Neonazi-Konzert in Thüringen Ein Dorf wehrt sich

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Neonazi-Konzert in Thüringen Ein Dorf wehrt sich

Beitragvon Interessierter » 16. Juli 2017, 08:41

Knapp 3000 Menschen leben im thüringischen Themar, jetzt kamen 6000 Gäste, und zwar unerwünschte: Neonazis zu einem Rechtsrock-Konzert. Wie sie das finden, machten die Dorfbewohner sehr deutlich.

Als es ihr zu bunt wird, stolpert die Rentnerin Barbara Morgenroth unversehens in die Rolle der Rebellin. Plötzlich bekommt sie einen Strafbefehl, weil sie ein Plakat an einem Laternenpfahl angebracht hat, obwohl es verboten war. Plötzlich kriegt sie Ärger mit dem Bürgermeister, dem das alles zu viel wird. An diesem Samstag im Juli schnappt sie sich ihren alten Bollerwagen aus Holz, pappt ein Schild daran und marschiert mit eiligen Schritten ins Zentrum des südthüringischen Städtchens Themar. Auf dem Schild steht: "Sag deine Meinung".

Sie hat ihre eigene über die Tausende Neonazis, die an diesem Tag zu einem Rechtsrock-Festival in den Ort mit seinen 2913 Einwohnern strömen. "Rock gegen Überfremdung" nennen sie ihre Veranstaltung, und Barbara Morgenroth findet das unerhört. In Themar und überhaupt in Thüringen gibt es nur wenige Ausländer, und Morgenroth kann den Hass, der Migranten von den Rechtsextremen entgegenschlägt, nicht ausstehen.

Ihr Mann Arnd war bis zur Rente Pfarrer in Themar, noch heute wohnen die beiden Mittsiebziger gegenüber von der Kirche. Sie engagieren sich im Bündnis für Demokratie und Weltoffenheit aus dem drei Kilometer entfernten Kloster Veßra. Mit dem Christentum seien Hass und Hetze unvereinbar, sagen sie. Darum machen sie sich am Morgen auf den Weg in den Ortskern. Sie mit dem klapprigen Bollerwagen, er auf dem Fahrrad. Sie passieren bunte Schilder, die sie zusammen mit anderen Themeranern gemalt haben. Jedes einzelne ein liebesvolles Werk des Widerstands.

Kleiner, aber feiner Protest

"Nazis mögen keine Katzen, denn Katzen kratzen ihre Glatzen."
"Ich bin so wütend, ich hab sogar ein Schild gemalt."
"Fremdenhass, das ist bekannt, endet oft am Dönerstand."


An Themar lässt sich ablesen, wie Neonazis sich einen Ort für ihre Konzerte und Versammlungen aussuchen - und wie die Bevölkerung sich klein, aber fein dagegen wehrt. Am Ende dieses Samstags feiern 6000 Rechtsextreme auf einer Wiese am Ortsrand von Themar, trinken, grölen, hören dröhnenden Hassrock aus den Lautsprechern. Und nein, es werden sich ihnen nicht mehrere Tausend Demonstranten entgegengestellt haben. Sitzblockaden wie in Dresden oder Jena?

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 58050.html
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Re: Neonazi-Konzert in Thüringen Ein Dorf wehrt sich

Beitragvon HPA » 16. Juli 2017, 18:56

Die Musterarier kann man u.a. hier bestaunen:

https://www.flickr.com/photos/97583384@ ... 779734512/
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Re: Neonazi-Konzert in Thüringen Ein Dorf wehrt sich

Beitragvon Hamiota » 16. Juli 2017, 20:56

Die Rechten kamen aus ganz Deutschland, einschlieslich den toleranten weltoffenen alten Bundesländern, sowie aus vielen Ländern Europas, von Slowenien über die Schweiz bis nach Norwegen.
Nur weil die Justiz entschied das diese Veranstaltung im wahrsten des Wortes "Rechtens" ist, fand sie statt. Die Bevölkerung, die Bürgermeister, der Landrat versuchten alles um dies zu verhindern.
Vergebens!

Der Rechtsstaat machte es aber möglich!

der Peter [hallo]
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Re: Neonazi-Konzert in Thüringen Ein Dorf wehrt sich

Beitragvon HPA » 16. Juli 2017, 21:59

Und wie man so hört, war unter den angekündigten Rednern auch Russland mit Denis Nikitin, einem einschlägig bekannten Neonazi und Gründer der Marke white rex vertreten.

Genau dieser welcher bereits in Marseille auffiel: http://www.tagesanzeiger.ch/sonntagszei ... y/25625830

Und ich dachte immer, Putin hat die russischen Nazis abgeschafft. [flash]
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Re: Neonazi-Konzert in Thüringen Ein Dorf wehrt sich

Beitragvon Interessierter » 3. Juli 2019, 11:08

Kein Bier für Nazis - Thüringer Polizei macht Tankstelle zum Hauptquartier

Erst Ostritz, jetzt Themar: Rechtsradikalen soll die Lust am Feiern vergehen, weil sie kein Bier bekommen. Die Polizei setzt ein Alkoholverbot raffiniert durch.

Vor einem geplanten Rechtsrock-Konzert im thüringischen Themar hat die Polizei eine Tankstelle in der Nähe des Festivalgeländes angemietet. „Die Tankstelle ist das Hauptquartier der Polizei und zur Getränkeversorgung von Neonazis nicht zugänglich“, sagte Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) am Dienstag in Erfurt. Zuvor hatte das „Freie Wort“ online über die Pläne berichtet.

Der Vize-Präsident der Thüringer Landespolizei, Thomas Quittenbaum, sagte, der Pächter schließe die Tankstelle und stelle der Polizei die Flächen dort zur Verfügung. „Wir werden dort während des Festivals einen Führungspunkt haben und Logistik“, sagte Quittenbaum.

Das Rechtsrock-Konzert in Themar im Süden Thüringens ist für Freitag und Samstag geplant. Das Verwaltungsgericht in Meiningen hatte am Montag Auflagen für ein Alkoholverbot bestätigt. Demnach darf bei dem Konzert am Samstag kein Alkohol ausgeschenkt werden. Am Freitag ist Leichtbier mit bis zu 2,7 Prozent Alkohol erlaubt. In der Vergangenheit hatten sich viele Rechtsextreme während des Festivals in der nahe liegenden Tankstelle mit Alkohol versorgt.

Im Juni hatten Einwohner im ostsächsischen Ostritz ein viel beachtetes Signal gegen ein rechtsextremes Festival gesetzt, indem sie Biervorräte eines Supermarkts aufgekauft hatten. Für die Veranstaltung war zuvor ein Alkoholverbot verhängt worden und die Polizei hatte 4200 Liter Bier beschlagnahmt. (dpa)

https://www.tagesspiegel.de/politik/kei ... 18450.html

Hier wird das braune Pack im wahrsten Sinne des Wortes " ausgetrocknet "! [bravo]
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Re: Neonazi-Konzert in Thüringen Ein Dorf wehrt sich

Beitragvon Grenzwolf62 » 3. Juli 2019, 12:33

Werden wohl nicht alle mit dem Moped kommen.
Wie man sich eigentlich zum Volldepp macht scheint vor Begeisterung niemand zu merken.
[wink]
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Re: Neonazi-Konzert in Thüringen Ein Dorf wehrt sich

Beitragvon steffen52 » 3. Juli 2019, 14:03

Ob das diese Typen davon abhält Alkohol zu konsumieren bezweifle ich stark. Sie sind ja auch erfinderisch, da gibt es halt Cola mit Schuss z.B.! Wer will das alles kontrollieren? [denken]
Gruß steffen52
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Re: Neonazi-Konzert in Thüringen Ein Dorf wehrt sich

Beitragvon Interessierter » 6. Juli 2019, 08:33

Polizei bricht zwei Bandauftritte vorzeitig ab

Weil rechte Bands sich nicht an die Auflagen hielten, hat die Polizei beim sogenannten Rechtsrock-Konzert in Themar zwei Aufritte abgebrochen. Bis Sonntag dürfen die Bands nicht mehr auf die Bühne.

"Hier spitzen wir wieder die Ohren": Auf Twitter hatte die Polizei Thüringen noch flapsig angekündigt, Straftaten von Bands beim sogenannten Rechtsrock-Konzert im südthüringischen Themar konsequent zu ahnden. Diese Ankündigung haben die Beamten am Freitagabend dann auch umgesetzt: Die Auftritte von zwei der drei Bands wurden vorzeitig beendet.

Sie hätten gegen Auflagen verstoßen, sagte ein Polizeisprecher. Die Band Sturmwehr habe einen indizierten Titel gespielt, die Band Unbeliebte Jungs einen Titel, der nicht auf der vorher eingereichten Liste stand. Für beide Gruppen gilt ein Auftrittsverbot bis Sonntag. Die dritte am Freitagabend auf dem Programm stehende Band hatte einen planmäßig kurzen Auftritt.

Die Polizei ist mit einem Großaufgebot bei den Rechtsrock-Konzerten am Wochenende präsent. Zu den Konzerten waren für Freitag 400 Besucher und für Samstag zwischen 800 und 1200 angemeldet worden. Am ersten Tag blieben die Besucherzahlen noch niedrig - möglicherweise auch wegen des Alkoholverbots, das vom Verwaltungsgericht Meiningen verhängt worden war.

https://www.spiegel.de/politik/deutschl ... 76083.html
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Re: Neonazi-Konzert in Thüringen Ein Dorf wehrt sich

Beitragvon HPA » 6. Juli 2019, 12:01

Für ein paar Nazis hat es sich bereits ausgeträllert:

Polizei holt rechtsextreme Bands von der Bühne

https://www.faz.net/aktuell/politik/inl ... bojMR2xXuQ
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Re: Neonazi-Konzert in Thüringen Ein Dorf wehrt sich

Beitragvon Grenzwolf62 » 6. Juli 2019, 15:39

DDR lässt grüßen mit vorher einzureichenden Listen was zur Darbietung gebracht werden möchte.
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Re: Neonazi-Konzert in Thüringen Ein Dorf wehrt sich

Beitragvon Interessierter » 6. Juli 2019, 18:04

Wer wie du die sehr unterschiedlichen Gründe einfach wegläßt, der verdreht bewusst die Fakten. Du hörst ja anscheinend gerne Texte mit rechtsextremen Gedankengut.

Da höre ich doch viel lieber



[hallo]
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Re: Neonazi-Konzert in Thüringen Ein Dorf wehrt sich

Beitragvon HPA » 6. Juli 2019, 18:24

Grenzwolf62 hat geschrieben:DDR lässt grüßen mit vorher einzureichenden Listen was zur Darbietung gebracht werden möchte.


Falsch. Volksverhetzung ist weder Kunst noch Meinungsfreiheit.

Und eine Demokratie darf sich dagegen wehren.
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Re: Neonazi-Konzert in Thüringen Ein Dorf wehrt sich

Beitragvon augenzeuge » 6. Juli 2019, 22:17

HPA hat geschrieben:
Grenzwolf62 hat geschrieben:DDR lässt grüßen mit vorher einzureichenden Listen was zur Darbietung gebracht werden möchte.


Falsch. Volksverhetzung ist weder Kunst noch Meinungsfreiheit.

Und eine Demokratie darf sich dagegen wehren.


Wäre das schön, wenn das jeder begreifen könnte.
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Re: Neonazi-Konzert in Thüringen Ein Dorf wehrt sich

Beitragvon Grenzwolf62 » 6. Juli 2019, 23:03

Was ihr erhaben anderen vorwerft, seid ihr selbst.
Scheindemokratische, Hass verbreitende Meinungsfaschisten.
Gott bewahre unser Land davor das ihr die Überhand gewinnt.
Aber ihr seid dabei diese zu gewinnen mit Habeck und Co.
Die arme Mehrzahl der Menschen die unter eurer Diktatur zu leiden haben werden, kann man nur bedauern.
Ich kann zum Glück aus diesem Land, was ihr dann nach euren Überzeugungen formt verschwinden, viele andere können das nicht und sind euch ausgeliefert.
Aber so lange ich noch Energie und finanzielle Mittel habe euch Antidemokraten zu bekämpfen werde ich das tun.
Wie krähen immer die Linksterroristen in euren Reihen, Hola Vista Antifaschista oder so ähnlich?
Ich überweise morgen einen fünfstelligen Betrag um euch zu behindern.
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Re: Neonazi-Konzert in Thüringen Ein Dorf wehrt sich

Beitragvon augenzeuge » 7. Juli 2019, 08:11

Behindern? Bring es doch Höcke persönlich vorbei, so weit ist das nicht. Fast hätte ich geschrieben, wie behindert muss man sein, wenn man solche Typen verteidigen muss und hofft, die könnten es besser? [laugh]

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Re: Neonazi-Konzert in Thüringen Ein Dorf wehrt sich

Beitragvon Interessierter » 7. Juli 2019, 08:18

@Grenzwolf62: Köstlich, wie ich immer schreibe: Man muss sie einfach schreiben lassen, dann entlarven sie sich selbst und die Maske des Biedermannes fällt ihnen vom Gesicht. [bloed]

Wie man lesen kann, ist der Begrifft Rechtspopulist für dich lange nicht ausreichend, das war mir allerdings schon immer klar. [raus]
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Re: Neonazi-Konzert in Thüringen Ein Dorf wehrt sich

Beitragvon Volker Zottmann » 7. Juli 2019, 09:01

Köstlich finde ich das alles gerade nicht, aber zutiefst erschreckend und entlarvend.
Manchem hier schreibenden bisherigen Unterstützer sollten nun endlich die Schauklappen herunterfallen.

Gruß Volker
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Die Weite Deines Horizonts ist Frage Deiner Sicht.
Der Große sieht ihn breiter, der Kleine leider nicht.
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Re: Neonazi-Konzert in Thüringen Ein Dorf wehrt sich

Beitragvon Merkur » 7. Juli 2019, 09:10

Grenzwolf62 hat geschrieben:Ich überweise morgen einen fünfstelligen Betrag um euch zu behindern.


Dafür würde ich das Forum kaufen. [flash]
Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger.
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Re: Neonazi-Konzert in Thüringen Ein Dorf wehrt sich

Beitragvon augenzeuge » 7. Juli 2019, 09:17

Merkur hat geschrieben:
Grenzwolf62 hat geschrieben:Ich überweise morgen einen fünfstelligen Betrag um euch zu behindern.


Dafür würde ich das Forum kaufen. [flash]


Wobei man sich fragen muss, wenn ein user z.B. 10.000 EUR ausgibt, um andere, mit denen er sich austauschen möchte zu behindern, was sucht er hier eigentlich? [denken]

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Re: Neonazi-Konzert in Thüringen Ein Dorf wehrt sich

Beitragvon Interessierter » 7. Juli 2019, 10:22

Grenzwolf62 » 7. Jul 2019, 00:03
Was ihr erhaben anderen vorwerft, seid ihr selbst.
Scheindemokratische, Hass verbreitende Meinungsfaschisten.
Gott bewahre unser Land davor das ihr die Überhand gewinnt.
Aber ihr seid dabei diese zu gewinnen mit Habeck und Co.
Die arme Mehrzahl der Menschen die unter eurer Diktatur zu leiden haben werden, kann man nur bedauern.
Ich kann zum Glück aus diesem Land, was ihr dann nach euren Überzeugungen formt verschwinden, viele andere können das nicht und sind euch ausgeliefert.
Aber so lange ich noch Energie und finanzielle Mittel habe euch Antidemokraten zu bekämpfen werde ich das tun.
Wie krähen immer die Linksterroristen in euren Reihen, Hola Vista Antifaschista oder so ähnlich?
Ich überweise morgen einen fünfstelligen Betrag um euch zu behindern.


So äußern sich nur Rechtsradikale und daher solltest du möglichst sofort aus unserem Forum verschwinden.Angekündigt hattest du es bereits mehrfach. Wie man mit Usern deines Schlages umgeht hat man dir ja schon in einem anderen Forum gezeigt.Rechtsradikale die offen zugeben, dass sie unser demokratisches System bekämpfen und verändern wollen, brauchen wir in unserem Forum nicht.
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Re: Neonazi-Konzert in Thüringen Ein Dorf wehrt sich

Beitragvon steffen52 » 7. Juli 2019, 11:47

Interessierter hat geschrieben:
Grenzwolf62 » 7. Jul 2019, 00:03
Was ihr erhaben anderen vorwerft, seid ihr selbst.
Scheindemokratische, Hass verbreitende Meinungsfaschisten.
Gott bewahre unser Land davor das ihr die Überhand gewinnt.
Aber ihr seid dabei diese zu gewinnen mit Habeck und Co.
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So äußern sich nur Rechtsradikale und daher solltest du möglichst sofort aus unserem Forum verschwinden.Angekündigt hattest du es bereits mehrfach. Wie man mit Usern deines Schlages umgeht hat man dir ja schon in einem anderen Forum gezeigt.Rechtsradikale die offen zugeben, dass sie unser demokratisches System bekämpfen und verändern wollen, brauchen wir in unserem Forum nicht.

So viel zum Meinungsaustausch wie der User aus NS mal schrieb, seine Meinung ist es andersdenkende User los zu werden. Nun zeigt er sein wahres Gesicht, einfach traurig!! [frown]
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Re: Neonazi-Konzert in Thüringen Ein Dorf wehrt sich

Beitragvon HPA » 7. Juli 2019, 12:28

Was ihr erhaben anderen vorwerft, seid ihr selbst.
Scheindemokratische, Hass verbreitende Meinungsfaschisten.


Interessant. Du hälst also diese Nazi-Typen in Themar für Demokraten?

https://www.n-tv.de/politik/Polizei-bes ... 30256.html
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Re: Neonazi-Konzert in Thüringen Ein Dorf wehrt sich

Beitragvon HPA » 7. Juli 2019, 14:55

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Re: Neonazi-Konzert in Thüringen Ein Dorf wehrt sich

Beitragvon augenzeuge » 7. Juli 2019, 15:20

HPA hat geschrieben:Themar, the day after:

https://www.facebook.com/SPIEGEL.TV/vid ... zMzc2NDEx/

[flash]


Einfach nur schlimm....welcher Unternehmer kommt mit dem zurecht? [bloed]

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Re: Neonazi-Konzert in Thüringen Ein Dorf wehrt sich

Beitragvon HPA » 7. Juli 2019, 15:37

Herrenrasse halt
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Re: Neonazi-Konzert in Thüringen Ein Dorf wehrt sich

Beitragvon Spartacus » 7. Juli 2019, 17:38

HPA hat geschrieben:Themar, the day after:

https://www.facebook.com/SPIEGEL.TV/vid ... zMzc2NDEx/

[flash]


Ich empfinde Bedauern, wenn ich so einen Mann sehe. [smile]

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Re: Neonazi-Konzert in Thüringen Ein Dorf wehrt sich

Beitragvon augenzeuge » 7. Juli 2019, 18:24

Ich auch. Er ist u.a. ein Opfer seines Umfeldes.
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Re: Neonazi-Konzert in Thüringen Ein Dorf wehrt sich

Beitragvon Interessierter » 8. Juli 2019, 09:53

Wie sich Bürger gegen ein Rechtsrockfestival wehren

Das Neonazitreffen Tage der nationalen Bewegung im thüringischen Themar wurde zum Reinfall, weil Menschen vor Ort mobil gemacht haben. Dennoch trauen sich viele nicht, sich den Rechten entgegenzustellen.

Bild
Demonstranten protestieren gegen das Rechtsrockfestival in Themar. © Bodo Schackow/dpa

Vor drei Jahren sorgte das Städtchen Themar im Süden von Thüringen für Empörung: 6.000 Neonazis feierten sich selbst auf dem Rechtsrock-Festival Tage der nationalen Bewegung, zeigten Hitlergrüße. Die Polizei, deutlich unterbesetzt, schritt nicht ein, Protest von Anwohnern war kaum wahrnehmbar. Themar war überfordert. Doch der Schock aus dem Jahr 2016 scheint für die Gemeinde ein heilsamer gewesen zu sein. Als die Rechtsextremen an diesem Wochenende erneut einfallen, treffen sie auf etwas anderes: Gegenwehr.

Auf dem Gelände herrscht Alkoholverbot, Polizisten beschlagnahmen Bierfässer. Eine Tankstelle, an der sich die Gäste in den Vorjahren eingedeckt haben, hat die Polizei vorsorglich als Hauptquartier gemietet. Besucher, die rechtsextreme Symbole zeigen oder sie als Tattoos tragen, bekommen Strafanzeigen.

Spießrutenlauf für Neonazis


Wenn aber eines auf die Stimmung der Rechtsextremen drückt, dann der Protest der Bürger. Am Ende des Fußwegs zum Festivalgelände müssen die Besucher durch eine Art Spalier laufen. An einer Angel baumelt eine leere Bierdose, das „letzte Bier vor Themar“. Ein Empfangskomitee ruft „Prost“ und „Schande“. Als die einzelnen Grüppchen eintreffen, wird eine Gelächter-Tonspur abgespielt – wie bei einer Sitcom. Dem setzt später die Polizei ein Ende, zu viel der Provokation. Teilnehmer und Protestierende sind sich ganz nah, getrennt nur durch ein Gitter.

Das Konzertgelände ist von Gegenveranstaltungen umgeben. Zu einem Fest des Bündnisses für Demokratie und Weltoffenheit sind Gruppen aus Weimar und Erfurt gekommen, dazu die Vereinigung Omas gegen Nazis aus Frankfurt. Die Moderatorin Dunja Hayali sowie Thüringer Politiker wie Innenminister Georg Maier und Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee treffen ein.


Falsche Bilder von den Rechten

Ein Konzert mitten auf dem Marktplatz, die direkte Konfrontation mit den Nazis, überlegt sie, könnte vielleicht zu einem Umdenken führen. Denn viele hätten ein Bild von den Neonazis als „ordentliche Jungs“. Auch wenn die rechten Besucher mit ihrem brachialen Auftreten, mit T-Shirts und Tattoos immer knapp an der Grenze zum Verfassungsfeindlichen alles täten, um ihr gewaltbereites Image zu pflegen.

Beim Abbau des bunten Protests ist aus dem großen Zelt nebenan ein Gedenken an den „ermordeten Rudolf Heß“ zu hören, „ein Vorbild für uns und unsere kampfbereite Jugend“. Ein „neuer Bundesführer“ solle die „Reconquista Germania“ einleiten, beschwört ein Redner sein Publikum. Ein Chor von etwa 700 Neonazis stimmt zu.

Wenige Meter weiter, am Stadtrand von Themar, grillen Familien in ihren Vorgärten. Und freuen sich vielleicht darauf, dass wenige Stunden später, wenn das Konzert der letzten Naziband verklungen ist, ihr Ort wieder ein ganz normaler sein kann.

https://blog.zeit.de/stoerungsmelder/20 ... more-28718
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Re: Neonazi-Konzert in Thüringen Ein Dorf wehrt sich

Beitragvon Interessierter » 10. Juli 2019, 10:37

Weiteres Rechtsrock-Event in Themar

Nicht zuletzt wegen des lauten Protests und polizeilicher Maßnahmen war das braune Open Air „Tage der nationalen Bewegung“ am vergangenen Wochenende im südthüringischen Themar ein Misserfolg. Zwei Monate später soll dort nun erneut eine ähnliche Veranstaltung stattfinden.

Nach der dritten Auflage des Rechtsrock-Open Airs „Tage der nationalen Bewegung“ am ersten Juliwochenende hat der NPD-Bundesorganisationsleiter Sebastian Schmidtke für den September bereits die nächste Veranstaltung in Themar angemeldet. Das Motto lautet nach Angaben des langjährig aktiven Neonazis Tommy Frenck aus Südthüringen „Gegen die staatliche Repression, für die Versammlungs- und Meinungsfreiheit in Deutschland“.

In sozialen Netzwerken erklärte Frenck, der Pächter der Konzertwiese, es hätten sich bereits die ersten Musikgruppen und Redner gemeldet. Konkrete Angaben kündigte er bis zum nächsten Wochenende an. Hintergrund ist das polizeiliche Durchgreifen beim Neonazi-Festival auf einer Wiese bei Themar im südthüringischen Landkreis Hildburghausen. Hatte die Premiere der „Tage der nationalen Bewegung“ noch rund 6000 Neonazis nach Themar gezogen, waren es im vergangenen Jahr noch etwa 2000 Teilnehmer. In diesem Jahr waren am ersten Juliwochenende rund 800 Neonazis aus der gesamten Bundesrepublik und dem Ausland nach Themar gereist. Im Vorfeld hatten die Gerichte das verhängte Alkoholverbot bestätigt, die Polizei richtete ihre Einsatzzentrale in einer Tankstelle in der Nähe der Wiese ein, in der sich die Neonazis sonst mit Alkohol eindeckten.
Offener Haftbefehl vollstreckt

Die Auftritte zweier Rechtsrock-Bands waren am Freitagabend von der Polizei vorzeitig beendet worden, die Bands erhielten ein Auftrittsverbot für das gesamte Wochenende. Außerdem beschlagnahmten die Beamten große Mengen Alkohol auf dem Gelände und sicherten den anwesenden Journalisten über den gesamten Zeitraum freien Zutritt. Insgesamt registrierten die Beamten bei den Neonazis 45 mutmaßliche Straftaten und 15 Ordnungswidrigkeiten, zudem wurde ein offener Haftbefehl vollstreckt.

In Hör- und Sichtweite protestierten rund 800 Personen direkt neben der Wiese gegen das braune Treiben. Die Veranstalter des Neonazi-Spektakels kündigten rechtliche Schritte gegen Entscheidungen und Verfügungen an, dies werde aber „einige Zeit in Anspruch nehmen, da unsere Gerichte aktuell ziemlich langsam arbeiten“, so Frenck.

https://www.bnr.de/artikel/aktuelle-mel ... -in-themar

In Barsinghausen gelang es den Einwohnern diese Rechten bei ihrem jährlichen Marsch durch den Ort so lächerlich zu machen, dass diese dann auf ihr dortiges Auftreten verzichteten. Wenn also die große Mehrheit der demokratischen Bevölkerung solchen Neo - Nazis mit friedlichen Mitteln, geschlossen gegenübertritt, dann hat man auch Erfolg, wie es in Barsinghausen bewiesen wurde.
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Re: Neonazi-Konzert in Thüringen Ein Dorf wehrt sich

Beitragvon Interessierter » 24. Oktober 2019, 06:09

Wie sich der Ort Themar erfolgreich gegen Neonazis wehrt

Tausende Neonazis trafen sich im kleinen Themar. Menschen wie Thomas Jakob wehrten sich, mit Gegendemos und Zäunen. Es hat sich gelohnt - und den Ort verändert.

https://www.tagesspiegel.de/themen/repo ... 43762.html
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