Bruno Schirra"Beginnender 30-jähriger Religionskrieg"
Die Luftangriffe durch Frankreich, die USA und Russland in Syrien gegen den Islamischen Staat seien "ein Zeichen heilloser Hilflosigkeit", sagte der Publizist und Autor des Buchs "Der globale Dschihad", Bruno Schirra, im DLF. Man müsse akzeptieren, dass die Terrororganisation weiter existieren und expandieren werde, solange sie vielfältige Unterstützung erhalte.
Bruno Schirra im Gespräch mit Mario Dobovisek
Schirra: Nun, wenn ich mich, was ich gerne hin und wieder tue, auf Reisen durch Deutschland mache, durch diverse durchaus bekannte Moscheengemeinden, sei es nun im Rhein-Main-Gebiet, im Köln-Bonner Raum, in Aachen, durch das Saarland, durch Rheinland-Pfalz begebe und dort mit den Leuten rede: Man kann dies tatsächlich tun. Diese Damen - es sind zunehmend Damen - und Herren der dschihadistischen Front sagen ganz klar immer sehr kühl kalkuliert, was ihre Zielrichtung ist. Sie sagen, wir sind im Krieg mit euch. Dies ist unser Dschihad, den wir gegen euch richten. Man kann diese Fakten auffinden. Es ist möglich und den deutschen Sicherheitsbehörden ist das durchaus sehr bekannt.
http://www.deutschlandfunk.de/bruno-sch ... _id=337158Schirra: Was wollen Sie tun jenseits dessen, was das rechtliche Regularium vorsieht? Wir haben in Deutschland dankenswerterweise Religionsfreiheit. Dazu gehört natürlich, dass Moscheen offen sein müssen, und man muss da auch sehr scharf differenzieren. Nicht jede Moschee, in der ein salafistischer, ein dschihadistischer Scharfmacher auftritt und den Dschihad androht, ist in toto eine salafistische Moschee. Eine Moschee ist ein offener Raum für jeden gläubigen Muslimen. Das soll auch bitte schön so bleiben. Wollen wir Moscheen schließen, dicht machen? Ich bitte möchte das nicht haben...
Auf der anderen Seite, was würde eigentlich passieren, wenn man in einem islamischen Land eine christliche Kirche baut und von der Kanzel dann zum Kampf gegen die Muslime aufruft...?
pentium