazu verurteilt haben,das Leben in der Lüge bis zu ihrem Ableben weiterzuführen.

Schönen Sonntag noch.
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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon SCORN » 16. September 2012, 15:10

SkinnyTrucky hat geschrieben:Also, ich finde Geheimdienste schon sehr wichtig....se sollten sich aber dann schon damit beschäftigen, womit se ihre Berechtigung behalten....

....und wie ich das so schreibe, kann ich nich umhin zu sagen, das sicher das MfS in Teilen eine Berechtigung hatte....in anderen Teilen aber deutlich nich....

groetjes

Mara


hi Mara,
da kann ich dir schon wieder zustimmen! Das kommt mir langsam unheimlich vor.... [rose]

gruss
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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon Interessierter » 10. Juli 2013, 12:43

Um mal wieder auf die Waffenexporte ,der sich selbst permanent als " Friedensstaat " anpreisenden DDR, zurückzukommen. Es wurden sogar extra Ostdeutsche Kalaschnikows für den Weltmarkt angefertigt.

In der DDR entwickelte Sondermodelle der MPi mit dem Namen "Wieger" waren an die Nato-Munition angepasst - nach der Wende wurden die Aufträge storniert.

Geheimnisumwittert bleibt auch ein spezieller Bereich der Waffenproduktion. Es geht um die Entwicklung der sogenannten "Wieger", eines speziellen Kalaschnikow-Typs, der wohl ausschließlich für den Export bestimmt war. Der Name Wieger setzt sich zusammen aus "Wiesa" und "Germany".

Initiator war auch hier der von der Stasi kontrollierte Bereich Kommerzielle Koordinierung. Auslöser war vermutlich ein Rückgang des Devisenflusses aus dem Waffenhandel. Schalck-Golodkowski sann auf Abhilfe. Unter Federführung der Waffenhandelsfirma Imes (s. oben) wurde der Bereich "spezielle Produktion" mit der Entwicklung des sogenannten "Gerätes 940" beauftragt.

Die neueste, auch "Wieger" genannte DDR-Entwicklung sollte allerdings eine Besonderheit aufweisen: Nach den Vorstellungen von Koko-Chef Alexander Schalck-Golodkowski und seiner Imes sollte diese 940er Serie Munition mit Nato-Kaliber verschießen können. So sollte sie die Vorzüge der weltweit verbreiteten und vertrauten Kalaschnikow mit der international besseren Verfügbarkeit westlicher Munition verbinden.

Auch daran war die Waffenschmiede in Suhl beteiligt. 1989 liefert der VEB Ernst Thälmann Werk 6000 Läufe und 5500 Mündungsfeuerdämpfer für die "Wieger" nach Wiesa. Tatsächlich ließ die Nachfrage nicht auf sich warten. Zu den ersten Abnehmern gehörten Indien und Peru. Wende und Wiedervereinigung verhinderten größere Lieferungen.

http://www.thueringer-allgemeine.de/web ... C6KK230132
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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon augenzeuge » 30. Juli 2014, 16:45

Ein aktueller TV-Beitrag zum Thema

http://www.tlz.de/web/zgt/leben/detail/ ... 1273110533

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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon Interessierter » 30. Juli 2014, 17:52

Wer diese Doku schon jetzt sehen möchte, kann das hier:

http://www.ardmediathek.de/tv/Dokumenta ... d=17603862

" Der Interessierte "
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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon pentium » 30. Juli 2014, 17:57

Interessierter hat geschrieben:Wer diese Doku schon jetzt sehen möchte, kann das hier:


" Der Interessierte "


Wieso schon jetzt? Kam doch gestern Abend im MDR.


MDR Logo
Honeckers geheime Kriege

29.07.2014 | 44:23 min | Verfügbar bis 05.08.2014 | MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon pentium » 30. Juli 2014, 19:27

Um nochmal kurz auf die Doku "Honeckers geheime Kriege" zu kommen.
Es ist eigentlich eigentlich eine Kurzfassung oder Ergänzung des Buches "Geheime Solidarität" von Klaus Storkmann.
Müsste in Buchvorstellungen zu finden sein.

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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon felixbonobo1 » 30. Juli 2014, 22:54

Zu dieser überschrift habe ich beizutragen, das mein jahrelanger bester potsdamer freund in ludwigsfelde w-50 lkw mit baute, und seltsames zu erzählen hatte.

Offiziell durften dort keine militärfahrzeuge hergestellt werden, woran man sich natürlich NICHT HIELT. Pritschen lkw's bei der es dann VON EINER SEITE ZWEIER KRIEGSPARTEIEN BESCHWERDEN GAB, DAS DIE GEGNER WELCHE MIT GEWEHRAUFHÄNGUNGSVORRICHTUNGEN BEKÄMEN, SIE SELBST ABER NICHT !!! Man lieferte zu jeweils 50% solche militär-lkw's an den IRAK und an den IRAN, die sich damals gegenseitig umbrachten !!

Was lernten wir zu schulzeiten noch..krupp-stahl, die verbrecher, die skrupellos an beide seiten lieferten? Ein verlogener schweine-staat, wo man hinguckte..wenn man AUGEN besaß, statt angelernte scheuklappen.

der alexander
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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon Spartacus » 31. Juli 2014, 17:42

GEWEHRAUFHÄNGUNGSVORRICHTUNGEN


Herrlich, du meinst sicherlich den Drehkranz für schwere Maschienengewehre.
Die Militärversion des W50 wurde übrigens ab Werk mit Kaki - Anstrich ( Wüste) und Ballonreifen, die
besonders für Sand geeignet waren, ausgeliefert.

Wie Du hier siehst, hatte der irakische W50 den Drehkranz mit im Paket.

LG

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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon Edelknabe » 31. Juli 2014, 17:48

Spartacus alter Fremdenlegionär willst du die alten Grenzer veräppeln? Und wo sind die Ballonreifen...und wo der Drehkranz...oder brauch ich ne bessere Lesebrille?

Rainer-Maria der noch genau weiß, wie ein W50 LA/A (diese Geländeversion) aussah.
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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon pentium » 31. Juli 2014, 17:55

Wo bitte ist auf deinem Bild ein Drehkranz für MGs? Das ist die Dachluke bei der Militärversion. Nichts mit MG! Da schaute meist der Beifahrer mit einem lustigem Fähnchen raus.

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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon Spartacus » 31. Juli 2014, 18:10

Stimmt der ist nicht mehr drin, oder war nie drinnen?

Kann ich nicht mal sagen, ich dachte der wäre raus geflogen. Mit dem NVA Zeugs kenne ich mich ja nicht so aus,
habe auch nur meinen Vater zitiert, der ebenfalls die W 50 in Ludwigsfelde gebaut hat, also die für den Irak.
Laut seiner Aussage mit Drehkranz und Ballonreifen. Das Bild stammt auch nicht von mir, sondern Wiki bei W50.

LG

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