Angriff auf Pearl Harbour

Angriff auf Pearl Harbour

Beitragvon pentium » 6. Dezember 2016, 15:08

75. Jahrestag des Angriffs auf Pearl Harbour

Kriegseintritt der USA in den 2. WK

Der Angriff der Kaiserlich Japanischen Marineluftstreitkräfte auf den US-Flottenstützpunkt Pearl Harbor auf Hawaii am 07.12.1941 gilt als einer der entscheidenden Ereignisse des Zweiten Weltkriegs, da indessen Folge der Kriegseintritt der USA erklärt wurde..
Für die japanischen Befehlshaber bot Pearl Harbor als US-Flottenstützpunkt, mit großer taktischer Bedeutung, ein ideales Angriffsziel. Die USA hingegen hielten einen bevorstehenden Angriff auf die amerikanischen Stützpunkte auf den Philippinen für weitaus wahrscheinlicher, weshalb die auf Pearl Harbor stationierten Streitkräfte im Vorfeld nicht in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt worden waren. Nachdem sich die japanische Flotte nach einer mehrtägigen Fahrt unerkannt Pearl Harbor annähern konnte, wurde am Morgen des siebten Dezembers schließlich der lange vorbereitete Angriff in zwei Angriffswellen geflogen, bei denen über 350 japanische Kampfflugzeuge zum Einsatz kamen.
Beide Angriffswellen hatten dabei eine überaus vernichtende Wirkung. Aufgrund des Überraschungseffekts konnte der größte Teil der auf Pearl Harbor stationierten Kampfflugzeuge und Geschütze auf den Schlachtschiffen nicht mehr rechtzeitig besetzt werden.
https://de.wikipedia.org/wiki/Angriff_a ... 941_de.svg

Auf Seiten der USA kam es zu dem Verlust von acht Schiffen, weitere sechs wurden beschädigt. Weiterhin kam es zu der Zerstörung von rund 164 Flugzeugen. Als der größte Einzelverlust sticht dabei die vollständige Zerstörung der USS Arizona hervor. Das Schlachtschiff sank mit 1100 sich noch unter Deck befindlichen Soldaten. Insgesamt kostete der Angriff etwa 2400 US-Soldaten das Leben, weitere 1300 wurden verletzt.

Auf japanischer Seite gab es hingegen lediglich den Verlust von 29 Flugzeugen und fünf U-Booten zu beklagen, insgesamt verloren dabei 65 Piloten und U-Boot-Besatzungsmitglieder ihr Leben.

https://de.wikipedia.org/wiki/Angriff_auf_Pearl_Harbor

Der Plan mit dem Angriff auch die Flugzeugträger der Pazifikflotte außer Gefecht zu setzen, mißlang allerdings, da diese zu dieser Zeit nicht anwesend waren. Zwei der drei Pazifik-Träger waren auf dem Rückweg von Flugzeugtransporten nach Midway bzw. Wake Island, der dritte befand sich nach einem Werftaufenthalt an der US-Westküste.
Die Idee einer ursprünglich geplante dritte Angriffswelle wurde von dem japanischen Oberbefehlshaber letztlich verworfen, da die USA nun mit weiteren Angriffen rechnen mussten und somit höhere Verluste bei einem weiteren Angriff zu befürchten waren.

Zitat:
Das Vorbereiten einer dritten Welle hätte beträchtliche Zeit gedauert. Die Maschinen der ersten Welle wurden nach der Landung sofort unter Deck gebracht, da die Flugdecks für die Landung der zweiten Welle frei sein mussten. Die Neuausrüstung mit Bomben und Treibstoff hätte zusätzlich Zeit benötigt, dann mussten die Maschinen zum Starten wieder auf das Flugdeck gebracht werden, wobei man gleichzeitig die auf dem Flugdeck stehenden gelandeten Maschinen in das Hangardeck bringen musste. Dieser komplexe und zeitraubende Prozess hätte bedeutet, dass die dritte Welle nicht vor Einbruch der Dunkelheit zurückgekehrt wäre. Nachtlandungen auf Trägern waren 1941 nicht üblich, es gab noch keine sicheren Verfahren für das Landen bei Dunkelheit, und die Trägermaschinen waren zumeist nicht nachtflugtauglich. Eine Nachtlandung hätte höchstwahrscheinlich den Verlust vieler erfahrener Piloten bedeutet, die Japan nicht entbehren konnte. Darüber hinaus wären die Schiffe während der Neuausrüstung der Flugzeuge äußerst verwundbar gewesen. Sechs Monate später wurden die Flugzeugträger Akagi, Sōryū, Hiryū und Kaga in der Schlacht um Midway durch einen verhältnismäßig schwachen Angriff, der zufälligerweise während ihrer Startvorbereitungen erfolgte, vernichtet.

quelle: wiki, geschichte-lexikon.de/angriff-auf-pearl-harbor.php

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Re: Angriff auf Pearl Harbour

Beitragvon pentium » 7. Dezember 2016, 11:30

Zum Armeebefehlshaber Walter C. Short:

Als Kommandeur der Armee scheint Short seine Aufgabe hauptsächlich in der Ausbildung der auf Hawaii stationierten Truppen gesehen zu haben. Im Gegensatz zum Befehlshaber der Pazifikflotte, Admiral Husband E. Kimmel, der einen japanischen Luftangriff auf Pearl Harbor als Eröffnungsschlag eines Krieges zumindest für möglich hielt, rechnete er nicht mit einem ernsthaften Angriff auf Hawaii. Am 27. November schickte der Chief of Naval Operations, Admiral Harold R. Stark, eine Kriegswarnung an alle Kommandeure im Pazifik, in der vor einem möglichen Krieg mit Japan gewarnt wurde. Da in der Nachricht auch vor möglichen japanischen Sabotageaktionen gewarnt wurde, Hawaii gleichzeitig aber nicht in der ebenfalls enthaltenen Liste wahrscheinlicher japanischer Angriffsziele stand, beschränkten sich Shorts Handlungen auf einige wenige Maßnahmen zur Sicherung gegen Sabotage. So ließ er sämtliche Flugzeuge der Armee von ihren standardmäßigen Parkpositionen an den Rändern der Flugplätze in die Mitte schieben, da man sie dort besser bewachen konnte. Die ihm zur Verfügung stehenden Flakgeschütze blieben zumeist in den Depots, die wenigen aufgestellten Batterien hatten keine Munition. Als die Japaner die Kampfhandlungen gegen die USA am 7. Dezember 1941 tatsächlich mit einem Überraschungsangriff auf Pearl Harbor begannen, wurden seine Streitkräfte vollständig überrascht. Die in der Mitte der Flugfelder eng zusammenstehenden Maschinen waren perfekte Ziele für die japanischen Bomber und bis die Flakgeschütze der Armee in Position gebracht waren, war der Angriff bereits vorbei.
Walter C. Short kurz vor Kriegsausbruch

Zehn Tage nach dem Angriff wurde General Short durch General Delos Carleton Emmons abgelöst und erhielt kein neues Kommando. Eine Untersuchungskommission unter dem Vorsitz des Verfassungsrichters Owen Roberts erklärte in ihrem Bericht ihn und Admiral Kimmel zu den Hauptverantwortlichen für die Niederlage und warf ihnen Pflichtvernachlässigung vor. Weitere Untersuchungskommissionen, die bis 1946 den Angriff untersuchten, ließen diesen Vorwurf fallen und machten auch die amerikanische Armeeführung um Admiral Stark und Shorts Vorgesetzten, den Generalstabschef der Armee General George C. Marshall, für die gelungene Überraschung und die mangelnde Kampfbereitschaft der Truppen mitverantwortlich, da diese nicht alle vorhandenen Informationen, die sie über die japanischen Absichten hatten, an die Abschnittskommandeure im Pazifik weitergeleitet hatten. Es blieb jedoch bei dem Vorwurf, Short habe die Warnungen vor einem Krieg mit Japan nicht ernst genug genommen und untaugliche Maßnahmen ergriffen.

Durch seine Ablösung wieder in den regulären Rang eines Generalmajors zurückgefallen, ließ sich Short 1942 in den Ruhestand versetzen und arbeitete von da an für die Ford Motor Company. Bis zu seinem Tod 1949 kämpfte er um die Wiederherstellung seines Rufs, er wird jedoch bis heute vielfach als Sündenbock für die Ereignisse von Pearl Harbor angesehen.

Am 25. Mai 1999 verabschiedete der US-Senat mit 52:47 Stimmen eine Resolution, die Walter Short ebenso wie Admiral Kimmel von allen Vorwürfen freisprach und sie posthum in den 4-Sterne-Rang erhob, den alle anderen ranghöheren amerikanischen Offiziere des Zweiten Weltkrieges spätestens bei ihrem Ausscheiden aus den Streitkräften erhalten hatten.


https://de.wikipedia.org/wiki/Walter_C._Short

Und weiter

Für die Verteidigung der Insel selbst war das US-Heer verantwortlich. Auch hier waren die Truppen in keinerlei Weise auf einen Angriff vorbereitet. Die Flakgeschütze waren nicht um die militärischen Anlagen herum verteilt, sondern standen in Depots, da es sich bei den umliegenden Grundstücken um Privatbesitz handelte, deren Besitzer man nicht unnötig verärgern wollte. So hatte man beispielsweise die Heeres-Flak bei der neu gebauten Kāneʻohe Naval Air Station wenige Tage vorher wieder in die Kasernen verlegt. Die Flak-Munition wurde in separaten Munitionsdepots gelagert, diese waren wie alle anderen Munitionsdepots abgeschlossen. Teilweise sollen sich während des Angriffs die Schlüsselinhaber geweigert haben, die Munitionskammern ohne schriftlichen Befehl zu öffnen. Auf Anweisung von General Short waren auf den Flugplätzen sämtliche Flugzeuge von den üblichen Positionen am Rande des Feldes und den Unterständen in die Mitte des Feldes gestellt worden, da man sie so besser gegen Sabotage schützen konnte. Die sechs neuen mobilen Radarstationen, die erst im Oktober 1941 auf Hawaiʻi eingetroffen waren, arbeiteten nur zwischen 4:00 Uhr und 7:00 Uhr morgens.[5] Die Entscheidung, das Radar nicht rund um die Uhr, sondern nur zu dem wahrscheinlichsten Angriffszeitpunkt einzusetzen, war unter anderem in der Skepsis begründet, die dieser neuen Technologie trotz ihres erfolgreichen Einsatzes in der Luftschlacht um England noch immer entgegengebracht wurde. Dass der Zeitraum zwischen 4:00 Uhr und 7:00 Uhr morgens als wahrscheinlichster Zeitpunkt eines Angriffs galt, zeigte aber auch, dass man sich der Möglichkeit eines Angriffs bewusst war und (durchaus zutreffend) davon ausging, dass ein solcher Angriff zum frühestmöglichen Zeitpunkt nach Sonnenaufgang stattfinden würde. Ein japanischer Angriff galt also nicht als unmöglich, aber auf Grund der aktuellen Lagebeurteilung als äußerst unwahrscheinlich.


https://de.wikipedia.org/wiki/Angriff_a ... ._Dezember

Und es gibt auch Verschwörungstheoerien:
https://de.wikipedia.org/wiki/Verschw%C ... arl_Harbor

Vertreter von Verschwörungstheorien zum 11. September 2001 gehen oft auch von einem „Pearl-Harbor-Komplott“ als Vorbild einer ähnlichen Verschwörung aus und argumentieren damit. Häufig als Parallelen herangezogen werden auch die Explosion der USS Maine 1898, die Versenkung der RMS Lusitania 1915, der Tonkin-Zwischenfall 1964, die Zerstörung der USS Liberty durch israelisches Militär 1967 sowie der Plan Operation Northwoods von 1962.


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Re: Angriff auf Pearl Harbour

Beitragvon Spartacus » 7. Dezember 2016, 19:18

Vertreter von Verschwörungstheorien zum 11. September 2001 gehen oft auch von einem „Pearl-Harbor-Komplott“ als Vorbild einer ähnlichen Verschwörung aus und argumentieren damit. Häufig als Parallelen herangezogen werden auch die Explosion der USS Maine 1898, die Versenkung der RMS Lusitania 1915, der Tonkin-Zwischenfall 1964, die Zerstörung der USS Liberty durch israelisches Militär 1967 sowie der Plan Operation Northwoods von 1962.


Diese und zwar genau diese " Verschwörungstheorien" mit Ausnahme des 9.11, wurden sogar vom Meister Guido Knopp im ZDF History höchstselbst präsentiert, als mittlerweile Tatsachen.

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Re: Angriff auf Pearl Harbour

Beitragvon pentium » 8. Dezember 2016, 13:58

Ich hoffe, das wir uns hier im Thema auf Pearl Harbor konzentrieren. So zumindest lautet die Threadüberschrift so. Meister Guido Knopp im ZDF History - alles spannend aber bitte in einem passenden Thema.

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Re: Angriff auf Pearl Harbour

Beitragvon AkkuGK1 » 8. Dezember 2016, 19:06

Es war auch die Arroganz der westlichen Welt, das bekommen diese gelbbäucigen Japse eh nicht gebacken... Die selbe Einstellung kostete den Briten die King George...
AfD - die Alternative - für Doofe, deshalb wählt AfD ihr Schafe! Mähhh
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Re: Angriff auf Pearl Harbour

Beitragvon pentium » 8. Dezember 2016, 19:09

AkkuGK1 hat geschrieben:Es war auch die Arroganz der westlichen Welt, das bekommen diese gelbbäucigen Japse eh nicht gebacken... Die selbe Einstellung kostete den Briten die King George...


Du meinst sicher die Prince of Wales!

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Re: Angriff auf Pearl Harbour

Beitragvon AkkuGK1 » 8. Dezember 2016, 19:45

Genau, aber ich lag nicht ganz daneben, die Wales war ein Schiff der King Geoerge Klasse...
AfD - die Alternative - für Doofe, deshalb wählt AfD ihr Schafe! Mähhh
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