Russischer Opfermythos...?

Re: Russischer Opfermythos...?

Beitragvon Interessierter » 9. Juli 2016, 10:26

Passt irgendwie auch hier hinein:

Waldbrüder – der bewaffnete Widerstand im Nachkriegslitauen

Am 4. Juli 1944 überschritt die Rote Armee die litauische Grenze im Nordosten des Landes. Damit begann innerhalb von vier Jahren die zweite sowjetische Okkupation.

Die ersten widerständischen Gruppen, deren Mitglieder im Volksmund "Waldbrüder" genannt wurden, rekrutierten sich aus Angehörigen der Litauischen Aktivistenfront (im folgenden LAF)7, Soldaten der Plechavičius-Armee (prodeutscher Einheiten), der militärischen Organisation "Kes­­tu­tis", geflüchteten Soldaten, Angehörigen der Schutzbataillone und der Polizei in der deutschen Besatzungszeit. Sie alle einte das Vorhaben, eine erneute Installierung der sowjetischen Macht in Litauen keinesfalls zu dulden und mit allen nur erdenklichen Mitteln zu bekämpfen.

Seit 1944 schickte Moskau regelmäßig Parteifunktionäre nach Litauen. Darüber hinaus wurde auf Be­schluß des ZK der KPdSU vom 11. November 1944 ein litauisches Büro errichtet und zum höchsten Exekutivorgan der LSSR er­klärt. Bis zum Frühjahr 1946 leitete es Michail Suslov.
Als Suslov 1946 Litauen verließ, prophezeite er: "Litauen wird weiter exi­stie­ren, aber ohne Litauer, und es wird sowjetisch sein."

Der litauische Widerstand gab sich nicht der Illusion hin, die größenmäßig weit überlegene Rote Armee allein besiegen zu können. Vielmehr hoffte man auf die Unterstützung der westlichen Alliierten und versuchte, bis zu ihrem Eintreffen in den Wäldern auszuharren.20 Wäre den Litauern von vornherein klar ge­wesen, daß der Westen die baltischen Freiheits­bestrebungen nicht unter­stützt und keine Aussicht auf irgendeine Form von Interven­tionen besteht, wäre der Zulauf zu den bewaffneten Einheiten weitaus geringer gewe­sen.

Zur Vergegenwärtigung der Nachkriegssituation Li­tau­ens muß daran erinnert werden, daß das Land innerhalb von nur vier Jahren drei politische Umstürze erlebt hatte: die sowjetische Besatzung von 1940, die deutsche Besatzung von 1941 und die erneute sowjetische Besatzung von 1944.

Noch vor Kriegsende setzte der NKVD die sowjetischen Deportationen nach Sibirien – wie schon 1941 – fort. Als erste Gruppe wur­den 300 litauendeutsche Familien aus Kaunas, Marijampole, Vilka­viškis und Tau­rage am 2. Mai 1945 nach Tadžikistan verbannt.28 Im Sommer 1945 folgten weitere Depor­tationszüge mit Litauern. Die Gesamtzahl der Deportierten betrug 1945 mehr als 5 400 Personen.


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