Berlin Lichterfelde-Süd / Parks Range und Doughboy City

Berlin Lichterfelde-Süd / Parks Range und Doughboy City

Beitragvon Werner Thal » 13. Januar 2022, 16:20

Berlin Lichterfelde-Süd - Parks Range und Doughboy City - Truppenübungsplatz der US Army

Um die Gegend im Südosten der S-Bahn Station Lichterfelde-Süd in Berlin herum, gibt es sehr wenig,
das auf ein früheres Leben als Truppenübungsplatz der US Army, Parks Range und Doughboy City, hinweist.


https://withberlinlove.com/de/2017/11/0 ... hboy-city/

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W. T.
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Re: Berlin Lichterfelde-Süd / Parks Range und Doughboy City

Beitragvon Carl » 19. Januar 2022, 14:18

Die Amerikaner in Lichterfelde Süd

Ab 1953 nahm die Berlin-Brigade der U.S. Army das Gebiet in Lichterfelde Süd bis auf einen Randstreifen längs der Réaumurstraße/Landweg und der Bahntrasse und zunächst auch ohne die Südspitze, die erst 1975 dazu kam, als militärisches Übungsgelände in Anspruch. Unter anderem in der Doughboy City wurde unter Beteiligung von Panzern und Hubschraubern der Häuserkampf geübt. Auf alten Berliner Stadtplänen erschien dieser Ort als „Geisterstadt“. Im Süden entstand eine Hügellandschaft, um dem „Osten“ den Einblick in das Gebiet zu erschweren. In diesen Hügeln lagen sich alsbald „Apachen“ und „Sioux“ im Stellungskrieg gegenüber. Laufgräben zeugen noch immer von diesen militärischen Spielereien. Das ab 1975 rund 70 ha große Gebiet trug in Erinnerung an den ersten amerikanischen Stadtkommandanten Generalmajor Floyd Lavinius Parks den Namen Parks Range.

https://www.spd-lios.de/lichterfelde-su ... ueckblick/
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Re: Berlin Lichterfelde-Süd / Parks Range und Doughboy City

Beitragvon augenzeuge » 19. Januar 2022, 17:31

Toller Link, Carl!!

Fand ich auch sehr interessant, hab mal in Rudow gewohnt:

Seit 1888 verband eine zunächst dampfgetriebene und ab 1907 elektrifizierte Straßenbahn Lichterfelde mit Teltow. Ab 1930 trug sie den Namen 96. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges verkehrte sie ab dem 24. Januar 1946 zwischen dem SBahnhof Tempelhof und der Kleinmachnower Schleuse und verband damit die Berliner Ortteile Tempelhof, Lankwitz, Lichterfelde Ost und –Süd mit Teltow, Stahnsdorf und Kleinmachnow. Nachdem es in Berlin seit Mai 1948 zwei unterschiedliche Währungen gab, wechselten sich in Berlin beim Grenzübertritt öffentlicher Verkehrsmittel West- und Ost-BVG-Schaffner ab. Auf der Strecke der 96 außerhalb von Berlin vertrat ein Westschaffner mit einer Ostgeldtasche den Ostkollegen. Ein Zwischenfall an der Stadtgrenze in Rudow, dort war ein Westschaffner mit einer Ostgeldtasche verhaftet worden, führte 1950 dazu, das die Linie 96 in zwei Teilstrecken zerfiel, die auf beiden Seiten vor der Stadtgrenze endeten, sodass die Fahrgäste zu Fuß die Grenze überschreiten mussten. Am 13. August 1961 fiel diese Verkehrsverbindung endgültig weg. Auf Teltower Seite wurde die Straßenbahnlinie zwischen Ruhlsdorfer Platz und Seehof am 31. Oktober 1961 eingestellt. In Berlin verkehrte die 96 noch bis 1966. Mit ihrer letzten Fahrt am 2. Mai 1966 verschwand sie als vorletzte Straßenbahn aus der West-Halbstadt. Heute verbindet die Buslinie 117 Lichterfelde Ost mit Teltow und Kleinmachnow. (Quelle: Berliner Verkehrsseiten – Online Magazin der Berliner Verkehrsgeschichte)


Was es alles gab, Westschaffner mit Ostgeldtasche..... [flash]
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Re: Berlin Lichterfelde-Süd / Parks Range und Doughboy City

Beitragvon pentium » 19. Januar 2022, 18:57

augenzeuge hat geschrieben:Toller Link, Carl!!

Fand ich auch sehr interessant, hab mal in Rudow gewohnt:

Seit 1888 verband eine zunächst dampfgetriebene und ab 1907 elektrifizierte Straßenbahn Lichterfelde mit Teltow. Ab 1930 trug sie den Namen 96. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges verkehrte sie ab dem 24. Januar 1946 zwischen dem SBahnhof Tempelhof und der Kleinmachnower Schleuse und verband damit die Berliner Ortteile Tempelhof, Lankwitz, Lichterfelde Ost und –Süd mit Teltow, Stahnsdorf und Kleinmachnow. Nachdem es in Berlin seit Mai 1948 zwei unterschiedliche Währungen gab, wechselten sich in Berlin beim Grenzübertritt öffentlicher Verkehrsmittel West- und Ost-BVG-Schaffner ab. Auf der Strecke der 96 außerhalb von Berlin vertrat ein Westschaffner mit einer Ostgeldtasche den Ostkollegen. Ein Zwischenfall an der Stadtgrenze in Rudow, dort war ein Westschaffner mit einer Ostgeldtasche verhaftet worden, führte 1950 dazu, das die Linie 96 in zwei Teilstrecken zerfiel, die auf beiden Seiten vor der Stadtgrenze endeten, sodass die Fahrgäste zu Fuß die Grenze überschreiten mussten. Am 13. August 1961 fiel diese Verkehrsverbindung endgültig weg. Auf Teltower Seite wurde die Straßenbahnlinie zwischen Ruhlsdorfer Platz und Seehof am 31. Oktober 1961 eingestellt. In Berlin verkehrte die 96 noch bis 1966. Mit ihrer letzten Fahrt am 2. Mai 1966 verschwand sie als vorletzte Straßenbahn aus der West-Halbstadt. Heute verbindet die Buslinie 117 Lichterfelde Ost mit Teltow und Kleinmachnow. (Quelle: Berliner Verkehrsseiten – Online Magazin der Berliner Verkehrsgeschichte)


Was es alles gab, Westschaffner mit Ostgeldtasche..... [flash]
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Nach der Währungsreform 1948 durchfuhr die Linie zwei Währungsgebiete, der Fahrpreis war stets in der Währung zu zahlen, die an der Einstiegshaltestelle gültig war.[2] Ab 1949 wurde die Stadtgrenze sogar zur Grenze zwischen West-Berlin und der DDR. Nach der Aufspaltung der BVG am 1. August 1949 verblieb die Linie bei der BVG-West.[2]
https://de.wikipedia.org/wiki/Teltower_Kreisbahnen
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
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Re: Berlin Lichterfelde-Süd / Parks Range und Doughboy City

Beitragvon Carl » 26. Januar 2022, 17:49

Ich bekomme das mit der "Videoeinbettung" leider nicht hin.



Ab 22:20 ist auf diesem alten Film Häuserkampfübung der US-Soldaten in Berlin-Lichterfelde-Süd zu sehen.

Geändert von AZ
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