Stefan 14

In diesem Bereich koennt ihr Eure Vorstellung posten.

Stefan 14

Beitragvon Stefan 14 » 31. Dezember 2016, 20:33

Vielen Dank zunächst für die Nachricht , augenzeuge !

Ich werde mich Morgen hier etwas näher vorstellen . Lebte ebenfalls einige Zeit in NRW ( Hagen und Arnsberg ). Hier in Chemnitz , genauer Oederan ( bekannt durch das "Klein - Erzgebirge" ) ist jedoch meine eigentliche Heimat . Also Sachse . Mit ostpreußischen und bayrischen Wurzeln . ( nicht Migrationshintergrund ) .

Ich wünsche allen Mitgliedern des Forums Deutsche Einheit Frieden , Gesundheit und Wohlergehen !

Stefan ( Stefan 14 )
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Re: Stefan 14

Beitragvon Interessierter » 1. Januar 2017, 08:09

Hallo Stefan,
herzlich willkommen in unserem Forum. Für das Neue Jahr wünsche ich Dir ebenfalls alles Gute.

Gruß
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Re: Stefan 14

Beitragvon augenzeuge » 1. Januar 2017, 11:47

Hallo Stefan 14.

Ich freu mich über jeden user, der sich hier sachlich einbringen will und dies aufgrund seiner Erfahrungen auch kann.
Auf einen guten Start in diesem Jahr. 2016 war für das Forum nicht schlecht. 2017 darf noch besser werden. [wink]

AZ
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Re: Stefan 14

Beitragvon steffen52 » 1. Januar 2017, 13:24

Willkommen im Forum Stefan.
Wünsche ein gesundes neues Jahr und auf viele Beiträge von Dir.
Gruß steffen52 [hallo]
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Re: Stefan 14

Beitragvon Volker Zottmann » 1. Januar 2017, 14:44

Willkommen im Klub, Stefan 14.
Ein User mehr kann nie schaden. Bring Dich bitte ein, ich bin ganz [ich auch]

Gruß Volker
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Re: Stefan 14

Beitragvon Stefan 14 » 8. Januar 2017, 17:06

Vielen Dank für die Nachricht , Volker !

Ich habe deine Beiträge , nicht nur was die Armeezeit betrifft sehr aufmerksam gelesen und muss sagen , dass mir diese wirklich gefallen. Wenn gleich ich andere Erfahrungen bei der Armee machte. Dazu später gern mehr . Positive und auch sehr viel schlimmere. Das letztere betraf aber nicht meine Person.
Ich sehe viele Parallelen in unserem Leben . Auch ich war Genosse. Habe mein Parteibuch jedoch in der SED- Kreisleitung vor versammelter Mannschaft mit ein paar erläuternden Worten zerrissen. Meine Aussagen damals waren im Prinzip nichts anderes , als was selbst führende Genossen nach der "Wende" von sich gaben. Leider sagte ich es 2 Jahre zu früh.( Laut )...... Was dann passierte kannst Du dir sicher vorstellen. Darum habe ich noch 1988 die DDR illegal verlassen,von Thüringen nach Hessen. Mich ließen sie nicht ein Mal mehr in die CSSR. Am 7.Oktober 1989 stand ich in Philippsthal, 1 Meter vor der Mauer,seitlich dahinter ein Wachturm der Grenztruppen .Neben mir zwei ältere Damen aus Fulda. Deren Heimat war Vacha auf der anderen Seite der Werra in Thüringen. Sagte eine zur anderen: Ob wir nochmal ans Grab unserer Eltern gehen können ? Ihre Schwester darauf : Das werden wir wohl nicht mehr erleben !So dachte ich auch damals und dass ich meine Mutter sicher nie mehr sehen würde ! Gut einen Monat später , Sonntag den 12. 11. war ich genau an jener Stelle , mit meiner Mutter ! Die Mauer war schon auf der gesamten Straßenbreite weg. Das Gefühl und überhaupt die Stunden und Tage der Grenzöffnung kann nur jemand verstehen, wer es miterlebt hat ! Ich bin an dem Tag aber nur bis zum Strich gegangen. Es fand auch noch kein Überqueren der Grenze da statt . Auf DDR- Seite außer Bauarbeitern fast nur Offiziere und BU der Grenztruppen. Habe mich bis zum 3.Oktober 1990 nicht in die Noch-DDR-Getraut. Nur einmal wenige Meter, bei Tann in der Rhön habe ich mich neben einer DDR- Grenzsäule fotografieren lassen. Die Grenze war oben am Waldrand an einem Waldweg. Das war aber noch vor dem 9. November 1989 !Für mich war das ein ganz bewegender Moment dort ,neben der Grenzsäule.Das Foto sand ich meinem Freund in der DDR .Es war am 7. 10. 1989. Denn ich sah in Richtung DDR und ganz weit in der Ferne nahm ich Hügel war ,auf welchen ich am Neujahrstag 1988 mit meinem besten Freund ( lebt leider nicht mehr ) welcher aus Schmalkalden kam stand und er mir erklärte wo DER Westen war. Ganz weit in der Ferne ein Höhenzug.Unerreichbar damals ! Auf der Hinfahrt schon überholte uns ein VP- Auto, hielt an und sie fragten was wir da zu suchen haben und es gab einige Überprüfungen, obwohl es sicher noch 5 km bis zum Beginn des Sperrgebietes waren und mein Freund ein Suhler Kennzeichen hatte. 8 Monate später stand ich nun genau auf dem entgegengesetzten Höhenzug , diesmal im Westen und mein Freund , nur wenige Kilometer entfernt , jedoch zu dem Zeitpunkt für mich unerreichbar.Er wusste nichts von meiner Flucht. Niemand wusste das . Kannst dir sicher vorstellen wie meine Tante im Westen reagierte als ich bei ihr klingelte. Sie fiel echt um.
Es tut mir richtig gut etwas von Dir zu lesen und ebenso von ABV . Soll aber auf keinen Fall heißen , dass ich Andere zurückstelle. Für mich zählt jede sachliche und fundierte Meinung . Ich respektiere diese.
Auch ich hatte sehr viel Westverwandschaft, außer meinem Vater seine ganze Familie. Auch ich war schon in der DDR selbstständig.Erfolgreich und noch mehr bis vor etwa 8 Jahren. Nur war es privat leider anders als bei dir . Du hast sicher die "richtige Frau" zur richtigen Zeit gefunden. Die Folge meines etwas bewegten Lebens war ein schwerer Schlaganfall . Habe mich körperlich sehr erholt. Dennoch führe ich nun leider ein Dasein, welches ich mir nie so vorzustellen gewagt hätte. Das Leben ist nun leider kein Wunschkonzert. Trotz allem habe ich gelebt , sehr aktiv ,intensiv und möchte das nicht missen. Ich erlebte und sah so viele schöne Dinge , da muss man auch die weniger schönen , sogar schrecklichen , welche es in meinem Leben gab in Kauf nehmen.
So, das soll für Heute erst mal genug sein . Ich wünsche dir und deiner Familie sowie natürlich Allen hier im Forum Frieden und das Beste für die Zukunft.
Stefan Schulz
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Re: Stefan 14

Beitragvon augenzeuge » 8. Januar 2017, 17:10

Guter Beitrag! Schreib doch mal wie du das geschafft hast.... [ich auch]

Aber wo liest du was vom ABV? Der war mal vor Jahren hier und hat selbst seine Beiträge gelöscht. [shocked]
und ebenso von ABV

AZ
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Re: Stefan 14

Beitragvon Spartacus » 8. Januar 2017, 17:38

Das Leben ist nun leider kein Wunschkonzert. Trotz allem habe ich gelebt , sehr aktiv ,intensiv und möchte das nicht missen. Ich erlebte und sah so viele schöne Dinge , da muss man auch die weniger schönen , sogar schrecklichen , welche es in meinem Leben gab in Kauf nehmen.


Schöner Beitrag der auch zu mir passen könnte. [hallo]

Herzlich willkommen im Forum Stefan, ich hab dich leider übersehen. [shocked]

LG

Sparta


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Re: Stefan 14

Beitragvon steffen52 » 8. Januar 2017, 17:40

Stefan, eine ausführliche Vorstellung! Hast ja viel in Deinem Leben mitgemacht und hoffe noch einiges von Dir zu lesen.
Wo hast Du gedient? Aber ich denke da wirst Du noch dazu schreiben. Herzlich Willkommen hier im Forum! [hallo]
Gruß steffen52
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Re: Stefan 14

Beitragvon Volker Zottmann » 8. Januar 2017, 17:41

Danke Stefan 14 für all Deine freundliche Erläuterungen.
Mich, sicher auch alle anderen User, interessiert gewiss Deine Flucht. Fremde Fluchten von einigen Bekannten haben mich schon immer fasziniert, besonders dann nach der Wende, deren genauen Beweggründe zu erfahren. Das sind nicht nur schöne Geschichten.
Was Du, und vor allem wo, vom ABV gelesen hast, würde auch mich interessieren. Er hat gerade mich rein menschlich sehr enttäuscht, hat diffamierende falsch dargestellte verleumderische Geschichten über mich in einem fremden Forum in Umlauf gebracht und interessiert mich heute nicht für 5 Pfennige.

Soweit erstmal, Gruß Volker
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Re: Stefan 14

Beitragvon Stefan 14 » 8. Januar 2017, 19:51

Danke, Volker !

Von ABV habe ich in Grenzerforum gelesen , dachte erst es wäre hier gewesen . Bin vor etwa 2 Wochen auf beide Foren gestoßen. Von ihm las ich die Erlebnisse während der Zeit in Berlin/ Missionsschutz und aus seiner Heimatregion. Fand ich gut geschrieben und bekam da auch nichts von eventuellen Differenzen mit. Allerdings las ich auch stets nur die inhaltlich langen Beiträge und nie die Seiten wo so viel kopiert ( zitiert ) war.
Zu meiner Flucht Morgen etwas. Nur soviel vorab : Über DIE Grenze wusste ich schon zu DDR Zeiten aus unterschiedlichsten Quellen relativ viel . U.a.: Cousin war beim BGS Bad- Hersfeld , Gespräche mit ehemaligen Grenzern .Bis kurz vor meiner Flucht rein interessehalber, denn ich hatte bis dato nie die Absicht die DDR zu verlassen.
Ich war fast mein ganzes Arbeitsleben selbstständig, auch schon zu DDR-Zeiten. Gartenbauingenieur ,wollte immer eine eigene Gärtnerei haben. Dann auch 3 Tage noch Entlassung vom GWD nach Ronneburg gezogen um da eine Gärtnerei zu übernehmen. Ein halbes Jahr später Scheidung und ich ging wieder in meine Heimat.Dann 2 Jahre rollende Woche als Hochdruckkesselwärter. Schließlich schaffte ich es ein Blumengeschäft zu eröffnen,weisst ja wie das zu jener Zeit war. Nichts mit einfach Gewerbeanmeldung.Nach meiner Ankunft im Westen hatte ich am übernächsten Tag eine Arbeit im Gartencenter. Und machte mich dann Anfang 1989 selbstständig . Muss auch sagen , dass ich vom ersten Tag an keinerlei Eingewöhnungsschwierigkeiten hatte . Im Gegenteil : Ich sagte mir immer . Jetzt kann ich leben wie ich es immer schon wollte.Jetzt kann ich ICH sein.Die meisten meiner Arbeitskollegen und andere Leute welche ich traf wollten mir Anfangs gar nicht glauben , dass ich aus der DDR komme.
Ich habe eben so gelebt als ob ich schon immer da lebte. Das betraf natürlich auch die Sprache und überhaupt die ganze Lebensweise. Bin nur um ein Beispiel zu nennen nie in ein Geschäft und habe gefragt . Hahm säh ohh .....natürlich habe ich auch freundlich gegrüsst ,wenn ich ein Einzelhandelsgeschäft betrat.In Bayern mit "Grüss Gott". Ich war anpassugsfähig , das kam mir auch später in der ehemaligen UdSSR zu Gute. Nach der "Wende" bin ich eben wieder zurück , habe es jedoch in den Folgejahren oft bereut . Es hatte sich so entwickelt , da spielten viele Ereignisse und Faktoren eine Rolle .Habe Angefangen auf Märkten zu verkaufen , dann Haus gekauft und wieder Blumengeschäft , schließlich noch Pflanzenhandel / Baumschule und Grundstücksgestaltung. Habe von 2005-2008 in der russischen Föderation / Gebiet Saratow gelebt und da eine Baumschule aufgebaut. Das ich dort gelandet war kam durch einen Zufall ,es war nicht geplant. Aber im Nachhinein die beste und interessanteste Zeit in meinem Leben. Arbeitsbedingt war ich von Ukraine und Baltikum über die ehemaligen Südrepubliken der UdSSR bis Fernost unterwegs.
Den Schlaganfall hatte ich im Mai 2015 , bis dahin habe ich mich sehr fit und direkt jugendlich gefühlt , zentnerschwere Bäume geschleppt , mit Kettensäge die gewagtesten Kletterkünste veranstaltet und fast ununterbrochen im Laufschritt unterwegs.
Viele Grüße , Stefan .
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Re: Stefan 14

Beitragvon steffen52 » 8. Januar 2017, 20:03

Dann bist Du wohl wieder in Chemnitz zu Hause? Da könnten wir uns ja mal über den Weg laufen!!! [hallo]
Gruß steffen52
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Re: Stefan 14

Beitragvon Stefan 14 » 8. Januar 2017, 21:41

Danke , Steffen !

Ja, ich wohne wieder in Chemnitz. Habe mich vor einiger Zeit ganz intensiv mit dem " alten Chemnitz "vor der Zerstörung befasst. Sehr interessant.Einiges wusste ich ansatzweise aus der Zeit wo ich als Kleinkind mit meiner Großmutter in Chemnitz unterwegs war.Ich komme ja ursprünglich aus Oederan. Habe aber hier als Kind schon mal 2 Jahre gelebt,hier gelernt und später Fleurop ausgefahren.Bist du 1952 geboren ? Gern können wir uns mal treffen.

Viele Grüße,Stefan.
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Re: Stefan 14

Beitragvon Stefan 14 » 8. Januar 2017, 22:14

Danke für deine Nachricht , Steffen !

Zu deiner Frage :1979-1980 Grundwehrdienst , MSR 28 Rostock , fast ständig außerhalb abkommandiert als UAS-Fahrer. In sehr vielen NVA Objekten zwischen Rostock und Berlin gewesen , auch in einigen der GSSD. Im Rahmen von KSÜ auch Zusammenwirken mit Grenztruppen. Teilnahme an Manöver Waffenbrüderschaft , größtenteils in Wittstock.Dort Generaloberst Stechbarth gefahren=3 Tage Sonderurlaub.
1981, 1985 und auch im "heißen Herbst" 1983 Reservist ( ROA ) bei WSB 3 in Leipzig. Das es sehr, sehr heiß war wusste man, nur nicht den eigentlichen Grund. Es gab ja zwei.

Viele Grüße, Stefan.
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Re: Stefan 14

Beitragvon Bahndamm 68 » 9. Januar 2017, 20:56

Hallo Stefan,
ich habe hier im Thread erst einmal gelesen.

Doch zunächst ein verspätetestes herzliches Willkommen in diesem Forum. Ich hoffe und wünsche, dass du nach dem Bisherigen nicht unzufrieden bist. Es gibt hier Zuckerlecken, aber auch manchmal Säbelrasseln. Du kannst selbst entscheiden, mit wem du im Dialog stehen möchtest.

Nachträglich auch von meiner Seite ein frohes und gesundes Neue Jahr 2017, verbunden mit viel Text und wenn vorhanden ist, auch mit vielen interessanten Bildern.

Deine ausführliche Darstellung hat mich schon beeindruckt. In diesen und in anderen Foren hatte ich bereits geschrieben, dass ein jeder Mensch zwei Gesichter hat. So ich auch und kam an die Grenze und suchte das Weite. Gleiches kann ich nun auch bei dir erkennen. Sonderurlaub in Kauf nehmen, "Ja", einen General zu chauffieren auch, "Ja". Aber wie hat es im Inneren ausgesehen? Das kann ein Aussensstehender schlecht beurteilen.

Wie nun deine Flucht verlaufen ist, bin ich schon sehr gespannt, was noch kommen wird von dir.

Fact ist, dass die Flucht, die man begangen hat, nicht vergessen werden kann. Es stand zu viel auf dem Spiel.
Von 1969 bis 2010 habe ich nur im engsten Familienkreis darüber gesprochen, doch dann kam mir Kommissar Zufall entgegen. Nach dieser Zeit konnte ich offen darüber sprechen. Interessant und sehr viel Spaß hat mir dabei die Anwesenheit vor dem Bundesreservistenverband von Niedersachsen gemacht. Alte Haudegen, ehemalige Feinde, hörten gespannt meiner Geschichte zu. Noch heute habe ich Kontakt mit einem BW - Reservisten. An Grenzwanderungen mit ehemaligen Zöllner, Bundesgrenzschutzbeamten, aber auch mit Flüchtlingen nehme ich jedes Jahr daran teil. Interessante Gespräche werden entlang der ehemaligen Demarkationslinie geführt.
Aber nicht nur die Älteren waren neugierig, nein auch die Jugend, insbesondere eine Oberschule in Braunschweig hörten gespannt zu. Leider war die Zeit von 2 Stunden zu kurz, ohne entsprechende Fragen und Antworten. Das bemerkenswerte dabei war, keine Unruhe, keine Störung und keine Technik, sprich Handy.
Ich warte auf deine Geschichte.

VG Hermann
Artikel aus dem Helmstedter Sonntagsblatt
14-03-30-01-Helmstedter Sonntag-Als die Grenze Welten trennte.pdf
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Wer die Vergangenheit nicht kennt,
kann die Gegenwart nicht begreifen
und die Zukunft nicht gestalten.
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Re: Stefan 14

Beitragvon Dr. 213 » 9. Januar 2017, 22:28

Hallo Stefan,

ein herzliches Willkommen und auch ich warte schon auf die Fluchtgeschichte denn
handwerklich gut gemachte Fluchten interessieren und faszinieren mich immer ganz besonders.
Und darum auch noch mal ein Danke an Hermann für den Link auf den Zeitungsartikel.

Gruss
Dr. 213
Sie lügen, sie lügen und wir müssen uns barmherzig zeigen, denen gegenüber, die lügen. (Colonel Kurtz)
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Re: Stefan 14

Beitragvon Volker Zottmann » 9. Januar 2017, 22:56

Hallo Stefan,
Vielleicht bist Du über einen "meiner" Vorfahren gestolpert, als Du in Saratow wohntest? [ich auch]
Mitte des 19. Jahrhunderts war dort bis 1879 der in Petersburg geweihte Bischof Franz Xaver von Zottmann "Chef" der Diozöse. (gestorben 1901, in Ornbau/Mittelfranken, wo er auch geboren wurde. Er hat sich dort um die Wolgadeutschen verdient gemacht.

Auch ich war beim Manöver Waffenbrüderschaft, allerdings beim ersten, was 1971 stattfand und wo in unserer unmittelbaren Nachbarschaft 5 polnische Panzersoldaten in der Elbe ertranken....

Ich freue mich auf Deine angekündigten Berichte.

Gruß Volker
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Re: Stefan 14

Beitragvon SkinnyTrucky » 10. Januar 2017, 08:25

Ja, immer her mit den Fluchtgeschichten, das Interesse ist groß, zumal man sich damals selbst den Kopf zermartert hat, wie man es selber anstellen sollte rüber zu machen....

....willkommen im Forum, Stefan....


groetjes

Mara
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