Der dritte Kim und Nordkorea...

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Beitragvon karl143 » 15. Juli 2010, 11:27

Eine dpa-Meldung von heute morgen:

Nordkoreas Gesundheitssystem zerfällt

Seoul (dpa) - Immer mehr Menschen in Nordkorea haben laut Amnesty International ungeachtet der Nahrungsmittelknapp­heit keinen Zugang zu einer angemessenen ärztlichen Grund­versorgung mehr. Amputationen und andere Operationen ohne Narkose seien nur ein Anzeichen für den alarmierenden Zustand des Gesundheitswesens, heißt es in einem Bericht der Menschenrechtsorganisation über das "bröckelnde" Gesund­heitssystem des Landes. Der Staat behaupte, die Versorgung sei für alle frei. Doch Zeugen hätten erzählt, dass die Bürger schon lange für alle Gesundheitsdienste bezahlen müssten.

von dpa | vom 15.07.2010, 09:58 Uhr
karl143
 

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Beitragvon augenzeuge » 15. Juli 2010, 17:18

Freiheit ist ein Gut, das durch Gebrauch wächst und durch Nichtgebrauch dahinschwindet. Keiner darf für sich den Besitz der Wahrheit beanspruchen, sonst wäre er unfähig zu Kompromiß und überhaupt zu Zusammenleben.
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Beitragvon Hans-Peter » 16. Juli 2010, 01:44

Hallo Karl-Heinz und Jörg, ... und eine kommunistische Führung, der der Drang Atommacht zu werden und der Welt mit der Atombombe zu drohen, wichtiger ist als dass das eigene Volk satt zu essen hat. Viele Menschen in Nordkorea hungern, weil die eigene Landwirtschaft das Volk nicht ernähren und keine Mittel - Geld, Exportgüter oder Rohstoffe - vorhanden sind, um wenigstens aus dem Ausland notwenige Nahrungsmittel zu importieren. So ist das einfache Volk auf Hilfsspenden aus aller Welt angewiesen, während der "Große Geliebte Führer" die Atombombe "vergöttert". Gruß hp
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Beitragvon CaptnDelta » 16. Juli 2010, 06:26

Ich glaube das der Vergleich zwischen Nord- und Suedkorea der beste ist, in welche Richtung Ost- und Westdeutschland gegangen waeren, haette die DDR den Fall der Sowjets autark ueberstanden. Es gibt einige Parallelen zwischen der deutschen und koreanischen Mentalitaet, und die Entwicklung in Korea hatte sehr viel Einfluss auf die Entwicklung in Deutschland nach dem Krieg.

Interessanterweise hat das "kapitalistische" Suedkorea genau das Gesundheitssystem, welches man sich im Sozialismus gewuenscht haette. Nachdem ich oefters in SK bin, hatte ich auch schon ein paar mal die Gelegenheit, das Gesundheitssystem kennenzulernen. Da muss ich sagen, das, wenn es hier (in den USA) schon ein staatlich organisiertes Gesundheitswesen geben muss (wobei ich immer noch hoffe das dies scheitert), dann sollte man sich an Suedkorea orientieren, und nicht an Schweden, Kanada, Deutschland oder gar DDR (bin schon in den "Genuss" aller dieser Systeme gekommen).

Das einzige mal, das ich in Nordkorea war hatte was surreal-unvergessliches. Man wird komplett abgeschirmt, jede Person bekommt zwei Waechter welchen einem auf Schritt und Tritt "beiseite stehen". Die entsprechenden Routen sind vorgegeben, es darf nicht fotographiert, gefilmt oder Notizen gemacht werden. Trotzdem kann man Eindruecke der unendlichen Armut in diesem Land finden, wenn man sieht wie gestandene Maenner sich ueber vom Lastwagen gefallene Reiskoerner gegenseitig an die Gurgel gehen.

Ein absoluter Witz, welcher mich an die DDR erinnerte, war eine Geschichte an der DMZ. Die Nordkoreaner hatten etliche Spionage- und Angriffstunnel unter die DMZ auf suedkoreanisches Gebiet durchgetrieben, welche irgendwann entdeckt wurden. Diese konnte man von Suedkorea aus besichtigen. Das besondere war: Die Tunnel waren komplett mit Kohle ausgekleidet, damit die nordkoreanische Fuehrung behaupten konnten, das es sich nur um ein "Bergwerk" handelte. Mal zum Vergleich: Jeden Winter erfrieren in NK Tausende, weil es an Heizmaterialien fehlt. Und um ein paar Spionagetunnel zu "tarnen", verprasst man zuegeweisse Steinkohle [bloed] [bloed]

-Th
..Totalitarianism does not mean that such regimes in fact exercise total control over their people, it means rather that such control is in their aspiration.
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Beitragvon karl143 » 16. Juli 2010, 07:49

Hallo CD,
der Beitrag war interessant. Vor allem deine Schilderungen über Nordkorea. Aus diesem Land hört man ja sehr wenig (leider).Vielleicht kannst du noch ein bißchen was über das Gesundheitssystem in Südkorea schreiben, wie es sich unterscheidet von dem der anderen Länder die du aufführst. Südkorea liegt ja hier nicht gerade um die Ecke, und so können sich sicherlich die Wenigsten etwas darunter vorstellen.
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Re: Leben in einem kommunistischen Land

Beitragvon augenzeuge » 16. Juli 2010, 08:01

CaptnDelta hat geschrieben:Man wird komplett abgeschirmt, jede Person bekommt zwei Waechter welchen einem auf Schritt und Tritt "beiseite stehen". Die entsprechenden Routen sind vorgegeben, es darf nicht fotographiert, gefilmt oder Notizen gemacht werden.

-Th


Wann warst du dort? Nach meinem Kenntnissstand ist das Fotografieren heute nicht mehr so streng geregelt...oder stimmt das nicht?
AZ
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Re: Leben in einem kommunistischen Land

Beitragvon SkinnyTrucky » 28. Februar 2012, 07:56

YouTube hat geschrieben:Die Zeit scheint vor 25 Jahren - zur Glanzzeit des Kommunismus - stehen geblieben zu sein.

Erntebrigaden werden revolutionär beschallt, in der Hauptstadt befinden sich Aufmarschplätze, bronzene Heldenstatuen, gigantische Plattenbauten. Haushohe Plakate und Parolen preisen den "Großen Führer" (den verstorbenen Kim ll Sung) oder den "Lieben Führer" (seinen Sohn Kim Jong ll). Im Fernsehen schnarrende Nachrichten, Armeechöre, Kriegsfilme. Nordkorea - eine Zeitreise.

Bilder aus dem letzten streng kommunistischen Land der Erde sind rar, die Regierung misstraut ausländischen Journalisten. Bernd Girrbach und Elke Werry zählen 2005 zu den wenigen, die Zugang haben. Der Film versucht, Einblicke in den Alltag Nordkoreas zu gewinnen - vor allem durch kleine Porträts einfacher Bürger. Auf dem Land lebt Frau Ko und ihre Familie in der Kooperative Taek Am. In Hamhung, der desolaten Chemiestadt an der Ostküste, berichtet Herr Ri, ein pensionierter Chemieingenieur, von Hunger und Niedergang. Weniger trist erscheint die Kleinstadt Kaesong im Süden, wo der Ginseng ursprünglich herkommt, wie Ginsengmeister Ho, 62, erzählt.

In der Hauptstadt Pjöngjang, dem "Paradies der werktätigen Massen" passt Rentnerin Kang auf, dass in ihrem Wohnblock die Beschlüsse der Partei richtig verstanden werden. Und Herr Jon, ein Dirigent, probt mit seinem Chor das Stück "Wir werden Dir für immer folgen". Doch ein klein wenig verändert sich sogar Nordkorea. Englischlehrerin Cha hat viel Arbeit, seit an weiterführenden Schulen Englisch gelehrt wird. Und Direktor Ri muss sein Schuhkombinat nun kommerziell führen und Profit machen. Zum Schluss erleben wir einen der wichtigsten Feiertage Nordkoreas, den Geburtstag Kim Il Sungs, mit Führerblumenausstellung und Massentanz.




Viel Spass beim Anschauen

groetjes uit Heerlen

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Re: Leben in einem kommunistischen Land

Beitragvon SkinnyTrucky » 28. Februar 2012, 08:40











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Nordkoreas Atomprogramm

Beitragvon Interessierter » 7. März 2012, 18:04

Luftaufnahmen zeigen Nordkoreas Reaktor-Erfolge

Bild
Nordkoreanische Atomanlage: Aufnahmen vom September 2011 (l.) und Februar 2012

Die Turbinenhalle ist offenbar fast fertig: Satellitenbilder bezeugen die Fortschritte Pjöngjangs beim Bau eines Leichtwasserreaktors - allerdings sind sie vor dem nordkoreanischen Atom-Moratorium entstanden. Die Anlage soll angeblich nur Strom produzieren, der Westen vermutet militärische Zwecke.

Mehr dazu und zu den 240.000 Tonnen Lebensmittellieferung der USA hier:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 60,00.html
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Re: Nordkoreas Atomprogramm

Beitragvon Berliner » 8. März 2012, 02:30

Es gibt andere Wege "machtvoll" zu sein. Das muss ein Zeichen von Groessenwahnsinn sein, wenn man dafuer das eigine Volk verhungern laesst, oder ? [denken]

Berliner [hallo]
Nichts auf dieser Welt kann die Beharrlichkeit ersetzen.
Talent kann es nicht - nichts ist verbreiteter als erfolglose Maenner mit Talent.
Genie kann es nicht - unbelohntes Genie ist nahezu ein Sprichwort.
Ausbildung kann es nicht - Die Welt ist voll von ausgebildeten Obdachlosen.


Beharrlichkeit und Ausdauer alleine sind allmaechtig.


-Calvin Coolidge
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Re: Nordkoreas Atomprogramm

Beitragvon S51 » 8. März 2012, 15:43

Oder einfach nur Angst davor, bei Bedarf einfach angegriffen zu werden. Wie gerade in den letzten Jahrzehnten an anderen Orten der Welt häufig zu erleben war. Sie wären dumm, würden sie daraus keine Lehren ziehen.
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Re: Nordkoreas Atomprogramm

Beitragvon augenzeuge » 8. März 2012, 17:01

S51 hat geschrieben:Oder einfach nur Angst davor, bei Bedarf einfach angegriffen zu werden. Wie gerade in den letzten Jahrzehnten an anderen Orten der Welt häufig zu erleben war. Sie wären dumm, würden sie daraus keine Lehren ziehen.


Angst vor demjenigen, der ihnen permanent geholfen hat, dass das Volk nicht verhungert? Warum macht derjenige das eigentlich?

Wenn das eigene Volk für die Sicherheit des eigenen Landes hungern muss, dann sollte man sich fragen, ob die innere Sicherheit wirklich gewährleistet ist.
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Re: Nordkoreas Atomprogramm

Beitragvon manudave » 8. März 2012, 18:45

WEN will der nordkoreanische Apparat denn damit beschützen? Das eigene Volk, was wohl bei Grenzöffnung wie die DDR-Lemminge den Staat fluchtartig verlassen würde?
Hier geht es nur um die Macht der Wenigen an der Spitze.
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Re: Nordkoreas Atomprogramm

Beitragvon S51 » 8. März 2012, 20:44

augenzeuge hat geschrieben:...Angst vor demjenigen, der ihnen permanent geholfen hat, dass das Volk nicht verhungert? Warum macht derjenige das eigentlich?

Wenn das eigene Volk für die Sicherheit des eigenen Landes hungern muss, dann sollte man sich fragen, ob die innere Sicherheit wirklich gewährleistet ist.
AZ


Ja, natürlich. Denn wenn "derjenige" keine Nahrung schickt, dann muss man mit Bomben rechnen. Also handelt man lieber Nahrung heraus...
-
Wenn ich extrem zynisch wäre, würde ich sagen dass selbst der Hunger demselben Zweck dient. Nicht nur, weil er das "Potential veringert", auch weil er die Leute "beschäftigt". Es ist extrem schwierig aus der Ferne und als Teil einer von dort als feindlich eingeschätzten Gesellschaft auf die inneren Mechanismen dort zu schließen.
Gerade bei unserer westlichen Berichterstattung weiß man nie, was Propaganda und was Nachricht ist. Das war früher durchaus einfacher (Ironie). Man weiß nie, wie es den Leuten wirklich geht, wie sie es empfinden. Aus zahlreichen Dokumentationen konnte ich entnehmen, dass es gerade zwischen Nordkorea und China keineswegs eine "dichte" Grenze gibt. Es gibt auch immer welche, die flüchten aber es sind eher wenige. Aus unserer Sicht erscheint es leicht, bei der dort zur schaugestellten Begeisterung auf Zwang zu schließen aber sobald man mit Koreanern zu tun hat (vom Sport her ich doch öfter) relativiert sich dies. Da scheint es wirklich eine Art Fanatismuns sowohl nördlich wie südlich mit der Prämisse zu geben, dass das eigene System so eine Art pures göttliches Licht ist und der Nachbar auf der anderen Seite selbst getötet noch viel zu nett behandelt wäre...
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Re: Nordkoreas Atomprogramm

Beitragvon augenzeuge » 9. März 2012, 08:43

S51 hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:...Angst vor demjenigen, der ihnen permanent geholfen hat, dass das Volk nicht verhungert? Warum macht derjenige das eigentlich?

Wenn das eigene Volk für die Sicherheit des eigenen Landes hungern muss, dann sollte man sich fragen, ob die innere Sicherheit wirklich gewährleistet ist.
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Ja, natürlich. Denn wenn "derjenige" keine Nahrung schickt, dann muss man mit Bomben rechnen. Also handelt man lieber Nahrung heraus...
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Entweder mißverstehe ich das oder mir fehlen hier zum Verständnis ein paar Kapitel Staatsbürgerkundeunterricht.... [denken]
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Re: Nordkoreas Atomprogramm

Beitragvon S51 » 9. März 2012, 11:28

augenzeuge hat geschrieben:
S51 hat geschrieben:...Ja, natürlich. Denn wenn "derjenige" keine Nahrung schickt, dann muss man mit Bomben rechnen. Also handelt man lieber Nahrung heraus...
-


Entweder mißverstehe ich das oder mir fehlen hier zum Verständnis ein paar Kapitel Staatsbürgerkundeunterricht.... [denken]
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Nein, es fehlt kein Stabü (gibt es immer noch!), es fehlt nur die abhanden gekommene Sicht von der Seite, wo der Segen sonst heutzutage meist ankommt. So lange, wie Nordkorea mit den Amis um Nahrungsmittel handelt und dafür natürlich nicht auf ein (äußerst kostenintensives) Druckmittel verzichtet, so lange fallen keine Bomben. Weil der anderen Seite das Risiko zu groß ist. Nur deshalb.
Sonst haben sie nichts, was sie schützen könnte. Dumm nur, dass dabei das Land auch zugrunde geht.
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Re: Nordkoreas Atomprogramm

Beitragvon Wosch » 9. März 2012, 12:02

Ich bin zwar kein Nordkorea-Experte aber ich kann mir nicht vorstellen daß die nordkoreanischen Sportler Denen Du @S51 hier ab und zu begegnet sich mit Dir "frei" unterhalten konnten, wo sie alles was ihnen persönlich nahe steht als Geiseln für ihre garantierte Rückkehr in die "Volksrepublik" zurücklassen mußten. Anderseits glaube ich auch nicht so recht daran, daß diese "Reisekader" sich außerhalb ihrer eigenen Grenzen "frei" bewegen dürfen, wo es ihnen noch nicht einmal in ihrer eigenen Heimat gestattet wird den "mündlichen" Kontakt zu Ausländern herzustellen. Um ehrlich zu sein, die paar Koreaner, die mir hier in Deutschland über den Weg gelaufen sind, stammten alle aus dem Süden. Also wie gesagt, ich bin kein Korea-Experte, mein dürftiges Wissen beziehe ich lediglich aus Presse, Funk und Fernsehen; kann mir aber selbst bei größtem Optimismus nicht vorstellen daß die nordkoreanischen Sportler bei ihren Auslandsaufenthalten mehr Freizügigkeiten im Umgang mit ihren "Gastgebern" geniessen wie seinerzeit die Sportler der DDR im kapitalistischem Ausland.
Schönen Gruß aus Kassel. [hallo]
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Re: Nordkoreas Atomprogramm

Beitragvon augenzeuge » 9. März 2012, 12:47

S51 hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:
S51 hat geschrieben:...Ja, natürlich. Denn wenn "derjenige" keine Nahrung schickt, dann muss man mit Bomben rechnen. Also handelt man lieber Nahrung heraus...
-


Entweder mißverstehe ich das oder mir fehlen hier zum Verständnis ein paar Kapitel Staatsbürgerkundeunterricht.... [denken]
AZ


Nein, es fehlt kein Stabü (gibt es immer noch!), es fehlt nur die abhanden gekommene Sicht von der Seite, wo der Segen sonst heutzutage meist ankommt. So lange, wie Nordkorea mit den Amis um Nahrungsmittel handelt und dafür natürlich nicht auf ein (äußerst kostenintensives) Druckmittel verzichtet, so lange fallen keine Bomben. Weil der anderen Seite das Risiko zu groß ist. Nur deshalb.
Sonst haben sie nichts, was sie schützen könnte. Dumm nur, dass dabei das Land auch zugrunde geht.


S51- Nordkorea wird nicht durch seine Waffen geschützt, sondern ausschließlich durch China. Kein Land würde Nordkorea überfallen, wenn sie ab sofort mit ihrem Atomprogramm aufhören würden. Das ist genauso unwahrscheinlich wie China Taiwan angreifen wird. Wie gesagt, ohne China läuft dort nichts. Bisher hat man dort ein Gleichgewicht gehabt, Nordkorea aber verändert es.

Die Frage, auf die ich hinauswollte ist folgende. Der größte Feind Nordkoreas sendet Hilfslieferungen. Wundert es dich nicht, dass man diese dort überhaupt annimmt? Das müssten sie doch nicht, oder? Die USA wissen doch genau, wenn es dort mal gute Ernte gibt, dann basteln die Nordkoreaner wieder an ihren Bomben. Senden Russland und China auch entsprechende Hilfslieferungen für die Bevölkerung?
Asiaten sind stolz und verlieren ungern das Gesicht vor anderen, wer mal dort war, weiß das.
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Re: Nordkoreas Atomprogramm

Beitragvon S51 » 9. März 2012, 12:48

Ich habe nur mit Kampfsportlern aus den verschiedensten Bereichen zu tun. Was sie zu Hause machen geht mich nichts an. Weder von da noch von da oder dort. Es liegt jedoch in der Natur der Sache, dass da keine "Aufpasser" dabei sind. Die Unterhaltung, so es eine gibt, verläuft sowieso meist sprachlich bedingt eher holprig. Trotzdem bilde ich mir durchaus ein, im Laufe der letzten 15 Jahre einen besseren Einblick erhalten zu haben als gerade unsere Medien dies können oder auch nur wollen bzw. sollen.
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Re: Nordkoreas Atomprogramm

Beitragvon augenzeuge » 9. März 2012, 12:54

S51 hat geschrieben: Trotzdem bilde ich mir durchaus ein, im Laufe der letzten 15 Jahre einen besseren Einblick erhalten zu haben als gerade unsere Medien dies können oder auch nur wollen bzw. sollen.


Du siehst einige auserwählte Leute und schließt daraus bessere Kenntnisse zu haben als durch unterschiedlichste Medien? Na wenn es so einfach geht.... [flash]

Stell dir vor ein Ausländer hat gute Verbindungen zu den Linken...und kennt dort zig Leute. Ob dieser auch die Berichterstattung über die Linken dann in Frage stellt und meint, Deutschland besser zu kennen?
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Re: Nordkoreas Atomprogramm

Beitragvon S51 » 9. März 2012, 13:06

augenzeuge hat geschrieben:...S51- Nordkorea wird nicht durch seine Waffen geschützt, sondern ausschließlich durch China. Kein Land würde Nordkorea überfallen, wenn sie ab sofort mit ihrem Atomprogramm aufhören würden. Das ist genauso unwahrscheinlich wie China Taiwan angreifen wird.
... Der größte Feind Nordkoreas sendet Hilfslieferungen. Wundert es dich nicht, dass man diese dort überhaupt annimmt? Das müssten sie doch nicht, oder? Die USA wissen doch genau, wenn es dort mal gute Ernte gibt, dann basteln die Nordkoreaner wieder an ihren Bomben. Senden Russland und China auch entsprechende Hilfslieferungen für die Bevölkerung?
Asiaten sind stolz und verlieren ungern das Gesicht vor anderen, wer mal dort war, weiß das.
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Nichts ist in manchen Gegenden so unsicher wie Allianzen. Gerade auch wenn es um Einfluss geht. Offensichtlich setzt Nordkorea sehr direkt eben auf die Atomkarte. Vielleicht auch, um nicht gar zu abhängig zu erscheinen.
Taiwan wurde nicht angegriffen, weil da der "Atomschirm" der USA drüber war und ist. Tschian Kai Tchek war eben ein Zögling des Westens. Es wird auch deshalb nicht angegriffen weil Entwicklungen wie zum Beispiel um Singapur gezeigt haben, dass man auch ohne Krieg gut verdienen und sein Gesicht wahren kann. Doch die Taiwanesen wissen sehr gut, dass nichts so sicher ist wie die Unsicherheit.
Wer asiatische Befindlichkeiten auf Offensichtlichkeiten reduziert wird schnell mal überrundet. Nicht nur in der Wirtschaft. Es gibt wie bei uns ja auch immer eine Seite welche Ertrag vor Meinung stellt. Das muss man dann nur halt irgendwie erklären. Falls man es zu Hause überhaupt tut. In dem Fall läuft das wohl über China und ist eben eine Hilfe des großen...
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Re: Nordkoreas Atomprogramm

Beitragvon S51 » 9. März 2012, 13:17

augenzeuge hat geschrieben:
S51 hat geschrieben: Trotzdem bilde ich mir durchaus ein, im Laufe der letzten 15 Jahre einen besseren Einblick erhalten zu haben als gerade unsere Medien dies können oder auch nur wollen bzw. sollen.


Du siehst einige auserwählte Leute und schließt daraus bessere Kenntnisse zu haben als durch unterschiedlichste Medien? Na wenn es so einfach geht.... [flash]

Stell dir vor ein Ausländer hat gute Verbindungen zu den Linken...und kennt dort zig Leute. Ob dieser auch die Berichterstattung über die Linken dann in Frage stellt und meint, Deutschland besser zu kennen?
AZ


Formuliere ich die Antwort mal so.
Prinzipell hättest du recht wenn man voraussetzen könnte wirklich neutral informiert zu werden. Seit ich seinerzeit aber die Berichterstattungen über Bad Kleinen (damals kontra Polizei), den ersten und zweiten Golfkrieg (mit verkappten Mordaufrufen contra Saddam oder den berüchtigten Babymorden in Kuweit) erlebt habe, glaube ich unseren Medien nur noch so viel wie einem bestimmten Kanal in schwärzesten Zeiten. Der hat ja auch nicht immer geschwindelt. Seit ich erlebt habe, wie politisch "unpassende" Diskussionen bezüglich Griechenland im staatlichen Fernsehen (MDR) einfach abgewürgt und später rausgeschnitten wurden, hat sich da kaum etwas geändert. So möglich versuche ich mich im Schweizer Fernsehen vergleichend zu informieren aber wenn mir Leute von vor Ort sagen, dass dies so oder ganz anders war oder ist, sorry dann glaube ich lieber denen.
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Re: Nordkoreas Atomprogramm

Beitragvon Wosch » 9. März 2012, 19:31

S51 hat geschrieben:Ich habe nur mit Kampfsportlern aus den verschiedensten Bereichen zu tun. Was sie zu Hause machen geht mich nichts an. Weder von da noch von da oder dort. Es liegt jedoch in der Natur der Sache, dass da keine "Aufpasser" dabei sind. Die Unterhaltung, so es eine gibt, verläuft sowieso meist sprachlich bedingt eher holprig. Trotzdem bilde ich mir durchaus ein, im Laufe der letzten 15 Jahre einen besseren Einblick erhalten zu haben als gerade unsere Medien dies können oder auch nur wollen bzw. sollen.



Soll das etwa bedeuten daß Du davon augehst daß uns die Medien (was Nord-Korea betrifft) nur die Hucke voll lügen? Daß im Lande der Kim-Dynastie(n) zigtausend Menschen an Unterernährung und nicht an Altersschwäche sterben, kannst Du das Dank des besseren Einblicks auch bestätigen? Bist Du Dir sicher daß die Kampfsportler von denen Du sprichst aus dem Norden und nicht aus dem Süden sind und weißt Du warum man Diesen genehmigt in die BRD und daß auch noch ohne "Aufpasser" reisen läßt? Wie kommst Du überhaupt zu der Annahme daß Du trotzt der sprachlich bedingten Rumholperei einen besseren Einblick als gerade die Medien hast? Nun, ich muß zugeben nicht zu wissen was die nordkoreanischen Kampfsportler ohne Aufpasser hier zu tun haben, sind doch nicht etwa Flüchtlinge die hier Asyl beantragt haben? Im Zusammenhang mit einigen mir nicht ganz verständlichen Widersprüchen: "Laß mich bitte nicht dumm sterben".
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Re: Nordkoreas Atomprogramm

Beitragvon S51 » 10. März 2012, 07:16

Wosch hat geschrieben:...Soll das etwa bedeuten[/color] daß Du davon augehst daß uns die Medien (was Nord-Korea betrifft) nur die Hucke voll lügen? Daß im Lande der Kim-Dynastie(n) zigtausend Menschen an Unterernährung und nicht an Altersschwäche sterben, ...


Ja. Je nach dem, wie es die Politik und/oder die politically correctness gebrauchen kann. Nach Strich und Faden, auch mangels Wissen.
Umgekehrt allerdings dort auch. Es gibt keine absolute Wahrheit.
Wie schon mal geschrieben. Wenn man mit solchen Leuten zu tun hat, dann ist das wie in einem Fanblock. Nur gut und böse. Beide Seiten gleichzeitig geht gar nicht, sie würden sofort Ernst machen. Wenn man "Ärgerliches" überhaupt zur Kenntnis nimmt, dann sucht man die "Schuld" immer beim Feind. Oder bei dem, der einem als solcher vorgesetzt wird.
Nur ist das bei uns hier genauso, etwa subtiler jedoch prinzipiell genauso. Diese Dinge passieren freilich doch ist es eine Frage des Maßstabes. Wie beim schwarzen Kanal oder vergleichbarem.
Ich bin im Ninpo Schwertkämpfer, auch mit Bo, Bokken und Kusari gama. Nicht vergleichbar mit Kendo wenn auch die Kata sehr ähnlich sind. Jedoch meist kein Massenkampf. Das sind sehr individuelle Techniken.
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Re: Nordkoreas Atomprogramm

Beitragvon SkinnyTrucky » 14. März 2012, 11:34

Ich hab da mal eine Frage:

Für die Altkader unter uns....wer war denn von denen schonmal in Nord-Korea....???? Eigendlich müsste da doch ein Run stattfinden, denn da ist die Welt ja kommunistisch noch voll in Ordnung....Millionen sind damals in den Westen geflüchtet aber umgekehrt als der Kommunismus in Europa zu Ende ging, da sind dann aber doch alle Kommunisten hier geblieben und das, wo sich Nordkorea doch noch bis heute gehalten hat....

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Re: Nordkoreas Atomprogramm

Beitragvon Nostalgiker » 14. März 2012, 11:38

SkinnyTrucky hat geschrieben:Ich hab da mal eine Frage:

Für die Altkader unter uns....wer war denn von denen schonmal in Nord-Korea....???? Eigendlich müsste da doch ein Run stattfinden, denn da ist die Welt ja kommunistisch noch voll in Ordnung....Millionen sind damals in den Westen geflüchtet aber umgekehrt als der Kommunismus in Europa zu Ende ging, da sind dann aber doch alle Kommunisten hier geblieben und das, wo sich Nordkorea doch noch bis heute gehalten hat....

Mara


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Re: Nordkoreas Atomprogramm

Beitragvon manudave » 10. April 2012, 19:24

Aktuell wieder mal in aller Munde: Nordkorea

Nun gelang es wieder einmal Aufnahmen aus dem Land zu sehen:

http://www.focus.de/politik/videos/armu ... 30715.html
Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein!
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Re: Nordkoreas Atomprogramm

Beitragvon S51 » 11. April 2012, 01:38

Und was sehen wir, wenn man den Komentar runter dreht?
Ein Land im ausgehenden Winter. So unterschiedlich sähe es bei uns in gewissen Gegenden auch nicht aus. Ich bin geeindruckt. Zu der Zeit sieht es in meinem Garten ganz ähnlich aus. Kahle Bäume überall...
Ein bischen Farbe war auch noch da. Ich meine die roten Wedel. So bunt wie bei Wahlkampffeiern amerikanischer Präsidentschaftskandidaten war es freilich nicht aber gejubelt haben sie beinahe genauso.
Und?
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Re: Nordkoreas Atomprogramm

Beitragvon karnak » 11. April 2012, 09:08

Ich denke wenn man von Nordkorea Bilder sieht und Komentare hört,man kann schon davon ausgehen,daß es sich um ein stalinistisch geprägtes System handelt.Der Begriff stalinistisch beschreibt es sicher am ehesten.
Das daß dort so relativ widerstandlos zu funktionieren scheint hängt sicher AUCH mit der doch sehr "speziellen" Mentalität der Asiaten zusammen.Das sieht man auch in China ,Vietnam und Kambotscha.In all diesen Ländern war ich schon und habe manchesmal verwundert den Kopf geschüttelt wie die Leute so leben und auf ihre Umwelt,ihre Obrigkeit, reagieren.Auch in Japan sieht man ein Verhalten das wir als bedingungslose Unterwürfigkeit verstehen würden.Ein Verhalten was für uns nur schwer zu begreifen ist,aber wie gemacht um ein Diktatur zu errichten und zuerhalten.
Ich muß aber S51 recht geben und es stört mich ebenfalls.Wenn von den westlichen Medien über etwas berichtet wird was auch nur den Hauch von Sozialismus/Kommunismus hat,es muß irgendwie negativ ,schlecht,menschenunwürdig sein.Es darf kein gutes Haar an der Sache sein.
Damit man mich nicht falsch versteht,am vergangenen Soz.und an den aktuellen Sozialismusen gibt es wahrlich genug zu kritisieren aber diese" kalte Kriegsberichterstattung"ist schon machesmal nervig.Ich kann mich da an die Hanni Hasch vom ZDF erinnern,als sie die Eröffnungsfeier der olympischen Spiele in China kommentiert hat.Alle 5 Minuten etwas zu den Menschenrechten oder zu anderen Unzulänglichkeiten in dem Land,mitdem sie natürlich AUCH rechte hatte,aber in diesem Zusammenhang trotzdem einfach nerv.Man merkt die Absicht und ist verstimmt.
Ich habe schon mal geschrieben,ich war schon zweimal in Cuba.Die Medienerklären mir immer wieder wie schrecklich es den Leuten dort geht und ich sage ,bei allen Problemen und Unzulänglichkeiten die die dort haben,was für ein Quatsch,wenn man schlecht denkt auch ,was für eine Gehässigkeit.
Ich war auch schon in Peru,mit Sicherheit kein soz.Land.Ich bin mir sicher ein großer Teil der Leute würde sich die Lebensbedingungen ala Cuba wünschen.Zumindest war das mein Eindruck.
Wie gesagt,ich will den Sozialismus wahrlich nicht in den Himmel heben,aber derart kalte Kriegberichterstattung stört und ärgert mich ebenfalls.
Auch hier in diesem Forum stören mich die beiden" Extremfraktionen",pro und kontra,gut und schlecht,was anderes gibt es einfach nicht.Das jüngste Beispiel war für mich die Geschichte mit den"Zwangsadoptionen"--tut mir leid, für mich einfach NERV!
" Denn sie hassen am Andersdenkenden nicht nur die andere Meinung, zu der er sich bekennt,sondern auch die Vermessenheit, selbst urteilen zu wollen. Was sie ja doch selbst nie unternehmen und im Stillen sich dessen bewusst sind."
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Re: Nordkoreas Atomprogramm

Beitragvon Nostalgiker » 11. April 2012, 09:25

@karnak, eine Frage: warum bist Du der Meinung Dich ständig für Deine Ansichten und Meinungsäußerungen zu entschuldigen?
Entweder ist es meine Meinung und dann brauche ich mich auch dafür nicht zu entschuldigen oder ich stehe selbst nicht zu meiner eigenen Meinung.

Ich bin zwar für meine Meinung und Überzeugung verantwortlich aber ich bin nicht dafür verantwortlich was aus ihr herausgelesen wird. Für die "Wertung" und seine Erkenntnisse ist der Lesende selbst verantwortlich.

Entschuldige den OT.

Natürlich kann ich mit Bildern und einem entsprechenden Kommentar in dem eine Häufung negativ besetzter Adjektive vorkommt, wie S51 bereits bemerkte ein entsprechendes Bild vermitteln.
Solche Bilder der Trostlosigkeit kann ich Dir, gerade im Winter, auch aus dem jetzigen Berlin liefern......

So wie die DDR prinzipiell grau und trostlos war, ich erwähnte es bereits das selbst der Tuschkasten in der Schule damals als Farben nur 28 verschiedene Grautöne enthielt welche dem malen farbenfroher Bilder über die sozialistische Realität zur Verfügung standen, so muß auch Nordkorea dargestellt werden.
Wenn sich die Sehgewohnheiten der Rezipienten nicht so geändert hätten, in Schwarz/Weiß; also Grau, würden die Bilder noch einen Zacken trostloser wirken....

Gruß
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