Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Der deutsche Rüstungsexport
vom Kaiserreich bis Heute...

Geheime Solidarität - DDR Waffen für die Kriege der Welt (DOKU)

Beitragvon SkinnyTrucky » 15. November 2014, 22:59

Geheime Solidarität - DDR Waffen für die Kriege der Welt (DOKU)


bravestarr auf YouTube hat geschrieben:Seit dem Fall der Mauer war noch kein Monat vergangen, da stürmten Demonstranten aus Kavelstorf bei Rostock ein Gelände am Ortsrand. Als sie die dort befindlichen Lagerhallen betraten, trauten sie ihren Augen kaum. Ohne es zu ahnen, waren sie auf ein geheimes Waffenlager des Bereichs Kommerzielle Koordinierung (KoKo) unter der Leitung von Alexander Schalck-Golodkowski gestoßen.





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Honeckers geheime Kriege

Beitragvon SkinnyTrucky » 11. November 2016, 22:40

Honeckers geheime Kriege

pentium hat geschrieben:Um nochmal kurz auf die Doku "Honeckers geheime Kriege" zu kommen.
Es ist eigentlich eigentlich eine Kurzfassung oder Ergänzung des Buches "Geheime Solidarität" von Klaus Storkmann.
Müsste in Buchvorstellungen zu finden sein.


Die Doku gibbet jetz auch auf YouTube.... [super]

Erwin Lindemann auf YouTube hat geschrieben:Dem DDR-Bürger wurde sein Land vom SED-Regime stets als besonders friedliebend verkauft. Tatsächlich mischte die DDR allerdings indirekt in mehreren Kriegen mit.





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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon augenzeuge » 11. November 2016, 22:55

Dem DDR-Bürger wurde sein Land vom SED-Regime stets als besonders friedliebend verkauft.


Nee, das glauben nicht wenige heute noch.
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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon Interessierter » 2. Dezember 2017, 12:46

Die brisanten DDR-Waffenexporte an internationale Terroristen

Bild
Eine Panzerfaus des Typs RPG-9 aus einem Verkaufskatalog der NVA-Waffenschieber
Quelle: Bibliothek der Bundeswehr Strausberg


Offiziell schimpfte das SED-Regime auf den Rüstungsexport der Bundesrepublik. Insgeheim verhökerte Ost-Berlin jedoch Kriegsgerät für Devisen – manchmal auch in einem laufenden Krieg an beide Seiten.

Das Zentralorgan der Staatspartei gab sich empört: „Steigender Waffenhandel durch Firmen der BRD. Zu den hohen Exportzahlen kommen Lizenzen und Koproduktionen“, überschrieb das „Neue Deutschland“ am 25. Oktober 1978 einen Artikel über Rüstungsgüter, die aus der Bundesrepublik ausgeführt wurden. Kein Einzelfall: Mindestens 14-mal berichtete das SED-Blatt allein zwischen 1970 und 1980 über den „schwunghaften Waffenhandel der BRD“ oder den „Nato-Rüstungsexport“, speziell deutscher Konzerne, der „Spannungen anheizt“.

Im selben Zeitraum steigerte allerdings die DDR ihre eigenen Rüstungsexporte in Entwicklungsländer um fast hundert Prozent – von 110 Millionen „Valuta-Mark“, also DM, im ersten Fünfjahreszeitraum auf 204 Millionen Westmark für die Zeit 1975 bis 1980. So weist es eine Studie des Ingenieurtechnischen Außenhandels (ITA) der Nationalen Volksarmee der DDR aus dem Jahr 1982 aus.

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Militärgeschichte“ hat Wolfgang Klietz diese und andere Quellen für den schwunghaften Waffenexport des SED-Regimes ausgewertet. Die Mitarbeiter des ITA waren für ihn nichts anderes als „DDR-Waffenhändler in Uniform“.

Schon seit der offiziellen Gründung der NVA 1956 verkaufte und kaufte die Abteilung im Auftrag des SED-Regimes Waffen. Anfang 1966 entstand per Verfügung innerhalb des Ministeriums für Außenhandel der ITA als volkseigener Betrieb. Er war zwar offiziell Teil des zivilen Ministeriums, bestand aber „auf der Führungsebene komplett aus Offizieren der Nationalen Volksarmee“, wie Klietz schreibt: „Der Chef des ITA war bis 1989 stets ein hochrangiger Offizier, der auch Stellvertreter des Ministers war.“

Die wichtigste Aufgabe der Abteilung war der Import von Waffen aus anderen Staaten des Warschauer Paktes für die eigenen „bewaffneten Organe“. Die DDR war in weit höherem Maße militarisiert, als es die Bundesrepublik je war. Gemessen an der ungefähr ein Viertel so großen Bevölkerung, waren NVA und Volkspolizei zwar relativ ähnlich stark wie Bundeswehr und Polizei im Westen. Doch in der DDR kamen noch die schwer bewaffneten Grenztruppen und die Stasi hinzu, außerdem die Milizkräfte der „Kampfgruppen der Arbeiterklasse“. Sie alle brauchten Gewehre, Pistolen und Fahrzeuge.

Viel interessanter, aber auch politisch für einen vermeintlichen „Friedensstaat“ wie die DDR brisanter waren die Exporte. Denn zu den regelmäßigen Kunden des ITA gehörten 34 Staaten, darunter Länder in Krisen- und Kriegsgebieten wie Vietnam, Kambodscha und Mosambik, aber auch brutale Diktaturen wie Syrien und Ägypten.

Mitunter lieferte die SED-Diktatur im selben Konflikt auch an beide Seiten: An Saddam Husseins Irak schickte der ITA Rüstungsgüter, während die zivile Entsprechung, die IMES des Devisenbeschaffers Alexander Schalck-Golodkowski, an den Iran Waffen verkaufte. Für die DDR eine Win-win-Situation, wenngleich fern jeder Moral.

Neben Staaten belieferte die DDR auch selbst ernannte „Befreiungsbewegungen“, in Wirklichkeit meist linksextremistische Terrororganisationen. „Die Palette reichte von Feldflaschen über Nachrichtentechnik bis zu Minen, Kalaschnikows und Raketen“, schreibt Klietz. Wer der SED politisch nahestand und strategisch gerade nützte, konnte sogar auf „Spenden“ hoffen: Rüstungsgüter als vermeintliche „Solidaritätsgüter“. Das SED-Politbüro selbst hatte am 10. Januar 1967 beschlossen, nicht zivile Güter an Befreiungsbewegungen zu liefern.

Die Swapo, eine marxistische Bewegung im südlichen Afrika, erhielt zum Beispiel Anfang 1978 aus Beständen des DDR-Verteidigungsministeriums 850 Maschinenpistolen, 60 Maschinengewehre und passende Munition. Die Stasi steuerte 150 Pistolen und weitere 15 Maschinengewehre bei. Im Februar 1979 folgte eine zweite Lieferung mit 2000 Maschinenpistolen und Munition, 5000 Handgranaten, 2000 Infanterieminen, 200 Funkgeräten und 2000 Stahlhelmen. Die DDR war der Hauptlieferant der Swapo.

An die PLO gingen 1973, nach dem Überfall palästinensischer Terroristen auf die Olympischen Spiele in München, 2000 Maschinenpistolen, 500 Sprengsätze, zehn Scharfschützengewehre und 1000 Rucksäcke. Die Geiselnehmer im Olympischen Dorf waren mit Kalaschnikows bewaffnet, die nach Warschauer-Pakt-Sprachgebrauch als Maschinenpistole galt.

Die oberste politische Ebene der SED war stets voll informiert über das Geschäft mit dem Tod, das der ITA betrieb: Generalsekretär Erich Honecker ließ sich regelmäßig unterrichten. Verschiedene Ebenen waren einbezogen: Die stark von der Stasi überwachte Deutsche Seereederei transportierte die brisanten Waren der NVA-Waffenhändler von Rostock aus in alle Welt – natürlich strikt geheim.

Denn zur Selbstdarstellung der DDR passten solche Exporte natürlich überhaupt nicht, genauso wenig wie der stehende Mordbefehl gegen Deutsche, die ihr Menschenrecht auf Freizügigkeit wahrnehmen wollten. Die sozialistische Ideologie überdeckte solche unüberwindbaren Widersprüche.

Übrigens wurde für den DDR-Rüstungsexport nie jemand zur Rechenschaft gezogen. Rein völkerrechtlich war und ist der Waffenhandel eine Grauzone. Tatsächlich verdienen auch die meisten westlichen Staaten, von den USA bis zum kleinen Belgien, gutes Geld mit Tötungsgerät, ebenso neutrale Staaten wie Schweden oder die Schweiz. Aber eben nicht durch den Verkauf an Terrororganisationen.

https://www.welt.de/geschichte/article1 ... isten.html
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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon Interessierter » 24. März 2019, 12:24

Wie die DDR Waffen an Jassir Arafats PLO lieferte

Außenpolitik ist Machtpolitik – für Moral ist da kein Platz. Nach dieser Maxime jedenfalls handelte die DDR. Besonders gut erkennbar ist das an der Nahostpolitik der SED, die stets am Nutzen für die eigenen Interessen ausgerichtet wurde. Jetzt, rund vier Jahrzehnte nach dem Beginn intensiver Beziehungen zwischen der DDR und der Palästinensischen Befreiungsorganisation PLO unter Jassir Arafat , werden zum ersten Mal die Umrisse dieses Kalküls genauer erkennbar.

Das ist das Verdienst des jungen Historikers Lutz Maeke, der am Institut für Zeitgeschichte München – Berlin seine Doktorarbeit schreibt. Das wichtigste außenpolitische Interesse der ostdeutschen Diktatur war die internationale Anerkennung als „normaler“ Staat – trotz Mauer und Schießbefehl an der innerdeutschen Grenze. Dafür waren Walter Ulbricht und sein Nachfolger Erich Honecker bereit, einiges zu riskieren – auch die Zusammenarbeit mit einer Terrororganisation.

Politisch-moralische Unterstützung für die PLO

Schon im Oktober 1969 hatte das Ost-Berliner Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten (MfAA), überbesetzt angesichts der wenigen Staaten, die offizielle Kontakte mit der DDR unterhielten, eine vorsichtige Kooperation empfohlen: „Die DDR sollte politische Kontakte zur PLO herstellen und ihr politisch-moralische und materielle Unterstützung leisten.“

Weiter geht es hier:
https://www.welt.de/kultur/history/arti ... ferte.html
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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon Interessierter » 1. Januar 2020, 09:27

Vor 30 Jahren: Kavelstorfer heben DDR-Waffenlager aus

Bild

Einwohner von Kavelstorf trauen ihren Augen nicht, als sie am Sonnabend vor dem 1. Advent 1989 von außen unscheinbare, aber eingezäunte und stark bewachte Lagerhallen betreten. Dort finden sie tonnenweise Sturmgewehre, Maschinenpistolen, sogenannte Kalaschnikows, Pistolen und palettenweise Munition. Jahrelang hatten die Kavelstorfer ein geheimes Waffenlager im Dorf gehabt und neben Sprengstoffen gewohnt. Der Einsatz der Kavelstorfer rückte diese Geschäfte in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Sie sind es, die mit ihrer beherzten Aktion den Waffenhandel der DDR ans Tageslicht befördern.

https://www.ndr.de/geschichte/chronolog ... rf160.html
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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon Beethoven » 1. Januar 2020, 11:18

Oh je, ich ahne was der sich "Interessierter" Nennende da wieder ausgegraben hat.
Die DDR hat doch wohl Waffen exportiert, dass es einen Hund samt Hütte schüttelt. Wie kann die böse DDR das nur machen? Diese verfluchten Kommis und das MfS hat ganz sicher die Finger mit im Spiel. Nein, soviel Böses ist ja bald nicht mehr vorstellbar.

Irrtum

Die DDR war in Punkto Waffenexporte ein Zwerg gegenüber der BRD damals und erst recht heute. Aber dazu schreibt der sich "Interessierter" Nennende vermutlich nichts, denn das Böse hat nur drei Namen - "DDR, MfS und Grenzregime".
Tja, so einseitig informiert sich vermutlich der sich "INTERESSIERTER" Nennende. [laugh]

Siehe unten:

https://www.tagesspiegel.de/politik/wel ... 89842.html

https://www.stoppt-waffenexporte.de/?gc ... lEQAvD_BwE

Und das Net ist voll von solchen Beiträgen: Der sich "Interessierter" Nennende kann aber nur in einer Richtung googln. Genau deshalb und aus solchen Gründen ist er für mich auch nur, "der sich Nennende" [grins]

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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon Interessierter » 1. Januar 2020, 11:51

Also mein lieber Kuno,
" Wenn wir dich und die kleinen Kartoffeln nicht hätten, so müßten die Schweine Zigarren rauchen " so drückt es schon lange ein altes deutsches Sprichwort aus..... [laugh]

Ohne deinen Hinweis a la " Herr Lehrer, der XYZ hat das aber auch gemacht ", hätte niemand hier gewusst, dass andere Staaten weltweit auch Rüstungsexport betrieben. [flash]

Desweiteren mußte ich da nicht einen Bericht ausgraben, sondern der Beitrag des NDR ist erst vom 2.12.2019 und schildert erinnernd lediglich, dass die Bewohner von Kavelstorf durch die Wende entdeckten, dass unmittelbar neben ihrem Wohngebiet die NVA-Schergen tonnenweise Waffen und Sprengstoff gelagert hatten.

Das war es wohl, was die Bürger von Kavelsdorf vordergründig und entsetzt zur Kenntnis nehmen mussten. Das Betreiben von Waffenexporten dieser scheinheiligen, verlogenen SED - Diktatur, war und wurde den Bürgern ohnehin überdeutlich.

Oh je, ich ahne was der sich "Interessierter" Nennende da wieder ausgegraben hat.


Postiv bewerte ich deine Erkenntnis, wenn es mit dem Wissen nicht reicht, es einfach mal mit ahnen zu versuchen. Leider hat das auch nicht geklappt.

Vielleicht sollte man auf Sonnenbänken die nur schwach leuchtenden Röhren früher austauschen... [grins]
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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon Transitfahrer » 1. Januar 2020, 14:06

Ist doch ganz einfach. Die DDR hat zeitlebens vehement bestritten überhaupt irgendwelche Waffenexporte zu tätigen. Diese waren höchst Geheim. Während dieses in der BRD nicht der Fall ist.
Aber sie hat die BRD für Waffenexporte regelmäßig angeklagt. Das ist heuchelei allererster Güte. Das ist der Unterschied.
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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon Volker Zottmann » 1. Januar 2020, 14:15

Transitfahrer hat geschrieben:Ist doch ganz einfach. Die DDR hat zeitlebens vehement bestritten überhaupt irgendwelche Waffenexporte zu tätigen. Diese waren höchst Geheim. Während dieses in der BRD nicht der Fall ist.
Aber sie hat die BRD für Waffenexporte regelmäßig angeklagt. Das ist heuchelei allererster Güte. Das ist der Unterschied.

Genauso haben wir das bereits mehrfach herausgestellt.
Unter allen Zusatzattributen hat die DDR doch "friedliebend" besonders hervorgehoben.
In Wirklichkeit hat sie gegen Devisen Waffen ebenso an Hinz und Kunz vertickert, so, wie es heute die deutsche Rüstungsindustrie betreibt. Obendrein hat die DDR Terroristen ausgebildet und dann in die Welt geschickt, hat verbrannten RAF-Terroristen Unterschlupf und neue Identitäten gegeben. Heuchelei beschreibt den damaligen Zustand am besten.

Das könnten NVA Offiziere ob ihrer Intelligenz genauso benennen. Aber egel womit sie heute ihr Geld verdienen, lassen sie nicht ab, alte ideologische Parolen und Hetze weiter zu betreiben. Wie kann man 30 Jahre später diese Verlogenhei immer noch gutheißen?

Gruß Volker
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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon Kumpel » 1. Januar 2020, 15:15

Die Iraker und Iraner konnten sich dank DDR Waffen noch besser gegenseitig umbringen.
In der POS hab ich noch gelernt wie schäbig Krupp seine Kanonen auch nach Frankreich geliefert hatte.
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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon AkkuGK1 » 1. Januar 2020, 15:27

Wer gibt schon gerne zu, als Sturmtruppler der dunklen Seite der Macht gedient zu haben... darth kuno quasigewissermaßen [hallo]
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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon HPA » 1. Januar 2020, 17:03

Transitfahrer hat geschrieben:Ist doch ganz einfach. Die DDR hat zeitlebens vehement bestritten überhaupt irgendwelche Waffenexporte zu tätigen. Diese waren höchst Geheim. Während dieses in der BRD nicht der Fall ist.
Aber sie hat die BRD für Waffenexporte regelmäßig angeklagt. Das ist heuchelei allererster Güte. Das ist der Unterschied.


Genau!

Und vor allem sich selber als der "Friedensstaat "schlechthin hingestellt. Der nur Bleistifte und Schulhefte in die dritte Welt geliefert hat.
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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon Volker Zottmann » 1. Januar 2020, 17:39

Kumpel hat geschrieben:Die Iraker und Iraner konnten sich dank DDR Waffen noch besser gegenseitig umbringen.
In der POS hab ich noch gelernt wie schäbig Krupp seine Kanonen auch nach Frankreich geliefert hatte.

Und wir Jungpioniere durften nach der Kubanischen Fiedelrevolution Bleistifte, Hefte und Radiergummis ins Solidaritätspäcken packen. Die Rüstungs-Aggressoren saßen immer nur westwärts....Zwischen Rhein und Oder/Westharz.

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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon Beethoven » 2. Januar 2020, 17:33

Volker Zottmann hat geschrieben:
Transitfahrer hat geschrieben:Ist doch ganz einfach. Die DDR hat zeitlebens vehement bestritten überhaupt irgendwelche Waffenexporte zu tätigen. Diese waren höchst Geheim. Während dieses in der BRD nicht der Fall ist.
Aber sie hat die BRD für Waffenexporte regelmäßig angeklagt. Das ist heuchelei allererster Güte. Das ist der Unterschied.

Genauso haben wir das bereits mehrfach herausgestellt.
Unter allen Zusatzattributen hat die DDR doch "friedliebend" besonders hervorgehoben.
In Wirklichkeit hat sie gegen Devisen Waffen ebenso an Hinz und Kunz vertickert, so, wie es heute die deutsche Rüstungsindustrie betreibt. Obendrein hat die DDR Terroristen ausgebildet und dann in die Welt geschickt, hat verbrannten RAF-Terroristen Unterschlupf und neue Identitäten gegeben. Heuchelei beschreibt den damaligen Zustand am besten.

Das könnten NVA Offiziere ob ihrer Intelligenz genauso benennen. Aber egel womit sie heute ihr Geld verdienen, lassen sie nicht ab, alte ideologische Parolen und Hetze weiter zu betreiben. Wie kann man 30 Jahre später diese Verlogenhei immer noch gutheißen?

Gruß Volker


Herr Zottmann - jede Menge Rechtschreibungsfehler!

Ja, ich werde es nicht leugnen, die DDR hat Waffen verscherbelt.
Was hat sie verscherbelt?

https://www.welt.de/geschichte/article1 ... isten.html

Wahnsinn - echt.
Ich lese in dem o.g. Beitrag unter anderem, dass in 5 Jahren (75 - 80), Waffen und anderes Material für 204 Millionen DM exportiert wurden. Was für eine wahnsinns Summe?
Ca. 20 Mio. im Jahr. Ist es denn zu fassen? Das ist ja nicht einmal so viel, wie ein gut laufender, mittlerer Betrieb, mit einem schlauen Chef, im Jahr an Steuern zu zahlen hat. [shocked]

Wenn die BRD zwei bis vier Panzer verhökert hat, wird sie diese Summe wohl weit übertroffen haben.

Und was das Geheime angeht, möchte ich mal kühn behaupten, dass die BRD ihre Waffenexporte ebenfalls nicht an die große Glocke gehängt hat. Ganz im Gegenteil.
Das Firmen, wie z.B. H&K aus Oberndorf, die ja weltweit handeln, ihre Exporte nicht ganz verschweigen kann und somit der Öffentlichkeit ein wenig den Schleier lüften, liegt daran, dass es eben kein staatlicher Konzern ist und der Staat natürlich wissen möchte, wie hoch die Gewinne sind, um diese Firmen entsprechend besteuern zu können.

Also hier hängt die Waage aber sehr einseitig nach unten.

Warum Du jetzt, werter Herr Zottmann, die RAF ins Spiel bringst, nehme ich mal als fehlende Argumentationsmöglichkeit hin, denn es hat ja wohl mit Waffenexporten, eher wenig zu tun.

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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon augenzeuge » 2. Januar 2020, 17:50

Beethoven hat geschrieben:Und was das Geheime angeht, möchte ich mal kühn behaupten, dass die BRD ihre Waffenexporte ebenfalls nicht an die große Glocke gehängt hat.
Freundlichst


Da fällst du auf die Nase. So geht es den Kühnen schon mal. [grins]

Ein Beispiel:
https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13514655.html

Frage: Bei diesen Diskussionen wie im Link wärst du in der DDR wo gelandet, Beethoven?

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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon HPA » 2. Januar 2020, 17:51

. Wahnsinn - echt.
Ich lese in dem o.g. Beitrag unter anderem, dass in 5 Jahren (75 - 80), Waffen und anderes Material für 204 Millionen DM exportiert wurden. Was für eine wahnsinns Summe?
Ca. 20 Mio. im Jahr. Ist es denn zu fassen? Das ist ja nicht einmal so viel, wie ein gut laufender, mittlerer Betrieb, mit einem schlauen Chef, im Jahr an Steuern zu zahlen hat. [shocked]

Wenn die BRD zwei bis vier Panzer verhökert hat, wird sie diese Summe wohl weit übertroffen haben.


Schönes Eigentor!

Vllt kommst Du ja drauf! [flash]
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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon Transitfahrer » 2. Januar 2020, 18:35

@Beethoven
Leider hast Du es nicht ganz erfasst, was ich mit meinem Beitrag gemeint habe, Es geht hier nicht um die Menge oder Wert der Waffenexporte. Da war die BRD deutlich in Vorsprung.
Hat die DDR Panzer gebaut?
Es geht um die Heuchelei, die die DDR an den Tag gelegt hat. Ständig die BRD zu verurteilen aber selber Waffenexporte tätigen. Nur um das geht es.
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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon Beethoven » 3. Januar 2020, 09:32

Oh je, da bin ich aber platt.

Ich denke, lieber Transitfahrer, dass die BRD viele Waffengeschäfte gemacht hat, von denen nur die daran Beteiligten etwas erfahren haben. Na und "Friedensliebe" steht doch wohl auch auf der Agenda der BRD?

https://www.dieposaune.de/articles/post ... fenexporte

https://www.spiegel.de/politik/deutschl ... 53393.html

https://www.handelsblatt.com/politik/de ... TgIFJw-ap6


Ich lese da, in den Links - siehe oben, immer "geheim, geheim, geheim". Nun was bedeutet denn "geheim" in der BRD? Doch wohl das Gleiche wie in der DDR.

Tut also bitte nicht so, als ob die DDR vieles im Verborgenen tat. Die BRD ist da nicht einen Deut besser, nur sind die Archive der BRD nicht offen.

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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon augenzeuge » 3. Januar 2020, 09:36

Beethoven, du musst einfach mal dein Denken selbst hinterfragen. Gegenüber der DDR erschien dem Bürger West sein Land sowas von friedlich, das glaubst du nicht.
Der ganze militärische Müll wie in der DDR war gar nicht ansatzweise vorhanden.
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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon AkkuGK1 » 3. Januar 2020, 09:55

Es gibt wohl nur die Klingonen, die militaristischer sind, als die Kommunisten es waren. Oder halt, doch nicht.

205 dividiert durch 5 ergibt 20 TigerII Panzer [super]

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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon Kumpel » 3. Januar 2020, 10:41

Beethoven hat geschrieben:Tut also bitte nicht so, als ob die DDR vieles im Verborgenen tat. Die BRD ist da nicht einen Deut besser, nur sind die Archive der BRD nicht offen.



Mensch Beethoven , du kannst hier doch nicht so geheime Sachen einstellen. Die gefährden vielleicht die Sicherheit der BRD und den Weltfrieden. [flash]
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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon zonenhasser » 3. Januar 2020, 11:27

Beethoven hat geschrieben:Ich lese da, in den Links - siehe oben, immer "geheim, geheim, geheim". Nun was bedeutet denn "geheim" in der BRD? Doch wohl das Gleiche wie in der DDR.


Da bestanden erhebliche Unterschiede. Während in der DDR Waffengeschäfte wirklich geheim blieben, hat das Bundesverfassungsgericht für die Transparenz klare Regeln festgelegt:

Der Zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts konkretisierte die Rechte der Abgeordneten und die Pflichten der Regierung mit seinem Urteil über Umfang und Grenzen des parlamentarischen Informationsrechts zu Rüstungsexportgenehmigungen vom 21. Oktober 2014. Danach ist die Bundesregierung grundsätzlich verpflichtet, Bundestagsabgeordneten auf entsprechende Anfragen hin mitzuteilen, dass der Bundessicherheitsrat ein bestimmtes Kriegswaffenexportgeschäft genehmigt hat oder eine Genehmigung nicht erteilt worden ist.

Darüber hinaus gehende Angaben, etwa zu den Gründen der Entscheidung, seien verfassungsrechtlich nicht geboten. Ebenso wenig müssen Auskünfte zu noch nicht abgeschlossenen Vorgängen erteilt werden, etwa über Voranfragen, da der Willensbildungsprozess innerhalb der Bundesregierung in diesem Stadium noch nicht abgeschlossen sei.
https://www.bundestag.de/dokumente/text ... _gg-348420
Die “Rote Fahne” schrieb noch “wir werden siegen”, da hatte ich mein Geld schon in der Schweiz.
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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon Transitfahrer » 3. Januar 2020, 14:58

Beethoven hat geschrieben:Oh je, da bin ich aber platt.

Ich denke, lieber Transitfahrer, dass die BRD viele Waffengeschäfte gemacht hat, von denen nur die daran Beteiligten etwas erfahren haben. Na und "Friedensliebe" steht doch wohl auch auf der Agenda der BRD?

https://www.dieposaune.de/articles/post ... fenexporte

https://www.spiegel.de/politik/deutschl ... 53393.html

https://www.handelsblatt.com/politik/de ... TgIFJw-ap6


Ich lese da, in den Links - siehe oben, immer "geheim, geheim, geheim". Nun was bedeutet denn "geheim" in der BRD? Doch wohl das Gleiche wie in der DDR.

Tut also bitte nicht so, als ob die DDR vieles im Verborgenen tat. Die BRD ist da nicht einen Deut besser, nur sind die Archive der BRD nicht offen.

Freundlichst


Scheinbar hast Du Verständnisprobleme. Ich habe mit keinem Satz geschrieben, dass die BRD besser war als die DDR war bzgl. Waffenexporte. Es geht um die große Heuchelei in dem die DDR die BRD ständig als Kriegstreiber angeklagt hat. Nur das sie selber Waffenexporte tätigte. Der Bevölkerung in der BRD war es zum großen Teil bekannt das es Waffenexporte gab, aber die DDR Bevölkerung doch eher keine Ahnung was der Staat DDR so exportierte.
Das ND hat eher über die BRD und ihre Exporte berichtet aber niemals über die DDR Exporte.

Du kannst zumindest über "geheime Waffenexporte" der BRD lesen. Über geheime Waffenexporte der DDR hättest Du nie was im ND oder Aktuellen Kamera erfahren. Vermutlich wusstest Du das noch nicht mal
während deiner NVA Zeit.
Die Information ist wegen Quellengefährdung nur zur persönlichen Kenntnisnahme bestimmt.
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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon Beethoven » 3. Januar 2020, 16:07

Na ja, sei es wie es sei.

Ich kann ehrlich gar nicht sagen, ob in der DDR überhaupt jemals über Waffenexporte gesprochen oder geschrieben wurde oder geschrieben wurde, dass die DDR keine Waffenexporte macht.

Zeigt mir mal ein Dokument, wo Waffenexporte durch die DDR bestritten worden sind. Ich kenne keine aber das bedeutet ja nichts. Ich lasse mich da gerne eines Besseren belehren.

Und wenn so ein Dokument existiert und die DDR ganz sicher doch Handfeuerwaffen und Munition usw., ins Ausland exportiert hat, was ich mir durchaus vorstellen kann, dann ist das eben so und wurde nicht an die große Glocke gehängt. Aber im Augenblick weiß ich wirklich nicht, ob das von der DDR geleugnet worden ist, zumal das ja alle Welt gemacht hat. Warum sollte man da solche "Pillepallegeschäfte" verheimlichen. Allerdings war ja in der DDR so vieles geheim, was nicht hätte geheim sein brauchen.

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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon augenzeuge » 3. Januar 2020, 16:19

Ich kann ehrlich gar nicht sagen, ob in der DDR überhaupt jemals über Waffenexporte gesprochen oder geschrieben wurde oder geschrieben wurde, dass die DDR keine Waffenexporte macht.


Die politische Geschichte der DDR zieht sich von einer Lüge zur nächsten. Und 30 Jahre nach Ende, versuchen es immer wieder einige mit Ahnungslosigkeit.

Beethoven, niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten. [flash]

Nein, die DDR hat niemals Selbstschussautomaten installiert,
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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon Nov65 » 3. Januar 2020, 18:50

augenzeuge hat geschrieben:
Ich kann ehrlich gar nicht sagen, ob in der DDR überhaupt jemals über Waffenexporte gesprochen oder geschrieben wurde oder geschrieben wurde, dass die DDR keine Waffenexporte macht.


Die politische Geschichte der DDR zieht sich von einer Lüge zur nächsten. Und 30 Jahre nach Ende, versuchen es immer wieder einige mit Ahnungslosigkeit.

Beethoven, niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten. [flash]

Nein, die DDR hat niemals Selbstschussautomaten installiert,
Nein, niemand hatte in der DDR Berufsverbot.

Je stärker der Sozialismus, desto stärker der Frieden.

Alles klar?
AZ

In den Medien der DDR las und hörte man mit keinem Wort etwas über Waffenlieferungen nach außen. Konnte ja auch nicht sein bei soviel Friedensliebe. Wir waren damals nur die Guten, die da drüben waren Tunnelgräber, Revanchisten, Kriegstreiber. Uh, waren die gruselig.
Wir hatten den niedlichen Sandmann und niedliche kleine Kinder mit Pionierhalstüchern.
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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon Beethoven » 4. Januar 2020, 10:04

Na Nov. 65, der DDR keine "Friedensliebe" zu unterstellen, ist aber nicht richtig.
Das sich ein Frieden verteidigen können sollte, dürfte Dir klar sein und dazu benötigt man ausgebildete Menschen und entsprechende Waffen.

So wie die DDR sich den Frieden auf die Fahnen geschrieben hatte, nimmt das die BRD für sich ebenfalls in Anspruch. Und aus heutiger Sicht glaube ich das sogar. Damals, indoktriniert, glaubte ich das nicht. Und beide damalige deutsche Staaten, waren Bündnismitglieder und dem entsprechend den Bündnissen verpflichtet. So ein Mist aber auch. [grins]

Und dass die damalige UdSSR und die USA sich lieber heute als morgen an die Gurgel gegangen wären und entsprechende Möglichkeiten hatten, wirst Du hoffentlich nicht bestreiten. Das ist ja heute noch so. Nur haben sich die "Frontlinien" erheblich nach Osten verschoben, was die Russen natürlich mit sehr gemischten Gefühlen sehen.
Eine kriegerische Situation ist heute eher vorstellbar als zu Zeiten der militärischen - und ökonomischen Blöcke.

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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon zonenhasser » 4. Januar 2020, 10:48

Beethoven hat geschrieben:So wie die DDR sich den Frieden auf die Fahnen geschrieben hatte,

Ja, und Ulbricht ärgerte sich dermaßen, dass er auf Geheiß der Russen 1968 nicht mit der NVA in die CSSR einmarschieren durfte, dass er über die Medien wahrheitswidrig verbreiten ließ, die NVA sei mitmarschiert.
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Re: Die DDR und ihre Waffengeschäfte

Beitragvon AkkuGK1 » 4. Januar 2020, 11:49

Beethoven hat geschrieben:Na Nov. 65, der DDR keine "Friedensliebe" zu unterstellen, ist aber nicht richtig.
Das sich ein Frieden verteidigen können sollte, dürfte Dir klar sein und dazu benötigt man ausgebildete Menschen und entsprechende Waffen.

So wie die DDR sich den Frieden auf die Fahnen geschrieben hatte, nimmt das die BRD für sich ebenfalls in Anspruch. Und aus heutiger Sicht glaube ich das sogar. Damals, indoktriniert, glaubte ich das nicht. Und beide damalige deutsche Staaten, waren Bündnismitglieder und dem entsprechend den Bündnissen verpflichtet. So ein Mist aber auch. [grins]

Und dass die damalige UdSSR und die USA sich lieber heute als morgen an die Gurgel gegangen wären und entsprechende Möglichkeiten hatten, wirst Du hoffentlich nicht bestreiten. Das ist ja heute noch so. Nur haben sich die "Frontlinien" erheblich nach Osten verschoben, was die Russen natürlich mit sehr gemischten Gefühlen sehen.
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nee das ist voll richtig - Waffenschieber und Militaristen. Vom Kindergarten angefangen.
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