Lesung mit Dr. Silke Satjukow: „Besatzer - 'Die Russen' in Deutschland 1945-

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Lesung mit Dr. Silke Satjukow: „Besatzer - 'Die Russen' in Deutschland 1945-

Beitragvon manudave » 14. Februar 2011, 21:24

6. Februar 2011, 19.00 Uhr in der Gedenkstätte Point Alpha (Haus auf der Grenze)

Auftakt der Veranstaltungsreihe: 50 Jahre Mauerbau – eine Rückschau auf die Entwicklung der innerdeutschen Grenze von 1945 – 89
Lesung mit Dr. Silke Satjukow: „Besatzer - 'Die Russen' in Deutschland 1945-1994"

Silke Satjukow schildert erstmals die Geschichte vom Einmarsch der Roten Armee 1945 bis zum Abzug 1994 und wendet sich damit einem bisher wenig erforschten Thema zu: Die Geschichte der sowjetischen Truppen in Deutschland. Von politischen Manifestationen, Befehlsstrukturen und Truppenstärke über gemeinsame Alltagserfahrungen bis hin zu persönlichen Freundschaften und Liebesbeziehungen präsentiert die Autorin ein detailliertes Bild des deutsch-sowjetischen Neben- und Miteinander.
Eine Veranstaltung der Thüringer Landeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit der Point Alpha Stiftung.

...da werd ich wohl mal hingehen...
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Re: Lesung mit Dr. Silke Satjukow: „Besatzer - 'Die Russen' in Deutschland 1945-

Beitragvon CaptnDelta » 14. Februar 2011, 21:46

Dann erstatte mal bitte Bericht, wuerde mich interessieren, wenn's geht mit ein paar Bildern. Vielleicht sitzt ja jemand neben Dir der dir beim Bedienen der Kamera behilflich ist [flash]

-Th
..Totalitarianism does not mean that such regimes in fact exercise total control over their people, it means rather that such control is in their aspiration.
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Re: Lesung mit Dr. Silke Satjukow: „Besatzer - 'Die Russen' in Deutschland 1945-

Beitragvon paultbayer » 15. Februar 2011, 08:46

http://www.buchhandlung89.de/BefreiungD ... e-Satjukow


Befreiung? Die Ostdeutschen und 1945 - Silke Satjukow


Deutschland im Frühjahr 1945.

In die östlich der Elbe gelegenen Gebiete des Reiches ziehen zornige Sieger ein. Die Soldaten der Roten Armee nehmen wie selbstverständlich von Land und Leuten Besitz. Die ersten Tage und Wochen in der Sowjetischen Besatzungszone folgen der unerbittlichen Logik des verheerenden Krieges. Schon bald aber befehlen die Mächtigen in Moskau und Berlin einen Handschlag der Versöhnung. Eine neue ‚Freundschaft‘ soll gestiftet werden – ohne Rücksicht auf das Fühlen und Denken vor Ort. Fortan gelten die Deutschen offiziell als ‚befreit‘. Das Buch beschreibt den Mythos und die Wirklichkeiten dieser Befreiung. Ob in Schulen oder Betrieben, ob in den Massenmedien oder in Propagandakampagnen, ob während persönlicher Treffen oder gemeinsamer Manöver der Waffenbrüder – diese Freundschaft war allgegenwärtig. Aber wie lebendig war sie wirklich? Konnte und wollte sie die Köpfe und die Herzen der Menschen erreichen? Diesen Fragen geht das Buch anhand vieler überraschender Geschichten aus einem halben Jahrhundert der Besatzung nach. Am Ende steht ein bislang unbekanntes Bild vom Alltag in der DDR.



16. Februar 2011, 19.00 Uhr in der Gedenkstätte Point Alpha (Haus auf der Grenze)
Auftakt der Veranstaltungsreihe: 50 Jahre Mauerbau – eine Rückschau auf die Entwicklung der innerdeutschen Grenze von 1945 – 89
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Re: Lesung mit Dr. Silke Satjukow: „Besatzer - 'Die Russen' in Deutschland 1945-

Beitragvon Edelknabe » 15. Februar 2011, 18:49

Diese Frau Dr.Silke Satjukow, geboren 1965 in der DDR, gibt es da eine Verbindung zu den Kasernen der Gruppe der GSSD in Deutschland, wollte fragen waren/gehörten ihre Eltern dieser Gruppe an?
Wer weiß da etwas dazu oder kann beitragen?

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Re: Lesung mit Dr. Silke Satjukow: „Besatzer - 'Die Russen' in Deutschland 1945-

Beitragvon manudave » 17. Februar 2011, 06:20

Kurz zu RMR´s Frage:

Nein, Sie hat wahrscheinlich keine verwandschaftlichen Verhältnisse zu den Besatzungstruppen der UDSSR - zumindest wurde das nicht erwähnt.

Ein Pressebewertung ihres Buches findet Ihr hier:

http://www.v-r.de/de/redirect/t/352536380/

Hier ihre bisherigen Promotionen und Arbeiten:

Curriculum vitae

Geboren 1965 in Weimar.

1991-1995 Studium der Geschichte, Germanistik, Philosophie, der russischen Sprache und Literatur sowie der Erziehungswissenschaften in Moskau, Berlin, Erfurt und Jena; Abschlüsse: Staatsexamen und M.A.

1996-1999 Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes (Bonn).

2000 Promotion am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Friedrich-Schiller-Universität (Prof. Dr. Lutz Niethammer) zur Kulturgeschichte der Bahnhofstraße.

2000 Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsprojekt "Kulturgeschichte von Infrastrukturen" (Jena).

2001 Wissenschaftliche Bearbeiterin des Forschungsprojektes "Sozialistische Helden", gefördert durch die Fritz Thyssen-Stiftung (Köln).

Seit 2002 Wissenschaftliche Bearbeiterin des Forschungsprojektes "Sowjetische Streitkräfte und DDR-Bevölkerung. Eine Beziehungsgeschichte", gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (Bonn); Habilitandin am Historischen Institut der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

2007 Habilitation am Historischen Institut der Friedrich-Schiller-Universität Jena.


Buchveröffentlichungen

Befreiung? Die Ostdeutschen und 1945. (Leipziger Universitätsverlag) Leipzig 2009. >

Besatzer. "Die Russen" in Deutschland 1945 bis 1994. (Vandenhoeck & Ruprecht) Göttingen 2008. >

(mit Rainer Gries) "Wir sind Helden". Utopie und Alltag im Sozialismus. (Landeszentrale für politische Bildung Thüringen) Erfurt 2008.

(Hrsg.) Kinder von Flucht und Vertreibung. (Landeszentrale für politische Bildung Thüringen) Erfurt 2007.

(Hrsg.) Nach drüben. Deutsch-deutsche Alltagsgeschichten 1989-2005. Erfurt 2005.

(Hrsg.) "Die Russen kommen!" Erinnerungen an sowjetische Soldaten 1945-1992 (=Schriftenreihe der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen). Erfurt 2005.

(Hrsg. mit Rainer Gries) Unsere Feinde. Konstruktionen des Anderen im Sozialismus. (Leipziger Universitätsverlag) Leipzig 2004.

(Hrsg. mit Rainer Gries) Sozialistische Helden. Eine Kulturgeschichte von Propagandafiguren in Osteuropa und der DDR. (Christoph Links) Berlin 2002.

Bahnhofstraßen. Geschichte und Bedeutung. (Böhlau) Köln/Wien/Weimar 2002.


Aufsätze und Beiträge

Die Westgruppe im Herbst 1989, in: Deutschland Archiv. Heft 3 (2009)
(i. V.).

Grenze 2000, in: Aus Politik und Zeitgeschichte, Nr. 20/2009, "20 Jahre 1989" (i. V.).

Obskure Freunde. Sowjetische Besatzer in Deutschland 1945 bis 1994, in: Miriam Rürup (Hrsg.), "Fremd im eigenen Land". Diasporic cultures - diasporic mentalities? (= Veröffentlichungen des Zeitgeschichtlichen Arbeitskreises Niedersachsen (hrsg. von Bernd Weisbrod). (Wallstein) Göttingen (i. V.).

Amis obscurs. Les Russes en Allemagne de 1945 ŕ 1994, in: Allemagne d'aujourd'hui, 6 (2009) (i. D.).

Erfahrungen von Besatzerkindern in beiden deutschen Nachkriegs-
gesellschaften, in: Jewgenij Krinko (Hrsg.), Erinnerungen der Kinder des Großen Vaterländischen Krieges. Transformation und die Translation des kollektiven Gedächtnisses (1940-2000 Jahre). Rostow a. D. 2009 (i. D.).

(mit Franka Maubach) Soldatinnen? Militärische Integration von Frauen im Zweiten Weltkrieg und ihre Nachwirkungen. Deutschland, Sowjetunion, USA im Vergleich, in: Historische Zeitschrift 288 (2009) 2,
S. 1-37.

"Bankerte!" Verschwiegene Kinder des Krieges, in: Kriegskinder. Die späten Folgen des Zweiten Weltkrieges in Deutschland und in Russland, hrsg. vom Deutschen Historischen Institut Moskau. Moskau 2009.

Der Aktivist Adolf Hennecke. Prototyp des "neuen Menschen", in: Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (Hrsg.), Bildikonen. Bonn 2009.

Soldatenehre. Sepulkralkultur des Kalten Krieges, in: Justus Ulbricht (Hrsg.), Sperrige Vergangenheiten. Jena 2009 (i. D.).

Hennecke. Die Propagierung des "Helden der Arbeit", in: Gerhard Paul (Hrsg.), Bilderatlas des 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts. Göttingen 2009 (i. D.).

"Die Russen". Besatzer und Freunde, in: Martin Sabrow (Hrsg.), Gedächtnisorte der DDR. München 2009 (i. D.).

(Mit Rainer Gries) "Leuchte, mein Stern, leuchte". Vom Transfer revolutionärer Hoffnungen im Film, in: Monika Gibas / Justus H. Ulbricht / Rüdiger Stutz (Hrsg.), Festschrift zum 65. Geburtstag von Jürgen John. Jena 2007, S. 89-105.

(Mit Rainer Gries) Die Vorhut der Großväter. Anmerkungen zu einer Generationengeschichte der Avantgarde im real existierenden Sozialismus, in: Niels Beckenbach (Hrsg.), Avant Garde und Gewalt. Gratwanderungen zwischen Moderne und Antimoderne im 20. Jahrhundert. (merus) Hamburg 2007, S. 93-136.

Der Mythos der "Befreiung" zwischen Propaganda und Alltag, in: Horch und Guck (2006) 4, S. 25-30.

(Mit Rainer Gries) Grenzüberschreitungen. Die ostdeutsche Aufbaugeneration im Widerstreit zwischen Freund- und Feindbildern (Arbeitstitel), in: Zeitschrift für Geschichtsdidaktik, Jg. 2005, Heft 4
(= Themenheft "Geschichtskultur in der DDR").

Der erste Sommer mit den "Russen". Momentaufnahmen zwischen Erwartung und Erfahrung, in: Deutschland Archiv, 38. Jg. (2005) Heft 2, S. 236-244.

Sowjetische Streitkräfte und DDR-Bevölkerung. Methodologische Überlegungen zur Erforschung einer kollektiven Beziehungsgeschichte, in: Heiner Timmermann (Hrsg.): Agenda DDR-Forschung. Ergebnisse, Probleme, Kontroversen. Münster 2005, S. 193-213.

Propaganda mit menschlichem Antlitz im Sozialismus. Über die Konstruktion einer Propagandafigur. Der "Held der Arbeit" Adolf Hennecke, in: Rainer Gries/Wolfgang Schmale (Hrsg.), Kultur der Propaganda. Bochum 2005, S. 167-192.

(Mit Rainer Gries) Auf der Suche nach dem wahren Gesicht, in: Dirk van Laak/Joachim von Puttkamer/Jürgen John (Hrsg.), Zeit-Geschichten. Miniaturen in Lutz Niethammers Manier. Essen 2005, S. 80-83.

Sowjetische Streitkräfte und DDR-Bevölkerung. Kursorische Phänomenologie einer Beziehungsgeschichte, in: Hans Ehlert/Matthias Rogg (Hrsg.), Militär, Staat und Gesellschaft in der DDR. Forschungsfelder, Ergebnisse, Perspektiven. Berlin 2004, S. 225-249.

(Mit Rainer Gries) Seid wachsam! Feindbilder in sozialistischen Gesellschaften, in: Deutschland Archiv, Jg. 37 (2004), Heft 5, S. 854-863.

Die Kulturgeschichte der Bahnhofstraße, in: Günter Dinhobl (Hrsg.), Eisenbahn und Kultur. Railway/Culture. Wien 2004,
S. 161-175.

(Mit Rainer Gries) Feindbilder des Sozialismus. Eine theoretische Einführung, in: Dies. (Hrsg.), Unsere Feinde. Konstruktionen des Anderen im Sozialismus. Leipzig 2004, S. 13-70.

Sowjetische Streitkräfte und DDR-Bevölkerung. Tour d'horizon einer Beziehung, in: Deutschland Archiv, Jg. 36 (2003) Heft 2, S. 414-428.

(Mit Rainer Gries) Freunde, Feinde und Helden. Inszenierte Politik im Sozialismus, in: Aus Politik und Zeitgeschichte (APUZ), Beilage zur Wochenzeitung "Das Parlament" Nr. 53/2003 (29. Dezember 2003), S. 20-29.

(Mit Rainer Gries): "Aber die Russen als Menschen, die hat er nur gelobt". Hitlers technische Elite in der Sowjetunion, in: DAMALS Nr. 8/2003, S.42-46.

(Mit Rainer Gries): Zur Konstruktion des "sozialistischen Helden". Geschichte und Bedeutung, in: Dies. (Hrsg.), Sozialistische Helden. Eine Kulturgeschichte von Propagandafiguren in Osteuropa und der DDR. Berlin 2002, S. 15-34.

"Früher war das eben der Adolf…" Der Arbeitsheld Adolf Hennecke, in: Dies./Rainer Gries (Hrsg.), Sozialistische Helden. Eine Kulturgeschichte von Propagandafiguren in Osteuropa und der DDR. Berlin 2002, S. 115-132.

(Mit Rainer Gries) Von Menschen und Übermenschen. Der "Alltag" und das "Außeralltägliche" der "sozialistischen Helden", in: Aus Politik und Zeitgeschichte (APUZ), Beilage zur Wochenzeitung "Das Parlament" Nr. 17/2002, S. 39-46.

(Mit Rainer Gries) Sozialistische Helden. Figuren der Propaganda und Personen des Vertrauens, in: Deutschland Archiv, Jg. 35 (2002), Heft 5, S. 782-792.

Oludziach i nadludziach. "Codziennosc" i "nadzwyczajnosc" "socjalistycznych bohaterow", in: BLOK. Miedzynarodowe Pismo Poswiecone Kulturze Stalinowskiej I Poststalinowskiej (The international Journal of Stalinist and Post-Stalinist Culture), Jg. 1 (2002), Heft 1, S. 44-60.

(Mit Rainer Gries) "Freitag nach eins macht jeder seins" - Freizeit in der grünen Nische, in: Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (Hrsg.), Am siebten Tag. Geschichte des Sonntags. Begleitbuch zur Ausstellung im Haus der Geschichte. Bonn 2002, S. 86-93.

(Mit Rainer Gries): Sozialistische HeldInnen. Prolegomena zu einer Kulturgeschichte, in: L'Homme. Zeitschrift für Feministische Geschichtswissenschaft, Jg. 12 (2001) Heft 2, S. 335-340.
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Re: Lesung mit Dr. Silke Satjukow: „Besatzer - 'Die Russen' in Deutschland 1945-

Beitragvon manudave » 17. Februar 2011, 07:32

Nun zu meinen Eindrücken:

Kurz noch: Wenn ich Russen schreibe, dann ist es einfacher als jedes Mal Sowjetsoldaten o.ä. zu schreiben.

Bei der Lesung waren wieder einmal ungewöhnlich viele Menschen zu Gast - ich tippe mal so auf knapp 80-100 Menschen. Die Mischung durchaus gemischt - sprich Thüringen/Hessen. Das war auch für die Autorin spannend, wie sie meinte - weiß sie doch gewöhnlich einzuordnen, welche Klientel gerade vor ihr sitzt.
Es wurde weniger aus den Büchern vorgelesen - eher war es eine Erzählung und ein Dialog mit den Gästen, was die Sache unterhaltsam machte.
Chronologisch begann sie mit dem Einmarsch der Roten Armee. Per Dekret bekamen die Bürger der SBZ 1947 aufgezwungen, dass die Russen und sie ab sofort "Freunde" waren. Allerdings waren sie in den Köpfen natürlich noch Feinde. Man bedenke nur die strenge Erziehung der Nazis, wo die Russen stets als "Untermenschen" bezeichnet wurden und dies auch in Bildern so dargestellt wurde. Ebenso erinnerte sich die Siegermacht an die Gräueltaten in der Ukraine und Weißrussland, die von den Deutschen begangen wurden. Insofern war ein Erlass, dass man ab sofort sich gegenseitig freundschaftlich gegenüber steht, ein wenig "merkwürdig".
Die Aggressivität der russischen Soldaten - Siegergebärden, Kränkungen etc. - führte teilweise zu unhaltbaren Zuständen. Das bemerkte auch die SMAD und begann frühzeitig die Truppen zu kasernieren. Diese Russenstädchen dürften uns allen noch bekannt sein, waren es bis zum Ende der DDR für die meisten Menschen in der DDR jedoch Orte der Fremdheit. Nun hatten Deutsche und Russen ihre zugewiesenen Territorien und mussten zwecks funktionierenden Alltags doch aufeinander zugehen.

Kurz ein paar Zahlen:

89/90 standen insgesamt 338.800 Soldaten und 207.400 Zivilangestellte und Familienangehörige im Land. Es gab sagenhafte 777 so genannte Militärstädtchen mit ca. 36.000 Gebäuden. 243.015 Hektar bedeuteten 2,2 % Prozent der DDR waren in russischer Hand. Für mich überraschende hohe Zahlen....

Nun kamen wir zum Alltagsleben der Soldaten:

Zwei Jahre wurden die jungen Buben eingezogen - ohne Alternativmöglichkeit (außer Knast). Frauen unterstanden übrigens auch der Wehrpflicht, die jedoch nur im Kriegsfall mobilisiert werden konnten.
Die Soldaten in der DDR wurden alle sechs Monate so getauscht, dass immer ein Viertel der Armee durch "Neue" ersetzt wurde.
Über die Zustände in den Kasernen wurde ja bereits einiges im Forum geschrieben. Als gängige Praxis wurde es angesehen, dass Soldaten nur im Ausnahmefall die zehn Tage Urlaub in den zwei Jahren bekamen - der Normalfall war KEIN Urlaub.
Viele kennen die EK-Bewegung bei der NVA/den Grenztruppen noch zur Genüge - das jedoch war nichts gegen die "Dedowschtschina" der russischen Soldaten. Hier wurden die Soldaten des ersten Jahres durch die des zweiten Jahres oft regelrecht entrechtet und gedemütigt, was nicht selten auch im Tod der Jüngeren endete. Nicht mal eine Beschwerde bei den jeweiligen Kommandeuren war möglich, weil diese zumeist mit dem "zweiten Jahr" kooperierten. Schließlich hatten die blutjungen und schlecht ausgebildeten Offiziere keine Lobby. Wer sich gegen die gängige Praxis stelle, riskierte einen völligen Zusammenbruch der Befehlsstruktur. Auch der Bevölkerung blieb natürlich nicht verborgen, was dort hinter den Mauern geschah bzw. unter welch dramatischen und unhaltbaren Zuständen die Soldaten gehalten wurden. Trotzdem wurde versucht, dass möglichst geheim zu halten - denn welche Bedeutung hätte der Ausspruch "Von der Sowjetunion lernen, heißt siegen lernen", wenn zerlumpte, hungrige Gestalten das Alltagsbild bestimmt hätten.
Viele Soldaten versuchten aus den ummauerten Kasernen zu entkommen, teils mit Waffengewalt. Das dürfte auch merkwürdig für die Bevölkerung gewesen sein - auf der einen Seite das Verständnis für die armen Burschen. Auf der anderen Seite jedoch auch das Entsetzen über das brutale Vorgehen von vielen Deserteuren, die ja nichts zu verlieren hatten. Dr. Satjukow berichtete hier von einem Fall im Eichsfeld, wo der Flüchtling gejagt wurde und dann von Volkspolizisten (er war unbewaffnet) nach der Entdeckung sofort erschossen wurde. Die Bevölkerung war sehr betroffen über diesen Vorfall und legte Blumen am "Tatort" nieder, welche jedoch durch die Stasi immer wieder entfernt wurden. Als die Bevölkerung jedoch nicht nachließ, wurde eine fingierte Straßenbaustelle angelegt, um das Blumen ablegen unmöglich zu machen. Später wurde noch eine Legende gestrickt, dass es ein Attentäter gewesen sei und die Bevölkerung der DDR vor solchen Kriminellen geschützt werden müsse. Da war man sich auch nicht zu fein, auf die Parallele Papstattentat zu verweisen. Einige Zuhörer im Raum konnten sich an diesen Fall sogar erinnern.
Viele Fluchtversuche wurden durch den jeweiligen Kommandanten gar nicht gemeldet, um so die eigene Statistik und damit die eigene Kariere nicht zu gefährden. Es wurde versucht, die Dinge selbst zu "klären" - was aber auch dazu führte, dass viele Soldaten einfach verschwanden. Teilweise wurden sie einfach erschossen oder sie entkamen tatsächlich. Bekannt ist z.B. ein Fall, wo sich ein Soldat jahrelang bei Dresden in einer Art Höhlensystem versteckte und später selbst stellte.
Insgesamt wurden nach dem Ende des "Freundschaftsbesuches" der Russen knapp 2.000 Soldaten vermisst. Wenn es in der Kaserne Todesfälle gab z.B. durch Mord, Selbstmord oder Rituale der EK-Bewegung, wurde dies meist sofort unter den berühmten Teppich gekehrt.
Erst Gorbi leitete 1990 eine Untersuchung ein (für die gesamte Armee), die für den Zeitraum 1975-1990 auf eine Totenzahl von 120.000 (!!!) kam. Laut Bericht waren 70-80% aller Fälle von Invalidität der Soldaten das Ergebnis von Kameradenschinderei.
1990 starben noch in der DDR/BRD 84 Soldaten - die einzig registrierte Zahl, die je in der DDR festgestellt wurde.

Interessant war noch die Straftatentwicklung der Russen in der DDR selbst. Eine Statistik zeigt, dass gerade einmal 0,7 - 2,5 % aller Verbrechen in der DDR durch die Sowjetischen Truppen/Angehörigen begangen wurden.
Zumeist waren das Eigentumsdelikte (44%), die sich jedoch zumeist auf Mundraub und Kleinkriminelle Machenschaften beschränkten. Körperverletzungen und Tötungsverbrechen waren wie Vergewaltigungen ab den 70ern sinkend und spielten eine untergeordnete Rolle. Jedoch wurden gerade die Vergewaltigungen besonders durch die Bevölkerung wahrgenommen und sorgten für immer mehr Unmut.

Über den regen Handel zwischen Deutschen und Russen unterhielten wir uns noch und es wurden einige Fälle von Dieseltausch gegen Bares zwischen Russen und LPG´s aufgezeigt. Der Nachteil entstand bei diesen Geschäften jedoch ausnahmslos für die DDR.
Beispiel: Die LPG Triptis muss ihren Dieselbedarf für die kommenden Jahre melden und bekommt meinetwegen 100.000 Liter pro Jahr zugesprochen. Da diese Liefermenge oft genug nicht eingehalten werden konnte, kaufte der Vorsitzende der LPG schwarz bei den Russen 12.000 Liter für 12.000 DDR-Mark - das Geld nahm er aus der Prämienkasse bzw. schloss sich auch noch mit anderen LPG`s zusammen. Da diese Menge natürlich nun in den russischen Tanks fehlt, mussten diese "nachordern" und die ihnen zugewiesene Menge überschreiten. Wenn dann in Berlin jemand aufmuckte, wurde schnell die Keule rausgeholt - sprich "...wollt Ihr die Verteidigung des WP und der DDR gefährden, weil nicht geliefert wird...“ Nun wurde also doch noch etwas rausgerückt - musste jedoch an anderer Stelle gekürzt werden. Also konnte die LPG nicht die bestellte Menge erhalten und diese mussten sich nun also anders aushelfen... - ein feiner Kreislauf.
Die Mengen hab ich halbwegs noch im Kopf gehabt - aber die Geschichte hat sich tatsächlich so abgespielt. Allerdings wurde dieser Fall sogar aufgedeckt - der Grund ist aber sehr kompliziert...

Nun hab ich eine Stunde geschrieben und ich denke, hier können viele noch ihr umfangreiches Erlebtes zum Thread beitragen.
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Re: Lesung mit Dr. Silke Satjukow: „Besatzer - 'Die Russen' in Deutschland 1945-

Beitragvon manudave » 17. Februar 2011, 07:57

Noch ein paar Bilder:
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Re: Lesung mit Dr. Silke Satjukow: „Besatzer - 'Die Russen' in Deutschland 1945-

Beitragvon Edelknabe » 17. Februar 2011, 19:36

David, du hättest auch Sowjets schreiben können, denn damals waren sie alle Sowjetbürger.
Textauszug:
In der Sowjetunion lebten Anfang 1962 fast 220 Mill. Einwohner.Die mittlere Bevölkerungsdichte beträgt auf diesem größten Staatsgebiet unserer Erde nur 10 Einwohner/ pro Quatratkilometer; allerdings verteilen sich die Menschen sehr unterschiedlich.usw...

Als Nationalitätenstaat vereinigt die Völkerfamilie der Sowjetunion rund 100 Nationen, Völkerschaften und nationale Gruppen. Zu den Nationalitäten, die mehr als 5 Mill. Menschen zählen, gehören die Russen (120 Mill.), Ukrainer (38 Mill.), Belorussen (8,2 Mill.), Usbeken (6,5 Mill.) und Tartaren (5,37 Mill.).

Als zusammenfassende Bezeichnung aller Bewohner der Sowjetunion wird - unabhängik von der jeweiligen Nationalität - der Name "Sowjetbürger" gebraucht.

Quelle: Das Buch"Völkerkunde für jedermann/ VEB Hermann Haack/ Leipzig, März 1966

Rainer-Maria, der gut 15 Jahre in Kasernen der GSSD gearbeitet hatte aber das schrieb ich schon öfters.Logisch, das meine Sicht der Dinge der einer Frau Silke Satjukow nicht unbedingt entspricht, denn Theorie und Praxis waren immer schon zwei doch sehr unterschiedliche Dinge im ganz normalen Leben.
Trotzdem David Danke für die Links über Frau Doktor und fleißig war sie, das muss man ihr wirklich lassen.
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Re: Lesung mit Dr. Silke Satjukow: „Besatzer - 'Die Russen' in Deutschland 1945-

Beitragvon ex-maja64 » 17. Februar 2011, 20:01

manudave hat geschrieben:Noch ein paar Bilder:


Also ich kann es lesen, was da auf dem ersten Bild geschrieben steht. [wink]

Denn ich bin ein schlauer Ossi. [grins]


Mario Bild
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Re: Lesung mit Dr. Silke Satjukow: „Besatzer - 'Die Russen' in Deutschland 1945-

Beitragvon manudave » 18. Februar 2011, 07:14

Hmm Rainer-Maria,

ich würde das nicht als Sicht der Professorin bezeichnen. Vielmehr gilt sie als DIE Expertin auf diesem Gebiet. In ihren Büchern sind Zeitzeugenberichte von russischen Soldaten, Offizieren und auch von deutschen Anwohnern dieser Städtchen abgedruckt. Den Eindruck, den man dann aus diesen Kasernen bekommt, erwecken ja deren Aussagen und weniger die Meinung der Autorin.
Allein zum Thema EK-Bewegung wurden knapp 200 Soldaten befragt.
Die Zahlen wiederum sind Fakten aus den Archiven und Dokumentationen der sowjetischen Streitkräfte.
Zumal sich doch das meiste mit den Beiträgen aus den beiden Foren deckt, die ich bis jetzt dazu gelesen habe.

@Maja

...da hab ich auch nichts anderes von dir erwartet... [hallo]

Noch eine Ergänzung zur Veranstaltung:

Aus dem Publikum wurde die Frage gestellt, ob es eigentlich zu erwarten war, dass die SOWJETSOLDATEN in der berühmten Nacht von 89 nicht eingreifen würden.
Sie antwortete: "Nicht unbedingt".
Gorbatschow - ein Antimilitarist - war in dieser Nacht für das Oberkommando in der DDR nicht zu erreichen. "Er schläft schon" war die unsinnige Aussage. In einer solch historischen Nacht ist das natürlich sehr unglaubwürdig für einen Staatschef der Supermacht.
Nein, vielmehr wusste Gorbi nicht, wie sich Wünsdorf nun verhalten würde. Schon einmal wurde in Tiflis im April 89 ein Aufstand durch sowjetische Fallschirmjäger niedergeschlagen, ohne dass Gorbi etwas davon wusste.
Allerdings kam der DDR-Bevölkerung nun etwas zugute, womit man kaum gerechnet hatte. Über 40 Jahre wurde etwas von Freundschaft zwischen Deutschen und Sowjetsoldaten gepredigt - kaum einer glaubte wirklich daran. Und nun gab es sie doch - denn nach vielen Befragungen damaliger Soldaten wurde eines deutlich: Sie wären wohl eher nicht gegen die Deutschen vorgegangen, denn ein wenig hatte man sie dann doch in´s Herz geschlossen.
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Re: Lesung mit Dr. Silke Satjukow: „Besatzer - 'Die Russen' in Deutschland 1945-

Beitragvon Edelknabe » 18. Februar 2011, 08:11

Es ist die Farbe David, mit der da gemahlt wird, auch wenn sich der Frau Doktors Bücher auf Zeitzeugenberichte und Anderes berufen.
Die Farbe Schwarz gilt in der Geschichtsaufarbeitung der Bundesrepublik Deutschland schon der DDR, reduziert auf Grenze, MfS und noch zwei,drei andere Sachen. Was anderes sehe ich da nicht bei Frau Doktor in Bezug auf die Kasernen der GSSD ( gut, bis auf klitzekleine Ausnahmen). Nun bin ich Einer, der sehr genau hinschaut, gut hört und sieht und in diesen 15 Jahren in den Kasernen spielte mir kein Sowjetsoldat oder Offizier Theater vor, im Gegenteil, diese vertraten schon ihre ganz persönliche Meinung uns Deutschen (Handwerkern) gegenüber und es gab auch unschöne, manchmal auch sehr lustige Momente, ohne Frage und jetzt noch mal hin zu den Farben, also unterschiedliche Nationalitäten (siehe meinen Text von gestern)bringen wunderbare Farben hervor, das jetzt mal sinnbildlich gemeint und ich habe überwiegend warmherzige Menschen kennengelernt,natürlich auch welche mit kaltem Herz.
Blicke ich heute zurück, dann möchte ich diese Jahre nicht missen.

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Re: Lesung mit Dr. Silke Satjukow: „Besatzer - 'Die Russen' in Deutschland 1945-

Beitragvon manudave » 21. Februar 2011, 09:21

Hier die Presseberichte zur Lesung:

http://www.stz-online.de/nachrichten/re ... 46,1298733 ...der Schreiberling saß neben mir - hat tatsächlich noch mit Stift und Zettel gearbeitet. Erlebt man nicht mehr oft...

http://www.fuldaerzeitung.de/nachrichte ... t17,386823
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Re: Lesung mit Dr. Silke Satjukow: „Besatzer - 'Die Russen' in Deutschland 1945-

Beitragvon Interessierter » 10. Mai 2016, 10:04

Silke Satjukow
Der Mythos der "Befreiung" zwischen Propaganda und Alltag


Am Ende des verlorenen Weltkrieges standen die Deutschen vor einer schwierigen Aufgabe: Die nationalsozialistischen Verbrechen mussten in Erzählungen eingebunden werden, welche nicht nur die Gründung eines neuen, »besseren« Staatswesens legitimierten, sondern auch die Mehrzahl seiner Bürger von einer persönlichen Schuld entlasteten, womöglich sogar freisprachen.
Die Machthaber in Ostdeutschland mitsamt ihrer neu begründeten Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands stellten sich dieser Herausforderung. Der von ihnen propagierte Mythos des »Antifaschismus« fand als fundamentaler Bestandteil der Staatsdoktrin Eingang in alle Bereiche des Lebens. Seinen Kern stellte die Erzählung von der heldenhaften wie opferreichen Befreiung aller »guten« Deutschen durch die Rote Armee dar.

Als künstlerische Manifestation dieses offiziellen Erinnerungsmusters der »Befreiung« fungierte seit 1945 die Figur des unbekannten sowjetischen Soldaten: mustergültig als überlebensgroße Plastik im Jahr 1949 im Treptower Park errichtet. Nur wenige Monate nach Ende des Krieges gerannen die zu Schuld und Wiedergutmachung gemahnenden Totenstätten der gefallenen Sowjetsoldaten zu Ehrenhainen für die Roten Armee und ihre Befreiungstat. In der gesamten Republik entstanden, ähnlich wie in Berlin-Treptow, memoriale Strukturen, die nicht nur Friedhöfe waren, sondern darüber hinaus als Gedächtnisorte dienen sollten. Die Botschaft der Befreiung wurde in Obelisken eingemeißelt und sollte durch die Totenfelder beglaubigt werden.

Am Ende der DDR existieren etwa 850 militärhistorische Gedenkstätten und Friedhöfe.

Wer sich für die Bestattungsusancen der Sowjetischen Streitkräfte auf dem Territorium der DDR interessiert, findet sie hier:

http://www.horch-und-guck.info/hug/arch ... -satjukow/
Auch aus Steinen die einem in den Weg
gelegt werden,
kann man was schönes bauen
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